52 Bücher, Woche 49

Moinsen, liebe Bücherbesessene,

heute war mir nach einem einfachen Motto, also habe ich mir schnell was ausgedacht:

Schnappe Dir ein Buch, das in Deiner Nähe liegt, schlage Seite 100 auf und präsentiere uns den ersten vollständigen Satz.

Gesagt, getan. Ach Du Schande, so ein langer Satz. Egal, ziehe ich durch, kann ja jetzt wieder mit 10 Fingern tippen.

Die canine Leishmaniose in Nicht-Endemiegebieten wie Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien und Luxemburg gilt bis heute immer noch als reine Importkrankheit, eingeführt entweder durch Auslandsreisen mit dem Hund oder durch Adoptionen von Tierschutzhunden aus den Anrainerstaaten des Mittelmeeres.

Das stammt aus dem Buch „Leishmaniose beim Hund“ von Angelika Henning. Sehr informativ. Ich lese das nicht aus allgemeinem Interesse, sondern weil bei Nelly vor kurzem festgestellt wurde, dass sie Leishmanienbefall hat. Mir war klar, dass das trotz negativem Test vor der Ausreise passieren kann, hatte allerdings auf Glück gehofft. Ich würde sie aber auch mit diesem Wissen immer wieder nehmen, denn Nelly ist eine ganz besondere Hündin, die sich fest in meinem Herzen eingenistet hat.

Zu was ganz anderem: Das Projekt neigt sich dem Ende zu. Ich bin mir momentan ziemlich sicher, nicht in dieser Form in eine vierte Saison gehen zu wollen. Dieses Mal hing und hänge ich doch recht arg in den Seilen, die Verpflichtung, jede Woche zu liefern, kann durchaus belastend sein, auch wenn ich selbst ja eigentlich wenig tun muss, die meisten Mottos habt ja Ihr, die Teilnehmer, geliefert, und das ist gut so, nur mit meinen Ideen wäre es bestimmt nicht halb so kreativ und abwechslungsreich gewesen.

Ganz beerdigen möchte ich das Projekt aber eigentlich nicht, ich habe noch so schöne Vorschläge von Euch auf Lager. Mir schwebt zurzeit folgendes vor: Ich werde in unregelmäßigen Abständen einen Artikel veröffentlichen, ganz nach dem Motto „Hier regiert das Chaos“. Also so eine Art „Monsterchens chaotisches Bücherprojekt“, wobei der Name noch Optimierungspotential aufweist. 🙂 Der einzige Unterschied zu einem Bücherartikel, der zum Schluss die Meinungen der Leser abfragt, wäre das Bloggen eigener Artikel (oder auch wie gehabt die Nutzung der Kommentarfunktion) und das Auflisten Eurer Beiträge in einer Tabelle, wie wir es ja heute auch schon haben.

Hättet Ihr daran Interesse? Ich finde das alles wesentlich entspannter, ist aber natürlich nicht wirklich strukturiert. Als richtiges Blogprojekt ginge das wohl nicht durch. 🙂 Als Häufigkeit würde mir so ca. 1 x monatlich vorschweben, vielleicht gibt es aber auch mal einen Monat lang nix und in einem Monat 2 Artikel, wenn mir gerade mal danach wäre. Worauf ich momentan gar keinen Nerv habe, wären feste Termine.

Bin gespannt auf Eure Meinungen dazu.

Liebe Grüße

Die Projektmuddi

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36 Kommentare zu “52 Bücher, Woche 49

  1. Gut, die Scissor Sisters essen gern serbische Sahnesosse! Zufrieden ?

    Das Buch lese ich gerade.
    Mutter ruft an. Mein Anschiss unter dieser Nummer.
    von Bastian Bielendorfer

    Ja es ist der dritte Teil, na und das habe ich erst zu Hause mitbekommen und das Buch gab es für 3€ in der Grabbelbox 😛 .

    Den Satz muss er am Telefon sagen nachdem ihm seine Mutter einen Termin verpasst hat bei seiner Logopädin aus Kindertagen. *rofl*

  2. Liebe Projektmuddi,
    da werde ich erstmal eine N8 drüber schlafen 🙂
    Liebes Wuffi Isi,
    die für Socks & Nelly gute N8 Bussis schickt, und die für den Satz aus einem Buch aufstehen müßte…

      • Huhu,
        drüber geschlafen, GUTE Idee, und der Satz aus dem Buch lautet:

        Quelle muss ich nicht schreiben – oder?
        Liebes Wuffi Isi, mit Schlabberbussis für die ganze Meute der WEz.

  3. Ich finde die Idee ganz prima, ich bin zwar immer bemüht, zeitnah zu bloggen, aber oft kommt das echte Leben dazwischen. Unregelmäßig bietet dann einfach auch ein bisschen Zeit, um einen Artikel zu verfassen 🙂

    • Ja, das mit dem Leben kenne ich. 🙂
      Ich mag ja auch die Challenges, in denen es darum geht, bestimmte Aufgaben zu erfüllen, also z. B. „Lies ein Buch mit einem Tier auf dem Cover“, sehr gern, das wäre eine weitere Möglichkeit, die schönsten Mottos zu verwenden, hätte aber den Nachteil, dass frisch eingereichte Themen nicht mehr dabei wären. Oder man wirft quartalsweise einige Mottos in die Runde… Ich muss da noch mal richtig in mich gehen.

