XXXXXXXXXXL-Caipi!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Bevor ich nun endlich den Bericht über die epochale Zubereitung eines XXXXXXXXXXL-Caipis niederschreibe, erlaubt mir bitte, noch schnell eine Durchsage an das brasilianische olympische Komitee zu richten:

“Verehrte Verantwortliche! Bei Ihrer Präsentation in London bei der Abschlussfeier ist Ihnen ein bedauerlicher Fehler unterlaufen: In der Vorstellung fehlten die caipiresken Elemente! Dabei ist Brasilien doch Ursprungsland dieses köstlichen Getränkes! Ausnahmsweise drücke ich noch mal ein Auge zu, aber wenn das bei der Eröffnungsfeier in vier Jahren nicht besser läuft, können Sie sich warm anziehen, dann wird Ihnen die Ladung getrimmt! Hier schon mal einige Vorschläge: Die Sambatänzer und -innen sollten Limetten in die Zuschauermenge werfen. Pelé, der ja sicher die Ehre haben wird, das olympische Feuer zu entzünden, sollte dieses mithilfe von Cachaca erledigen, außerdem sollte die Flamme in einem XXXXXXXXXXXXXXL-Caipiglas lodern. Mehr Ideen auf Anfrage. Am besten engagieren Sie mich gleich als Choreographin für die Eröffnungsfeier, damit die Sache auch wirklich klappt. Mit mir werden Sie London 2012 auf jeden Fall toppen! Ich habe immer genug Limetten im Glas! Mit limettigen Grüßen, Ihr Fellmonster”

Verzeiht die Abschweifung, aber dieses Thema ist mir ein Herzensanliegen. Oh, Herzchen, da war doch was:

♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥

Immer an die scheiß Herzchen denken. Das wäre nun auch erledigt. Jetzt aber zum Fall. Ihr erinnert Euch vielleicht, vielleicht aber auch nicht, dass Rüdiger vor schon recht langer Zeit folgendes Foto, welches er in den Weiten des Webs entdeckt hatte, in seinem Blog postete:

Ein XXXXXXXXL-Mojito! Nun ist gegen Mojito nichts zu sagen, sehr leckeres Getränk. Aber was ist mit Caipi? Ich fühlte mich verpflichtet, die Herausforderung anzunehmen, wartete aber auf folgende Kombination:

  • schönes Sommerwetter
  • urlaubendes Monster

Diese Woche war es endlich so weit, es war feines Wetter und ich hatte Urlaub. Zu meiner Freude gab es dann sogar noch Limetten im Sonderangebot — so muss das sein.

Ich kaufte also 15 Limetten, und dann ging das los, nicht ohne vorher sämtliche (!!) Monster auf Außenmission zu schicken, nicht, dass die mir noch alles oder ein bisschen was wegtrinken…

Hier zunächst ein Größenvergleich. Das große Glas fasst fünf Liter, während es sich bei dem Winzling daneben um ein XXL-Caipiglas handelt, welches lediglich 0,5 Liter des köstlichen Getränkes aufnehmen kann.

(Das Foto ist schief, dabei war ich zu dem Zeitpunkt der Aufnahme noch nüchtern. Arme Magrat…)

Auch was das Dosieren des Cachacas betrifft, mussten Maßnahmen ergriffen werden. Wo bei XXL-Caipis ein HSV-Schnapsglas reicht, griff ich in diesem Fall gleich zum HSV-Bierglas:

(Übrigens: Experimente haben ergeben, dass Werderfans — jedenfalls einige — nicht aus HSV-Gläsern trinken. Nicht mal, wenn das gute Jever drin ist. Ich würde mich da nicht so anstellen und auch aus Werdergläsern trinken. Erwähnte ich schon mal, dass ich ein sehr ungeschickter Mensch bin, dem quasi ständig Gläser runterfallen? Aber zurück zum Fall.)

Wisst Ihr eigentlich, wie viel Arbeit es ist, 15 Limetten zu achteln und zu zerstampfen?

Eigentlich hätte ich sogar 20 Limetten nehmen müssen, aber das waren sehr saftige Exemplare, und ich war mit den 15 schon gut bedient.

Danach Rohrzucker und Crushed Ice en masse… Ich sage mal so: Mit einem Beutel, der 2 kg Eis enthielt, kam ich nicht aus…

Der Lohn der Mühen!

Zu Ehren des Krötengenerals wählte ich einen Riesenstrohhalm in pink! Das klassische Im-Drink-Herumrühren gestaltete sich gar nicht mal so ganz einfach, dazu nahm ich einen Kochlöffel. Ja, jetzt staunt Ihr, dass ich so etwas besitze, nicht wahr? Ich bin voller Überraschungen, besser als jedes Ü-Ei. (btw: Schon jemand diese Mädchen-Ü-Eier gesehen? Hallo, Ferrero, geht’s noch? Ihr habt definitiv nicht mehr alle Limetten im Glas!)

