Dialoge (10)

 

Zuhause. Telefon klingelt.

Ich: „Fellmonster!“
Anruferin: „Guten Tag. Hier ist [bla-bla, hab ich mir nicht gemerkt, irgendein Callcenter] im Auftrag des Instituts für Meeresforschung.“
Ich: „N’Abend.“
Anruferin: „Gibt es in Ihrem Haushalt jemanden, der sich mit Meeresangeln beschäftigt?“
Ich: „Nein.“ (Meeresangeln? Ralph soll das Meer nicht angeln, sondern für Chris neu buddeln etc. pp, denn würde er nur ein Meer angeln, fehlte es 1. an anderer Stelle und könnte 2. womöglich mit Blobfischen verunreinigt sein, und das kann ja keiner wollen.)
Anruferin: „Haben Sie denn im Bekanntenkreis jemanden, der in Frage käme?“
Ich: „Nein.“ (Bei Mira kommen die Blobfische ja über Ikea in die Wohnung, aber das hätte glaube ich nicht gezählt.)
Anruferin: „Das ist aber schade. Es hätte ja sein können, dass Sie jemanden kennen.“
(Langjährige Erfahrungen mit Callcenter-Mitarbeitern haben mich gelehrt, dass die Anruferin nicht lockerlassen wollte, da wäre noch was gekommen. Ich hatte aber keine Lust mehr, denn es ist warm und ich bin mittlerweile wetterbedingt ziemlich ausgelaugt.)
Ich: „Selbst wenn, würde ich Ihnen die Kontaktdaten nicht geben.“ (Ich bin doch nicht bescheuert und gebe einfach so Kontaktdaten raus! Hallo, geht’s noch? Nicht mehr alle Limetten im Glas?)
Anruferin: „Woher wollen Sie denn wissen, dass ich Sie danach gefragt hätte? Sind Sie Hellseherin?“ (Tonfall Mischung aus überheblich und leicht aggressiv.)
Ich denkend: Nein, aber noch nicht ganz auf dem IQ-Stand einer abgewrackten Schaluppe angekommen.
Ich: „Das ist doch logisch! Was würde es Ihnen denn nützen, wenn ich nun ‚Ja, ich kenne entsprechende Leute‘ gesagt hätte? Türlich hätten Sie die kontaktieren wollen, nützt Ihnen doch sonst nichts.“
Anruferin: Schweigt einige Sekunden.
Ich: Warte interessiert. Wird sie mich belehren, dass sie natürlich niemals Interesse an diesen Menschen gehabt hätte, sondern einfach nur so gefragt hat, weil ihr Kaffee noch nicht alle war und sie sich bis Feierabend mit sinnlosen Gesprächen die Zeit vertreiben wollte?
Anruferin: Legt kommentarlos auf.
Ich: „Ooooooch.“

Eine bestimmte Art von Callcentern ist echt eine Geißel der Neuzeit. Nicht auf die Mitarbeiter bezogen, die haben so ziemlich einen der ätzendsten Jobs der Welt und daher eigentlich mein Mitgefühl, gerade die, die Aufträge an Land ziehen oder eine bestimmte Anzahl von Umfrageergebnissen bringen müssen. Deswegen habe ich mich auch lange Zeit bemüht, auch zu solchen Anrufern freundlich zu sein. Aber es wird einem meistens nicht gedankt; im Gegenteil, viele von denen denken, sie haben ein Opfer gefunden. Neulich z. B. wurde gefragt, ob ich an einer ganz kurzen Umfrage teilnehmen möchte. Habe ich gedacht, okay, kann ich ja machen, hilft der Frau, ihre Quote zu erfüllen und mich kostet es nichts. Erste Frage, ob ich einen Hund hätte. — Ja. — Dürfen wir Ihnen Proben von Firma sowieso schicken? — Nein. — Warum nicht, tolles Futter, blabla. — Noch energischer nein. — Nächste Frage, irgendein Scheiß mit Versicherungen. Darauf reagiere ich ja sowieso allergisch. Habe dann nur geantwortet, dass es wohl doch nur darum ginge, mir irgendwelches Zeuchs zu verkaufen und ich dafür nicht zur Verfügung stünde, schönen Abend noch, aufgelegt. Thema durch.

