Platten an der Wand

 

Etwas, das ich schon lange mal erledigen wollte und im Zuge des Büroumbaus endlich geschafft habe: Wandverschönerung durch Vinyl in knallig bunt. Klick macht größer.

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Die kleinen weißen und schwarzen Schallplatten außer die links neben der roten Maxi sind nicht aus Vinyl, sondern aus labberigem Material, so was gab es früher. Total faszinierend. Irgendwie.

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Diese mehrfarbigen Teile sind ja auch ganz große Schallplatte!

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Gesamtansicht der Ecke. Ganz oben an der Decke sitzt übrigens ein Prachtexemplar einer Zitterspinne. Mit Rücksicht auf Leser, die Spinnen nicht so mögen, habe ich das Foto beschnitten. Ich bin eine ganz Liebe! Wie eine Muddi bin ich zu Euch!

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Mehr bekomme ich trotz massig Zeit wg. Fußballlosigkeit bei der Hitze nicht zustande.

Fotoflut

Was, schon wieder?

Ja, ich komme hier gerade zu nix, weil ich mein Büro umbaue, und dann noch ständig dieser Fußball. Diesen Artikel hatte ich schon länger in den Entwürfen, die Fotos entstanden noch mit der alten Kamera. Ich habe also qualitätstechnisch keinen Schritt rückwärts getan! Ausnahmsweise mal ohne weiteren Text, einfach Fotos… Klick macht groß, danach ein Klick noch größer. Viel Spaß. (Und nein, dieses wird kein Hundeblog. Echt nicht.:-) )

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Ich habe sie alle!



Neulich whatsappte Socksi (immer dieses neumodische Zeug, was die jungen Leute heutzutage so benutzen) mit der weltberühmten Isi, und Isi fragte ihn, welche Autogrammkarten er gern haben möchte, denn es hatte ja leider nicht mit einem persönlichen Treffen zwischen ihm und seinem Lieblingsstar geklappt. Socksi, unverschämt, wie er sein kann, antwortete kurz und bündig: „Alle!“ Wer hat ihn eigentlich erzogen? Ich war’s nicht! Oh… Weiter im Text!

Und so kam es dann auch. Schaut Euch mal diese Autogrammkartenflut an. Für Nelly waren natürlich ebenfalls welche mit dabei:

Autogrammkarten

Vielen Dank, liebe Isi! Wir alle haben uns sehr darüber gefreut und sind stolz und froh, Dich und Deine Managerin zu kennen. Natürlich waren auch noch Leckerlis mit dabei, aber die habe ich vergessen zu knipsen.

Im Übrigen habe ich angefangen, die irre Flut an Fotos, die ich in den letzten Wochen erstellt habe, durchzugucken, denn es ist natürlich viel Schrott dabei. Ich habe mir ja eine neue Kamera gegönnt und versuche, meine Fähigkeiten etwas zu verbessern. Bis jetzt ist mir das noch nicht so wirklich gelungen, es liegt an einer Mischung aus Zeitmangel und kleinen Tiefs, die ich in letzter Zeit hatte. Jedenfalls sind trotzdem einige Fotos dabei, die ich einfach mal zeige. Speziell die Anarchohündchen gehen ja eh immer.

Noch was in eigener Sache: Ich hoffe, dass ich ab morgen noch Internet habe. Der Provider war so frei, mir mitzuteilen, dass etwas umgestellt wird und hat mir einen neuen Router geschickt. Ich hoffe, dass bei der Umstellung alles glattgeht. Man hört ja diesbzgl. öfter mal Horrorstorys von Leuten, die wochenlang vom Internet abgeschnitten waren. Ich hoffe, dass mir das nicht passiert…

Jetzt aber die Fotos. Klick macht groß, noch einen Klick noch größer. Bei einigen Fotos lohnt sich das ein bisschen.

Halb hat es ja schon geklappt mit dem unscharfen Hintergrund. Eine Fliederblüte aus dem Garten der WEZ. Mittlerweile ist der Flieder leider verblüht. Ich liebe Flieder.

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Wer bisher zweifelte, dass von Winkekatzen gute Schwingungen ausgehen, wird hier nun eines Besseren belehrt. Mehr Beweis geht ja wohl nicht, oder?😀 Und ja, die Winkekatze ist so groß, wie sie aussieht. Ich brauchte einen großen Karton, um was zu verschicken. Ich hätte entweder einen leeren großen Karton bei der Post kaufen müssen, da mein Vorrat das nicht hergegeben hätte, oder eine große Winkekatze in entsprechender Verpackung bestellen können. Ich entschied mich für letzteres, denn es gilt: Bei zwei Lösungen wähle die beklopptere.

