52 Bücher, Woche 31

Und dynamisch steuern wir die 31. Woche unseres „kleinen“ Projektes an. Oder seid Ihr schon ins Sommerloch gefallen? Denn aktiv ist es auf jeden Fall, das olle Loch. Höre schon seit 2 Wochen im Radio etwas von entlaufenen Tieren, heute Morgen waren es Känguruhs. Oder muss man dann von „enthüpfen“ sprechen? Egal. Heute schauen wir uns Eure dunkelsten Seiten an. Aber nur die Buchseiten, ist ja klar. Magrat möchte von Euch (und mir natürlich auch) wissen:

„Mein peinlichstes Buch“… eine Schmonzette, oder eine Berlusconi-Biographie oder… ein B*ckbuch.. so was eben..

Tja, ich habe mal in meiner Datei gestöbert, denn natürlich habe ich eine Exceldatei, mit der ich meine Bücher verwalte, und entdeckt habe ich ein Buch, das sich mit Börsenstrategien beschäftigt. Es ist schon aus den 80er Jahren, also aus einer Zeit, als die Finanzwelt noch nicht völlig aus den Fugen geraten ist. Gelesen habe ich das Buch nie. Ich bekam es von einen der Autoren, den ich persönlich kannte, geschenkt (das Buch war ein Gemeinschaftswerk von zwei Börsenfreaks). Hätte ich es doch gelesen, vielleicht wäre ich jetzt Millionär! Vielleicht krame ich es mal raus, wäre ja möglicherweise nicht ganz uninteressant zu lesen, wie Mitte der 80er über die Börse geschrieben wurde…

Und nun Ihr. Enthüllt Euer dunkelstes, peinlichstes Inneres! 😉

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40 Kommentare zu “52 Bücher, Woche 31

  1. Ich hab’s nicht mehr und ich gebe zu, dass ich das selber in die Hand genommen habe, also das Nicht-mehr-haben, aber ich hatte irgendwann im Studium mal so große Langeweile, dass ich mir in der Heidelberger Bahnhofsbuchhandlung etwas von Iny Lorentz gekauft habe. Ich weiß nicht mehr welches, irgendwas aus der Huren-Triologie. Das kam so, dass eine Kommilitonin immer sehr viel historische Romane gelesen hat und ich damiz nicht wirklich was anfangen konnte. Allerdings: Ich bin neugierig. Und weil das eben so populär war (schon DAS ist peinlich), dachte ich ich versuch’s mal damit. So ein Schmarrn. Ich habe die Handlung ziemlich verdrängt.

    Dann habe ich noch „Machen Sie sich frei“ von Vince Ebert hier und da ist so viel nach FDP-Denke klingendes Gesabbel drin, dass das sehr peinlich ist. Finde ich. Ich war so was von enttäuscht. Den Vorgänger „Denken Sie selbst“ (der mein Anreiz war ursprünglich mal gespannt auf das nächte Buch zu warten) fand ich dagegen sehr gut und zum Lachen (das Bühnenprogramm dazu habe ich auch mehrmals gesehen und mich jedes Mal beömmelt.)

