Könnte ich zeichnen…

 

… würde ich einen Cartoon in der Art zeichnen:

1. Panel:
Terrorist mit noch rauchendem Maschinengewehr o. ä. landet in der Hölle und sieht sich dem Teufel gegenüber. Denkblase beim Terroristen: „Hm, Allah habe ich mir ganz anders vorgestellt.“ Sprechblase Terrorist: „Wo sind denn nun die 72 Jungfrauen, dafür habe ich hart gearbeitet?“ Teufel: „Ja, natürlich, bitte folgen Sie mir.“

2. Panel:
Teufel führt den Terroristen in einen Raum mit 72 Teufelsfrauen, die entsprechend aussehen, also auch mit Hörnern auf dem Kopf, vor Vorfreude grinsenden Fratzen etc. pp.

Leider kann ich nicht zeichnen, ich finde es aber gut, dass sich viele Karikaturisten und Cartoonisten mit den Toten von Charlie Hebdo solidarisch zeigen, in dem sie satirische Cartoons zeichnen.

Viel mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, das können andere besser (ich beneide ein bisschen Herrn Silencer, der präzise und ins Schwarze treffend mit relativ wenigen Worten viel erklärt, während ich meinen konfusen und langatmigen Artikel über Pegida wieder gelöscht habe).

Nur ein paar Punkte, auch Pegida betreffend, denn dort herrscht nun so eine Art „ätsch, wir hatten doch Recht“-Party. Nach außen hin wirken deren Forderungen scheinbar ja recht moderat, aber man braucht sich nur viele Kommentare auf deren Facebookseite durchzulesen, um eine unappetitliche Melange aus braunem Matschhirn, Gutgläubigkeit, Vereinfachungen, Pauschalisierungen etc. vorzufinden. Nein, das sind nicht alles Nazis, und ich bin durchaus dafür, die Bewegung ernstzunehmen, das muss man, wenn es wirklich stimmt, dass jeder dritte Deutsche sich vorstellen kann, bei Pegida mit „spazierenzugehen“, wie sie es nennen. Aber ernst nehmen darf nicht heißen, dass man ihnen nach dem Mund redet, wie einige CDU-/CSU-Politiker aus Angst um die Wählerstimmen das gern möchten und teilweise schon praktizieren, unter anderem auch der Bundesentwicklungsminister (und ich dachte schon, Niebel war der schlechteste … aber egal, ich schweife schon wieder ab).

Nein, nicht alle Flüchtlinge aus islamisch geprägten Ländern sind verkappte Terroristen. Im Gegenteil, viele fliehen vor dem Terror in ihren Heimatländern (Islamisten bringen immer noch bevorzugt Muslime um). Reiche Staaten sollten Asylsuchende nicht einfach zu Hunderten in Container pferchen (dass das zu Spannungen und Gewalt führen kann, ist nicht wirklich überraschend), sondern sich um gute Betreuung und Integration bemühen. Dem Teil der Pegidaanhänger, der meint, das ganze Geld, das für die Flüchtlinge ausgegeben wird, fehle dann bei wichtigen Investitionen in Infrastruktur, Bildung (wo doch gerade Bildung wichtig ist, um zu lernen, nicht auf Rattenfänger hereinzufallen, nicht wahr?), Gesundheitssystem etc. pp., möge sich mal damit beschäftigen, wie in den letzten Jahrzehnten die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wurde und die Politik nicht nur in Sachen sozialer Gerechtigkeit eklatante Fehler begangen hat. Damit ist die Zeit sinnvoller verbracht, anstatt pauschal alle Asylsuchenden über einen Kamm zu scheren oder bei diesem schiet Wetter spazierenzugehen, sich womöglich zu erkälten oder — noch schlimmer — mit braunen Bazillen zu infizieren, denn solcherlei Menschen mit vor sich hinköchelnder brauner Suppe und sonst nix im Kopf befinden sich nicht ganz zufällig unter den Pegidaspaziergängern…

Ich leugne nicht, dass es Probleme gibt wie fanatische Salafisten, die junge Leute in ihr Terrornetz locken, Stadtteile, in denen es auch Probleme durch zu hohen Anteil von nicht integrierten Ausländern gibt etc., aber die Sündenbockphilosophie à la Pegida schürt nur Hass, wird aber kein einziges Problem lösen, und es wird auch nichts helfen, neben jedem Laternenpfahl einen Polizisten zu stellen.

