Sie sind zu teuer für mich …

… aber sie sind so schön!

Wovon ich rede? Von diesen epochalen Tischen hier! Sind die schön! Können vielleicht nur Leute nachvollziehen, die ebenfalls in den 70ern und 80ern vorm Cassettenrecorder saßen und ihre Lieblingssongs vom Radio aufgenommen haben. Und große Katastrophe, wenn der Moderator reingequatscht hatte… In meinem Keller liegen noch über 400 Musikcassetten. Irgendwann kam die CD auf und ich nahm mir von den CDs meine jeweiligen Lieblingslieder als Futter für den Walkman auf. Eine große Frage für mich war immer, welche Musikcassettenmarke die beste Qualität hatte. Ein Ausprobieren ohne Ende. Ganz zu Anfang habe ich noch die Ränder von alten Hörspielcassetten mit Tesa überklebt, um sie so überspielen zu können. Und Bandsalat! Wie häufig war ich mit Bleistift und Engelsgeduld dabei, eines meiner Cassettenbabys zu retten!

Eigentlich könnte ich aus den vielen Cassetten ja auch einen Tisch basteln: Holztisch kaufen, ganz viele Cassetten festkleben, irgendein Distanzdingens am Rand und dann Glasplatte drauf. Aber nicht mal dafür reichen meine handwerklichen Fähigkeiten. Außerdem sähe das bestimmt nicht so großartig wie die oben gezeigten Tische aus. Aber witzig finde ich die Idee trotzdem.

Liebe jüngeren Leser: Ihr fragt Euch nun, wovon das olle Fellmonster schreibt. Guckt mal hier, darauf hat man früher Musik aus dem Radio aufgenommen. Gängige Laufzeiten waren 60 und 90 Minuten gesamt (die Cassetten haben A- und B-Seiten), das geübte Auge konnte zum Schluss in etwa abschätzen, für wie viele Minuten die Aufnahmekapazität noch reichte. Es gab auch Cassetten mit 120 Minuten Laufzeit, aber die waren aus Qualitätsgründen nicht so sehr empfehlenswert.

Nostalgie, Nostalgie… 🙂

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36 Kommentare zu “Sie sind zu teuer für mich …

  1. BASF-Chromdioxid, die 90 Minuten Bänder. Das waren die Besten 🙂 Und ich habe die Dinger auch noch als Datenspeicher gekannt. Als Chefoperator an einer NCR 9020. Kamen direkt nach den Lochkarten. Bin ich alt? Nein, ein Pionier 😀

    • Die hatte ich auch viel im Einsatz. Und Maxell, wobei ich da einmal an eine schlechte Charge gekommen sein muss und dann war eine tolle Radioaufnahme eines Livekonzertes versaut. Ach ja, damals…
      Datasetten kenne ich auch noch. Und Lochstreifen. Ich bin weise und erfahren. 🙂

  2. Uff, die Tische würden unseren Preisrahmen auch sprengen, definitiv. Aber Kassetten? Ja, ich glaube, das Frauchen hat auch noch welche aus Kindertagen.

    Wuff-Wuff dein Chris

    • Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen? 🙂
      So was in der Art hatte ich auch, nicht die beiden, irgendwas anderes, aber das sind nicht die, die mich schwelgen lassen, es geht hauptsächlich um die Musik, das meiste habe ich selbst aufgenommen, entweder vom Radio oder später von CDs auf Cassetten, alles selbst zusammengestellt…
      Knuddelgrüße

      • Nee, ich glaub die hätte es damals nur unterm Ladentisch gegeben. Erinnern kann sich das Frauchen nicht mehr so richtig, welche es waren, aber irgendwo schlafen die hier noch in Kartons, glaubt sie. Zu schade zum Wegwerfen und so was…

        Wuff-Wuff dein Chris

        • Sei froh, speziell Benjamin Blümchen kann einem den letzten Nerv rauben. Ich weiß das, weil ich mal eine Zeitlang ab und zu auf ein Nachbarskind aufgepasst habe. Nach dem hundersten Trörööööööö wird man irgendwann richtig morsch in der Birne. (Anmerkung einiger Monster: „Ach, daher!“ Freche Bande!)
          Knuddelgrüße

  3. Stimmt, es gab Aufreger im Leben (der blöde Moderator quatscht in das Ende des Songs), über die denkt man heute gar nicht mehr nach… lach

    Hach, was haben sich die Zeiten doch geändert.

    LG Andrea mit Linda

  4. Oh ja, diese Tische würde Heidi auch gut finden 🙂
    Auch hier liegen noch drundert Kassetten rum 😦
    Mir egal, ich liebe weiche Sofa’s !!
    Liebes Wuffi Isi,
    die für die WEZ Wölfchen Schlabberbussis hier läßt.

