Ice Bucket Challenge — nun auch hier

 

Da ich ja bekanntlich auf jeden Trend anspringe, gibt es nun auch hier ein Eiswasserübernkoppausschütte-Filmchen. Ach was, nicht irgendein Filmchen, sondern natürlich DAS Eiskübelherausforderungs-Video, wie immer in Rübenbrei-TV-Qualität. (Also verwackelt und mit Stammelkommentar. Aber sonst ganz groß.)

Erlebt den ersten Auftritt meines neuesten Monsters im Blog!

(Das Jaulen, was man ziemlich zum Schluss hört, ist übrigens der Höllenhund-Titan, der meinte, dass es mal wieder Zeit für eine Runde Fußball mit ihm wäre.)

Das Monster nominierte unter anderem auch mich, aber da ich Eisverschwendung nicht gut vertrage (Eis gehört in Cocktails), spende ich lieber, allerdings nicht für ALS, sondern für Miranda. Und auch erst, wenn ich wieder etwas Geld über habe. Als Weltherrscherin darf ich die Regeln ja wohl leicht modifizieren. I’m a rule breaker, ha!

Danke an Ralph aka Dunkelschlumpfi von der Wauzelwelt, der diesen Auftritt ermöglichte, indem er dem epochalen Monster den Weg zu mir wies! :-)

Neulich in der WEZ

 

Ich: “Orni, komm mal bitte her!”

Das ist mein Monster Orni.

Das ist mein Monster Orni.

 

Orni: “Was geeeeht?!”

Ich: “Kannst Du mir sagen, was für ein Viech das hier ist? Habe ich neulich auf dem Weg zur Anstalt fotografiert. Qualität ist leider mies, der Handyzoom ist nicht so doll.”

Orni: “Miese Qualität, das kennen wir ja schon. Hm.”

2014-08-08 08.33.28

Ich: “Alsooo?!?!?!”

Orni: “Kenne ich! Das ist ein Vogel! Man erkennt es an den Federn. Hätte es Fell, wäre es entweder ein Säugetier, ein Monster oder irgendwas anderes. Bei Viechern mit Federn kannst Du erst mal blind auf Vogel tippen, damit liegst Du oft richtig. Ich habe ja nicht umsonst 30 Semester Ornithologie studiert, auch wenn ich dann abgebrochen habe. Wenn Du allerdings Federn an merkwürdigen Hüten siehst, kannst Du ruhig schießen.”

Ich: “Schießen? So weit kommt das noch… Aber warum hast Du eigentlich abgebrochen?”

Orni: “Weil ich ein paar Caipis trinken wollte. Die Semesterferien waren mir dafür zu kurz.”

Ich: “…”

(Die Monster schaffen es manchmal, dass ich sprachlos bin.)

Ich: “Kannst Du das noch näher spezifizieren? Vogel ist ja nun nicht so aussagekräftig. Ich habe hier noch ein Bild.”

Foto

Orni: “Vielleicht Helmut Schmidt?”

Ich: “Nee, das ist keine Mentholzigarette, das habe ich schon in meinem Labor analysiert.”

Orni: “Ich brauche jetzt einen Caipi.”

Ich: “So kommen wir nicht weiter, so kann ich nicht arbeiten. Das muss doch genauer gehen. Ich frage jetzt meine Leser, die wissen das.”

Orni: “Du hast Leser? Wunder geschehen immer wieder…” (Diesen Welthit von Katja Ebstein summend, sorgte das Monster dafür, möglichst schnell eine größere Distanz zwischen uns beide zu bringen, denn Orni weiß, was gesund für ihn ist.)

So, nun habt Ihr also eine Aufgabe gefangen. :-) Ich habe ja schon mein Tierbestimmungsbuch gewälzt. Am größten ist die Ähnlichkeit noch mit einem weiblichen Erlenzeisig, am wenigsten Übereinstimmung hat das Vögelchen mit einem Strauß. Größe so ca. Spatz. Vielleicht ist es ja auch eine Spatz/Sperling-Art, aber meine Spatzen hier im Garten sehen doch etwas anders aus.

