Aus Gründen…

 

… habe ich meine Kategorie „Das Monster & die Anstalt des Wahnsinns“ in „Das Monster & die Anstalt des eskalierenden Wahnsinns“ umbenannt. Aus guten Gründen. Das glaubt einem eh alles keiner. Ich sag mal so: Will man das alles, was da vor sich geht, im Sinne der geistigen Gesundheit verarbeiten, müsste ich hier jeden Tag einen Tanker mit Cachaca oder Äppelwoi anrollen lassen, weniger hilft nicht.

Habe festgestellt, dass in einer Ecke des Firmengeländes der SQ (Schwachmatenquotient) besonders hoch ist. Werde dort Luft-, Wasser- und Bodenproben entnehmen lassen, denn so eine geballte Ansammlung von Hohlbratzigkeit auf kleinstem Raum muss irgendwie wissenschaftlich zu erklären sein.

Bis dahin zermartere ich mir das Hirn darüber, warum jemand mit im Vergleich relativ niedrigen Gehalt die Kohlen für hochbezahlte Manager aus dem Feuer holen soll. 👿 Und das alles, damit deren Zusatzprämien nicht flöten gehen.

Zielvereinbarungen, so wie sie in der Anstalt gehandhabt werden, sind der größte Stuss.

Gute Nacht.

PS: Irgendwie passend dazu.

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24 Kommentare zu “Aus Gründen…

  1. Stimme dir zu!
    Nix tun und blöd schauen, das geht nur in einer höheren Position!
    Gutes Nächtle und Schlabber Bussis für DICH und Raspu
    Liebes wuffi Isi

  2. Diese Schilderungen kommen mir verdächtig, ja geradezu beängstigend bekannt vor. Sitzt das Management bei euch gemeinsam in einer Ecke? Bei uns is der SQ recht fair über die Etagen verteilt …grafisch dargestellt würde das in etwa äquivalent einem Bild aus den Simpson, wo der Einfluss von Bart auf die Klasse so „schwarzes Loch“-mäßig dargestellt wird.
    Also bei aller Trauer: Du bist nich allein – ich reihe mich hier einfach mal in die „Geteiltes Leid is“-Riege ein :p und dabei klau ich mir gleich mal den Rabenwitz ….aus Gründen 😀

    • Das höchste Management gluckt zusammen auf einer Etage, meine Probleme zurzeit sind aber im mittleren Management angesiedelt, und das ist überall verstreut. Aber in einer Ecke ist der SQ trotzdem signifikant höher… Vom Forschungsaspekt her alles sehr interessant, aber für meine armen Monsternerven Gift.

  3. In meiner Anstalt müssen die ihre Kohlen schon selbst aus dem Feuer holen. Habe einfach ein anderes Aufgabengebiet. Aber glaub mir, dass macht es nicht einfacher… :-(((

    • So richtig Spaß bringt das alles nicht… Aber manches ist so dermaßen dämlich selbstverschuldet, und hier kommt noch dazu, dass die Arbeit eigentlich überflüssig ist und es mehr um die Zielerreichung (= Prämien) geht. Das kotzt mich massiv an. Wenn es wenigstens für die Firma irgendwie sinnvoll wäre…

  4. Manchmal kann man überhaupt nicht soooo viel Caipi trinken, wie man bräuchte um in so einer Anstalt nicht verrückt zu werden 🙂 Leider habe ich noch keine Anstalt gefunden, in der es anders wäre … daher scheint es wohl mit der eigentlichen Institution „Anstalt“ ein Problem zu geben!

    Liebe Grüße, gute Nerven und eine herzhaften Nasenstubser von den Ü-Paketen,
    Isabella

  5. Was bin ich froh, dass ich (als Angestellter) stets auf dem Ast gesessen habe … :mrgreen: Wahrscheinlich wäre es aber noch besser, der Jäger zu sein?!