Dazu gab es noch Knabberkram (Nachos) und vor allem gute Lektüre:

Das ist ein sehr spannendes Buch. Mittlerweile lese ich den zweiten Band “Die Frauen, die er kannte”, der mindestens genauso spannend ist.

Nun fragt Ihr Euch wahrscheinlich, warum ich nicht stattdessen ein paar Leute eingeladen habe, um sie an dem Caipiabend teilhaben zu lassen. Leider habe ich nur ein 5-Liter-Caipiglas. Und ich kann Gäste ja nicht mit einem halben Liter Caipi abspeisen, da sind wir uns sicher einig, oder? Dafür habe ich ganz viel auf Euer Wohl getrunken, da war für jeden Monsterblogmitstreiter mehr als ein Schluck drin. ;-)

Es ging mir übrigens am nächsten Tag sogar halbwegs gut. Der Trick ist, zwischendurch ab und zu aufzustehen und mit der Flachlandhutze Fußball zu spielen, dann schwitzt man gleich wieder was vom Alkohol aus. Außerdem habe ich mich relativ lange mit der Trinkerei aufgehalten, es geht ja um den Genuss und nicht um die Geschwindigkeit… War schön lauschig, ein richtig netter, warmer Sommerabend.

Jetzt kann ich nur hoffen, dass nicht jemand irgendwo ein Foto mit Mojito in einer 50-Liter-Regentonne oder so ausgräbt. :-D

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57 Kommentare zu “XXXXXXXXXXL-Caipi!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  1. Öhm, ich trinke zwar kein Alkohol, aber ich glaube, so ein Foto werde ich finden und wenn ich es selbst machen muss. Bereite dich also schon mal vor. Allerdings glaube ich, wenn du das dann auch alleine trinkst, stirbst du an einer Alkoholvergiftung oder wirst am Ende von dieser komischen Pflanze aufgefressen, die ja bei dir wuchert. Also sollte ich es vielleicht doch lieber lassen.

      • Die nächste Steigerungstufe wäre dann noch den Pitu intravenös in den Monsterkörper, die Limette, geachtet auf den Kopf und das Eis in die Bluse.

        • Allerdings bleibt bei dieser Methode der Genuss auf der Strecke, und das wäre total unepochal.
          Wobei — diese Lösung mit dem intravenösen Zuführen des hochprozentigen “Medikamentes” wäre momentan eine Überlegung wert. Vielleicht hindert es mich daran, durchzudrehen und womöglich demnächst in der Anstalt ungute Sachen mit Leuten anzustellen… :twisted:

  2. Hui, das ist mal ein Drink…. Cool gemacht jedenfalls, und lecker wars bestimmt!
    Das Buch hatte ich ja der Projekt-WuLi wegen zu Weihnachten bekommen. Es ist genial, finde ich. Und dass es einen zweiten Teil gibt, heißt natürlich, dass die WuLi schon wieder weiterwächst…
    Hab noch einen schönen Urlaubsausklang!
    LG Silke

      • Puh! Da bin ich aber froh, dass das Buch gefallen hat und noch viel froher, dass du schon weiterliest :)

        Das gute an solch großen Drinks ist ja, dass man nicht alle Nase lang in die Küche traben muss…

        Hab einen guten Start in die neue Woche!!

        • Hast Du das zweite Buch auch schon gelesen? Das ist ja noch nervenzerfetzender…
          Stimmt, deswegen finde ich XXL-Caipis auch so praktisch. Es geht nicht um das Besäufnis, aber man hat halt länger was davon. Ist auch ganz praktisch, wenn Besuch da ist, man muss nicht alle 10 Minuten aufspringen, um einen neuen Caipi zuzubereiten.

      • Hehe, nie um eine Ausrede verlegen! ;-)
        Aber tröste dich, ihr seid in bester Gesellschaft, auch die Eintracht ist abgestürzt. Ihr wusstet es vermutlich alle noch nicht, aber: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze!

        • Frankfurt auch? Ach je, dann sind ja schon mindestens 5 Erstligisten draußen. Hoffenheim, Werder, Frankfurt, HSV, und Nürnberg hat’s ja auch erwischt. :-(
          Ärgerlich: Wäre der Pfostenschuss drin gewesen, hätte der HSV sich den Sieg glaube ich nicht mehr nehmen lassen. Aber egal, kann man nicht ändern. Ist auch irgendwo Dummheit, wenn man gegen eine Mannschaft, die super Freistöße schießen kann, überflüssige Fouls in Strafraumnähe produziert… Dürfte wieder eine haarige Saison werden… Hoffen wir, dass es wieder 3 schlechtere Mannschaften geben wird.