Och nöööö…

 

… ich habe den ersten Tag vom Promi-Big-Brother verpasst. Und den zweiten auch. Dabei ist doch Ronald Schill dabei!

Für Nicht-Hamburger: Who the fuck ist Ronald Schill?

Ronald Schill war einer der peinlichsten Politiker, die Hamburg je hervorgebracht hat. Von 2001 bis 2003 war er Innensenator und zu allem Überfluss auch noch Zweiter Bürgermeister. Vorher erlangte er zweifelhaften Ruhm als “Richter Gnadenlos”. Die Bild-“Zeitung” liebte ihn.

Ole von Beust, unser damaliger Bürgermeister, schmiss ihn 2003 raus, weil Ronaldchen ihn angeblich gedroht hatte, zu veröffentlichen, dass Ole Roger Kusch nur zum Innensenator ernannt hätte, weil er sein Lebensgefährte gewesen wäre. (Ich kenne einige Leute, die mit der CDU nichts im Sinn haben, aber Ole von Beust mögen. Das fällt mir schon aus dem Grunde schwer, weil er damals dem unsäglichen Schill überhaupt erst die Regierungsbeteiligung ermöglicht hatte.)

So, nun wisst Ihr in groben Zügen Bescheid. Warum ich Euch das alles erzähle? Weil ich muss. Mein Enthüllungsjournalistenmonster hat damit gedroht, alle Limetten auszupressen und daraus Limettenpudding ohne Alkohol zu machen.

Enthüllungsjournalistenmonster

Das ist Enthüllungsjournalistenmonsti mit seinem Haustier, einer Zeitungsente

Der Schill, der zwischendurch mal Deutschland verließ, ist nun leider wieder aufgetaucht, und das nicht nur, um in den Deppencontainer von Sat.1 zu ziehen. Zu allem Überfluss hat er ein Buch geschrieben, so eine Art Autobiographie, die aber anscheinend hauptsächlich aus seinen Sexabenteuern besteht. (Ich hoffe aber, dass er nach dem Container wieder nach Brasilien zurückkehrt. Sorry, Brasilien.)

Die Bild-“Zeitung” veröffentlichte Auszüge. Daraus wiederum schnappte sich “Stern.de” einen Teil, der von einem HSV-Fan in einem Forum verlinkt wurde, weswegen ich drauf klickte. Manchmal sollte man Links links liegen lassen, doch nun war es zu spät!

Ich zitiere einen kleinen Teil:

“Sie kam viermal zum Orgasmus und ihre Schreie tosten durch den Wald. (…) Später trieben wir es zur Perfektion, und sie kam zwanzig Mal innerhalb einer Stunde. Bis sie einen Hörsturz erlitt.”

(Anmerkung Rahm: “Nur zwanzig Mal? Arme Frau! Manche Männer lernen es nie!”)

Enthüllungsjournalistenmonsti las diesen Artikel ebenfalls, und nun wird es sämtliche Romantik dieses Berichts gnadenlos zerstören, denn in Wirklichkeit war es anders! Enthüllungsjournalistenmonsti war nämlich dabei! Sagt es zumindest. Und so sah die gnadenlose Wahrheit aus:

Professionelle: “Okay, 20.000 Euro für eine Stunde inkl. Anfahrtszeit, aber wir gehen in den Wald! Ich will nicht mit Ihnen gesehen werden!”
Ronald McSchillig: “Ja, aber dann musst Du ganz laut schreien, um das ganze Getier im Wald zu vertreiben. Ich habe Angst vor den Marienkäfern und was es da sonst noch so gibt!” (Vermutlich fürchtete er, dass eine Ameise sein bestes Stück abbeißt — ein Biss und es ist weg. Anm. der Red.)
Professionelle: “In Ordnung.”

