WM-Abseits, es geht looooos!

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Bald ist es endlich soweit! Die Fußball-WM beginnt! Hibbel-hibbel. Ich freue mich drauf, nicht nur, weil ich Fußballfan bin, sondern weil ich dieses Jahr tatsächlich mal meinen Haupturlaub in den Sommer gelegt habe.

Bevor aber der hübsche bunte Ball rollen wird, gibt es eine epochale Aktion von Mella und Susanne: WM-Abseits. (Das Logo oben ist übrigens von Mella. Oder doch von Susanne? Jedenfalls nicht von mir, aber das habt Ihr, die Ihr mein Untalent für jegliches Selbstgemachte kennt, bestimmt schon geahnt.) Jeder Blogmitstreiter durfte sich ein Teilnehmerland schnappen (natürlich nur symbolisch, mehr kann ich als Weltherrscherin nicht zulassen), und ich hatte großes Glück, mein Wunschland war noch frei, als ich mich zur Teilnahme entschloss. Für welches Land ich mich entschieden habe, dürfte klar sein, oder?

BRASILIEN!

Und deswegen habe ich die Ehre, den ersten Beitrag dieses Blogprojektes schreiben zu dürfen, denn Brasilien ist bekanntlich das Gastgeberland und deshalb ist es logisch, damit zu starten.

Bei dieser Blogaktion soll es nicht (nur) darum gehen, die Fußballgeschichte des Landes zu beschreiben, sondern auch das ganze Drumherum. Was wird dort gegessen und getrunken, welche kulturellen Eigenschaften zeichnen das Land aus, welche Tiere kreuchen und fleuchen dort etc. pp.?

Oder um es mit den Worten von Susanne zu sagen:

Mannschaft
Land (Geographie/Klima/Wirtschaft/Bergig, Flach/…)
Fans/Fußball im Land
Fauna und Flora

Kunst/Kultur/Musik/Fernsehen
Essen/Trinken

Ich werde aber nicht auf alle Punkte ausführlich eingehen, weil der Artikel dann viel zu lang wird. Zur Einstimmung gibt es jetzt erst mal ein Video mit den schönsten Toren von Pelé, der brasilianischen Fußballlegende.:

Pelé ist Weltfußballer des 20. Jahrhunderts und gilt als der beste Kicker aller Zeiten. Auch wenn man das in Argentinien vermutlich nicht gern hört, denn Maradona war auch ein herausragender Fußballer.

Regelmäßig werden Nachfolger von Pelé ausgerufen, ohne dass jemals ein Fußballer zu einer so großen Legende werden konnte. Die Hoffnungen für diese WM ruhen auf Neymar, einem jungen Burschen, der seit 2013 beim FC Barcelona unter Vertrag steht. Laut Transfermarkt.de hat der 22-Jährige einen Marktwert von 60 Millionen Euro. Also ein Schnäppchen-Häppchen. (Herr Kreuzer, übernehmen Sie! Kleiner Insider für HSV-Fans.)

Neymar 2011

Auch zwei Spieler, die ihren Cachaça in Deutschland verdienen, haben gute Chancen, dabei zu sein: Dante, Abwehrspieler beim FC Sepplhose… ähm, FC Bayern München, meine ich natürlich, und Gustavo, der im Mittelfeld bei Wolfsburg dribbelt.

Brasilien ist eine große Fußballnation, und deswegen habe ich mich gefreut, dass die WM dort stattfinden wird. Wenn ich da an solche Länder wie Katar denke, wird mir ganz anders. Weltmeisterschaften sollten nur in Ländern mit einer ausgeprägten Fußballkultur stattfinden, denn die Stimmung drum herum ist doch auch wichtig. Aber selbst im fußballverrückten Brasilien ist die WM nicht unumstritten, man denke an die Proteste in 2013, ausgelöst durch eine Preiserhöhung für den öffentlichen Nahverkehr. Massiv kritisiert wurden aber auch die Ausgaben für die WM-Stadien, das Geld wäre sicher z. B. im Gesundheitswesen besser investiert. Dass Stadien modernisiert und ab und zu auch mal ein neues gebaut werden muss, ist sicher unstrittig, aber mittlerweile hat da ein Wahnsinn Einzug gehalten, als Stichworte seien Stadien in Gegenden, wo man sie hinterher in der Größenordnung nicht mehr gebrauchen kann, genannt. Aber auch Zwangsumsiedlungen und Korruption waren und sind ein bedrückendes Thema. Fußball ist mittlerweile ein riesiges Geschäft geworden, der Nostalgiker in mir ist darüber durchaus betrübt, aber ich bleibe trotzdem Fußballfan, immer in der Hoffnung, dass das ganze irgendwann mal wieder in etwas vernünftigere Bahnen gelenkt wird. (Spätestens nach erfolgreicher Welteroberung werde ich mich darum kümmern.)

Der brasilianische Fußball an sich ist in den letzten Jahren immer effizienter und erfolgsorientierter geworden, etwas, dass die Fans von Zauberfußball nicht gutheißen, andererseits ist auch der brasilianische Fan verrückt nach Erfolgen. Und bei dieser WM gilt es, eine Schmach, die schon lange zurückliegt, aber immer noch in den Herzen und Hirnen vieler Brasilianer ihr Unwesen treibt, wiedergutzumachen. Es geschah am 16. Juli 1950 im legendären Estádio do Maracanã: Brasilien, haushoher Favorit, verlor gegen Uruguay mit 1:2 und verlor den sicher geglaubten WM-Titel. (Damals gab es noch kein Endspiel ,wie wir es heute kennen, sondern eine Finalgruppe, bestehend aus den besten vier Mannschaften, die alle gegeneinander antraten. Brasilien hätte ein Unentschieden gereicht.)