    Und der neue Fabel-Krimi von Craig Russell, den ich diese Woche in der Post hatte, ist auch sehr peinlich. Ich hätte ihn gern zurück geschickt und zwar an Mister Russell persönlich! Nicht nur, dass da nichts zusammenhängt und es einen Deus ex Machina gibt, null Spannung drin ist und die Charaktere total platt sind (eins der Weiber, die sonst relativ normal war mutiert geradezu zu einem Chick-Lit-Superzickencharakter und der einzige andere Charakter der immer richtig Schwung und Pep hatte wird schön unförmig platt gewalzt *argh*), er wird auch mit Sarraziniaden um sich geschmissen. Also Vorurteile und Rassismus par exellence. Erste Frage von Fabel an einen Politiker mit türkischer Freundin: Ob sie legal in Deutschland ist. Hallo?! Schon im Klappentext das Wort „crippled“ in Bezug auf einen schwerbehinderten Mann. Zwei weitere Männer mit Handicap tauchen auf: Einer hat eine milde Infantile Cerebralparese und bewegt sich daher wie jemand nach einem Apoplex. Dieser Mann hat zusätzlich noch eine psychische Störung. Die natürlich(!) durch den Hirnschaden verursacht ist und so dargestellt wird als hätten alle mit diesem Handicap grundsätzlich psychopathische Erkrankungen. Ein paar Leute mit denen ich auf dem Campus gewohnt habe oder auf Seminaren kennen gelernt habe, dürfen das Buch gar nicht in die Hände bekommen, die drehen sonst durch. Das ist nämlich genau das was denen immer unterstellt wird. Sie haben was am Kopf und können deshalb gar nicht psychisch gesund sein. Der Thilo freut sich bestimmt darüber. Der andere Mann in dem Buch ist zwar geistig fit kann sich aber durch eine neurologische Krankheit kaum bewegen und wird ganz toll mit dem erwarteten „Das ist ja so ein schlimmes Leben“- Gejaule dargestellt. Russels Fabel Krimis spielen in Hamburg. So weit ich weiß war Hamburg einer der Startpunkte der Bewegung für selbstbestimmtes Leben, die das genau entgegen gesetzt sieht. Er hätte dort also mit ein bisschen Recherche auf Menschen in genau der Situation seines Charakters treffen können, die ihm was völlig anderes erzählen. Zitat eines mir bekannten Tretraplegikers aus Stade, der weder selbstständig vokalsprechen (ist hörend) noch seinen Rollstuhl selber steuern kann und pflegebedürftig ist, den ich mal auf einem Seminar traf: „Ich heiße A., ich bin Tetraplegiker, ich kann nicht sprechen aber alles verstehen, auch kognitiv. Ich brauche rund um die Uhr Assistenz. Aber ich lebe gerne. Ich bin schwerstbehindert und das ist gut so.“

      • Hmmm. Weißt du was an dem Fabel besonders ärgerlich ist (wie erwähnt, die anderen Teile sind zwar nicht das höchste Niveau der Welt jedoch lesbar, gibt schließlich auch Zeiten in denen man ein Buch, einen Kaffee und nicht denken will)? Jeden unwichtigen Kram über Hamburg legt der zumindest in der englischen Fassung (nie auf Deutsch gelesen) dieser Krimis im Detail dar (die Geographie soll nicht ganz stimmen), es geht zum Beispiel seitenlang darum, dass Altona mal Dänisch war oder warum in die Herbertstraße(?) keine Frauen dürfen. Alles Kram die einen als Ausländer wenn man durch die Bücher inspiriert da mal hinwill nicht wirklich interessieren. So was jedoch wie jetzt in dem Neuen, wo man mit ein bisschen Recherche die Offenheit der Stadt promoten könnte (der Autor betont dauernd wie sehr er Hamburg liebt) wird… ach, ich reg mich sonst auf. Jemand, der noch nie in Deutschland war könnte jedenfalls nun glauben, dass deutsche Polizeihauptkommissare Politiker (hier der Senator) grundsätzlich fragen, ob deren ausländisches Umfeld sich legal in Deutschland befindet…

        • Krimis übertreiben es ja gern mal mit der Detailverliebtheit. Bis zu einem gewissen Grad sicher wichtig für die Stimmung und das Einfühlen in die Umgebung, aber teilweise kommt es mir auch wie Zeilenschinderei vor…

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  3. Oh Man Monsterle mal wieder ein Thema mit dem ich nix anfangen kann, mir will einfach kein Buch einfallen, das mir peinlich wäre, das ich geschenkt bekommen oder gekauft habe.

    Es gibt CD’s bei dehnen ich mich bis heute frage, was ich mir damals nur dabei gedacht habe, am schlimmsten ist da ganz sicher eine CD der Bösen Onkelz über die Ausrichtung der Gruppe habe ich mir erst später was an gelesen *schauder* .

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    • Barbie!! Ich glaube, der Krötengeneral hat sich gerade in Dich verliebt. Aber der Wolf wird schon aufpassen, so ein Kröterich ist ja für einen Wolf kein Gegner… (Aber Achtung, die Agakröten sind giftig — nicht essen.)

