Spezialstollen

Da hat ein schlauer Bäcker in Dresden doch tatsächlich eine Marktlücke entdeckt und backt einen Liebesstollen. Das Rezept soll von Casanova stammen, das steht zwar nicht in diesem Artikel, wurde aber gestern im Radio behauptet und steht auch in der Ihgitt-”Zeitung”, dahin möchte ich aber nicht verlinken. Merkwürdigerweise wird der tolle Stollen auf der Bäcker-Website nicht angeboten, aber irgendwas ist ja immer.

Egal, die Idee hat jedenfalls Potential. Wir brauchen noch viel mehr Spezialstollen!

Uli-Hoeneß-Stollen: Als spezielle Zutat gibt es eine Feile und Dynamit, falls er wirklich in den Knast muss.

Brüderle-Stollen: Als zusätzliche Zutat müssen mindestens 100 Liter Wein hinzugefügt werden. Pro Stollen natürlich. Als Deko bitte ein Dirndl.

Sammer-Stollen: Mit 50 Liter Baldriantropfen — mindestens –, damit er sich nicht immer so aufregt.

Boris-Becker-Stollen: Mit KO-Tropfen, damit mal eine Zeitlang Ruhe ist.

Oliver-Pocher-Stollen: Gleiche Zutaten wie der Bobbele-Stollen.

Berlusconi-Bunga-Bunga-Stollen: 10 kg Viagra pro Stollen als Zutat sollten reichen, außerdem natürlich sämtliche Penisverlängerungsmittel, die es auf dem Spammarkt gibt.

Angela-Merkel-Stollen: Mit Centstücken, da freut sich die Austeritätskanzlerin. Für Wortspielfans: Es dürfen meinetwegen auch Austern hinzugefügt werden.

Veronica-Ferres-Stollen: Mit einem Mittel, das massive Hautausschläge, Pickel etc. verursacht, damit es die Chance auf ein, zwei deutsche Filme ohne ihre Beteiligung gibt.

Til-Schweiger-Stollen: Mit LSD — vielleicht bekommen wir dann mal einen dritten Gesichtsausdruck zu sehen.

Franck-Ribéry-Stollen: Mit Abführmittel. Zu verabreichen kurz vor jedem Sepplhosen-Spiel.

Kai-Diekmann-Stollen: Gebrauchtes Katzentoilettenstreu. Einfach so aus Spaß an der Freud. So viel Scheiß wie in seiner Zeitung können wir eh in zehn Millionen Stollen nicht verbacken…

Dieter-Bohlen-Stollen: Sekundenkleber, der seine Fr… ähm, sein Mundwerk für einige Zeit außer Betrieb nimmt.

Noch nicht realisiert werden kann leider der Seehofer-Stollen, da es noch keine Vernunftspillen gibt, die anstatt der Rosinen eingebacken werden könnten. Mein Forscherteam arbeitet mit Hochdruck daran.

Ach ja, nun ist mir der Appetit vergangen, aber diese Spezialstollen richten sich ja auch gezielt an die Namensgeber. :-) Ich gehe dann mal Fußball gucken.

Zuckersüß…

Das ist das aktuelle Thema bei “Mahlzeit!”, Sabienes Blogparade!

Mahlzeit_180

Wie immer bin ich wahnsinnig früh dran, quasi Erste, vor mir liegen nur ca. alle anderen Teilnehmer, aber sonst ist alles okay.

Es geht also um süßes Naschzeuchs. Mögen Monster so was? Ich habe nachgeforscht und ein Experiment gestartet. Man lege eine XXL-Nougatschokolade auf den Schreibtisch und warte ab, was passiert:

s1

Erstaunlich! Ein Monster, dem das Wasser (oder so was ähnliches) aus dem Mund tropft. Und was will uns die Tatsache sagen, dass 10 Sekunden später von der Tafel nichts mehr zu sehen war? Man weiß so wenig, ich kann aber allen, die mit Monstern zusammenwohnen, die Anschaffung eines Safes empfehlen — es sei denn, man selbst mag keine Süßigkeiten.

Oder man lebt mit einem SUUUPER-Monster zusammen, welches fair und gerecht teilt:

S2

Ausgewogene Ernährung — das muss sie sein. ;-)

Ich persönlich bin nougatschokoladensüchtig, könnte aber auf Kuchen und Torte recht gut verzichten. Mag ich zwar auch, kaufe ich mir aber ganz selten, denn die Nougatesserei ist ja schon schlimm genug.

