Neulich in Hamburg …

 

… trollte ein kleines dickes Monster durch die Gegend, kicherte gehässig vor sich hin und murmelte: „Hähä, ich geh da jetzt rein, stelle die vor eine unlösbare Aufgabe, ich werde sie in die pure Verzweiflung treiben, sie werden ihren Job hinschmeißen und die Fremdenlegion aufsuchen oder sich auf den Mars schießen lassen! Hähä!“

Was war passiert?

Das böse, garstige Monster erblickte das hier:

Tja, ein paar Schönheitschirurgen weniger… So geht moderne Monsterei. Früher haben wir die einfach aufgefressen, heute gehen wir Monster viel subtiler vor. (Nougatschokolade schmeckt eh viel besser.)

Coming soon, endlich wieder eine bekloppte Blogreihe:

Leseeindruck: „Lunapark“ von Volker Kutscher

Worum geht es?

Das ist der 6. Fall von Gereon Rath, dem Kommissar, den es von Köln nach Berlin verschlagen hat. Wir schreiben das Jahr 1934, SA-Männer werden ermordet, die Mordkommission muss nun mit der Geheimen Staatspolizei zusammenarbeiten… Ehemalige Gangsterbosse spielen ebenfalls eine Rolle.

Wie hat es mir gefallen?

Ich finde die Romane um Gereon Rath sehr spannend, mittlerweile sind sie, was nicht weiter verwunderlich ist, sehr düster geworden. Die, die noch zur Weimarer-Republik-Zeiten spielten, ließen zumindest hier und da mal eine gewisse Leichtigkeit durchschimmern. Man sollte die Romane unbedingt in der Reihenfolge des Erscheinens lesen, der erste Band heißt „Der nasse Fisch“.

Ja, auch dieser Roman war wieder sehr lesenswert, streckenweise sehr brutal, das ist aber, wenn man die Zeit bedenkt, leider sehr realistisch.

Eine bestimmte Szene hätte trotzdem nicht sein müssen, oder vielleicht doch, aber sie hat mich sehr mitgenommen, ich kann da aber nicht näher drauf eingehen, um nicht zu viel zu verraten.

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Lieblingscharakter

Charly, Raths Frau. Politisch hat sie weitaus mehr Durchblick als ihr Mann, der allerdings weit davon entfernt ist, ein Nazi zu sein, die Nationalsozialisten aber sehr unterschätzt. (Was auch realistisch ist, so ging es ja vielen.)

Das Cover

Ich mag die historischen Schwarz-Weiß-Fotos, sie sind sehr passend.

Daten, Fakten, Zahlen

  • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch (10. November 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462049232
  • ISBN-13: 978-3462049237
  • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 4,5 x 22,2 cm

Erfüllte Aufgabe

Nr. 35: „Ein Buch das 2016 erschienen ist.“

 

Bergedorfer Sehenswürdigkeiten (4)

 

Fahrradfahrende Geister, das gibt es auch nur in Bergedorf. Mir sind zwar noch keine begegnet, obwohl ich oft zur Geisterstunde unterwegs bin, aber das Schild wird schon seine Berechtigung haben.

Aber ist es eine Lösung, wenn die Geister einfach nur wenden? Dann sind sie immer noch in Bergedorf. Who ya gonna call?

Nein, die rufe ich nicht! Ich habe ja selbst Gespenster in meiner Meute! Jetzt weiß ich auch, was das alles soll. Wenn die Geister wenden, fahren sie in die Richtung der WEZ. Die Verantwortlichen glauben wohl, dass ich alles aufnehme, Monster, Geister, Hexen, Dämonen, Teufel, und mit Caipi abfülle, so dass sie keine Gefahr mehr für die Allgemeinheit sind. Na, wartet nur ab… (Hier bitte diabolisches Lachen vorstellen!)

Das Foto zum Wochenende

 

Wenig Zeit zum Bloggen gehabt, in der Anstalt sind sie alle irre, außer natürlich ich. Das habe ich nun sogar schriftlich von einer Kollegin bestätigt bekommen, hier das entsprechende Zitat aus ihrer Mail:

Katrin, Katrin, du bist echt nicht mehr ganz dicht meine Liebe, aber so herrlich normal und liebenswert dabei *lol*

Herrlich normal, nun wisst Ihr Bescheid. Den Hinweis mit „nicht mehr ganz dicht“ könnt Ihr überlesen, das ist der unwichtige Teil in dem Satz.

