52 Bücher, Woche 26

Bevor ich zum “Bücherzeuchs” komme, möchte ich mich ganz doll bei Euch bedanken, für die Worte unter meinem Blogpausepost. Ihr seid wirklich lieb! Fühlt Euch geknuddelt!

Zurück zum Fall… Woche 26 — das heißt, die Hälfte ist vollbracht. Zeit für ein kleines Fazit zwischendurch. In unserer Übersichtstabelle können wir sehen, dass wir locker auf 600 Einträge zusteuern. Selbst, wenn man bedenkt, dass manchmal Bücher mehrmals genannt wurden, ist das eine Menge Lesestoff.

In meiner Wuli sind mittlerweile 134 Bücher eingetragen, einige davon habe ich mir bereits gekauft und das ein oder andere auch schon gelesen. Ich bin etwas vorsichtiger geworden, was das Eintragen in die Wunschliste betrifft, denn irgendwie will das alles ja auch noch gelesen werden…

Erwartungsgemäß sind einige, die noch am Anfang aktiv waren, mittlerweile nicht mehr dabei; das ist bei so langlaufenden Projekten ganz normal und war mir auch klar, als ich damit gestartet habe. Ist für mich auch kein Problem, manchmal ist es halt so, dass es einem doch nicht so liegt oder das Leben sorgt dafür, dass man andere Dinge im Kopf hat als Blogprojekte — ob nun gut oder schlecht… Um so mehr freue ich mich, dass ab und zu noch Neueinsteiger für frisches Blut sorgen und dass auch immer noch ältere Themen nachgeholt werden.

Was für mich aber das Allerwichtigste ist, ist der Spaß, den dieses Projekt macht, und das liegt an Euch. Da ist keiner am Rumnörgeln oder pestet womöglich, dass ja nicht nur die hohe Literatur vorgestellt wird (ich erinnere mich immer noch gut an einen Herrn, der bei Saris 52-Foto-Projekt mal meinte, sie solle nur qualitativ hochwertige Bilder zulassen…). Im Gegenteil, alles läuft superflauschig ab, auch hierfür ein dickes Monsterdankeschön! Bessere Projektmitstreiter kann sich ein Monster nicht wünschen!

Falls Ihr Lust habt, könnt Ihr ja auch ein kleines Fazit ziehen. Wie findet Ihr die Themenauswahl, müsste sie anders gewichtet werden oder ist die Mischung zwischen sog. einfachen ;-), bekloppten und auch mal ernsten Themen okay? Habt Ihr schon viele tolle Bücher dadurch kennengelernt usw.? Was Euch halt so dazu einfällt.

Ich habe mir überlegt, was ich heute für ein Thema nehme, ein einfaches (was ich so dafür halte ;-)), ein beklopptes oder eins, das mal wieder zum Kopfzerbrechen anregt? Ich habe mich dann für letzteres entschieden, ich erinnere noch dunkel eine Umfrage, bei der deutlich für ein schwieriges Thema gestimmt wurde, diese Mottos sind also anscheinend sehr beliebt.

Zu verdanken ist diese interessante Herausforderung Lilienknochen:

Unentschlossen: Dieses eine Buch. Liebe ich es, oder ist es doch Hass?

Zuerst dachte ich, nee, da haste nix, entweder mag ich Bücher sehr gern, finde sie so la-la oder halt blöd. Aber doch, es gibt da eins, wobei ich nicht ganz extrem von Liebe oder Hass sprechen würde, aber es weckt zwiespältige Gefühle in mir:

“Die Wand” von Marlen Haushofer

Eine Frau wird im Gebirge von einer unsichtbaren Wand eingeschlossen. Woher die Wand kommt und was es damit auf sich hat, ist nicht das Thema, sondern es geht darum, wie die Frau mit dieser Situation zurechtkommt, denn sie ist wirklich total von der Außenwelt abgeschnitten, und scheinbar befinden sich keine anderen Menschen innerhalb der Wand…

Es ist an sich ein großartiger Roman. Aber aufgrund von einem bestimmten Vorkommnis, das ich hier nicht weiter beschreibe (will nicht zu viel verraten), kann ich mir nicht vorstellen, das Buch noch mal zu lesen, weil mir diese Szene sehr nah ging. Im Prinzip ist daran nichts auszusetzen, gute Literatur soll einen ja auch bewegen, aber dieses ist hier nun ausgerechnet so eine Konstellation, die ich viel zu gut nachfühlen konnte…

Ich sage zumindest so viel: Silke und Ralph würde ich den Roman eher nicht empfehlen, ich könnte mir vorstellen, dass sie die Szene so ähnlich empfinden wie ich… Und trotzdem ist es auf jeden Fall eigentlich ein sehr empfehlenswertes Buch.

