Vor einigen Wochen…

… gab es in einem Teil von Bloggerhausen recht hitzige Diskussionen darüber, ob es nicht möglich ist, in Blogs auch mal ernsthafte, wichtige Themen aufzugreifen. Die Diskussion möchte ich hier nicht aufwärmen, ich kann auch durchaus verstehen, dass einige Blogger davor zurückschrecken, da politische Diskussionen leider leicht in persönliche Beleidigungen ausarten. (Bei meinen Lesern habe ich da allerdings überhaupt keine Bedenken.)

Die Momos haben eine sehr gute Idee:

Deshalb mein Vorschlag für ein Projekt, dass die Erinnerung wachhält und auch ein Zeichen setzt gegen den rechten Hass und die rechte Gewalt in unserm Land:

Lasst uns doch einmal eine Artikelkette schreiben über das, was die Nazis in unserm Land angerichtet haben und noch anrichten.
Lasst und Bilder posten von Stolpersteinen, Gedenkstätten, ausländerfeindlichen Parolen oder andern Dingen aus unserm täglichen Leben, wo dies ganz offensichtlich wird.

An diesem Projekt möchte ich mich in unregelmäßigen Abständen beteiligen. Eigentlich wollte ich hier etwas über die KZ-Gedenkstätte Neuengamme berichten, die hier ganz in der Nähe ist. Außerdem war mein Plan, die Gedenktafeln, die sich außerhalb des eigentlichen KZ-Geländes befinden, zu fotografieren. Das alles sollte schon im November/Dezember stattfinden. Ich hatte mich dann aber zeitlich mal wieder verzettelt, und dann kam noch die Fingergeschichte dazu, so dass ich im Moment nicht unbedingt mit dem Rad durch die Gegend fahre. Es würde zwar gehen, aber ist doch ein gewisses Risiko.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, der Artikel wird auf jeden Fall noch kommen. Ich möchte Euch heute aber einen Link ans Herz legen: Stolpersteine in Hamburg. Bei den Stolpersteinen handelt es sich um ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig.

Seit 1995 erinnert der Kölner Künstler Gunter Demnig mit seinem Projekt STOLPERSTEINE durch kleine Gedenksteine an Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft vor deren früheren Wohnorten. Stolpersteine sind Betonwürfel im Format 10 x 10 x 10 cm, die auf ihrer Oberseite mit einer Messingplatte versehen sind, auf der die Lebensdaten eines Opfers eingraviert werden.

In der Rubrik „Namen, Orte und Biografien“ finden sich teilweise sehr ausführliche Lebensbeschreibungen der Ermordeten. Hinter der unfassbar hohen Anzahl der Opfer bekommen hier die einzelnen Menschen ein Gesicht, was die Unfassbarkeit der abscheulichen Taten noch mehr deutlich macht. Ich habe selbst noch längst nicht alle Biografien durchgelesen, denn das alles ist schwer zu ertragen.

Warum ich trotzdem darüber schreibe, obwohl das doch jetzt alles schon so lange her ist?

So lange in diesem Land immer noch Ausländer zu Tode gehetzt werden, so lange ein Sarrazin seine unterschwellig rassistischen Thesen darlegt, so lange deutsche Behörden sich gegenüber Ausländern inhuman zeigen, so lange eine Partei, die offen ausländerfeindliches Gedankengut propagiert, in einigen Länderparlamenten sitzt, so lange bleibt das Thema wichtig.

Natürlich wird es nicht wieder genauso passieren. Ein schnauzbärtiger Mann, der in Kneipen herumbrüllt, gilt heute nicht mehr als charismatisch und bekäme kaum die Mehrheit der Stimmen. Aber wehe, es gelingt den Rechten, eine Person ausfindig zu machen, die sich in den Medien gut darstellen kann — während ein Teil der Menschen in unserem Land immer mehr in die Ecke der Hoffnungslosigkeit geschoben wird, die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr auseinanderklafft, Bildungschancen immer noch sehr von der sozialen Klasse, aus der man stammt, abhängen und der Regierung nichts anderes einfällt, als den Sozialstaat immer mehr zu demontieren. (S. gerade mal wieder Röslers neueste Ideen, aber da will ich jetzt gar nicht näher drauf eingehen.)

