Frau Tonaris Rost-Parade (3)

Der Monat ist ja schon wieder um! Ihr wisst, was das heißt: Zeit, ein bisschen Rost anzusetzen.

Heute entführe ich Euch in den legendären Bergedorfer Hafen (zumindest in die Nähe, woll’n mal nicht kleinlich sein), Ihr kennt ihn alle. Manchmal werden dort sogar zwei Barkassen gleichzeitig (!!) gesichtet, dieses sei am Rande erwähnt, damit Ihr einen kleinen Einblick in die Gigantonomie dieses Hafens habt.

Was könnte das sein?

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Wäre auch ein schönes Monsterrätsel gewesen, aber heute bin ich mal lieb und löse auf. Es handelt sich um die umstrittene Bergedorfer Fischtreppe:

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Umstritten ist das Gebilde aus zwei Gründen: Zum Einen geht es natürlich um das liebe Geld. Die Fischtreppe hat 1,65 Millionen Euro gekostet. Auch die Stahlrostoptik, die so gewollt ist, stößt nicht bei jedem auf Gegenliebe. Zurzeit wird geprüft, ob die Fischtreppe von den flossigen Viechern überhaupt angenommen wird.

Meine Meinung dazu: Ich halte es nicht für Steuerverschwendung, wenn es wirklich funktionieren sollte. Wir Menschen haben so viel zerstört, dass so eine Fischtreppe ruhig mal finanziert werden kann, ich gebe meine Steuern für so etwas lieber her als für vielen anderen Mist, der von Steuern finanziert wird.

Rostige Optik mag ich im Prinzip ganz gern, hier wirkt sie für mich aber auch wie ein Fremdkörper. Ich würde es schön finden, wenn man das Teil bepflanzen könnte, wie es in Ansätzen schon geschehen ist (Foto 2). Etwas zugewuchert würde es dann eher wie eine “alte Industrieruine” wirken, die schon lange da war.

Zum Schluss noch, auch wenn es nicht zur Rost-Parade passt, eine Großaufnahme des Schiffchens, es handelt sich um “Uns Ewer”, einem Ewer, wie der Name schon vermuten lässt. Mit so einem Kahn wurden hier früher Obst und Gemüse zu den Hamburger Märkten geschippert. Die Nachbildung wurde in jahrelanger liebevoller Arbeit von einem Förderverein gebaut und ist voll schwimmfähig.

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So, Fußball geht bald los, vorher muss noch ein XXL-Caipi zubereitet werden…

Jetzt…

…kommen viele Fotos von einem Karton. Oder Teilen davon. Das muss so, aber fangen wir von vorne an. Vor schon etwas längerer Zeit kam ich nach meinem Tagwerk in der Anstalt nach Hause, überlegend, ob ich mehr geschafft war oder geschafft hatte. Das Ergebnis ging 1:0 für die Anstalt aus. Zu Hause angekommen, wurde ich nicht nur, wie üblich, von meinen beiden Wuschelhunden begrüßt, sondern einige Monster kamen mir aufgeregt entgegen. “Da ist ein riiiiiiiesiges Paket von Schlecker angekommen! Das ist so groß, dass es mit einem riiiiiesigen Truck hier abgeladen werden musste!” Ein anderes Monster plapperte aufgeregt dazwischen: “Und mit einem Kran! Sonst hätten die das gar nicht von der Ladefläche bekommen!”

Ich ging energisch dazwischen, bevor mir die Monster noch vor Aufregung kollabierten. “Schlecker gibt es doch gar nicht mehr. Seid Ihr sicher?”

(Apropos Schlecker, haben Rösler, Bahr, Niebel & Co. eigentlich schon eine Anschlussverwendung gefunden? Aber ich glaube, bei denen braucht man sich keine Sorgen zu machen, Leidtragende werden wohl eher die Büroangestellten der Ex-Fraktion sein…)

“Guck doch selbst!” Die Monster wuselten aufgeregt Richtung des wirklich großen Paketes. Ich näherte mich vorsichtig, aber da SUUUPER-Monster die Lieferung schon geprüft hatte, wusste ich, dass keine Gefahr drohte. Als ich den Karton näher betrachtete, entdeckte ich einige wichtige, chiffrierte Botschaften in Sachen Welteroberung:

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Danger — aber eher für unsere Gegner.

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Fell ist immer gut, Fell ist puschelig und Puscheligkeit pusht!

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Fellig ist auch gut, denn das hört sich ebenfalls total nach Puscheligkeit an, oder?

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Ich übersetze diese brillant chiffrierte Botschaft mal kurz, aber nur ausnahmsweise, weil Ihr es seid:

“HÄ HÄ HÄ” heißt so viel wie “HÄ HÄ HÄ”. Alles klar, ne?