Ich mache jetzt nur noch kurzen Prozess mit Callcentern. Bei der Hitze sowieso…

Advertisements

37 Kommentare zu “Dialoge (10)

  1. Stimmt, man meint, ein gutes Werk zu tun, aber dann wird man überrollt.
    Wenn es bei uns ist, meist Zeitschriften. Und die Fragen wiederholen sich – so meinen wir – mindestens 3-fach. Immer wieder.

        • Sehr vernünftig. Mir tun Leute leid, die mehrmals täglich von Callcentern belästigt werden, das soll es ja auch geben. Bei mir ist das vielleicht so 1 bis 3 x pro Monat, wobei ich ja tagsüber eh nicht da bin.

            • Früher war es bei mir noch häufiger, aber die Aufforderung, nicht mehr anzurufen, hat für eine Reduzierung gesorgt. So geht es, und ich sabbel mich halt auch so gut wie gar nicht mehr lange mit denen ab. Schont meine und deren Zeit und Nerven…

              • Einigermaßen seriöse Firmen halten sich auch dran. Eigentlich müssen die sich in D ja eh eine Erlaubnis holen, dass die einen telefonisch kontaktieren dürfen. Ich weiß noch, dass einige Firmen, meine Bank z. B., damals, als das Gesetz eingeführt wurde, extra nachgefragt haben, ob sie mich noch anrufen dürfen. Ha, die Gelegenheit zu sagen, sie sollen Angebote per Post oder Mail schicken! Ich telefoniere eigentlich sowieso nicht so sehr gern, hänge in der Anstalt schon genug an der Strippe… Abends reicht es mir dann auch mal.

              • Genau, wir haben hier eine Nachbarin, die raucht auf dem Balkon, dass wir unsere Balkontür schließen müssen. ABER sie telefoniert ohne Ende, wenn sie daheim ist. Echt, wenn mein Mann auf dem Balkon sitzt, geht sie sogar rein in ihre Wohnung. Aber normal ist sie zum Telefonieren auf dem Balkon.
                Wir fragen uns immer, wie man so viel telefonieren kann.

              • Manche haben ein großes Mitteilungsbedürfnis. 🙂 Ich sag nur Bus- und Bahnfahrten… Und unsereiner hat dann auch gleich etwas Unterhaltung, obwohl man manche Sachen echt nicht hören möchte.

  2. 1 bis 3 x im Monat? Da könnt ihr echt froh sein. Hier gab es vor ein paar Wochen eine Phase, da haben täglich fünf CallCenter je mindestens drei Mal am Tag angerufen. Nur Sonntags gabs eine Pause. Aber Google sei Dank gibt es ja Hinweise zu aggressiven Werbe-Nummern und Frauchen geht gar nicht erst ran. Freundlich sein kannst du zu den Leuten nicht mehr, die sind es auch nie und drohen dir dauernd mit sonstwas.

    Wuff-Wuff und eine Call-Center-freie Zeit dein Chris

    • Früher hatte ich auch etwas mehr Anrufe, allerdings nicht so oft, aber da war es 2 – 3 x die Woche. Ich habe da dann auch irgendwann knartschig reagiert und auch verlangt, Anrufe zu unterlassen. Das scheint etwas geholfen zu haben, vielleicht war es auch oft das gleiche Callcenter für verschiedene Kunden. Oder irgendwelche Center, die Listen austauschen: „DIE BLOSS NICHT ANRUFEN, DAS IST EIN MONSTER!!!!“ 😀
      Liebe Grüße, Deine Monstermeute

