Frau Lehrerin hat uns eine interessante Hausaufgabe gegeben. Es geht darum, einen Text zu schreiben, der einen bestimmten Buchstaben auf keinen Fall enthalten darf. Ich habe mich für den Buchstaben, der im Alphabet nach dem “N” zu finden ist, entschieden. Auch das Thema wurde mir quasi genannt (man beachte dazu bitte die Anmerkungen unter dem verlinkten Artikel). Es ist:
Rahm Emanuel
Hachzzzz! Übrigens ist ein Bestandteil der Aufgabe, dass der Text Sinn enthalten muss. Sinn — das ist etwas, das man in meiner kleinen Internetheimat hier eher selten findet. Bei diesem Thema gilt eher: “Sex statt Sinn”. Jedenfalls ist nun klar, dass ich keinesfalls das “A” gewählt hätte. Und Texte zu schreiben, die kein “E” enthalten, ist bestimmt extrem schwierig.
Jetzt aber zu Rahm Emanuel. Wir sehen uns zunächst ein Bild an, denn einem Artikel über Rahm, der kein Bild enthält, fehlt etwas. Nämlich ein Bild, um genau zu sein. Ich will Euch natürlich zeigen, wie er aussieht:

Raaaaaahm, hachzzzzzz!
Das ist er, seines Zeichens Bürgermeister der “Windy City”. Den richtigen Namen kann ich hier nicht schreiben, aber Ihr wisst sicher alle, welche Stadt gemeint ist. Ist übrigens eine Partnerstadt Hamburgs.
Rahm war natürlich nicht immer Bürgermeister. Kennengelernt habe ich ihn im Weißen Haus. Meine Pläne zur Erreichung der Weltherrschaft beinhalteten ein Praktikum bei Barack, was aber nicht klappte, denn sein damaliger Stabschef, eben jener Rahm Emanuel, ließ keine Praktikantinnen zum Präsidenten. Er hatte bereits für den früheren Präsidenten Billy (der mit der Lewinsky) gearbeitet, allerdings nicht als Stabschef. Er, Rahm, war aber derjenige, der diesen ganzen Lewinsky-Schlamassel aufräumen musste. Legendär sein Satz damals zu Blair, den ich hier aber nicht hinschreiben darf, weil der nicht erlaubte Buchstabe auftaucht. Mist. Jedenfalls enthielt der Spruch natürlich seinen Lieblingsbegriff “fuck”, denn Rahm flucht ausgiebig, was ja sehr gesund ist. Sagt er zumindest und es gibt auch eine Studie zu dem Thema. Bei Reden und Debatten in den Medien vermeidet er den Begriff natürlich. Wäre ja sehr lustig, täte er das nicht, denn die Amis ersetzen diese schlimmen, schlimmen Begriffe ja meistens durch “Piep”-Geräusche. Mehr “Piep” wäre nie im US-Fernsehen, aber selbst eine 80 %ig “ausgepiepte” Rede Rahms würde mehr Sinn und Verstand enthalten als das gesamte Zeuchs, dass der Rupert-Sender den ganzen lieben langen Tag über ausstrahlt… Der hatte übrigens auch mal eine Sendung mit Sarah Palin, muss ich mehr sagen? Gruselig. Schauderhaft. Intelligenzverweigernd.
Aber zurück zu unserer ersten Begegnung. Dieses ständige Abwehren der Praktikantinnen, bzw. der Frauen, die träumten, dieses bei Barry zu werden, war natürlich sehr anstrengend. Ich brachte dem Guten — Rahm, nicht Barry –, erst mal was zu essen und beauftragte dann die ganze Frauenmeute (es waren alles Frauen! Unglaublich, nicht wahr?), SAP im Weißen Haus einzuführen. Inklusive eines Entwurfs für die Berechtigungsverwaltung! Wie man mir berichtete, versuchen einzelne Frauen dieses weiterhin hartnäckig. Die meisten befinden sich allerdings mittlerweile in Räumen mit sehr weichen Wänden… Egal, weg ist weg, nicht wahr?
Nach dieser Glanzleistung hatte Rahm auf meine Frage “Kann ich Ihre Praktikantin werden?” mit “Ja, natürlich! Es gibt viel zu erledigen!” reagiert, und der Fall war klar. Mein Gedankengang war, dass es in Sachen Einfluss und Weltherrschaft auch sehr effizient sein müsste, Praktikantin beim Stabschef des mächtigsten Mannes der Welt zu sein. Hintergedanken hatte ich selbstverständlich nicht. Bzw. eher wenige… Jedenfalls zu Anfang. Egal, weiter im Text.
Nicht ganz wie geplant lief es in Sachen Einfluss, wie wir wissen. (Im Gegensatz zum Thema Hintergedanken…) Und dann das Theater mit diesen Tea-Party-Anhängern. Schmeiß einen gebrauchten Teebeutel in eine Grube, gut gefüllt mit Gülle, was hat man dann? Mehr Intelligenz als auf einer Versammlung der Tea-Party-Anhänger. Rahm jedenfalls träumte einen Traum: Bürgermeister seiner Heimatstadt zu werden. Und als der Dauerbürgermeister Daley ankündigte, nicht mehr zu kandidieren, war die Entscheidung gefallen. Es tat mir etwas leid um Barry, aber selbstverständlich begleitete ich Rahm. Dass er die Wahl gewinnen würde, war klar, auch wenn es mehrere Versuche gab, seine Kandidatur zu verhindern, denn er lebte ja in “Fucknutsville” (Rahms Bezeichnung für die US-Hauptstadt, deren Namen ich hier ebenfalls nicht tippen kann), hätte aber eigentlich in Windy City residieren müssen. Da er sein Haus aber nicht verkauft hatte (nur vermietet), ging letztendlich alles glatt.
Rahm ist ja der Mann, der selbst diesem Chuck, über den im Internet viel geschrieben wird, das Fürchten lehren kann. Legendär, wie er einem Meinungstypen einen vergammelten Fisch sandte, weil der es wagte, Rahm zu verärgern. In jungen Jahren schnitt er sich bei “Arby’s” den Finger an einer Fleischschneidemaschine, aber anstatt zum Arzt zu gehen, ging er erst mal in einem See schwimmen. Dabei infizierte sich die Wunde, und er musste lange ins Krankenhaus. Der Arme! Ein halber Mittelfinger wurde ihm amputiert. Mich inspirierte das (zu Weiße-Haus-Zeiten) zu diesem Bild, allerdings musste ich die Unterzeile abschneiden, weil da der verdammte Buchstabe enthalten war:

