Ratespielchen

Kollege schickt Mail mit einigen Sachen und Fragen, die zu erledigen sind. Ich kümmere mich darum, muss aber bei einer Frage passen und gebe ihm hierzu den Ansprechpartner in der IT. Es geht da um die Nutzung eines bestimmten Programms via iPad.

Ca. 2 Stunden später bekomme ich einen Anruf. Der Kollege. Er stellt eine Frage.

Ratet, welche.

:-)

(Doch, doch, er hatte meine Mail gelesen…)

–live aus der Anstalt des Waaaaaahnsinns. Waaaaarm isses…

Hachz! Hachz! Doppelhachz! Multihachz!!!!

Wie Ihr wisst, habe ich ja zurzeit Urlaub. Doch kurz bevor ich diese wohlverdiente Auszeit antrat, war es mir vergönnt, ein weiteres Kunstwerk der famosen, berühmten, großartigen, aber leider anonymen WC-Künstlerin ablichten zu dürfen.

Ich betrat die Damentoilette und sah es schon von weitem:

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Wieder ein Toilettenrollenpapierpappkern im Zentrum. Zunächst dachte ich: Hm, hatten wir ja schon häufiger. Die Brillanz, Epochalität und Genialität zeigte sich beim Näherkommen!

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Jetzt seht Ihr es auch, oder? Ein Toilettenrollenpapierpappkernengel! Die Symbolik mit dem verletzten linken Flügel spricht ja wohl für sich! Große Kunst zeigt auch immer das Verletzliche, das Unperfekte! Ein Werk, wie es seinesgleichen sucht, aber nicht finden wird! Großartig wie 10 XXL-Caipis!

Und weil dieses Engelswesen so fantastisch ist, verlinke ich es einfach mal mit Sabienes Aktion “Send me an Angel”. So ein Engel ward dort bestimmt noch nicht gesehen!

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Hinweis für neue Mitleser: Bei “Kunst in der Anstalt” handelt es sich um Objekte, die ich genauso vorgefunden und fotografisch für die Jetzt- und Nachwelt festgehalten habe. Selbstverständlich wurden am Arrangement keine Veränderungen vorgenommen! Und ja, dieses Blog ist bekloppt. Gut erkannt.

Tagesnotizen

 

  • Erster Tag nach dem Urlaub, früh morgens: Der Höllenhutzenherr erkennt messerscharf, dass ich mich wieder in die Anstalt schleppen muss, und versucht mich festzuhalten, indem er sich auf mein Bein legt. Letztendlich erfolglos, die Patienten brauchen mich auch!
  • Alles Irre. Immerhin haben mich einige vermisst. Irre, sag ich doch!
  • Kollegin versuchte, aus dem Fenster zu springen. Hatte aber nichts mit meiner Rückkehr zu tun. Das ist alles ganz normal in der Anstalt.
  • Beschlossen, “Atemlos” von Helene Fischer umzutexten und neu “einzusingen”. Fragt nicht.
  • Mail mit Worten wie “jedweder”, “Divergenz” und ähnlichen schönen Begriffen bekommen.
  • Putin! Hör auf, mir Geheimbotschaften zu senden! Ich habe Sonntag sowieso keine Zeit! (Seltsame Botschaften auf dem Teppich der Anstalt…)

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  • Wo sind die normalen Menschen hin, wo sind sie gebliiiiieben? In der Anstalt jedenfalls nicht.
  • Fast pünktlich Feierabend gemacht. Trotzdem Kopfschmerzen. Oder gerade deswegen?!
  • Kleine Winkelspinne im Bad der WEZ gefunden. Großzügig beschlossen, sie zu übersehen. Ich nenne sie Karla.
  • Überlegungen…
  • Sparmonster in Urlaub geschickt. Mehrwöchig. Auf seinen eigenen Wunsch!
  • Weitere Mini-Cachaçaflaschen entdeckt und bestellt.
  • Nun müde. Gute Nacht, Ihr Lieben!

Neulich in der Anstalt…

… in der Warteschleife eines Lieferanten (kein Witz):

https://app.box.com/s/5pumrtt87i3o4fbge6gb

Ihr habt es alle erkannt, das berühmte Meisterwerk von Beuys, 1968 in die Welt gesetzt:

Ja ja ja ja ja, nee nee nee nee nee!

Inspiriert zu dieser akustischen Skulptur wurde Beuys durch einen Leichenschmaus, bei dem die Gäste solcherlei Äußerungen vor sich hinmurmelten, aber wem erzähle ich das, Ihr wisst darüber sowieso bestimmt schon Bescheid, so wie auch ich seit langem (genauer gesagt, seitdem ich nach dem Hören der Warteschleife Recherchen startete, also seit ein paar Tagen).

Ist Euch das Kichern in meinem Mitschnitt aufgefallen? Das ist von mir. Seid Ihr nicht auch der Meinung, dass das Kunstwerk durch diese akustische Ergänzung veredelt wird? Ich sage: ja ja ja ja ja!

