52 Bücher, Woche 40

 

Huhu, hier ist wieder Eure Projektmuddi. Letztens wünschten sich einige ein einfaches Motto. Wie findet Ihr das hier?

“Geld stinkt nicht”

Das ist doch nicht soooo schwierig, oder? Immerhin geht es ja oft um dieses Zeuchs, von dem die meisten von uns nie genug haben. ;-)

Die Idee stammt von Joan.

Mir fällt spontan mal “Schöne Scheine” von Terry Pratchett ein, ein Scheibenweltroman, der u. a. von der Einführung des Papiergeldes handelt, alles in der üblichen, durchgeknallten Scheibenweltmanier.

Nennen könnte man auch alle Comics rund um Dagobert Duck, für den Geld und Gold bekanntlich ganz wundervoll riechen, aber auf keinen Fall stinken. :-) Neben vielen brillanten Carl-Barks-Storys (der “Duck Man” hat Dagobert übrigens erfunden!), ist die Reihe “Sein Leben, seine Milliarden” von Don Rosa sehr lesenswert. (Ja, ich bin ein kleiner Comicfan. Immer noch. :-))

52 Bücher, Woche 32

Hallöchen allerseits! Ist es bei Euch auch regnerisch und relativ kühl? Dann ham wa ja heute wieder ein absolut passendes Motto, ausgetüftelt von Silke, der ich auch an dieser Stelle gute Besserung wünsche. Möge sich die olle Sehnenentzündung schnell verziehen! Hier nun aber ihr Thema:

“Buch für einen fiesen heißen Sommernachmittag ohne Klimaanlage”

Ein Buch, in dem Rahm vorkommt, ist schon mal raus. Da würde mir ja noch heißer werden. Schön wäre ein Buch über Cocktails, aber ich habe ja meine drei Standard-Cocktails, muss ich gestehen, und wenn ich doch mal was anderes ausprobiere, ziehe ich mir die Rezepte aus dem Internet.

Also ein Buch für unerträgliche, meine zwei Gehirnzellen zum sinnlosen Dahinschmelzen bringende Hitze. Es sollte etwas Unterhaltsames sein. Nichts geistig zu sehr Herausforderndes, und das mir, die ich doch immer nur Bücher über Quantenphysik und ungelöste Fälle der Mathematik lese. Ich werfe also in den Ring bzw. auf die Gartenliege, die im Schatten unterm Kirschbaum steht:

“Strizz” von Volker Reiche

Eine Comicstrip-Serie, die Volker Reiche ursprünglich für die FAZ gezeichnet hat, und von der es mittlerweile sieben Bände gibt. Strizz ist ein Angestellter in einem Kleinbetrieb, der seinen Chef ab und zu mit abstrusen Ideen in den Wahnsinn treibt, das Zeitgeschehen auf skurrile Weise kommentiert (von Politik bis zu Sportgroßereignissen), sich verliebt und so weiter. Es gibt noch viele andere liebenswerte (mehr oder weniger) Figuren, wie z. B. den tyrannischen Kater des Chefs, einen Haikus dichtenden Hofhund, Strizz’ Neffen, der mit seinen Stofftieren zusammen ein philosophisches Sextett bildet und Direktor eines Schokoladenmuseums ist (hat allerdings meistens keine Exponate, diese verschwinden auf geheimnisvolle Weise, ein Problem, welches mir nicht ganz unbekannt ist). Ganz groß auch der alte Herr Berres, der mit zwei Ratten in einem Wohnwagen auf dem Firmengelände wohnt…

Fazit: Sehr unterhaltsam. Etwas schwierig dürfte, wenn man jetzt beginnt zu lesen, die Einordnung der Anspielungen in Bezug auf damals aktuelle Ereignisse sein, aber diese werden im Anhang noch mal erklärt. Also hat man gleichzeitig noch einige kleine Zeitreisen bei der Lektüre vor sich. :-)

Wie es der Zufall will, habe ich hier immer noch Band 7 ungelesen herumliegen, ich warte jetzt sehnsüchtig auf das heiße Wetter, damit ich loslegen kann. :-) Das Buch umfasst Strizz’ Erlebnisse in 2008 (ja, ja, es liegt schon recht lange auf dem SuB herum :oops:), danach wurde die Geschichte auf wöchentliches Erscheinen in der FAZ umgestellt. Ob es davon irgendwann auch mal Bücher geben wird, weiß ich leider nicht. Man kann die Comics auch online lesen, aber wäre natürlich schön, wenn der Rest auch noch als Buch herauskäme, aber man darf skeptisch sein.

