… wurde mir folgendes Zitat zugespielt:
Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.
Kurze Recherche ergab, dass der Spruch vom begnadeten Mark Twain stammt. Welch guten Geschmack meine Patienten doch haben.
Kann mir mal jemand sagen, warum im Zusammenhang mit Mark Twain als empfohlener Tag “Rafael van der Vaart” vorgeschlagen wird? Was zur Hölle geht da vor? Eine Verschwörung? Egal. Hier noch zwei Fotos aus dem Monstergarten bzw. -Domizil.
Für Schneckennachwuchs ist gesorgt. Und im Gegensatz zu vielen Gartenbesitzern mag ich Schnecken, vor allem die Gehäuseschnecken:

Süße Schnecke
Das Geld habe ich zwecks Größenvergleich dort hingelegt. Endlich mal konnte ich meinen halben Monatsverdienst sinnvoll in Szene setzen.
Hier haben wir eine Monstermeute, die sich in dem Regal, auf dem mein Notebook steht, also sozusagen mein “Stehpult”, versammelt hat. Sie behaupten ja, dass sie dort immer wahnsinnig wichtige Themen besprechen würden, aber in Wirklichkeit geht es ihnen nur darum, in der Nähe meines puscheligen Lieblingsteddys zu sein! Ich kenne doch meine Pappenmonster! Ich zeige das hier überhaupt nur, um mal wieder etwas mit “Puscheligkeit” taggen zu können, denn das ist mir verdammt wichtig.

Puscheligkeit pusht!
Mittlerweile unter den empfohlenen Tags unter anderem: “German language”. Was soll mir damit gesagt werden? Dass ich hier gefälligst korrektes Deutsch schreiben soll? Kann ich nicht, ist auch in Wirklichkeit gar nicht so wichtig. In einer Welt, in der die “Bild” einen Medienpreis einheimst, ist das doch alles schietegal. Genauer gesagt, handelt es sich um die Auszeichnung “Herbert Quandt Medien-Preis” (siehe da! Die schludern doch auch mit der Sprache, da hätten ja wohl überall Bindestriche hingehört), der von der Johanna-Quandt-Stiftung (hier wurde an alle Bindestriche gedacht, Applaus, Applaus, Applaus) verliehen wird, dieses Jahr unter anderem an besagte Zeitung für die Artikelserie “Geheimakte Griechenland”. Logisch, wo schon das Wort “Geheimakte” fällt, ist sicher davon auszugehen, dass hier knallhart recherchiert und aufgedeckt wurde. Denn wie heißt es so schön auf der Website dieser Stiftung:
Eine intensive Recherche, Sachverstand und die fundierte eigene Meinung – das ist es, was ich mir auch in der Zukunft vom Wirtschaftsjournalismus wünsche.
So sagt Johanna Quandt, und bei der erwähnten Zeitung haben wir das doch alles: Recherche, Sachverstand, fundierte eigene Meinung. Also so was wie die Idee, dass Griechenland ja seine Inseln an uns verkaufen könne. Außerdem waren eh viel zu wenige Bewerber für diesen Preis am Start, insgesamt nur 324 Einsendungen, da war die Auswahl wirklich nicht groß.
Eins ist mal limettentrüb klar: Nächstes Jahr bin ich auch im Bewerbungstopf. Die Voraussetzungen sind einfach:
Der Preis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert und würdigt bereits seit 1986 jährlich Journalisten und Publizisten, die sich in herausragenden und allgemein verständlichen Beiträgen mit der Rolle von Unternehmern und Unternehmen in der Marktwirtschaft auseinandersetzen.
Man muss also was über Firmen und Marktwirtschaft schreiben. Kann ich! Mal sehen, ob ich einfach auch die Griechen als betrügerisch und faul brandmarke, so wie die o. g. Zeitung, nächstes Jahr hat die Jury das doch längst vergessen, oder einfach ein anderes Volk beschimpfe. Genau, ich nehme einfach die Spanier aufs Korn. Natürlich nicht deren verfehlte Wirtschaftspolitik, zum Beispiel in Sachen Immobilienblase, denn das ist ja alles viel zu kompliziert, es soll aber allgemein verständlich sein, und das geht mit Rassismus und so immer noch am besten. Ich beschimpfe also statt dessen einfach diese jungen spanischen Revolutionäre. Was soll denn der Aufriss und das alles wegen ein bisschen Jugendarbeitslosigkeit, 40 %, das ist ja nicht mal die Hälfte. Baut doch lieber weiter Immobilien, dann haben diese Faulpelze wenigstens eine Beschäftigung. Nicht, dass da eine neue ’68er-Generation aufwächst, wir haben doch mit der alten, die bekanntlich an allem schuld ist (vom Aussterben der Dinosaurier bis zu der Tatsache, dass es Frauen gibt, die nicht ordentlich kochen oder Geschenke einpacken können), genug zu tun.
So in etwa stelle ich mir das vor. Das variiere ich noch ein bisschen und baue es zu einer Artikelserie aus, die sich gewaschen hat. Damit dürfte mir dieser Preis sicher sein. Ach ja, ich verlinke bewusst nicht. Ich will nicht auf eine Seite verweisen, die der o. g. Zeitung einen Preis verleiht. Aber man braucht nur Dr. Google zu konsultieren, der überweist einen sofort in die Gummizelle derer von Quandt. Mir reicht es schon, dass ich einmal den Namen dieser sog. Zeitung korrekt geschrieben habe. Das muss an sorgfältiger Recherchearbeit reichen. Ist doch nicht die Blödzeitung hier!
So kann man auch bloggen: einfach von den empfohlenen Tags inspirieren lassen. Eigentlich wollte ich auf die Blödzeitungsarie gar nicht eingehen, aber wenn man mich quasi dazu zwingt…