Blogpause (ausgenommen 52-Bücher-Projekt)

Aus traurigem Grund werde ich eine Zeitlang eine Blogpause einlegen. Wie lange, weiß ich nicht, irgendwann werde ich wieder auftauchen. Ich gehe momentan von ein paar Wochen aus.

Davon ausgenommen bleibt das Bücherprojekt, hier werde ich wie gehabt jeden Freitag das Motto veröffentlichen. Ob ich selbst dann dazu immer gleich ein Buch vorstelle, weiß ich nicht, das ist aber glaube ich auch nicht so das Problem. Auch die Excelliste und die Themenübersicht werde ich weiterpflegen, wohl nicht immer tagesaktuell, aber innerhalb von ein paar Tagen wird’s wohl klappen.

Kommentare werde ich wohl eher nicht oder nur sporadisch beantworten. Aga80 und die Wunderbare Welt des Wissens mögen sich bitte noch in Sachen Award gedulden.

Bis die Tage…

 

Nostalgieblogging (5)

Ach, Kinners, bin gerade nicht so recht in Blogstimmung, es mag an den mehr oder weniger durchwachten Nächten liegen. Da habe ich also einfach wieder was aus meinem alten Blog gekramt. Ich hatte seinerzeit mal eine Sprechstunde als Podcast aufgenommen, und der ein oder andere fand das sogar gut. Grund genug, es ins Nostalgieblogging zu packen… Erstveröffentlichung im alten Blog am 31.10.2010.

Und übrigens ist Real Madrid wohl so gut wie spanischer Meister, die haben heute El Clásico gegen Barca in Barcelona gewonnen. Mach’s noch einmal, Mou! Mittwoch gegen die Sepplhosen! Mit noch ein, zwei, drei … Toren mehr! Come on!

Glückwünsche natürlich auch nach Dortmund! Standen die Bayern nicht zwischenzeitlich schon mal mit 7 Punkten Vorsprung an Platz 1 der Tabelle? Tja, dieses Topteam hat es vermasselt.

Nun aber endlich das Nostalgieblogging, yippie-yippie-grusel-yeah. (An die Diddlfans: Alles nur Spaß, knuddel-knuddel… ;-))

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Experiment Psychorunde als Podcast, Teil 1

Die Überschrift lässt schon Böses erahnen, oder? Ja, es ist ziemlich ausgeufert. 3 Teile insgesamt, wobei der erste mit 6:44 noch im Rahmen ist. Der zweite wurde dann schon schwafeliger (8:13), während der dritte mit über 15 Minuten völlig den Rahmen sprengt. Das sind Wachstumsraten, von denen Berlusconi nur träumen kann!

Darum auch hier eine häppchenweise Veröffentlichung. Und ja, ich habe zu schnell gesprochen, aber seid froh, ansonsten hätte der Quatsch noch länger gedauert, und was kann ich dafür, dass ich so eine dynamische Persönlichkeit bin? ;-) Ab und zu sind Hintergrundgeräusche drauf, das ist alles roh, spontan und unbearbeitet… Die Ausschnitte aus den “Musik”-Stücken sind übrigens immer kurz, ich mute Euch doch keinen kompletten Schnuffel-Song zu!

Für lieber Lesende folgt unten Trudis Protokoll. Danke, Trudi!

Fazit: Nicht so schnell wieder…

Psychorunde gelabert, Teil 1

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Hallo, ich bin’s, Trudi, die Office Managerin der Welteroberungszentrale. Hier nun das Protokoll Nr. 1. Ich armes Huhn!

Zunächst einleitende Worte der Chefin, erster Monsterpodcast bzgl. der Psychos, blabla. Keine Limetten im Haus, es wird furchtbar. Das stimmt. Irgendwann kam sie dann tatsächlich mal zum Thema.