Wie sagte Alcides Edgardo Ghiggia, der das Siegtor für Uruguay schoss?

„Nur drei Menschen haben mit einer einzigen Bewegung das Maracanã zum Schweigen gebracht: Frank Sinatra, Papst Johannes Paul II. und ich.“

Viele Brasilianer sind leidenschaftliche Fußballfans und sehnen den Titel im eigenen Land mehr herbei als ich den nächsten Caipirinha. Zwar hat Brasilien schon fünf WM-Titel gewonnen, so viele wie keine andere Nation, aber es ist ja nie genug. Wie beim Caipi…

Schauen wir uns kurz den nächsten Punkt an: Land (Geographie/Klima/Wirtschaft/Bergig, Flach/…).

Brasilien gehört zum Planeten Erde, ich begrüße das, denn das heißt, dass auch dieses Land demnächst zu meinem Herrschaftsgebiet gehören wird, immerhin handelt es sich um den fünftgrößten Staat der Erde, das schafft schon was weg. Das Klima ist tropisch, man sieht es auch an den berühmten Karnvevalsfeiern, wo die Leute eher weniger an haben. Wirtschaft: Brasilien ist immer noch durch große soziale Ungererechtigkeiten geprägt, ich verweise hier einfach mal auf Wikipedia, denn das wird sonst wirklich zu lang. Bekannt sind die Favelas. Hier gab und gibt es Bemühungen, die Lebensqualität zu verbessern, aber das dürfte noch ein langer Weg sein.

Brasilien verfügt sowohl über Berge als auch Flüsse und Seen. Oh, Frechmonster, möchtest Du etwas dazu schreiben? Hier die Tastatur… Der berühmteste Fluss ist der Amazonas, benannt nach einem bekannten Online-Versandhandel. (Ähm, Moment mal, Frechmonster, das glaube ich nicht! Du erzählst doch wieder Blödsinn! Geh mal weg von der Tastatur, ich schreibe doch lieber wieder selbst weiter!) Liebe Kinder, schreibt das bloß nicht in Eure Hausaufgaben. An sich ist dieses Blog ja eine Quelle der Weisheit, aber manchmal übernimmt das Frechmonster das Ruder, und dann kommt nur dumm Tüch bei raus.

Kurz noch zur Geschichte Brasiliens, die hochinteressant ist: Seit tausenden von Jahren lebten Indianerstämme in Brasilien, dann kam Portugal als Kolonialmacht und tat das, was Kolonialmächte immer tun: Gucken, womit man Profit machen kann. Alles fing mit Brasilholz an. Später sollte dann Zuckerrohr der große Renner werden. Weil viele Indianer auf den Plantagen starben, wurden sogar afrikanische Sklaven importiert. Der menschenverachtende Irrsinn, wenn es um Profit geht, war und ist anscheinend grenzenlos. Noch heute leiden die Ureinwohner unter der Zerstörung ihrer Lebensräume (Stichwort Rodungen im Regenwald). Brasilien erlebte unter anderem zwei Kaiserreiche und eine Militärdiktatur, bevor 1985 die Demokratie eingeführt wurde. Ich verweise mal wieder auf Wikipedia, einen Teil der Geschichte werde ich noch mal streifen, wenn ich zu meinem Schwerpunktthema komme.

Fauna und Flora: Brasilien gilt als das artenreichste Land der Erde, aber natürlich sind auch hier Arten vom Aussterben bedroht. Aber damit dieser Artikel nicht ins komplett Negative abdriftet, hier einfach mal ein faszinierendes Vieh. Guckt mal, ein Gelbbrustara:

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Wunderschön, oder?

Was liegt noch an? Kunst/Kultur/Musik/Fernsehen: Karneval, Samba, Telenovelas. Kennt man alles. Ich möchte kurz auf Brasília eingehen, das ist seit 1960 die Hauptstadt Brasiliens. Viele Gebäude wurden von dem berühmten Architekten Oscar Niemeyer (Nachruf in der “Zeit”) entworfen, der allerdings 2001 über Brasília sagte: “Dieses Projekt war nicht erfolgreich.” Die Architektur ist umstritten, aber sehr interessant.

Hier der Präsidentenpalast (Palácio do Planalto). Was meint Ihr, soll ich für meinen Regierungssitz in eine ähnliche Richtung gehen?

Palacio do Planalto

Congresso Nacional do Brasil. Das Element rechts erinnert mich an eine Obstschale. Da könnte man ja ganz hervorragend Limetten bunkern, Riesenlimetten für einen XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXL-Caipi.

National Congress of Brazil

Die Kathedrale von Brasília (Catedral Metropolitana Nossa Senhora Aparecida):

Brazil.Brasilia.01

Hier gibt es noch mehr Bilder.

Der letzte Punkt lautet: Essen/Trinken. Ja, die Brasilianer essen auch, das ist unstrittig. Kommen wir zum Trinken und zum eigentlichen Schwerpunkt meines Artikels.

Wie heißt das Nationalgetränk Brasiliens? Genau:

Cachaça!

Und warum ist der so wichtig? Völlig klar, kein

CAIPIRINHA

ohne Cachaça!