20 Sekunden später nach viel Gebrüll und vollzogener Dienstleistung (SchilliMcSilly verwechselte wohl Sekunden mit Orgasmen, kann ja mal passieren! Das ist wie mit den ominösen 20 Zentimetern.):

Professionelle: “Oh, was ist denn da runtergefallen? Sieht aus wie ein winzig kleines… Gehirn?”

Da haben wir es, es war kein Hörsturz bei der Prostituierten, sondern ein Hirnsturz bei SchilliMcMerktnix.

Ich bedanke mich bei meinem Enthüllungsjournalisten für Infos, die wir niemals haben wollten, und wünsche mir, dass jemand bestimmtes nächstes Jahr ins Dschungelcamp geht…

(Jetzt habe ich mir eben noch zwei kleine Filmchen, sog. “Highlights” (müssten eigentlich korrekterweise “Lowlights” heißen), aus der Sat.1-Mediathek angetan. Der Wendler ist ja auch dabei! Nee, das gebe ich mir nicht, so viel Selbstverliebtheit auf einem Haufen ertrage ich nicht.)

Wir suchen ein Teichungeheuer, Teil II

 

Hier berichtete ich Euch von meinen Versuchen, ein See- bzw. Teichungeheuer bei mir anzusiedeln. Bisher war ich mit einem Barthfisch, der in Endlosschleife die 3 Mario-Barth-“Gags” erzählt, noch nicht richtig erfolgreich.

Ich schuf also unterirdische Verbindungen zu allen 7 Weltmeeren und stellte diverse Schilder auf:

Blobbeldiblobbblobbb Kopie

Denn, mal ehrlich, der Barthfisch war schon heftig genug, aber Blobfische, in Fachkreisen auch als Psychrolutes marcidus bekannt, möchte ich nicht in meinem Teich haben! Diese Dickkopf-Groppen sollen ihre blobfischige Natur woanders ausleben!

Zurück zum Fall. Um den Ungeheuern den Umzug in meinen Teich schmackhaft zu machen, kippte ich von Zeit zu Zeit einige Tropfen Caipirinha hinein. Der zweifelhafte Erfolg ließ nicht lange auf sich warten.

Eines lauschigen Sommerabends hörte ich aufgeregtes Quaken im Teich:

Queen_Elizaquack

“Hallo, ich bin Queen Elizaquack XVIIII. Bitte servieren Sie den Caipi in meinem Schlafgemach. Quack!”

Na, super. Eine caipisüchtige Entenqueen, das ist sicher auf eine bestimmte Art und Weise ungeheuerlich, aber nicht das, was ich suchte. Zumindest übertönten ihre Rufe nach Caipi hin und wieder die Barth-“Witze”, was ja schon mal etwas war. Was auch immer.

Kurze Zeit später hörte ich so etwas ähnliches wie Kinderstimmen. “Mami, können wir noch mehr von dem leckeren Wasser?” Sofort stürmte ich zum Teich. Vielleicht hatte ich Babyseeungeheuer angelockt???

Nun ja… Nicht ganz.

Tintenfische

Aber sind sie nicht süüüüß? Seht Ihr den ganz rechts mit dem Ball? Ich habe ihn Lasöggchen getauft. ♥♥♥ Herzallerliebst!

Nichtsdestotrotz — immer noch kein Seeungeheuer! Ich beschloss, ein Mitglied des Elite-Teams einzuschalten… Davon berichte ich Euch dann das nächste Mal. Cliffhanger und so, Ihr kennt das. Alles für die steigenden Einschaltquoten.

Ich wünsche Euch einen schönen Wochenstart! Oder zumindest einen erträglichen, das wäre ja schon mal mehr, als man von einem Montag gemeinhin erwarten kann.

Die Wahrheit…

… über den 4. Stern, auch als WM-Sieg der deutschen Nationalmannschaft 2014 bekannt. Nur hier! Und jetzt! In schwarz-rot-goldener Farbe!

Neulich im Estádio Beira-Rio, Porto Alegre, Brasilien: 11 deutsche Spieler mühen sich vergeblich gegen Algerien ab und müssen in die Verlängerung.

Zeit für eine Geheimwaffe!