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Ist nun dieses Paket gefräßig, so ähnlich wie die Truhe aus den Scheibenweltromanen, oder bezieht sich dieses Attribut auf die Empfängerin? Man weiß so wenig…

Werfen wir mal einen Blick hinein:

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Hundeleckerlies! Bücher! Und:

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Ja, genau, die Rede ist von mir! Die Absenderin und ich haben da nämlich eine total plausible Theorie: Wir haben den gleichen Sachbearbeiter in der Abteilung “Schicksal”, und der Typ (oder ist es womöglich eine Tussi?) ist ein gehässiges  Wesen! Nehmt nur mal gestern. Ich war heute bei einer Kollegin eingeladen, und eigentlich wollte ich Sonnabend in der Weltstadt Bergedorf beim Spielzeugladen meines Vertrauens etwas Schönes für ihren Sohn kaufen. Ich war aber Sonnabend so knille, dass ich keine Lust hatte loszutoben, und das Geschäft, da ziemlich klein, schließt schon mittags. Also bin ich gestern losgetrabt, nach dem Motto, ein Tag vorher reicht ja. Bin extra pünktlich aus der Anstalt und habe auf meine “geliebten” 10-Stunden-Tage verzichtet, weil der Laden alltags um 18 Uhr oder 18.30 Uhr schließt. Es gibt dort ganz tolles Spielzeug, richtig gute Qualität aus Holz und so. Außerdem ist der Pinkanteil sehr, sehr gering = 1000 Sympathiepunkte.

Und was sah ich, als ich endlich vor der Tür stand?

hahahahahaha_lustig

(Scheiß Qualität. Handykamera. Schrott.)

Hahahahahaha, lustig! Wisst Ihr, wann ich vor der Tür stand und meinen Kopf gegen ebenjene hieb? 17.08 Uhr. Um 8 Minuten verpasst! Willkommen in meinem Leben! Nein, das ist für sich genommen nicht schlimm, aber so geht es bei mir seit Monaten mit allen möglichen Sachen in einer Art Endlosschleife. Egal. Ich kloppte also wie bereits erwähnt meinen Schädel frustriert gegen die Glastür (Ergebnis: Die ist ziemlich stabil, mein Schädel aber auch). Dann haute ich die Hacken in den Teer und suchte ein weiteres Spielzeuggeschäft in Mountaintown auf. Ich wusste schon vorher in etwa, was auf mich zukommen würde. Pink. Viel. Blinkblink. Auch viel. Dinos en masse (die besagte Kollegin hasst Dinos, schade, Pech gehabt…) Und so war es dann auch — plus Halloweenzeuchs, das ca. 1/4 des Warenbestandes ausmachte.

Schaut Euch nur mal das hier an! SchlumpfJohann wird sich nun freuen, und ich hätte es ja auch beinahe für ihn gekauft, aber dann hätte mein Sparmonster wieder einen Nervenzusammenbruch bekommen.

Schlumpfffffffffig

(Scheiß Handyfotoqualität. Ich brauche ein neues Handy! Allein schon für dieses Blog, wo doch hier sonst Qualität in hohem Maße regiert!)

Es kommt auf dem Foto nicht so schön rüber, aber das Teil dreht sich, und die Knöpfe mit den Schlumpfgesichtern blinken! Außerdem ist es pink! Allerliebst! Und seht Ihr im Hintergrund die rosa Staubsauger? Für Määäädchen, damit das Rollenklischee lebt. Geh mir fort. (Ich erwähne hier mal vorsichtshalber, dass ich kein Problem damit habe, wenn jemand rosa/pink toll findet, ich selbst finde ein kräftiges Pink ab und zu auch ganz nett. Mich nervt nur, dass bei Spielzeug immer noch diese Denke “rosa ist für Mädchen” vorherrscht. Habe sogar das Gefühl, dass das extremer geworden ist. Früher, in meiner Kindheit, war in den Geschäften glaube ich nicht so viel rosa. Egal, weiter im Text.)

Ja, so viel dazu. Ich habe dann aber doch noch ein schönes Holzwägelchen mit Bauklötzen gefunden. Das Treffen hat sich übrigens auf morgen verschoben, weswegen ich heute endlich mal diesen Blogbeitrag vollenden werde. Wie bin ich überhaupt drauf gekommen? Ach ja, das XXS-Notfallset für geplagte Fellmonster. Auf dem Zettel war aber ein Schreibfehler, denn bei der Menge kann man eher von einer XXL-Ration sprechen:

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Das Ganze ist sehr nougatlastig. Hier wurde rein zufällig mein Geschmack zu 100 % getroffen, obwohl ich hier glaube ich noch nie erwähnte, dass ich Nougat sehr lecker finde… Zufälle gibt es, unfassbar. Ein Teil dieser monstermäßigen Menge hat bereits gute Dienste als Nervennahrung in der Anstalt geleistet.