Sabienes hat auch ein paar Fragen gestellt, die ich einfach mal beantworte:

  • Mögt ihr gerne Süßgkeiten – und wenn ja, welche ganz besonders? Das ist jetzt bestimmt total neu für Euch: Ich mag Nougatschokolade sehr gern. :-) Und leider trinke ich auch eine bestimmte Colasorte sehr gern.
  • Macht ihr euch Gedanken über euren Zuckerkonsum, müsst ihr vielleicht aus gesundheitlichen Gründen darauf achten? Mmmh, mir ist schon bewusst, dass ich etwas zu viel von dem Zeuchs esse, aber gerade, wenn ich unter Stress stehe, im Büro nachmittags der Hunger kommt und ich weiß, dass ich noch ein paar Stunden dort festhänge, ist der Griff zum Schokoriegel so eine Art Nervennahrung oder auch Lebensrettung… ;-) Hin und wieder versuche ich, die Süßigkeiten durch Obst oder Knäckebrot zu ersetzen, was eine Zeitlang gut geht, bis es mir zum Hals raushängt…
  • Habt ihr bestimmte Regeln, wann es etwas Süßes bei euch gibt? Ich bin nicht gerade jemand, der nach Regeln lebt, wenn es nicht sein muss, auch wenn es manchmal bestimmt sinnvoll wäre.
  • Wie sieht das bei euren Kindern aus? Allgemein ist man in meinem Umfeld sehr dankbar dafür, dass ich auf eine Fortpflanzung verzichtet habe…
  • Verwendet ihr alternative Süßungsmittel, wie Stevia oder Süßstoff? Eigentlich nicht. Ob das wirklich immer gesünder ist? Ich bin da skeptisch.
  • Oder gehört ihr zu den Glücklichen, die ein Wurstbrot gegen jeden Schokoriegel eintauschen? Morgens auf jeden Fall und mittags bzw. abends auch einmal, wobei es nicht unbedingt Fleisch sein muss, aber ein schönes Käsebrot oder ein warmes Gericht. Ich hatte mal einen Kollegen, der schon zum Frühstück Kuchen aß. Das ist nicht meine Welt…

Sabienes bittet so nett darum, noch die Sponsoren zu nennen, und weil ich ja eine ganz Liebe bin, mache ich das einfach mal, nech?

  • Die Fa. Mind Cookies verschenkt eine Premium Mix Packung mit 12 leckere Effekt-Cookies.
  • Regiondo, der Spezialist für Ausflüge und Freizeit spendiert 10 Gutscheine à 25,00 Euro
  • Das Portal Gute Gutscheine verschenkt einen Amazongutschein von sage und schreibe 50,00 Euro!
  • Von Sparlingo gibt es einen Einkaufsgutschein im Wert von 25,00 Euro
  • Der Häfft-Verlag spendiert wunderschöne Notizbücher aus seinem Sortiment
  • Einen Gutschein von 25,00 € gibt es von windeln.de
  • Und sie legt noch 2x das Buch Mondyoga mit dazu

Das war’s für heute, nun husche ich ins Bett, ich muss nämlich morgen schon um 8 Uhr (!!!!!) bei der Physiotherapie sein. Fast ‘ne Stunde eher als normal aufstehen, ich werde schon bei dem Gedanken ganz müde…

Mahlzeit!

Mahlzeit_180

Nein, jetzt gibt es hier nichts mehr zu essen, obwohl ich von einer lieben Bloggerin Grundnahrungsmittel (Nougat) geschenkt bekommen habe, das muss aber erst mal fotografiert werden, Blogbericht folgt.

Hier geht es um was anderes, nämlich um Sabienes erste Blogparade! Das ist erst mal eine Runde scheiß Herzchen wert, denke ich. Ihr auch? Bidde schön: ♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥

Jede Woche mittwochs veröffentlicht Sabienes ein Thema rund um das Thema Ernährung. Ich möchte doch zumindest einmal mitmischen, auch, wenn es an sich nicht soooo mein Thema ist, da ich der Ernährung leider nicht so einen hohen Stellenwert einräume, wie es sein müsste. Ich habe so meine Sachen, die ich gern esse und bin im übrigen wenig experimentierfreudig. Außerdem koche ich extrem ungern.