Rückblick. Vor einigen Jahren landete ein Alien bei mir. Das ist nicht ungewöhnlich. Monster, Teufel, Hexen, Elite-Dämonin, warum also keine Außerirdischen? Mich wundert hier nichts mehr, und außerdem war der/die/das Extraterrestrische puschelig, und damit war die Sache klar. Es durfte bleiben.

DasSchlandal

Zufällig hat es die Farben schwarz/rot/gold und so merkwürdige Antennen auf dem Kopf. Ich stellte schon bei der WM 2010 und der EM 2012 fest, dass das Wesen in der Lage war, Leistungsstrahlen an die deutsche Nationalmannschaft zu schicken. Aber es reichte bekanntlich nicht zu einem Titel. Ich beschloss also, die Sprache dieser Kreatur zu lernen, damit sie mir verraten konnte, woran es hakte. Zu wenig Caipi? Zu wenig Nougatschokolade? Zu wenig von allem?

Kurz vor dem Start der WM 2014 konnte ich immerhin ihren Namen herausbekommen (ihre Stimme klingt weiblich, deswegen gehe ich einfach mal davon aus, dass es eine Art Frau ist). Sie stellte sich mit “Ich bin das Schlandal” vor. (Ich übersetze Euch ihr Gesabbel gleich ins Deutsche, weil ich eine ganz Liebe bin.)

Immerhin wusste ich nun ihren Namen, aber mehr bekam ich einfach nicht aus ihr heraus, selbst nicht nach 20 Caipis. Vielleicht war das Problem, dass ich davon 19 selbst… ist aber auch egal und nicht das Thema hier!

Ich entschied, bei dieser WM das Schlandal nicht von Anfang an einzusetzen. Vielleicht war sie bei den letzten Turnieren einfach auf der Zielgerade zu erschöpft. Aber im Achtelfinale wurde es so kritisch, dass ich in der Verlängerung beschloss, ihre Antennen genau auf das Estádio Beira-Rio zu richten.

Der Rest ist Legende. (Beim Finale war sie übrigens schon wieder etwas erschöpft, hat aber ja noch gereicht! Sie hatte zum Schluss ihre Reserven auf Schweinsteiger gerichtet — wer also argwöhnte, dass sein Durchhaltevermögen nicht mit rechten Dingen zugehen konnte, hat nicht ganz unrecht, aber das bleibt unter uns, nicht, dass die FIFA nachträglich noch Bestechungsgeld von mir haben will… Stehen außerirdische Strahlen eigentlich auf der Dopingliste?)

Als Glücksbringer stellte ich ihr übrigens meinen Schlaaand-Umpf, den Uwe, zur Seite. Uwe ist nach Uwe Seeler benannt, aber das war Euch bestimmt schon klar, oder?

Schlaaandumpf

Und so kam es, dass die beste Mannschaft Fußballweltmeister wurde. Bei der nächsten WM kann dann meinetwegen auch gern mal Argentinien gewinnen… Aber nur, weil ich Messi mag.

Bevor Nachfragen kommen: Das Schlandal kann nur deutschen Fußballnationalmannschaften Stärkungsstrahlen schicken. Leider. Ich warte immer noch darauf, dass ein schwarz-weiß-blaues Puschel-Alien bei mir landet…

Hmm…

 

Dank stundenlangen, heftigen Dauerregens funktioniert mein Fernsehempfang nicht, da kann ich ja genauso gut ein bisschen vor mich hinbloggen… Fußball, wen interessiert schon Fußball?

GRRRRRR!!!

Hoffentlich läuft der ZDF-Stream stabil. Schön, dass es das Internet gibt. Darauf eine Runde scheiß Herzchen: ♥♥♥♥♥♥

Aber zurück zum Fall. Ihr erinnert Euch vielleicht noch, dass es im Garten der WEZ einen aufsehenerregenden Teich gibt, oder? Hier berichtete ich ausführlich.