(Man kann übrigens “die Cachaça” oder “der Cachaça” sagen. Das gilt so auch für Caipirinha. Aber wir wollen hier ja keine Deutschstunde abhalten.) Diese flüssige Epochalität wurde übrigens ebenfalls in Brasilien erfunden, naheliegend im Mutterland des  Cachaças. Nun wisst Ihr auch, warum ich mir gerade dieses Land ausgesucht habe. In Brasilien wird Cachaça übrigens häufig auch pur getrunken.

Mit Dank an Kieliscalling, der mit den Tipp gab, möchte ich Euch zunächst den Geist der Caipirinha, einen hochinteressanten Bericht des Deutschlandfunks, ans Herz legen.

Ich fasse mal die interessantesten Punkte zusammen und kommentiere hier und da in kursiv:

Cachaça ist die typische und exklusive Bezeichnung für Zuckerrohrschnaps, der in Brasilien produziert wird und einen Alkoholgehalt von 38 bis 48 Prozent aufweist.

Im 16. Jahrhundert wurde der Cachaça erfunden. Ob von Sklaven oder den Sklavenhaltern, ist nicht eindeutig geklärt. Lange Zeit galt er als Getränk der Armen.

Aus Minas Gerais kommt der beste Cachaça, denn hier sind die klimatischen Bedingungen für den Anbau des Zuckerrohrs am günstigen.

Es gibt in Brasilien Cachaçarias mit über 500 Sorten! Eine Cachaçaria, wie epochal ist das denn??? Ich weiß nun, was für ein Geschäft ich gern hätte.

Zum 500. Jahrestag der Entdeckung Brasiliens ließ der damalige Präsident keinen Champagner, sondern Cachaça auftischen. Ha, ich werde bei meinen Empfängen mit Caipirinha anstoßen lassen. Weltklasse Idee von Fernando Henrique Cardoso. Danke, Fernando!

In Minas Gerais ist an allen Fazendas (Bauernhöfen) ein kleines Zuckerrohrfeld dabei, um Zucker und Cachaça für den Hausgebrauch herstellen zu können. Schluchz, warum wächst Zuckerrohr nicht in Deutschland? So ein kleines Zuckerrohrfeld in meinem Garten wäre doch allerliebst.

Im Umbanda- und Candomblé-Kult muss der erste Tropfen für Heilige und Götter auf den Boden geschüttet werden. Ja, und die Limette ist die heilige Frucht in meinem Glauben, dem SAP-ZEN-Puscheligkeits-Buddhismus. Das ergibt alles Sinn.

Im November 1660 bis April 1661 kam es zum sog. Cachaça-Aufstand. Das portugiesische Königshaus hatte nämlich Angst, dass keiner mehr die Weine und Branntweine aus Portugal trinken wollte. Es wurden sogar Schiffsladungen mit Cachaça zerstört. Was für ein Verbrechen! Mein Herz blutet! Aber wir wissen, dass der Cachaça gewonnen hat!

Übrigens: Caipirinha war ursprünglich ein Medikament gegen Erkältung. Gut zu wissen! Vergesst Wick Medinait, trinkt lieber einen Caipi!

Deutschland ist der weltweit größte Cachaça-Importeur, dank Caipirinha. Oh, habe ich damit zu tun? Uppsi!

Das Verführerische im Cachaça ist immer wieder thematisiert worden: auf einem Etikett bietet Eva Adam statt eines Apfels ein Glas Schnaps an. Nichts gegen Äpfel, aber mir ist es auch bedeutend lieber, wenn Rahm mir einen Caipi anbietet.

In dem Bericht gibt es noch viele andere Informationen, also hört ihn Euch ruhig an oder ladet Euch das PDF runter, es lohnt sich. Die Atmosphäre kommt sehr gut rüber, ab und zu ist schöne Musik im Hintergrund zu hören.

Um zu beweisen, dass ich mich für diesen Artikel auch persönlich engagiert habe, wagte ich ein Experiment. In Deutschland bekommt man häufig industriell hergestellten Cachaça angeboten. Bisher verwendete ich für meine Caipis meistens den berühmten mit P. Mir schmeckt der auch, meine Geschmacksnerven sind eh ein bisschen grobmotorisch unterwegs. Ich besorgte mir nun extra für diesen Artikel einen Cachaça mit dem Zusatz “artesanal” — die gute alte Handarbeit, anstatt Massenproduktion. Dank Internet und Webshops war so ein Schnaps gar nicht mal schwer aufzutreiben. Den für 200 EUR habe ich dann allerdings doch nicht bestellt. Meine Wahl fiel auf dieses gute Tröpfchen:

Cachacabuddel

Zuerst probierte ich ihn pur. Ja, schmeckt etwas anders als Pitú, etwas milder und mit anderem Aroma. Aber ich bin kein Cachaça-Pur-Trinker, bei mir kommt nur eine Vermählung mit Rohrzucker, Limetten und Eis in Betracht. Also fix einen Caipi zubereitet. Wie ich das normalerweise angehe, habe ich hier berichtet, inkl. interessanter Diskussion in den Kommentaren.

Übrigens stieß ich auf der Suche nach einem Cachaça artesanal auf kleine Cachaça-Flaschen. Wie süß sind die denn, bitte schön??? Praktisch für den Caipi unterwegs (oder um ihn in die Anstalt zu schmuggeln, aber das ist böse und würde ich nie machen!).

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Als Größenvergleich ein Bild der weltberühmten Schauspielerin Isi mit ihrer lieben Mutter Momo in Postkartengröße.

Und außerdem bin ich die Erfinderin des Bloody Caipi für mein kleines Vampirchen, das hier lebt, aber das nur am Rande.

Auch vor einem 5-Liter-Caipi schrecke ich nicht zurück, man nennt mich nicht umsonst die Caipifrau oder auch Lady Limette.

