Leseeindruck: „Qualityland“ von Marc-Uwe Kling

 

Bevor ich Euch endlich mal wieder ein neues Buch vorstelle, aussageschwach wie immer, aber Hauptsache Caipigläser, hier ein wichtiger Hinweis: Es wird auch in 2018 Daggis tolle Challenge geben. Hier könnt Ihr Euch anmelden. Daggi hat dieses Mal sogar einige interessante neue Mottos mit eingebaut.

Ich selbst werde wohl trotzdem nicht mehr dabei sein. Es liegt nicht an der Challenge, die ist super. Zwei Gründe sprechen bei mir dagegen. Ich lese zu wenig, so dass es für mich eigentlich erst jetzt zu einer Herausforderung wird, wirklich passende Bücher zu den restlichen Mottos suchen zu müssen. Die ersten ca. 25 Bücher passen halt so oder so zu einem der Mottos. Ich wollte aber gerade erreichen, auch mal in den Tiefen älterer SuBs „buddeln“ zu müssen, um ein passendes Buch zu finden. Daggi vermutet, dass es gerade aufgrund der Schwierigkeit nun zu weniger Buchmeldungen kommt; für mich fängt aber gerade jetzt erst die spannende Herausforderung so richtig an. Ich schaffe dieses Jahr vermutlich 30 Bücher, für meine Verhältnisse ist das ziemlich gut, es gibt aber so einige Teilnehmer, die schaffen locker 40, 50 — eine Teilnehmerin hat sogar alle 60 Mottos erfüllt.

Der zweite Grund ist eigentlich der entscheidende: Ich kann nicht mal vernünftige Leseeindrücke schreiben, und ich empfand es teilweise als Belastung, wenn hier mal wieder drei, vier, fünf Bücher lagen und ich schon wieder einiges vergessen hatte, bevor ich endlich den Artikel geschrieben habe.

Irgendwas mit Büchern möchte ich trotzdem nächstes Jahr auch ins Blog stellen. Derzeitige Variante: Mal wieder A – Z (auf den Titel bezogen), dazu eine Bewertung mit meinem geliebten Caipigläserbewertungssystem und Foto „Buch mit Monster oder sonstiger Kreatur“. Das alles auf einer Projektseite, aber ohne jeweils extra Artikel zum Buch. Nachteil: Es kommt keine Information im Reader bzw. per Mail. Ist nun die Frage, wer diese Bücherartikel überhaupt vermissen würde?

Tja, mal sehen, so richtig entschieden habe ich mich noch nicht. Ich könnte es mir natürlich auch selbst ein bisschen herausfordernder gestalten, indem ich die Aufgabenliste in der Reihenfolge abarbeite, aber die Disziplin, die Leseeindrücke immer sofort zu schreiben, werde ich bestimmt nicht aufbringen. Das hat dieses Jahr schon nicht geklappt.

Nun erst mal zurück zum Fall.

Worum geht es?

„Qualityland“ ist ein Roman vom Autor der „Känguru-Chroniken“, die man kennen sollte, wenn man witziges, intelligentes Zeuchs mag. „Qualityland“ ist nicht ganz so gaggefüllt, aber immer noch witzig — wenn einem nicht gerade das Lachen im Hals stecken bleibt, denn vieles ist von unserer heutigen Realität nicht so weit entfernt. Qualityland ist das Land, in dem man nur gern lebt, wenn man Konsum mag und im Ranking hoch steht, denn angeblich allwissende Algorithmen ordnen die Menschen mittels eines Punktesystems einem bestimmten Level zu. Blöd ist z. B., wenn deine Freundin befördert wird, von Parship … ähm … QualityPartner einen besseren Partner vorgeschlagen bekommt, und dich daraufhin verlässt. Dann bringt auch noch eine Drohne von Amazon … nein, Quatsch, von TheShop ein blödes Produkt, dass man nicht haben will, obwohl TheShop doch angeblich immer weiß, was man sich am sehnlichsten wünscht und man deswegen gar nicht erst bestellen muss — die Produkte kommen alle vollautomatisch. Währenddessen stellt eine Partei einen Droiden als Spitzenkandidat für die Präsidentenwahl auf. Das interessiert den Protagonisten nicht. Er möchte nur das blöde Produkt wieder an TheShop zurückgeben — und stößt auf ungeahnte Schwierigkeiten.

Michael Kohlhaas meets Zukunftssatire.

Wie hat es mir gefallen?

Zukunft etwas überdreht weitergedacht, es würde mich nicht wundern, wenn einiges so ähnlich in der Zukunft passieren wird. Für komplette fünf Caipigläser fehlte mir irgendwie die letzte Bissigkeit.