Natürlich steht nicht morgen das Vierte Reich vor der Tür, aber es gibt genug Gründe, wachsam zu sein und immer wieder deutlich zu sagen, dass kein Platz für Nazis in diesem Land sein darf.

Ich habe hier einige Links, um zu verdeutlichen, was ich mit meinen angesprochenen Beispielen meine:

Eine inhumane Abschiebung

Noch ein Bericht über eine unglaubliche Abschiebungsaktion

Und Sarrazin hat wieder einige sehr fragwürdige Äußerungen von sich gegeben. Der Mann ist übrigens immer noch in der SPD!

Es gäbe leider noch mehr Beispiele, aber fürs Erste reicht das, denke ich mal.

Morgen geht es dann hier wieder in bekannter, bekloppter Weise weiter, aber vielleicht hat ja der ein oder andere von Euch auch ein bloggenswertes Thema, das zu dem Projekt passt.

Danke an die Momos, die ein für die Blogosphäre eher untypisches, aber wichtiges Projekt ins Leben gerufen haben.

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43 Kommentare zu “Vor einigen Wochen…

  1. Liebes fellmonsterchen,
    du hast natürlich total RECHT, was du schreibst.
    Heidi hatte mich neulich neben einen Stolperstein gesetzt, der grad bei uns in unserem kleinen Berlin Müggelheim eingeweiht wurde. Sie hat das dann doch nicht gepostet, weil es nicht wirklich auf einen Hundeblog passte. Sie hätte da zu viel schreiben müssen, und DAS geht gar nicht, bei „Einfingertreffersuchsysthem“
    Liebes Wuffi Isi

    • Viel schreiben bei Einfingersuchsystem ist bestimmt anstrengend. Ich mach drei Kreuze, wenn ich wieder mit zehn Fingern tippen kann…
      In Themenblogs ist das natürlich schon so eine Sache, ob man da plötzlich ganz andere Themen reinnimmt. In meinem Mischblog fällt das alles nicht so auf, außer, dass das Thema sehr ernst ist… Du hattest ja heute auch ein anderes schlimmes Thema verlinkt, so was ist ja auch wichtig. Ich hab’s aber nicht über mich gebracht, auf die Fotos zu klicken, sondern habe nur den Text gelesen. Sonst hätte ich wohl tagelang Alpträume. So schon schlimm genug. 😦

  2. Vor ein paar Tagen wurde eine Hotline-Kollegin von mir plötzlich laut: „Dass die Ausländer an allem Schuld sind, das brauchen Sie mir ganz bestimmt nicht zu erzählen, diesen Quatsch höre ich mir nicht an!“ Offenbar hatte sich jemand bei ihr beschwert, dass „die Ausländer“ im öffentlichen Nahverkehr nichts zu suchen hätten und die Bahnen verdrecken würden. Von erfahrenen Kollegen klau ich mir ja gerne Textbausteine, und ich denke, dieser hier kann auch außerhalb von Callcentern gelegentlich gut eingesetzt werden… vielleicht könnte man sowas auch mit sammeln? Storys á la „Kleiner Leitfaden zum höflichen, aber vor allem bestimmten Umgang mit den leider immer noch ziemlich normalen Alltagsrassisten.“

    • Dass das kein einfaches Thema ist, ist klar und streite ich auch nicht ab, auch, dass wir ein Problem in Sachen Integration haben, aber hier geht es vor allem um Nazis, die einfach nur dumpf ihren Hass auf Menschen, die keine Deutsche sind, in die Welt spucken, und da gehört mal ein ganz klares NAZIS NEIN DANKE geäußert.
      Die beiden Fälle, die ich verlinkt habe: Die Menschen hätte ich z. B. auf jeden Fall hier leben lassen. Klar können wir nicht das Elend der ganzen Welt beseitigen, aber wir sollten doch aus der Geschichte gelernt haben, politisch verfolgte nicht abzuweisen. Und auch, wenn es nicht immer um politisch Verfolgte geht: Familien auseinanderzureißen ist unmenschlich.
      Was ich auch nicht verstehen kann: Es wird gern mal salopp so getan: Ach Wirtschaftsflüchtlinge, die wollen ja hier nur den Wohlstand abgreifen. Aber wenn man sich mal anguckt, was für eine Odyssee die Flüchtlinge auf sich nehmen, auch ihre Familien zurücklassen, ihr ganzes gewohntes Umfeld: Wie verzweifelt müssen solche Menschen sein? Da einfach nur zu sagen, das seien Schmarotzer, finde ich schon übel.
      (Unterstelle ich jetzt nicht Dir, sondern sind ein paar allgemeine Gedanken zu Äußerungen, die man in dem Zusammenhang häufiger hört.)

