Die Fashion-QUEEN-Kolumne

Guten Tag,

nebenbei bin ich ja auch noch als Fashion-QUEEN tätig. Quasi alle Fashion-Blogs werden von mir geschrieben, natürlich unter Pseudonym, nur die Dirndl-Blogs nicht. Die stammen vom Krötengeneral (natürlich auch anonym), denn ich habe ein Dirndl-Trauma und überlasse dieses Feld daher sehr gern der Knuffelkröte.

Kommen wir aber zum Fall.

Das ist der Arsch Mitt Romney:

Ähm, sorry, VON Mitt Romney, meinte ich natürlich. Entschuldigung. Mitt ist, wie Ihr eh vermutlich schon wisst, einer der US-Bürger, die davon träumen, Präsident ihres Landes zu werden. Noch laufen die Vorwahlen, um überhaupt als Kandidat antreten zu dürfen,  und er ist von dem ganzen Kandidatengruselkabinett dieser Partei noch nicht mal der größte Spinner, was schon eine beachtliche Leistung ist. Er ist mehrfacher Millionär und hat die Bodenhaftung ganz offensichtlich verloren, da gibt es so schöne Geschichten wie die Anmerkung, dass er für Reden ja nur “Kleingeld” erhalten habe. Na ja, 300.000 Dollar sind in seiner Welt tatsächlich Peanuts, ist doch schön, dass er so ehrlich ist, da freut sich der arbeitslose US-Amerikaner ganz dolle.

Dass er als Gouverneur eine Gesundheitsreform durchführte, heute aber verspricht, Obamas ähnlich aufgebaute Reform abzuschaffen, muss so sein, irgendwie muss man ja seinen Ruf als “Flip-Flopper” auch verdienen, nech?

Das alles ist aber total öde, wenn nicht sogar völlig uninteressant. Wir wollen über Fashion reden, und endlich wird dieser wichtigste aller Aspekte auch im Wahlkampf thematisiert. Jawoll, wir müssen und endlich mal Gedanken darüber machen, wie die Kandidaten in Jeans aussehen!

Sagt man auch hier!

No shit Mitt — so sieht der ganze Romney in Jeans aus:

Gehen wir doch mal in die Tiefenanalyse. Wie präsentiert sich denn der Amtsinhaber?

Och nöö, da müssen wir aber noch mal ran! So wird das nichts mit der Wahl zum Fashion-President. Und für Äußerungen wie diese

“For those of you who want your president to look great in his tight jeans, I’m sorry, I’m not the guy”

gehört ihm ja wohl mal die Ladung getrimmt und der Hintern (mit oder ohne Jeans) versohlt. Hallo?! Das modebewusste Auge wählt auch mit! Da geben sich so viele Leute Mühe, die Menschheit auf Oberflächlichkeit zu polen, und dann so was! Worüber soll man denn da als Fashion-Blogger noch schreiben?! Und dann heißt es wieder, wir Modeblogger seien unpolitisch! Lasst mich kurz Barry ein paar weise Worte zurufen:

“It’s the fashion, stupid!”

Das wusste schon Bill Clinton, auch wenn er sich damals versprach und statt “fashion” “economy” sagte. Kann ja passieren. Hatte vermutlich wieder die Praktikantin im Redemanuskript rumgepfuscht. Der GALA-Chefredakteurin wäre das nicht passiert!

Der härteste Konkurrent von Romney heißt überraschenderweise Rick Santorum. Abtreibung ist des Teufels und Homo-Ehen sind Pfui-Bäh. Die Evolutionstheorie ist Quatsch, der Iran gehört bombardiert und der Klimawandel ist eine erfundene Geschichte. Traum aller Tea-Party-Anhänger, die so heißen, weil sie immerhin halb so intelligent wie ein Teebeutel sind.

Das ist der Typ:

Bildet Euch selbst ein Urteil. Ich weiß, dass Ihr das könnt, denn Ihr lest ja bestimmt schon alle seit 100 Jahren mein Fashion-Blog und seid dementsprechend geprägt.

Was ist wichtiger als das stylische Tragen von Jeans?

Genau! Stichwort “shirtless”, auch wenn es sich im ersten Moment so anhört, als widerspräche es dem Thema eines Fashion-Blogs, welches ja unter anderem Kleidung ist. Das ist aber Bullshit. Warum? Weiß ich doch nicht, ich bin Fashion-Blogger, kein Philosoph! Hallo?! Geht’s noch?

Zurück zum Fall: Rick Santorum wurde oben ohne abgelichtet, auch ein ganz wichtiger Aspekt. (OT: Es gibt Menschen die sagen, er werde eh immer ‘oben ohne’ abgelichtet, weil in seinem Kopf nichts drin sei, aber davon ist hier nicht die Rede.) Wir wollen uns nicht dem Vorwurf aussetzen, dass wir die Kandidaten auf ihre Hosen reduzieren.

Knallhart recherchiert!

Foto! Anklicken! Muss sein, um sich ein objektives Urteil zu bilden, außerdem bin ich zu faul, die Fotos hier alle direkt einzubinden.