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Lieblingscharakter

Pink. Ist aber kein pink fluffy unicorn. Oooh, ich nutze die Gelegenheit trotzdem für wertvolles Liedgut. Hatten wir schon viel zu lange nicht mehr:

Hachzzzz, schöööön!

Das Cover

Schwarz mit goldener Schrift. Gibt es auch in weiß. Leider nicht in pink, sorry, Krötengeneral.

Zahlen, Daten, Gedöns

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hardcover (22. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550050151
  • ISBN-13: 978-3550050152

Erfüllte Aufgabe bei Daggis Challenge

Nr. 34, ein Buch, das 2017 erschienen ist.

Smile! Yeaaaahhhh!

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Fashion zum Weihnachtsfest für die Dame!

 

Liebe Fashion-Victims,

wir müssen reden! Ihr alle kennt natürlich die Tradition der „ugly christmas sweater“. Das ist nett und schön bzw. eher nicht, selbst wenn der Schalke-Sweater (Achtung, Dortmund-Fans, Link führt zum Schalke-Fanclub!) mit blinkendem Stern und einer Handytasche daherkommt (wenn man im Handy eine Flackernde-Feuer-App laufen lässt, leuchtet automatisch der Kamin im Pullover, das ist ganz groß). Nun stellen wir weiblichen Wesen aber die Frage:

WO ZUR HÖLLE BLEIBEN WIR??? Vor allem, wenn wir den Anspruch haben, really festlich gekleidet unterm Weihnachtsbaum zu sitzen? Außerdem schwitzt man in diesen Pullovern viel zu schnell, falls der Baum Feuer fängt und wollen wir uns etwa total verschwitzt von den Feuerwehrmännern retten lassen? Ja wohl eher nicht, werte Fashionistas. (Übrigens, wusstet Ihr, dass es einen preisgekrönten Fetisch-Porno-Spielfilm namens „The Fashionistas“ gibt, der für Aufsehen in der Branche sorgte und mit 18 Preisen ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem AVN Award Best Group Sex Scene? Ich bis eben auch nicht, aber nun haben wir immerhin schon mal ein schönes Gesprächsthema für die nächste Weihnachtsfeier. Meine Güte, der Film dauert 280 Minuten? [Insert Jokes zum Thema Überlänge hier].)

Zum Glück habt Ihr mich, Eure Fashion-QUEEN. Und Facebook. Denn dank Facebook entdeckte ich die Lösung für unser Problem, welches Ihr bis vor wenigen Augenblicken noch gar nicht kanntet.

Ein bzw. mehrere Träumchen in grün!

Vor allem für Werderfans eine angemessene Bekleidung zum Feste, grün-weiß lebenslang. (Ich nicht! Mein Herz schlägt schwarz-weiß-blau! Bevor hier Missverständnisse entstehen.) Schauen wir uns weitere Traumkleider an!

The internet is for cat, das weiß man ja. KATZEN dürfen auch an Weihnachten nicht vergessen werden:

Wow! Ich meinte natürlich MIAU!

Süüüüüß!!! Cute, cute, cute! Great haute cat couture, greatest ever, ever, ever, greater than America! Nimm das, Trump! Kätzchen mit Weihnachtsmütze!!!!!!1!

Wir bleiben kätzisch, hier ein weiteres Einzelstück, quasi kaum bezahlbar, aber dafür kann ich ja nichts. Höchste Haute Couture ist einfach so teuer! Vermutlich gefertigt aus hochwertigem Polyester oder ehemaligen Kunststoffgetränkeflaschen. On the catwalk, on the catwalk, on the catwalk…

Das Oberteil! 1A-Over-the-Top-Design!

Lagerfeld, nimm das und krieche mit Deinen Entwürfen unter irgendeinen Stein! Mit der Kreation, die ich nun zeige, kann deine Billigware nicht mithalten! Cityflair meets x-mas!

Ich höre Euch fragen: Gibt es auch was Florales mit Lace Panel im Vintage-Style? Aber natürlich doch! Es wäre eine Sünde, wenn nicht! Floral in deep blue ist diese Saison ein absolutes Must Have!!!!

Wem das bisher farblich alles zu dezent, zu unauffällig, zu unscheinbar war, für den habe ich hier zwei wunderbare Exemplare; damit überstrahlt Ihr jede blinkende Weihnachtslichterkette mühelos!

Und nun kommen wir zu meinem absoluten Schatzi-Favoriten! Ich denke, der Designer hat dieses Stück extra für mich angefertigt! Ein bisschen Dirndl-Style, vor allem aber: Besoffene Weihnachtswichtel nach dem 10. XXL-Caipi ausgelassen auf dem Kleidersaum tanzend! Ich bin begeistert! Fashion High Level Quality!