Kunst und Klassik — in diesem Blog immer wieder gern zu Hause und heimisch, wenn nicht sogar und überhaupt als Keimzelle aller Großartigkeiten hier startend über die Menschheit gebracht, ja ja ja ja ja.

Spaß mit Excel

Ihr habt nervige Kollegen, die Ihr in den Wahnsinn treiben ein bisschen ärgern wollt? Vorausgesetzt, die arbeiten mit Excel, kennen sich aber nicht so gut aus, gibt es eine feine Möglichkeit in den Excel-Optionen:

Excelterror

Ganz Ausgebuffte nehmen das Häkchen bei “Vor dem Speichern…” auch noch raus. Effekt: Excel errechnet nichts mehr automatisch. Das wird dazu führen, dass der Kollege laut fluchend behauptet, Excel sei kaputt.

Nur ein kleines Scherzchen. :-D (So passiert neulich in der Anstalt, ich war allerdings nicht der Übeltäter, sondern diejenige, die die verzweifelte Kollegin gerettet hat. Ich bin eben eine ganz Liebe!) So was veranstaltet man natürlich auch nur mit Kollegen, die es verdient haben, z. B., wenn sie sich weigern, ihre Altlasten abzuarbeiten und meinen, ihr altes Zeuchs auf den neuen Kollegen abwälzen zu können, obwohl die Absprache ganz klar anders lautet. So was lassen wir dann einfach mal bis zum Vorstand eskalieren. (So redet man ja heutzutage in der schönen neuen Officewelt: “Das muss man eskalieren lassen.” Als ob das was ganz Normales wäre…) Und das Ganze wäre für jemanden, der seine alten Vorgänge ja gut kennen sollte, in maximal 4 – 5 Stunden abzuarbeiten, während ein neuer Kollege wesentlich länger dran sitzen würde… Manchmal, ja, manchmal geht auch ein Ruhe liebendes Fellmonster auf den Kriegspfad… Manchmal denke ich, dass ich zu alt für den Scheiß bin, andererseits ist es ein gutes Training für die Welteroberung.

Und in der nächsten Lektion lernen wir, wie wir SAP eine wunderhässliche rosa Oberfläche verpassen…

Nö, mir geht’s gut, ich bin gar nicht müde, ich hatte keinen scheiß Tag in der Anstalt, ich bin völlig ausgeglichen und die Ruhe selbst, alles ist flauschig, und nee, mit der sprungartig gestiegenen Anzahl aus dem Fenster gefallener Kollegen in der Anstalt habe ich natürlich nichts zu tun! Hallo?! Ich bin eine ganz liebe Person!

Kunstfreunde!

Ich bin noch ganz fertig vor Ergriffenheit, trotzdem muss ich Euch einfach Bericht erstatten. Meine Begeisterung explodiert geradezu und muss mit der Welt geteilt werden!

Ich durfte ja heute wieder in die Anstalt. Zunächst war es eher ein Muss, denn da wusste ich noch nicht, was mich erwarten würde! Mir zittern immer noch die Finger und Haarspitzen! Meine Güte, besser kann ein Jahr kaum starten!

Seht selbst!

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Ja, Ihr seht richtig und korrekt! Die berühmte Klo-Künstlerin hat wieder eines ihrer brillanten, großartigen, epochalen, weltbewegenden Werke geschaffen! Ihr seht es selbst: Einfach mal in die Kälte der Kachellandschaft so einen Schokoweihnachtsmann zu platzieren, das ist große Kunst, wie sie kaum jemand zu schaffen vermag! Beachtet auch die Symbolik, den bärtigen Geschenkebringer nah einer Ecke zu platzieren. Ganz famos!

Widmen wir uns nun den Details. Im Gegensatz zu normalen Schokoweihnachtsmännern trägt dieser einen güldenen Mantel. Die Bedeutung ist offensichtlich und braucht sicher nicht von mir erläutert zu werden, denn Ihr seid ja alle große Kunstkenner.

Im Arm hält der Weihnachtsmann ein Bärchen. Eines. Nicht zwei. Somit handelt es sich hier nicht um ein Bärchenpärchen. Wir wissen: Mit Bärchenpärchen ist alles klärchen. Da wir hier kein Bärchenpärchen sehen, ist somit nichts klärchen. Außerdem verzichtete die Künstlerin auf die scheiß Herzchen, an die man immer denken sollte. Mit der Auslassung von zwei Symbolen gelingt es dieser genialen Kunstschaffenden, finsterste Kälte zu symbolisieren! Hervorragend, grandios, bemerkenswert, einfach gut!

Ich nenne dieses Werk: “Weihnachten ist vorbei.” Hoffentlich habe ich damit zumindest entfernt die Intention der großartigen Künstlerin getroffen!