Egal, zum ersten Thema möchte ich trotzdem etwas beitragen, es lautet nämlich:

FRÜHSTÜCK

Ich bekomme ja morgens direkt nach dem Aufstehen nichts runter. Mit Grausen denke ich an Experimente diesbezüglich zurück. Es ist sehr spannend, wie lange man an einer kleinen Toastscheibe herumkauen kann… Mittlerweile passt es ganz hervorragend, dass ich nicht gleich das Befürfnis habe, Zeuchs zu verschlingen, denn ich habe ja eine Schilddrüsenunterfunktion und muss deswegen L-Thyroxin nehmen. Und das muss man morgens mindestens eine halbe Stunde vor der Nahrungsaufnahme schlucken…

Da ich frische Brötchen liebe, und zwar richtig gebackene Bröchen, nicht diesen Mist vom Billigbäcker, hole ich mir auf dem Weg in die Anstalt belegte Brötchen. Meine Viertelstunde Frühstückspause ist mir heilig, da wird nicht ans Telefon gegangen, und Kollegen, die meinen, mich stören zu müssen, fliegen aus dem Büro raus. (Wir haben zu einer festen Zeit Pause, selbst schuld, wer sich das nicht einprägen kann.) Auch Wochenende frühstücke ich am liebsten mit frischen Brötchen und dann entweder herzhaft (Käse und Wurst) oder die süße Variante (Marmelade und Honig, bevorzugt der von einer Freundin, die selbst imkert — der Honig ist XXL-lecker). Ein- bis zweimal im Jahr habe ich Heißhunger auf Nutella oder — wenn ich es bei uns in den Geschäften entdecke — Nudossi (daran ist der Krötengeneral schuld), aber wenn das Glas dann leer ist, geht es auch wieder für ein paar Monate gut ohne…

Und, Kinners, weil das hier ja voll das Foodblogging-Mekka ist, habe ich Euch ein Rezept mitgebracht. Ich hab es aus meinem alten Blog kopiert, denn wenn ich meine beiden Doktortitel mittels Plagiat erworben habe, kann ich ja so ein olles Rezept erst recht abschreiben, und dann noch bei mir selber. Hier also die kulinarische Hochkultur für den Frühstückstisch!

“Halbes Brötchen mit Butter”

Zutaten: 1 Brötchen, etwas Butter (Margarineliebhaber dürfen Margarine verwenden)

Werkzeug: 1 Messer

Zubereitung: Zum Bäcker gehen, 1 Brötchen kaufen. Nach Hause gehen, Brötchen mit dem Messer teilen, entscheiden, ob Sie lieber die Ober- oder die Unterhälfte mögen, die bevorzugte Hälfte mit Butter beschmieren. Die andere Hälfte noch mal teilen und je 1 Stück Flachlandhutze und Hursch geben. Sollten Sie keine Flachlandhutze und keinen Hursch haben und auch sonst keinen brötchenvertilgenden Mitbewohner, können Sie die zweite Hälfte ebenfalls mit Butter beschmieren und selbst verzehren.

Hört sich einfach an? Haha, dann warten Sie erst mal ab, wenn die Steigerungen kommen! Da geht noch was, zum Beispiel kann man die Butterschicht um eine weitere Lage ergänzen, diese könnte zum Beispiel aus Honig, Marmelade oder Nutella bestehen. Auch ist es möglich, sog. Käse oder Aufschnitt auf die Butterschicht zu packen. Aber das lernen wir dann beim nächsten Mal.

Hier nun die Fotos. Das ist ein Baguettebrötchen, welchem wir gleich mit dem Messer zu Leibe rücken werden:

Brötchen

Voilà!

Brötchen_geteilt

Nun die auserwählte Hälfte mit Butter beschmieren. Nicht zu dick, nicht zu dünn, hier dürfen durchaus Ihre persönlichen Vorlieben mit einfließen. Als kleine Richtschnur möge Ihnen der Hinweis dienen, dass kein gesamtes Paket Butter verbraucht werden sollte.

Brötchen_mit_Butter

Tadaaaa! Fertig! Ich wünsche Ihnen guten Appetit!

Und das nächste Mal lernen wir, ein Toastbrot zu toasten! Dran bleiben, wenn es wieder heißt: “Das Monster in der Küche, LOL!” Nur in diesem bekloppten Blog!

Ach ja, es gibt bei Sabienes Blogparade sogar was zu gewinnen, auch das kopiere ich einfach hier rein:

  • Die Fa. Mind Cookies verschenkt eine Premium Mix Packung mit 12 leckere Effekt-Cookies.
  • Regiondo, der Spezialist für Ausflüge und Freizeit spendiert 10 Gutscheine à 25,00 Euro
  • Das Portal Gute Gutscheine verschenkt einen Amazongutschein von sage und schreibe 50,00 Euro!
  • Von Sparlingo gibt es einen Einkaufsgutschein im Wert von 25,00 Euro
  • Der Häfft-Verlag spendiert wunderschöne Notizbücher aus seinem Sortiment
  • Einen Gutschein von 25,00 € gibt es von windeln.de
  • Und sie legt noch 2x das Buch Mondyoga mit dazu

