Leseeindruck: “Steife Prise” von Terry Pratchett

 

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Worum geht es?

Dies ist der vorvorletzte Scheibenweltroman. Ich teile sie mir gut ein. Und wenn ich durch bin, fange ich vielleicht an, noch mal alle zu lesen. Es kommt selten vor, dass ich Bücher mehrmals lese, dafür habe ich zu viele SuBs, aber bei den Scheibenweltromanen kann ich mir das gut vorstellen.

In dieser Geschichte soll Samuel Mumm Urlaub auf dem Land machen, kommt aber natürlich trotzdem nicht drumherum, Verbrechen aufzuklären. Ich dachte zuerst, dass vielleicht so eine Art Miss-Marple-Stimmung auf scheibenweltisch geboten wird, aber weit gefehlt. Dieses ist einer der politischsten Scheibenweltromane und einer der düstersten der Reihe. Pratchett thematisiert Sklaverei und Rassismus. Gern hätte ich das Buch allen Pegida-Sympathisanten zu lesen gegeben, aber ob die das verstehen würden?

Wie hat es mir gefallen?

Ich gebe zu, dass ich die leichteren, witzigeren, skurrileren Scheibenweltromane etwas lieber mag, aber nichtsdestotrotz hat Pratchett das Thema gewohnt gekonnt aufgegriffen. Leider ist auch die Übersetzung nicht mehr ganz so gelungen, seitdem der Übersetzer ausgetauscht wurde, woran man mal wieder sieht, wie wichtig Übersetzer sind.

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Lieblingscharaktere

Lady Sybil ist einfach die beste, sie züchtet Drachen und sagt allen, wo es langgeht. Smile

Zitat

*Schweinskarree wurde um das Jahr des Wiesels von Hochwürden Josef “Kausalität” Robinson erfunden, dem Rektor von Alleheiligen und drei Sünder in der Kirchengemeinde Nieder-Überhang. Soweit sich aus den Aufzeichnungen seiner Zeitgenossen rekonstruieren lässt, muss es sich bei dem Spiel um eine wüste Mischung aus Mikado, Halma und Brandy gehandelt haben. Es existieren keine bekannten Regeln mehr – falls es überhaupt je welche gegeben hat.

Hachz, nur Terry Pratchett konnte solche Fußnoten schreiben. Ich bin ja am Überlegen, ob ich ein Spiel erfinde, welches eine wüste Mischung aus Schach, Skat mit Riesenkarten und XXL-Caipi wäre. Hört sich doch vielversprechend an, oder?

Das Cover

Nichtssagend. Wie großartig waren doch die Cover der ersten Scheibenweltbücher. Und so stelle ich mir Samuel Mumm auch überhaupt nicht vor.

Zahlen, Daten, Fakten

Habe das Buch schon weggepackt, aber wozu gibt es Copy+Paste, eine der genialsten Funktionen überhaupt? (Von und zu Guttenklau gefällt das.) Amazon sagt das hier:

    • Taschenbuch: 512 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (19. Mai 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3442480876
    • ISBN-13: 978-3442480876
    • Originaltitel: Snuff
    • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3,7 x 19,7 cm

Erfüllte Aufgabe

Nr. 35: Ein Buch, das 2014 erschienen ist

 

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14 Kommentare zu “Leseeindruck: “Steife Prise” von Terry Pratchett

  1. Nimm dir Zeit ich habe vor einigen Monaten meine Pratchett Depression gehabt denn nach dem Nachwort im letzten Buch weiss man, das nur noch Skripte, Briefe usw. die Verwertungkette durchlaufen werden und es ist so schrecklich wie bei D. Adams , es ist zum heulen.
    Nie wieder ein neues wunderbares Werk aus dieser Feder.

  2. Liebes Felli,
    du weisst ja, ich komme kaum zum Lesen 🙂
    Aber so ein Schweinskarree würde ich schon gern futtern!
    Liebes Wuffi Isi,
    die für Socks & Nelly Bussis schickt.

    • Liebe Isi,
      diese Gedankengänge teilst Du mit Nelly und Socksi. Ihr Armen, Ihr bekommt alle viel zu wenig zu essen. Nelly und Socksi haben da was in Vorbereitung, davon werde ich im Blog berichten, dauert aber noch etwas…
      Schlabberküsschen von den beiden Hungerwölfchen

  3. Jaa – Terry Pratchett! 😀
    Diesen habe ich noch nicht verschlungen – danke für deinen Leseeindruck.
    Ich habe mir von ihm den „Eric“ schenken lassen und nachdem ich das Tb gelesen hatte, war ich erneut überzeugt von ihm – der allerbeste im seinem Genre … 😉

    • Hachz ja, „Eric“ ist sooo toll. Ich muss die ganzen Scheibenweltbücher unbedingt noch mal lesen. Beim zweiten Mal fallen mir bestimmt auch noch Sachen auf, die ich beim ersten Mal überlesen habe.

  4. „Steife Brise“ hat mir sehr gut gefallen, eigentlich fast besser, als „Der Club der unsichtbaren Gelehrten“. Bei der Übersetzung geht sehr viel Witz verloren, aber das Hörbuch ist ganz witzig, weil da auch das Quirmianische gut rüberkommt. Das blöde an den jüngeren Pratchett-Romanen ist, dass man nicht genau weiß, wer da alles mitgeschrieben oder -geholfen hat – so krank, wie er gewesen ist.
    Lady Sybil ist wirklich unerreicht. Ein Treffen zwischen ihr und Oma Wetterwachs wäre auch interessant.
    Liest du eigentlich auch die Bücher über die „Lange Erde“?
    LG
    Sabienes

    • *heul heul heul*
      So ein Buch wird es nie geben, liess mal das letzte, sonst würde die Krone des Schäfers nicht funktionieren.
      Hach ja eine wunderbare Reihe und die Tiffany Weh Bücher sind innerhalb der Reihe auch die Schönsten auch wenn sie eng mit den Hexengeschichten verwoben sind.

    • So ein Treffen wäre der Knaller gewesen, aber es sollte nicht sein…
      Von der „Lange Erde“-Reihe habe ich gehört, die soll relativ stark wissenschaftlich angehaucht sein, stimmt das? Ich muss ehrlich sagen, auf Wissenschaftsromane habe ich eher weniger Lust, aber vielleicht werde ich mir den ersten Band mal kaufen. Aber erst mal die Scheibenweltromane… *schnief*
      LG

      • Nein, sie ist nicht sehr viel schlimm wissenschaftlich! Da fand ich die Rundwelt-Scheibenweltromane, die Pratchett mit Ian Stewart geschrieben hat, schlimmer. Aber die lange Erde könnte dir gefallen!
        LG Sabienes

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