Romantikalarm!

Das hier ist Familie Monsterpuschel:

Puscheligkeit pusht! Auch bei Monstern!

Im Hintergrund sehen wir den legendären Bernd das Brot, aber er ist heute leider nicht mein Thema. Rechts ist Vater Puschel zu sehen, daneben seine puschelige Frau und im Vordergrund die drei Gören. Puschel ist ein hoffnungsloser Romantiker und ein Fellmonster von Knäcke XIV. Folgender Dialog trug sich zu.

Vater Puschel: “Hier im Monsterdomizil fehlt etwas!”
Ich: “Was denn?”
Puschel: “Ein Mann für Dich!”
Ich: “Was soll ich denn mit einem Mann? Geh fort.”
Puschel: “Ich wohne hier, ich gehe hier nicht weg!”
Ich: “Das werden wir ja noch sehen…”
Puschel: “Zurück zum Fall. Ein Mann könnte Dir Sachen zusammenbauen, zum Beispiel den neuen Barhocker.”
Ich: “Habe ich selbst geschraubt, hat nicht mal 10 Minuten gedauert.”
Puschel: “Aber die Romantik! Und was ist mit Nachwuchs? Sieh Dir meine drei Prachtexemplare an!”
Ich: “Das bekommt Dir nicht, bist ja schon ganz blau im Gesicht.”
Puschel: “Mit Dir kann man nicht vernünftig diskutieren, gut, dass ich da schon mal jemanden rausgesucht habe. Du musst nur noch antworten!”

An dieser Stelle beschloss ich so zu tun, als ob ich resignieren würde. Vater Puschel ist eines der hartnäckigsten Monster, das ich kenne. Von den anderen 452 mal abgesehen… Puschel legte mir folgende Kontaktanzeige vor:

Offenbarung! Endlich!

Puschel: “Ist der nicht prima? Da steht auch was von ‘romantischer Träumer’. Und ‘amour fou’, wie großartig, da bereue ich ja beinahe, keine Frau zu sein!”
Ich: “Hm, ja, ganz passend gewählt. Musik läuft bei mir ja eh ständig. Aber ich habe doch keine Zeit, mich um so einen Supertypen entsprechend repräsentativ-amour-fou-mäßig im Sinne von Bloch zu kümmern. Und mein Feinfühligkeitsmodus ist kaputt.”
Puschel: “Aber Du erfüllst quasi alle Voraussetzungen. Jedenfalls beinahe alle. Also fast… Einige… Man weiß ja, wie das ist, man muss dann auch mal von den Maximalforderungen abgehen… Immerhin bist Du in der Tat jünger als er.”
Ich: “Ein Punkt von 100 oder so. Super. Gib’s auf.”

Natürlich hat Puschel nicht aufgegeben, sondern diesem Mann in meinem Namen romantische Briefe geschrieben. Ich spare mir die Wiedergabe, es würde Euch nur das kalte Grausen packen. Jedenfalls kam es dann irgendwann zu einer telefonischen Kontaktaufnahme, und das war meine Chance. Nicht umsonst könnte ich locker ein Seminar im Männervergraulen geben (aus dem Stegreif, ganz ohne Vorbereitung!), doch leider ist der Markt dafür sehr klein. Aber egal. Diese Künstlerseele wollte natürlich wissen, welche Musik ich höre. Daraufhin ließ ich es mir nicht nehmen, ihm zu erklären, dass bei mir nur ein Lied in Endlosschleife laufe, das aber das epochalste Werk der Musikgeschichte sei.

Hört selbst!

Danach hörte ich nie wieder vom Traummann mit dem silberglänzenden Kopfhaar. Verstehe ich gar nicht…

Da machste was mit mit dieser Monstermeute hier… Aber Puschel hat verkündet, nicht aufzugeben, statt dessen durchforstet er die entsprechenden Rubriken nach einem Mann, der bereit ist, sich mit einer “Katastrophe in Frauengestalt mit extrem schlechtem Musikgeschmack” (O-Ton Puschel) zu beschäftigen. Tja, ich habe die Forderung aufgestellt, dass ich nur Männer mit goldglänzendem Kopf- und Brusthaar akzeptieren werde. Nun dürfte erst mal Ruhe sein…

Yippie-yippie-yeah, der Zellensong nun endlich auch in diesem Blog! Hurra!