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Hier ist sie noch mal in voller Pracht, wie sie es sich auf meiner Gartenbank bequem gemacht hat. Es handelt sich hier um ein Riesenexemplar, welches nicht nur schnöden Reichtum herbeiwinkt, sondern MACHT und EINFLUSS. Alles für die Weltherrschaft!

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Jetzt aber endlich Anarchohündchen! Wir starten mit einem totalen Murksbild, das ich aber trotzdem irgendwie witzig finde. Keine Ahnung, warum. Vielleicht, weil ich bekloppt bin. Man weiß so wenig… Es erinnert mich so ein bisschen an Comics, wo jemand ganz schnell flitzt und der Zeichner alles verschwommen darstellt.

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Tobebild. Hatten wir quasi noch niiiiie im Blog. Kann man mal bringen.:-)

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Momentan experimentiere ich in Sachen Actionfotos, indem ich Nelly einen Dottie hinhalte und gleichzeitig ihre Hüpferei zu knipsen versuche. Das ist gar nicht mal so einfach. Hier landete sie wieder auf dem Boden, aber die Ohren flogen noch hoch. Hätte ich gut bei Isabellas Sprüchewettbewerb mit dem Text „Da stehen einem ja die Ohren zu Berge!“ einreichen können.

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Sprüchewettbewerb? Ja, genau, bei Isabella, Damon und Cara. Abgabefrist ist aber abgelaufen, freut Euch nächste Woche auf geniale Bilder von Isabella und anderen. Ich habe auch mitgemacht, der Spruch ist leider lahm, aber das Foto finde ich ziemlich witzig:

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Zwischendurch mal wieder eine Pflanze: Lauch! Auch aus meinem Garten. Guckt mal die Unschärfe im Hintergrund. Wenn nun die Blüte auch noch gestochen scharf wäre…

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Königin Nelly schreitet ihre Ländereien ab.

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„Hey, was geeeeeeht?!“

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„Hey, nicht die liegende Nelly fotografieren, guck mal, ich bin doch total süß und lächle allerliebst!“ Socksi, der Fotobomber…

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Ja, Socksi, Du bist mein kleiner Strahlemann.

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Und dann war da noch der Versuch, beide gleichzeitig in ruhiger (!!!) Stellung aufs Foto zu bannen. Aber entweder gähnt einer …

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… oder sie gucken nicht in die Kamera …

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… oder einer macht ein komisches Gesicht …

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… oder einer guckt sonstwohin …

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… oder eine guckt sonstwohin.

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„Ach, ich stehe jetzt auf, das dauert mir alles zu lange hier. Bin ich Fotomodel oder was?!“

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„Lieber toben!!!“ Ja, der Wettbewerb in „Das Maul am weitesten aufreißen“ ist immer noch nicht entschieden. Hier punktet Nelly.

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Aber Socksi gleicht sofort wieder aus!

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Neue Herausforderung: Zunge ganz weit raushängen lassen.

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„I believe I can flyyyyyy! I believe I can touch the skyyyy!“

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Socksi ist so ein kleiner „In die Seiten“-Zwicker.

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Ja, ein Tobebild, hatten wir hier so auch noch nie im Blog.

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Fliegende Ohren, Grimassen, hatten wir auch noch nie… ach, Ihr wisst schon.

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Da! Nelly zwickt Socksi in die Haxn! Das ist eigentlich seine Spezialität.

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Hier haben wir ein Tobebild von Nelly und Socks.

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Bei Hitze ab in eine schöne kühle Kuhle. Guckt Euch mal das kleine Sandschnütchen an.

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Das war das. Ich hoffe, Ihr hattet Spaß an den Bildern. Es ist ein tolles Leben mit den beiden Puschelwölfchen.

Drückt mir für morgen bitte ein bisschen die Daumen, dass mit der Internetumstellung alles klappt. Danke, danke, danke!!

Leseeindruck: “Hammelsprünge – Sex und Macht in der deutschen Politik” von Ursula Kosser

 

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Worum geht es?

Treffen sich vier Politik-Journalistinnen, um in Erinnerungen zu wühlen – so in der Art kann man sich dieses Sachbuch vorstellen. Vor allem die 80er in Bonn werden ins Visier genommen.

