Eine Art Märchen?

Es begab sich zu einer Zeit in einer Großstadt in einem sehr kalten Winter. Eine Sozialarbeiterin betrat ein Schulgelände und ihr Blick fiel auf einen introvertierten Schüler mit abweisendem Blick. Kathleen, so hieß die Sozialarbeiterin, fragte den Jungen, was mit ihm los sei.
“Ich hasse Schule”, antwortete DeJuan. Kathleen fragte die Frau, die sie in der Schule herumführte, nach Details.
“Oh, Du wirst den Jungen noch kennenlernen, er macht jede Menge Schwierigkeiten und ist aufsässig.”

Doch Kathleen beschloss, nicht so schnell aufzugeben. Sie forderte den 13-jährigen Jungen auf, ein Lächeln zu finden und es am nächsten Tag in ihr Büro zu bringen. Der Junge kam tatsächlich in ihr Büro und sie kamen ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass DeJuan sich sehr für Politik interessierte. Kathleen erzählte ihm, dass sie sich im Wahlkampf für einen Bürgermeisterkandidaten in der großen, kalten Stadt engagierte. DeJuan war begeistert, und Kathleen bot ihm an, ihn mit ins lokale Wahlkampfbüro zu nehmen. Um 9.30 Uhr sollte er da sein, doch er war schon um 9 Uhr dort. Der stille, dünne Junge, der dort allein stand, fiel dem Bürgermeisterkandidaten auf. Er fragte DeJuan, ob er Lust hätte, mit ihm von Tür zu Tür zu gehen und den Menschen sein Programm vorzustellen.

Und so zogen sie los an einem kalten, verschneiten Wintermorgen, und DeJuan fing Feuer und erzählte den Menschen vom Programm des Kandidaten, der meistens still daneben stand und beeindruckt war. Auch die Tage und Wochen danach rief der Kandidat ab und zu bei DeJuan oder seiner Mutter an und erkundigte sich, wie es ihm ging und was die Schule machte. DeJuan fragte den Kandidaten, ob er seine Schule besuchen würde, und so geschah es.

In der Wahlnacht, als der Kandidat einen beeindruckenden Sieg errang, durfte DeJuan an der Siegesfeier teilnehmen. Als der nun gewählte künftige Bürgermeister ihn sah, nahm er ihn in den Arm. Auch nach der Wahl verlor er DeJuan nicht aus den Augen. DeJuans Zensuren verbesserten sich und er machte seinen Frieden mit der Schule. Am ersten Amtstag des Bürgermeisters war er in seinem Büro und sah zu, wie der nun amtierende Bürgermeister die ersten Verordnungen unterschrieb.

Das Tolle daran: Das ist kein Märchen. Das ist Rahm, wie er leibt und lebt. Hier ist die Story im Original. Ursprünglich erschien sie in der Chicago Sun-Times, aber nach 30 Tagen muss man da für die Artikel löhnen.

So, das war mal Rahm von seiner sanften Seite, so ganz nebenbei brachte er das Leben eines Jungen in Ordnung.

Hier noch ein paar Bilder, denn wir wissen ja: Rahmartikel mit Fotos sind besser als Rahmartikel ohne Fotos.

Wahlkampf:

Rahm und sein Schützling im Wahlkampf

Knuddelei auf der Siegesfeier:

Knuddelduddeldu

Die ersten Amtshandlungen — DeJuan guckt aufmerksam zu, ob Rahm alles richtig macht:

Rahm unter Beobachtung

Epochal, oder?

Hachzzz, endlich mal wieder Rahm-Content im Blog, Zeit wurde es ja… :mrgreen:

Tipps für die arbeitende Bevölkerung (2)

Wenn jemand an Euren Arbeitsplatz kommt und als Einleitung die Worte

“Sie sind doch unser SAP-Gott”

spricht, gibt es 4 Möglichkeiten:

Man antwortet: “SAP? Kenne ich nicht.”
(Funktioniert nicht.)

Man tritt fluchtartig ein Sabbatical-Jahr an. Sofort! Ohne zu zögern.
(Kennt die Anstalt nicht.)

Man bringt den Kollegen um, weil er “Gott” anstatt “Göttin” gesagt hat.
(Ist aber eine Riesensauerei und sehr anstrengend, wenn man nur ein stumpfes Messer aus der Kantine oder eine kleine Büroschere zur Hand hat.)

Man hört sich in Gottes (also meinem) Namen an, was er möchte, und verabschiedet sich innerlich von einem pünktlichen Feierabend.
(Für diese Fälle hat der kluge Arbeitnehmer immer nougatige Nervennahrung in der Schreibtischschublade liegen!)

Alle irre, außer ich…

–immer noch live aus der Anstalt