      • Ich und der Krötengeneral? Na, ich weiß ja nicht, ob der General einen Hausdrachen verträgt? Könnte eventuell gefährlich für ihn werden…

        Naja, der Wolf hat momentan genug von grünen Dingen, nachdem er gestern wieder Brokkoli essen musste… und Kröten haben ja auch so ein grün-braunes „Kleid“…

        • Brokkoli… Ja, das muss ich auch nicht allzu oft haben. Dann muss er den Krötengeneral mit einem lauten Knurren in die Flucht schlagen.
          (Pssst: Wolle Geheimnis wissen? Es reicht auch, einer Barbiepuppe Folter anzudrohen, also ihr 2 mm Haar abschneiden oder so was. Das schlägt ihn auch in die Flucht. :-))

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  9. Es gibt wirklich peinliche Bücher, mannomann… Meine ganzen „Schöner, schlanker, besser – Bücher“ habe ich schon vor einiger Zeit mal entsorgt.
    LG von Rana

    • Hallo Rana, das olle Akismet hat den Kommentar als Spam gekennzeichnet, das übereifrige Dingens…
      Ja, bei Ratgeberbüchern gibt es glaube ich viele peinliche Exemplare. Zwar kann ich es nicht wirklich beurteilen, da ich so etwas ganz selten lese, aber anhand einiger Titel und Kurzbeschreibungen habe ich schon öfter das Gefühl, dass einem das Naheliegendste für teures Geld verkauft werden soll…

  10. Pingback: BILD-Zeitung aus Liebe | Glotz_net

  11. *räusper* ich geb’s zu – der Ping-Back mit der Bild geht auf meine Kappe .
    ..und alle irgendwann folgenden aus dem Blog auch – und wo ich eh schon hier bin: wär dis schlimm die andern Projekt-Beiträge aus dem Spiele-Blog mit ins neue Blog umziehen zu lassen oder würde dich dit Gepinge in den Wahnsinn treiben? (also noch weiter rein :p) Komm schon, einem der so offen so wat heiklet wie dit Bild-Dingens zugibt, dem darf man janüscht abschlagen (oder sollte man erst recht?…man weeß et nich)

    • So lange nicht von der echten Bild-„Zeitung“ ein Ping-Back kommt, ist alles in Ordnung. 🙂 Gratulation zum neuen Blog! Ich konnte sogar 2 Kommentare hinterlassen, beim dritten, in dem ich schrieb, dass ich in meiner Eigenschaft als Blogmuddi mich freue, dass mein Blog der Tropfen war, hat der Server dann leider wieder gestreikt. Aber drei Kommentare innerhalb von wenigen Minuten, da hatte er bestimmt Angst, dass ich mich übernehme. Ist ja auch eine liebe Grundhaltung.
      Das mit den Pingbacks ist kein Problem.
      Auf jeden Fall liegst Du mit diesem Beitrag ganz vorne. Ich habe als Kind eine Zeitlang auch ab und zu den Sportteil dieser „Zeitung“ gelesen, aber ich musste die „Zeitung“ nicht kaufen, mein Vater hatte sie, und wenn ich dort zu Besuch war, habe ich die Gelegenheit genutzt, aber irgendwann in der Pubertät hat sich das rausgewachsen. Ein Glück. 🙂
      Aber am schlimmsten war eine ehemalige Kollegin. Die hat nicht nur die Blöd gelesen, was im Büro ja doch der ein oder andere tut, sondern die hat ALLES geglaubt. Es konnten die haarsträubendsten Geschichten sein, sie hat das alles für bare Münze genommen. Das war schon unheimlich.

  12. Der neue Server scheint nicht solch eine Zicke zu sein, dafür aber kein allzu grandioses Personengedächtnis zu besitzen, das mit der automatischen Freischaltung nachdem man mal vorstellig geworden ist, müssen wir noch trainieren, aber er is ja noch klein :p

    In dieser Kategorie ganz vorne zu liegen, ist eine wahrhaft zweifelhafte Ehre – oh ich weiß gar nicht was ich sagen soll, derart gerührt bin ich – naja ich muss mir ja glücklicherweise keine Schärpe sticken und damit rumrennen (obwohl es sicher ein gutes Übungsfeld in Puncto Selbstbewusstsein wäre :D) Von solchen Menschen, wie dieser ominösen Kollegin habe ich schon Legenden vernommen, aber sowas kann man nun wirklich erst glauben, wenn man es live sieht (oder es von der „Blogmuddi“ hört :p)

    • Nur die härtesten der Elitekämpfer schaffen es, in solchen Kategorien vorne zu liegen — so muss man das mal sehen. 🙂
      So wie es auch nur die hartgesottensten der Welteroberer schaffen, übermüdet schnell noch einen neuen Blogbeitrag für das Projekt zu schreiben… Eines habe ich schon mal gelernt: Freitag ist ein ungünstiger Veröffentlichungstag.

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