Ganze Gruppen pauschal als Sündenböcke hinzustellen — verdammt, gerade wir Deutschen sollten doch wissen, dass das der falsche Weg ist!

Ach ja,  noch was, werte Pegidarier, wenn man Euch ernst nehmen soll, hört auf, Euch über die „Lügenpresse“ zu echauffieren; und „das wird man ja noch mal sagen dürfen“-Gejammer könnt Ihr bei der Gelegenheit ebenfalls sein lassen, denn das dürft Ihr doch! Nur dürfen andere halt auch sagen, dass Ihr dummes Zeug redet.

Schon wieder viel zu lang geworden. Sorry. Ab morgen dann wieder unpolitisch und mit der üblichen Beklopptheit.

Ganz am Rande: Frankreich hat seit Anfang 2006 die Vorratsdatenspeicherung. Ich meine ja nur…

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28 Kommentare zu “Könnte ich zeichnen…

  1. Ja man merkt, das die Terroristen einen wunden Punkt erwischt haben, denn wir bilden uns immer viel auf die Meinungsfreiheit ein und was man sich im Namen der Meinungsfreiheit alles aushalten können. Aber ist es damit immer allzu weit her ?

    um das Muisikvideo ging es, es wurde leider aus der ersten Talkrunde herausgeschnitten.

    Ich fand die Aussage von Frau Kebekus recht interessant, „Ich bin Katholisch, ich kacke doch erst mal vor meine Haustür, bevor ich woanders kucke“

    Es wird aber noch einiges aufzuarbeiten sein, das wichtigste ist und bleibt aber, das niemand den Rattenfängern hinterherläuft denn ob es wünschenswert ist Extremisten dadurch bekämpfen zu wollen indem man sich anderen Extremisten an den Hals wirft.

  2. “schon wieder zu lang geworden. Sorry” – nö!
    Vollkommen verständlich, dass zu dem, was da seit einiger Zeit passiert, etwas gesagt werden will oder sogar muss. Das mit der Löschung ganzer Artikel find ich allerdings auch nachvollziehbar. Ich schwank da bei der Beschäftigung mit diesem Rechtsruck-Phänomen und den Attentaten der jüngsten Vergangenheit zwischen fassungslosem Sprachverlust und unflätigem Sprechdurchfall, der nicht unbedingt konstruktive Öffentlichkeitswürdigkeit besitzt. Einige Artikel dazu, gerade die ruhigem oder gar witzig entlarvenden bewunder ich daher enorm – ich so als “Seit -langer-Zeit-nur-noch-Löscher”. Wertvollster Umgang mit solch brauner Gedankenjauche erscheint für mich daher gerade die Satire und ich daher dreht sich mir auch besonders der Magen um, wenn auf den Leichen der Redakteure noch zusätzlich von jenen Leuten mittels geheuchelter Solidarisierung getanzt wird, welche von denen zu Lebzeiten durch ein und denselben zeichnerischen Kakao gezogen wurden, wie jene, gegen die sie nun instrumentalisiert werden sollen.

    • Oh, wenn politische Artikel dazu führen, Dich aus der Reserve zu locken, muss ich doch häufiger welche schreiben. 🙂
      Ich schwanke zwischen „nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, denn Austausch und Diskussionen sind wichtig“ und „mein kleines Blog hat da eh keinen Einfluss drauf“, aber wenn ich nur einen Menschen vielleicht zumindest zum Nachdenken bringen würde, wäre das zumindest ein winzigkleiner Erfolg. Irgendwie fühlte es sich für mich jedenfalls falsch an, einfach mein übliches beklopptes Zeug zu bloggen.
      Ich finde politische Artikel nur sehr schwierig. Habe immer das Gefühl, dass sie eigentlich länger sein müssten, weil diese Themen sehr komplex sind. Oder man geht, wie Du sagst, mit Satire an die Sache ran.
      Mein erster Entwurf (der lange gelöschte, der noch vor den Morden geschah), war viel böser und angriffslustiger. Nun finde ich klare, deutliche Worte gut, aber die Frage ist, ob man mit etwas diplomatischem Geschick nicht hier und da mit Chance doch einige eher überzeugt bekommt, doch noch mal über ihre Pegidasympahtie nachzudenken? Wenn ich von Angesicht zu Angesicht mit jemandem diskutiere, verfalle ich ja auch nicht in den „Ätz“-Modus. Es darf halt nicht darauf hinauslaufen, dass man ihnen nach dem Mund redet, so wie das einige CSU-Granden nun tun, um die Wählerstimmen abzugreifen.