  3. Superaktion. Da werd ich mir auch was einfallen lassen. In Saarbrücken gibts was Ähnliches, den Platz des unsichtbaren Mahnmals. Die Nazivergangenheit ist etwas, das mich sehr beschäftigt. Meine Eltern waren zur Kriegszeit Kinder und mein Vater hat erst vor ein paar Jahren angefangen, ein paar Sachen zu erzählen. Ich finde es ganz wichtig, dass wir heute weiterhin darüber diskutieren und die Erinnerung aufrechterhalten, gerade angesichts des Neonazismus.

  4. Ich find’s auch super, das Projekt.

    Ich weiß nicht, ob das geht, allerdings haben die Kollegen bei den Jugendlichen mal ein Projekt zur NS-Euthanasie gemacht, indem sie mit den Jugendlichen die Lebensläufe zweier gehörlöser junger Menschen, die an den Folgen der Sterilisation starben, recherchiert haben. Ich könnte mal fragen, ob sie das rausgeben, wenn du möchtest, dann hättest du so etwas wie einen Gastartikel (hast du mir ja mal angeboten). Spannt allerdings einen kleinen Bogen bishin zur Gehörlosenpädagogik der 90er Jahre, wo immer noch die dummen Taubstummen gehauen wurden, wenn die Schüler gebärdeten – ich habe auch noch ein Lineal abgekriegt – und dazu, dass gehörlosen Frauen heute noch mitunter zur Abtreibung geraten wird, weil das Kind ja „krank“ werden könnte.

    Ich kann dir/euch natürlich auch noch das ein oder andere aus dem „Kanakinnen“-Alltag erzählen, doch das tat ich ja schon vereinzelnd. (Man erinnere sich an den „Kanaken-Cola“ Beitrag auf dem Spielplatz.) Oder so was wie „Na, hoffentlich werden SIE nicht alt“, weil Usher eine Erbkrankheit ist.

    Und ich frage mal in Mannheim, ob der liebste Mensch den Glaswürfel mitten in der Einkaufsstraße in der Innenstadt fotografieren kann. Da ist ein Glaswürfel in den die Namen sämtlicher ermordeter jüdischer Mitbürger aus der Stadt eingelassen sind.

    • Das wäre nett, wenn Du die Kollegen mal fragen würdest. Ich veröffentliche das gern hier bzw. richte Dir, wenn Dir das lieber ist, einen Gastschreiberzugang oder wie das heißt ein. Hast Du Deinen WP-Zugang noch? Ich glaube, das braucht man, bin mir da aber nicht sicher, weil WP ja andauernd irgendwas ändert. Der Bogen zur Gehörlosenpädagogik ist meiner Ansicht nach total zum Thema passend, zeigt es doch, dass auch Jahrzehnte danach mit Menschen umgegangen wird, dass einem die Worte fehlen.
      Berichte aus dem „Kanakinnen“-Alltag wären auch sehr passend für das Projekt. Und ein Foto von dem Glaswürfel sowieso. Memo an mich: Artikel über das Bergedorfer Mahnmal für Zwangsarbeiter.

      • Den WP-Zugang wird es wohl noch geben, aber ich habe das Passwort nicht mehr. Ist auch egal. Dauert allerdings noch ein bisschen bis ich fragen kann. Noch sind Ferien und direkt wenn alle wiederkommen wäre das ein ungünstiger Zeitpunkt, weil in der Hektik so viel untergeht. Bitte um Bild in Mannheim wurde jedoch weitergeleitet.

