Wichtig: Kältebus

Hermione hat hier drüber gebloggt, ich kopiere einfach mal ihren Text:

Aus gegebenem Anlass.
Es ist schrecklich kalt draußen. Bitte seht nicht weg, wenn ihr auf obdachlose Menschen trefft, die bei dieser Kälte draußen schlafen müssen.

Kümmert euch darum, eine Übernachtungsmöglichkeit zu organisieren (fragt z.B. mal bei euren Kirchengemeinden nach).
In vielen großen Städten gibt es einen „Kältebus“, der telefonisch angefordert werden kann, und dann die Menschen in eine warme Unterkunft bringt. Bevor ihr den Kältebus ruft, solltet ihr abklären, ob euer Gegenüber damit einverstanden ist, damit der Kältebus nicht vergeblich anreist und dann an anderer Stelle fehlt.
Meine Liste dürft ihr gern in den Kommentaren ergänzen, ich werde sie dann updaten. : )

Berlin
0178 / 523 58 38

Hamburg
s. u. meine (Fellmonsters — nicht Hermiones) Ergänzung — im Notfall lieber 112 rufen (sofern der Obdachlose nichts dagegen hat)

Köln
0221 / 44 10 26

Düsseldorf
0157 / 8 350 51 52

Krefeld
0163 / 1 45 28 11

Frankfurt a.M.
069 / 43 14 14

Wenn eure Stadt dabei ist, speichert die Nummer bitte in euer Handy, damit sie griffbereit ist.
Verbreitet die Nummern auf Facebook, Twitter, euren Blogs, in Foren, in jedem Social Network, bei dem ihr Mitglied seid.
Nutzen wir das Internet, um anderen dabei zu helfen, Menschen vor dem Kältetod zu retten.

Danke für den wichtigen Hinweis, Hermione!

EDIT: Ergänzung dank Zimtapfels Hinweis in Bezug auf die Hamburger Nummer.

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12 Kommentare zu “Wichtig: Kältebus

    • Ach du liebes bisschen… Gleich mal im Artikel einbauen.
      Schade, dass es so was in Hamburg, dieser selbsternannten Weltstadt (gewisse Medien tun jedenfalls immer so) nicht gibt…
      Mio für die Elbphilharmonie raushauen, aber so was mal für ein paar Wochen nicht finanzieren können…

      • Wobei ich ehrlich gesagt die generelle Notwendigkeit solcher Kältebusse nicht ganz nachvollziehen kann. Ich meine, sind Obdachlose echt nicht in der Lage, bei offensichtlichen Tiefsttemperaturen von alleine auf die Idee zu kommen, irgendwelche Unterkünfte auszusuchen (die es ja anscheinend gibt, das scheint ja nicht das Problem zu sein), sondern legen sich trotz Kälte erstmal im Freien zum Schlafen hin, um sich dann später von so einem Bus aufsammeln lassen?
        (Und erzählt mir nix von entwürdigend und so weiter. Was ist denn würdeloser: aus eigener Entscheidung bei der Unterkunft anklopfen oder von einem “Kältebus” aufgesammelt und da abgeliefert werden?)

    • Ja, wollen sollten sie es schon… Wobei man vielleicht manchen evtl. auch überreden könnte… Bei der Kälte draußen, das geht eigentlich gar nicht, wenn man nicht einigermaßen robust ist.

  1. Sehr interessant, dass es den “Kältebus” nicht gibt, sondern nur eine von der Sozialbehörde freigiebig gespendete Nummer, um etwaige “Auffälligkeiten” auf der Strasse zu melden. Und zu erfrieren, ist sicher auffällig, andererseits liegt eine “erfrorene Auffälligkeit” einfach nur herum und ist dann wieder nicht auffällig genug, um gemeldet zu werden…Und man muss sich merken: Auffällige dürfen nur gemeldet werden von Montag bis Freitag von 8 – 16 Uhr.
    Die übrige Zeit aber dürfen Auffällige tun und lassen, was sie wollen, auch still erfrieren, es passiert ihnen nix…

    Wenn das nicht ein Freibrief für Auffällige wie das Fellmonster ist, die auch bei der grössten Kälte mit offener Jacke und ohne Schlips und Kragen…äh, ohne Mütze und Schal spazieren geht.

    Im übrigens stimme ich aber Zimtapfel zu, die meint, dass man bei Tiefsttemperaturen nicht im Freien schlafen muss, weil es auch andere Alternativen gibt…
    Aber andererseits haben viele von ihnen einfach nicht mehr den Elan, um sich aufzuraffen.

    • Oha, ich bin auffällig, und das, obwohl ich immerhin mittlerweile meine Jacke schließe… Als ob die Gefahr, dass jemand die Leute mit “DEN JACKEN!!” ruft, nicht schon reicht…

      Ja, sicher muss man nicht im Freien schlafen, aber es passiert halt. Ich vermute, dass wir uns hier nicht mehr im Bereich der Würde befinden, sondern es hier um die Energie geht, sich aufzuraffen, und die fehlt. Oder es ist Ratlosigkeit. Wer von uns kann sich wirklich in solche Situationen reinversetzen? Ich jedenfalls nicht, deswegen werde ich auch nicht darüber richten.
      Es erinnert mich ein bisschen an eine Diskussion, die ich ab und zu mit einer Freundin habe, die argumentiert, dass niemand betteln müsse, sondern jedem in unserem Land geholfen werden würde, wenn er zum zuständigen Amt ginge.
      Aber das führt jetzt zu weit. (Und ja, mir ist bewusst, dass bei Bettelei auch öfter Betrug eine Rolle spielt.)

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