Das Buch ist nicht halb so boulevardesk, wie der Untertitel befürchten lassen könnte. Mit Namen wird diskret umgegangen und nur wenige genannt. Bei einigen könnte man vielleicht anhand der Umschreibungen erahnen, um welche Politiker es ging, dazu bräuchte man aber wohl ein gutes Gedächtnis. Ich konnte damals zwar die Namen aller Minister runterbeten, aber heute würde ich nicht mal mehr die Hälfte der Namen auf die Reihe bekommen. Der Hammelsprung, so viel weiß ich aber noch, ist ein Abstimmverfahren, bei denen die Abgeordneten je nach “dafür”, “dagegen”, “ist mir doch schietegal” durch die entsprechende Tür latschen. Also ein hochpolitischer Titel.

Was der Leser erfährt, war zumindest für mich nicht allzu überraschend, aber ich bin ja auch schon älter und Mitte der 80er ebenfalls ins Berufsleben eingestiegen.

———————— monstermäßige Abschweifung ————————

Oja, lass mal wieder abschweifen! Damals in der Anstalt, es war Ende der 80er, arbeitete ich als Springerin. Nein, nicht als Walking Act in einem lebensgroßen Schachspiel, sondern an verschiedenen Arbeitsplätzen, wo Not an der Arbeitskraft war, sei es aus urlaubs- krankheits- oder Berge-von-Arbeit-Gründen. Eine der Gruppen, der ich damals schwerpunktmäßig angehörte, bestand aus 3 Frauen und vier Männern. Der Gruppenleiter war so richtig vom alten Schlag, zwei weitere waren auch schon so um die 60, einer war ca. Mitte 40. Damals war es Usus, dass die Frauen den Kaffee kochten und – ja, wirklich, ich veräppele Euch nicht! – auch in die Tassen gossen und an die jeweiligen Schreibtische brachten. Eine der Frauen war so sehr mit dieser Aufgabe verwachsen, dass sie die Zeiten selten vergaß (es gab vormittags und nachmittags Käffchen). Sollte sie doch mal 5 Sekunden über der Zeit gelegen haben, genügte ein “Ich habe Kaffeedurst” ihres Gegenübers, um sie wie von 1000 Taranteln gestochen aufspringen zu lassen, laut “Kaffeekochen!!!” zu rufen, und mit Höchstgeschwindigkeit, die einen Usain Bolt erblassen lassen würde, mit der Kaffeekanne zum Wasserhahn zu rennen.

War diese Frau nicht da, waren da ja noch die beiden anderen Frauen oder zumindest eine. Doch eines Tages passierte, was irgendwann geschehen musste: Keine von den dreien war anwesend. Aber ich. Also bekam ich von dem Gruppenleiter, einem widerlichen Ekel, die Aufgabe übertragen.

Und Ihr kennt mich, ich bin immer, wirklich immer, vor allem, wenn es um widerliche Ekel oder sexistische Kotzbrocken (der andere ältere, nur der Mitte 40er war ein sympathischer Mann), bestrebt, das Wohlergehen solcher Persönlichkeiten aufrechtzuerhalten, weil ich nämlich eine ganz Liebe bin! Was tue ich also? Ihr kennt das alle, der Büroalltag ist ermüdend, diese trockene Luft in den Räumen, das Starren auf Monitore oder Karteikarten (hey, es waren die 80er und die Anstalt war schon damals nicht die modernste ihrer Art!) führt zu überlasteten Äuglein, was hilft da besser als so’n schöner Kaffee? Ein starker Kaffee? Ein verdammt noch mal richtig starker Kaffee!!!! Also nicht nur einen normalen Löffel Pulver pro Tasse (die Anstaltstassen waren übrigens recht klein), sondern ordentlich gut gehäuft. Und dann noch einen extra für den deutschen Kaiser, den die beiden älteren zwar knapp verpasst haben dürften, aber das Gedankengut waberte noch genug durch ihre Köpfe.

Abführmittel hatte ich nicht zur Hand, schlechte Vorbereitung, würde mir heute nicht mehr passieren, dabei weiß man ja um die träge Verdauung von Büromenschen durch das viele Herumsitzen. Ich hätte sonst mein medizinisch wertvolles Getränk noch weiter zum Wohle der Kollegen optimieren können. Aber so war es auch schon gut.

Warum ich danach nie wieder Kaffee zu kochen brauchte, weiß ich bis heute nicht.