  4. Erst einmal hoffe ich, dass ihr Nellys Leishmaniose gut händeln könnt. So eine Diagnose ist doch echt doof. Aber hergeben? Nee, hergeben würde ich so eine Kumpeline auch nicht mehr. Dein unregelmäßiges Bücherprojekt klingt doch super, wir alle haben doch mal mehr oder weniger Lust aufs Bloggen.

    Wuff-Wuff dein Chris

    • Hergeben auf keinen Fall, aber ich würde sie auch mit diesem Wissen wieder aussuchen, denn so eine Tolle findet man nicht alle Tage. ❤ Zum Glück ist die Krankheit bei Nelly noch nicht ausgebrochen, und es gibt viele Hunde, die mit Leishmanien im Körper trotzdem uralt werden. Aber trotzdem heißt es Medikamente nehmen, die auf Dauer Nebenwirkungen haben können. Ich bin mit der Autorin des Buches in Kontakt, ein Hoch auf das Internet, das so was alles so erleichtert.
      Viele Knuddelgrüße

  5. Gute Besserung für Nelly, ich hoffe, das ist nicht so schlimm! Ich finde das auch eine gute Idee, mir ist in der letzten Zeit irgendwie nicht mehr recht was eingefallen und dann war die Zeit auch immer knapp. Die gelegentlichen Aktinoen fände ich aber gut! 🙂

    • Danke schön. Die Chancen für Nelly stehen gut, da die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist und der Befall relativ früh entdeckt wurde. Ich kann nur jedem empfehlen, der sich Tiere aus dem Mittelmeerraum holt, regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen zu lassen und sich nicht nur dort auf den Test vor der Ausreise zu verlassen. Ich glaube, das ist gar nicht allen klar…

        • Bilbo ist doch aber nicht aus dem Mittelmeerraum, oder?
          Ich sehe hier die Tierschutzorgas in der Pflicht, darauf deutlich hinzuweisen. Einige machen es nicht, wohl aus Angst, weniger Tiere vermitteln zu können, aber das kann nicht der richtige Weg sein.
          Bei mir war es so, dass ich mich zum Einen selbst etwas schlau gemacht habe, ich wurde aber auch von der Vermittlerin darauf hingewiesen, und mein Tierarzt hat es mir dann auch noch mal erklärt, da weiß man, dass man in guten Händen ist. Richtig tief beschäftige ich mich nun auch erst seit Nellys Diagnose damit. Tja, irgendwelche Krankheiten kann man mit jedem Tier haben, und ich vermute, dass in einigen Jahren die Sandmücke auch in D heimisch wird, Klimawandelt macht’s möglich…

            • Dann ist das ja auch Wissen, das Du nicht unbedingt brauchst. Würde das jetzt nicht unbedingt als Allgemeinbildung einstufen, aber halt wichtig, wenn man ein Tier aus der Gegend holt.
              Giardien sind auch so ’ne Mistviecher, hatte Molly mal. Die können richtig hartnäckig sein.

  6. Zum Projekthema: Liu Xiadongs Werk ist jedoch eine Ausnahme: Es besticht durch Aussagekraft und Integrität. In welchem Kontext der Satz gemeint ist weiß ich nicht, weil ich noch nicht auf Seite 100 bin. Ich bekam das Buch erst Mittwoch geschenkt. Es ist das Buch „Macht euch keine Illusionen über mich“ mit der deutschen Übersetzung des chinesischen Blogs von Ai Weiwei.

    Ich halte es so, dass du das ruhig so mit dem Projekt machen könntest wie du Zeit und Lust hast. Ich bin zwar nicht von Beginn an dabei und eigentlich auch gar nicht, ich schreibe ja nur was dazu in die Kommentare, wenn ich gerade was zu dem Thema weiß, aber ich weiß, dass so was wie Termindruck schlauchen kann. Und wenn das schon Jahre lang so geht, ist irgendwann die Luft raus. Das ist ganz normal.

    Ich mag Hunde nicht so und kenne mich da mit Krankheiten nicht aus, deshalb weiß ich nicht um was für eine Krankheit es sich da handelt. Aber ich kann das gut verstehen, wenn man sich an ein Tier hängt und wenn es dem dann schlecht geht, dann braucht das eben auch Zeit und Ruhe und Zuwendung und ich glaube, mir wäre das Tier dann wichtiger.

    • Mal sehen, was mir für das Projekt einfällt… Auf jeden Fall geht es frühestens im Herbst weiter, erst mal brauche ich generell eine Projektpause. 🙂 Vielleicht mache ich auch gar keins und nehme selbst mal an einem teil, ich mag die Aufgaben-Challenges, aber da ist oft das Problem, dass immer Rezensionen verlangt werden, und ich kann keine Rezensionen schreiben und habe keine Lust dazu.