Blasentee kann man mit Caipi übrigens auch richtig lecker hinkriegen.

Doch nun genug mit den ollen Kamellen aus meinem Blog. Passte thematisch gerade so schön, widmen wir uns nun aber meinem Experiment. Ich bereitete mir wie gesagt einen Caipirinha in XXL-Größe, also einem halben Liter, zu.

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Dieses Mal mit gecrushtem Eis, da kann man schöner drin rumrühren.

Dazu ein bisschen was zu knabbern und passende Lektüre: “Der Club der unsichtbaren Gelehrten”, ein Scheibenweltroman, der sich mit Fußball beschäftigt.

Caipi_2

Und, oh, wer sitzt da ganz in der Nähe des Caipiglases? Meine kleine Umpfina, die im Gegensatz zu ihren Artgenossen nicht in einem Einweckglas lebt, aber ihr Nest bisher selten verließ. Wurde sie durch das köstliche Getränk angelockt?

Cachacarina

Es schien so, denn als ich ihr einen Schluck spendierte, trank sie mit großem Vergnügen! Ich taufte daraufhin die noch namenlose Umpfina mit einigen Tropfen Caipi auf den wunderschönen Namen Cachaçarina. Ihr Auge leuchtete, als ich sie fragte, ob sie den Namen mag. Geboren in 2014, dem Weltmeisterschaftsjahr in Brasilien, dem Land des Cachaças. Darauf eine Runde scheiß Herzchen: ♥♥♥♥♥ (Für neue Mitleser: “scheiß Herzchen” ist auch so ein Running Gag hier im Blog. Bitte denkt Euch nichts dabei, dieses Blog ist ziemlich bekloppt. Oder, wie das Frechmonster gerade anmerkt, vor allem die Blogschreiberin.)

Um endlich zum Ergebnis des Geschmackstestes zu kommen: Der Caipi schmeckte mir sehr gut, einen Tick besser als mit Pitú. Und dieses köstliche Getränk lockt sogar schüchterne Ümpfe an. Damit dürfte die Epochalität dieses köstlichen Tropfens bewiesen sein. An alle Caipifans: Probiert ruhig mal andere Sorten aus, das sind interessante, wertvolle Experimente.

Noch mal zurück zur WM: Obwohl einiges im Zuge der WM sehr fragwürdig ist, freue ich mich trotzdem auf das Fußballfest. Mein Traumfinale wäre Brasilien — Deutschland. Aber vermutlich wird uns wieder Italien im Weg stehen. :-) Wir werden sehen… Außerdem hoffe ich, dass Brasilien nicht nur effizient und taktisch geprägt spielt, sondern ab und zu auch ein bisschen zaubert. Vielleicht sollten die Spieler einfach ein paar Tropfen Cachaça in ihren Tee gießen?

Vier interessante Links habe ich noch für Euch:

Ich hoffe, der Artikel hat Euch etwas gefallen, obwohl er ein bisschen anders (Euphemismus für “ziemlich bekloppt”) ist. Aber einfach nur Fakten aus dem Internet abschreiben wollte ich nicht so gern, obwohl das sicher einen höheren Informationsgehalt gehabt hätte.

Morgen geht es übrigens bei Sascha weiter. Mit welchem Land? Lasst Euch überraschen! Der puschelige Mendigo hat außerdem eine schöne Übersicht über die erste Teilnehmerrunde geschrieben. Ich freue mich schon darauf, viele Neuigkeiten über die anderen Teilnehmerländer zu erfahren. Ist ja als Weltherrscherin auch wichtig, über alle Staaten Bescheid zu wissen, nicht wahr? ;-)

Und zum Abschluss zeige ich denen, die bis hierhin durchgehalten habe, was passiert, wenn man versucht, Monster zum aktiven Fußballspielen zu überreden, um die Vorfreude auf die WM zu steigern. Das hat zwar so explizit nichts mit Brasilien zu tun, aber immerhin fällt der Begriff “Cachaça”… Ob dieser kleine Fotostory-Anhang eine Belohnung oder eine Bestrafung ist, müsst Ihr selbst entscheiden. :twisted: Immerhin enthält der Bericht ein schlechtes Wortspiel, das nur “Herr der Ringe”-Fans verstehen werden, es ist also alles drin oder zumindest ein bisschen. ;-)

Mit zwei Klicks werden die Bilder übrigens noch größer, falls Ihr Euch den knuddeligen Flachlandhutzerich im Hintergrund noch genauer anschauen möchtet. :-)

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Die Fellmonster-Fashionweek…

 

… geht heute zu Ende, ich hoffe, Ihr seid nicht allzu traurig. Heute gebe ich Euch ein paar praktische Modetipps. Was kann man tragen, was ist schön, das sind ja immer so die Fragen, die einen bewegen.

Erst mal was für Hunde:

Das einzig wahre T-Shirt für den Hund!

Gibt es auch in rosa. Finde ich eigentlich nicht so passend, aber mit Rahm-Bild kann man es trotzdem (er)tragen.

Einige interessiert bestimmt wahnsinnig brennend, was Rahm denn so trägt. Er kann ja alles tragen, sei es feiner Zwirn

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oder Freizeitkleidung:

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Hachzzzzz! Was wollte ich jetzt noch schreiben? Bin gerade etwas abgelenkt gewesen. Ach ja, ich weiß wieder.