  3. *gnurch* Callcenter-Mitarbeiter haben bei mir eine 50/50 Chance – wenn ich gut aufgelegt bin, denke ich während des Gespräches immer daran, dass die ja auch nur arme Schweine sind, die ein gewisses SOLL erfüllen MÜSSEN und ich ihnen halt helfen sollte. Dann lüge ich kräftig, sie sind glücklich und wir legen Beide beglückt auf.
    Erwischen die Tierlein mich am falschen Fuß, grunze ich nur: na, interessiert mi net, wiedahörn… und lege auf.
    Aber grundsätzlich hebe ich bei unbekannten Anrufern sowieso nicht ab. Wer zu feig ist, mich mit Nummer anzurufen, der braucht gleich gar nicht damit rechnen, dass ich abhebe…

    • Manchmal sind Umfragen ja auch ganz interessant. Allerdings teilweise zu lang. Ich hatte mal bei einer Umfrage mitgemacht, bei der es um die Hamburger Radiosender ging. Ich hatte gehofft, dort mal meinen Unmut über die schlechten Hamburger Sender loszuwerden, aber das waren Fragen mit vorformulierten Antwortmöglichkeiten. Und das dauerte über eine Viertelstunde! Nee, da habe ich nach Feierabend keine Lust zu. Vor ein paar Wochen dann wieder so eine Umfrage wg. Radiosendern. Ich gleich so: Nee, kein Interesse, ich höre eh kaum noch Radio, weil in Hamburg kein Sender nach meinem Geschmack ist. Der Typ: Ja, aber dann haben Sie ja jetzt die Gelegenheit…blabla. Ich: Notieren Sie einfach, dass alle Hamburger Sender Mist sind. 🙂
      Eine Nummernanzeige haben die mittlerweile fast alle, haben wohl spitzgekriegt, dass bei unterdrückter Nummernanzeige die Quote der angenommenen Anrufe um einiges niedriger ist…

      • Bei uns ist das noch ein bissl anders, da rufen die nach wie vor unter „unbekannt“ an – mal gucken, wie lange es dauert, bis es diese Erkenntnis auch zu uns rüberspült…
        Ich finde, sie sollten diese Umfragen kürzer halten, keiner hat Lust, eine Viertelstunde oder gar länger an der Strippe zu hängen!

        • Nervig ist ja auch, wenn ich frage, ob es lange dauert: „Nein, geht ganz schnell, 5 Minuten“, und plötzlich hängt man eine Viertelstunde an der Strippe. Momentan bin ich da auch knallhart und lehne alles ab.
          Ich erinnere mich gerade daran, dass ich mal eine echt skurrile Umfrage mitgemacht hatte. Das ging von „Welche Bahnstrecken sind Sie zuletzt gefahren?“ bis „Welche Colasorte haben Sie zuletzt getrunken?“, ein totales Durcheinander… Manchmal ist es ja auch ein bisserl interessant…

  4. Ich hass die Typen. Meistens werd ich ganz grantig und frag, wo die meine Nummer herhaben, und sag denen, dass ich ihnen nicht mehr erlaube, mich anzurufen. Ich bekomm echt wenig Anrufe, seit ich eine Zeit lang ganz ekelhaft zu denen war.

    Hättest du der die Geschichten von den Blobfischen aufgetischt. Hättest gesagt, ja klar geh ich Tiefseefischen, muss man ja, seine Pflicht als guter Bürger erfüllen, Blobfische ausrotten und so weiter, sonst kommen die wieder über IKEA zu der Mira nach Hause, und das kann ich nicht verantworten … Was die wohl dazu gesagt hätte.

    Ach, jetzt wird mir auch klar, warum der Ralph die Meere neu buddelt. Um eine Verunreinigung mit Blobfischen auszuschließen. Sehr gescheit, die Kalamitäten-Kati. Noch gescheiter, als wir eh schon gewusst haben, dass sie ist.

