52 Bücher, Woche 34

 

Liebe Bücherwürmer, Bücherratten, Bücherhunde, Bücherkatzen, Büchermonster und alle anderen Bücherkreaturen,

heute beschäftigen wir uns mit einem Thema von Lioman:

Gut behütet.

Ich habe ein Buch über Border Collies von Ursula Birr, und das passt wie die Limetten in den XXL-Caipi, denn Border Collies sind Hütehunde, und ich fühlte mich von Rasputin, seines Zeichens ein Border-Collie-Mix, immer gut behütet. Hat sogar gegen die Zeugen Jehovas geholfen, die mir, als sie ihn, den großen, schwarzen, gefährlichen Hund, die Treppe herunterkommen sahen, ihre Unterlagen in die Hand drückten und sich überstürzt verabschiedeten, noch bevor ich ihnen meine Teufelsfamilie vorstellen konnte. Ja, so ein schwanzwedelnder Höllenhund-Titan mit seinem „oh, Besuch, die knuddeln mich bestimmt, die spielen vielleicht sogar Fußball mit mir, freu-freu!!!“-Gesicht ist einfach unbezahlbar.

Ich vermisse ihn immer noch sehr, meinen Großen.

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12 Kommentare zu “52 Bücher, Woche 34

  1. Pingback: 52 Bücher, Woche 34 | Aaron Blackjewel

  2. Liebes Fellmonsterchen,
    Heidi hat gleich ein paar Tränen vergossen, als sie gelesen hat, dass Raspu DIE verjagdt hat, aber irgendwie musste sie dann doch schmunzeln 🙂
    DAS ist zum Glück so, dass man irgendwann nach schlimmer Trauer wieder lachen kann, auch wenn die LIEBEN fehlen. 😦
    Ich habe mir deshalb einen besonderen Beitrag ausgedacht !!
    http://schlappohren.over-blog.de/2015/03/behutet.html
    Liebes Wuffi deine Isi,
    die für Nelly Schlabberküsschen schickt.

    • Ich hatte auch einige Tränen in den Augen… Aber ich erinnere mich andererseits auch gern an solche Geschichten und überhaupt an meinen Großen. In der Anstalt ist auch immer noch mein Wallpaper mit ihm und Nelly auf meinem Rechner. Und an meiner Wand hängen Fotos von Molly, Rasputin und Nelly.
      Dein Beitrag ist sehr schön! ♥♥♥
      Liebe Grüße und von Nelly reichlich viele Schlabberschmatzbussis

  3. Liebes Fellmonsterchen,
    das ist mal wieder wunderschön um die Ecke gedacht und eine sehr schöne
    Erinnerung an Raspu.
    Paula hätte sich garantiert gefreut,wenn gestern zum Spazi Deine Nelly aufgetaucht wäre.Ersatzweise schickt sie ein paar freche Ohrbeisserchen und das Frauchen bedankt sich ganz doll für die Geburtstagsglückwünsche.
    Liebe Grüße Uwe

    • Lieber Uwe,
      danke schön. Ich erinnere mich gern an solche Geschichten mit meinem Höllenhund-Titan, auch, wenn es mir bewusst macht, wie sehr er hier fehlt, aber so ist das halt, wenn man jemanden geliebt hat…
      Nelly wäre so gern mit Euch rumgeflitzt, vermutlich hätte sie zwischendurch noch ein paar Osterhasen gejagt… Die Verrückte. 🙂 Sie schickt ein paar liebe Ohrbussis (heute mal ohne Zwicken, erstaunlich) an Euch alle.
      Liebe Grüße

  4. In „Papas Arme sind ein Boot“, einem Bilderbuch von Stein Erik Lunde und Oyvind Torseter aus Norwegen geht es um einen kleinen Jungen, dessen Mutter kürzlich verstorben ist und den Trost, die Geborgenheit und die Hoffnung, die ihm sein Papa spendet. Es ist ein Buch, beziehungsweise eine Behandlung des Themas, wie ich es noch in keinem Buch aus dem deutschsprachigen Raum und schon gar nicht für Kinder in der Altersgruppe gefunden habe und es ist auch für Erwachsene wunderbar tröstlich, weil es so wunderbar durch ganz wenige Worte diese Nähe zwischen dem Vater und Sohn zeigt. Es war ein Zufallsfund in einem Remittendenladen, über den ich sehr glücklich war, denn ich hatte die englische Übersetzung in einem Artikel auf brainpickings.org entdeckt und mir gedacht „So was müsste es hier geben.“ Ich kenne betroffene Kinder und hatte als ich selbst Kind war auch eine Freundin, deren Vater bei einem Arbeitsunfall von einer Platte erschlagen wurde und einen Mitschüler, dessen Mutter an Krebs starb und sich sehr allein fühlten. Vielleicht wäre denen so ein schönes (und schön aufgemachtes), einfühlsames Buch schon ein bisschen Trost gewesen.

    Es wird nicht direkt das Gefühl, sondern der Zustand geschildert. Da ist viel Raum für’s Spüren Es ist abends, es ist still in der Wohnung, der Vater hört nicht mehr Radio, sondern sitzt in sich gekehrt im Wohnzimmer. Als der Junge aufsteht, hingeht und auf den Schoß krabbelt verschränkt der Vater die Arme unter den Kniekehlen der Jungen (daher die Bootsasmetapher) und man sitzt zusammen still. Dann erzählt man irgendwann von den Vögeln, von denen die Oma gesagt hat, dass es tote Leute sind und geht hinaus in die Nacht nachsehen ob der Fuchs denen nicht alles Brot weggefressen hat. Alles sehr intim und berührend beschrieben, was sicher auch durch die Schnerenschnittbilder unterstützt wird, die auch zeigen, dass in einer Trauerphase zum Beispiel mal Abwasch stehen bleibt, dass man also nicht funktionieren muss sondern auch traurig sein und vermissen darf. Draußen sehen die beiden eine Sternschnuppe und man kann dann ahnen was sie sich wohl beide wünschen…

      • Ich war wirklich beeindruckt. Und ich kenne Erwachsene, die dabei Tränen in den Augen haben, weil es emotional auf diese sublime, unaufdringliche Art „packt“. (Eins meiner „ekzentrischen“ Kinderbücher.)

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

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