Leseeindruck: “American Gods” von Neil Gaiman (Director’s Cut)

 

Und weiter geht’s… Wird gerade ein bisschen einseitig im Blog, kommen aber auch wieder beklopptere Zeiten, keine Sorge.

2016-04-09 16.55.16

Worum geht es?

Shadow freut sich ganz doll, er steht kurz davor, aus dem Knast entlassen zu werden und zu seiner geliebten Ehefrau zurückkehren zu dürfen. Und dann kommt doch alles anders als geplant. Daran sind abgehalfterte Götter nicht ganz unschuldig… Freunde der Mythologie kommen auf ihre Kosten, und ein bestimmtes Prinzip wird Scheibenwelt-Kennern nicht ganz fremd sein.

Wie hat es mir gefallen?

Das Buch ist ja mittlerweile legendär, ich las die längere Fassung, die dem Autor damals einfach so weggekürzt wurde. Gute Bücher können ja gar nicht dick genug sein. Das beantwortet die Frage, wie es mir gefallen hat, oder? Aber eines muss ich noch loswerden: Shadow wird von seiner Ehefrau “Welpchen” genannt. Welpchen! Das geht doch wohl gar nicht! Shadow ist ein gestandener, muskulöser, durchtrainierter Mann! Arrgh. Da ging es mir ein bisschen so wie mit dem gruseligen “postkoital” aus den furchtbaren “Shades of Grey”-Büchern. (Ich entschuldige mich dafür, “American Gods” im selben Atemzug mit diesen Machwerken genannt zu haben, aber Welpchen?)

Zum Wichtigen: 4 1/2 XXL-Caipigläser. Lesen, wenn Ihr intelligente Fantasy mit mythologischem Schuss mögt.

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Lieblingscharaktere

Samantha Black Crow. Eine Nebenfigur, die gern einen größeren Anteil im Buch hätte haben dürfen.

Zitat

Er klopfte gegen das Fenster hinter sich. “Er steigt hier aus.” Dann wandte er sich wieder Shadow zu, deutete auf die Zigarette. “Synthetische Krötenhaut. Wusstest Du, dass sich Bufotenin inzwischen synthetisieren lässt?”

Das freut den Krötengeneral, endlich ist seine Haut nicht mehr in Gefahr, nur weil sich womöglich jemand daran berauschen will. Smile

Das Cover

Ein Unwetter. Äußerst passend. Gefällt mir.

Zahlen, Daten, Fakten

Taschenbuch in der vom Autor ursprünglich bevorzugten Fassung, also recht dick: 671 Seiten. Erschienen im Eichborn-Verlag, übersetzt von Hannes Riffel, der sich bei André Taggeselle für die tatkräftige Unterstützung bedankt. Finde ich gut. “Danke” und “Bitte” sind doch noch nicht aus der Mode gekommen. Die amerikanische Originalausgabe hat übrigens den Titel “American Gods”. Hättet Ihr’s gedacht?

Erfüllte Aufgabe

Nr. 23: “Ein Buch mit etwas, was man am Himmel findet, im Titel oder auf dem Cover (Sonne, Mond, Sterne, Wolke, Regenbogen).“ Ja, Wolken sind reichlich auf dem Cover vertreten, und dann noch so dunkle.

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2 Kommentare zu “Leseeindruck: “American Gods” von Neil Gaiman (Director’s Cut)

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

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