Neulich am Bahnhof…

… allerdings nicht am Bergedorfer Bahnhof, dieser verfluchten jahrhundertealten Dauerbaustelle, die ich nicht mehr sehen mag, und darum habe ich natürlich einen eigenen, wie das einer Weltherrscherin gebührt, nämlich diesen hier:

An diesem Bahnhof ereignete sich also neulich merkwürdiges. Mir wurde mal wieder eine Ladung Stöckchen geliefert, habe ja hier immer einen großen Verschleiß, was Holzknüppel betrifft. Seht Ihr diese beiden komischen, kleinen grünen Viecher auf dem letzten Waggon?

Tja, was soll ich sagen? Es handelt sich um Außerirdische. Genauer gesagt um Alienmonster vom Mars. Die grünen Marsmännchen, es gibt sie wirklich. Es hat sich bis zum Mars herumgesprochen, dass Monster aller Art hier eine gute Heimat finden. *seufz* Was blieb mir übrig, als diese kleinen Biester zu adoptieren? Wie gut, dass ich schon vor längerer Zeit bei einer „Aufräumen und ausmisten“-Aktion ein kleines Legohäuschen gefunden habe. Das ist perfekt für die beiden Nervensägen:

Da, guckt Euch das mal an, da steht er auf dem Balkon und schwingt große Reden an ein imaginäres Volk, welches er angeblich beherrscht… Welch völlig untypischer Hang zum Größenwahn. Kennen wir Monster sonst eigentlich nicht, das muss ich als angehende Weltherrscherin betonen.

Das andere Vieh hat es sich auf der Dachterrasse bequem gemacht. Arbeiten? Der doch nicht!

Ach ja: Sie heißen übrigens Herr Lohse und Herr Hallmackenreuter. Eigentlich heißen sie ganz anders, aber die marsianische Sprache ist für Menschen unaussprechlich.

(Sämtliches Zeuchs aus diesem Artikel, inkl. der beiden Monster, habe ich in Wirklichkeit beim Entrümpeln gefunden. Mein Keller ist großartig, es würde mich nicht wundern, wenn ich dort auch noch irgendwann den Jungbrunnen finde oder womöglich Caesars Tagebücher. Sagt jetzt nichts, ich weiß, es ist seltsam, aber ich hatte erst das Problem, eine große Abstellkammer zu haben und nun diesen noch größeren Keller  — das diszipliniert mal so überhaupt nicht zum Wegwerfen…)

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Bärchenpärchen (2)

Ihr erinnert Euch noch an mein Bärchenpärchenstöckchen nach einer Idee von Katja? Ich habe beschlossen, daraus das langlebigste Stöckchen der Blogosphäre zu machen, das heißt, es darf und soll fleißig weiter über Bärchenpärchen gebloggt werden. Egal, ob Gedichte, Geschichten, Fotos, Zeichnungen, Podcasts, alles ist erlaubt, Hauptsache bärchenpärchenmäßig. Corina hat bereits einen superknuffigen 2. Beitrag gepostet. Lasst uns bei der Gelegenheit unbekannterweise alle die Daumen für die kleine Knuddelmaus drücken (das ist nicht Corina selbst).

Von mir kommt heute erst mal wieder ein Foto, allerdings habe ich bereits das ultimative Erklärchenbärchenpärchenhärchenmärchen in Arbeit — mit Gedichtelementen und Podcastlesung! Wer weiß, wie ich vorlesen kann, rechnet nun zurecht mit einer Katastrophe, aber das Bärchenpärchen-Thema wird es raushauen!

Dieses Foto ist in einem Möbelgeschäft entstanden, denn leider habe ich kaum Teddys, so dass ich nichts mehr aus meinem eigenen Bestand liefern kann. Egal. Hier sehen wir jedenfalls einen großen Teddy und einen kleineren Teddy und vor allem: zwei noch kleinere Teddys, die ein Bärchenpärchen bilden!

Zum Schluss noch eine unverschämte Bitte in eigener Sache. Falls Ihr büchervernarrte Blogger kennt, könntet Ihr bitte evtl. einen kleinen Tipp geben, dass es dieses Projekt hier gibt? Noch ein paar Teilnehmer und Ideenlieferanten wären klasse, denn umso mehr tolle Bücher werden wir kennenlernen. Dickes Danke!

Erinnert Ihr Euch noch?

Damals, als ich im alten Blog den SAP-Zen-Buddhismus (heute: SAP-Zen-Puscheligkeits-Buddhismus) kreierte? Geburtshelfer war ein simpler Tippfehler (ZEN anstatt ZENT), aber sind nicht alle Religionen auf merkwürdige Art und Weise entstanden? Jungfrauenmama? Hallo?! Aber das ist gar nicht mein Thema. Neulich probierte ich in SAP einige Einstellungen, und da fiel mein Auge auf dieses hier:

Da steht’s! Das visuelle Design basiert auf ZEN-Zeuchs! Ich wusste es! Wir sind überall! Und das inhaltliche Konzept basiert vermutlich auf jeder Menge Drogen…

Es kam aber noch schlimmer. Wer erinnert sich noch an diesen komischen Windowsassistenten, diese lästige Büroklammer, die andauernd mit guten Ratschlägen aufpopppte? Man konnte glaube ich auch einen Hund oder eine Katze auswählen, dann war der Assistent wenigstens niedlich. Wie auch immer, ich klicke nichts Böses ahnend — wohlgemerkt immer noch in SAP! — auf eine Funktion, und was erscheint?