        • Keine Hektik, ich verteile die Beiträge auch gern über einen etwas längeren Zeitraum, damit immer mal wieder an das Projekt erinnert wird. Ich kann den Artikel auch selbst veröffentlichen und groß darüber schreiben, dass er von Dir ist. Kommt ja eigentlich aufs Gleiche hinaus…

  5. Gute Idee, diese Aktion!
    Obwohl ich mich frage, warum man auf seinem Blog nicht zu aktuellen (wichtigen) Themen Stellung beziehen sollte. Ich mache das immer wieder mal – und du ja eigentlich auch, oder?

    Wünsche dir und deinem Finger ein gutes Neues Jahr!
    Sabienes

    • Ja, manchmal habe ich auch ernste Themen, aber eigentlich recht selten, was auch daran liegt, dass ich mein Blog hauptsächlich aus Spaß schreibe. Selbst die Artikel in meiner „Politik“-Rubrik sind ja nicht alle ganz ernst… (S. so was wie die „Niebelungen-Saga“, in der Niebel sein Fett abbekommt.) Aber trotzdem finde ich das Momo-Projekt sehr wichtig und dann ist auch in meinem bekloppten Blog mal Platz für so was. Beim Bücher-52-Projekt hatte ich ja auch bewusst ab und zu ernste Themen.
      Ich kann aber schon verstehen, wenn manche Angst vor politischen Themen haben, weil gerade im Internet dank der Anonymität der Ton leicht mal entgleist. In meinem Blog befürchte ich das nicht, 1. habe ich super Leser, 2. ist mein Blog auch nicht so bekannt, dass ich plötzlich 100erte Kommentare moderieren müsste. Ich freue mich, wenn ich auf Blogs, von denen ich es nicht unbedingt erwartet habe, auch mal solche Themen finde. Aber wenn sich jemand damit gar nicht wohl fühlt, hat es glaube ich auch keinen Sinn, die Leute überreden zu wollen. Anstoß geben ja, das hat bei mir ja auch geklappt. Ich habe mich auch damals von dem Artikel, der bei der Freidenkerin geschrieben wurde und schon recht provokant war, nicht angegriffen gefühlt, sondern als Denkanstoß empfunden, aber andere fühlten sich persönlich attackiert und das ganze kochte ziemlich hoch bis hin zu „Da lese ich nicht mehr“ und Kommentaren, die nicht veröffentlicht wurden, obwohl sie sachlich waren. Das fand ich schon schade.
      Ich wünsche Dir auch ein gutes Jahr mit vielen interessanten Blogthemen. 🙂

  6. Danke, das Du nochmal daran erinnerst. Vor lauter Arbeit ist das Thema selbst bei uns wieder etwas verdrängt worden. An der Stolpersteinarbeit bin ich insofern immer nahe dran, weil meine Mutter eine derjenigen ist, die die Biographien zu den Steinen mit recherchiert.
    Aber bei uns wird das Thema auch wieder Thema sein. Und nach Neuengamme wollen wir auch nochmal. Ein Tag dort ist einfach zu wenig und ich konnte irgendwann auch nichts mehr aufnehmen.

    • Ja, das mit der Arbeit kenne ich auch, da bleibt immer einiges auf der Strecke, aber ich hatte es immer im Hinterkopf.
      Ist Deine Mutter Historikerin? Eine wichtige Aufgabe, dass die die Biographien recherchiert, denn ich finde, dass durch die Einzelschicksale das ganze Grauen noch mal deutlicher wird. Die nackten Zahlen sind unfassbar, aber auch irgendwie ein bisschen abstrakt, obwohl ich natürlich auch schaudere, wenn ich „6 Millionen“ lese.
      Die Gedenkstätte zu besuchen, dafür muss man auch die Ruhe haben, das könnte ich nicht mal so eben zwischendurch, dafür ist es zu belastend.

