Frau Tonaris Rost-Parade, Juli-Edition

 

Schon wieder ein Monat um, also heißt es wieder ein bisserl Rost ansetzen. Letzten Monat berichtete ich ja von der weltberühmten Bergedorfer Fischtreppe. Mittlerweile ist die Untersuchung der Akzeptanz beendet. Die gute Nachricht: Die Treppe funktioniert grundsätzlich. Die nicht so gute Nachricht: Täglich nutzen nur 3 bis 4 Fische das Treppchen, das man den Viechern für viel Geld gebaut hat. Ja, sind die denn doof? Es laufen Überlegungen, wie man die Treppe bei den glibschigen Tierchen beliebter machen kann. Ich schlug vor, eine Spur aus Caipi zu legen, aber ich werde bei solchen Ideen immer nur so seltsam angeguckt. Manchmal kommen auch Männer mit so unbequemen Jacken, das kenne ich schon und laufe immer rechtzeitig weg. Die Welt ist anscheinend noch nicht reif für meine epochalen Maßnahmen. Und überhaupt vermute ich sowieso, dass die bösen Blobfische mit drinhängen, indem sie den guten Fischen Angst einjagen oder so.

Jetzt aber zum aktuellen Bild:

P1000848_kl

Diese Artefakte rosteten in diesem ehemals schönen Gebäude vor sich hin:

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Einerseits ist es ein trauriger Anblick, andererseits ziehen mich solche morschen Gebäude magisch an. Oft hat das Innenleben noch einiges zu erzählen.

Gerade noch rechtzeitig geschafft. Und morgen ist Freitag, große Freude!

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28 Kommentare zu “Frau Tonaris Rost-Parade, Juli-Edition

  1. In Schottland haben sie auch solche Fischtreppen (hab grad ein Foto hochgeladen aufm Blögli), die hatten bei dieser einen sogar einen Fischzähler eingebaut, da hatten zumindest 2500 Fische die Treppe benutzt… =) Vielleicht setzt ihr einfach ein paar schottische Guide-Fische ein?? =P

    Jetzt sag bloß, du bist in dieses Haus eingestiegen??

    • Die schottische Fischtreppe sieht ja imposant aus. Fischtreppen sind schon eine tolle Erfindung, vielleicht rallen die Bergedorfer Fische das auch irgendwann noch… Scheinen ja nicht die schlauesten zu sein.
      In das Haus bin ich nicht eingestiegen, das war mir dann doch alles zu wackelig. Hier sieht man noch ein paar Fotos davon:
      https://monstermeute.wordpress.com/2008/09/20/untermieter-gesucht/
      Als Kind wäre ich da reingegangen, aber ich bin ein bisschen vorsichtiger geworden. Jetzt mit der ganzen Verantwortung für das Projekt 52 und die künftige Weltherrschaft muss ich ja etwas auf mich aufpassen. 😉

  2. Tja – die Fischtreppe ist vielleicht einfach noch zu modern für die Traditionalisten unter den Fischen … die nächsten Generationen werden sie hoffentlich häufiger nutzen 🙂
    Ich mag alte und etwas verfallene Gebäude auch … da kann man sich so schöne Geschichten dazu ausdenken – besonders, wenn noch irgendwelche Geräte herumliegen!

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara – die einen dicken Schmatz für Raspu dalassen

    • Vielleicht findet die Fischtreppe mehr Akzeptanz, wenn man sie iFishstairs nennen würde? Marketing ist alles.
      Ja, ich wollte mal einen Roman schreiben, in dem ein Haus im Mittelpunkt steht bzw. die Geschichten der verschiedenen Bewohner über Generationen hinweg.
      Wer meine „konsequente“ Art kennt, ahnt, was aus diesem Plan geworden ist. *hüstel*
      Liebe Grüße und Raspu bedankt sich für den dicken Schmatz und schickt liebe Stupser für alle

  3. Den Fischen fehlt bestimmt ein Hinweisschild: „Fischtreppe – Benutzung ausdrücklich erlaubt“ oder „Zur Caipi Bar hier entlang“ oder so???
    Solch verfallene, alte Hauser kenn ich nur aus Südfrankreich oder Spanien. Das das hier im geordneten Deutschland möglich ist… tztztz
    Dachte im ersten Moment Du willst uns Dein Zuhause zeigen… *schnellweg*
    LG Susanne