Dieses hier ist auch wunderschön. ♥♥♥♥♥

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Mein kleiner roter Drachen mit HSV-Schal. Wie ich zu diesem Haustier gekommen bin, muss ich unbedingt auch noch mal irgendwann berichten. Nur soviel: Ralphsroteslieblingsmonster ist daran nicht ganz unschuldig.

Oder das hier, bestimmt schön kuschelig, jetzt, wo die kalten Tage wieder kommen. Da wird einem ums Herz ganz warm.

Es gibt aber noch andere epochale Klamotten, z. B. mit Caipibezug. Auf diesem T-Shirt hier steht zwar nur das Rezept für einen normalen Caipi, wo doch XXL eigentlich das Maß aller Dinge ist, aber sonst kann man das durchaus tragen.

Ein klares Statement tut es manchmal auch.

Wenden wir uns einem weiteren wichtigen Feld zu. Ihr wisst ja: Immer an die scheiß Herzchen denken, denn nur mit scheiß Herzchen ist alles herzig! Das gilt natürlich auch für Eure Kleidung! Damit könnt Ihr ein starkes Signal an Eure Umwelt senden!

Wenn Ihr bereits gekaufte Kleidung optimieren wollt, schneidet einfach rote Post-Its in Herzchenform und klebt diese auf Eure Klamotten. Der gute Bruce zeigt Euch hier, wie es geht.

Und der Nachwuchs bekommt dieses Kleidchen hier angezogen. Man muss in Sachen Herzchen immer die Früherziehung im Blick haben!

Handschuhe mit scheiß Herzchen drauf! Der nächste Winter kommt bestimmt, und auch die Hände wollen adäquat und herzig gekleidet sein! Denkt bitte daran, Euch außerdem warme Mützen mit Herzchen zu stricken!

Sogar die hier gibt’s mit Herzen. Der Siegeszug der scheiß Herzchen ist nicht aufzuhalten!

Nun habt Ihr einiges zum Klicken und Bestellen.

Das war die Bergedorfer Fellmonster-Fashion-Week.  Ab nächste Woche geht es dann hier wieder mit dem normalen Themen-Kuddelmuddel weiter. Ich habe noch so viel alten Krams in den Entwürfen, da werde ich endlich mal einiges veröffentlichen.

Habt Ihr Ideen für weitere Themenwochen? Dann seid nicht schüchtern und schreibt sie in die Kommentare. Vielleicht kümmere ich mich um das ein oder andere Thema in meiner bekannten, sorgfältigen, liebenswürdigen Art.

Was ist los…

… beim Wettergott? Ihr erinnert Euch noch an Rahms Drohung: Wenn bis Ostern nicht Frühling sein wird, gibt’s Dresche mit faulen Fischen. Ostern ist fast vorbei, die Sonne scheint immerhin schon häufiger als noch vor 2 Wochen, aber es ist zu kalt! Ich rufe mal eben Rahm an, der ist von seiner Mission immer noch nicht zurück, es scheint schwieriger als gedacht zu sein.

Ich: “Sach mal Rahm, was ist denn da oben los, geht das noch mal voran?”
Rahm: “Das ist schwieriger als gedacht, der verdammte Wettermacher ist total betrunken! Hat ein verfluchtes XXL-Caipi-Rezept im Internet entdeckt. Wenn ich den erwische, der so was veröffentlicht!”
Oh-Oh…
Ich: “Dafür hast Du keine Zeit, ich habe ganz viele Besprechungen angesetzt! Kannst Du denn den Typen nicht ausnüchtern, Kaffee oder so?”
Rahm: “Er lehnt Kaffee ab, will nur immer mehr Caipi! Mich erinnert das stark an jemanden!”
Ich: “Brauchst Du Unterstützung? Chuck Norris? Hans Sarpei?”
Rahm: “Chuck Norris war eh schon hier und sitzt heulend in einer Ecke! Hans Sarpei hat mir einen verdammten Fußball an den Kopf geschossen!”
Ich: “Oje! Geht es Dir gut???”
Rahm: “Mir ja, dem Sarpei nicht mehr!”
Ich: “Gut. Dann programmier Du doch einfach das Wetter um, wenn Du den Wettergott nicht nüchtern kriegst.”
Rahm: “Ich komme nicht in das verdammte Programm rein, es ist passwortgeschützt!”
Ich: “Versuch mal XXL-Caipi.”
Rahm: “Ich trinke keinen XXL-Caipi!”
Ich: “Nicht trinken, als Passwort!”
Rahm: “Okay… Oh, tatsächlich. Funktioniert… Erstaunlich. Hm, mal gucken. Der verfluchte Typ hat ‘ewigen Winter’ programmiert…”
Ich: “Warum das denn?”
Rahm: “Damit er immer genug verdammtes Eis für seinen Caipi hat! Wenn ich denjenigen erwische, der im Internet dieses Rezept…”
Ich: “Alles klar, aber nun sieh mal zu, dass Du den Frühling programmierst, damit die Prophezeiung der DillEmma, des Orakels von Berlin, nicht eintritt. Ganz langsam, nicht gleich 15 Grad Unterschied, dann bekomme ich Kopfschmerzen und kann mich in unseren Besprechungen nicht richtig konzentrieren! Und wenn Du zurückkommst, achte auf krötige Gestalten. Der Krötengeneral möchte Dich opfern, irgendwas mit Scheiterhaufen und so, total barbarisch.”
Rahm: “Gut. Zum Frühstück gibt es Krötenragout. Und ich bin kein verdammter Sexsklave, sag das dem Krötengeneral!”
Ich: “Okay…”

So, nun wird es hoffentlich vorangehen. Ich weiß nicht genau, wie es um Rahms Programmierkünste bestellt ist, das Thema hatten wir in unseren Besprechungen noch nie, aber er wird es schon wuppen. Ist ja schließlich Rahm. Ich widme mich währenddessen weiter der Suche nach einem neuen RSS-Reader. Danke, Google, dass Du für Beschäftigung in meinem Urlaub sorgst…

Und weil ein Beitrag ohne Foto so dröge aussieht, hier noch ein Foto für Isi, Heidi und alle anderen Pferdefreunde.