      • Nein, meine Mutter macht, bzw. hat das in ihrer Freizeit gemacht, von der sie ja eigentlich keine hat, so als Rentnerin 🙂 Von Haus aus ist meine Mutter Juristin, wie ich, bzw. ich wie sie.
        Wir haben uns schon viel Zeit genommen für Neuengamme. Ich weiß gar nicht mehr, wieviele Stunden wir dort waren, aber irgendwann konnte ich auch einfach nicht mehr.

        Stimmt auffällig, der Trackback hat nicht funktioniert, aber ich gucke hier eh regelmäßig vorbe.

  7. Auch ich sage einfach mal Danke, dass Du den Faden wieder aufgreifst.
    Bei uns wird der nächste Artikel zu diesem Themenkomplex ganz sicher zum Jahrestag der Befreiung des KZs in Ausschwitz erscheinen.

    • Gut, dass Ihr den Artikel auch so entdeckt habt, der Trackback ist anscheinend nicht angekommen.
      Ja, die Befreiung ist ein passendes Datum dafür. Mal sehen, ob ich bis dahin auch noch etwas schaffe, aber selbst, wenn nicht, so werde ich doch später hier über das Thema schreiben. Ich finde es gut, dass Ihr dieses Projekt angestoßen habt!

    • Hä? Warum bin ich denn jetzt Anonym? Ich, Raven, stehe doch voll zu meinem Kommentar! 😦
      Fellmonster, muss ich jetzt immer, obwohl eingeloggt, meine Kontaktdaten eingeben? *?*

      • Hätte Demnig doch lieber ein Hotel eröffnet, dann klappt es auch mit ermäßigten Steuersätzen! (Da kann man ja nur noch mit Zynismus drauf reagieren.)
        Warum das mit dem Einloggen manchmal nötig ist, weiß ich nicht, das habe ich auch manchmal mittendrin, obwohl ich an sich eingeloggt bin. Ich finde WordPress ja ansonsten richtig gut, aber was die aus der Kommentarfunktion gemacht haben, ist etwas deprimierend. Zu viel Koks, zu wenig XXL-Caipi, das ist meine Theorie…

  8. Respekt Frau Monster, das du dich an dieses Projekt heran traust.

    Leider muss ich sagen, das ich ursprünglich aus einer Stadt komme, in der schon 2004 und 2005, traurige Berühmtheit durch Mitbürger erlangt die, die Steine Entfernten oder mit Teer übergossen.
    Leider habe ich auf die schnelle keinen Artikel gefunden, aber ja ich rede von DIR HALLE an der Saale 😦 .
    Schlimmer aber finde ich, das mein derzeitiger Lebensmittelpunkt, München bis heute mit allen Mitteln das verlegen von Stolpersteinen aktiv verhindert.

  9. Ich hatte gestern abend ein sehr interessantes Gespräch mit einer freiwilligen Mitarbeiterin des Stolpersteinprojekts in unserer Stadt. Sie hat vor allem über den organisatorischen Aufwand berichtet und was man alles kontrollieren und regeln muss, bis so ein Stein endlich gelegt werden kann. An so etwas denkt man als Laie gar nicht! Wahrscheinlich werden im November die nächsten Steine gelegt, dann werde ich ausführlich berichten.

    • Auf den Bericht bin ich gespannt. Ich wollte ja auch immer noch einen Artikel über das KZ Neuengamme schreiben, aber dazu brauche ich etwas Ruhe…
      Ja, die „liebe“ Bürokratie, ich kann mir schon vorstellen, dass das alles nicht einfach ist.

      • Die Bürokratie ist hier gar nicht so das Problem, da die Stadt voll und ganz hinter dem Projekt steht. Aber es bleibt ein sensibles Thema, bei dem sehr viel Sorgfalt und Fingerspitzengefühl erforderlich ist. Aber laut meiner Gesprächspartnerin ist es das auf jeden Fall wert!

        • Denke ich auch, dass es das wert ist. Ich glaube, dass die Stolpersteine wirklich zum Erinnern einiges beitragen, auch wenn es natürlich immer Unbelehrbare geben wird.
          Könnte mir vorstellen, dass nicht immer jeder Eigentümer, vor dessen Haus so ein Stein kommt, angetan ist, das ist bestimmt öfter mal ein Problem.

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

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