Wahnwitzige Winkekatzen winken wonniglich!

Es ist so weit! Ich stelle Euch endlich meine beiden Winkekatzen vor. Das plane ich ja schon seit Anfang des Jahres, aber man kommt zu nix…

Wonnigliche Winkekatzen winken wahnwitzig

Links die Silberne winkt auf den Namen Winkchen und das güldene Prachtexemplar heißt Winkelia.

Wie kam es überhaupt zu dieser Invasion der Winkekatzen? Alles fing so harmlos an. Noch fürs alte Blog knipste ich ein Foto und veröffentlichte es glaube ich unter der Überschrift “Das Kitschfoto zum Wochenende” oder ähnlich. Es zeigte zwei Winkekatzen in einem Schaufenster, aber ich ungebildetes Monster wusste noch nicht mal, dass diese Tiere Winkekatzen oder wie der Fachmann sagt Maneki Neko, hießen. In den Kommentaren setzte aber zum Glück sofort eine Fortbildungsmaßnahme für das arme, dumme Monster ein. Daraufhin ruhte ich nicht, denn so etwas wahnsinnig Tolles wollte ich unbedingt im Monsterdomizil haben! Also gesucht, bestellt und wenige Tage später glückliche Winkekatzenbesitzerin!

Was aber ist so toll an diesen Viechern? Nun, es handelt sich um japanische Glücksbringer, und bei dem Winken handelt es sich mitnichten um einen Abschiedsgruß, sondern es soll Geld oder Kunden heranlocken. Wiki sagt dazu:

Die winkenden Katzen sind sehr populär in Japan. Viele Japaner glauben, dass die rechte zum Winken erhobene Tatze Geld anzieht und die linke Kunden.

Meine winken mit der linken Tatze, locken also Kunden an. Eigentlich schade, dass ich kein Geschäft habe. Nun stehen die Leute hier haufenweise vor der Tür, und ich kann denen nix verkaufen… Aber irgendwas ist ja immer.

Die Herkunft dieser possierlichen Winkewichte liegt im Dunkeln, wie sich das gehört, denn sonst wäre es langweilig. Da gibt es die Theorie, dass die Chinesen mit ihrem Sprichwort

„Wenn eine Katze ihr Gesicht wäscht, wird es Regen geben.“[1]

schuld sind. Unspektakulär. Langweilig. Tummeln wir uns doch kurz mal auf der Website winkekatze.info. Die wissen alles Wissenswerte über Winkekatzen, da sind wir also gut aufgehoben.

Hier haben wir die Geschichte einer Katze, die einem armen Tempel zu Wohlstand verhalf, indem sie sich vor das Tor setzte und so einen wohlhabenden Fürsten heranwinkte, der dadurch einem Unwetter entkam. Klasse, oder?

Eine weitere Vermutung finden wir hier. Damals in der Edo-Periode wurden Viertel gegründet, in denen es “Zerstreuungshäuser” gab (welch schönes Wort für Bordelle), dort war es üblich, künstliche Penisse auf Glücksbringer-Altare zu stellen, weil die nämlich — Ihr ahnt es schon — Glück bringen sollten. Dann aber kam der Westen, die Moral und der Berlusconi. Der Berlusconi fand das mit den Phalli gar nicht komisch, von wegen phalleri-phallera, denn um so mehr wurde er daran erinnert, dass sein eigener Dödel viel zu klein war (und ist). Die Japaner dachten, flexibel wie sie sind, um und kamen auf die Idee mit der Winkekatze, gerade auch in den eben erwähnten Häusern. Dort ergibt das Heranwinken von Kunden ja durchaus einen Sinn.

Auch die Farben sind bei den Winkekatzen alles andere als wurschtegal. Wir gehen wieder in das winkeatze.info-Blog, welches ich selbstverständlich im Feedreader habe und so sicherlich nun auch Ihr:

Formen und Farben der Winkekatze

Meine goldene steht also für Wohlstand und Reichtum. (Wo wohl der Lottogewinn bleibt?), während die silberne Katze Wünsche ihres Besitzers erfüllt. Und ja, das tut sie! Ich wünsche mir Überstunden bei Rahm und Rahm ordnet Überstunden an. Kritiker und Skeptiker meinen ja, das sei für Rahm sowieso ganz normal und würde auch ohne Winkekatze geschehen, aber ach, diese Kleingeister!

Besonders freut mich, dass es auch eine rosa Winkekatze gibt, denn damit steht doch schon fest, was wir dem Krötengeneral unbedingt schenken müssen. Die rosafarbene Glücksbringerin steht für Liebe, Beziehungen und Romantik. Ist das schön!

Und dann ist da noch die Kaliko-Katze, eine bunte Schönheit und die epochalste sowieso. Ihr Fachgebiet ist es, die Glücksbringendste von allen zu sein. Damit steht fest, dass sie für Puscheligkeit zuständig ist, auch wenn es in dem Blog nicht explizit erwähnt wird. Manches wird als Grundwissen einfach vorausgesetzt. So muss es sein.

In der nichtwinkenden Pfote hält die Winkekatze eine Goldmünze, deren Aufschrift besagt, dass sie zehn Millionen Ryō (alte japanische Währung) wert sei, also ca. 10 Milliarden Dollar. (Quelle hier, Ihr ahnt es schon.) Mit Kleinigkeiten gibt sich die Winkekatze nicht ab! Richtig so!

Und weil ein Foto das dynamische Winken einer Winkekatze (oder auch zwei) einfach nicht so zeigen kann, wie es in natura ist, habe ich ein kleines Filmchen gedreht. Es ist eine Vorankündigung von Rübenbrei TV, denn die beiden Kätzchen wollen gern Hauptdarsteller in einem Action-Thriller werden. Die Voraussetzungen erfüllen sie allemal. Seht selbst!

Ich verbleibe für heute mit einem freundlichen Winken,

Euer Fellmonster

Der Glaube versetzt Berge…

… oder schützt zumindest Gießkannenbrausen vorm Geklautwerden. Glaubt Ihr nicht? Doch, müsst Ihr aber!

Griffel weg, oder der Himmel bleibt zu!

Sagt doch immerhin der Pastor, und der weiß so was! Ganz bestimmt lassen sich Menschen, die Zeuchs von Friedhöfen klauen, ganz doll von der Drohung mit der Hölle beeindrucken (nichts anderes kann hier gemeint sein, denn entweder man kommt in den Himmel oder in die Hölle, das weiß man ja).

Ich bin nun am Überlegen, was passiert, wenn man gleich die ganze Gießkanne mitnähme. Noch was Schlimmeres als die Hölle? Was könnte das sein? Mitglied beim FCB oder in Berlusconis Harem? Lebenslanges Anhören von Westerwelle-Reden und -Interviews? Ich weiß es nicht, also lasse ich die Gießkanne lieber da, wo sie ist…