  • fragebogen über circus Betrifft Circus Sarrazin. Wie gehabt Sarraze mit faulen Äpfeln, Tomaten usw. beschmeißen oder nächstes Mal gleich den 100 kg-Amboss?
  • diddl-sprüche Fand die Chefin nicht witzig, irgendwas mit “ich habe Dich ganz doll lieb, knuddelknuddel”, aber das hat sie geraten und den Patienten in den Graben vorm Haus geworfen.
  • 70. geburtstag brothund Ist der wirklich schon so alt? Dann sollte man ihn wirklich mal aufessen. Das ist ein Rat der Chefin, gesund hört sich das nicht an. Aber ich tippe hier ja nur das Protokoll.
  • schnuffel klopft an klingelton Ja, hier hat die Chefin dann auf folgendes Machwerk verlinkt und sich furchtbar darüber aufgeregt, dass der Hase ihr Eigentum (die Welt) verschenken möchte… Mein Tipp: klickt nicht auf den Link. Aber ich bin hier ja nur die Tippse, auf mich hört ja keiner. Ach ja, der Schnuffel ist bestimmt von der Krötenarmee geschickt worden. Sagt die Chefin. Ich glaube eher, es handelt sich um eine Ausgeburt der Hölle.
  • trudi huhn Wunderbar, hier suchte jemand nach mir und die Chefin hat mich auch in den höchsten Tönen gelobt, also beste Traumdeuterin der Welt und Office Managerin, ohne die hier alles zusammenbrechen würde usw.
  • suche frau in münchen mit monsterbusen Messerscharfe Analyse der Chefin: Navi kaputt, total verirrt.
  • traumdeutung blasen Da durfte ich ran, da ich ja die weltbeste Traumdeuterin bin. Meine Diagnose: Der Patient wünscht sich, dass er Trompete spielen könne. Die Chefin stimmte meiner Analyse zu.
  • super illu drecksblatt Dieser Patient wurde als geheilt entlassen, weil er vollkommen recht hat.
  • schokoweihnachtsfrau angela Kommissarin Fellmonster schlussfolgerte, dass es sich um den Stalker, der vor kurzem das Ferienanwesen unserer Kanzlerin besucht hat, handeln müsse. Indizien? Beweise? Ich bin hier nur die Schriftführerin! Fragt mich nicht!
  • sexgeschichte pille roulette Großes Geweine, wo denn die Spammerin “Roulettchen” bloß abgeblieben sein mag. Aufruf an Euch, ob Ihr sie in letzter Zeit gesehen hättet. Meine Güte, was für ein Drama! Sexgeschichten gibt es so lange nicht, bis Roulettchen wieder auftaucht, sprach die Chefin.
  • sexgeschichten praktikum chef Hier der Hinweis der Chefin, dass sie keine Praktikantin mehr sei, weil man sich ja weiterentwickeln müsse. Ach! Rat an den Patienten, sich die blöden Praktikantinnengeschichten woanders zu besorgen. Höflichkeit? Fehlanzeige! Der Patient wurde in den Graben hier vorm Haus geschmissen.
  • penisgrabscherin Schlimm, was es alles gibt. Die Chefin hat sich bemüht, der Patientin zu erklären, dass man so etwas nicht tue, dass die Männer das nicht mögen, so was auch nirgends im Knigge stehe usw. Dann kam der Berlusconi und meinte, haach, bei ihm dürfe die Frau aber mal versuchen. Und die sucht noch heute und findet da nix! Ein Elend! Aber wenigstens ist die Patientin beschäftigt.
  • nackte frau mit kopfhörer als hintergrundbild Die Chefin fürchtete einen Kopfhörerfetischisten und versteckte sofort ihre Kopfhörer.
  • hillary clinton sexgeschichten Hier mal wieder eine Story aus der Praktikantinnenzeit im White House. Die Chefin hatte sich Hillary gegriffen und ihr empfohlen, eine Affäre mit einem jungen Praktikanten anzufangen, einfach mal, um sich an Bill zu rächen und im Sinne der Gleichberechtigung. Hillary hatte aber immer nur Rahm angeschmachtet. Chefin meinte, das konnte nichts werden. Warum auch immer, fragt mich nicht, ich bin hier nur die… ach egal, Ihr wisst schon.
  • http://www.ich-möchte-meine-frau-nackt-fotografieren http://www.dann-tus-doch.de
  • sexgeschichten joschka Es wird immer schlimmer, meint die Chefin. Dann stellte sie fest, dass seine jetzige Ehe schon viel zu lange hält und dass da bestimmt was nachkommt, weil seine Frau ja nicht jünger wird. Das soll eine Warnung an alle jungen Frauen sein. Ich bin so froh, dass ich ein Huhn bin!
  • qualitätssicherung gagbilder Ham wir hier nicht, Qualitätssicherung wurde auf diesem Blog noch nie betrieben. Das stimmt! Eine Zeitlang habe ich mich ja mal um Qualität und Niveau bemüht, aber ach, es war vergebens…

Danach wurde die Pause verkündet. Fürchtet den 2. Teil, die Psychopathen werden nicht harmloser!

