Leseeindruck: „Das BARF-Buch“ von Nadine Wolf

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Worum geht es?

Man wäre jetzt kaum drauf gekommen, aber es geht um BARF, also Rohfleischfütterung, bei der das Ziel ist, möglichst die Zusammensetzung eines Beutetiers nachzustellen. Ich habe schon länger damit geliebäugelt, auf BARF umzustellen, traute mich aber nicht. Durch Socksis Allergie nahm das ganze dann Fahrt auf und ich stellte Anfang des Jahres um. Dabei sehr geholfen haben mir zwei Bloggerfreundinnen (DANKE, Ihr wisst, wer gemeint ist) und die Broschüre „BARF – Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde“ von Swanie Simon. Eigentlich war das auch ausreichend Information, aber mich lockte es dann doch, mich noch mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen, daher dieses Sachbuch.

Wie hat es mir gefallen?

Vorweg: Ich will hier keinen Kreuzzug pro BARF, contra Fertigfutter führen, barfe ja selbst erst seit knapp 10 Monaten, und wenn ich sehe, wie sich in einigen Hundeforen die verschiedenen Fraktionen beschimpfen, wird mir ganz anders. BARF hat sich bei meinen beiden sehr bewährt, Socksis Allergie war nach einigen Wochen Geschichte, beide haben super Fell und sind topfit. Letztendlich bin ich aber kein Ernährungswissenschaftler und kann nicht beurteilen, ob alle Informationen korrekt sind. Nadine Wolf geht sehr detailliert auf viele Punkte ein, teilweise wissenschaftlich geprägt, rein nach dem gesunden Menschenverstand erscheint mir das alles sehr schlüssig. Das Buch liegt immer in Griffweite, falls ich noch mal etwas nachschlagen möchte. Ich bin nicht zum Hardcore-Barfer mutiert, es gibt durchaus zwischendurch mal Fertigleckerlis und manchmal Dosenfleisch, vom Menschenessen fällt auch mal ’ne Kartoffel runter, Nadine selbst sieht das alles auch nicht so verbissen. Sie hat übrigens einen Blog mit vielen interessanten Informationen.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es ist voll mit interessanten Informationen, da kann man schon mal 5 XXL-Caipis vergeben. 🙂 Sehr gut ist auch am Ende noch mal die komprimierte Zusammenfassung, was man bei der Fütterung unbedingt vermeiden soll.

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Lieblingscharakter

Ist bei einem Sachbuch schwierig, Nadine selbst bietet sich an, die eine sehr sympathische Frau ist, habe an ihrem Webinar teilgenommen und kann das deswegen mit Fug und Recht behaupten.

Zitat

Schon wieder vergessen, was mitzuschreiben.

Das Cover

Hund mit großem fleischigen Knochen. Guten Appetit!

Zahlen, Daten, Fakten

Broschiert: 164 Seiten

Verlag: Nadine Wolf

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3000496327

ISBN-13: 978-3000496325

Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,8 x 1 cm

Erfüllte Aufgabe

Nr. 45: ein Buch eines Selfpublishers (männlich oder weiblich)

2 von 4 Leseeindrücken erledigt. Eure Kommentare beantworte ich morgen, heute bin ich zu müde. Gute Nacht.

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9 Kommentare zu “Leseeindruck: „Das BARF-Buch“ von Nadine Wolf

  1. Boah, 5 XXL Caipugläser, ich glaube, Heidi sollte sich das auch kaufen, denn ICH bin ja auch eine „Fleischfresserin“. Wobei auch hier nicht ALLES sooo ernst genommen wird. Dass ich total fit bin, das weiss JEDER – oder?
    Liebes Wuffi Isi,
    die natürlich Schlabberbussis für Socks & Nelly schickt.

