Hallo, liebliche Lesende, hier ist wieder Eure Projektmuddi mit einem neuen Thema, welches nicht jedem liegen wird, das steht schon mal fest.
Es stammt von Cogito, einer wahren Expertin auf dem Gebiet, und es lautet:
Vampir
Vampire, diese nachtaktiven Blutsauger… Ich dachte ja schon, dass ich bei diesem Thema entweder scheitern oder wieder “Dracula” aus der Kiste ziehen würde, aber “Dracula” hatte ich letztes Jahr schon erwähnt.
Da Scheitern für eine Weltherrscherin keine Option ist, dachte ich mir, ich gebe dem Genre einfach mal eine Chance. Neue Welten entdecken und auch mal Bücher lesen, die man ohne das Projekt vielleicht nicht anrühren würde, dafür ist das Projekt auch gut. Die “Biss…”-Reihe von Stephenie Meyer hat mich allerdings nicht so gereizt. Ich wollte etwas mit Erwachsenen, und da stolperte ich doch glatt über die “Chicagoland Vampires” von Chloe Neill. Das hörte sich gut an, Vampire in einer Großstadt, was treiben die da so?
Die Vampire in Chicago haben ihre Existenz vor kurzem der Menschheit offenbart. Sie sind in “Häusern” organisiert, so ähnlich wie damals (und wohl auch heute?) die Adelshäuser. Die weibliche Hauptperson, Merit, wird zur Vampirin wider Willen, aber es war nötig, um ihr Leben zu retten bzw. das, was davon übrig ist, wenn man ein Vampir ist, jedenfalls spielt irgendein Vampir ein böses Spiel, indem er Menschen umbringt, was ihm halt bei besagter Merit nicht gelungen ist, wäre ja auch dumm gelaufen, denn dann gäbe es den Roman nicht und ich hätte nun nichts zum Vorstellen für dieses Motto.
Der Roman ist irgendwie eine Mischung aus Romanze und Krimi. Die beiden weiblichen Hauptdarsteller sind recht unterhaltsam, es gibt öfter mal amüsante Sprüche, allerdings darf man bei diesem Buch keine tiefschürfenden Charakterbeschreibungen erwarten. Dafür ist der Leser immer gut im Bilde, was die Protagonisten für Klamotten anhaben. Außerdem sind so gut wie alle Menschen und andere Wesen (ja, es gibt nicht nur Vampire und Menschen in Chicago), die Vampire ja sowieso (ist das ein Markenzeichen dieses Genres?), wahnsinnig attraktiv. Die Sprache ist manchmal etwas unverblümt (“Titten”, “großer Schwanz”, “beschissen” sind mir in Erinnerung geblieben), und es gibt — anders als in der “Biss…”-Reihe von S. Meyer, wenn ich da richtig informiert bin –, vorehelichen Sex. Ich war die ganze Zeit über beim Lesen sehr besorgt um die Moral der USA, das ist alles ganz furchtbar, und das bei einer Autorin, die aus den Südstaaten stammt, wo soll das noch hinführen? Wenn das Sarah Palin mitkriegt, kommt die mit ihren Knarren! Aber jetzt bin ich abgeschweift. Wo war ich? Ah, ja, der Chef, pardon, richtig muss es heißen: Lehnsherr, des Hauses Cadogan (zu dem Merit gehört), ist natürlich extrem attraktiv. Gäbe es ihn in Wirklichkeit, wäre er wohl der zweitsexieste Mann in Chicago, nur, damit Ihr in etwa eine Vorstellung habt. Trotzdem hat Merit, die schon nach einigen Tagen eine wahnsinnig starke Vampirin ist, so ihre Probleme mit ihrem Chef…
Dieses Buch ist der Auftakt zu einer Reihe, die aus mindestens 5 Büchern besteht. Ich werde sie wohl weiterlesen, für warme Sonnentage, wenn einem das Gehirn wegschmilzt, ist das genau das richtige, außerdem möchte ich nun wissen, wie es weitergeht. Etwas mehr Tiefe bei der Ausarbeitung der Charaktere und weniger Oberflächlichkeiten (Klamotten, Schilderungen der Partys) würden der Reihe nicht schlecht bekommen, aber irgendwas ist ja immer… Dafür gibt’s hier und da eine Prise Humor.
So ein richtiger Fan des Fangzähnchen-Genres bin ich durch den Roman jedenfalls nicht geworden. Umso gespannter bin ich, welche Bücher Ihr vorstellen werdet. Generell habe ich natürlich überhaupt nichts gegen Vampire, ich habe ja sogar einen kleinen hier, der sich von Bloody Caipi ernährt, wer hier schon länger mitliest, wird sich an Vampi erinnern.
Apropos Chicago, attraktive Männer usw., ich muss noch mal eben Rahm anrufen, er ist immer noch beim Wettergott und versucht, den Frühling zu programmieren.
Ich: “Rahm, wie läuft es bei dem Wettergott?”
Rahm: “Ich habe die Wettermaschine repariert, das musst Du doch gemerkt haben, waren die Temperaturen und die Sonne okay?”
Ich: “Ja, war schon ganz gut, ich konnte heute im Liegestuhl liegen.”
Rahm: “Diese Faulenzerei hat ein Ende, wenn ich wieder da bin, es gibt viel zu besprechen!”
Ich: “Natürlich. Du kannst die Temperaturen jetzt mal in den zweistelligen Bereich bringen und den ungemütlichen Ostwind abschalten!”
Rahm: “Das bisschen Wind… Erfrischung ist immer gut. Ich muss außerdem den Wettergott von Caipi auf Tee umstellen, damit er nicht wieder alles auf ‘ewigen Winter’ programmiert.”
Ich: “Die ganzen Caipizutaten, die übrig bleiben, kannst Du mitbringen, ich habe Verwendung dafür, und man soll ja nichts umkommen lassen!”
Rahm: “Das dachte ich mir… Bis bald. Es kann sich nur noch um ein paar Tage handeln!”
Das hört sich ganz gut an, oder? Doch kein ewiger Winter. Wäre Rahm ein Vampir, wäre er natürlich Chef aller Häuser…














































