Monsterratgeber: Kommunikation in Zeiten der NSA-Schnüffler

Liebe Lesende,

Ihr kennt alle das Problem: Ihr möchtet die Welt erobern, schart ein Elite-Team um Euch und müsst natürlich wichtige Informationen austauschen. Im 21. Jahrhundert nutzt man dafür gern die digitalen Medien. Das ist Mist, denn mittlerweile hat dank Snowden der hinterletzte Hinterseer mitbekommen, dass es viele ungebetene Mitleser gibt. Bei sensiblen Aktivitäten wie Welteroberungen geht das ja mal gar nicht! Selbst der NSA-Ausschuss überlegt, wieder auf Schreibmaschinen umzusteigen (hoffentlich keine elektrischen! Wenn schon, dann die ganz alten, und dann schön mit Tipp-Ex rumpanschen!), weitere Alternativen wären Brieftauben, Buschtrommeln oder Rauchzeichen. Alles nicht sicher genug, Brieftauben könnten sich ablenken lassen, Buschtrommeln würden wg. Lärmbelästigung nur Ärger verursachen, und bei Rauchzeichen dächte eh jeder, dass sich Helmut Schmidt nähert.

Ich setzte zwei Mitglieder meines Elite-Teams auf dieses Thema an und bekam einige Tage später die perfekte Lösung serviert: Zunächst entfernt sich das Elite-Team-Mitglied von seinem Heimatort, am besten im Rahmen eines sog. Urlaubs. Kaum etwas wirkt unverfänglicher als sich erholende Menschen, die entspannt einen Caipi schlürfen oder durch die Gegend wandern.

An Urlaubsorten erwirbt man dann sog. Ansichtskarten. Es handelt sich hierbei um ein beschreibbares Element mit Bildern auf der Rückseite. Habt Ihr vielleicht schon mal gesehen. Die Elite-Teamies notieren nun die wichtigen Informationen auf der dafür vorgesehen Fläche. Mittels eines Postwertzeichens (manche sagen auch „Briefmarke“ dazu und fragen, ob man deren Sammlung gern mal sehen würde — hier kann ich nur sagen: Achtung! Immer fragen, ob es dazu einen Caipi gibt!) und der Angabe des Empfängers (in unserem Beispiel die Anschrift der WEZ) wird das Schriftstück auf die Reise geschickt und trifft einige Tage/Wochen (je nach Entfernung) in der WEZ ein. Extra dafür eingestellte Postboten (Briefträger, Zusteller, Fachkraft für Briefzustellung, Postal-Delivery-Manager) kümmern sich um diese wichtige Aufgabe.

Schauen wir uns einfach mal zwei Beispiele an. Natürlich nur die Rückseite!

PK_1

Der Klassiker! Wunderschöne Bilder vom Urlaubsort — dass das Elite-Team-Mitglied in Wirklichkeit in wichtiger Mission unterwegs ist, ist nicht zu erkennen. Die relevanten Informationen befinden sich auf der hier nicht sichtbaren Seite. Pech gehabt, liebe NSA & Spießgesellen! Diese epochale Karte kam von der lieben Anette. Ihr Eliteblog ist die nette Bücherkiste.

Ein zweiter Versuch, um sicherzugehen, dass die Methode funktioniert, wurde gestartet:

PK_2

Puscheligkeit pusht! Und ist somit ebenfalls ganz hervorragend geeignet, eine Postkarte zu zieren. Epochal, nicht nur vom strategischen Standpunkt aus gesehen. Dieses Schmuckstück mit wichtigen Insiderinfos wurde mir von Isabella geschickt, die zusammen mit Damon und Cara ein Elite-Trio bildet.

Nun höre ich schon Eure Einwände. Da kann doch jeder, der die Karten austrägt, mitlesen. Und womöglich auch noch andere, die dem Zusteller über die Schulter gucken. Auch Ralph Ruthe weist darauf hin: „Postkarten darf man“ (lesen). Alles richtig, aber sie sind ja gut getarnt. Überlegt mal: Wo würdet Ihr eine Limette verstecken? Unter vielen anderen Limetten, ganz genau. Und eine Cachacaflasche? Unter anderen Cachacaflaschen, richtig! Sicher besteht hier ein Risiko, zerstampft bzw. getrunken zu werden, insofern hinkt das Beispiel, doch Postkarten werden weder das eine noch das andere, sondern aufgehoben. Jedenfalls von mir, ich habe mich nämlich sehr über diese schöne Post gefreut! Endlich mal was anderes als Werbung oder Rechnungen im Briefkasten. Ich selbst bin leider ein sehr fauler Postkartenschreiber. Mit der Hand zu schreiben, ist für mich ziemlich nervig. Zum Einen habe ich eine grottige Handschrift, die ich nur mit viel Disziplin in eine beinahe lesbare Form zwingen kann; zum Anderen bin ich Linkshänder, und selbst mit Kuli verschmiert mir die Schrift teilweise. Dafür freue ich mich immer doppelt und dreifach, wenn ich Postkarten bekomme.

