Kontaktanzeigen-Analyse / Berücksichtigung des Aspektes „moderne, grauenvolle Frau“ (frei nach Wagner)

Ihr habt es vielleicht mitbekommen, vielleicht auch nicht, der Wagner, der Typ aus der Bild-„Zeitung“ hat sich ja wenig vorteilhaft über die moderne Frau ausgelassen. Hierzu werde ich in den nächsten Tagen noch genauer berichten. Aber schauen wir doch mal, ob alle Hoffnung vergebens ist, oder ob es sie noch gibt, die Frau, die ihren Daseinszweck vor allem als Anhängsel ihres Partners sieht.

Hier ist schon viel Schönes dabei:

Frauen_liiiiiiiiiiiiiiiiiieb

Richtig lieb, und sie lieben es, an der Seite ihres Mannes zu leben. Geht das aber noch ein bisschen konkreter? Was meint denn dieses „richtig lieb“?

Umwerfend

Der Ansatz stimmt, hier werden die Prioritäten ganz offensichtlich richtig gesetzt, erst mal viel Geschwalle um das Aussehen, Herrn Wagner gefällt das. Und dann das: Einfühlsam, tolerant, warmherzig und sehr verschmust. Geht doch! Allerdings ist das immer noch recht unspezifisch. Werden die Mindestanforderungen erfüllt? Die da lauten:

  • Kocht jeden Tag sein Leibgericht! Fünfgängemenü mindestens, schlimm, dass ich eine solche Selbstverständlichkeit extra betonen muss.
  • Hat nie Kopfschmerzen, wenn er Sex will.
  • Näht ihm Bettwäsche mit dem Wappen seines Lieblingsvereins (auch, wenn es der FC Sepplhose sein sollte, was zugegebenermaßen schon 10 Punkte auf der nach oben hin offenen Anschmiegsamkeitsskala sind).
  • Nervt nicht rum. Nie.
  • Stellt keine überzogenen Ansprüche. Ihr wisst schon, so was wie z. B. Entscheidungen über das Fernsehprogramm, so was gehört in Männerhände.

Ein bisschen dreist finde ich in der oben gezeigten Anzeige die Forderung, dass der Mann ebenfalls attraktiv und liebevoll sein soll. Man kann es auch übertreiben, werte Dame! Da sind ja Berlusconi und der Wagner schon wieder raus. Unverschämtheit! Mit so einer Anspruchshaltung säßen wir heute noch in Höhlen, ganz ohne Feuer!

Fazit: Ich glaube, Herr Wagner sollte trotzdem nicht die Hoffnung aufgeben, auch wenn diese Anzeigen sehr viele Mängel aufweisen, aber vielleicht kann der Mann pädagogisch noch einiges richten.

Hier dürfte allerdings alles zu spät sein:

ohneDirndl

Lebendige Gespräche und dann nicht mal ein Dirndl… Das geht schief!

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30 Kommentare zu “Kontaktanzeigen-Analyse / Berücksichtigung des Aspektes „moderne, grauenvolle Frau“ (frei nach Wagner)

  1. Klasse deine Analyse. Ich finde ja, so ein Frauchen sollte schon noch mehr als schmusen und kochen können. Es muss vor allem sportlich sein 🙂

    Wuff-Wuff dein Chris

  2. Was ist denn das hier schon wieder für ein Aufreger ich hoffe mal es gibt keinen neuen #aufkreisch . Was hat denn die fiese Zahnlücke in der Blöd Zeitung schon wieder geschrieben ?

    • Nee, mit einem Aufschrei täte man Wagner zu viel der Ehre an… Ich denke, der Hashtag #Lachkrampf passt besser, es ist mal wieder unfreiwillig urkomisch. Ich frage mich, ob der wirklich so ist, aber es ist zu befürchten. Die 4 NPDeppen mit ihrem „vierviervier“ sind ja auch real… Ich bin nun fast 46 Jahre alt und möchte so was immer noch nicht glauben.
      Den Wagner verblogge ich noch, aber ob ich das heute noch schaffe? Werde mir gleich erst mal den Tatort von 1987 angucken, momentan gucke ich ab und zu gern die alten Schinken. Ob ich mich danach noch aufraffe, mal sehen, ansonsten wohl morgen…

      • Watt isn passiert was hat das arme kleine Monster so aufgeregt, hat der böse Mann mit der fiesen Zahnlücke aus der Blödzeitung irgendwas beachtenswertes von sich gegeben ?
        Was haben die Deppen von der NPD schon wieder gemacht, außer zu existieren ?

        Ich habs wirklich nicht mitbekommen, in meinem Urlaub habe ich vieles gemacht, aber Nachrichten habe ich nicht allzu sehr verfolgt, da war Packen und Möbelhäuser abklappern wichtiger und im Schatten ein Buch zu lesen war auch ganz nett.

        • Hab mich nicht aufgeregt, habe ja oben schon geschrieben, dass er mal wieder unfreiwillig amüsant war… Viel zu warm zum Aufregen…

          Du hast das großartige Video „Vier, vier, vier“ nicht mitbekommen? Die NPD hat es zwar mittlerweile von ihrer Seite genommen, aber gute Menschen haben es trotzdem auf der Tube zugänglich gemacht, denn es ist so schön selbstentlarvend:

          Ich weiß nicht, ob ich lachen oder wütend sein soll…

          Ruthe hat es auf den Punkt gebracht:

  3. Alter: passt einigermaßen, Gespräche: stimmt, kein Dirndl: stimmt auch. Doof nur: Ich bin kein Kerl, stockhetero, verheiratet und gar nicht einsam. Aber irgendwas ist ja immer. 🙂

    • Hurra, das beste Comeback in der Blogosphäre seit langem!
      Stimmt, irgendwas ist immer, das Leben ist eines der härtesten für Kontaktsuchende… Das liegt alles an der neuen Frau, Bild Hexe, demnächst mehr dazu im Blog, die Wagner-Weisheiten müssen in einem Artikel gewürdigt werden. Er deckt wieder alles auf!

