Kunst in der Anstalt, aber ausnahmsweise mal nicht in den Toilettenräumlichkeiten

Neulich in der Anstalt entdeckte ich diese Installation im Treppenhaus. Nun gibt es also neben der geheimnisvollen WC-Künstlerin einen virtuosen, aber ebenfalls anonymen Treppenhaus-Künstler.

Wie ist Eure Meinung zu diesem Werk? TITEX PLUS A1124 liegt beinahe parallel zu einem grünen Lappen auf einem Heizkörper. Eine Nahaufnahme (Bild 2) zeigt deutlich die Zerrissenheit von TITEX PLUS. Sein Etikett ist teilweise unleserlich. Ein klassisches Werk des 21. Jahrhunderts, das die Unruhen dieser Zeit prägnant auf den Punkt bringt. Eigentlich hätte es des Lappens hierfür gar nicht bedurft, aber der Künstler sagt uns zusätzlich: „Der Drache ist tot!“ Zumindest ist das meine Interpretation. Vielleicht geht es aber auch eher um kleine grüne Männchen vom Mars. Und dann der Hintergrund, diese Wand, die definitiv schon mehr erlebt hat, als gut für sie ist. Exzessives Leben am Limit! Es bleiben viele Fragen offen, zum Beispiel: Wann kommt endlich der Maler?

Ich bin wie immer tief beeindruckt. Nun sehet selbst die Herrlichkeit:

2015-09-16 18.13.25

„TITEX und Lappen lieben den Wärmekörper“, Kunststoff und Textil auf Metall, frühes 21. Jahrhundert

2015-09-16 18.13.58

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12 Kommentare zu “Kunst in der Anstalt, aber ausnahmsweise mal nicht in den Toilettenräumlichkeiten

  1. Wahrlich eine hohe Kunstform, die du da wieder gefunden hast. Wir wüssten nur zu gern, wer hinter diesen monumentalen Kunstwerken aus der Anstalt steckt, schließlich gehört so ein Künstler auch ordentlich gewürdigt.

    Wuff-Wuff dein Chris

    • Auch ich wüsste das gern, würde auch so sehr mal mit dem Künstler über seine Werke sprechen, aber vermutlich ist er sehr schüchtern oder fürchtet den Presserummel. Zum Glück bin ich da und halte die Werke wenigstens fotografisch fest.
      Knuddelgrüße

  2. Bin völlig beeindruckt von dieser Kunstform!
    Was wohl diese Installation
    „TITEX und Lappen lieben den Wärmekörper“, Kunststoff und Textil auf Metall, frühes 21. Jahrhundert
    auf dem freien Markt als Verkaufspreis bringen würde? Ich vermute mal einiges mehr als den Einkaufspreis der hochwertigen Materialien … 😀
    Heutzutage verlangen Künstler in dieser Kategorie Minimum fünfstellige Beträge, wenn sie das Kunstwerk öffentlich zeigen … :mrgreen:

  3. Liebes Felli,
    ich verstehe gar nicht, warum du dieser super tollen Anstalt soooo lange fern bleiben kannst.
    Da versäumst du doch die epochalsten Dinge – oder?
    Also:
    Deinen Urlaub soltest du abbrechen 🙂
    Liebes Wuffi Isi,
    die für Socks & Nelly Schlabberbussis schickt.

    • Liebe Isi,
      ich bin mit diesen riesigen Beständen an epochaler Kunst überfordert, ich muss das ja auch mental alles verarbeiten, und das mit meinen drei Gehirnzellen… Ich bräuchte eigentlich pro Jahr mindestens 6 Monate Urlaub. 🙂
      LG und viele Schlabberschmatzis von den beiden Höllenhündchen

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

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