Tolle Sachen waren aber auch für Hutze und Hursch in dem Paket:

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Diese Knabberstangen sind ca. einen halben Kilometer lang!

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Sogar an die scheiß Herzchen wurde gedacht, denn es gilt ja: Immer an die scheiß Herzchen denken, auch wegen der Herzlichkeit und so. Ist halt so, darf nicht dran gerüttelt werden!

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MAJESTIC! Wenn das nicht zu Hunden der Weltherrscherin passt, was bitte schön sonst? Eben.

Aber ich erwähnte schon, dass auch noch Bücher enthalten waren. Nicht irgendwelche Bücher, sondern so ziemlich alle 87 Millionen Werke der berühmten “Darkover”-Reihe von Marion Zimmer Bradley.

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Schöne Grüße an meinen SuB! Seht Ihr die Menge? Kein Wunder, dass da ein Gigaliner für die Lieferung notwendig war.

Nun fragt Ihr Euch bestimmt schon seit Stunden, WER denn diese Lieferung geschickt hat. Es ist meine Beinahe-Namensvetterin Mestra Yllana! Mestra Yllana ist natürlich ihr Künstlername, aber ihr richtiger Vorname ist meinem ähnlich, und deswegen auch die Theorie, dass wir denselben Schicksalssachbearbeiter haben, sie wurde nämlich in letzter Zeit auch häufiger mal geärgert. Dieser Sachbearbeiter hat so was von Glück, dass wir nicht wissen, wo er wohnt. Sachdienliche Hinweise nehmen Rahm und ich gern entgegen. Es ist noch gut abgehangener Fisch da. Aber ich schweife schon wieder ab.

Ich bedanke mich ganz doll bei Mestra!!!!! Und natürlich auch beim Wolf, denn er hat was von seinen Nougatvorräten abgeknapst. Ich weiß das zu würdigen. Wer teilt schon gern sein Nougat? Ich habe mich sehr gefreut!

Und zum Abschluss zwei Puschelhunde, die Leckereien genießen:

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(Schlechte Qualität, und das ganz ohne Handykamera. Ich kann es einfach nicht…)

Geradezu hingebungsvoll ist mein lieber Herr Hutzerich versunken in die Knabberaktivitäten.

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Meine kleine, liebe Hurschdame ist genauso engagiert dabei. Da sie zurzeit sehr gute Blutzuckerwerte hat, durfte sie sogar eine Riesenknabberstange, wobei sie sich darauf konzentrierte, die leckere Umhüllung zu verschlingen. Der Kern war dann Beute für die Flachlandhutze.

Skandal! Skandal! Skandal! Ich bin extrem empört! So geht das nicht! Unerhört! Wo soll das hinführen?!?!?!

 

Guten Tag,

heute möchte ich Euch von einem Skandal allererster Güte berichten, und damit meine ich nicht das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes, obwohl die Weltstadt Bergedorf und die Zierliche Tellerschnecke ebenfalls vertreten sind. Obwohl ich persönlich gut damit leben kann, wenn Steuergelder für die Rettung von Tieren “verschwendet” werden; immer noch besser als viele andere Beispiele, die dort aufgeführt sind, auch wenn das Verhältnis beim Thema Zierliche Tellerschnecke etwas übertrieben sein mag. Aber wenn die halt eh schon so selten sind?! Egal, was jetzt kommt, ist viiiiiiiiel schlimmer. Ich brauchte fast zwei Wochen, um mich zu sammeln und mich zu beruhigen.

Vor zwei Wochen fand in der Metropole Bergedorf der Deutsche Königinnentag statt. Doch, doch, so was gibt es. Deutschland hat viele Königinnen, Prinzessinnen und ähnliches zu bieten, man mag kaum glauben, dass wir keine Monarchie sind. Wie es sich für Deutschland gehört, sind diese selbstverständlich in einem Verein organisiert, genauer gesagt, in der “Arbeitsgemeinschaft Deutsche KönigInnen e. V.”. Was machen zwei deutsche Monarchinnen, wenn sie sich begegnen? Sie gründen einen Verein.

Zu Gast im weltberühmten Bergedorf waren über 250 Majestäten, überwiegend weiblicher Natur, aber auch Wolfgang I., seines Zeichens Möhrenkönig vom Heilbad Heiligenstadt (ob dort in Karottensaft gebadet wird?), den Ihr bitte niemals Wurzelkönig nennen dürft! Das wäre Majestätsbeleidigung!