Schönes Wochenende, Ihr Lieben! Ach ja, wo wir schon mal dabei sind: Ihr könntet hier wieder für Sabienes stimmen, sie hat die nächste Runde erreicht! Auch dank Euch natürlich! Toll, oder? Die neue Gegnerin ist allerdings wirklich eine harte Nuss, aber vielleicht bekommen wir das ja noch hin. Dieses Mal ist es Duell Nr. 4. Haut rein, klickt hin. :-)

52 Bücher, Woche 23

Wir sind schon ganz schön weit, was?

Heute haue ich mal richtig was raus. Immerhin ist Ostern, also für viele ein langes Wochenende, und manch einer soll ja sogar Urlaub haben… 2 1/2 Wochen… Aber darauf will ich ja gar nicht weiter herumreiten.

Ich stelle Euch einfach ein paar Themen zur Auswahl, da ist dann hoffentlich für jeden was dabei:

  • Eier
  • Religion
  • Hasen
  • Feuer
  • Urlaub

Wer will, kann natürlich auch alle abarbeiten. :-)

Ich nehme gleich das erste. “Eier”, ein schönes Thema. Was liegt da näher, als

“Im Land der viereckigen Eier” von Carl Barks

vorzuschlagen? Eben. Carl Barks, größter Zeichner der Entenhausener Enten überhaupt, sag ich jetzt einfach mal, auch wenn Don Rosa ebenfalls sehr gut ist, der übrigens eine Geschichte namens “Zurück ins Land der viereckigen Eier” gezeichnet und geschrieben hat.

Entstanden 1949, und meiner Ansicht nach einer der besten Carl-Barks-Storys überhaupt. Donald, dem kleinen Schusselchen (er ist ein noch größerer Tolpatsch als ich, und das soll man erst mal schaffen!) fällt im Museum ein kleiner Steinklotz herunter, nur dass es sich nicht um Stein, sondern um ein Ei handelt — nämlich ein würfelförmiges. Es folgt eine abenteuerliche Suche nach der Herkunft dieser Eier, die Donald und seine drei Neffen in die Anden und letztendlich in eine hinter dichten Nebeln versteckte Stadt führt, wo sie weitere Abenteuer erleben und natürlich in Schwierigkeiten geraten, denn das passiert Donald quasi andauernd…

Phantasievolle Story, tolle Zeichnungen, brillante Übersetzung von Dr. Erika Fuchs, was will das Donaldistenherz mehr?

Mist, schon wieder zu spät dran… Wie auch immer. Die Kritik an Disney (Heile Welt, dubioses Geschäftsgebaren etc.) ist mir natürlich bekannt. Und wisst Ihr was? Ist mir egal. :-) Ich flüchte ab und zu einfach mal in eine heile Welt, ich lese auch genug ernste Sachen, und ab und zu ist mir einfach mal nach Phantasiewelten, die einfach Spaß bringen. Dass die Welt nicht rosarotflauschigheileheilegänschen ist, weiß ich… So viel Arschlochhaftigkeit, wie ich momentan miterleben “darf”, werde ich das auch so schnell nicht vergessen… Wie unterhaltsam und ablenkend sind da ein paar schöne Comics.