Ihr Lieben, ich schicke Euch ein dickes, fettes

DANKESCHÖN

mit scheiß Herzchen:

❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤

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30 Kommentare zu “Monsterratgeber: Kommunikation in Zeiten der NSA-Schnüffler

  1. Ich bin beruhigt, dass unsere (zusätzlich natürlich noch verschlüsselte) Nachricht per Tarn-Postkarte den Test möglich gemacht haben und gut angekommen ist.
    Puscheligkeit lenkt übrigens auch vom Inhalt ab 🙂

    Liebe Grüße in die WEG und Knuddeleinheiten für Raspu,
    Isabella mit Damon und Cara

    • Das Verfahren hat seine Feuertaufe brillant überstanden und wird nun in Serie gehen, zumindest für die geheimsten Nachrichten. 🙂
      Liebe Grüße und für die Überraschungspakete einige Knuddelattacken

  2. Liebes Fellmonsterchen,

    das ist einfach die perfekte Idee. Die verschlüselten Nachrichten auf der Rückseite sind das I-Tüpfelchen für den perfekten Informationsaustausch. Ich hoffe, es geht voran mit deinem epochalen Plan der Welteroberung.

    Wuff-Wuff dein Chris

    • Lieber Chris,
      das Verfahren bringt uns auf jeden Fall einen großen Schritt voran. Leider lähmt uns zurzeit die Hitze etwas, wir wollen uns ja keinen Hitzschlag oder Sonnenstich beim Welterobern zuziehen…
      Auf jeden Fall sind wir aber näher am Ziel als Ralph mit Deinem Meer (oder wenigstens etwas größeren Pool). 😈
      Knuddelgrüße von Deiner Monstermeute

      • Nun ja, der Ralph. Der weigert sich ja nach wie vor und so bleibt es bei den Ausflügen zum See. Ist zwar auch nicht schlecht, ist aber eben kein Privatpool 🙂 Und dass ihr bei den Temperaturen nicht gaaaanz so schnell mit der Welteroberung macht, ist nur zu verständlich.

        Wuff-Wuff dein Chris

      • MEIN Ziel ist dieses Meer sicher noch nie gewesen 👿 So langsam überlege ich, zur (leider recht inaktiven) Krötenarmee überzulaufen. Da muss ich sicher keine Ozeane mit dem Spaten ausheben …

        • Es geht hier doch gar nicht um Welteroberungsaktivitäten, sondern lediglich um kleine Gefallen für einige liebe Hunde.
          Beim Krötengeneral würden Dich folgende Aufgaben erwarten:
          Abstauben der Barbiesammlung (sind nur 276 Stück, Tendenz stark wachsend, aber ein Klacks für Dich).
          Ausheben mehrerer Teiche weltweit für die Krötenarmee (sind nur 3 Soldaten, hätten aber gern in jedem Ort einen Teich).
          Teilnahme an Experimenten von Briegel dem Busch. Explosionen garantiert, aber das macht Dir bestimmt nichts aus, oder? 😈
          Und Chris, Bonjo und Isi wären ganz traurig. Ich weiß ja nicht, ob das so das Wahre wäre…

  3. Wir schreiben auch schon lange keine Postkarten mehr. Hält in unseren kurzen Urlauben einfach nur auf, lach.
    Aber du hast tolle bekommen.
    NAS kann mit den Nachrichten darauf ja herzlich wenig anfangen, kicher.

    • Liebe Sabine,
      es ist immer schön, Post von lieben Menschen zu bekommen. Und zum Glück verstehen Isabella und Anette Spaß und können es ab, dass ich drum herum einen meiner berüchtigten bekloppten Artikel gestrickt habe. 🙂
      Liebe Grüße und eine Knuddelattacke (groß) fürs Söckchen

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

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