Sogar eine Autogrammmeile mit allen Pseudoblaublütern gab es im Zentrum der Welt (Bergedorf). Wer sich nun fragt, wer sich von Weinköniginnen, Kartoffelprinzessinnen und so Autogramme holt, den klärt die Weltgazette “Bergedorfer Zeitung” auf:

Kleine Autogrammjägerinnen wollen die Bilder in Alben kleben oder sammeln sie in Kartons.

Das ist soweit alles okay. Auch diese kleine Anekdote ist allerliebst:

Ein heller Schrei des Entzückens hallte durch die Alte Holstenstraße, als sich die Königinnen auf dem Foto der Sonnabend-Ausgabe unserer Zeitung entdeckten. “Na, war hier der Schuhbote unterwegs?”, fragte ein Mann daraufhin schmunzelnd.
Quelle: Ebenfalls “Bergedorfer Zeitung”, die “New York Times” Bergedorfs

Nun schaut mal auf dieses Bild. Was fällt Euch auf? Was seht Ihr bzw. seht Ihr nicht?

Königinnengedöns

Allein dreimal Kartoffelmajestäten. Es gibt außerdem Königinnen bzw. manchmal auch Könige für Wacholder, Tomaten, Spargel, Wein, Wasser, Bernstein, Hyazinthen, Rhododendron, Pflaumen, Linsen, Bratwurst, Dupferl (allerliebst), Nussknacker, Sonnenblumen, Laternen, Heu usw. usw. etc.

Merkt Ihr es auch? Da fehlt doch etwas ganz Entscheidendes! Wo zum Caipi ist die LIMETTENKAISERIN????? Seid Ihr auch so empört wie ich? Seht Ihr da irgendwo auf dem Plakat Ihro Majestät Heilige Limette I.? Diese Ignoranz! Diese Barbaren!

Oh, wundervolle, wunderbare, wunderschöne, wunderlimettige Kaiserin!

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Mal ehrlich, da fehlte doch bei dem Königinnentag das absolute Prunkstück der blaublütigen Bagage. Und kommt mir jetzt bitte nicht mit kleinkarierten Einwänden wie “es heißt doch Königinnen- und nicht Kaiserinnentag”. Wo Platz für über 250 Königinnen, Prinzessinnen und einen Möhrenkönig ist, da schreit doch alles nach dem Auftritt der einzig wahren Kaiserin! Wenn ich erst mal Weltherrscherin bin, werden aber andere Saiten aufgezogen!

Puh, ich muss mir erst mal einen Beruhigungscaipi mixen…

Gedöns-Beitrag

Geht los mit dem Abarbeiten meiner 25 Entwürfe… Dieses hier hängt schon eeewig im Entwurfsordner fest. Arme Fotos, armer Beitrag.

In den letzten Wochen Monaten haben sich ein paar Fotos angesammelt, bei denen ich dachte, könnte ich mal verbloggen, aber so richtig für einen eigenen Beitrag lohnt sich eigentlich keines, also kommt hier ein Sammelbeitrag.

Habe ich neulich beim Aufräumen eines Schrankes wiedergefunden. “Zelltuch-Servietten”, das würde doch heute keiner mehr auf seine Produkte schreiben. :-)

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Kein Wunder, das stammt noch aus der Ära der vierstelligen Postleitzahlen! Wer erinnert sich noch an die “Fünf ist Trümpf”-Kampagne der Post, ich sage nur Rolf, die gelbe Hand? Wer sich erinnert, outet sich als “nicht mehr ganz so jung”. ;-)

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Eine bebe-Dose mit scheiß Herzchen! Das ist allerdings mal gutes Marketing, denn herzig geht ja immer! Immer an die scheiß Herzchen denken ist das Motto! Und achtet mal auf das Schnörkeldesign bei dem einen Herzchen. Mehr geht nun wirklich nicht! Bebe ist ja mein Geheimrezept gegen Mückenstiche. Damit eingeschmiert und nach 10 Minuten ist die Sache erledigt. Allerdings ist das Zeuchs ziemlich fettig und braucht seine Zeit, bis es einzieht.

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Neulich in einem Geschäft sah ich dieses puschelige Motiv. Nein, ich habe das Kissen nicht gekauft, aber ich war kurz davor. :-)

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Seit mindestens zwei Wochen (vor meinem Urlaub) finden wir in Bergedorf diese Stolperfalle. Die Welt darf gespannt sein: Wird sie auch nach meinem Urlaub noch da sein oder sollte der Missstand womöglich behoben worden sein? Mich und meine Quadratlatschenfüße kann das Loch nicht schocken, aber für Tierpfoten oder High Heels ist das nicht ganz ungefährlich… (Dieser Urlaub ist ewig her und mittlerweile ist das Loch tatsächlich Geschichte. Hier also doch keine zerfallende Infrastruktur.)