    • Wie tapfer Sie sind! Bei mir reichten die Bilder von diesen Winxxx (???)-Figuren, um den Wunsch entstehen zu lassen, den Ständer mit den Eiern umzutreten…
      (Hm. Der Satz hört sich irgendwie… mehrdeutig an. Egal. Scheißegal. Zu warm. Sie wissen, was ich meine.)

    • Kollege P. hat gestern Abend nachdem die Kinder, die nicht um sieben pennen definitiv gepennt haben so ein Ü-Ei ausgepackt. So ein Schwachsinn! Nicht nur, dass es derselbe Scheiß ist, der zur Zeit überall läuft, egal ob Klamotten, Stifte, Schulhefte, Kaugummis oder sonst was, dass in unserer ach so toleranten, gleichberechtigten Zeit jetzt bei den Kleinsten angefangen wird, denen Geschlechterrollen vor die Nase zu knallen (versuch mal einen gelben Strampler zu bekommen… alles sofort rosa und blau – bäh!), die sich gefälligst verfestigen sollen (wenn ich mir die Ranzen unserer Neuzugänge weiblichen Geschlechts angucke möchte ich kotzen!), sondern wer braucht das? Ich finde diese Winx-Figuren im Übrigen äußerst bedenklich vom Körpermodell her (Mädels orientieren sich nun mal an so was, auch als Grundschulkinder!) und war froh, dass wir keins drin hatten. Den Stempelring, auf den wir hätten kleben soll ein abartig süß guckendes Tierbaby-Stickerchen, mit dem man einen Pfotenabdruck stempeln kann, haben wir heute Morgen einem MÄNNLICHEN Kind geschenkt (Jawohl, JAKOB ist ein Männername!) und es hat sich SEHR gefreut. Dafür braucht man nicht so einen Marketing-Firlefanz zu machen.

      • Diese Rollenklischees finde ich auch zum Kotzen. Hatte ich glaube ich schon mal irgendwann erwähnt, ich bekam als Kind häufig Puppen geschenkt, habe aber lieber mit Autos oder Tierfiguren gespielt. Besonders bedenklich finde ich, dass selbst emanzipierte Frauen, von denen ich das nie erwartet hätte und die nichts für rosa Kitschikitschi übrig haben, in solche Muster fallen. Z. B. im Bekanntenkreis häufiger beobachtet… Warum kann man den Kindern nicht alles anbieten und dann sollen sie sich selbst entscheiden?
        Und ja, diese Winxdinger sehen ja noch schlimmer als Barbie aus, und das soll man erst mal schaffen.
        Gibt es eigentlich auch “blaue” Ü-Eier, also mit klischeetypischem Jungsspielzeug? Bisher habe ich nur die Mädchenvariante gesehen. Kann es sein, dass wir uns in Sachen Emanzipation zurückentwickeln?

        • Nein, die gibt es nicht. Das ist nämlich so: Jungs können ja die normalen Ü-Ei nehmen, nur die Mädels sind ja so schwer benachteiligt, wenn sie mal einen Traktor oder so drinhaben… Wenn du mich fragst, wir entwickeln uns fehl.

          Meiner Beobachtung nach sind es im Übrigen gerade die “emanzipierten” Mamis, am Besten noch Single, und die Latte Macchiato-Gentrification-Überdaskindidentifizier-Fraktion, die diese Rollenmuster und Klischees besonders ihren Mädchen und Jungs eintrichtern und teilweise so, dass ich mich als Pädagogin frage ob da nicht ein infantiler Männerhass hinter ist. Weißt du, groß Toleranz erklären und Fortschrittlichkeit usw. und dann noch schön die Machos verteufeln, jedoch entweder dem Sohn alles hinterherräumen, so dass er sich bloß nicht bequemen braucht oder sogar Aktivität verbieten (wir haben einen Jungen, der zu Hause nicht abspülen darf, weil er der Leon und nicht die Leonie ist) und sich dann fragen warum ein Pascha draus wird. Schlimm finde ich auch die (wir haben das immer wieder!), die ihren Söhnen bei ganz normalen Sachen, die für ein Kind nun mal traurig sind (z.B. Trennung von den Eltern) dann mit “Jungs heulen nicht”, “Bist du’n Mädchen?” usw. kommen, während das Töchterchen natürlich für jeden Scheiß flennen darf. Argh! Wir haben tatsächlich Mütter von Söhnen, die sich bei uns beschweren weil wir so viele männliche Kollegen haben und die z.B. auch mal einem Mädchen beim Basteln einen Hammer in die Hand geben.