    • Das Verbot, mich anzurufen, gebe ich auch meistens noch mit. Es ist bei mir auch tatsächlich schon weniger geworden, es gibt da allerdings eine Firma, bei der ich Strichliste führe. Da habe ich früher mal Sammelfiguren bestellt. Mittlerweile haben mich, seitdem ich gesagt habe, ich wünsche keine Anrufe, 9 (neun!!!) Blobf… ähm, Typen und Typinnen im Auftrag dieser Firma angerufen. Beim Vorletzten war ich schon ziemlich unfreundlich. Der letzte, gerade vor 2 Wochen, hat von mir so dermaßen einen Gang bekommen, dass ihm jetzt noch die Ohren klingeln müssten… ES KANN DOCH NICHT SO SCHWER SEIN, IN DEN VERDAMMTEN COMPUTER ZU HINTERLEGEN, WELCHE KUNDEN KEINE ANRUFE WÜNSCHEN!
      Wäre das ’ne deutsche Firma, könnte man die verklagen… Isses aber nicht… Würde ich auch sowieso nicht tun, ich bin nicht klagesüchtig, aber drohen könnte man damit ja mal.
      Die Antwort mit den Blobfischen wäre lustig gewesen, aber wenn das nun eine nette Anruferin gewesen wäre, hätte es mir auch wieder leid getan. Ich habe ja schon mal überlegt, so jemanden immer mit Gegenfragen zu bombardieren, den Spieß quasi umzudrehen. Aber entweder ist derjenige freundlich, dann möchte ich den nicht veräppeln, oder es ist ein A***, dann werde ich vermutlich eh aggressiv.

      • Meinst du, die Blobfische machen das absichtlich? Callcenter engagieren, um die Leute abzulenken, damit sie sich so sehr über die Anrufe ärgern, dass sie nicht merken, wie die Invasion stattblobbt? Raffiniert, hätt ich den Viechern gar nicht zugetraut.

        • Ich bin mir nicht sicher. Dass sie mit drinhängen, glaube ich schon. Manchmal klingen die Anrufer so blobberig. Aber ob sie das ganze aus strategischen Gründen oder einfach nur aus purer Lust am Quälen der Menschheit machen, das weiß ich nicht. Was sagt denn dieser schwedische Blobbologe dazu?

          • Das ist eine interessante Frage, Frau Fellmonster, und ich bin froh, dass Sie sie stellen.

            Sehen Sie, Blobfische sind sehr komplexe Wesen. Ihre Persönlichkeit blobbt zwischen Gemeinheit, Boshaftigkeit und purem Sadismus. Wir denken, dass das mit dem ekligen grünen Schleim zusammenhängt, den sie aussondern, und der permanent Blitze und Totenschädel versprüht. Solange sich die Fische unter Wasser aufhalten, wird der Schleim verdünnt und weggespült. Sind sie an Land, wird der Schleim mit der Zeit immer zähflüssiger und hochkonzentrierter. Die Langzeitfolgen von langfristigen Landaufenthalten von Blobfischen sind leider noch zu wenig erforscht, um eindeutige Aussagen zu dem Thema zu machen. Fest steht, dass das richtig hässlich werden kann.

            In meiner zweiten Funktion als Geheimdienstmitarbeiter bin ich an der Sache dran. Die Callcenter sind dem TTAD (Takatuka Abschirmdienst, dem schwedischen Geheimdienst) bekannt. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich Ihnen keine näheren Informationen zu dieser Sache geben kann.

            Hochachtungsvoll,

            Ihr Dr. Dr. Olaf Lindström
            Blobbologe und Agent des TTAD

            P.S.: Könnten Sie ein gutes Wort bei Caipirella für mich einlegen? Ich hätte Bedarf an einem XXL-Caipi. Herzlichen Dank.

            • Sehr geehrter Herr Dr. Dr. Lindström,
              vielen Dank für Ihren sehr aufschlussreichen Bericht! Nun kenne ich das hinterhältige, fiese Wesen der Blobfische noch besser und werde verstärkt darauf aufpassen, dass sich diese fiesen Viecher nicht in meinem Garten ansiedeln (ich besitze ja einen kleinen Riesenteich). Dass Blobfische mittlerweile zu längeren Landaufenthalten fähig sind, sollte uns massiv zu denken geben. So fing es mit der Menschheit auch mal an, auch wenn einige Entwicklungsstufen zwischengeschaltet waren!
              Ich wünsche Ihnen weiterhin Erfolg bei Ihrer sehr wichtigen Arbeit, die man gar nicht genug würdigen kann!
              PS: Ich gehe davon aus, dass Caipirella hier mitliest und Ihnen sogar 2 XXL-Caipis bringen wird (ich selbst weiß ja leider nicht, wer sich hinter dieser Superheldin verbirgt), das ist das mindeste, was sie für Sie tun kann.