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Das war’s auch schon. Liest sich ein bisschen wie ein Füllbeitrag, oder? Ihr fandet den natürlich trotzdem ganz großartig — immer dran denken, mit wem Ihr es zu tun habt. ;-)

Fotoflut!

Mich erreichte vor kurzem ein wichtiger Ratschlag:

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Ich soll meine Posts mit Bildern ergänzen? Ja, sakra, verflucht noch mal, mit Bildern???? Womöglich noch mit Fotos? Ich glaube, es hackt! Ich mische doch meinen exzellenten Content nicht mit so buntem Zeuchs wie Fotos!

Und nun zu den Fotos.

Neulich zeigte die berühmte Schauspielerin Isi einen ziemlich großen Magnolienbaum in ihrem Blog. Das brachte mich darauf, dass die Weltstadt Bergedorf einen beeindruckend großen Magnolienbaum zu bieten hat, und damit meine ich nicht den Winzling in meinem Garten. Ich liebe Magnolien, also beschloss ich spontan, auf kleine Fototour zu gehen, auch wenn der Akku fast alle war. Irgendwas ist ja immer. Und weil ich ja nicht so bin, zeige ich Euch gleich noch ein paar andere Bilder, mir ist gerade mal danach. Mit einem Klick kann man die Fotos sogar noch vergrößern, hui, ist das toll! (Wie immer der Hinweis: Ich bin unambitionierte Hobbyknipserin. Foto-Enthusiasten, die Wert auf technische Perfektion legen, sollten sich diese kleine Serie nicht zu Gemüte führen, denn sie werden danach nicht glücklich sein, und das möchte ich ja nicht. Ich bin eine ganz Liebe. Nun aber zurück zum Fall.)

Auf dem Hinweg zum Curslacker Friedhof, dem Standort der epochalen Magnolie, sah ich dieses Pärchen. Da Quack-Content gleich nach Cat-Content kommt, möchte ich Euch die gefiederten Süßen nicht vorenthalten:

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Nähern wir uns nun dem eigentlichen Zweck des Ausflugs:

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Kommt die imposante Größe schon rüber?

Etwas näher rangerückt:

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Die Lampe und der Stock, die man links im Bild sieht, sind ca. 2 m groß. Nur, um mal eine Vergleichsmöglichkeit zu haben…

Ich mag bei diesem Baum auch, wie die Äste gewachsen sind:

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Eine Art Gegenlichtaufnahme oder wie immer die Profis das nennen.

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Jetzt kommen noch ein paar Nahaufnahmen, da müsst Ihr nun durch, ich spiele heute mal Fotoblogger in Ekstase.

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Kommen wir nun zu etwas komplett anderem, nämlich Fotos. Das hatten wir schon lange nicht mehr. Hier seht Ihr den berühmten Holzturm der Curslacker Kirche:

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Ich bin dann einfach mal in die Kirche gegangen, denn ich finde alte Kirchen sehr interessant.

Eine alte Tradition, die immer noch lebt: bestickte Sitzkissen.

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Anno dunnemals konnten sich die wohlhabenden Curslacker einen Platz in der Kirche reservieren. Eine Art Vorgänger der Dauerkarten in Sportstadien? Das Schild von Agnes gefällt mir am besten.

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Kerzenkronleuchter, gut geputzt:

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Hier konnten die Herren ihre Hüte hinhängen:

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Und dann war der Akku leer, da könnt Ihr aber von Glück sagen! Ansonsten würdet Ihr nun die gesamte Curslacker Kirche von innen kennen.

Die Beste zum Schluss: Meine Hurschdame. Die Qualität des Fotos ist leider richtig schlecht, aber das tut ihrer Niedlichkeit überhaupt keinen Abbruch!

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Und immer dran denken, Fotos und Videos gibt es in diesem Blog nicht, das soll sich der Spammer von oben hinter die Lauscher kritzeln!

PS: Damit habe ich drei meiner vier geplanten Blogartikel für diese Woche realisiert! Yeah to me!

Warnung: Autsch-Content! Werder-Content!

ACHTUNG-ACHTUNG-ACHTUNG! Am Ende dieses Artikels verlose ich ein — ich mag es als HSV-Fan kaum hinschreiben — Werder-Dingens. Aber erst mal eine wichtige Mitteilung.

Liebe Elite-Team-Kämpfer, Sympathisanten und Kröteriche,

Eure angehende Weltherrscherin hat “Finger”.