          • Deprimierend, dass das immer noch so weit verbreitet ist.
            Auch, wenn ich so durch die Spielzeugabteilungen bummel (entweder auf der Suche für Kinder von Bekannten oder auch mal, um zu gucken, ob ich was für meine Monster finde), bekomme ich jedes Mal die Krise von dem ganzen klischeebefrachteten Kram, der da angeboten wird.
            Ich habe ja gar nix dagegen, wenn ein Mädchen gern mit Puppen spielt, aber dass man das ganze schon gezielt so in diese Richtung drückt, das ärgert mich. Und diese “Ein Junge weint doch nicht”-Scheiße ist sowieso ohne Worte…

            • Interessanter Artikel… In einem der vielen Kommentare steht, dass sich die “genderisierten” Ü-Eier besser verkaufen, weil die Zielgruppe (Mädchen) zufriedener sei.
              Es kann doch aber nicht angeboren sein, dass Mädchen generell auf dieses rosa Flitterglitzerzeug stehen? Da fängt es schon an, das Problem geht tiefer. Und dann noch dieser fragwürdige Körperkult (Maße der Winxfiguren), mit denen schon die kleinen Mädchen infiziert werden, zumindest das hätte man bei Ferrero anders lösen können. Wann kommen wir endlich dahin, allen Kindern alle Spielzeuge zur Verfügung zu stellen, und dann sollen sie selbst entscheiden? Bis dahin ist es wohl noch ein langer Weg. In den vielen interessanten Kommentaren war auch einer dabei, in dem berichtet wurde, dass ein Junge, der rosa mag, das nicht mehr im Kindergarten anzieht, weil ein anderer Junge ihn deswegen verhöhnt. Zuhause würde er aber nach wie vor rosa tragen.
              Wobei eine Zeitlang ja blassrosa Hemden auch bei Männern beliebt waren. Ex-Supermanager 1 lief gern mal damit rum.

              • Ich kenne nicht so viele Mädchen, bei mir was es jedenfalls nicht angeboren, ich mochte nie rosa. Eine Kollegin mit Tochter meint, da kämen heute alle phasenweise vorbei, schon allein durch das Vorbild der Freundinnen.
                Dafür mochten meine Jungs aber Glitzer, und das haben sie auch bekommen. Wie ich reagiert hätte, wenn einer sich einen Rock gewünscht hätte, keine Ahnung. Ich glaube, hier im Dorf, so zwischen Landjugend und freiwilliger Feuerwehr, hätte ich ihm das aus Schutzgründen ausreden müssen.

                • Wenn jede durch die Phase muss, kann man nur hoffen, dass sich das wieder rauswächst. :-) Ich hatte ja mit diesem ganzen Glitzerkram, Puppen usw. auch nichts im Sinn, mochte allerdings gern Stofftiere, was ja auch eher mit Mädchen als mit Jungs in Verbindung gebracht wird… Habe aber auch mit Autos gespielt und immer im Garten gebolzt. Ich sag nicht, dass das nun für alle Mädchen so sein sollte, aber oft wird ja nicht mal probiert, den Mädchen auch mal solche Beschäftigungen anzubieten. Wenn ein Kind dann trotzdem mit Puppen spielen will, ist das ja völlig in Ordnung, mir ist da aber zu viel Geschubse in eine bestimmte Richtung durch die Erwachsenen im Spiel. Ich habe zwar selbst keine Kinder, aber im Bekanntenkreis bekomme ich das ein oder andere doch mit…
                  Jungs im Rock — das ginge hier glaube ich auch nicht. Ist zwar nicht mehr ganz so dörflich hier, aber das gäbe wohl trotzdem sehr irritierte Reaktionen.

                • Oder die Phase war schon, so ca. 1 Sekunde, und hat sich mittlerweile erledigt… Manche Sachen gehen ja sehr schnell.
                  Lego fand ich auch super. Ich hatte so ein schönes Legoschiff, aber trotz Aufbewahrungswahn ist das irgendwann mal weggekommen. :-(
                  Der Vater ist klasse! Dass er es in Berlin einfacher als in Süddeutschland hatte, glaube ich auf Anhieb. Aber das ist mal Rückgrat, Respekt!

                • Katja, kennst du quote.fm? Eine der wenigen Plattformen, bei denen ich auch mitspiele. Da werde ich mit sovielen guten Texten versorgt, dass ich kaum noch zu sonst irgendwas komme.