      • Ja, gern häufiger! 🙂 Nicht nur der Reserve wegen (Asche auf mein Haupt! Ich war tatsäclich schon wieder zu lange ein stummer Leser), sondern auch, weil ich medial teilweise das Gefühl habe, dass sich gerade die „normal“ (im Sinne von sozial verträglich) denkenden Menschen viel zu sehr zurückhalten, gerade aus den Gründen, die du genannt hast: Dass sie komplexen Themen eben nicht mit Halbwissen und Phrasen begegnen wollen, sondern das Bedürfnis haben, etwas reflektiert zu schreiben. Jene Montagswahnwichtler, die „Friedens“beweger aus denen Pegida m.E. hervorging hingegen, knallen ihre Hirnrissigkeiten seit längerer Zeit in die Kommentarspalten so ziemlich jeder Onlinelektüre und zwar geballt. So geballt, dass es (sicher nicht nur) mir Angst macht. Und da kommt für mich die Frage des „Ernst-Nehmens“ und der Kommunikation auf. Eigentlich sollte mensch ja gerade dann auch geballt der Dummheit entgegentreten. Aber ich kann oft gar nicht. Argumentieren mit Nazis (auch oder gerade jenen, die nicht wissen wollen, dass sie welche sind) macht so müüüde.Viele an den Haaren herbeigezogenen Argumente kann und will ich nicht einmal kommentieren – ich kann und will nichtmal glauben, dass Menschen so etwas tatsächlich ernst meinen. Und dann natürlich dieses furchtbare abgeschlossene Universum in denen sich die Verschwörungstheoretiker unter jenen bewegen: Egal, welche Statistiken und Quellen ihrem Nonsens entgegengesetzt werden, es folgt ein (fast schon kindisches und ritualisiertes) „nänänä – du bist doof, dass du das glaubst, der und der Rechte Blogger hat da ganz andere Ergebnisse zu und die sind unabhängig von deiner Lügenpresse, wo du dich ja nur drauf beziehst. Privat kenne ich leider oder zum Glück so gar keinen Pegida-Sympathisanten mit denen ich vernünftig argumentieren könnte – daher hoffe ich, dass diese „jeder dritte würde mitlaufen“-Statistiken und „52% aller Deutschen haben Angst vor dem Islam“-Aussagen einfach wirklich Schwachsinn sind.

        • Es kostet auch viel Energie, sich in solche Diskussionen einzuschalten. Gerade online eskaliert das auch so leicht in eine unangenehme Tonlage.
          Ich habe vorhin ca. 1 Stunde auf der Facebookseite von Pegida verbracht, vor einigen Tagen war ich außerdem auf der Solidaritätsseite für Stöcker, die natürlich schnell nach seinem unsäglichen Interview gegründet wurde. Danach war ich auch erst mal satt.
          Ich habe es schon öfter bei anderen Themen erlebt, dass man sachlich diskutiert hat, derjenige meinen Argumenten auch zustimmte, aber wenn Du dann das nächste Mal denjenigen mit anderen reden hörtest, kamen doch wieder die vermeintlich einfachen Lösungen auf den Tisch. Weil es eben bequemer ist.
          Wir werden sehen, ob die „jeder 3.“-Statistik stimmt, die nächsten Wahlen werden es ans Tageslicht bringen, denn die AfD hat sich mittlerweile als Parteienarm der Pegida etabliert, auch wenn Herr Lucke rumeiert, aber selbst er hat auf seiner Facebookseite genug Sympathiebekundungen Richtung Pegida.