Finger

Ooooooch… Was hat das kleine Fingerchen denn? Wie friedlich es daliegt in seinem hautfarbenen Bettchen. (Caipifarben war aus.)

Ihr seht hier, jedenfalls, wenn Ihr Röntgenblick habt, einen knöchernen Strecksehnenanriss an meinem linken Ringwurstfinger. Ist das doll, oder was? Und natürlich ist es die linke Hand, denn ich bin Linkshänder, hallo?! Wo wäre sonst die Herausforderung? Türlich muss das Ganze auch noch operiert werden. Wo wäre sonst die … ach, Ihr wisst schon. Danach gibt es Gips, hurra, ich werde alle damit nerven, dass sie in mikroskopisch kleiner Schrift unterschreiben müssen… Moment mal eben… Sie haben eine Frage? Der kleine Italiener dahinten?

  • usa dr. tableten penis fergroserung

(Upps, hätte ich bloß nie was von mikroskopisch klein geschrieben, das musste ja IHN auf den Plan rufen…)

Och nö, Herr Berlusconi. Sie könnten sich doch zumindest mitfühlend erkundigen, wie das mit meinem Finger passieren konnte. Wissen Sie übrigens, dass der Anriss auf dem Röntgenbild wie Ihr Dödel aussieht — nur größer?

Jedenfalls ist mir das Missgeschick nicht beim Basteln passiert, und ich habe auch nicht versucht zu stricken. Ganz öde habe ich mich dank  Rutschi-Rutschi-Wetter zu schwungvoll aufs Monsterfell geschmissen.

An dieser Stelle möchte ich eine kurze Durchsage machen:

Stichwort Bergedorf, Bergedorfer Bahnhofsplatz, Bergedorfer Bahnhofsvorplatz, Platten, Denkabstinenzler…

Liebe Verantwortliche, die Ihr dafür zuständig seid, den Bergedorfer Bahnhofsvorplatz nicht nur zu räumen, sondern auch zu streuen: Hey, wie wäre es, wenn Ihr Euch mal drum kümmert? Das Wetter ist nicht erst seit heute Morgen 8.30 Uhr so!

Liebe Verantwortliche, die Ihr damals, vor noch gar nicht so langer Zeit, diese tollen hell- und mittelgrauen Platten für den Platz ausgesucht habt: Toll gemacht! Es benötigt nur ein bisschen Matsch, um auf diesen, Euren, so supertoll aussehenden Platten auszurutschen. Raue Oberfläche? Neeeeiiiiiiinnnnn, das sieht doch nicht aus. Der tolle, schnieke neue Bergedorfer Bahnhof braucht doch ein würdiges Aussehen! Davon abgesehen: Die Platten sind trotzdem hässlich! Dafür waren sie aber bestimmt schön teuer.

Liebe Verantwortliche, die Ihr entschieden habt, dass am Weidenbaumsweg am Bahnhof der Zebrastreifen ja überflüssig ist und es doch für die Fitness der ollen Fußgänger echt gut ist, dass sie zwischen den Autos hindurch huschen (Jogging vor und nach der Arbeit!): Tolle Idee, kommt bei Matschschnee auf den tollen glatten Fliesen so richtig gut! Glatteis braucht’s da gar nicht mal, wobei das noch mal eine Nummer spannender sein wird.

Ich bin weiß der Teufel kein Mensch, der  sich dem Winter nicht anpasst. Ich gehe vorsichtig und langsam, und meine Welt gerät nicht gleich aus den Fugen, wenn irgendwo mal nicht gestreut ist. ABER: DAS IST EIN VERDAMMTER BAHNHOFSPLATZ, VERDAMMT NOCH MAL! Da gehen täglich tausende von Menschen lang. Auch zum Beispiel ältere, bei denen Brüche evtl. nicht mehr gut verheilen. Ist Euch total gleichgültig, oder? Habt Ihr nicht dran gedacht, nee, ne? Ich habe von meinem Fingerthema ca. 8 – 10 Wochen ein paar Nachteile (kann kein Zehnfingersystem tippen und brauche z. B. für diesen Artikel ca. 3 – 4 x länger), aber danach wird wohl alles wieder OK sein. Ich will mich gar nicht über meine persönliche Situation beschweren, hätte ja auch sonst wie ausgehen können, gebrochener Arm, Hüfte, weiß der Geier. Aber das ist doch der Punkt: Anderen wird genau das passieren. Aber wehe, der Privatmensch räumt nicht morgens um sieben oder acht spätestens den Schnee, und falls er arbeiten muss, soll er halt eine teure Firma engagieren, die das für ihn erledigt. Tja, da schlägt die Härte des Gesetzes zu, doch wenn die Verantwortlichen beim Bezirk sitzen? Nö, da muss das ja alles nicht.