    • Heidi braucht das nicht, sie ist ja schon seit Jahrzehnten Profi in Sachen Hundeernährung. Und in dem Buch steht leider nicht drin, dass Du — genau wie Nelly und Socksi — zu wenig zu fressen bekommst. 😉
      LG und viele Küsschen von Nelly und Socksi

  2. Also wenn nicht drin steht,dass wir alle immer zu wenig zu fressen bekommen,dann brauchen wir das Buch nicht.
    Liebes Wau Deine Paula,
    die heute schon die ersten weichen Leckerchen von Nelly und Socks probieren durfte und die ganz viele Schlabberbussis an die beiden dafür schickt.

    • Nelly und Socksi freuen sich genauso doll wie ich, dass Du jetzt wieder Leckerlis mampfen kannst, wenn auch nur weiche, aber das sind eh die besten, sagt vor allem Socksi. An Knabbersachen arbeitet er sich immer eeeewig ab, weil bei ihm ja alles so klein ist, auch der Kiefer und die Zähnchen… Da muss ich immer aufpassen, dass Nelly ihm die Knabberteile nicht wegnimmt.
      LG und von den beiden Schmusechaoten viele Küsschen

  3. Dann ist ja BARF das Gegenteil vom Veganismus.

    Ich lehne erst mal alles ab, das mir mit einem Religiösen geradezu Inquestorischen Tonfall vorgehalten wird, das ist einfach der falsche Weg, meist die meisten finden einen Zwischenweg ohne Zwang mit Logik und Informationen, aber aus einer eigenen Entscheidung heraus.

    • Geh nie in ein Hundeforum, Rubrik „Fütterung“. Oft wirst Du in einem Alptraum landen.
      Mittlerweile bin ich auch zu der Überzeugung gekommen, dass sich nicht wirklich viel verbessern würde, wenn alle Religionen verschwinden würden. Viele Menschen werden dann andere Überzeugungen haben, für die sie mit Fanatismus kämpfen werden.
      Ich kenne Leute, die kochen für ihre Hunde und die sind 14, 15 Jahre alt und pumperlgesund — kann also auch nicht so verkehrt sein. Manche Hunde werden sogar mit Billigfertigfutter alt, wobei ich da auch eine robuste genetische Veranlagung vermute. Ich habe selbst lange teures Fertigfutter gefüttert, in der Hoffnung, meinen Hunden das Beste zu geben, mittlerweile frage ich mich, warum das bei Hunden der Königsweg sein soll, während sich bei den Menschen die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass Fertiggerichte längst nicht so gesund wie frisch zubereitete, abwechslungsreiche Mahlzeiten sind. Aber ich würde diese Gedanken nie jemandem aufzwingen. Mal darüber sprechen, ja, das kommt vor, wenn ein anderer Hundebesitzer Interesse an meinen Erfahrungen hat.
      Davon ab, WEISS ich natürlich auch nicht, ob ich auf dem richtigen Weg bin, da ich kein Ernährungswissenschaftler bin (und selbst die widersprechen einander), insofern ist mir jedes Missionieren fremd. (Außerdem nerven Leute mit missionarischem Eifer und erreichen häufig eher das Gegenteil.)

      • Hach ja … .
        Bei einer Fortbildung hatten wir auch mal so eine Hardcoreveganerin dabei, die hat so genervt, hoffentlich hat sie ihre Patienten nicht auch so genervt.
        Aber bei ihr konnte man ganz gut mit „ich habe jetzt so einen Bock auf 3-4 Mc Ripp “ das Gesicht unbezahlbar und weg war sie immer, sonst ganz nett, aber in dem Thema *würg* .

        • Bei jungen Menschen verstehe ich das ja noch, aber irgendwann sollte man eingesehen haben, dass es mit der verbalen Brechstange nicht geht… Ich finde es gut, wenn man zu seinen Überzeugungen steht, man sollte aber den Missionar im Schrank lassen.

  4. Pingback: Daggis Buchchallenge 2016 – Auswertung September und Oktober | Daggis Welt – rund um Bücher, Kaiserslautern und die Welt

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

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