Nun aber das Foto (Klick macht größer), eine schöne grüne Wanze mit Regentröpfchen, auch alles völlig normal:

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und lass mich nun ins Bett fallen.

Die Schlitzerin

 

 

Ganz ehrlich, Mr. President, ich finde es toll, dass Sie die Mimimi-Kultur bereichern:

Müssen Sie mir deswegen aber täglich Mails mit Hilferufen schicken? Ich habe erst mal eine Expertise erstellen lassen, denn immerhin wohnt bei mir die Hexe Helene. (Nein, nicht Helene Fischer!)

Ich : „Hexe Helene, ist Donald Trump evtl. eine Hexe?“

Hexe Helene: „Kann er einen Kräutertee zubereiten, der einem die Fähigkeit verleiht, wie Helene Fischer zu singen?“

Ich: „Kann ich mir kaum vorstellen, zumindest hoffe ich, dass er das nicht kann, so eine furchtbare Waffe in seinen Händen, ich mag nicht darüber nachdenken …“

Hexe Helene: „Kann er auf einem Besen durch die Gegend fliegen?“

Ich: „Habe ich noch nicht gesehen.“

Hexe Helene: „Ist er in der Lage, aus Katzenohrenschmalz, dem Milchzahn eines Werwolfs, einer ungewaschenen Socke und irgendwas von Dir Gekochtem ein Elixier zu brauen, mit dem er bei seinen Feinden Übelkeit verursacht?“

Ich: „DAZU braucht der nichts zu brauen, das erreicht er allein durch sein Gesabbel.“ (Übrigens reicht natürlich allein mein Kochgut aus, Übelkeit bei allen anderen lebenden Kreaturen zu verursachen, es geht Hexe Helene um das hexische Etwas, darum die anderen Zutaten.)

Hexe Helene: „Okay, ich habe einige seiner Tweets gelesen, hier meine Analyse: Das ist ein an Hirnschmelze leidender, narzisstischer Typ, der wahrscheinlich nicht mal Helene Fischer kennt! Jedenfalls hat er sie in keinem seiner Tweets erwähnt und auch nicht auf Facebook! Ob ich ihm die CDs schicken sollte?“

Ich: „Nein, nein, wir wollen doch nicht, dass er Atombomben auf Deutschland … ähm … dass er Helene Fischer entführt!“

Helene: „Der Typ ist jedenfalls keine Hexe! Somit sollen die Leute ihn ruhig verfolgen und auf den Scheiterhaufen werfen, das würde klappen, da er sich ja nicht weghexen kann!“

Okay, eine fundierte Analyse, die jeder wissenschaftlichen Prüfung standhält. Ich schicke schnell eine Antwort, damit Ruhe ist, hier geschehen nämlich ganz andere, furchtbare Sachen, von denen ich Euch erzählen muss!

 

von: fellmonster@weltherrscherin.com

an: bestmanoftheworld@whitehouse.com

Re: Hilfe, Hilfe, Hilfe!

Nervkeks,

DAS nennen Sie eine Verfolgung? Lesen Sie gleich mein Blog, um zu erfahren, was wirkliche Gefahren für Herrscher sind! Sie haben ja keine Ahnung!

Sie brauchen Ablenkung. Einen Besuch im Ford’s Theatre zum Beispiel. Oder eine Tour im Cabrio durch Dallas. Sehr inspirierend, nicht nur für Sie! Und nun löschen Sie gefälligst meine Mailadresse!

Gruß

Fellmonster

 

Mal ehrlich, DAS nennt der Probleme? Ich gucke hier gerade die Sendung mit Helene Fischer (Opfer an den Fußballgott, wisst Ihr ja), aber das meine ich auch nicht, ich finde nur, Ihr solltet das wissen. Und gestern beim Caipi-Abend musste ich auf Alternativ-Cocktails ausweichen, wobei so ein Touch Down auch lecker schmeckt. Doch darum geht es hier ebenfalls nicht.

Nein, nein. Auf mich wurden Attentate verübt! Guckt Euch mal das hier an!