Aber, liebste Verantwortliche, grämt Euch nicht. Sobald die Weltherrschaft mein ist, werde ich Euch ermitteln lassen und Euch belohnen. Ja, Ihr hört richtig! Kleiner Wellnessurlaub. Oder ist es etwa kein Wellness, wenn man Euch mit den Füßen am Baum aufhängt (das streckt und entspannt die Wirbelsäule), mit Honig einschmiert (voll gesund) und ein paar Bienenstöcke und Ameisenbauten in der Nähe platziert?

Ich bin so gütig!

Kommen wir nun zu etwas komplett anderem. Ich hatte es vor kurzem in den Kommentaren angekündigt: Die Verlosung eines Werder-Dingens steht an. Nun fragt Ihr Euch natürlich: Hä??? Wie zum Teufel kann es sein, dass beim Fellmonster, dem HSV-Fan, so etwas grün-weißes herumliegt? Jugendsünden? Psychokrieg des Krötengenerals? Nein, alles weit gefehlt. Das war nämlich so: Ich kenne sympathische Werderfans. Ja, ehrlich! Ich kenne sogar einen netten FC-Bayern-Fan, aber das ist ‘ne andere Geschichte. Diesen Werderfans wollte ich was schenken. Etwas Epochales — wenn denn das merkwürdige Salmilogo nicht wäre, aber irgendwas ist ja meistens. Dieses Dingens gab es aber nur im Dreierpack. Zwei habe ich verschenkt, eines blieb über und wurde von mir in eine Schublade in die hinterste, tiefste, dunkelste, am weit-wegsten Ecke gepackt. Sonntag räumte ich diese Schublade auf — und da war es wieder. Lebenslang Grün-Weiß? Klingt wie lebenslang bei Wasser und Brot, und darf hier in der WEZ bitte nicht sein.

Das ist Eure Chance! Outet Euch. Sagt einfach in den Kommentaren, dass Ihr das Werder-Dingens haben wollt. Beim Verlosen, sollte es mehrere Interessenten geben, bevorzuge ich Stammleser bzw. aktive Kommentatoren. (Die Nette Bücherkiste hat also gute Chancen.) Natürlich können auch HSV-Fans mitmischen, die das Dingens im Rahmen eines Grün-Weiß-Austreibungsrituals “behandeln” möchten (Vorschlaghammer sollen bei Exorzismus-Ritualen ja eine gewisse Rolle spielen.)

Früher fand ich Werder übrigens recht sympathisch. König Otto. Wunder von der Weser. Meine Sympathie bröckelte schon, als Karate-Tim Wiese begann, sein Unwesen zu treiben. Dann die eher unglückliche Trikotwerbung. kik? Musste nicht sein. Dann diese fragwürdige Bank… Den Hühnervogel hat man aber diese Saison abgeschossen, ich sage nur Wiesenhof. Mir sind alle Argumente für und wider bekannt (nach dem Motto, selbst billig einkaufen, aber über Wiesenhof aufregen), und sicher trifft das auf einige Kritiker auch zu, aber trotzdem: Wiesenhof geht gar nicht. Respekt allen Werderfans, die dagegen protestiert haben.

Zurück zum kleinen Gewinnspiel: Ja, was ist es denn nun ? Hach, sorry. Es ist eine Fahrradklingel! Und ich habe sogar ein Foto geschossen. Bitte scrollt nach unten, die Ihr hartgesotten genug seid!

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  • von damenrunde zum sex gezwungen

Och, Herr Berlusconi, nun mischen Sie sich doch hier nicht wieder ein! Außerdem: So besoffen, zugekifft oder sonstwie geistig aus dem Takt geraten kann eine Damenrunde gar nicht sein, um Sie zum Sex zu zwingen. Träumen Sie weiter!

Jetzt aber das Foto… Nein, nicht von Ihnen, Herr Berlusconi! Ksch! Gehen Sie weg und ziehen Sie sich wieder an! In der Reihenfolge, bitte. Danke.

Das_grün_weiße_Grauen

Das ist sie! Die Fahrradklingel! Die ist doch an sich knuffig, oder? Das limettenfarbige Monster gehört nicht dazu, das entwickelte nur auf einmal so einen Zerstörungsdrang… Seltsam. Woran das wohl gelegen hat? Links oben sehen wir Vampi, der aufgrund des ungewohnten Grün-Weiß-Salmis mit den Worten “es geht mir nicht gut” einen kleinen Schwächeanfall hatte. Ein XXXXXXL-Bloody-Caipi in einem großen HSV-Glas brachte aber sofortige Besserung! Im Hintergrund übrigens eine Autogrammkarte von Isi! Habt Ihr schon ihren Film “Anleitung zum Unglücklichsein” gesehen?