                • @Guinan: Ich hab mich der Anmeldung dort bisher verweigert – eben aus den Bedenken heraus, dass ich so schon dauernd meinem Feedreader hinterherhinke. Aber es reizt mich schon länger, weil es, wenn ich das richtig verstanden habe, ja auch für mich ein Weg ist, gute Artikel wieder auffinden zu können.
                  Hrm, du bringst mich gerade in Versuchung. :)

                • Hört sich interessant an, aber ich widerstehe (noch). Sitze eh schon zu viel vorm Rechner. Hatte ja mal eine Zeitlang versucht, die Kiste um 22 Uhr auszuschalten. Klappt gut. Sieht man ja. Die 50 Minuten drüber zählen kaum. :-)

            • Den habe ich auch gelesen, samt Kommentaren, und nachvollziehbar ist das, stimmt. Ich traue dem Braten allerdings so nicht. Kann natürlich auch sein, dass ich Verfechterin der Idee bin, dass wenn ich einen Traktor drin habe als Mädchen und den nicht mag, ich ja einen Tausch mit einem Jungen, der eine Walroßfigur drin hatte und die nicht mag schließen könnte. Vielleicht bin ich zu sozial… :mrgreen:

              Ich hab hier ein Mädel mit ICE-Ranzen, das Zugfahrerin werden will. Darf die das nach diesen Kriterien? So weit ich weiß gibt’s das doch.

              • Jetzt hab ich mich in den Kommentaren festgelesen :)

                Ich wollte für meine Tochter alles in Weiß kaufen, damit wir das wiederverwenden können, wenn wir als nächstes einen Jungen bekommen, aber dann haben alle Geschenke in rosa bekommen, und ich bin gar nicht unfroh darüber. Wenn ich ihr den weißen Schianzug anziehe und sie ins graue Tragetuch stecke und so mit ihr spazieren gehe, fragt die eine Hälfte der Leute, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist, und die andere Hälfte denkt gleich, es ist ein Junge. Klar, im Prinzip ist es egal, aber es ist irgendwie komisch, weil man bei kleinen Kindern das Geschlecht nunmal nur an der Kleidung erkennt. Nicht erkennen zu können, was für ein Geschlecht das Kind dort hat, ist irgendwie merkwürdig…

                Spielzeug hat die Kleine auch nur entweder in quietschebunt oder Mädchenkram. Jungenspielzeug ist doof. Habt ihr euch eigentlich schonmal überlegt, wie unfair wir jungen gegenüber sind und wie gemein das alles ist? Mädchen kriegen hübsche bunte Kleidung mit Schleifchen dran. Denkt ihr, den Jungen würde das nicht auch viel besser gefallen? Aber die müssen in ultramarinblau und grau rumlaufen. Mächen dürfen schöne lange Haare haben und Schleifchen und Haarspangen reinmachen. Dann werden sie von jedem darauf angesprochen, wie schöne Haare sie haben. Jungs dürfen nie schöne Haare haben und werden auch nicht drauf angesprochen. Das ist richtig fies. Und das Spielzeug. Ich hab meiner Tochter zu Weihnachten ein Duplo-Puppenhaus geschenkt, für das sie viel zu klein ist, aber egal. Das Haus kann man in verschiedenen Varianten aufbauen, es sind Püppchen dabei, eine Katze, wechselbare Tapeten… Generell ist das Mädchenduplo und Mädchenlego total klasse. Das nächste Mal, wenn ihr im Spielzeuggeschäft seit, müsst ihr euch das mal angucken. Da gehts um Freundschaft und Ausflüge machen und Spaßhaben. Jungs kriegen Bagger und Feuerwehrautos, die total hässlich sind, und müssen damit Arbeiten spielen. Wie unfair ist das denn?

                Das Mädchenspielzeug ist nicht das Problem, das find ich super (okay, Winx-Figuren nicht…) Das Problem ist, dass Jungs massiv benachteiligt werden, weil sie nicht mit den schönen Sachen spielen dürfen :(

  3. Oh! Du misst die Cachaca ab? Der hauseigene Cocktailmixer füllt einfach immer großzügig alle Zwischenräume bis zum Glasrand auf. Ich bin dann folglich auch nach einer normalgroßen Caipi schon fast besinnungslos – wo ich doch eh nix vertrage.

    Das olympische Feuer im Caipiglas würde mir auch gefallen. Dann würde ich vielleicht von der nächsten Olympiade auch mehr als von dieser mitbekommen. Dieses Mal hat sich’s auf die google Doodle beschränkt.

    Tolle Hortensien hat’s im Monstergarten!