XXXXXXXXXXL-Caipi!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Bevor ich nun endlich den Bericht über die epochale Zubereitung eines XXXXXXXXXXL-Caipis niederschreibe, erlaubt mir bitte, noch schnell eine Durchsage an das brasilianische olympische Komitee zu richten:

“Verehrte Verantwortliche! Bei Ihrer Präsentation in London bei der Abschlussfeier ist Ihnen ein bedauerlicher Fehler unterlaufen: In der Vorstellung fehlten die caipiresken Elemente! Dabei ist Brasilien doch Ursprungsland dieses köstlichen Getränkes! Ausnahmsweise drücke ich noch mal ein Auge zu, aber wenn das bei der Eröffnungsfeier in vier Jahren nicht besser läuft, können Sie sich warm anziehen, dann wird Ihnen die Ladung getrimmt! Hier schon mal einige Vorschläge: Die Sambatänzer und -innen sollten Limetten in die Zuschauermenge werfen. Pelé, der ja sicher die Ehre haben wird, das olympische Feuer zu entzünden, sollte dieses mithilfe von Cachaca erledigen, außerdem sollte die Flamme in einem XXXXXXXXXXXXXXL-Caipiglas lodern. Mehr Ideen auf Anfrage. Am besten engagieren Sie mich gleich als Choreographin für die Eröffnungsfeier, damit die Sache auch wirklich klappt. Mit mir werden Sie London 2012 auf jeden Fall toppen! Ich habe immer genug Limetten im Glas! Mit limettigen Grüßen, Ihr Fellmonster”

Verzeiht die Abschweifung, aber dieses Thema ist mir ein Herzensanliegen. Oh, Herzchen, da war doch was:

♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥

Immer an die scheiß Herzchen denken. Das wäre nun auch erledigt. Jetzt aber zum Fall. Ihr erinnert Euch vielleicht, vielleicht aber auch nicht, dass Rüdiger vor schon recht langer Zeit folgendes Foto, welches er in den Weiten des Webs entdeckt hatte, in seinem Blog postete:

Ein XXXXXXXXL-Mojito! Nun ist gegen Mojito nichts zu sagen, sehr leckeres Getränk. Aber was ist mit Caipi? Ich fühlte mich verpflichtet, die Herausforderung anzunehmen, wartete aber auf folgende Kombination:

  • schönes Sommerwetter
  • urlaubendes Monster

Diese Woche war es endlich so weit, es war feines Wetter und ich hatte Urlaub. Zu meiner Freude gab es dann sogar noch Limetten im Sonderangebot — so muss das sein.

Ich kaufte also 15 Limetten, und dann ging das los, nicht ohne vorher sämtliche (!!) Monster auf Außenmission zu schicken, nicht, dass die mir noch alles oder ein bisschen was wegtrinken…

Hier zunächst ein Größenvergleich. Das große Glas fasst fünf Liter, während es sich bei dem Winzling daneben um ein XXL-Caipiglas handelt, welches lediglich 0,5 Liter des köstlichen Getränkes aufnehmen kann.

(Das Foto ist schief, dabei war ich zu dem Zeitpunkt der Aufnahme noch nüchtern. Arme Magrat…)

Auch was das Dosieren des Cachacas betrifft, mussten Maßnahmen ergriffen werden. Wo bei XXL-Caipis ein HSV-Schnapsglas reicht, griff ich in diesem Fall gleich zum HSV-Bierglas:

(Übrigens: Experimente haben ergeben, dass Werderfans — jedenfalls einige — nicht aus HSV-Gläsern trinken. Nicht mal, wenn das gute Jever drin ist. Ich würde mich da nicht so anstellen und auch aus Werdergläsern trinken. Erwähnte ich schon mal, dass ich ein sehr ungeschickter Mensch bin, dem quasi ständig Gläser runterfallen? Aber zurück zum Fall.)

Wisst Ihr eigentlich, wie viel Arbeit es ist, 15 Limetten zu achteln und zu zerstampfen?

Eigentlich hätte ich sogar 20 Limetten nehmen müssen, aber das waren sehr saftige Exemplare, und ich war mit den 15 schon gut bedient.

Danach Rohrzucker und Crushed Ice en masse… Ich sage mal so: Mit einem Beutel, der 2 kg Eis enthielt, kam ich nicht aus…

Der Lohn der Mühen!