Bevor die Herren nun traurig sind: Es gibt auch wunderschreckliche Weihnachtsanzüge. Hier bitte ich darum, selbst zu googeln. Ich habe immerhin noch eine Welt zu erobern, nech?

Bin wieder da!

 

Ich war zwar eigentlich nicht weg, aber blogtechnisch ja doch irgendwie schon. Nun hat Socksi mit seiner Puschelpompom-Rute den Staub vom Blog gewischt und mich durch hartnäckiges Treten … ähm … Stupsen daran erinnert, dass ich hier einen Job zu tun habe. Ja, Socksi, wie bitte? Ach, Du meintest nicht Bloggen, sondern Futternäpfe füllen? Ach so. Das hatten wir heute schon zweimal. Nee, nix Winterspeck, für heute sind wir durch mit Fütterung der Puscheltiere!

Die Buchlinge sagen, ich solle endlich mal eine Epochalität zeigen, die schon vor einigen Tagen im Briefkasten landete.

Ja, zeigt mal her, Ihr Buchlinge:

Eine Postkarte mit spannendem Motiv. Geschickt hat sie Frau Tonari, die Thailand für unsere Welteroberungspläne analysiert hat. Auf der Rückseite wie immer Interna (Krötenspione lesen mit, darum hier keine Veröffentlichung!).

Hier aber noch mal in größer die Vorderseite:

Vielen Dank, liebe Frau Tonari, ich habe mich sehr gefreut! Ich selbst bin leider sehr faul, was Postkartenschreiben betrifft, finde es aber trotzdem toll, welche zu bekommen. 🙂

Wie geht es hier weiter? Ich muss mal einen Plan veröffentlichen, damit ich eine Linie habe, das hilft mir.

In den nächsten Tagen helfe ich, die Fashion-QUEEN, Euch bei der Auswahl der Festtagsgarderobe. Fashion-Content wurde hier viel zu lange vernachlässigt! Außerdem wird es demnächst eine Monstermützenschau geben. Ja, ja, wenn der Lagerfeld sein Unwesen in der Elphi treibt, muss ich als Fashion-QUEEN ja gegenhalten. Dazu habe ich mir die Dienste einer weltberühmten Mützen-Designerin gesichert. Seid gespannt!

Es wird zwei weitere Epochalitäten-Artikel geben und noch ein paar Lese-Eindrücke. Das Jahr neigt sich dem Ende zu wie der Caipi im XXL-Glas eines Monsters (nur nicht ganz so schnell), da heißt es, rasch noch ein paar Werte bei der Buchchallenge zu schaffen.

Ich wünsche Euch einen schönen 2. Advent!

Isabella Berta vom Kranichsee, genannt Isi (03.07.2004 – 14.11.2017)

 

Letzte Woche musste Isi uns endgültig verlassen, es kam plötzlich, einige Tage vorher hatte sie auf der Weltausstellung noch gezeigt, wie gut in Form sie mit 13 Jahren noch war. Ja, ich schreibe uns, obwohl sie nicht meine Hündin war, aber ich habe sie auch geliebt und fühlte mich mit ihr sehr verbunden.

Sie war eine ganz Besondere. Bassets haben den Ruf, etwas tolpatschig und faul zu sein, eher Sofahunde als aktive Rennsemmeln. Isi war der Beweis, dass dieses Vorurteil totaler Quatsch ist. Nicht nur, dass sie bei Schlappohrrennen und Ausstellungen regelmäßig abräumte und die Nummer eins war:

Nein, sie spielte auch in vielen Werbespots und sogar in Filmen mit. Wenn der Film „Anleitung zum Unglücklichsein“ läuft, unbedingt einschalten. Die Szenen mit Isi sind das Beste an dem Film. Nicht umsonst ist sie sogar auf den Plakaten zu sehen gewesen.

Hier bei der Premierenfeier auf dem Roten Teppich:

In einem Ikea-Werbespot musste sie hoch hinaus, um in einem Bett mit fliegenden Ohren nach unten zu sausen:

Diese ganzen Leistungen waren nur möglich, weil Isi ihrem Frauchen Heidi blind vertraute. Heidi passte immer gut auf, dass Isi nicht überfordert wurde und klopfte übereifrigen Regisseuren auch schon mal auf die Finger, wenn sie zu viel erwarteten. Dass Isi Vergnügen an der Arbeit hatte, war immer das Allerwichtigste.