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Epochalitäten

Kinners, das Internet ist ja voll von Großartigkeiten und auch von großartigen Leuten:

DillEmma und Magrat haben den NaNoWriMo erfolgreich abgeschlossen! Und, was ja noch viel epochaler ist, mit ganz hervorragenden Werken! Ich habe zwar von Magrat nur einen kleinen Auszug und von DillEmma noch nichts lesen dürfen, aber wer ihre Blogs kennt, weiß, dass es nicht anders sein kann. Als Anerkennung gibt’s heute mal keine scheiß Herzchen, sondern — allerdings symbolisch, geht ja anders leider noch nicht — einen Riiiesencaipi! Das ist ein Fünfliterglas!

Riesencaipi
Außerdem ist ja heute der 1. Dezember. Das heißt, es kann sich endlich auf die Adventskalender gestürzt werden. Das Internet ist voll von virtuellen Adventskalendern, ich stelle Euch zwei vor:

Susanne (mit Mendigo) und Mella (mit Bennimaus) haben die Aktion “24 Türchen” ins Leben gerufen. Jeden Tag bloggt mindestens ein Blogger etwas Weihnachtliches, da der Andrang aber so groß war, gibt es an den meisten Tagen sogar zwei Blogs mit Beiträgen! Und als ob das nicht schon epochal genug ist, gibt’s auch noch feine Dinge zu gewinnen. Auch ich werde mich an einem Tag beteiligen, um darauf zu achten, dass das ganze nicht zu besinnlich wird — jemand muss ja auf den Schuss Beklopptheit und Irrsinn achten, nicht wahr? ;-) Ich darf mir ein Türchen mit Sabienes teilen. Den Startschuss gegeben hat heute Julia vom Blog Funkelfaden mit einer Anleitung zum Basteln von knuffigen Lebkuchenmännchen aus Filz.

Außerdem wurde der Welt ein weiterer epochaler Adventskalender von der Kleinen Idee geschenkt. Hier kann man Bücher gewinnen, indem man die Kleine Idee unterstützt, eine große zu werden. Die Monstermeute mag die Kleine Idee und hat mich beauftragt, beim Losekaufen nicht zu zurückhaltend zu sein. Ihre genauen Worte waren: “Vergiss den Sparkurs! Kein normaler Mensch spart in der Vorweihnachtszeit!” Der Hinweis, dass mir wirklich niemand jemals unterstellt hat, dass ich normal sei, wurde mit fuchtelnden Monsterpranken weggewischt. “Bekloppte sparen erst recht nicht!” Na, dann… Wenn die Meute das so sagt, wird es wohl stimmen…

Ich werde natürlich auch den HSV-Adventskalender verfolgen, aber das interessiert Euch vermutlich nicht so.

PS: Bevor sich Leute um meine Leber sorgen: Ich trinke natürlich normalerweise keine 5-Liter-Caipis. Mir reichen, bescheiden wie ich bin, die 0,5-Liter-Gläser völlig aus.

Irgendwas fehlt hier…

… dieses Gefühl hatte ich in letzter Zeit immer häufiger, aber mir war einfach nicht klar, was. Limettenmangel war kein Thema, die Nougatvorräte wurden immer rechtzeitig aufgestockt, und der HSV gewinnt zumindest ab und zu mal, also war doch alles in Ordnung?

Nein! Aber es musste erst Isabella Berta vom Kranichsee, die berühmteste Schauspielerin der Hundewelt (forget Lassie), kommen, um mir die Augen zu öffnen! Ohne Scherz, Isi, wie ihre Fans sie nennen dürfen, spielt sogar in einem Kinofilm mit! Als sie mitbekam, dass hier eine ganze Monstermeute lebt, erzählte sie, dass bei ihnen ein kleines Vampirchen zu Hause sei, der aber wohl Monstergesellschaft vermisste.

Ein Vampir! Das war es doch! In meiner Meute gab es noch keinen Vampir! Eigentlich unfassbar, wenn man bedenkt, dass hier sogar Teufel und Zyklopenkugeln leben. So nahm ich das Angebot, dem kleinen Kerlchen ein neues Zuhause zu geben, begeistert an. Nach einer zünftigen Abschiedsparty, bei der Vampi seine Trinkfestigkeit unter Beweis stellte, wurde er auf die Reise geschickt und kam, obwohl durch eine Betriebsversammlung der Postangestellten einen Tag später als geplant, heil bei mir an. Im Gegensatz zu meinen Monstern wusste ich also, was in dem Paket enthalten ist, aber mir war klar, dass ich es Vampi nicht zumuten konnte, dass sich ALLE meine Monster gleich auf ihn stürzen würden. Trinkfestigkeit ist die eine Sache und hier nie verkehrt, aber man stelle sich -zig Monster, Hühner und Bärchenpärchen vor, die sich auf den Kleinen stürzen — geht gar nicht. Also habe ich einen Caipiabend organisiert, so dass die meisten Monster schon mal gut abgelenkt waren. Einige kamen natürlich trotzdem neugierig angeflitzt:

“Ein Paket, ein Paket! Schnell auspacken!” und ähnliches riefen die hibbeligen Monster. Eines hatte sogar ein Geschenk dabei, ob es etwas ahnte?