  4. Liebes Fellmonsterchen,
    egal, ob die Fische sie nutzen, sie schaut jedenfalls gut aus.
    Schade um das schöne Haus, Heidi inspiziert solch Gebäude auch gern, und ich eh, riecht so spannend 🙂
    Dein Beitrag gefällt uns sehr.
    Liebes Wuffi Isi,
    die für Raspu Schlabberbussis schickt

    • Liebe Isi,
      Raspu bestätigt die Sache mit den spannenden Gerüchen. Der wäre da auch reingegangen… Könnte ja vielleicht irgendwo noch vergessenes Essen lagern? Wobei ich das in diesem Fall ganz stark bezweifele…
      Eigentlich ist es eine Sünde, so schöne Gebäude verfallen zu lassen. Bei der Wohnungsnot um so mehr. Aber das ist wohl auch Kalkül, irgendwann abreißen, neu bauen, am besten einen Klotz, den man teuer vermieten oder verkaufen kann…
      Liebe Grüße und von Raspu für Isi megaviele Schlabberküsschen

  5. Liebe Katrin, genau, solche alten Bauten ziehen einfach an.
    Toll, die Schüppe und die große Mistgabel, die da vor sich hinrosten.
    Deine Gedanken zur Fischtreppe und deinen Vorschlägen, und den Herren mit den Jacken die hinten zugemacht werden, lach. Herrlich.
    deine Bärbel

    • Liebe Bärbel,
      ja, als Fashion-QUEEN kann ich es einfach nicht ertragen, in diese modischen Sünden der „Ich hab mich lieb“-Jacken gezwungen zu werden. Wenn die wenigstens fashionable wären… 😉 So muss ich halt sehen, dass ich Fersengeld gebe. Undenkbar, wenn mich sog. „Lesereporter“ in so einer Desasterklamotte ablichten würden! Mein Ruf wäre ja komplett dahin!
      Liebe Grüße

  6. „Ich schlug vor, eine Spur aus Caipi zu legen, aber ich werde bei solchen Ideen immer nur so seltsam angeguckt. Manchmal kommen auch Männer mit so unbequemen Jacken, das kenne ich schon und laufe immer rechtzeitig weg. Die Welt ist anscheinend noch nicht reif für meine epochalen Maßnahmen.“
    Ha, ha, ha ….Genauso wird es sein….ich liebe dies sooooo sehr.
    Juhu, Freitag…jetzt geht es bergauf….

    Leerstehende Häuser sind immer traurig, wenn man bedenkt, dass es einmal das Heim/Zuhause einer Familie war….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • Ich danke Dir sehr für Deine Solidarität und hoffe, dass die Welt bald genug Weisheit entwickelt haben wird, meinen Ideen zu folgen. Bis dahin genießen wir erst mal das Wochenende!
      Leerstehende Häuser sind traurig, aber als Fotomotiv auch faszinierend, weil sie die Vergänglichkeit symbolisieren. Ein leerstehendes Haus verfällt unheimlich schnell. Das ist eigentlich erschreckend.
      Oh, man, jetzt böllern hier wieder irgendwelche Schwachmaten. DIE sollen die mal in solche Jacken stecken!!!! Ich wollte eigentlich jetzt mit Raspu eine Runde drehen, das kann ich gerade mal vergessen. 😦 Vollspaten, blöde!
      Liebe Grüße und fürs Söckchen Knuddelattacken

  7. Die Fischlein benötigen erst einen Fischtreppenbenutzungskurs. Ohne Weiterbildungsmaßnahme wird das nix. Sagt auch der Fischrat.

    Deine rostigen Arbeitsmittel deuten darauf hin, dass der Besitzer wohl schon längere Zeit im Streik, Ruhestand oder auf der Beamtenlaufbahn ist. Wunderbar, denn so machen sie gerade Karriere in der Rostparade.