Ich erinnere mich auch gern daran, wie der sexistische Kotzbrocken mich mal fragte, ob ich kochen könne, ich mit “nein” antwortete und er meinte: “Was machst Du denn, wenn Du mal einen Freund hast?” Was soll so eine Frage, hatte er Angst, ich würde meinen Freund aufessen? Roh? Ich barfe doch nur meine Hunde, nicht mich. Ich habe aber ganz lieb geantwortet, dass ich ihm empfehlen würde, selbst zu kochen.

An manchen Menschen sind die ‘68er (sind an allem Schuld, außer an den Sachen, an denen die Flüchtlinge schuld sind) echt spurlos vorübergegangen. Und komme mir bitte keiner mit “Respekt vor dem Alter”. Bis zu einem gewissen Grad, ja, natürlich, aber das ist keine Entschuldigung für ekelhaftes Verhalten. Und damit meine ich gar nicht mal diese Kaffeekocherei, sondern z. B. das Mobben, das von dem sexistischen Kotzbrocken gegenüber einer Kollegin betrieben wurde. Oder das menschlich häufig sehr fragwürdige Verhalten des Gruppenleiters gegenüber seinen Mitarbeitern.

———————— monstermäßige Abschweifung ENDE ————————

Kommen wir zurück zum Buch. Wir erfahren also nicht nur von untreuen Politikern, sondern auch von der herablassenden Art der Bonner Elite (sog.) gegenüber Frauen, vor allem, wenn sie noch jung sind. Wir lernen, falls wir es noch nicht wussten, dass da noch eine Menge Staub von den Gehirnen vieler Menschen gepustet werden musste. Und auch heute ist das Thema noch aktuell, wie #Aufschrei vor kurzem deutlich zeigte. Heute kommen Diskriminierung und Belästigungen in anderem Gewand daher, nicht mehr so altherrenhaft wie noch in den 80ern (außer von Relikten wie Brüderle), aber es gibt sie noch. (Und natürlich kann diese auch von Frauen ausgehen, da es aber häufig eine Konstellation von Macht und Abhängigen ist, und es noch nicht soooo sehr viele Frauen in Führungspositionen gibt, liegt der Fokus halt immer noch auf dem männlichen Geschlecht…)

Eingestreut in das Buch sind übrigens auch Erlebnisse von ehemaligen Politikern und Journalisten, es kommen also auch Männer zu Wort. Der Grundtenor des Buches ist nicht, dass alle Männer Schweine sind. Das ist auch richtig so, ich hasse Verallgemeinerungen. Das Buch bietet auch viele Informationen über die damalige Gesetzeslage und Frauenpolitik, es ist also kein Tratschbuch (na ja, manchmal schon ein bisschen Winking smile). Auch die beginnenden 90er kommen noch vor und Begegnungen mit einer gewissen Angela Merkel, damals häufig spöttisch als “Kohls Mädchen” bezeichnet, werden geschildert.

Wie hat es mir gefallen?

Es war wie gesagt für mich nichts wirklich Überraschendes dabei. Ehebruch, Alkoholismus, herablassendes Verhalten, das alles sind nun auch keine Attribute, die nur auf Politiker zutreffen, mag das Klima in Bonn, weitab von deren Familien, dafür auch günstig gewesen sein. Interessant wäre es mal, ein Buch von Journalistinnen zu lesen, die die heutigen Erfahrungen schildern. So ein “Sie füllen ein Dirndl gut aus”-Brüderle ist ja doch eher von gestern oder sogar vorgestern. Aber die Gleichberechtigung ist immer noch nicht erreicht. An den Themen Ehebruch und Drogensucht wird sich nicht sooo viel geändert haben.

Nichtsdestotrotz wird die Atmosphäre in dem Buch gut geschildert. Vermutlich gibt es zurzeit wichtigere Sachbücher, die man lesen könnte, aber wer sich für die Entwicklung der Frauen im Berufsleben interessiert, kann damit nichts verkehrt machen. Ich gebe 4 XXL-Caipigläser.

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Zitat

Heute mal kein Zitat, sondern ein Video, die Szene wird auch im Buch erwähnt.

Einerseits traurig, andererseits gerade von eingeschränkter Aufnahmefähigkeit zu reden, wenn man selbst eindeutig mindestens ein Glas zu viel intus hat, ist schon irgendwie ironisch…

Das Cover

Das Cover ist eigentlich farbig, ich habe es von meinem E-Reader abfotografiert, daher die Grautöne. Es ist passend.

Zahlen, Daten, Fakten

Erschienen bei DuMont, 256 Seiten in der gebundenen Ausgabe, die ich ja nicht besitze, aber ich möchte Euch ja nicht ganz ohne Seitenzahlen sitzen lassen.