Vorsichtig öffnete ich den Karton:

Eine Postkarte mit Momo und Isi, den beiden Süßen! Ich mochte Bassets ja schon immer sehr gern, deswegen wurde das Bild gleich mal gut sichtbar auf dem Schreibtisch platziert. Es wird aber noch epochaler:

Isi hat natürlich eigene Autogrammkarten! Wie epochal ist das denn, bitte schön? Und jeder hat eine bekommen, sowohl Rasputin, Molly, die Monstermeute und auch ich. Hier ein Beispiel:

Diese dynamische Pfotenunterschrift — mehr geht ja wohl wirklich nicht!

Ich beeilte mich aber trotzdem mit dem weiteren Auspacken, denn ich wusste ja, dass dort ein kleines Vampirchen auf uns wartete.

Gut zugedeckt war es auf jeden Fall! Obenauf lag eine kleine Dose mit dem Aufdruck “Zaubern Sie ein Waschtuch”. Interessiert scharten sich einige Monster um die Dose. “Oh, toll, lass uns Zauberer spielen!” Ob sie vielleicht auch mit dem Tuch Putzaktivitäten entfalten würden? Das wäre ja ein Knaller, denn Putzen ist in Monsterkreisen alles andere als beliebt. Ihre Standardausrede lautet: “Das ist in unserer Genetik nicht vorgesehen!” Vielleicht könnte man sie für Reinigungstätigkeiten begeistern, wenn das Putzwasser nach Caipi schmecken würde? Hm, mal für künftige Versuche merken…

Ich selbst wurde immer aufgeregter:

Da konnte ich schon ein Stück vom kleinen Vampir sehen!

Und zack hüpfte es auch schon aus dem Karton, fröhlich “Endlich frei” rufend:

Oooh, ist der süß und sogar puschelig! Wer hat bitte schön einen puscheligen Vampir? Ja wohl sonst kaum einer, vermute ich!

Währenddessen witterten einige Monster in dem Karton Nahrhaftes. Und weil es Monster sind, stürzten sie sich drauf, anstatt Vampi zu begrüßen. Man muss ihnen das verzeihen — es sind halt Monster, das kann man gar nicht oft genug betonen.

Ob dieses “Cappuccino” eine Caipivariante sei, fragten mich die Monster doch allen Ernstes. Die Kekse konnte ich gerade noch mit beherztem Zugriff retten, denn es sind Hundekekse, wie ich den Gierlappen mitteilte. Als Antwort erhielt ich die wertvolle Information: “Hundekekse sind auch Kekse, also grundsätzlich von Monstern ebenfalls verzehrbar!” Hmpf, die kriegen trotzdem Hutze und Hursch. So geht’s ja nun nicht, ich kann den Monstern nicht alles durchgehen lassen (und stellte daher ein Kilo Monsterkekse als Ersatz hin. Konsequente Erziehung ist alles. *seufz*).

Nun ist so ein Vampir ja von Blut abhängig, daher hatte ich die brillante Idee, das Vampirchen langsam von Blut auf Caipi umzustellen, und so kreierte ich einen sogenannten BLOODY CAIPI! Fragt nicht, woher ich das Blut hatte. Rahm kann das schon ab, wenn man ihm ein bisschen was abzapft. Kein Grund zur Sorge. Es wurden keinen Krötenspionen Schaden zugefügt.

Mit zwei Strohhalmen, ist ja klar!

Es hat ihm geschmeckt, und es geht ihm nach wie vor gut. Ich bin so erleichtert. Und Freunde hat er auch schon einige gefunden, mit denen hat einen “Spitzzahn-Geheimbund” gegründet, sie halten nun nächtliche Geheimsitzungen ab, um mir bei der Welteroberung zu helfen:

Toll, oder?

Ich möchte mich ganz doll bei Momo, Isi und Heidi bedanken! Oh, Vampi hat Hunger bzw. Durst, ich bin dann mal in der Caipi-Lounge, einen Bloody Caipi zubereiten…

Lauter Irre und Verrückte …

… hier in der Anstalt des Wahnsinns. Doch Rettung naht!

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Lieber Alk-Express, bitte schicke umgehend: 100 Limetten, eine Truhe Crushed Ice, einen großen Sack Rohrzucker und ein paar Buddeln Cachaca (die Dreiliterflaschen).

Das sollte für den Nachmittag reichen.

Montag dann bitte die doppelte Menge anliefern. Rechnung an die Anstalt.

(Interner Hinweis für die Fibu: Bitte auf das Konto für Arbeitsschutz buchen, denn diese Maßnahme wird die Arbeit auf jeden Fall davor schützen, von mir weggearbeitet zu werden.)