Mittlerweile ist der Teich leider etwas verwildert, aber die Monster stört es nicht, sie spielen dort gern “Indiana Jones” und ähnliches. Ralphsroteslieblingsmonster hat eh ständig Besprechungen mit seiner persönlichen Beraterin, ist also am Teich eh nicht mehr so sehr interessiert.

P1080360

Mir kam die Idee, dass ich hier doch eigentlich ein Seeungeheuer ansiedeln könnte. Ich habe hier ja fast alles, Monster, Teufel, eine Elite-Dämonin, einen kleinen Vampir, ein Gespenst, Hexen… Aber ein Seeungeheuer nicht! Ich empfinde das als Mangel. Also stellte ich unter Wasser ein Schild auf: “Zu vermieten. Nur an Seeungeheuer.” Es kam aber kein Ungeheuer.

Dann die Erleuchtung!

Na, toll, jetzt ist der Stream auch weg! Kann sich dieses verdammte Gewitter jetzt bitte endlich mal verziehen und den Regen mitnehmen, damit mein TV-Empfang wieder funktioniert????????????????????? Hat das ZDF wieder nicht genug Serverleistung parat, oder was??? Die scheiß Herzchen ziehe ich zurück! Grrrrr!

Nee, das war nicht die Erleuchtung, sondern: Andrea und die weltbeste Pinscherette öffneten mir die Monsterglupschaugen. Der Name isses nämlich! Welches Ungeheuer, das etwas auf sich hält, siedelt sich in einem namenlosen Teich an? Eben. Darum taufte ich den Teich mit einigen Tropfen Caipi feierlich auf den Namen Ungeheuerteich!

Danach lief die Sache… aber nicht so richtig gut. Es siedelte sich tatsächlich eine Art Ungeheuer an, aber so hatte ich mir das nicht vorgestellt!

P1000926

Ein Grinsekarpfen! Er selbst stellte sich mit den Worten “Hallo, ich bin der Barthfisch” vor. Und das “h” im Namen ist leider kein Tippfehler, denn dieser kleine, ständig grinsende, Fisch ist ein großer Mario-Barth-Fan und erzählt fast den ganzen Tag Barth-Gags. Also alle drei immer wieder hintereinander weg. *seufz*

Das Gras im Teich ist übrigens immer noch das von 2011. Ganz schön hartnäckiges Gewächs. Ich mag es.

Mein Fernseher läuft wieder, hoffentlich bleibt das so! Ich darf doch dieses Spiel nicht verpassen! Der Stream ist immer noch down… Und wenn das hier so weiterregnet, wird Bergedorf das neue Atlantis. Ich werde mich dann mal Richtung TV begeben, in der Hoffnung, dass der Empfang stabil bleibt…

WM-Abseits, Teil 2: GRIECHENLAND

 

Seid Ihr von Teil 1 mit hierher gekommen? Das freut mich!

Wie schon bei meinem Brasilienartikel habe ich einen Schwerpunkt, dieses Mal aber nicht alkoholischer Natur. Mir hat es die griechische Mythologie angetan, in der es schon fast alles gab, was auch heute noch die Kunst beschäftigt: Erotik, Ehebruch, Inzest, Mord und Totschlag, Rache, Zorn, Kannibalismus, Eitelkeiten…

Auch die Griechen der Antike hatten das Bedürfnis, höhere Wesen zu verehren. Im Gegensatz zu monotheistischen Religionen hatten die Hellenen für beinahe jede Gelegenheit einen zuständigen Gott oder auch eine Göttin, außerdem wurde der Kosmos durch Halbgötter (nicht in weiß) und Helden ergänzt. Am berühmtesten ist wohl der Göttervater Zeus, der mit Blitzen um sich warf und mit allerlei Gottheiten auf dem Olymp residierte.

Aber auch vor Zeus gab es schon Gottheiten. Am Anfang war das Chaos (welches überlebt hat, wie man nach einem Blick in meine Schränke weiß), danach betraten etliche andere Gestalten die Bühne. Der Titan Kronos wurde von seiner Mutter Gaia heimlich zur Welt gebracht, weil Papa Uranus seine Kinder, unter anderem auch die Kyklopen (Zyklopen) so sehr hasste, dass er sie in den Tartaros verbannte (Tartaros ist ein Teil der Unterwelt, noch tiefer als der Hades).