Ich wünsche Euch tolle Ostern, hoffe, Ihr habt alle ein langes Wochenende oder womöglich sogar … Urlaub?! :mrgreen:

52 Bücher, Woche 14

Hallihallo,

heute Morgen zeigte das Thermometer -14 Grad und ich habe das erste Mal in diesem Winter meine Jacke (keine Ich-hab-mich-lieb-Jacke!) geschlossen, normalerweise renne ich immer mit offener Jacke durch die Gegend… Schal und Handschuhe kamen aber noch nicht zum Einsatz, also keine Panik, ich verweichliche noch nicht gänzlich! ;-) Ich denke, Ihr solltet das wissen. Hochspannend. Aber nichtsdestotrotz lautet das Motto diese Woche nicht “Kälte”, denn das wäre viel zu einfach. Der Mehrheit von Euch dürstete jedoch nach einer riesengroßen Herausforderung, wie die Umfrage ergeben hat. 5 wollten “gaaaanz einfach”, doch 14 Stimmen entfielen auf  “richtig schön schwierig!”.

Dank Scrooge kann ich diesen Wunsch erfüllen. Das Motto lautet nämlich:

“Das Fahrrad in der Weltliteratur”

Habe ich zu viel versprochen? Sagt jetzt nicht, das sei geradezu beleidigend einfach, denn dann käme ich nächste Woche mit dem Motto “Die Kröte in der indischen Literatur des 16. Jahrhunderts”.

Mir selbst kam erst heute Abend auf dem Nachhauseweg die Erleuchtung. Dieses Thema gibt mir Gelegenheit, einen Comic von Carl Barks vorzustellen: “Geld oder Ware”. Die Handlung kurz und knapp: Donald büffelt wie ein Verrückter für das Quiz eines Puddingherstellers. Zu gewinnen gibt es eine Tonne voll Gold oder Fahrräder. Im Sendesaal des Funkhauses angekommen, stürmen Donald und seine drei Neffen auf die Bühne. Der Moderator hat was gegen Donald, weil der Klugquakerich herumprahlt, alles zu wissen. Lange Rede, kurzer Sinn, die Neffen bekommen ganz einfache Fragen gestellt und suchen sich jeweils ein Fahrrad aus (mit denen sie dann direkt auf der Bühne radeln und Kunststücke wie “ohne Hände” vorführen), obwohl sie auch Geld hätten nehmen können. Zum Schluss kann Donald aber überraschend eine sehr schwierige Frage beantworten (“Wie viel Tropfen Wasser fallen in einer Woche über den Rheinfall von Schaffhausen?”), Die Antwort dauert allerdings so lange, dass Donald zum Schluss, als er vor die Wahl “Geld oder ein Dreirad” gestellt wird, in seiner Verwirrung das Dreirad nimmt.

Ist sicher nicht die beste Carl-Barks-Geschichte, aber auch nicht die schlechteste. “Weltliteratur” wohl nicht ganz ;-) , aber immerhin gilt Carl Barks als “Duck Man”, der u. a. Daniel Düsentrieb und vor allem Dagobert Duck erfunden hat. Seine Geschichten sind mit das Beste, was über die Entenhausener Bewohner zu lesen ist. In der Welt der Comic-Enthusiasten und der Donaldisten sind einige seiner Geschichten auf jeden Fall Weltliteratur.

Ich klopfe mir auf die Schulter, dass ich erlaubt habe, um 100 Ecken zu denken. :-) Und das nächste Mal nehme ich ein ganz einfaches Motto. Versprochen.

Dieses Viech erinnert mich an jemanden…

… nämlich an den Seher aus dem Asterix-Band “Der Seher”. Hier ist der Typ:

Es ist wohl der puschelige “Kragen” des Tierchens, der mich an den Pelz des betrügerischen Sehers Lügfix erinnert.

Und ja, ich bin ein kleiner Comicfan. Neben Asterix mag ich noch Lucky Luke, Tim und Struppi und die Duck-Geschichten von Carl Barks und Don Rosa. Genau das richtige zum Abschalten nach einem stressigen Arbeitstag…

Ein Header mit dem sprechenden Hund von Carl Barks, wie er “Schlechte Zeiten, Kamerad” sagt, wäre auch mal eine epochale Sache… Oder das Irrlicht würde auch gut in ein Monsterblog passen.