Freunde der Kunst, ich werde Euch nun einige Zeit allein mit diesem Meisterwerk lassen! Auch Ihr werdet Euch vermutlich erst nach Stunden wieder klar artikulieren können. Das ist ganz normal, wenn man Zeuge einer Sternstunde der Kunst sein durfte! Ich kann Euch beruhigen, es ging mir nicht anders! (Nein, Frechmonster, die drei XXL-Caipis haben damit nichts zu tun! Frechheit!)

Und denkt dran: In nicht mal mehr 12 Monaten ist wieder Weihnachten!

Anmerkung für neue Leser, die ich an dieser Stelle herzlich begrüße und ihnen viel Spaß mit diesem bekloppten Blog wünsche: Bei den Werken der Serie “Kunst in der Anstalt” handelt es sich um Installationen, die ich genauso in der Anstalt, in der ich meinen Cachaca verdiene, vorgefunden habe, meistens auf dem Damen-WC, manchmal auch woanders. Ich bin nur die Chronistin, die diese Meisterwerke fotografisch festhalten darf — eigentlich zu viel der Ehre, doch ich gebe alles!

Send Me An Angel…

Damit meine ich nicht dieses Lied hier, obwohl es mir als Kind der 80er sofort in den Sinn kam:

Nei-hein, es geht um eine Blogaktion, und zwar in Sabienes Blog “Traumalbum”. Aufgabe ist es, Bilder von Engeln zu zeigen, wenn man mag, jede Woche, aber das ist kein Muss.

Nun habe ich eigentlich diesbezüglich nicht so viel zu bieten, kein Wunder, bei mir hat sich ja die Teufelsfamilie eingenistet. Gibt es eine Aktion “Send Me A Devil”? Da wäre ich dick im Geschäft. Und nicht zu vergessen meine Elite-Dämonin Xynthilia, aber zurück zum Fall… Immerhin einen Engel habe ich, somit werde ich mich also immerhin einmal an dieser Aktion beteiligen, und zu dem kleinen Engel gibt es auch eine Geschichte:

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Es war vor einigen Monaten in der Anstalt. Ich hatte massive Schlafstörungen, konnte über Wochen nachts nur ca. 3 – 4 Stunden, wenn überhaupt, schlafen. (Für mich viel zu wenig, ich brauche möglichst 6 – 7 Stunden Schlaf, ein paar Nächte mal weniger ist okay, aber nicht über Wochen.) Das machte sich irgendwann natürlich auch im Büro bemerkbar, zumindest einer Kollegin fiel das auf. Und meinem Boss-Boss auch, weil ich in Besprechungen oft müde war.

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Allerdings bin ich in Besprechungen eh oft müde, vor allem, wenn sie länger dauern (alles über 1 Stunde ist für mich zu lang, außer Besprechungen mit Rahm…). Es liegt daran, dass die Themen mich einfach nicht genug fesseln. Ich bin ja eh jemand, der relativ schnell gelangweilt ist. Ich hatte schon in der Schule oft Probleme, die Konzentration hochzuhalten, und das für läppische 45 Minuten, es sei denn, es war halt wirklich mal was Interessantes, also Politik, Literatur o. ä. Und Meetings? Meistens so theoretisch und dann noch die Leute, die sich mit Bla-Bla versuchen, ins rechte Licht zu rücken. Bah, nee! Ich arbeite lieber, anstatt mich zusabbeln zu lassen. Natürlich geht es nicht ganz ohne Besprechungen, aber es ist viel zu viel geworden, in den letzten Jahren haben die Laberrunden extrem zugenommen. (Mit dem Begriff “Laberrunde” kann man sich übrigens bei Vorgesetzten sehr schnell unbeliebt machen, wie ich feststellen durfte.)

Jedenfalls hatte ich wohl Glück, dass Boss-Boss meine Meeting-Müdigkeit nicht für ein chronisches Problem hielt, sondern es auf meine Schlafstörungen schob… :-)

————————ABSCHWEIFUNG ENDE————————

Die Kollegin, eine ganz liebe, kam also einige Tage später mit einem kleinen Päckchen an, das ich aber erst zu Hause öffnen durfte. Und darin befand sich dieser Engel, der über meinen Schlaf wachen sollte. Ich fand das eine unheimlich liebe Geste. Er steht nun bei mir so, dass ich ihn vom Bett aus sehen kann, und so freue ich mich immer vorm Schlafengehen über dieses Geschenk.

Und vielleicht kann er seine Engelskräfte ja auch als Schutzengel für den HSV einsetzen, das scheint dringend nötig… Deswegen habe ich ihn einfach mal auf ein HSV-Buch gestellt. :-) Wenn seine Stärke sich allerdings nur auf guten Schlaf bezieht, könnte das vielleicht die Heimspielpleiten erklären… Wenn das nicht besser wird, muss ich doch Xynthilia drauf ansetzen.

So, liebe Sabienes, jetzt hast Du zumindest einmal auch Monsterbeteiligung bei dem Projekt, und wer weiß, vielleicht laufen mir ja woanders auch noch mal Engel vor die Fotolinse.