  5. Ja Callcenter sind wirklich Geisseln der Menschheit … .

    Da fällt mir ein Schönes Lied zu ein…

    Ich habe mir das Programm vorletzte Woche noch mal im KH angeschaut.
    Momentan habe ich das Gefühl 2014 ist nicht mein Jahr in 6 Wochen 2 mal auf dem Selben OP Tisch … . 😉

    • Bekommst Du auch Callcenteranrufe?
      Der Schluss von dem Lied ist richtig gut. 🙂
      Oh nee, noch eine OP, Du armer. 😦 Was Neues oder eine Nach-OP der alten Geschichte?
      Gute Besserung!

      • *Bekommst Du auch Callcenteranrufe?*
        Ja natürlich aber ich würge das meist recht schnell mit einem „stehlen sie jemand anderem die Lebenszeit, aber nicht mir“, oder ähnlichem ab.

        Das mit der OP war nicht so das gelbe vom Ei aber ich hatte eine ziemlich fiese Entzündung, die wurde ausgeräumt und ich hatte danach 4 Drainagen im Bauch und der Mist muss von innen zu heilen, also ein Bauchmoddel werde ich in diesem Leben nicht mehr 😉 .

        • Anscheinend bekommt wirklich jeder, der keine Geheimnummer hat, solche Anrufe.
          Das mit der Entzündung hört sich richtig fies an. Dann bist Du noch länger krankgeschrieben, oder? Nach arbeitsfähig hört sich das nicht an… Weiterhin gute Besserung!

  6. Habe als „Kind“ das bei den Eltern wohnt zum Glück noch keine Erfahrungen gemacht.
    Mein Onkel hatte aber mal das Erlebnis, dass er bei Wikipedia nach Rotweinen gesucht hatt und kurz darauf rief jemand aus dem Callcenter an, fragte, ob er jemals Interesse an Rotweinen gehabt hätte…

    • Das ist ja unheimlich… Dass man nach Googeln entsprechende Werbung per Mail oder Einblendung bekommt, ist ja bekannt — aber Anrufe kurz danach? Hatte er mal seine Telefonnr. bei irgendeinem Onlinegewinnspiel oder so angegeben? Da gibt es bestimmt auch regen Handel, so wie bei dem Adresshandel.

        • Manchen ist auch nix zu billig, um an potentielle Kunden zu kommen. Mich nervt es etwas, überall mit Werbung bombardiert zu werden. Im Internet kann man wenigstens einen AdBlocker installieren, so was müsste es auch fürs Telefon geben. 🙂

  7. Da ich schon immer ein unfreundliches und arrogantes Arsch…h war, haben wir hier mit derartigen Anrufen seltestens zu tun. Und ich denke dann nicht daran, was für „arme“ Leute da am anderen Ende sitzen. Sondern mir ist klar, dass die mir etwas aufschwatzen wollen, was ich nicht haben will/brauchen kann. DIE machen sich auch keine Gedanken, ob ich nicht doch ein netter und gutmütiger Kerl (okok, ist recht unwahrscheinlich) sein könnte, der es nicht verdient, über den Tisch gezogen zu werden. Im Gegenteil: bin ich gutmütig, bezahle ich doppelt. Niemand wird gezwungen, dort zu arbeiten. Es muss auch niemand Investmentbanker werden und/oder mit Nahrungsmitteln handeln. Alle tun das für Geld. Es gibt genug anständige Berufe und Tätigkeiten, um sich die Brötchen halbwegs ehrlich zu verdienen. Als ich früher mal eine schlechte Phase hatte, habe ich auf dem Bau Zementsäcke geschleppt und bin Taxi gefahren. Wenn ich heute eine schlechte Phase erwischen würde, ginge ich eher Autos waschen als in ein Callcenter oder zu einer Versicherung als „Agent“. Oder ich werde Hausmeister oder weiß der Teufel was. Ich kann ja alles :mrgreen: Nur Leute bescheißen nicht … *howgh-off 😉