52 Bücher, Woche 25

Hallöchen allerseits,

wieder einmal versprach ich vollmundig ein ganz einfaches Motto, aber dieses Mal ist es glaube ich wirklich leicht, es sei denn, man steht verzweifelt vor seinem SuB und rauft sich die Haare, weil man sich einfach nicht entscheiden kann. Das Thema lautet nämlich:

Das Buch, welches Du als nächstes lesen möchtest.

Da ich ja, wie sich das für eine Weltherrscherin gehört, kein Zaudern und keine Unentschlossenheit kenne, weiß ich ganz genau, was ich als nächstes lesen werde. Heute sogar mal mit Bild:


So sieht das nämlich aus, die werden nun schön eines nach dem anderen durchgelesen. Wie zu sehen ist, handelt es sich um die brillante Fantasyreihe “Das Rad der Zeit” von Robert Jordan. Zwischenzeitlich hatte ich das Lesen der Reihe aufgegeben, denn Robert Jordan ist leider mittlerweile verstorben, daher dachte ich, dass die Geschichte kein Ende finden wird. Dann kam Ralph vor einigen Monaten mit der Info, dass ein anderer Autor die Reihe zu Ende schreiben wird und das auch noch gut. Deshalb bin ich vor kurzem wieder eingestiegen.

Die Reihe hat es wirklich in sich. Nach einem zähen Beginn lernt man viele unterschiedliche Gesellschaften und Kreaturen kennen, die Helden sind zum Glück alles andere als Übermenschen und überhaupt ist das Ganze sehr spannend. Wie in vielen Fantasygeschichten steuert alles auf eine alles entscheidende Schlacht zu. Nicht immer ist ersichtlich, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört, ganz davon abgesehen, dass vieles sich — wie im richtigen Leben — eher in einer Art Grauzone bewegt. Es gibt so viele unterschiedliche Charaktere, dass vermutlich auch jeder Leser jemanden finden wird, mit dem er besonders sympathisieren und mitfiebern kann.

Zwei kleine Kritikpunkte habe ich allerdings auch:

  • Zu viele Handlungsstränge, während die Handlung als solches teilweise arg ins Stocken gerät. Ein paar weniger Figuren hätten es meiner Ansicht nach auch getan. Da kann man schon mal mit den handelnden Personen ins Schleudern kommen (nach so einer langen Pause, wie ich sie gemacht habe, sowieso…)
  • Zu viel Detailverliebtheit. Natürlich ist es wichtig, die Eigenheiten der Bewohner in den diversen Regionen ausführlich zu schildern, dazu gehören auch Kleidungsstile, Regierungsformen etc. Alles kein Thema. Aber ich muss nicht bei der 82. Aes Sedai, die ins Geschehen eingreift, genau wissen, welche Farbe ihr Kleid hat, wie weit ihr Busen aus dem Ausschnitt guckt usw. Welche Soldaten wie viele Streifen in welchen Farben auf ihren Uniformen haben, muss der geneigte Leser nicht immer wissen, um der Handlung folgen zu können. Auch habe ich nach der 10. Erwähnung, dass Perrin der Rettung seiner Frau alles andere unterordnet und bereit ist, fragwürdige Allianzen einzugehen, verstanden, dass ihm sein Ehegespons nicht ganz gleichgültig zu sein scheint.

Nichtsdestotrotz: Wer Fantasy mag und auch vor “ein paar” Handlungssträngen mehr keine Furcht zeigt, dem sei die Reihe ans Herz gelegt, wobei ich selbst noch nicht sagen kann, wie sich der neue Autor schlagen wird, aber ich vertraue da einfach mal Ralphs Urteil.