Zu Ehren des Krötengenerals wählte ich einen Riesenstrohhalm in pink! Das klassische Im-Drink-Herumrühren gestaltete sich gar nicht mal so ganz einfach, dazu nahm ich einen Kochlöffel. Ja, jetzt staunt Ihr, dass ich so etwas besitze, nicht wahr? Ich bin voller Überraschungen, besser als jedes Ü-Ei. (btw: Schon jemand diese Mädchen-Ü-Eier gesehen? Hallo, Ferrero, geht’s noch? Ihr habt definitiv nicht mehr alle Limetten im Glas!)

Dazu gab es noch Knabberkram (Nachos) und vor allem gute Lektüre:

Das ist ein sehr spannendes Buch. Mittlerweile lese ich den zweiten Band “Die Frauen, die er kannte”, der mindestens genauso spannend ist.

Nun fragt Ihr Euch wahrscheinlich, warum ich nicht stattdessen ein paar Leute eingeladen habe, um sie an dem Caipiabend teilhaben zu lassen. Leider habe ich nur ein 5-Liter-Caipiglas. Und ich kann Gäste ja nicht mit einem halben Liter Caipi abspeisen, da sind wir uns sicher einig, oder? Dafür habe ich ganz viel auf Euer Wohl getrunken, da war für jeden Monsterblogmitstreiter mehr als ein Schluck drin. ;-)

Es ging mir übrigens am nächsten Tag sogar halbwegs gut. Der Trick ist, zwischendurch ab und zu aufzustehen und mit der Flachlandhutze Fußball zu spielen, dann schwitzt man gleich wieder was vom Alkohol aus. Außerdem habe ich mich relativ lange mit der Trinkerei aufgehalten, es geht ja um den Genuss und nicht um die Geschwindigkeit… War schön lauschig, ein richtig netter, warmer Sommerabend.

Jetzt kann ich nur hoffen, dass nicht jemand irgendwo ein Foto mit Mojito in einer 50-Liter-Regentonne oder so ausgräbt. :-D

Große Ereignisse…

… werfen ihre Schatten und Limetten voraus:

So viele Limetten — was mag das bedeuten? Da steht noch eine Herausforderung im Raum, die nun endlich angenommen wird. Sommerwetter und urlaubendes Monster, auf diese Konstellation habe ich sehnsüchtig gewartet, nun geht das bald los. Dranbleiben, natürlich wird von diesem Projekt hier ausführlich berichtet. Mit Fotos! Küchenaktion! Foodblogging (oder besser Drinkblogging)!

Apropos Limetten: Neulich beim Bummeln entdeckt: Limettenteelichter!!! Epochal!

Während ich der heiligen Limette huldige, beobachtet der Krötengeneral ein Sommermanöver, welches seine drei Soldaten veranstalten:

Dieses top geheime Foto aus dem Krötenhauptquartier wurde mir von Schnecken-Uli zugespielt. Vielen Dank dafür!

Wie Ihr alle wisst…

… bin ich ja auch eine engagierte Foodbloggerin! Das kommt gleich nach meinen diversen Fashion Blogs, vielleicht auch davor, dazwischen oder drüber, das weiß ich nicht genau; ich habe ein bisschen den Überblick verloren zwischen Stylingberatung für Heidi Klum und Rezepteerfinden für Tim Mälzer. Das ist aber eh alles völlig egal, denn die Foodbloggingworld hat ein Megaproblem, wie mir meine Suchbegriffe verraten:

blasentee lecker machen

Ich muss nicht extra erwähnen, dass zum bunten Bereich des Foodbloggings auch Getränke gehören?

Also “Blasentee lecker machen” lautet unser heutiger Tagesbefehl in der Küche! Antreten zum Leckermachen, Kochsoldaten!

(In meiner Küche herrscht ein strenges Regiment. Das muss so, sonst pfeffert und salzt jeder, wie er lustig ist.)

Ich nahm mir für diese Herausforderung mehrmonatigen Sonderurlaub und präsentiere ich heute voller Stolz die Lösung des Problems.

Zunächst bereiten Sie den Blasentee ganz normal zu. Die Vorgehensweise darf ich als bekannt voraussetzen? Ansonsten lesen Sie bitte mein Rezept “Teebeuteltee richtig gekocht”. Als Ergebnis sollten Sie nach 10 bis 15 Minuten eine Tasse oder einen Becher scheiße schmeckenden Blasentee vor sich stehen haben.