    • So kann man es natürlich auch machen, aber wenn man schon so schöne Schnapsgläser hat… Aber ich werde mir die Methode des Cocktailmixers merken, die kann ich für besonders brutale Tage bestimmt mal anwenden. :-)

    • @Mira: Aber wer legt denn fest, welches Kind mit welchen Spielsachen spielen [b]darf[/b]?
      Das machen doch Menschen, die ihren Kindern aufgrund deren Geschlecht bestimmte Dinge kaufen und ihnen womöglich noch einreden, dass Jungs nicht mit Puppenhäusern und Mädchen nicht mit Baggern spielen dürften.

      • Huch, die Antwort ist an einer ganz anderen Stelle erschienen als ich eigentlich im Sinn hatte. Ich wollte direkt auf Miras Kommentar antworten.

        • Schön wärs, wenn das die Eltern festlegen würden ;) Du gehst mit deinem Jungen auf den Spielplatz, und der hat eine Barbie mit: Fail. Dein Junge lädt ein Nachbarskind ein, und das sieht, dass er lauter Mädchenkram hat: Fail. Dein Junge geht in den Kindergarten und steuert dort schnurstracks auf die Puppenecke zu: Fail. Das kannst du dem armen Kind nicht antun, das wird ja zum Außenseiter. Also bleibt dir nichts übrig, als das Spiel mitzuspielen.

          • Ja, aber wo haben’s denn die Nachbars- und sonstigen Kinder her? Das kommt doch auch dort von Eltern/Erwachsenen, die ihre Kinder eben so erziehen, dass “Jungs nicht mit Puppen spielen”. Sowas ist doch nicht in den Genen oder Chromosomen festgeschrieben und als Urinstinkt vorhanden, sondern wird von erwachsenen Bezugspersonen ins Kind geimpft.

            Und wenn Eltern, gar nicht mal aus der Überzeugung heraus, dass es nunmal so gehört, sondern vorauseilend, um ihr Kind zu schützen, damit es nicht zum Aussenseiter wird, das Spiel mitspielen, kann sich doch auch nichts ändern. Egal aus welchem Motiv heraus, ist die Botschaft ja die gleiche: Jungs machen dies und das, Mädchen was anderes.

            Ich finde, Nils Pickert hat mutig vorgemacht, wie man _auch_ damit umgehen kann, wenn der Sohn nunmal lieber schicke Mädchenkleider tragen möchte. :)
            Hier der Link zu einem Spon Artikel über ihn.