    • Da kannst Du aber echt froh sein!!!! Du weißt ja gar nicht, was Dir entgangen ist… 😉
      Jäger = Weltherrscher in dem Gleichnis? Ja, dann ist es das Beste, ich weiß schon, warum ich die Weltherrschaft anstrebe. 😈

  6. Hachz, Balsam für die geschundene Praktikantenseele. Seit ich „bei dieser Organisation“ bin, verstehe ich so vieles. Ich kann plötzlich „visualisieren“, warum mein ehemaliger Arbeitgeber (eine nordische Kaffeeladenkette deren Namen ich hier nicht nennen werde…) sich so resistent gegen meine dreimalige Bitte um schriftliche Bestätigung meiner Kündigung gezeigt hat, anstatt mir immer nur zu denken „wie kann es sein, dass“. Es kann eben einfach sein, dass es da bei denen ist, wie hier bei uns.

    • Praktikanten sind ja noch schlimmer dran. Ich kann zumindest, nach 28 Jahren Anstalt, durchaus auch mal Contra geben und muss nicht jeden Mist mitmachen. Und ich bekomme mehr Geld für den Mist. 🙂
      Aber nervig ist es trotzdem, zurzeit extrem.

      • Wir Praktikanten verfügen aber immerhin noch über den überaus motivierenden jugendlichen Irrglauben, dass es uns weit bringen wird, was wir hier machen, die Verrücktheiten lediglich durch den Praktikantenstatus zustande kommen, und in Zukunft alles besser wird. Ich könnte mir vorstellen, dass man nach 28 Jahren Anstalt solcherlei Grillen überwunden hat 😛

        • Ähm… ja, genau! Alles wird besser!
          Doch einiges wirklich, weil man ja mit der Zeit ein gewisses „Standing“ im Berufsleben hat und sich nicht mehr alles gefallen lassen muss. Aber mit einem gewissen Irrsinn muss man einfach leben lernen. 🙂

    • Es ist faszinierend, wie sich der Irrsinn immer noch steigern kann, nicht wahr?
      Ja, ich werde versuchen, mich nicht unterkriegen zu lassen… Wenn irgendwann diese drückende Witterung und damit die Kopfschmerzen verschwinden, wird es vielleicht wieder etwas einfacher.

  7. Oh, wie gut kann ich dich verstehen! Gerade heute ähnliche Erfahrung gemacht, Habs mit Humor genommen und mich über gewisse Entwicklungen sogar köstlich amüsieren können 😉 „Änderungen, Änderungen“ sind das Keyword! Damit man hinterher alles rückgängig machen kann, wenn man feststellt, dass es Mist war! Es lebe der Wahnsinn!

    • Ich nehme ja auch vieles nur noch mit Galgenhumor, aber das geht hier nicht mehr, ich habe keine Lust, ins Detail zu gehen, aber wenn man sieht, wie viel Energie die Manager daran setzen, ihre scheiß Prämie zu kriegen, und ich habe 100 % die Arbeit, die für die Firma selbst gar nicht mal so viel bringt, und wenn man dann noch bedenkt, dass das eigentlich gar nicht mein Job ist, aber es wurde ja vergessen, letztes Jahr die Kapazität in der IT zu reservieren — irgendwann kann ich darüber nicht mehr lachen. Es gibt jetzt 2 Möglichkeiten:
      Entweder ich schaffe es irgendwie, obwohl mich die Aufgabe zumindest stark fordern wird, vermutlich sogar überfordern, oder ich scheitere, wobei mir letzteres eigentlich egal wäre, mir persönlich geht es sonstwo vorbei, ob die hochbezahlten Haiopeis ihre Prämien kassieren oder nicht, aber das hat dann auch wieder Einfluss auf die Zusammenarbeit zwischen Bereichen etc. pp. nerv-nerv…

      • Ach herrje, das klingt aber echt fies! Wenn du es machen muss, mach es einfach, so gut es geht, und versuch, dir nicht zu viele Sorgen wegen etwas zu machen, das eigentlich nicht dein Zuständigkeitsbereich ist. Das ist dann deren Problem! Ich weiß, leichter gesagt als getan…

        • Ja, genauso werde ich es tun.
          Was mich daran wirklich ärgert, und da kommt wieder meine innere Eitelkeit durch, ist, dass ich das nicht richtig kann. Zwar haben mir mehrere Kollegen bestätigt, dass das ja auch nicht mein Aufgabengebiet sei etc. pp., aber trotzdem… Ist an sich albern, da das teilweise schon Richtung Programmierung geht, und ich bin nun mal kein richtiger ITler…
          Egal. Wochenende!!!!!!!!!!1!

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

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