Ihr kennt das alle…

… oder vielleicht auch nicht: Ihr lest ein gutes Buch, so wie hier Giftgrünling, eines meiner Monsterchen:

Dann entdeckt man einen schönen Satz, den man sich unbedingt merken möchte, was man aber vergessen kann, zumindest falls man so ein Siebgedächtnis wie ich hat. Also könnte man ihn aufschreiben oder gleich verbloggen. Wäre es aber nicht schön, wenn man ein Büchlein hätte, in denen die schönen Sätze gesammelt werden könnten?

Giftgrünling sagte JA zu der Idee, wollte aber nicht einfach eine normale Kladde oder womöglich ein Notizblock nehmen. Das sei ja wohl nicht das richtige Ambiente für wundervolle Wortkreationen, meinte er. Ganz unrecht hat er ja nicht. Monster haben eh meistens recht, also musste etwas geschehen.

Rettung nahte in Form von TORQUATO, die mir anboten, ein Testexemplar des Lesetagebuchs EX LIBRIS von Leuchtturm 1917 zur Verfügung zu stellen. (TORQUATO sitzt übrigens ganz in der Nähe der künftigen Welthauptstadt Bergedorf, nämlich in Geesthacht. *rüberwink*) Nachdem das Monsterchen und ich einen Blick auf die Website und den Artikel geworfen hatten, war klar, dass wir uns das nicht entgehen lassen wollten.

Da isses ja, ein Monster ist sehr neugierig:

Und was soll ich sagen, das Buch ist wirklich schön. Es hat A5-Format, ist schwarz (Pluspunkt 1), kam zackig schnell per DHL (Pluspunkt 2, denn Firmen, die mit der Götterbotenkonkurrenz versenden, haben bei mir schlechte Karten) und hat vor allem ein schickes Innenleben. Nach der Möglichkeit, auf der ersten Seite “von … bis … ” einzutragen, kommt zum Appetit anregen (auf Bücher! Nicht auf Caipi!) ein schöner Spruch:

Und danach kann’s auch schon losgehen. Für jedes Buch ist eine Seite vorgesehen, und der Unterschied zu einem normalen Notizbuch fängt oben an:

(Rechts oben werden einige sicher den Punkt “eBook” vermissen, da könnte der Hersteller bei der nächsten Produktion vielleicht mal eine entsprechende Ergänzung vornehmen.)

Dann folgen 12 Zeilen für Zitate, Gedanken, Anmerkungen, Kritik … Abschließend kann eine Bewertung vorgenommen werden. Schön finde ich auch “Geschenkt bekommen von” / “entdeckt durch”. Da werden Erinnerungen wach. :-)

(Der Druck ist natürlich wesentlich besser als auf meinen Fotos zu erkennen ist. Es handelt sich um graue Schrift.)

Bis dahin hätte man sich das natürlich auch noch selbst alles in eine Kladde schreiben können. Richtig praktisch sind die Register am Ende. Da gibt es zuerst “Lesen” / “Verschenken” / “Verliehen/Geliehen” sowie ein Register, das selbst beschriftet werden kann (ich habe da noch keine Idee. Vielleicht “Unbedingt noch mal lesen” oder so was?):

In der Rubrik “Lesen” könnte ich ja endlich mal eine “Prioritätenliste” meines TuB (= Turm ungelesener Bücher) festlegen und notieren. :-)

Noch wichtiger ist das A-Z-Register, denn dann findet man schnell ein bestimmtes Werk wieder. Das ist für mich auch der größte Vorteil dieses Buches, denn dadurch ist es nicht einfach nur ein schön ausgestattetes Notizbuch (übrigens mit Lesebändchen), sondern sehr praktisch.

Der Clou kommt zum Schluss: Eine Vorrichtung für kleine Monsterchen, die vom Lesen erschöpft sind und eine (nicht nur) geistige Pause brauchen!

Eigentlich ist das wohl für Notizen und ähnliches gedacht, aber vor müden Monstern ist nichts sicher. ;-)

Dem Buch liegen auch Aufkleber bei:

Wobei ich die glaube ich nicht benutzen werde. Den schönen schwarzen Einband vollkleben? Aber wenn man irgendwann mal gaaaanz viele vollgeschrieben hat, sind die Etiketten vielleicht doch ganz nützlich. :-)

Fazit: Ein schönes Buch mit vielen praktischen Details, das seinen Preis auf jeden Fall wert ist. Klar käme man mit normalen Notizbüchern billiger weg, aber das ist dann halt nicht annähernd so schön und praktisch. Ich werde meines demnächst anfangen, sobald ich ein neues Buch starte, wobei ich wohl nicht jedes Buch mit aufführen werde. Manche sind zwar sehr spannend, enthalten aber nicht unbedingt Sätze, die ich mir für spätere Zitate unbedingt notieren müsste. Ich freue mich schon, denn das bringt bestimmt Spaß. Bisher habe ich mir leider kaum Sätze notiert. Im alten Blog bin ich irgendwann mal angefangen, ab und zu Auszüge zu bloggen, aber das ist ja auch nicht gerade die optimale Lösung.

Das Buch, welches Giftgrünling da oben liest (“Nachtzug nach Lissabon” von Pascal Mercier), kann ich übrigens auch wärmstens empfehlen.

Zu gewinnen gibt es dieses Mal leider nichts. Aber wer ein Bücherblog hat oder zumindest eins, in dem es auch öfter mal um Bücher geht, kann ja mal freundlich bei TORQUATO nachfragen, ob die Möglichkeit besteht, EX LIBRIS zu testen und darüber zu bloggen. Ich bedanke mich zum Abschluss noch bei meinen “Fast-Nachbarn” von TORQUATO für das Exemplar und den netten Kontakt!

Gute Nacht und immer dran denken: Morgen ist Montag. Freude, Freude, überschäumender Jubel. (Ich glaube, man kann es mit dem positiven Denken auch übertreiben, oder?)

Positives Denken! # 2

Heute spielt mein Verein, der HSV, gegen Borussia Dortmund, und wenn man sein Realismus-Modus kurz auf ON stellt, was Fußballfans ja nicht immer tun, so ist leider mit einer Niederlage zu rechnen. :-(

Aber da ich eh schon recht schlecht gelaunt bin, wird sich nach einer Niederlage nicht viel an meinem Gemütszustand ändern.

Das ist doch praktisch. Es wird mir also nicht irgendein schöner Sonntag vermiest. :-) Und die Begegnung mit meinem FCB-Fan-Kollegen morgen in der Anstalt wird wohl so ablaufen:

“Fußball war ja Wochenende nicht, ne?”
“Fußball? Nee. Das geht erst kommendes Wochenende los!”

:mrgreen:

Schon zwei Tage durchgehalten! Ich bin echt gut, wa? Bin ich??? Bin ich????!!!!