          • Ja das mit den Wahlen und dem Tageslicht ist auch so eins der Dinge, die mir in dem Zusammenhang Kopfweh machen …vielleicht ist es manchmal doch besser, Dinge im Dunklen zu lassen …vielleicht ist ein solcher Rechtsruck in den heutigen Gegebenheiten ja auch ganz „gesund“. Das klingt jetzt vielleicht sehr gewagt und fast falsch, aber so als Zweckoptimist und mit dem unbeirrbaren Glauben ans Gute des Menschen beziehe ich mich da auf die These, dass die ganzen Mitläufer ihre Dämonen vielleicht nur mal im Hellen erleben müssen, um sich letztendlich doch wieder enttäuscht oder gar angewidert von ihnen abzuwenden. Hauptsache ein solches Zwangsexperiment läuft nicht zu sehr aus dem Ruder

    • Liebe Heidi,
      ja, das ist alles furchtbar. Und es gibt keine einfachen Lösungen, wie sich das so mancher erträumt.
      Liebe Grüße und für Isi Schlabberküsschen von Raspu und Nelly

  3. Ein Instagram-Bekannter von mir hat es treffend formuliert: Alle Muslime mit islamistischen Terroristen gleichzusetzen, ist wie aus allen deutschen NSU-Terroristen zu machen. Wir sollten in diesem Land eigentlich noch ein Bewusstsein dafür haben, wozu es führen kann, eine Bevölkerungsgruppe unter Generalverdacht zu stellen. Ich weiß, dass auch viele unserer Meinung sind, aber wir müssen es auch sagen. Laut.

    • Den Vergleich mit den NSU-Terroristen werde ich mir merken, der ist gut. Man könnte auch noch anbringen, dass Breivik nicht für die christlichen Religionen steht und damals keiner erwartet hat, dass sich z. B. der Papst sofort deutlich von Breivik distanziert.
      (Davon ab bieten die meisten, wenn nicht gar alle Religionen schon einen gewissen Nährboden für Wirrköpfe, ich selbst bin ja Atheist. Allerdings denke ich, wenn es keine Religionen gäbe, würden solche Menschen und die dazugehörigen Verführer andere Wege finden, insofern teile ich nicht den Optimismus, dass die Welt ohne Religionen ein besserer Ort wäre…)

        • Manchmal sind die Grenzen ja auch fließend, aber allein schon, weil man den Begriff „Agnostiker“ viel mehr Leuten erklären müsste, bleibe ich Atheistin. 🙂 Ich bin ja ein ziemlich erklärfauler Mensch, weswegen auch nur wenige Leute in meinem Bekanntenkreis wissen, dass ich blogge. Ich habe einfach keine Lust, ständig erklären zu müssen, was ein Blog ist.
          Es passt auch schon, denn letztendlich glaube ich, dass es keinen Gott gibt — aber beweisen kann ich das halt nicht und mir fehlt der Ehrgeiz, darüber mit Gläubigen ausufernde Diskussionen zu führen…