    • Für Seminare ist kein Geld mehr da. 🙂 Immer das gleiche, erst wird ordentlich Geld für großartige Maßnahmen ausgegeben, und wenn es dann darum geht, die Leute bzw. Fische „mitzunehmen“ (so sagt man ja heute), ist das Geld plötzlich alle. Der Fischrat ist nicht amüsiert.
      Ein Beamtensitz? Das könnte gut sein, deswegen war es da so ruhig, es herrschte geradezu meditative Stille… 😉

  8. Da habe ich jetzt ein paar Tage überlegen müssen. Die Gerätschaften sehen so aus, als stünden sie da, um einmal bei einem erregten Aufmarsch der Landbevölkeruung geschwungen zu werden (Und: ich weiß, es ist peinlich, aber ich weiß es wirklich nicht: was ist das hintere Gerät? Irgendwas für Kartoffeln?)

    • Das hört sich plausibel an. Vielleicht stehen die da sogar schon seit der Zeit der Bauernkriege und haben eine entsprechende Geschichte hinter sich. 🙂
      Peinlich gibt es hier nicht. Du meinst das Zinkendingens? Bisher hielt ich das für eine gut ausgestattete vielzinkige Mistforke. Ich bin allerdings nicht vom Fach. Schade, dass mein Großvater mütterlicherseits nicht mehr lebt, er hätte das genau gewusst, das war noch ein Bauer mit Leib und Seele wie aus dem Bilderbuch. Hätte man einen Film über ihn gedreht, hätte jeder gesagt, viel zu klischeebehaftet.
      Oder meintest Du das braune Kachelgebilde? Das könnte ein ganz alter Kachelofen sein, aber da uns die Vorderansicht fehlt, werden wir es nie genau erfahren. Es sei denn, das Haus steht noch und ich würde doch mal reinkrabbeln. Aber bei der Hitze keine Chance, dass ich hinfahre, um nachzugucken. 🙂

  9. Aha….Rost…. Fischtreppen….jaaaa…. Caipi? Bitte?? ^^ Vielleicht versteh ichs dann *g*
    Was ich allerdings gut verstehen, bzw. nachvollziehen kann, ist dieser Charme alter Gemäuer. In Irland gibt es die haufenweise, teilweise wirklich nur noch ein paar Grundmauerreste, aber noch ein erkennbares Haus… versteht auch immer keiner, warum ich mir „alte Steine“ ansehen will…Banausen!

  10. Die Fischtreppe war mir durchgegangen 😯 Aber ohne Geländer kann die auch nicht funktionieren! Die alten Fische haben da ja keine Chance. Und Barrierefrei ist so eine Treppe ja auch nicht wirklich :mrgreen: Schlecht geplant …
    Das Rostbild ist super – der morbide Charme der Bourgeoisie, oder so 😉
    Haben wir nicht Wohnungsmangel? Wie kann da so ein Haus verfallen? In Hamburg!? Naja, es wird Gründe geben …

    • Wenn man ein Weltkulturerbe wie DIE Kräuterspirale beherbergt, kann einem so eine Fischtreppe auch mal durchgehen. 🙂 Das mit dem Geländer und der Barrierefreiheit gebe ich an das Task-Force-Fischi-Team weiter. Hätten sie doch Dir den Bau übertragen — dann hätte es vielleicht etwas länger *hüstel* gedauert, wäre aber perfekt geworden.
      Verfallene Häuser sind ein guter Trick, um das Ganze irgendwann abreißen zu können. Danach setzt man einen größeren Kasten auf das Grundstück und hat so seine Gewinne gesteigert (wenn man es denn vermietet, was oft der Fall ist). Häuser, die noch nicht genug verfallen sind, aber ein gewisses Alter haben, laufen einfach zu große Gefahr, unter Denkmalschutz gestellt zu werden, gerade in unserer Gegend…
      Vielleicht fühlt sich aber auch bloß keiner zuständig. Evtl. ausgeschlagenes Erbe, Grundstück in Staatsbesitz? Dann wird sich auch nicht gekümmert. Staat ist ja kein Bauherr für Wohnungen (nur für Elbphilharmonien, Flughäfen und Bahnhöfe), und so ein bisschen Wohnungsnot ändert daran nix, das soll mal die Privatwirtschaft richten, und schon werden die Genehmigungsverfahren gekürzt. Et voilà, es wird gebaut wie verrückt — ob sich der Durchschnitts- oder Wenigverdiener die Wohnungen leisten kann, steht auf einem anderen Papier, das aber aus Versehen weggeworfen wurde.

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

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