In ihrer Freizeit hatte Isi viel Spaß mit Kumpeln, da wurde getobt, dass die Schlappohren flogen:

Oder es wurde die Gegend unsicher gemacht und vorsichtig die schönen Schlappohren gebadet:

Fürs Posieren, hier als Baseballstar, gab es immer reichlich Leckerlis:

Aber ohne Posieren klappte das mit den Leckerchen auch; wer kann schon solchen Blicken widerstehen?

Ich hatte das Glück, Isi, Heidi und Ulli persönlich kennenzulernen. Isi war eine Hündin, die man sofort ins Herz schließen musste, so lieb, so freundlich, so zugewandt anderen Menschen und Hunden gegenüber, voller Vertrauen, dass ihr nichts Böses passieren würde, da Heidi über sie wacht. Hier eines meiner Lieblingsfotos mit meiner Nelly. Da scheint die Sonne selbst bei Mistwetter:

Dass Isi auch im Haus die besten Schlafplätze zustanden, wurde nie in Frage gestellt:

Und auch im Garten gab’s immer kuschelige Decken oder Körbchen für sie:

Ein Leben in pink:

Denn sie war Heidis Prinzessin:

Das Allerwichtigste, das, was wirklich zählt, ist, dass Isi ein wunderbares Hundeleben gehabt hat, wie es besser nicht hätte sein können. Ich hoffe, liebe Heidi, dass das bald ein tröstlicher Gedanke für Dich werden kann.

Ich möchte den Artikel mit einem meiner absoluten Lieblingsfotos abschließen, Isi und ihre Mutti Momo, gemeinsam aus einem Napf trinkend. Dieses Bild zeigt so viel.

Nun ist sie wieder bei ihrer Mutti Momo in dem Land, wo alle Hunde glücklich sind und hoffentlich irgendwann auch die Frauchen und Herrchen landen werden, die ihren Vierbeinern ein glückliches Leben ermöglicht haben.

Bitte keine Kommentare. Danke für Euer Verständnis.

(Danke an Heidi, die mir erlaubt hat, diesen Artikel zu schreiben.)

Leseeindruck: „Schattenstill“ von Tana French

Worum geht es?

Der vierte Roman aus der Dublin-Murder-Squad-Reihe. Der erfolgreiche Ermittler Mike Kennedy wird in eine Neubausiedlung gerufen, in der eine Familie niedergestochen wurde, nur die Mutter überlebt schwerverletzt.

Wie hat es mir gefallen?

Von allen Büchern, die ich bisher aus der Reihe gelesen habe, hat mich dieses am meisten mitgenommen. Es lag wohl daran, dass zwei kleine Kinder zu Tode gekommen sind. Das geht mir auch in fiktiven Werken sehr nah. Wie immer hat es Tana French geschafft, eine Geschichte zu schreiben, in die man als Leser immer mehr reingezogen wird, es sei denn, man ist mehr auf Action oder überraschende Wendungen aus als auf das tiefe Eintauchen in die Beweggründe von Menschen. Dieses Buch spielt zu Zeiten der Wirtschaftskrise, die Neubausiedlung ist ein trister Ort, da die meisten Häuser nicht fertiggebaut wurden. Was Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit nach und nach mit Menschen anrichten kann, erfährt man in diesem Roman hautnah. Trotzdem hat es mich zwischendurch nicht ganz so gefesselt wie ihre anderen Romane, hin und wieder fand ich die Handlung etwas zähflüssig.

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Das Cover

Düster, wie alle Cover aus der Reihe. Passt sehr gut.

Zahlen und so

  • Taschenbuch: 768 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596188822
  • ISBN-13: 978-3596188826

Erfüllte Aufgabe bei Daggis Challenge

Nr. 58, ein Buch, das schon mindestens ein Jahr auf Deinem SuB liegt

Ihr wisst …

 

… dass der Sommer endgültig vorbei ist, wenn Eure geliebte Weltherrscherin ihre Zimmerpflanzen, 38 Stück, zum Überwintern in den Keller schleppt.

Deswegen gab es auch gestern keinen Leseeindruck. Rücken, Schulter, jammer, klitschnass, hurra. Aber nachher kommt noch einer. Hier erst mal gute Musik:

Leseeindruck: „Altes Land“ von Dörte Hansen

Da sind wir wieder mit Lesezeuchs …

Worum geht es?