  4. Uärks, die sind wirklich peinlich. Ich weiß noch, wie ich mal jede Menge solcher Kontaktanzeigen gelesen habe und gedacht habe, die dürften doch höchstens zwischen zwanzig und vierzig sein, aber nein die waren tatsächlich Größenordnung fünfzig bis siebzig. Finde ich persönlich merkwürdig, dass dann alle behaupten, sie wären noch jung und frisch. Vor allem als sechzehnjährige, die wirklich jung ist… aber die letzte Anzeige ist wirklich sympathisch 🙂 könnte ich knuddeln, die Welt braucht genau solche Menschen mehr. Ich wünschte, ich hätte so eine bei mir an der Schule als Lehrerin… aber solche Leute weigern sich irgendwie einvernehmlich, Lehrer zu werden *grummel* 😉

    • Zwischen den ganzen Mülltexten finden sich leider viel zu wenige Perlen wie die letzte Anzeige. Ich verstehe nicht, dass sich so viele Menschen diese Standardtexte von den Agenturen aufschwatzen lassen. Lieber selbst was formulieren und ehrlich sein, das finde ich viel sympathischer. Würde ich auf Anzeigen antworten, dann bestimmt niemals auf diese ganzen „Ach, wat bin ich sooo erfolgreich und habe so viel Geld“-Kotzbrocken. Vielleicht sind sogar nette dabei, die sich so einen Text aufschwatzen lassen haben, man weiß es nicht…

      • Naja, ich verstehe eigentlich nicht, wie das funktionieren soll, Leute kennenzulernen, indem man eine Anzeige aufgibt. Meistens lernt man Leute doch eher kennen, wenn man gemeinsam irgendetwas macht. Ich meine, selbst wenn eine Kontaktanzeige sympathish ist: Ich lese die eigentlich ganz selten.
        Ich nehme an, man muss ein bisschen naiv sein, wenn man glaubt, mit der Kontaktanzeige jemanden kennenlernen zu können, ohne dass sich dann vor allem Bekloppte melden…

        • Ich habe keine Erfahrungen auf dem Gebiet. Was ich nicht verstehe: Anzeigen von Männern haben ja oft das Schema: Wohlhabend, bla… Bei Frauen ist es die Attraktivität, die an erster Stelle genannt wird. Also ist doch vorgezeichnet, dass sich bei den Männern eher Frauen melden, denen Wohlstand wichtig ist, und bei den attraktiven Frauen kommen die Männer an, denen die schöne Hülle womöglich wichtiger als der Charakter ist. Aber vielleicht harmoniert das alles dann ja ganz gut. 🙂
          Ich stelle mir das dann eher in einer Onlinekontaktbörse leichter vor, wo man ausführlicher hin und her mailen kann, bevor man sich richtig trifft, und so zumindest schon mal einen detaillierten Eindruck hat. Dass der trotzdem täuschen kann, ist natürlich klar…
          Die Welt ist voll von Bekloppten, die trifft man auch ohne Kontaktanzeigen. 🙂

          • Und wenn eine von den hübschen zufällig eine Physikstudentin ist, die bloß nicht sozial kompetent genug war, die Leute von der Agentur dazu zu kriegen, das zu schreiben, was sie sagen wollte? 😀
            Mir wärs lieber, jemanden zu haben, mit dem ich diskutieren kann, der bekloppte Ideen versteht und der zumindest versteht, dass Bücher mir was bedeuten (Ich bin schon ziemlich vielen Leuten begegnet, die stolz drauf waren, nie in ihrem Leben ein richtiges Buch gelesen zu haben. Meine Fresse.).

            Ja, das habe ich mir auch dazu gedacht, man muss es eigentlich zuerst mal mit irgendeiner Art von richtiger Kommunikation versuchen.
            Stimmt, aber ohne Kontaktanzeigen kann man sich wenigstens aussuchen, welche Art von Bekloppten man trifft, also solche, mit denen man auf einer Wellenlänge ist und solche bei denen man sich schneidet…

            • Dann kann die hübsche Physikstudentin nur hoffen, dass sie auf einen sozial auch nicht so kompetenten Mann trifft, der sich den Text ebenfalls aufschwatzen lassen hat. 🙂
              Das Internet scheint mir fürs Kennenlernen wesentlich besser geeignet zu sein, aber für Menschen, die es mit dem Internet nicht so haben, sind solche Kontaktanzeigen vielleicht die einzige Möglichkeit, von teuren Agenturen mal abgesehen.
              Aber auch im Internet gibt es ja die Agenturen, die viel Geld mit der Suche nach Liebe machen. „Ich parshippe jetzt.“ Würg. Nervwerbung.
              Aber in der Schule bzw. im Berufsleben kannst Du Dir nicht aussuchen, auf welche Menschen Du triffst. Im Privatleben sortiere ich die Kotzbrocken ziemlich konsequent aus, es sei denn, meine Menschenkenntnis versagt, aber beruflich muss man sich halt häufig arrangieren und zumindest das nötigste miteinander reden.

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

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