Nun nehmen Sie ein kleines Schnapsglas aus der Miniaturwelt Hamburg zur Hand. Dort kippen Sie den Tee hinein. Also die paar Tropfen, die in das Glas reinpassen, natürlich nur. Den Rest kippen Sie diabolisch lachend mit einem lauten Schrei:

“Nehmt das, Ihr Kanalratten!”

in den Abguss. (Nun wissen wir, warum Ratten, jedenfalls die, die in der Kanalisation leben, nie Blasenentzündungen haben. Lest dazu demnächst auch meinen Artikel in der Medical Tribune.)

Sie haben nun noch ca. ein paar Tröpfchen des scheiße schmeckenden Blasentees vor sich stehen. Als nächstes nehmen Sie ein 5-Liter-Caipiglas zur Hand (es geht auch die 0,5-Liter-Variante, aber nur im äußersten Notfall!) und bereiten einen XXXXXXXL-Caipi zu. Sie benötigen hierfür nur 20 Limetten, eine Packung Rohrzucker und viel Cachaca, so mindestens eine halbe Flasche würde ich schon reinkippen. Immer das große Ziel vor Augen halten: Wir wollen den Blasentee lecker machen! Das ist unsere Mission, Ihr Küchenkrieger!

Zum Schluss tröpfeln Sie die Hälfte des Blasentees aus dem Miniaturglas in den XXXXXXXL-Caipi. Gut verrühren!!! Und nun alles austrinken!!! (Muss nicht auf Ex sein, kann aber auch nicht schaden.)

Jede Wette, dass Ihnen der Blasentee nun verdammt gut schmecken wird.

Und was heißt: “Wird so nicht mehr wirken?” Ach was. Das ist angewandte Homöopathie! Stichwort: starke Verdünnung. Und Caipi ist außerdem die beste Medizin. Bedenken Sie, wenn Sie die fünf Liter komplett trinken, werden die bösen Bazillen mit Nachdruck aus der Blase gespült. Das läuft. Glauben Sie mir. Wie immer weiß ich, wovon ich rede.

Guten Appetit! Ihr Foodbloggermonster

Demnächst in diesem Blog, Rubrik Foodblogging:

  • Rezept für ein halbes Brötchen mit Butter
  • Caipirezept

Und irgendwann im Sommer, wenn es richtig heiß ist, werde ich einen 5-Liter-XXXXXXL-Caipi zubereiten, jawoll!

Premiere im Blog!

Was macht man, wenn man mal keine Idee hat, worüber man bloggen könnte? Verzweifelt im Kreis herumrennen und sich die Haare raufen? (Nein, zu anstrengend.) Rahm verführen? (Ja, die Idee ist super, füllt aber das Blog nicht, im Gegenteil, weil man ja stundenlang mit Non-Blog-Aktivitäten beschäftigt ist.) Im Angesicht einer Blogflaute kann es nur eins geben:

Foodblogging!

Rezepte gehen immer. Ich bin ja für meine Kochkünste bekannt, die Küche ist mein erstes und zweites Zuhause, und überhaupt ist Essenszubereitung in der Blogosphäre ein beliebtes Thema, so dass meine Zugriffszahlen in ungeahnte Höhen schnellen werden. Hoffentlich halten das die WordPress-Server aus. Heute also das erste Mal im Monsterblog ein Rezept! Ich hoffe, Ihr seid Euch der Ehre bewusst, diese Sternstunde live miterleben zu dürfen. Oder sollte ich sogar schreiben: Fünfsternestunde, denn fünf Sterne sind die Anzahl, die ich im Michelin hätte, würde ich ein Restaurant betreiben. (Ja, ich weiß, dass eigentlich maximal 3 Sterne vergeben werden, aber für mein Restaurant würde man die Anzahl hochsetzen, das ist ja wohl klar! Dass ich diese Tatsache überhaupt erwähnen muss … Also Kinners, so geht das doch nicht.)

Heute gibt’s kalte Küche — wenn’s mal schnell gehen soll. Zutaten:

  • 1 matschiger Apfel, möglichst schon angebissen.
  • 1 Nacktschnecke

Klingt lecker, oder? Serviervorschlag:

Nahaufnahme:

Dieses Menü heißt “Nacktschnecke im Matschapfelbett”! Beachten Sie bitte auch, wie malerisch sich die Grashalme um diese kulinarische Kostbarkeit schmiegen! Wir alle wissen, wie wichtig die Deko ist, denn das Auge isst bekanntlich mit, so sagt man, darum schenken Sie diesem Feld bitte die gebührende Aufmerksamkeit.

Ich wünsche guten Appetit! Freuen Sie sich schon jetzt auf eine neue Sendung bei Rübenbrei TV: “Monster kocht”. Demnächst in Ihrem Lieblingssender!