  4. Wohl echauffiert, wertes Fellmonsterchen 😉 Ich lese solche Beiträge mindestens genau so gerne, wie die „tägliche Beklopptheit“. Also ruhig öfter. Zu Thema: Leider sind es solche Sätze wie: „wir müssen die Sorgen/ das Volk /die Menschen ernst nehmen“, die Vereinigungen wie „Pegida“ immer mehr Zustrom verschaffen. Denn wie selbstverständlich wäre es eigentlich, dass sich vom Volk gewählte PolitikerInnen gefälligst um die Sorgen und Nöte der Bürger zu kümmern haben und per se nichts ernster nähmen. Wie sehr solche Sätze die Vertreter der Politik als abgehobene Lobbyistenvertreter entlarven, ist ihnen wohl nicht einmal selbst klar. Das „Volk“ ist eine andere Gruppe als die PolitikerInnen. Doch ich bin kein Volk – ich bin ein (aufgeklärter) Bürger dieses Landes und ich wundere mich nicht, warum manche Dumpfbacken Parolen brauchen, um sich als Teil von etwas zu fühlen. Die Machtlosigkeit des Volkes gegenüber der Politik – Wahlversprechen werden wie selbstverständlich gebrochen und das Wort eines Politikers ist soviel Wert wie ein Hundehaufen – sorgt dafür, sich hinter Menschen zu versammeln, die einfache Lösungen propagieren. Und einfache Lösungen gehen immer auf die Kosten von Minderheiten. Einst waren es die Juden und die „Zigeuner“, heute sind es die Moslems und morgen die Intellektuellen. Und natürlich haben die Bürger Angst davor, dass ihnen von kriminellen Fanatikern die Köpfe abgeschnitten werden; sie spielen ja auch Lotto! Hätten sich die „Volksvertreter“ nicht längst selbst von Recht und Rechtsstaatlichkeit verabschiedet, wären sie vor kurzer Zeit (in Wuppertal) viel entschiedener und härter gegen die sogenannte „Scharia-Polizei“ eingeschritten. Denn die, gerade von den Konservativen, so hoch gehaltene freiheitlich demokratische Grundordnung – die ich auch sehr schätze – ist DER Wert unseres Landes. Und wenn der bedroht wird, muss konsequent und entschlossen eingegriffen werden. Bis zum Entzug der Staatsbürgerschaft. Und auch das Verhalten der katholischen Kirche, die tausendfachen? Missbrauch nahezu ungestraft selbst „richten“ darf, widerspricht unserer Freiheitlich Demokratischen Grundordnung fundamental!!! Und schon wären wir bei einem Plädoyer für eine strikte Trennung von Kirche und Staat; und einem für mehr Bildung. Doch die Menschen ahnen, dass die dezeitig agierenden Parteien ALLE nicht dazu geeignet sind, diese Missstände zu verändern. Zu lange schon sind sie in das System von Korruption und Kumpanei integriert, abhängig von Parteispenden und so offen für jede Art von Lobbyismus, der durch Kohle dafür sorgt, das Konzerne die Gesetze schreiben, die im Bundestag nur noch abgewinkt werden. Ich könnte jetzt noch zwei Tage weiterschreiben … aber wer will schon so lange Kommentare lesen 😉 Nebenbei: Wer ist eigentlich Dingens, na, Entwicklungshilfeministrant? Ich müsste es wirklich googelen … wäre mir früher, als ich mich noch aktiv für das politische Geschehen interessierte, nicht passiert. Und wie mir geht es vielen. Würde es eine Gruppe geben, die sich für die Abschaffung der sogenannten etablierten Parteien einsetzte und für einen radikalen Neubeginn stünde, im Rahmen unseres Grundgesetzes und auf den Füßen der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung, ich marschierte in der ersten Reihe mit. Denn ich kann es kaum in Worte fassen, wie sehr ich unsere „Volksvertreter“ verachte; und ja, Verachtung ist der richtige Begriff dafür. Es mag ein Häuflein aufrechter Menschen darunter geben – es gewinnen ja auch immer wieder mal Menschen im Lotto …

    • Anscheinend schickt WordPress Kommentare, die länger sind als der eigentliche Artikel, in die Warteschleife. 🙂
      Kann ich alles so unterschreiben. Mit „ernst nehmen“ meine ich auch auf keinen Fall nach dem Mund zu reden, aber wenn ich daran denke, dass jeder dritte Mensch, dem ich begegne, zumindest im Geiste mit Pegida spazierengeht, dann sollte man das glaube ich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich möchte auch nicht glauben, dass von all diesen Menschen keiner mit guten Argumenten zu überzeugen ist, dass der Pegidaweg nicht der richtige ist. Das Tückische an Pegida ist ja, dass oberflächlich erst mal einiges logisch klingt und sie sprechen sich in ihren Leitlinien oder wie die das nennen gegen Rassismus aus, befürworten Asyl für politisch Verfolgte etc., das ist schon nicht ganz ungeschickt.
      (Auch wenn dieser Vergleich sehr stark hinkt: Hitler wurde von vielen zu Anfang auch nicht ernst genommen, sondern für eine kurzfristige Erscheinung gehalten.)
      In meinem langen, gelöschten, Artikel habe ich auch einen Schlenker zu der schlechten Politik gemacht, auch das ist ein Punkt, den ich unter „ernst nehmen“ verstehe: Gute Politik in Sachen Bildung, Gesundheitswesen, soziale Gerechtigkeit… Nicht dieses „aufs Maul schauen“, was z. B. ein Gerd Müller, unser Entwicklungsminister (um Deine Frage zu beantworten, ja, der heißt wirklich wie der Bomber der Nation), so gut beherrscht…
      Ich kenne leider auch viele Kabinettsmitglieder nicht, etwas, das für mich früher auch undenkbar war, da konnte man mich nach jedem Minister fragen. 😦 Politikverdrossenheit hat mich leider nicht verschont.
      Willst Du diesen Kommentar nicht bei Dir als Artikel veröffentlichen? Er ist zu schade, um sich hier in den Kommentaren zu verstecken.

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