Waaaah! Ein Zaubererassistent! In die Ecke! Schließen! Schließen!  Ich rief keine Zauberlehrlinge, nein, wirklich nicht, ich habe doch gar kein Interesse an Geistern! Hoffentlich bleibt das eine Ausnahme, nicht, dass der jetzt ständig auf dem Monitor erscheint und rumzaubern will. Nicht mit mir! Ich bin SAP-Gott (eigentlich Göttin)! Hat neulich ein Kollege gesagt. Ein Narr, wer die weisen Worte dieses Irren klugen Mannes anzweifelte…

Da machste was mit … Ich hoffe, Ihr wisst meine Tapferkeit im täglichen Angesicht des Wahnsinns zu schätzen…

Projekt: „52 Bücher“

So, Ihr lieben Lesemonsterchen, es wird Zeit, den nächsten Schritt des Büchermonsterprojektes zu gehen. Ideen für die Mottos sind gefragt. Und damit es so spannend wie in einem Wallanderkrimi zugeht, habe ich mich entschieden, die WordPress-Formularfunktion zu verwenden, so dass die Themen wirklich erst am Veröffentlichungstag sichtbar werden.

Jeder darf so viele Vorschläge einreichen wie er möchte. Sollten mehr als 52 Ideen zusammenkommen (womit ich momentan nicht rechne, aber weiß man’s?), wird das Los entscheiden, wobei ich dafür sorgen werde, dass besonders epochale Mottos auf jeden Fall zum Zuge kommen. (Ja, das ist ein Hauch von Subjektivität, ganz die willkürliche Weltherrscherin, da müsst Ihr einfach meinem Urteilsvermögen vertrauen. ;-)) Ernste Themen, spaßiges Zeuchs, alles ist gern gesehen. Die Regeln (keine Angst, es sind nicht viele, alles total einfach und flauschig!) erkläre ich demnächst auf dieser Seite.

Es wäre schön, wenn Ihr in dem Formular Eure URL mit angebt, dann kann ich in dem jeweiligen Beitrag nicht nur Euren Einfallsreichtum preisen, sondern auch zu Eurem Blog verlinken. (E-Mail ist kein Mussfeld, nur für den Fall der Fälle, dass jemand Bedenken wg. Verkauf an Spammer hat. Würde ich natürlich nicht machen, ich verschenke die — Menschenfreund, der ich bin –, ja  immer… nur ein Scherz! Nur ein Scherz!)

Du möchtest nicht nur Ideen sammeln, sondern auch richtig beim Projekt mitmischen? Ich würde mich monströs freuen, gib einfach hier in den Kommentaren Laut (wer das schon im ersten Beitrag getan hat, braucht es nicht unbedingt hier zu wiederholen, ich habe noch voll den Durch- und Überblick). Die Liste der Teilnehmer wird auch demnächst auf der o. g. Projektseite erscheinen.

Jetzt aber! Haut rein! 🙂 Ich zähl auf Euch!

Kinners…

… so geht das nicht! Wo ist Euer Gebasteltes?

Als ich das Stöckchen sah, wusste ich natürlich sofort: Das isses! Das nimmste mit! Basteln ist ja meine Welt! Basteln kommt bei mir gleich hinter oder vor dem Einpacken von Geschenken, dicht gefolgt von Kochen und Singen, oder war’s umgekehrt?

Sprich: Ich kann es nicht. Wirklich so gar überhaupt nullkommanix. Aber ich kann Kunst, also kreierte ich flugs ein Stillleben mit Kastanien, Original Henne-Strand-Sand, eigenhändig gesammelten dänischen Steinen und einem Puschelwuschel-Fellmonster von Knäcke XIV. Seht! Staunt!

Stillleben mit Kastanien und anderem Zeuchs auf dänischem Strandsand mit weiser Eule im Hintergrund; September 2011, Künstlerin: Fellmonster

 

Das Kunstwerk befindet sich in Privatbesitz.

Ich liebe ja Kastanien, ich fand sie schon als Kind toll. Allerdings habe ich sie zwar gesammelt, aber nie etwas draus gebastelt, nicht nur aufgrund meiner Bastelunfähigkeit, sondern weil ich sie so pur am schönsten fand. Sie sollten nicht verklebt, aufgebohrt, was-weiß-ich-was-Bastler-sonst-noch-so-anstellen werden, das heißt, dass ich sie auch nicht einfach jemand anderem ohne Bastelunfähigkeit in die Hand gedrückt habe … Daraus schließen wir, dass ich schon als Kind gewaltig einen an der Klatsche hatte. Ob das erblich bedingt ist oder an dem Umfeld lag? Vermutlich eine Mischung aus beidem, so sagt ja auch die Wissenschaft.