Was mich noch interessieren würde: In Band 29, “Ein neuer Frühling”, ist eine Art Vorgeschichte zweier später sehr wichtigen Personen zu lesen. Zuerst dachte ich: Och nö, jetzt auch noch so eine Ablenkung, anstatt mal an der eigentlichen Story weiterzuschreiben, das muss doch nicht… Überraschenderweise fand ich den Band aber doch sehr interessant. Die Vorgeschichte ist auf insgesamt 3 Bände ausgelegt gewesen, nun ist die Frage, ob Brandon Sanderson sich dieser Handlung auch noch annehmen wird… Momentan sieht es eher nicht so aus.

Aber auf jeden Fall bin ich froh, dass es weitergeht. Es hätte mich gegrämt, 28 Bände einer Reihe gelesen zu haben, ohne zu wissen, wie es ausgeht…

To-Do-Liste Punkt 3 erledigt!

Heute bin ich voll im Erledigen-Rausch! Ein weiterer Punkt auf meiner “Erledige das endlich, du faules Stück”-Liste war das Basteln eines Awards, zumal ich Mestra Yllana einen versprochen hatte, nachzulesen hier.

Meine Awards sind anders als die meisten anderen in Bloghausen (war ja klar). An diese Auszeichnungen sind keine weiteren Bedingungen geknüpft, außerdem sind sie individuell und natürlich viel zu groß, um sie in die Sidebar einzubauen. :mrgreen: Irgendwas ist ja immer… Der Award ist nicht 100 %ig gelungen, vermutlich nicht mal 20 %ig, ich bin halt kein Bildbearbeitungsprofi, aber ich finde ihn bekloppt und somit passend.

Und weil Mestra der Auslöser war ist sie die ERSTE, die den Monsterpuschel-Award erhält! Tusch, Fanfare, täterätätä!


Und wo ich schon mal dabei war, habe ich noch eine “Monsterschimpfe” kreiert, die zum Einsatz kommt, wenn mal wieder jemand zu frech wird. Heißester Anwärter ist sicherlich der Krötengeneral. :twisted: :mrgreen: Ich weiß, dass er so was mag, während er rosaplüschige Flauschawards verabscheut. (Jedenfalls offiziell.)


Außerdem habe ich meinen AmO-Award wiedergefunden, ein “Arsch-mit-Ohren”-Award, der im alten Blog bevorzugt an Gestalten mit unsozialen oder sonstwie abartigen Ideen und Äußerungen verliehen wurde. Ich glaube, ich sollte diese Tradition wieder aufleben lassen, Nachschub gibt es ja immer.

So sieht das gute Stück aus:


Modell stand freundlicherweise der Herr Berlusconi. Vielen Dank dafür!

Wahnsinn!

Während der Krötengeneral neue, furchteinflößende, Soldaten rekrutiert …

… war auch ich nicht unfleißig und habe meine Blogroll aktualisiert. War eine recht aufwendige Arbeit, weil ich die Überarbeitung ziemlich lange habe schleifen lassen. Die Welteroberung frisst so viel Zeit, Ihr wisst schon. Nun aber endlich mal wieder aktuell:

Fluchtwege aus den Monsterklauen!

Es ist etwas bücherlastig geworden, das liegt natürlich daran, dass ich im Rahmen von “52 Bücher” schöne Bücherblogs kennengelernt habe. Aber es sind auch genug andere Blogs dazwischen. Ich habe übrigens nicht alle Projektteilnehmer in die Blogroll aufgenommen, sonst wäre es wirklich zu einseitig geworden. Aber die Teilnehmer sind alle hier gelistet, für Bücherverrückte lohnt sich ein Durchstöbern auf jeden Fall.

Ach ja, die Reihenfolge hat nix zu sagen. Ich habe mich wild und ungeplant durch meinen Feedreader geklickt. :-) Es lebe das Chaos!

Viel Spaß beim Stöbern. Aber bitte wiederkommen, ja?

(Jetzt noch zu erledigen: Award kreieren und einen schönen HSV-Header basteln… Uh, Grafikbearbeitung, das Monster pfuscht wieder mit Photoshop rum…)

Schwoap: Der Beginn!