(Nun kann ich nur noch hoffen, dass sich unter meinen Lesern zahlreiche Indische Laufenten befinden …)

Caipi. XXL-Caipi!

Gestern blaue Fragmente im Himmel über Hamburg gesichtet. Was soll das? Wo war das trübe graue Wetter hin, ich war doch noch nicht fertig damit, die verschiedenen Grautöne am Firmament zu katalogisieren und auswendig zu lernen. Heute ist meine Welt wieder in Ordnung. Grau. Nieselregen. Perfekt.

Festgestellt, dass Rasputin, seines Zeichens Wohnzimmersatanswolf, Mandarinen mag. Nun auch beim Mandarinenessen einen aufmerksamen Hundeblick als Gesellschaft, der fragt: Fällt noch ein Stück runter?

Von Gina lobend erwähnt worden, doch harrt die Frage:

Wie kann einem nur täglich so viel Schwachsinn einfallen?

noch einer Beantwortung. Hier muss ich um etwas Geduld bitten, denn mir ist bis dahin gar nicht aufgefallen, dass ich Schwachsinn verzapfe, mir kam hier alles völlig normal und durchschnittlich vor. Es liegt an der Irrenanstalt. Gina sagt das auch. Dort flöße ich übrigens einer Kollegin mit meinen Selbstgesprächen Angst ein. Verstehe ich nicht, alle  potentiellen Psychopathen, Amokläufer und Welteroberer führen Selbstgespräche! Da bin ich mir ganz sicher! Warum also Angst vor mir haben? Seltsam. Wo war ich? Wer bin ich? Egal. Zurück zum Schwachsinn. (Ich war niemals richtig fort.) Die Lösung verbirgt sich in Ginas Artikel: Kindercontent! Also verkündete ich in ihren Kommentaren großmäulig folgendes:

Memo an mich: Schnell ein, zwei oder drei superintelligente, genauer gesagt schlaueste Kinder von Welt (bei den Genen ein Kinderspiel!) anschaffen, vielleicht wird’s dann normaler… :-) Bevor ich mich diesbezüglich an die Arbeit mache, wünsche ich Dir ein paar schöne, erholsame Weihnachtstage, damit Du im neuen Jahr voll angreifen kannst bei den Rennen.

Das mit den Weihnachtstagen wünsche ich natürlich allen Lesern, und denen, die mit Weihnachten nichts anfangen können, wünsche ich, dass sie die Tage einigermaßen gut überstehen und zumindest die freie Zeit genießen können. Der Kern der Aussage ist aber ein anderer, wie mir erst klar wurde, nachdem Gina folgendes antwortete:

@ Fellmonsterchen: Angesichts Deines Arbeitsplatzes ist das gaaaanz normal, keine Sorge. Viel Spaß beim Kinder machen! Halt uns öffentlich auf dem Laufenden, okay? :-))))

Mir wurde schlagartig bewusst, dass ich da reichlich unüberlegt ein neues Projekt gestartet habe. Eine kurze Recherche im Internet ergab, dass der Weg, auf einen Engel zu warten, der einem eine Schwangerschaft ankündigt, vor ca. 2012 Jahren zuletzt von einer gewissen Maria beschritten wurde. Daraus leiten wir folgende Erkenntnis ab: Es wird nicht nur auf meine Gene ankommen, sondern auch auf die des Mannes, denn ein Engel wird mir sicher nicht erscheinen. Und hier fangen die Probleme an. Ich kann nicht automatisch davon ausgehen, dass sich meine Gene so welteroberungslustig wie ich zeigen und alle anderen Gene übertrumpfen, also brauche ich für dieses Projekt einen exzellenten männlichen Projektmitarbeiter. Zunächst dachte ich: Kein Problem, ich habe ja eh im Januar/Februar mein Praktikum im White House (danach übernimmt Lakritz und Schokolade, falls sie dann noch will), und das Erbgut von Barack Obama kann so schlecht ja nicht sein. Dann fiel mir ein, dass er ja verheiratet ist. Das ist zwar im biologischen Sinn unwichtig wie nur irgendwas, z. B. eine Neujahrsansprache von Frau Merkel, aber für meine künftigen Themen hier ein großes Problem, denn dann werde ich nicht bloggen können, dass der Vater mit unserem  Kind Fußball spielt oder welche Gute-Nacht-Geschichten er vorliest. Die Suche geht also weiter.

Und was das alles mit Caipirinha zu tun hat? An diesem Punkt beschloss ich schlicht und einfach, dass es Zeit für einen XXL-Caipi sei. Und nun kommt die Premiere: Der erste nicht schwachsinnige Beitrag in diesem Blog, das Rezept für einen Monster-XXL-Caipi! Tusch, Triumphmarsch, Konfettiregen!

