Ihr habt es vermutlich alle mitbekommen:

Nämlich die Versuche Brüderles, mit eher nicht so originellen Anbaggersprüchen bei einer Journalistin zu landen. Laut „Stern“ stellte der FDP-„Spitzen“-Politiker fest, dass die Dame ein Dirndl gut ausfüllen könne. Und sie möge doch bitte seine Tanzkarte annehmen. Politiker würden eh alle Journalistinnen verfallen und so weiter und so fort. Um ca. 1 Uhr soll seine Pflegerin Sprecherin den widerstrebenden Kerl mit den energischen Worten „Zeit fürs Bett!“ aus der Bar geführt haben. (Wer es nachlesen möchte, klicke bitte hier, Achtung Link geht zum „Stern“.)

Wir wissen nicht, ob es wirklich so war, denn wir waren nicht dabei. Ein Glück, denn bei so einer Szene wären die Limetten in meinem Caipi vermutlich spontan schlecht geworden. Da Brüderle sich aber weigert, dazu Stellung zu nehmen, liegt es nah, dass es sich so oder so ähnlich tatsächlich zugetragen haben dürfte. Der Kubicki will nun übrigens keine Journalistinnen mehr in seinem Auto mitnehmen. Gut so, fürsorgliche Eltern haben ihren Töchtern eh beigebracht: „Steig nie zu fremden Männern oder einem FDP-Politiker ins Auto!“

Wie gehen wir nun mit diesem Vorfall um? Wir schlagen zurück! Genau! Wir bekämpfen Sexismus mit Sexismus. Wir halten nicht die andere Wange hin, sondern analysieren hier schonungslos die erotische Ausstrahlung des Herrn Brüderle.

Folgende Fragen müssen wir dazu stellen:

  • Kann Herr Brüderle seinen Schädel mit einem Gehirn ausfüllen? Nun, ganz offensichtlich eher nicht. Null Sahnepunkte.
  • In welcher Partei ist Herr Brüderle? In der FDP, wie wir alle wissen, und das nicht nur als einfaches Mitglied, sondern als „Spitzen“-Politiker. Das ist extrem unerotisch, leider wieder null Sahnepunkte. Eigentlich müsste man dafür sogar Minuspunkte erfinden!
  • Penisgröße? Ich weiß es nicht, und ich kann es auch nicht ermitteln, denn 1. habe ich ein ärztlich beglaubigtes Dirndltrauma und 2. bin ich keine Journalistin und leider auch keine Weinkönigin. Es ist aber sowieso egal, denn selbst, wenn wir hier über >20 cm sprechen würden: s. die Punkte eins und zwei. Das kann nichts, aber auch gar nichts rausreißen.

Damit ziehen wir ein eher düsteres Resümee: Herr Brüderle erreicht auf der nach oben offenen Rahmskala leider null Punkte. Wir sind untröstlich. (Erklärung: Mit der Rahmskala wird die erotische Ausstrahlung von Männern gemessen, es handelt sich um eine wissenschaftlich fundierte Messmethode, die von Frau Dr. Dr. Fellmonster entwickelt wurde. Die Skala wurde natürlich nach Rahm Emanuel benannt, nach wem auch sonst?)

Ist noch ein Politiker durch Sexismus unangenehm aufgefallen und müsste analysiert werden?

PS, Frage am Rande: Tanzkarten, wtf?! Gibt es die noch? Ich dachte, das wäre vorvoriges Jahrhundert oder so. Was zu Brüderle durchaus passen würde, davon mal ab…

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4 Kommentare zu “Ihr habt es vermutlich alle mitbekommen:

  1. Wie jetzt, der ALTE Knacker? Ich hab’s irgendwie verpasst, und musste erst im Spiegel nachlesen. Pah, Tanzkarte, das ist ja wohl mehr als out!
    Erstauntes Wuffi Isi, mit Knuddler für die ganze Meute

    • Unglaublich, oder? Ausgerechnet der… Das mit der Tanzkarte ist schon der Knaller, aber am besten fand ich die Story, wie seine Sprecherin ihn quasi ins Bett gescheucht hat… Peinlich.

  2. Hachz, is dit schön, so einen lockerflockigen Text zum Brechreizthema zu erhaschen. Da bog Euer Felligkeit doch soeben meine Laune wieder zurecht, die über das hochschwappende Thema und nachfolgende Beben dieses Wochenendes doch irgendwo am Boden verloren ging, dank all der „tollen Tipps“ von Männlein wie Weiblein, dass Frau sich doch locker wehren kann und nicht „hysterisch jammern“ soll (auch Profiboxer brauchen doch mal Trainingsfrei).

    „Ist noch ein Politiker durch Sexismus unangenehm aufgefallen und müsste analysiert werden?“ Aktuell oder überhaupt? :p – Da war kurz vorher doch mal wieder irgendwas mit Piraten… mein Namensgedächtnis ist aber ein kruder Blender und eigentlich ist das auch egal – die Einmischung der „Netzpartei“ in jene Debatte hat deren Schiff bei mir nun eh komplett zum Kentern gebracht – hing es doch schon nie wahrhaft fest im Hafen, aber was da teilweise unter der Totenkopfflagge so beigesteuert wurde die Tage, war ….och nääää – da lob ich mir einen solch lebensfrohen, unsachlichen „Sexismus mit Sexismus bekämpfen“-Beitrag – Danke 🙂

    • Ja, genau einfach mal locker wehren, das klappt vor allem bestimmt ganz prima, wenn die Sprüche vom Vorgesetzten kommen… Klar kann man dem auch eine schallern, aber in Zeiten von Hartz IV ist das vielleicht nicht unbedingt etwas, was locker von der Hand geht. Gnah.
      Klar gibt es auch Situationen, in denen frau sich locker wehren kann, aber oft sind es ja diese Abhängigkeiten, da geht es dann auch mehr um Ausübung der Macht als um einen missglückten Anbahnungsversuch…
      „Schön“ ist ja auch dieses Foto, das zurzeit kursiert: Mann mit Bierflasche zwischen den Beinen (in der Bahn aufgenommen), da liegt ja ein Spruch wie „Oooooh, armer Kerl, hat es nicht zu einem dicken Auto als Ausgleich gereicht?“ Wobei man dann vielleicht die Flasche über den Kopf gezogen bekäme. Auch nicht so richtig schön…
      Dem FDP-Möchtegern-Casanova hätte ich aber einen Spruch um die Ohren gehauen… War mir nicht sicher, ob der Artikel zu flapsig für dieses doch ernste Thema ist, aber andererseits: Über FDP-Politiker kann man ja kaum noch ernsthaft und seriös bloggen.
      Ja, der Piratenhansel, aber der ist mir zu unbekannt, ich analysiere nur die bekannten Spitzen- oder auch „Spitzen“-Politiker, aber ich gehe jetzt nicht ganz bis zu Bill Clinton zurück…

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

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