Wie auch immer, jetzt gebt Euch einen Ruck und bastelt mal was Schönes aus Kastanien, fotografiert es und gebt der Spielplatztaube eine Info. Ihr könnt Kasimir-König bzw. -Königin werden, und die Kinder, die nicht um sieben pennen, freuen sich bestimmt über Anregungen und tolle Bilder.

PS: @Charlotta, Antworten auf die Fragen kommen auch noch, vermutlich Wochenende, ich hab’s nicht vergessen!

Kunst in der Anstalt (2)

Lange schon habe ich Euch kein Kunstwerk aus der Anstalt präsentiert. Zu lange, denn dürstet es uns nicht alle nach Hochkultur?

Dankenswerterweise präsentierte die unbekannte Damen-WC-Künstlerin, die schon mehrmals für Meilensteine in der Kunst verantwortlich zeichnete, vor kurzem endlich ein neues Meisterwerk! (Es kann natürlich auch sein, dass es sich um einen Mann handelt. Ein mutiger Kerl, der sich heimlich auf die Damentoilette schleicht, um die Frauen dieser Welt mit Kunst zu erfreuen. Weiß man’s?)

Meine Damen und Herren, hochverehrte Kunstliebhaber! Sehen und staunen Sie! Ich bin der Meinung, dass die Künstlerin eine neue Stufe ihrer Könnens erklommen hat! Selten war ein Werk so anmutig wie dieses!

Kunst! Beuys war ein Nichts gegen diese Künstlerin!

Tissuepapier auf weißem Kunststofftoilettenpapierrollenhalter, frühes 21. Jahrhundert

Liebe Kunstfreunde, ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir fehlen vor Ergriffenheit beinahe die Worte! Wie sich das Tissuepapier anmutig um den Kunststofftoilettenpapierrollenhalter schmiegt, das hat schon beinahe etwas… ja, lassen Sie mich so verwegen interpretieren: etwas erotisches! Meinen Sie nicht auch? Aber auch der Aspekt des Behütens kommt nicht zu kurz. Sehen Sie nur, wie sich das Papier um den Knopf zum Toilettenpapierrollenherunterdrücken drapiert, so dass der Betrachter diesen nicht mehr sehen kann. Ein Hauch von Christo weht durch die Damen-Toilette! Herrschaften, teilen Sie meine Meinung, dass diese unbekannte Künstlerin dem Gipfel ihres Schaffens nah sein muss? Dieses Kunstwerk atmet auf so vielen Ebenen Symbolik, dass ich sprachlos vor Entzücken bin!

Mitteilung an das Management des MoMa: Nein, Kollegen, ich weiß wirklich nicht, wer diese wunderbare Künstlerin ist! Ich würde Ihnen gern helfen, eine Ausstellung zu organisieren, allein, es soll nicht sein. Ich rufe hiermit die Künstlerin, die vielleicht sogar ein tapferer Mann sein könnte, auf, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren! Seien Sie mutig! Die Welt hat ein Recht zu erfahren, wer Sie sind! Vor allem aber: Schaffen Sie Kunstwerke! Schaffen Sie mehr Kunstwerke! Sie sind bereits jetzt eine Legende, doch um wie viel ärmer wäre die Kunstwelt ohne weitere Exemplare Ihrer Kunst?

(Anmerkung der kunstsinnigen Schreiberin dieses Blogs: Es handelt sich bei dieser Serie um Werke, die ich wirklich genauso entdeckte und ablichtete, damit sie der Nachwelt erhalten bleiben, denn böse Putzfrauen vernichten regelmäßig diese wunderbaren Exponate! Wo ist der Gesetzgeber? Jedenfalls wurde daran nichts von mir verändert oder womöglich gestellt! Einiges aus dieser Reihe findet sich übrigens im alten Blog. Dieses nur als Hinweis für neue Freunde der Kunst.)

Nervnervnerv…

Dass man ständig zu irgendwelchen Infoveranstaltungen, Einkäufertagen, Seminaren, SAP-Stammtischen (ja, so was gibt es, ist aber ohne Caipi), Präsentationen usw. eingeladen wird — okay, warum nicht, manchmal sind ja interessante Sachen dabei. Aber es bürgert sich immer mehr ein, dass man dran erinnert wird, falls man sich nicht angemeldet hat, oft sogar mehrmals. So kann man Leute auch dazu bringen, sich im Zweifelsfall aus Verteilerlisten nehmen zu lassen.

Liebe Organisatoren dieser bestimmt ganz tollen Veranstaltungen: Ich gehe davon aus, dass mindestens 90 % der Adressaten in der Lage sind, bei Interesse die Anmeldung sofort vorzunehmen oder sich auf Termin zu legen. Der Rest ist chaotisch und hat selbst schuld, wenn er die Gelegenheiten zum Extremvisitenkartenverteiling verschläft; also hört doch bitte auf, wg. 5 bis 10 % Schusselchen allen die Mailboxen vollzuspammen.

Ganz lieben Dank!