Neulich in einer Umfrage entschied sich eine knappe Mehrheit dafür, dass ich mal wieder eine meiner bekloppten Fotostorys in Angriff nehmen möge. Manch einer, der dieses Blog noch nicht so lange kennt, dachte vielleicht, dass es schöne Fotos zu gucken geben würde, aber so ist es nicht. Es handelt sich hier um einen Bericht von den Dreharbeiten eines der ambitionierten Projekte meines Fernsehsenders Rübenbrei TV. Genau, ich besitze einen eigenen Fernsehsender! Das ist praktisch, nicht umsonst hat ja sogar die Politikerimitation Berlusconi so was. Mein Sender hat natürlich wesentlich mehr Qualität. Wir überzeugen mit Inhalt, anstatt fast nackte Frauen zu zeigen.

Die Schwoap also! Die Schwoap ist eine wundervolle Symbiose aus Schweinkram und Soap! So was war noch nie da! Ich setzte mein Autorenhuhn Hera Huhn an das Drehbuch, und sie sorgte für den nötigen schweinkramigen, seifigen Inhalt. Nebenbei hatte sie noch die Idee, den berühmtesten Porno Erotikfilm der Welt zu reloaden. Das ist gut, man kann die Ansprüche gar nicht hoch genug schrauben.

Wer diesen Film noch nicht kennt, hier die legendärste Szene:

Nie wurde ein brillanteres Drehbuch geschrieben!

Frau: “Ja, das ist der Stromkasten, mit dem wir immer Probleme haben, wenn Sie sich den mal angucken könnten?”
Mann: “Ja, gern, aber warum liegt hier überhaupt Stroh rum?”
Frau: “Und warum hast Du ‘ne Maske auf?”
Mann: “Hm… Dann blas mir doch einen.”

Dieses Ablenkungsmanöver, um nicht verraten zu müssen, warum er eine Maske trägt — brillant!

Aber zurück zur Schwoap. Es liegt in der Natur der Schweinkramsache, dass die Hauptdarsteller aus brillanten Sauspielern bestehen müssen. In der ersten Folge werden wir Florinda Fonroe kennenlernen, eine Sauspielerin von Format! Ihr Idol ist Marilyn Monroe, und ihre Nacktbilder im Playborstenvieh erregten großes Aufsehen weltweit.

In der Rolle des Maskenträgers sehen Sie Hotte Horst. Hotte nennt sich Hotte, weil er im Umkreis von 30 cm das hotteste Schwein überhaupt ist. Sein größtes Vorbild ist er selbst. Kein Wunder, handelt es sich doch um eines der legendären Häkelschweine! (Nein, Rechtschreibprüfung, kein Schweinigels und auch keine Weinschänke! Meine Güte, die kennt Häkelschweine nicht, ist es zu glauben? In was für einer Welt leben wir eigentlich?)

Wer mehr über diese brillanten Sauspieler und viele andere, die noch in Nebenrollen auftauchen werden (aber nicht alle heute), erfahren möchte, kann sich mein frisch aktualisiertes Monsters Meute durchlesen. Bitte auswendig lernen, das kann nie schaden, falls Sie mal zu dem berühmten Rübenbrei-TV-Quiz “Wer wird Euroniär?” eingeladen werden sollten (man kann bis zu einem Euro gewinnen)!

Als Regisseurin benannte ich mein Huhn für alle Fälle, Ihr kennt sie alle: Trudi Träumlich. Der Fotojournalist, der Euch von den Dreharbeiten berichtet, bin ich selbst höchstpersönlich, jawoll, Eure Lieblingsweltherrscherin. Hätte ich es bloß gelassen, aber hinterher ist man ja immer schlauer.

Aber lest selbst. Wertvoller Tipp am Rande: Ein Klick vergrößert. Noch ein Klick vergrößert noch mehr, es ist der helle Wahnsinn! (Herr Berlusconi, auf die Bilder klicken, auf die Bilder!! Nicht auf … ach, egal, sind Sie wenigstens beschäftigt.)

Das war das. Seid Ihr noch da oder schon vor Schreck auf den Mars geflohen? Müsst Ihr nicht, ich halte ja meine schützende Hand über die Erde! Natürlich werdet Ihr über weitere Vorfälle und überhaupt den Fortgang der Story und den ganzen Rest auf dem Laufenden gehalten…

Wie Ihr alle wisst…

… bin ich ja auch eine engagierte Foodbloggerin! Das kommt gleich nach meinen diversen Fashion Blogs, vielleicht auch davor, dazwischen oder drüber, das weiß ich nicht genau; ich habe ein bisschen den Überblick verloren zwischen Stylingberatung für Heidi Klum und Rezepteerfinden für Tim Mälzer. Das ist aber eh alles völlig egal, denn die Foodbloggingworld hat ein Megaproblem, wie mir meine Suchbegriffe verraten:

blasentee lecker machen

Ich muss nicht extra erwähnen, dass zum bunten Bereich des Foodbloggings auch Getränke gehören?