(Großaufnahme dient der Dramatik.)

Ich sollte aufgeschlitzt werden! Heimtückisch! Nichts Böses ahnend gehe ich in der Anstalt den Weg zu meiner Gummizelle … ähm … meinem Büro, da fällt mich aus dem Hinterhalt diese Pflanze an:

Seht Ihr, wie diese rabiate Rose, gegen die Audrey II ein Schmusepflänzchen ist, sich im Gebüsch versteckt, um dann im entscheidenden Augenblick hervozuschnellen, ihr böses Tagewerk verrichtend? Und das war nicht das einzige Mal, auch mein Handrücken sprach schon Bände ihres dämonischen Wirkens. Eure geliebte baldige Weltherscherin soll aufgeschlitzt werden, und da regt sich der Trump über so ein bisschen Verfolgung auf? So eine Lusche!

Mich kann das jedenfalls nicht aufhalten! Ich gehe künftig einfach in einer Ritterrüstung in die Anstalt. Nimm das, Schlitzerin! Jacqueline the Ripper, pah, mir graut nicht vor Dir! Ich höre Helene Fischer!

Eure künftige Weltherrscherin, sich nicht aus der Bahn schlitzen lassend

Leseeindruck: „Toller Dampf voraus“ von Terry Pratchett

Ähm, ja, toll, Ihr Buchlinge, man sieht ja kaum was vom Cover! Geht mal einen Caipi trinken! Ach so, Ihr trinkt ja nur Wasser…

Ja, schon besser. Keine Angst, der schräge Vogel hat die Buchlinge nicht gefressen. Natürlich heißt einer meiner Buchlinge Terry Pratchett, das ist ja wohl klar! Wer nicht weiß, was Buchlinge sind, darf das gern hier nachlesen. Noch besser wäre es, sich schnell das Buch „Die Stadt der Träumenden Bücher“ zu besorgen. Jetzt aber zur Sache.

Worum geht es?

Der vorletzte Scheibenweltroman… Ein junger Ingenieur erfindet eine Dampflokomotive. Das ist eigentlich total praktisch, weil es schnellere Verbindungen zwischen den Regionen ermöglicht. Einige traditionelle Zwerge finden das alles aber weniger schön, da es ihrem Gott nicht gefällt, das glauben sie zumindest, also gehen sie den Weg vieler Fanatiker und wenden Gewalt an…

Wie hat es mir gefallen?

Ich gebe es zu: Ich vermisse ein bisschen den schrägen durchgeknallten Humor, der die früheren Scheibenweltromane auszeichnete. Auch fehlen diesem Roman etwas die überraschenden Wendungen. Ansonsten aber ein typischer Pratchett, der zeigt, wie wichtig Toleranz, Frieden und das Aufeinanderzugehen sind. Gut auch die Schilderungen, wie ein fanatischer Zwerg es schafft, Hass zu säen und das Gift auch in Hirne von Zwergen träufelt, die andererseits wohl skeptisch, aber friedlich geblieben wären. Man braucht nur die Nachrichten einzuschalten, um zu sehen, wie aktuell das alles auch in unserer Welt ist.

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Lieblingscharakter

Als künftige Weltherrscherin schaue ich mir natürlich genau an, wie Lord Vetinari es so gut wie immer schafft, die richtigen Entscheidungen zu treffen…

Das Cover

Dampflok, passt und sieht recht schick aus.

Zahlen, Daten, Gedöns

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (19. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442484537
  • ISBN-13: 978-3442484539
  • Originaltitel: Raising Steam

Erfüllte Aufgabe

Nr. 54: ein Buch mit mindestens 400 Seiten

 

Rolling Stone’s 500 Greatest Hits # 497

 

Yeah, yeah und nochmals yeah! Endlich der Boss! Wir haben hier Bruce Springsteen mit „The Rising“:

Das Album „The Rising“ entstand unter dem Eindruck von 9/11, allerdings war es Springsteen wichtig, dass die Songs „nicht ausschließlich im Licht jener Ereignisse zu verstehen sein“ sollten, wie er in seiner Autobiographie schreibt.

Überflüssig zu erwähnen, dass der Song natürlich in meiner Playlist vorhanden ist.