  5. Hach ja lang lang ists her, auch wenn die CD in meiner Schulzeit schon da war, aber wer konnte sich damals schon einen CD Brenner leisten, also Kassette .
    Die meisten habe ich vor 9 Jahren entsorgt als ich nach München gezogen bin, aber es existiert noch eine komplette Sammlung von ALF Kassetten auf dem elterlichen Dachboden.

    Kassette kenne ich sonst noch als Datenspeicher vom KC 87/2 http://tiny.cc/mlekdy hach lang lang ists her.

    • Ja, ganz übel. Oder richtiger Bandriss, der sich nicht mehr reparieren ließ. Hatte ich einmal und das bei einer Cassette mit einem tollen Lied, wo ich nicht wusste, wer das singt. Apps, denen man das vorspielen konnte, gab’s ja damals noch nicht. 🙂 Erst Jahre später habe ich den Song wiedergefunden.

  6. Ohja, die geliebten Babys. Leider litten sie gerade bei der Lagerung im Auto ^^ Irgendwann musste ich leider Stück für Stück eine nach der anderen entsorgen. Aber ich bin dann auch recht schnell auf CD und dann USB Stick umgestiegen. Aber nostalgisch wird man immer wenn man solche Schätze sieht. Geht mir mit Schallplatten auch noch so

    • Ja, das Klima im Auto mochten die Schätze leider gar nicht. Ich habe die auch immer wieder mit rausgenommen, da ist keine über Nacht oder so liegengeblieben, aber es gab natürlich diese Situationen, wenn die Sonne aufs Auto knallte und man nur mal ein paar Stunden weg war…
      CDs haben irgendwie keinen großen Nostalgiefaktor, obwohl ich später auch ohne Ende selbst gebrannte CDs erstellt habe. Aber Cassetten und Vinyl, das war es einfach. 🙂 Vinylplatten habe ich einige bunte an meiner Wand. Hachz ja, was habe ich für Geld in dem kleinen Plattenladen in Ahrensburg gelassen, hauptsächlich für Maxis von Depeche Mode…

  7. Ich kann mich auch noch gut an diese Zeiten erinnern … und einige Kassetten leben hier auch noch und werden regelmäßig abgespielt 🙂 Manchmal erinnere ich mich dann an die Aufnahmen oder die Situation, in denen ich Lieder gehört habe – passiert mir bei CDs nicht.

    Aber die Tische wären nichts für mich – zu flippig und zu teuer.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara – die übrigens mal eine Kassette zu Kleinplastik und Bandschnippseln verarbeitet hat 😉

    • Geht mir ähnlich, im Keller habe ich auch noch Equipment, und wenn ich dort arbeite, läuft eine Cassette.
      Oja, so eine Cassette schreddern würde Nelly auch gern mal, aber bisher gab es dazu keine Gelegenheit. 🙂
      LG und Zupfer von den beiden Chaoswölfchen

  8. Ich weiß was ein Kasettenrecorder ist, hab selber einen nur Kasetten haben wir keine mehr, die müssen wir uns immer bei der Bibliothek ausleihen 🙂 aber irgendwas damit aufgenommen hab ich noch nie …dafür hat man ja CDs …oder das geliebte Internet 😀

    • Ich verwalte meine Musik mittlerweile auch nur noch elektronisch, weil man damit so viele Möglichkeiten hat. Playlists für jede Gelegenheit, bestimmte Songs für Besucher etc. Das bringt auch Spaß, aber ganz so viel Charme wie früher hat es nicht mehr, vielleicht, weil nicht so viele Mühe drinsteckt. Obwohl ich mit Kategorien und Bewertungen auch etwas Arbeit reinstecke. Ich möchte es auch nicht mehr missen, weil ich auf Knopfdruck über 8000 unterschiedliche Songs in Zufallsfolge hören kann.

  9. Huhu Felli,
    ich weiß genau,was Du meinst.Bei Deiner Beschreibung kamen eben ganz viele Erinnerungen hoch.Mir hat mal unser Schäferhund von draußen vorm Fenster in eine Aufnahme reingebellt.Katastrophe!
    Ich hab auch noch etliche Kassetten gelagert,obwohl die vermutlich ein erneutes Abspielen nicht überleben würden,so alt wie sie sind.
    Diese Tische haben natürlich was,aber natürlich auch viel zu teuer.Vielleicht könnte man sich ja als Alternative ein Foto davon an die Wand hängen.Würde doch super zu Deinen Schallplatten an der Wand passen.
    Wehmütige Grüße Uwe

    • Hihi, ich weiß noch, wie mein Vater zu Besuch kam und in die Aufnahme gequatscht hat. Später gab’s dann eine bessere Anlage, da war es egal, wenn Geräusche in der Umgebung waren. Und ein Doppel-Cassettendeck, um sich aus den ganzen Cassetten wieder neue Zusammenstellungen aufnehmen zu können…
      Ein Foto ist nicht dasselbe. Aber ich habe schon überlegt, ob ich unter die Platten noch ein paar Cassetten an die Wand nagel, aber ich glaub, das sieht dann zu überfrachtet aus und nimmt den Schallplatten etwas von ihrer Wirkung.
      Nostalgische Grüße von der Meute