Also “Blasentee lecker machen” lautet unser heutiger Tagesbefehl in der Küche! Antreten zum Leckermachen, Kochsoldaten!

(In meiner Küche herrscht ein strenges Regiment. Das muss so, sonst pfeffert und salzt jeder, wie er lustig ist.)

Ich nahm mir für diese Herausforderung mehrmonatigen Sonderurlaub und präsentiere ich heute voller Stolz die Lösung des Problems.

Zunächst bereiten Sie den Blasentee ganz normal zu. Die Vorgehensweise darf ich als bekannt voraussetzen? Ansonsten lesen Sie bitte mein Rezept “Teebeuteltee richtig gekocht”. Als Ergebnis sollten Sie nach 10 bis 15 Minuten eine Tasse oder einen Becher scheiße schmeckenden Blasentee vor sich stehen haben.

Nun nehmen Sie ein kleines Schnapsglas aus der Miniaturwelt Hamburg zur Hand. Dort kippen Sie den Tee hinein. Also die paar Tropfen, die in das Glas reinpassen, natürlich nur. Den Rest kippen Sie diabolisch lachend mit einem lauten Schrei:

“Nehmt das, Ihr Kanalratten!”

in den Abguss. (Nun wissen wir, warum Ratten, jedenfalls die, die in der Kanalisation leben, nie Blasenentzündungen haben. Lest dazu demnächst auch meinen Artikel in der Medical Tribune.)

Sie haben nun noch ca. ein paar Tröpfchen des scheiße schmeckenden Blasentees vor sich stehen. Als nächstes nehmen Sie ein 5-Liter-Caipiglas zur Hand (es geht auch die 0,5-Liter-Variante, aber nur im äußersten Notfall!) und bereiten einen XXXXXXXL-Caipi zu. Sie benötigen hierfür nur 20 Limetten, eine Packung Rohrzucker und viel Cachaca, so mindestens eine halbe Flasche würde ich schon reinkippen. Immer das große Ziel vor Augen halten: Wir wollen den Blasentee lecker machen! Das ist unsere Mission, Ihr Küchenkrieger!

Zum Schluss tröpfeln Sie die Hälfte des Blasentees aus dem Miniaturglas in den XXXXXXXL-Caipi. Gut verrühren!!! Und nun alles austrinken!!! (Muss nicht auf Ex sein, kann aber auch nicht schaden.)

Jede Wette, dass Ihnen der Blasentee nun verdammt gut schmecken wird.

Und was heißt: “Wird so nicht mehr wirken?” Ach was. Das ist angewandte Homöopathie! Stichwort: starke Verdünnung. Und Caipi ist außerdem die beste Medizin. Bedenken Sie, wenn Sie die fünf Liter komplett trinken, werden die bösen Bazillen mit Nachdruck aus der Blase gespült. Das läuft. Glauben Sie mir. Wie immer weiß ich, wovon ich rede.

Guten Appetit! Ihr Foodbloggermonster

Demnächst in diesem Blog, Rubrik Foodblogging:

  • Rezept für ein halbes Brötchen mit Butter
  • Caipirezept

Und irgendwann im Sommer, wenn es richtig heiß ist, werde ich einen 5-Liter-XXXXXXL-Caipi zubereiten, jawoll!

52 Bücher, Woche 24

Bei dem heutigen Thema bin ich etwas sauer, dass der Roman mit ihm in der männlichen Hauptrolle immer noch nicht geschrieben wurde:

Rahm! Der Mann, der nicht groß, sondern größer denkt. Der Mann, der mal eben ein Projekt namens “BUILDING A NEW CHICAGO” ins Leben ruft; kleiner haben wir es nicht. Der Mann, der vermutlich entweder als größter oder als katastrophalster Bürgermeister Chicagos gelten wird. Der Mann, bei dem Besprechungen mit seiner persönlichen Beraterin selten unter vier Stunden dauern. :mrgreen:

Ihr ahnt es schon, es kommt ein Thema mit Sex. Und wisst Ihr was? Ihr habt recht! Natürlich ist das Motto nicht von mir, ich lasse ja lieber arbeiten. Bedankt Euch also bitte bei Roland, dem Fürsten von Dulsberg, Gründer der PKHF (Puschlige Kirche der heiligen Faulpelze) und noch ca. 20 Titel mehr, die ich vergessen habe.