Ihr werdet verstehen, dass ich nun zum Ausgleich HSV-Stoff bieten muss! NUR DER HSV! Hier könnt Ihr die Klingel in größer bewundern, nun auch in richtiger Lackierung. ;-)

DIE_Raute_des_Supervereins

 

Okay, dann kommentiert mal schön, ich glaube ja nicht, dass der Andrang riesengroß sein wird. Wie gesagt, es gibt nur die Werderklingel geschenkt, weil sie hier raus muss, sie gefährdet unsere Gesundheit. :-) Die Klingel kommt ganz kostenlos per Post zu dem Gewinner nach Hause.

Ja, Herr Berlusconi, Sie sind ja immer noch hier! Was? Hä?

  • hüpfender penis

Äh … Ja. Okayyyyyy. Wenn Sie meinen… Dann hüpfen Sie mal zusammen mit Ihrem Winzling nach Hause und “retten” Sie Italien. Kann ich davon ausgehen, dass Sie nun, wo Sie in die Politik zurückkehren, meine Sprechstunde (die es eigentlich ja gar nicht mehr gibt!), nicht mehr so häufig beehren werden? Nicht? Dafür haben Sie immer Zeit? Prioritätensetzung? Na, wenn Sie meinen… Ich lass schon mal ein Betonbad einlaufen.

Und in den nächsten Tagen werde ich Euch berichten, was den bis dahin doch etwas unoptimalen Tag heute mehr als gerettet hat. Nur so viel: Es wird epochal und in die Annalen der WEZ eingehen!

Eure baldige Weltherrscherin

PS: Es wird wohl in den nächsten Wochen hier keine so textlastigen Beiträge geben… Das war doch recht anstrengend und macht sich beim lädierten Finger bemerkbar. Bin ich froh, dass mir das nicht schon im November passiert ist!

Und ich dachte…

… dass es beim HSV chaotisch zugeht. Aber im Vergleich zu Bergedorf 85 ist das bisschen Theater ja gar nix:

“Elstern” versinken im Chaos

Armes 85. Letzte Saison noch ziemlich erfolgreich, und nun das. Mein Herz gehört zwar dem SVCN (und natürlich dem HSV und dem Glubb), aber das ist trotzdem deprimierend. So kann’s gehen, wenn Wichtigtuer das Kommando übernehmen.

Schnief

Tschüs, Lieblingsbuchhandlung 1.


Klein, aber fein. Zwar war ich nicht so häufig da wie ich gern gewesen wäre, da die Öffnungszeiten bis 18 Uhr oft nicht mit meinen Arbeitszeiten zu vereinbaren waren, aber wenn, dann war es immer sehr schön.

Na ja, ein bisschen zugeschlagen habe ich dann aber beim Ausverkauf doch noch:

Den Schimmelreiter habe ich natürlich schon in einer anderen Buchausgabe, aber ich finde die Reclam-Heftchen so schön praktisch für unterwegs.

Und noch im alten Design, das neue sieht ja so aus:

Nicht unbedingt hübscher, oder?  Aber über Geschmack soll man ja nicht streiten.

Was trotz allem großartig war: Ich habe noch einen Mythenmetz-Pappaufsteller und ein Plakat bekommen! Als Zamonienfan hat mich das doch etwas getröstet.

Super, oder?

Das Plakat:

Tja. Zum Glück gibt es in Bergedorf noch andere Quellen für Lesesüchtige, darunter auch die Sachsentor-Buchhandlung, ebenfalls klein, aber fein. und meine Lieblingsbuchhandlung Nr. 2, wobei die Nummerierung nicht wertend ist.

Ich glaube, das ist der erste Artikel, der sowohl in “Miesigkeiten” als auch “Epochales” erscheint…

Na, lustig!

Ist ja nett, dass die Fußgänger unter dem Absperrgitter durchkrabbeln dürfen, aber da passen doch höchstens Kate Moss oder Victoria Beckham durch. Ich fühle mich diskriminiert!

Seht Ihr, dass einige Gitterstäbe leicht verbogen sind? Das Schild hat mancher wörtlich genommen und wollte da durch. Immer mit’m Kopp durch den Bauzaun, diese ungestümen Leute.

Ach ja, ich liebe die Bergedorfer Dauerbaustelle. Sie wird niemals fertig werden. Eben typisch Weltstadt, immer in Bewegung, immer im Umbruch.

Zurück zum Fußball…