–live aus der Anstalt

XXXXXXXXXXL-Caipi!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Bevor ich nun endlich den Bericht über die epochale Zubereitung eines XXXXXXXXXXL-Caipis niederschreibe, erlaubt mir bitte, noch schnell eine Durchsage an das brasilianische olympische Komitee zu richten:

“Verehrte Verantwortliche! Bei Ihrer Präsentation in London bei der Abschlussfeier ist Ihnen ein bedauerlicher Fehler unterlaufen: In der Vorstellung fehlten die caipiresken Elemente! Dabei ist Brasilien doch Ursprungsland dieses köstlichen Getränkes! Ausnahmsweise drücke ich noch mal ein Auge zu, aber wenn das bei der Eröffnungsfeier in vier Jahren nicht besser läuft, können Sie sich warm anziehen, dann wird Ihnen die Ladung getrimmt! Hier schon mal einige Vorschläge: Die Sambatänzer und -innen sollten Limetten in die Zuschauermenge werfen. Pelé, der ja sicher die Ehre haben wird, das olympische Feuer zu entzünden, sollte dieses mithilfe von Cachaca erledigen, außerdem sollte die Flamme in einem XXXXXXXXXXXXXXL-Caipiglas lodern. Mehr Ideen auf Anfrage. Am besten engagieren Sie mich gleich als Choreographin für die Eröffnungsfeier, damit die Sache auch wirklich klappt. Mit mir werden Sie London 2012 auf jeden Fall toppen! Ich habe immer genug Limetten im Glas! Mit limettigen Grüßen, Ihr Fellmonster”

Verzeiht die Abschweifung, aber dieses Thema ist mir ein Herzensanliegen. Oh, Herzchen, da war doch was:

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Immer an die scheiß Herzchen denken. Das wäre nun auch erledigt. Jetzt aber zum Fall. Ihr erinnert Euch vielleicht, vielleicht aber auch nicht, dass Rüdiger vor schon recht langer Zeit folgendes Foto, welches er in den Weiten des Webs entdeckt hatte, in seinem Blog postete:

Ein XXXXXXXXL-Mojito! Nun ist gegen Mojito nichts zu sagen, sehr leckeres Getränk. Aber was ist mit Caipi? Ich fühlte mich verpflichtet, die Herausforderung anzunehmen, wartete aber auf folgende Kombination:

  • schönes Sommerwetter
  • urlaubendes Monster

Diese Woche war es endlich so weit, es war feines Wetter und ich hatte Urlaub. Zu meiner Freude gab es dann sogar noch Limetten im Sonderangebot — so muss das sein.

Ich kaufte also 15 Limetten, und dann ging das los, nicht ohne vorher sämtliche (!!) Monster auf Außenmission zu schicken, nicht, dass die mir noch alles oder ein bisschen was wegtrinken…

Hier zunächst ein Größenvergleich. Das große Glas fasst fünf Liter, während es sich bei dem Winzling daneben um ein XXL-Caipiglas handelt, welches lediglich 0,5 Liter des köstlichen Getränkes aufnehmen kann.

(Das Foto ist schief, dabei war ich zu dem Zeitpunkt der Aufnahme noch nüchtern. Arme Magrat…)

Auch was das Dosieren des Cachacas betrifft, mussten Maßnahmen ergriffen werden. Wo bei XXL-Caipis ein HSV-Schnapsglas reicht, griff ich in diesem Fall gleich zum HSV-Bierglas:

(Übrigens: Experimente haben ergeben, dass Werderfans — jedenfalls einige — nicht aus HSV-Gläsern trinken. Nicht mal, wenn das gute Jever drin ist. Ich würde mich da nicht so anstellen und auch aus Werdergläsern trinken. Erwähnte ich schon mal, dass ich ein sehr ungeschickter Mensch bin, dem quasi ständig Gläser runterfallen? Aber zurück zum Fall.)

Wisst Ihr eigentlich, wie viel Arbeit es ist, 15 Limetten zu achteln und zu zerstampfen?

Eigentlich hätte ich sogar 20 Limetten nehmen müssen, aber das waren sehr saftige Exemplare, und ich war mit den 15 schon gut bedient.

Danach Rohrzucker und Crushed Ice en masse… Ich sage mal so: Mit einem Beutel, der 2 kg Eis enthielt, kam ich nicht aus…

Der Lohn der Mühen!

Zu Ehren des Krötengenerals wählte ich einen Riesenstrohhalm in pink! Das klassische Im-Drink-Herumrühren gestaltete sich gar nicht mal so ganz einfach, dazu nahm ich einen Kochlöffel. Ja, jetzt staunt Ihr, dass ich so etwas besitze, nicht wahr? Ich bin voller Überraschungen, besser als jedes Ü-Ei. (btw: Schon jemand diese Mädchen-Ü-Eier gesehen? Hallo, Ferrero, geht’s noch? Ihr habt definitiv nicht mehr alle Limetten im Glas!)

Dazu gab es noch Knabberkram (Nachos) und vor allem gute Lektüre:

Das ist ein sehr spannendes Buch. Mittlerweile lese ich den zweiten Band “Die Frauen, die er kannte”, der mindestens genauso spannend ist.

Nun fragt Ihr Euch wahrscheinlich, warum ich nicht stattdessen ein paar Leute eingeladen habe, um sie an dem Caipiabend teilhaben zu lassen. Leider habe ich nur ein 5-Liter-Caipiglas. Und ich kann Gäste ja nicht mit einem halben Liter Caipi abspeisen, da sind wir uns sicher einig, oder? Dafür habe ich ganz viel auf Euer Wohl getrunken, da war für jeden Monsterblogmitstreiter mehr als ein Schluck drin. ;-)

Es ging mir übrigens am nächsten Tag sogar halbwegs gut. Der Trick ist, zwischendurch ab und zu aufzustehen und mit der Flachlandhutze Fußball zu spielen, dann schwitzt man gleich wieder was vom Alkohol aus. Außerdem habe ich mich relativ lange mit der Trinkerei aufgehalten, es geht ja um den Genuss und nicht um die Geschwindigkeit… War schön lauschig, ein richtig netter, warmer Sommerabend.

Jetzt kann ich nur hoffen, dass nicht jemand irgendwo ein Foto mit Mojito in einer 50-Liter-Regentonne oder so ausgräbt. :-D