Aber die Verbindung zu diesem Sexfilm, dessen Titel ich hier aus den bekannten Gründen nicht schreiben kann, ist klar, nicht wahr? Ihr seht, wie ernst ich die Hausaufgabe nehme, nicht mal in den Bildern darf der Buchstabe auftauchen.
Ebenfalls sehr bekannt ist die Geschichte, wie Rahm nach Billys Wahlsieg mit einem Steakmesser auf einen armen Tisch einstach, dabei die Namen vermeintlicher Feinde und “DEAD!” brüllte. Ja, das kann man für verrückt halten, aber es zeigt Leidenschaft, und die kann frau ja auch gefallen.
Nicht unerwähnt lassen kann ich die Tatsache, dass er in seiner Jugend ein sehr talentierter (natürlich talentiert, ist ja Rahm!) Balletttänzer war, außerdem kann er diesen Wettkampf, der aus drei Disziplinen besteht: laufen, schwimmen und Rad fahren. Seine eigene Aussage dazu ist, dass seine Stärken das Schwimmen und Radfahren sind. Ich kann das nicht beurteilen und preise einfach ganz allgemein seine Ausdauer und Gelenkigkeit. Es gab da ja mal den Berlu-Spruch, mit dem der Spinner behauptete, nach 3 Stunden Schlaf schaffe er 3 Stunden Sex. Süffisante Anmerkung Rahm: “Das reicht ja gerade für einen Quickie.”
Kein Wunder, dass Rahm auch auf Fratzenbuch viele weibliche Fans hat, sie nennen sich “Rahmetten”. (Die Rechtschreibprüfung kennt “Rahmetten” nicht? Frechheit!) Klingt ähnlich wie Limetten. Hachz, Limetten, Caipi, Cuba Libre… Gnampf pur. Aber gerade nicht unser Thema. Wie sieht es aus, wenn ein Rahmkritiker und eine Rahmette (nicht ich!) diskutieren? Neulich auf Fratzenbuch:
Kritiker: “Rahm ist ein machthungriger Mann!”
Rahmette: “Aber ein sehr attraktiver!”
Tiefschürfend, brillant und detailliert den Kern der Dinge erfassend — besser kann nicht diskutiert werden. Günther Jauch, hast Du mitgelesen? Halte Dich an meinen Rat, und Deine Quassel-Schau wird wie verrückt laufen.
Ich hätte natürlich weiteres Material, aber ich denke, dass ich hier nun ein Ende finden werde, die Lehrerin muss die Hausaufgabe ja auch prüfen, nicht, dass sie dafür ihren gesamten Urlaub verbraten muss.
Und an dem Tag nach heute, dieser grausame Tag, der mit M. beginnt, da sind wir alle Braunschweig-Fans, richtig? — Eine Abschweifung, das musste einfach sein.
Das hat Spaß gebracht, versucht es auch mal, Ihr braucht natürlich nicht Rahm als Thema zu nehmen.
Man muss fix aufpassen, dass einem kein Begriff mit dem unerwünschten Buchstaben durchflutscht, aber es schärft die Aufmerksamkeit beim Schreiben und man sucht häufiger mal nach alternativen Begriffen. Ich glaube, dass Ralph zum Beispiel mal einen netten Artikel über sein Lieblingsungeheuer schreiben kann, das würde jemanden sehr freuen.
Ich bin dann mal bei Rahm, er hat eine Besprechung angesetzt.
Wie immer mit einem Lächeln, er arbeitet halt gern:

Hachzzzzz!
Und ein schickes Bild für meine Lieblingslehrerin (bei der Auswahl an Eric-Bildern fällt eine Entscheidung schwer):

PS: Dass der unerwünschte Buchstabe in den Tags und Rubriken auftaucht, zählt aber bitte nicht…