Ach ja, das Thema… Es lautet im Wortlaut:

„Die glaubwürdigste Sex-Szene“

So, nun wisst Ihr Bescheid. Möge Roland also seine bloglose Phase beenden, denn wenn nicht jetzt, wann dann?

Ich wollte zuerst die Brausepulverszene aus der Blechtrommel nehmen; gerade, wo Günter Grass zurzeit ja wieder extrem im Gespräch ist, wäre das doch total superpassend, und erstaunlicherweise fand ich das Buch auf Anhieb, allerdings das Kapitel mit dem Prickelpulver nicht.

Dann also was anderes.

“Sie legte sich mit gespreizten Beinen hin und ließ ihn herumspielen und herumspielen, und dann, als er ihn gerade hineinschieben wollte, sagte sie nonchalant, sie habe den Tripper. Er rollte von ihr herunter wie ein Klotz. Ich hörte ihn in der Küche mit der schwarzen Seife herumhantieren …”
(S. 292 in der Taschenbuchausgabe von rororo)

Total realistisch, oder? Und ich finde ja, das mit der schwarzen Seife hat Stil, black is beautiful… Ach ja, das ist aus dem Buch “Wendekreis des Krebses” von Henry Miller. Das Buch war damals, Anfang der 1930er, ein Skandal, denn prüde geht es in dem Roman nicht gerade zu. Die Frauen werden meistens als Pritschen bezeichnet, die Männer kommen aber auch nicht viel besser weg. Eine romanhafte Handlung, wie man es gewohnt ist, gibt es in dem Buch nicht, es ist eher eine Art Tagebuch/Bericht eines Schriftstellers, der einige Jahre in Paris lebt. Man kann wohl getrost davon ausgehen, dass vieles autobiografisch ist.

Wer bei Paris nun an ganz viel Romantik, Kultur und Eiffelturm-Flaire denkt, wird mit dem Buch vermutlich eher nicht glücklich. Henry Miller schildert die Umstände gnadenlos, und die Umstände waren nicht gut. Billigste Unterkünfte, da starrt es vor Schmutz, und das beschreibt Miller sehr eindrücklich. Für ganz zarte Seelen ist das Buch nichts. Für Leser, die eine spannende, sich entwickelnde Handlung lieben, auch nicht. In manchen Passagen verliert er sich geradezu in bizarren, traumhaften Schilderungen, mir war das teilweise schon manchmal zu langatmig. Aber schreiben konnte der Mann, da gibt es nix! Mal ein anderes Zitat:

“Ich bin aus der Welt geschleudert worden wie eine Patrone. Ein dichter Nebel hat sich herabgesenkt, die Erde ist mit gefrorenem Fett verschmiert. Ich spüre, wie die Stadt pulsiert, als wäre sie ein eben aus einem warmen Leib entferntes Herz.”
(S. 88)

Und als hätte er geahnt, dass dereinst ein Krötengeneral auf Erden wandeln würde, kommen auch diese possierlichen Tierchen zu Ehren:

“Das Bett ist voll Kröten und Phantasiewestenknöpfen. … Die Kröten klettern die Wände hoch. …”
(S. 55)

Kröten im Bett, Kröten klettern die Wände hoch, ich glaube, das ist ein früher Hinweis auf die Welteroberungsbemühungen der Kröten! Ich aber sage: Beherzigt die Warnung des Henry Miller! Unterstützt das Fellmonster auf dem Weg zur Weltmacht!

Ach ja, ein ungeschriebenes Gesetz in diesem Blog verlangt, dass jedes Mal, wenn ein Rahmfoto gezeigt wird, auch ein Bild von Eric Bana her muss. Bitte schön, Charlotta und Guinan:

Armer Ralph! Aber bedenke, dass es Dir fußballerisch viel besser als mir geht, das muss Ausgleich genug sein. ;-) Morgen gibt’s ja voraussichtlich wieder eine große Klatsche für meinen Verein; da brauche ich Rahm-Blogging als seelisches Pflaster. :-)