    • Ich nehme mir Dich als Vorbild und werde auch ein unfreundliches und arrogantes Schloch. 😉 Du scheinst ja schon in der gesamten Callcenterwelt verrufen zu sein, ein leuchtendes Vorbild!
      Ich würde auch alles daran setzen, einen anderen Job zu finden, und sei es Putzfrau (was ja ein anständiger Beruf ist, allerdings hasse ich putzen, aber immer noch besser als callcentern). Allerdings sind mir Fälle bekannt von Arbeitslosen, die aus Gesundheitsgründen keine körperliche Arbeit machen konnten und vom Fordern-statt-Fördern-Verein an Callcenter vermittelt wurden. Bei Millionen von Arbeitslosen hat man ja nicht gerade die Qual der Wahl, sondern nur die Qual. 😦
      Mit denen, die was verkaufen wollen, halte ich mich auch nicht lange auf. Die, die wirklich Umfragen ohne Verkaufshintergrund durchführen, denen kann man ja mal helfen, die Callcenter finde ich auch nicht so schlimm, höchstens mal etwas lästig. Es ist aber nervig, wenn sie erst so tun, als führen sie Umfragen durch, und nach einer Zeit kommt raus, dass sie einem doch nur was andrehen wollen. Dann kann ich auch sehr unangenehm werden. Sollen wenigstens gleich mit offenen Karten spielen. Veräppeln lasse ich mich nicht gern.

  8. seitdem die Liebste mir gesagt hat, das ich nicht so unfreundlich zu diesen Leuten sein soll, sage ich FREUNDLICH ‚ja, du mich auch‘ oder lege FREUNDLICH auf.
    ich kann sogar mittlerweile FREUNDLICH ‚Penner‘ sagen. 🙂

    nee ernsthaft, meistens wünsche ich viel Spaß bei der Umfrage und sage das es halt Scheiß-Jobs gibt die halt auch irgend jemand machen muß.

    • Ja, siehste, geht doch. 🙂
      Scheiß Jobs ja, aber das sind Jobs, die es meinetwegen gar nicht zu geben bräuchte (jetzt auf die Callcenter bezogen, die einem mit mehr oder weniger dubiosen Methoden was verkaufen wollen). Wie eben schon in meiner Antwort an Ralph geschrieben, werden Menschen da ja auch von den tollen Jobcentern (oder wie ist der aktuelle Name?) hingeschickt, manch einer hält das nicht lange durch. Ich könnte das auch nicht, das würde vermutlich ziemlich schnell knallen. Betrüger, die arglose Menschen hinters Licht führen, widern mich sehr an.

  9. Im Moment ist es wieder richtig schlimm bei mir mit diesen Anrufen. Sobald die sich zu erkennen geben, blocke ich mit „kein Interesse…“ ab, und versuche so rasch wie möglich aufzulegen. Nervig ist das!

    • So eine Phase gab es hier vor einigen Monaten auch mal, aber ich hatte das dann auch rigoros abgeblockt und Anrufe untersagt, seitdem hat es sich etwas beruhigt. Vor ein paar Wochen war ich richtig grantelig, da kam sonnabends ein Anruf kurz vor 10 Uhr. Ich bin bekennender Langschläfer. Zwar war ich schon wach, lag aber noch im kuscheligen Bett. Irgendwie denkt man ja doch immer, ist vielleicht wichtig, und stürmt los. Und dann wieder nur so ein Callcenter. Da war ich dann mal richtig unfreundlich.
      Was die „Callcenter Agents“ (allein die Bezeichnung schon!) sich wohl so alles anhören müssen… Vielleicht gibt es ja auch welche, die darüber bloggen…

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s