Was wir brauchen:

1. Einen Stößel, möglichst in XXL-Größe

caipi_11

Links: Ein herkömmlicher Stößel, 15 cm lang (oder besser: kurz). Daneben: Ein XXL-Stößel mit einer stattlichen Länge von 24 cm. Natürlich kann man auch den kleinen verwenden, aber wir werden noch sehen, warum es mit dem längeren besser funktioniert.

2. Zwei Limetten

caipi_2

Bitte keine Zitronen verwenden. (Kein Witz, ich habe das mal erlebt.)

3. Ca. sechs Teelöffel brauner Rohrzucker

caipi_3

Die verwendete Menge ist Geschmackssache, hier muss man zu Anfang etwas experimentieren. Ich habe mit sechs Teelöffeln meine ideale Menge gefunden.

4. Ein Gefäß zum Dosieren des Zuckerrohrschnapses

caipi_4

Ich verwende ein Schnapsglas. Fragt nicht nach Größe und cl, das geht hier alles nach gesundem Augenmaß. Ich nehme 3 – 4 Gläser, auch hier gilt: Geschmackssache und vielleicht ein bisschen eine Frage des erwünschten Pegels. Heute habe ich mir 3 1/2 Gläser gegönnt.

5. Cachaça (Zuckerrohrschnaps)

caipi_5

Über die beste Sorte kann man sich wie immer trefflich streiten, sicher ist Pitú nicht die hochwertigste, aber mir schmeckt’s damit. Wie ich oben schon schrieb, ist die Menge Ansichtssache. Meine Meinung: Nicht weniger als drei und nicht mehr als vier Schnapsgläser.

6. Viel Eis (unbebildert, Foto vergessen)

Am Besten Crushed Ice. Es geht auch mit ganzen Eiswürfeln, aber in der zerkleinerten Form kann man besser rumrühren. Ich bereite mir allerdings ab und zu einen Caipi mit ganzen Eiswürfeln zu, so auch heute. In Brasilien ist das so üblich, der Caipirinha verwässert dadurch nicht so schnell.

7. Das Wichtigste! Das XXL-Glas!

caipi_6

Links: Ein herkömmliches Caipiglas, 0,3 l (oder 0,35? Jedenfalls winzig). Rechts: Ein XXL-Glas!!! 0,5 Liter!!! Längerer Genuss!! Es geht hier ja nicht darum, möglichst viel Alkohol in möglichst kurzer Zeit in sich hineinzuschütten. Aber wenn man mit netten Leuten zusammensitzt und andauernd aufstehen muss, weil der Caipi schon wieder alle ist, stört das die Gemütlichkeit doch sehr. Von so einem XXL-Caipi hat man einfach länger etwas.

Und nun zur Zubereitung. Zunächst werden die Limetten abgewaschen und diese komischen Gnubbel an den Enden abgeschnitten. Danach werden die Guten geachtelt (also so ganz ohne Rechenkünste geht’s nicht, endlich habe ich den Sinn des Mathematikunterrichts erkannt) und ins Glas geschmissen. Danach wird der Rohrzucker ins Glas geschüttet. Nun kommt der XXL-Stößel zum Einsatz. Das Ganze wird ordentlich zermantscht, immer feste druff, damit die Limetten möglichst viel Saft spenden. Beim Stampfen hat sich eine drehende Bewegung sehr bewährt. Das alles geht mit einem XXL-Stößel einfach besser. (Übrigens: Ich glaube, dass Profis erst die Limetten zerstampfen und dann den Rohrzucker hinzufügen, aber meine Methode ist halt die, den Rohrzucker gleich beim Stampfen mit unterzurühren.)

Danach wird das Glas bis zum Rand mit Eis aufgefüllt. Dann die Krönung und auch sonst das Wichtigste: Zuführung des Cachaças. Zum Schluss spendieren wir dem Getränk noch einen oder mehrere Cocktail-Strohhalme (es gibt Menschen, die nicht unter zwei Strohhalmen anfangen zu trinken) und etwas, mit dem man das herrliche Getränk gut verrühren kann.  Geht zur Not auch mit dem Strohhalm, wenn man nix anderes hat. Das Ergebnis könnte so aussehen (hier mit ganzen Eiswürfeln):

caipi_7

Danach heißt es: Prost! Am Besten entweder in netter Gesellschaft oder bei guter Lektüre genießen. Dazu passt leckerer Knabberkram, zum Beispiel Nachos mit scharfem Dip oder ähnliches.

Lecker, lecker…