      Leishmaniose ist eine Krankheit, die durch Sandmücken übertragen wird, es handelt sich bei Leishmanien um Einzeller-Parasiten. Die Krankheit bzw. die Infektion ist meistens recht gut behandelbar. Hoffen wir mal das beste, ich hänge sehr an meinen beiden.

  7. Pingback: 52 Bücher, Woche 49 | Aaron Blackjewel

  8. Das Thema ist ja wirklich mal ganz leicht. Da wird es morgen unseren Beitrag geben.

    Also, ich bin nach denm Jahr erst mal aus dem Projekt – in welcher Form – auch immer raus. Deine Idee finde ich aber gar nicht schlecht….

    Das mit Nelly tut mir so leid….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • Woll, viel einfacher geht es nicht. 🙂
      Schade, dass Du ganz raus bist, vielleicht hast Du ja nach ein paar Monaten doch hin und wieder Lust mitzumachen, aber wie ich das wirklich aufziehe, weiß ich halt selbst noch nicht und in den nächsten Monaten starte ich da auch nix.
      Tja, mich hat’s auch erst von den Socken gehauen, als ich das mit Nelly erfuhr, ich habe nicht wirklich damit gerechnet, da nach dem Test vor der Ausreise der erste Tests, den ich hier machen ließ, auch negativ war. Aber hoffen wir mal das Beste, es ist früh entdeckt worden und sollte sich eigentlich gut bekämpfen lassen, zumal ich nun auch noch eine Spezialistin mit „an Bord“ habe.
      Viele liebe Grüße
      Die Meute

  9. Arme Nelly,das hat sie nicht verdient und Du auch nicht.Warum ist das eigentlich so,dass immer wenn man eine Hürde genommen hat,sich gleich wieder die nächste aufbaut.Wir wünschen so sehr,dass die Krankheit nicht wirklich ausbricht und die Medis nicht gar so fiese Nebenwirkungen haben.
    Dicke Knuddler an die Meute von Paula und ihren Rudel

    PS.Kann sein,dass wir ab morgen Abend mal wieder kein Internet haben und also erstmal nicht kommentieren können

    • Eine gute Frage… Wobei mir einige Hürden auch parallel vor die Nase geknallt werden. Vielleicht gibt es wirklich so was wie Schicksalssachbearbeiter, und ich habe ein gehässiges Exemplar erwischt.
      Hoffe, dass Euer Internet nicht allzu lange ausfällt — am besten wäre natürlich gar nicht.
      LG und von den beiden Puschelhunden viele Stupser und Zupfer

    • Ja, das ist super, danke fürs Mitmachen! Und dann noch ein sehr gutes Buch, wenn auch ein recht anspruchsvolles. 🙂 Momentan wäre das für mich zu schwere Kost, aber vor einigen Jahren habe ich das sehr gern gelesen.
      Monströsliebe Grüße 🙂

    • Danke schön! Mal sehen, ob die Leishmanien sich auf den Rückzug begeben. In der Regel muss man das Medikament ein Leben lang geben, aber es gibt viele Hunde, die auch mit Leishmanienmistdingern sehr alt werden, das macht Hoffnung. Nelly ist so ein besonderer Hund. Gerade liegt sie hier neben dem Schreibtischstuhl, an meinen linken Fuß gekuschelt. Sie ist so anhänglich.

  10. Ich wünsche Nelly alles Gute und hoffe, dass Medikamente sehr gut und dauerhaft anschlagen!

    Deine Idee vom chaotischen Bücherprojekt gefällt mir! Vielleicht bin ich dann auch wieder häufiger mit einem Kommentar (oder einem Post) dabei.

    Da ich gerade neben dem Tisch mit potentieller Lektüre sitze (ja, neben, nicht am), liegt „Die Wahrheit über die griechischen Mythen“ aus dem Reclamverlag direkt neben mir. Den ersten Satz der Seite 100 kann ich nicht zitieren. D.h. ich könnte schon, wenn ich mir eine griechische Tastatur lade und mich dann suchend über die Tastatur im Schneckentempo bewege. Also schummle ich und nehme die deutsche Übersetzung von Seite 111: „Rasch ist jener beim Hinüberbringen und beim Nichts-Verlangen.“
    Fügst Du die Sätze daheim aneinander und schaust, welchen Text sie ergeben? 😉

    • Danke, dafür schickt Nelly Stupser.
      Mit dem Bücherprojekt muss ich mal sehen. Vielleicht schmeiß ich auch jeden Monat ein paar Mottos zur Auswahl und man kann sich zwangslos welche aussuchen.
      Das mit dem Aneinanderfügen ist eine gute Idee, aber ich bin gerade zu faul, die Beiträge zusammenzuklicken. 🙂

  11. Pingback: Daggis Welt » Blog Archive » Schnappe Dir ein Buch, das in Deiner Nähe liegt…

  12. Egal ob strukturiert oder nicht, ich müsste letztendlich doch ständig Nachholposts schreiben… ich find einfach keinen Rhythmus beim Bloggen…

    Und Aaargh, ja ich will vielleicht demnächst einen Nachholpost schreiben, in dem ich einfach alle Themen nacheinander, die mir noch fehlen, behandle…

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

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