Vergleich: Barack Obama shirtless!

Bei der Gelegenheit könnt Ihr auch gleich die Frisuren — oder wie wir Fashion-Fraggles sagen: den Hairstyle — begutachten.

Liebe US-Amerikaner, bringen wir es doch mal auf den Punkt: Wählen nach Attraktivität ist der richtige Ansatz. Kein Herumplagen mehr mit Programmen und sonstigen inhaltlichen Dingen. Was man da allein schon an Zeit spart! Zeit, die man in Klamottenkaufen und Schminken (Face Building) investieren kann! Schade nur, dass ER nicht kandidiert, dann wäre die Wahl wirklich einfach:

Rahm kann ja alles tragen. (Am besten aber nichts — kleiner Hinweis seiner persönlichen Beraterin.)

Also, liebe USA, nehmt doch einfach einen Schauspieler, aber nicht wieder so ‘ne Tüdeltüte wie den Reagan. Wie wäre es mit ihm?

Ist allerdings Australier. Irgendwas ist immer. Dann bleibt nur noch ein Kandidat, den ich der Weltmacht wärmstens ans Herz legen möchte:

Bo, der Familienhund der Obamas! Die Vorteile liegen auf der Pfote:

  • Kennt sich bereits im White House aus
  • Ist immer freundlich, außer, wenn man seinem Futter zu nah kommt
  • Nervt nicht mit langatmigen Programmdebatten. Ein Kauknochen, und die Welt ist prima. Zumindest seine
  • Ist puschelig, und wir wissen ja: Puscheligkeit pusht!
  • Kann man kastrieren, um Probleme mit Praktikantinnen auszuschließen
  • Könnte dem bisher vernachlässigten Feld der Dog-Fashion neue Impulse geben

Ihr seht — ja, was eigentlich? Keine Ahnung. Egal. Schauen wir also weiter zu, wie die US-Kandidaten und auch der Amtsinhaber fleißig Millionen sammeln, um diese gleich wieder im Wahlkampf zu verpulvern, aber Hauptsache, die Jeans sitzen!

Gute Nacht.

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21 Kommentare zu “Die Fashion-QUEEN-Kolumne

  1. Du erwartest jetzt sicher, dass ich für Eric bin. Allerdings sind das in den Politreihen alles Schauspieler und ich find schon, dass die Amis das schön selber regeln können, Ich wäre für den Hund. Du hast da nämlich vergessen, dass der so ziemlich alle guten Dinge für die Obama einen vor den Latz kriegt tadellos unterschreiben könnte, weil man ihm die Intelligenz nicht zutraut, er kann Merkel ans Bein pissen, ohne dass sie sich aufregen darf und dem Gawk in seine Wurstfinger beißen nach dem Motto “Sorry, hab ich verwechselt”.

  2. Hallo, ich bin ganz hingerissen vom Oben-ohne-Obama. Der hat doch eine so tolle Figur, dass er alle aussticht…Schon bemerkt, dass er auch einen tollen Gang hat?

    Leider ist er zu intelligent, um wiedergewählt zu werden…Vielleicht kann er mal ein paar dumme Sprüche ablassen, den Amis ein paar kleine Kriege versprechen, weit weg von Amerika (die aus der Welt zu führen sind und keinen Amerikaner das Leben kosten ) und schon hat er viel mehr Chancen…

    Einzulösen braucht er das Versprechen ja nicht, denn sonst müsste er ja seinen Friedensnobelpreis zurückgeben…

    • Alle, außer Rahm… (Zum Thema ausstechen.)
      Ich muss ja gestehen, dass ich während meiner Praktikantinnenzeit im White House (diente der Vorbereitung der Welteroberung!) eh nur Augen für Rahm hatte, deswegen ist mir Baracks Gang nicht aufgefallen. Rahm hat aber eh keine Praktikantinnen zum Präsidenten vorgelassen. :-)

  3. Pingback: Po-litik und Po-esie | kostenlose-online-rollenspiele.de

  4. Wenn die letzten Bilder, Ausnahme Hund, nicht gekommen wären, hätte ich “gefällt mir” geklickt :mrgreen:

    Danke für den Satz mit den Teebeuteln und noch für einige andere geniale Sätze. Sehr schön :-D Aber ob nun Jeans oder Flanell: Doof bleibt doof …

    • Und das sagt der Mann, der seinerzeit seine Artikel gern mal mit dürftig bekleideten Frutten garniert hat. :mrgreen:

      Tja, der Doofheitsbefall bei Politikern ist leider keine Seltenheit…

        • Ich meinte den Mann, der leider im wahrsten Sinne des Wortes abgedampft ist. *schnief* Der Mann, der viele war: Dark Johann, Schlumpf Johann… Und im Schlepptau der sympathische Jurist Dr. Dr. Dr. Professor Gaudere.
          DU würdest so was, also das mit den Frauen, die wenig an haben, natürlich niiiiiemals machen! ;-)

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