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  6. Ich nehme mal eine neue Kommentarebene. Da hocke ich in der Anstalt, während hier so eine interessante Diskussion stattindet…
    @Mira: Ich glaube, wir sind meinungstechnisch nicht so weit auseinander. Ich zitiere mich selbst. :mrgreen:
    “Wann kommen wir endlich dahin, allen Kindern alle Spielzeuge zur Verfügung zu stellen, und dann sollen sie selbst entscheiden?”
    Damit meinte ich auch, dass man Jungen ebenfalls ruhig Puppen u. ä. zum Spielen anbieten sollte. Irgendwo, ich glaube, es ist ein skandinavisches Land, gibt es einen Kindergarten, der sowohl Jungen als auch Mädchen alle Spielzeuge anbietet und dort gibt es auch Jungs, die mit Mädchenspielzeug spielen (müssen ja nicht immer Puppen sein).
    Natürlich gibt es auch tolles Mädchenspielzeug. Aber was würdest Du machen, wenn Deine Tochter sich tatsächlich irgendwann mal mehr für Autos, Bagger, Fußballspielen etc. interessieren wird? Und nicht für das sicher sehr schöne Mädchenduplo? Und an schönen Haaren womöglich kein Interesse haben wird?
    Ich fand als Kind Bagger und Fußball wesentlich interessanter als Puppen. Nun wünsche ich Dir nicht, dass Deine Tochter so ein verdrehter Mensch wie ich wird, aber es zeigt, dass es solche Fälle gibt.
    Ich bin ja durchaus hin und wieder in einigen Spielzeugläden, und ich muss sagen, dass ich einen großen Teil der Mädchenabteilung gruselig finde. Dieses Glitzerflitter und die massive Ballung von rosa und pink… Nicht ganz eine Monokultur, aber so viel fehlt nicht… Da kommt mir die Jungenabteilung vielfältiger vor.
    Auch wird mich nichts davon abbringen, Barbie, Winx und ähnliches total scheußlich zu finden, aber hätte ich eine Tochter, deren sehnlichster Wunsch eine Barbiepuppe wäre, würde ich ihr die kaufen. Glaube ich. Mein sehnlichster Wunsch als Kind über Jahre war eine Murmelbahn, so eine schöne aus Holz. Habe ich nie bekommen, dabei hätte man von dem ganzen Mädchenkram, der in meinem Zimmer vor sich hinstaubte, vermutlich 10 Murmelbahnen kaufen können. (Die Puppen wurden mir übrigens nicht von meinen Eltern, sondern von Tanten/Onkeln geschenkt — da hat sich keiner die Mühe gemacht, mal zu fragen, was das Kind wirklich mag.)
    Ich glaube ja auch nicht zwangsläufig, dass das Abendland untergeht, wenn Mädchen mit Puppen, selbst mit Scheußlichkeiten wie Barbie, spielen… Aber manche Mädchen sind empfänglicher für Klischees als andere… Siehe auch die zunehmende Zahl der Mädels, die Topmodel werden wollen, auch angeregt durch Sendungen wie GNTM. Mich würde es grämen, wenn meine imaginäre Tochter scharf auf diese oberflächliche Glitzerwelt wäre…
    Durch diese Vorauswahl, sowohl bei Jungs als auch bei Mädchen, werden, da bin ich mir sicher, Rollenbilder zumindest verstärkt. Da kein Kind wie das andere ist, möchte ich das nicht verallgemeinern. Aber in der Schule geht es dann los, da will man dann auf einmal die Mädchen für naturwissenschaftliche oder technische Berufe begeistern (Girl’s Day) und die Jungs für soziale Berufe (Name des Tages dafür vergessen).
    Würde doch schon in ganz jungen Jahren dafür gesorgt, dass den Kindern (auch den Jungs) erst mal alles an Spielzeug zur Verfügung steht, könnte das Interesse für bestimmte Richtungen viel eher geweckt werden. Bin mir auch ziemlich sicher, dass ganz kleine Jungs, solange sie noch nicht in die Welt der Hänseleien geschubst werden, gern mit Puppen spielen würden. Nicht alle, einige.
    Ich täte mich allerdings auch schwer, wenn ich einen Jungen hätte, der gern mit Puppen spielt und rosa trägt, das gnadenlos durchzuziehen, eben wegen der Hänseleien. Als Erwachsener hat man vielleicht eher das Rückgrat, bestimmte Sachen durchzustehen (und selbst da ist es noch schwer genug), aber das von einem kleinen Kind zu erwarten? Das ist ein Problem, für das ich auch nicht die super Lösung parat habe. Man könnte natürlich versuchen, einige gleichgesinnte Eltern zu finden, deren Jungs Puppen toll finden (oder Röcke tragen oder what ever) und sich mit diesen zusammenzutun, aber sooo gut stehen die Chancen dafür wohl nicht… So ein Kindergarten wie oben geschildert wäre vielleicht ein Anfang, aber da müssten sich natürlich auch etliche Gleichgesinnte treffen. Und wenn ich den Artikel richtig im Kopf habe, in dem ich vor etlicher Zeit über diesen Kindergarten gelesen habe, war/ist der auch ziemlich umstritten. Leider…
    Es ist schwierig, ich weiß. Aber diese Unterteilung in Mädchen und Jungs in Sachen Spielzeug und Kleidung von ganz klein auf macht mich halt traurig. Letztendlich habe ich sowohl mit den Mädchen als auch Jungen Mitleid, die sich diesbzgl. nicht voll entfalten können. Und wenn ein Mädchen dann halt bei freier Auswahl mit Glitzerpüppchen in rosa am liebsten spielt, ja dann wäre das halt so auch in Ordnung. So bleibt aber ein Beigeschmack, dass das Kind — und Kinder sind ja schon recht leicht beeinflussbar — einfach durch fehlende Alternativen (Bagger — Bagger sind übrigens cool :-)) eher in diese Richtung gedrängt werden.
    Ist glaube ich alles ein bisschen durcheinander, ich hoffe, Du wirst draus schlau?
    @Katja: Du hast es kürzer und besser als ich formuliert, aber das ist so in etwa das, worauf ich hinaus will.

  7. Stimmt, seh ich genauso. Ich finds schade für die Jungen, dass die nicht mit allem spielen dürfen, aber Mädchen schon. Nur allein ändert man da nichts, da tut man seinem Kind nix Gutes, wenn man das anders handhabt. Deswegen hab ich lieber ein Mädchen, weil ich dem dann nicht die ganzen schönen Sachen verweigern muss. Sollen sich die Eltern von Jungs mit rumplagen.