Kyklopen, das sind diese einäugigen Typen, von denen ich einige Nachfahren bei mir beherbergen darf:

Kyklopen

Zyklopenkugel und Zyklopen-Umpf!

Das aber nur am Rande…

Kronos jedenfalls entmannte seinen Vater mit einer Sichel. Gut, dass es damals noch keine Bild-“Zeitung” gab, wir hätten wochenlang Berichte über einen “irren Sichelmörder” lesen müssen. Kronos war nun der Herrscher und nahm seine Schwester Rhea zur Gattin. Er hatte aber furchtbar Angst, dass seine Kinder mit ihm das gleiche anstellen könnten wie er mit seinem Vater. Hätte es schon geriffelte Kondome gegeben, wäre das alles gar kein Problem gewesen, aber die hatte noch keiner erfunden, also musste er das tun, was wir alle in seiner Situation getan hätten: Er aß seine Kinder auf, immerhin fünf. Rhea, ganz die Mutterliebe, versteckte daraufhin ihren jüngsten Sohn Zeus auf Kreta. Kronos bekam statt dessen einen in Windeln gewickelten Stein, merkte den Unterschied aber nicht. Die Geschmacksnerven schienen bei Titans nicht so gut ausgebildet gewesen zu sein…

Zeus wuchs also unbehelligt auf und wurde groß und stark. Mit einer List gelang es ihm, seinen Vater dazu zu bringen, die anderen Kinder wieder auszuspucken. Wie er das anstellte, darüber gibt es mehrere Varianten. Eine davon erzählte, dass er von Honig so berauscht gewesen war, dass Zeus ihn fesseln und auf die „Insel der Seligen“, die Elysischen Gefilde, aussiedeln konnte. Honig!

Nun begann das Zeitalter der Olympier. Zeus musste erst mal seine schwangere Gattin Metis verschlingen, denn ansonsten wäre deren ungeborener Sohn an seine Stelle gerückt… Danach war er vermutlich erst mal gut gesättigt, bekam aber starke Kopfschmerzen. Also befahl er Hephaistos, was ich Migränepatienten nicht empfehlen würde: “Zerschmettere meinen Kopf!” Sein Sohn tat wie geheißen. Als Kopfgeburt kam Athene (Athena), die Göttin der Weisheit zur Welt, komplett in voller Rüstung. Äußerst praktisch, kein Windelwechseln und all das. Trotzdem konnten sich Kopfgeburten nicht durchsetzen, vermutlich ist es noch schlimmer, sich den Kopf zerschlagen zu lassen, als Geburtswehen ertragen zu müssen.

Nach dieser medizinisch erfolgreichen Behandlung zeugte Zeus mit seiner Schwester Hera vier Göttergören. (Gewalt! Inzest! Habe ich zu viel versprochen?) Wie erwähnt, war Berlusconi im Vergleich zu Zeus ein Waisenknabe, was auch daran zu erkennen ist, dass Zeus etliche weitere Nachfahren mit diversen anderen Göttinnen zeugte. Und damit nicht genug! Auch Menschenfrauen hatten es ihm angetan! Sex, Drugs (Honig!) & Leiermusik!

Weil Tarnung alles ist, wechselte Zeus häufig die Gestalt, so näherte er sich zum Beispiel der verheirateten Leda als Schwan. Interessant ist auch die Affäre mit Europa. Als ich gerade in einem Buch las, um die Geschichte in meinem Hirn aufzufrischen, ertappten mich meine Monster dabei. Es passierte, was bei solchen Gelegenheiten eigentlich immer geschieht:

“Können wir das nachspielen? Rübenbrei TV wartet schon!” Und so weiter und so fort. Die Monster haben große Zuneigung zu den darstellenden Künsten (passende Musen: Melpomene und Thalia). So kam es zum Casting, ich brauchte die Besetzung für:

  • Zeus
  • Europa (nicht der Erdteil, sondern die phönizische Königstochter)
  • Hera, Gattin des Zeus’
  • Athene, Göttin der Weisheit und noch so einiger anderer Dinge

Mit dem Argument: “Ich bin Ralphs Lieblingsmonster und wurde außerdem von Rahm aufgeklärt” setzte sich Ralphsroteslieblingsmonster für die männliche Hauptrolle durch. Somit war seine persönliche Beraterin Stanislava als Europa gesetzt. Hera wurde irgendein anderes Monster, das nicht schnell genug weglaufen konnte.

Richtig Kopfschmerzen bereitete mir als Produzentin, Drehbuchautorin, Regisseurin, Kameraassistentin und Kaffeekocherin fürs Team die Besetzung der Athene. Meine Monster strahlen alles mögliche aus, Weisheit gehört jedoch leider nicht dazu. Es ist mir aber gelungen, eine Schauspielerin von Weltformat zu gewinnen! Ich bin so stolz! Das erste Mal mit einer Rolle in einer meiner Fotostorys! Aber lasst Euch überraschen, noch verrate ich nichts!

Ab jetzt geht es mit Bildmaterial weiter. Das muss man gesehen haben, das glaubt einem sonst keiner. Klick auf das Foto vergrößert. Und mit einem weiteren Klick kann man den Kram sogar gut lesen! Der Wahnsinn! Sensationell!

1 2 3 4 5Habt Ihr SIE erkannt? Ach, was frage ich? Natürlich! Isi, die berühmte Isi! Ich bin so stolz, dass sie eine Rolle in meiner Fotostory übernommen hat! Das hätte sie nicht müssen! Sie ist immerhin Oscar-Preisträgerin! Alle anderen Filmpreise hat sie natürlich auch gewonnen, sei es den Goldenen Knochen von Cannes oder das Goldene Bärenschnitzel von Berlin! Einfach alles! Ich bedanke mich sehr bei Isi für ihr Mitwirken. Sie verleiht dieser Geschichte erst den nötigen Glanz! Gage folgt. :-)

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Die griechische Mythologie mit ihren vielen Geschichten ist nicht festgemauert in Erden Stein, für viele Ereignisse gibt es mehrere Varianten. Diese hier ist historisch genauso wenig belegt wie all die anderen. Ich bitte das bei Hausaufgaben u. ä. zu berücksichtigen. Ich übernehme keine Verantwortung für schlechte Noten!

Zum Schluss möchte ich mich für die Überüberüberlänge meines Beitrages entschuldigen. Man hätte mir niemals Griechenland anvertrauen dürfen! Ich wusste selbst nicht, dass es so ausufern würde, sondern dachte, dass mich der Zeitmangel zu Bescheidenheit zwingen würde. Doch weit gefehlt, da war das lange Wochenende nicht mit eingerechnet. Ich hoffe, dass der Artikel Euch trotzdem gefallen hat. Ansonsten schickt mir ruhig die Erinnyen auf den Hals. :twisted:

Apropos Rachegöttinen: Wer noch nicht genug hat, dem lege ich dieses Gedicht von Schiller ans Herz: “Die Kraniche des Ibykus”. Passt auch zum Thema Griechenland.

Morgen geht’s nach Portugal, Susanne stellt uns das Heimatland von José Mourinho und CR7 vor.

Das Foto zum Wochenende

Wo stehen eigentlich die Ümpfe, fragt Ihr Euch bestimmt.

wosinddieÜmpfe

Auf einer Glassäule, gefüllt mit bunten Flummis (noch nicht ganz gefüllt)… Einige sind aber auch auf meinem Schreibtisch und gucken mir zu, was ich hier so verzapfe.

Das Gerücht, dass so eine Irre aus Hamburg weitere Ümpfe erwartet, ist übrigens…………….. natürlich wahr!

Schönes Wochenende! Meins wird wohl eher nicht so dolle. Egal, da muss ich durch.