Erfüllte Aufgabe

Nr. 15, ein Sachbuch oder eine Biografie.

So, aktuell nur noch ein Buch im Rückstand, und bald steht die EM vor der Tür, da werde ich auch nicht so viel Zeit zum Lesen haben. Das Monsterblog ist also vor zu viel Buchbloglastigkeit bestens geschützt.

Entscheidungshilfe


Ihr Lieben,

eine Aufgabe bei Daggis Buchchallenge ist es, dass jemand bestimmen soll, was ich als nächstes lese, wobei ich zum Glück 3 — 5 Bücher vorgeben darf, also nix mit 50 Shades of Grey oder der Biss-Glitzivampir-Reihe… Nutzt die seltene Gelegenheit, über Eure künftige Weltherrscherin zu bestimmen.😉 Diese Bücher stehen zur Auswahl:

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Und hier die Umfrage:

 

Ich bin gespannt… „Die unendliche Geschichte“ wäre übrigens ein Reread (sorry für das Englisch so mittendrin, aber „Wiederholtes Lesen“, „Nochmallesen“ oder ähnliches klingt ätzend, manchmal sind die englischen Begriffe einfach schöner). Ich denke, dass das in der Challenge auch zulässig ist.

Ich sage schon mal DANKE, DANKE, DANKE!

Kunst in der Anstalt: Die Erschöpfte



Nebenan gibt es Kastenkunst zu sehen. Zeit, auch hier mal wieder ein Meisterwerk der geheimnisvollen WC-Künstlerin der Anstalt zu zeigen. Ich gehe davon aus, dass Ihr sehr nach ihren Werken dürstet. Geht mir nicht anders, ich möchte aber vermeiden, durch Masse eine gewisse Beliebigkeit zu erzeugen. Eine Übersättigung kann es nicht geben, nicht bei der Kunst, aber es gilt: Mach dich rar, dann biste nicht so schnell gar. (Das ergibt überhaupt keinen Sinn, außer für Kochgut, welches dem Topf durch die Strategie des Rarmachens entgeht.)

Als ich dieses Werk sah, wusste ich gleich, dass es nur „Die Erschöpfte“ heißen kann. Seht nur, wie schlaff, ja geradezu ausgelaugt, die Schleppe das Toilettenpapierrollenpappkerns herunterhängt. Ich vermute, dass die arme Kreatur vermutlich den halben Tag eine Schulung geben musste und am späten Nachmittag noch eine Telefonkonferenz mit der Konzernzentrale hatte. Ich sehe es vor meinem geistigen Auge: Der arme  Toilettenpapierrollenpappkern musste Toilettenpapierrollen im richtig Herumhängen schulen und tausend Diskussionen führen, warum so rum und nicht anders; und nachmittags ging es mit dem Konzerncontrolling um wichtige Sachen wie die richtige Kennzahlenermittlung von verbrauchtem Toilettenpapier und die preisliche Entwicklung desselben mit erfrischenden Diskussionen, ob man Reparaturbestellungen bei Materialkostenveränderungen mit einfließen lassen sollte. Wie oft werden Toilettenpapierrollen repariert? Und was sagt die Zeitschrift „Controlling & Management“ dazu?

Das sind so Fragen, die nicht beantwortet werden müssen, denn Einkaufscontrolling interessiert uns hier nicht, also wenden wir uns der Schönheit dieses Meisterwerkes zu. Beachtet bitte auch unbedingt den Spiegelungseffekt mit der WC-Bürste! Das ist wichtig!!!!1! Ich präsentiere Euch nun die Fotos in ihrer atemberaubenden Schönheit und riskiere damit, Euch eine schlaflose Nacht zu bereiten, aber so ist das mit großer Kunst: Sie wühlt auf, sie sorgt für Schlafstörungen, sie ist unverzichtbar.

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Hinweis für neue Leser oder auch Stammleser, die es vergessen haben: Diese Kunstwerke finde ich genauso in der Anstalt vor, da ist nichts fingiert oder von mir selbst in Szene gesetzt. Ich bin lediglich diejenige, die die Ehre hat, diese Meilensteine der Kunst fotografisch für die Jetzt- und Nachwelt festzuhalten. Und ich interpretiere gern mal so vor mich hin, ohne zu wissen, ob ich die Absicht der Künstlerin richtig verstehe. Aber solange sie keine Dokumentation dazulegt, darf ich das!