  10. Na, klar Mal Sandocks Hitparade am Sonntag abend Beim letzten Song, der aktuellen Nummer 1 wurde immer reingequatscht.
    Ich finde die Tische auch witzig, wobei sie mir zeigen wie alt ich bin. Daher keine Chance auf Einzug in den Socke-nHalter-Haushalt.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • In die Nr. 1 reinzuquatschen, war glaube ich Standard. Eine Zeitlang kam ja auch das Gejaule der Musikindustrie hoch, wie viel Umsatz sie durch die Mitschneider einbüßen würden, da wurden dann ab und zu Titel nur verkürzt gespielt.
      Ja, die Sache mit dem Alter… Stimmt auch wieder. 🙂
      Liebe Grüße von der Meute

  11. Ich habe auch noch ein paar MCs in einer Schublade rumliegen. Hatte neulich überlegt sie wegzuwerfen. Ich habe gar kein Kassettenrecorder mehr… 😉 Was waren das noch für spannende Zeiten, als ich mit dem Mikrofon vor dem Radio hockte. Wie hieß noch die Radiosendung im NDR? Eine Stunde lief da Musik für uns jungen Leute. Und wie ätzend war das, wenn der Moderator in die Aufnahme gequatscht hat! Oder das Verkehrsstudio plötzlich reinquatschte. Ich kann mich noch erinnern, als ich ein Überspielkabel bekam. Da war die Qualität der Aufnahme schon viel besser, als mit dem Mikro.
    Die MC-Tische finde ich aber nicht so toll. Die würden mich nerven, sind viel zu unruhig. Dafür müsste man wohl sehr modern eingerichtet sein und eher spartanisch. Dann würden sie wirken. Ich mag ja mehr den Landhausstil mit Holzmöbeln usw.
    LG Susanne

    • Meinst Du „Der Club“? Lief der nicht sogar 2 Stunden? Und Sonnabend oder Sonntag abends gab es 2 Stunden lang die Hitparade. Da durfte mich keiner stören!
      Ja, reinquatschende Moderatoren, Verkehrsfunk, das waren so die Geißeln unserer Jugend. 🙂
      Ein Highligt war es, als ich meinen ersten Hifiturm kaufte. Mühsam zusammengespart. Mit Doppelcassettendeck und blinkender grüner Anzeige, die ins Rote überging, wenn die Musik voll aufgedreht war. Hachz, ich mag es, wenn es blinkt. Ganz toll war auch immer die Pegelanzeige, die ein späteres Cassettendeck hatte. Das Gerät ist bei mir immer noch funktionsfähig im Keller angeschlossen.
      Stimmt, zu einem Landhausstil, den ich auch gern mag, passen die nicht. Ich wäre aber in diesem Fall für einen Stilbruch mehr als bereit. 🙂
      LG von der Meute

      • Ja genau, der Club wars. Den fand ich noch besser als die Hitparade. Diese Pegelanzeige kenne ich auch noch. Die war für die Aufnahmequaltiät gedacht. Musste immer in der Mitte bleiben oder so. 😉
        Ich weiß noch, wie ich meine erste Kompacktanlage bekam. Die hatte ich mir von meinem Lehrlingsgehalt zusammen gespart. Kennst Du diese Teile: Plattenspieler, Cassettenteil, Radio – alles nebeneinander, in einem rechteckigen, ziemlich großen Block, mit durchsichtigem Kunststoffdeckel? Damit konnte man ohne Mikro oder Überspielkabel aufnehmen. Das war ein echter Fortschritt, auch wenn das Teil ewig viel Platz im Zimmer wegnahm. 😀

        • Die Dinger kenne ich auch, so eines habe ich noch, allerdings nur mit Radio und Plattenspieler. Cassettendeck ist extra angeschlossen. Früher hatte ich immer Hifitürme, die waren nicht ganz so platzfressend. 🙂

  12. Ich hab auf die R*irgendwas* Maxima von BASF geschworen. Chrome-Kassetten haben den Bass nicht ausreichend wiedergegeben! Und ich war auch eine Expertin im Abschätzen der Restaufnahmezeit. So viel Wissen, das verloren geht!

    • Maxima sind in meiner Sammlung auch vertreten. Es gab ja sogar Metal-Cassetten, eines meiner Cassettendecks hatte das als Auswahl. Normal, Chrom, Metal.
      Ja, schade um dieses Expertenwissen. Darin war ich echt gut. Das hätte ich glatt beruflich machen können. 🙂 „Sie wollen Ihre Musikcassetten optimal ausnutzen? Wenden Sie sich vertrauensvoll an das Fellmonster!“

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

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