    Ich war als Kind total anti. Ich mochte keine Puppen und überhaupt war alles, was rosa war und glitzerte, unter meiner Würde. Mit 4 konnte ich lesen, was ich natürlich allen Kindern im Kindergarten unter die Nase reiben musste (jaja, ich war extrem beliebt *räusper*), und diese Fähigkeit hab ich dazu genutzt, Dinosaurierzeugs auswendig zu lernen. Was die für lateinische Namen hatten und was die fraßen und vor wie viel Millionen Jahren genau die denn nun gelebt haben usw. Ich war merkwürdig. Wenn meine Kleine mal so merkwürdig wird, dann würd mir das zwar nicht gefallen, aber ich würd ihr das trotzdem durchgehen lassen. Mit Bauchweh. Aber wie du sagst, ich würd ihr nix aufzwingen. Ich würde mir nur für sie wünschen, dass sie die gleichen Sachen mag wie die Anderen und viele nette Freundinnen hat. (ne, meine Freundinnen waren nicht nett. Die waren ein Elternschreck. Aber ich hatte welche, fürs Protokoll.)

    Barbie usw. find ich auch doof. Aber wenn das Zeug nicht cool ist: http://www.amazon.de/Lego-10505-Duplo-Familienhaus/dp/B0094J3AZA/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1388784346&sr=8-1&keywords=duplo+familienhaus Solche Sachen kauf ich ihr gern, da mag ich nämlich selber damit spielen *hihi* Und das beste ist, das darf ich dann auch :D Boah, da werden wir uns Stundenlang beschäftigen damit.

    • Lego geht natürlich immer. Zu meiner Zeit gab es glaube ich noch nicht so viele verschiedene Lego-/Duplo-Sets, aber Lego fand ich auch klasse.
      Ich sehe gewisse Parallelen unserer Kindheiten, allerdings konnte ich noch nicht mit 4 lesen und der Dinohype war zu meiner Zeit noch nicht, aber ich hatte neben meiner Puppenabneigung, die ich hier glaube ich schon mal erwähnte ;-) , eine Zeitlang auch eher Freundinnen, die nicht gerade Elterns Liebling waren. Wobei sich der schlechte Einfluss in Grenzen hielt, ich glaube, meine Eigenbrötelei war da ein recht guter Schutz. (Ganz ohne Mist zu bauen, ging es allerdings nicht ab. Aber hat sich rausgewachsen und im Vergleich zu anderen Fällen war es auch nicht sooooo wild.)

      • Naja, ich konnte hauptsächlich deshalb lesen, weil mir meine Mama viele Sachen beigebracht hat um mich wie ein Zirkusäffchen vorzuführen…

        Ach, du warst auch Eigenbrötlerin? *drüüück* Eine Leidensgenossin :) Dafür, wie ich mich als Kind benommen hab, bin ich eine recht umgängliche Erwachsene geworden. Das sagt also nicht immer was aus.

        Joar, der schlechte Einfluss der Freundinnen hielt sich bei mir auch in Grenzen. Weil ich die Freundinnen oft gewechselt hab. Ich mochte die irgendwie selbst nie so richtig, weil die alle total schräg waren. Meistens wars mit denen nichtmal lustig, die waren einfach nur schräg. Bei manchen frag ich mich bis heute, warum ich mit denen so oft zusammen war, weil das im Grunde nur ärgerlich war mit denen. Da war eine dabei, die wollte ständig irgendwo hingehen oder hinfahren und was unternehmen, und wenn wir dann dort waren, hat sie nur rumgezickt und alles versaut. Und im Nachhinein hat sie in der Schule rumerzählt, wie toll das gewesen ist, und dass wir das unbedingt wieder machen müssen. Aber das stimmte nicht, es war gar nicht toll, die hat nur im Nachhinein so getan, damit niemand mitbekommt, wie unausstehlich sie war. Die hatte ich recht schnell in den Wind geschossen… Aber das war nur eines von mehreren überwiegend unleidlichen Exemplaren.

        • Oje, solche Ideen hatte meine Mutter zum Glück nicht. Meine Eltern hatten sowieso ganz wenig Zeit für uns, das kann auch sein Gutes haben…
          Ich bin heute auch einigermaßen umgänglich, aber vom Verhalten immer noch etwas introvertiert. Auch liegt es mir mehr, alleine vor mich hinzuarbeiten. Den ganzen Tag Teamarbeit wäre ein Graus für mich…
          Die schlimmste meiner damaligen Freundinnen war eine, die rauchte und sich das Geld für die Zigaretten durch Diebstahl beschaffte. Einmal habe ich mich auch dazu anstiften lassen, das war für mich vor allem deswegen schlimm, weil ich bei meinen Eltern was aus der Marktkasse genommen hatte. Aber einmal und nie wieder, meine Mutter zu bestehlen, war der absolute Horror für mich.
          Es war schon teilweise eine Plackerei mit dem Erwachsenwerden. :-)

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