Nach dem Zweiten Weltkrieg landet die kleine Vera mit ihrer Mutter im Alten Land bei der Bäuerin Ida Eckhoff. Willkommen waren sie nicht. Veras Mutter heiratet den Sohn der Bäuerin, der ein posttraumatisches Trauma aus dem Krieg mitgebracht hat. Einige Jahre später macht sich die stolze Preußin vom Acker, um einen wohlhabenden Hamburger zu heiraten. Vera bleibt mit ihrem Stiefvater zurück und führt ein eigenwilliges Leben im Dorf. Einige Jahrzehnte später nimmt sie ihre Nichte Anne samt Sohn Leon auf, die Ottensen nicht mehr ertragen kann, seitdem ihr Lebensgefährte und Vater von Leon sich in eine andere verliebt hat.

Wie hat es mir gefallen?

Sehr gut. In einer lakonischen, beinahe kargen Sprache, passend zu Norddeutschland, schildert die Autorin das Leben diverser Dorfbewohner — alteingesessene Obstbauernfamilien, aber auch Aussteiger. Fast alle bekommen mit teilweise unterschwelliger Ironie ihr Fett weg. Wer viel Action und Handlung mag, könnte sich mit dem Buch vielleicht langweilen, wer sich für das Leben von unterschiedlichen Menschen interessiert, hoffentlich nicht. Und AfDeppen sollte man vor allem die Schilderungen der Flucht aus Ostpreußen solange um die Ohren hauen, bis sie was begreifen, aber so viel Zeit hat eh kein Mensch.

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Lieblingscharakter

Vera Eckhoff. Eigensinnig bis hin zur Sturheit zieht sie ihren eigenwilligen Lebensstil durch. Glück und Zufriedenheit bringt ihr das allerdings nicht oft.

Das Cover

Gut, dass da unter anderem Äpfel Kirschen (was halt so passiert, wenn man das Alte Land vor allem mit Äpfeln in Verbindung bringt) drauf sind, so konnte ich noch ein Motto finden, das wird nämlich so langsam schwierig.

Zahlen, Daten, Gedöns

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Penguin Verlag (13. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3328100121
  • ISBN-13: 978-3328100126

Erfüllte Aufgabe bei Daggis Challenge

Nr. 11, ein Buch mit etwas Essbarem oder einem Getränk auf dem Cover

2017 Rolling Stone’s 500 Greatest Hits # 488

 

Ich schwänze heute den Leseeindruck-Artikel, da ich einen ätzenden und viel zu langen Tag in der Anstalt hatte und kaputt wie Hölle bin. Mal sehen, was die Greatest Hits-Aktion heute zu bieten hat.

488. The Cure, ‚Just Like Heaven‘

The Cure, ja, das können wir gelten lassen, oder?

Leseeindruck: „Der Ruf des Kuckucks“ von Robert Galbraith

Worum geht es?

Endlich mal wieder ein Krimi, das hatten wir ja ganz lange nicht bei den Leseeindrücken! (Liebe neue Mitleser, dieses hier ist übrigens kein Buchblog, auch wenn es diese Woche danach aussieht. Bald regiert hier wieder die gut abgemischte Beklopptheit.)

Hier haben wir einen Privatdetektiv, der vorher im Afghanistankrieg im Einsatz war und dort einen Unterschenkel verloren hat. Obwohl er der Sohn eines berühmten Rockstars ist, muss er sich seinen Lebensunterhalt als „Privatschnüffler“ mühsam erarbeiten, denn er ist zu stolz, sich von Papi aushalten zu lassen, und der würde das wohl sowieso nicht tun. An seiner Seite ist seine neue Sekretärin Robin Ellacott, die sich als sehr große Hilfe erweisen wird.

Einige Monate nach dem Selbstmord eines berühmten Models bekommt der Detektiv den Auftrag, den Fall zu untersuchen. War es womöglich doch kein Selbstmord?

Nur für den Fall, dass Ihr es noch nicht wusstet: Robert Galbraith ist in Wirklichkeit J. K. Rowling.

Wie hat es mir gefallen?

Seeeehr gut. Der Roman erinnert so ein bisschen an alte Detektivgeschichten. Etwas runtergekommenes Büro, der Schnüffler als (beinahe) Einzelkämpfer, seelisch und körperlich angeschlagen. Der Fall an sich ist auch spannend. Rowling kann es einfach, auch wenn ich die Schilderungen der London-Gegend manchmal etwas arg ausführlich fand.

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Lieblingscharakter

Cormoran (so heißt der Detektiv) und Robin sind ein gutes Gespann.

Das Cover

Finde ich sehr gelungen.

Zahlen, Daten, Gedöns

  • Taschenbuch: 656 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442383218
  • ISBN-13: 978-3442383214

Erfüllte Aufgabe bei Daggis Challenge

Nr. 9, ein Buch mit mindestens einer Person auf dem Cover