Leseeindruck: „Der Pfau“ von Isabel Bogdan

2016-10-02-23-13-03

So, schnell ein paar andere Sachen erledigt und nun der 4. Leseeindruck in dieser Woche. Nee, dieses wird kein Bücherblog, das kann ich versprechen. 🙂 Wäre mir viel zu anstrengend. Aber nun zum Fall.

Worum geht es?

Eine Gruppe Banker samt Vorgesetzter weitab vom Schuss in den schottischen Highlands soll ein Wochenende lang Teambuildingmaßnahmen betreiben. Mit von der Partie unter anderem ein durchgeknallter Pfau, der einige Unruhe verursachen wird. Wie schlagen sich vier Banker und ihre Chefin in der Abgeschiedenheit ohne Handy-Empfang? Wie kommt Rachel, Psychologin und Coach, mit ihrem ersten Auftrag, den sie alleine meistern muss, klar? Wer hier eine bitterböse Satire auf Banker oder Teambuildingmaßnahmen erhofft, wird wohl etwas enttäuscht. Zwar bekommen alle ihr Fett weg, aber eher auf liebenswerte Art und Weise, und nach und nach werden einem die Protagonisten sogar sympathisch. (btw schon das dritte Buch, das in Schottland spielt, von meinen gelesenen dieses Jahr, bzw. eines habe ich noch ingange.)

Wie hat es mir gefallen?

Ich als Skeptiker in Sachen Teambuilding-Seminaren hatte eine etwas bissigere Gangart erwartet. Macht nichts, hat mir trotzdem gut gefallen, warum nicht mal ein „Fühl Dich gut“-Buch lesen, das meistens zum Schmunzeln ist? Okay, es gab zwei, drei Szenen, wo ich etwas schlucken musste, aber das ist glaube ich eher einer Macke von mir geschuldet, und ich geh da nicht weiter ins Detail, weil ich ja nicht zu viel verraten möchte.

Vielleicht müssen Teamseminare unter extremeren Bedingungen stattfinden, um was zu bewirken? Meine Erfahrungen sind eher so, dass man zwar durchaus einiges lernt, aber so ziemlich alles im Tagesgeschäft relativ schnell wieder vergessen wird. Die besten Effekte hatten die Teamseminare, an denen ich teilnehmen musste, meistens abends entwickelt, wenn man in Ruhe mit Kollegen zusammensaß, diese besser kennenlernte und sich fortan mit dem ein und anderen duzte. 🙂 Es kann z. B. unheimlich viel bewirken, von einer Kollegin, die einem bis dahin eher auf die Nerven ging, zu erfahren, dass sie auch einen Hund hat.

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Lieblingscharakter

Aileen, ganz klar.

Zitat

Rachel packte ihren Moderationskoffer aus, stellte Metaplantafeln, ein Flipchart und ein Whiteboard auf, legte Filzstifte, Whiteboardmarker, bunte Zettel, Klebepunkte, lustige Sprechblasen und Wölkchen, Papier und Stifte bereit …

Oja, das Szenario kenne ich zu gut! Kein Seminar und Workshop ohne diese Zutaten! (Na ja, meine SAP-Schulungen schon, aber das ist was anderes.)

Das Cover

Ein Pfau, und er schimmert sogar, das sieht man auf dem Foto nicht so gut. Man beachte auch die kleine Teetasse. Etwas abstrakt, passt gut zum Roman.

Zahlen, Daten, Fakten

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten

Verlag: Kiepenheuer&Witsch (18. Februar 2016)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3462048007

ISBN-13: 978-3462048001

Größe und/oder Gewicht: 12,4 x 2,6 x 19,5 cm

Erfüllte Aufgabe

Nr. 53: ein Buch mit weniger als 300 Seiten

Mist, nun ist doch schon Montag. Aber da Feiertag ist, sehe ich meinen Vorsatz trotzdem als erfüllt an. Als angehende Weltherrscherin darf ich das so bestimmen. Ganz ohne Flipchart und lustige Wölkchenzettel.

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14 Kommentare zu “Leseeindruck: „Der Pfau“ von Isabel Bogdan

  1. An Deinen Leseeindrücken gefällt uns besonders,dass sich in unmittelbarer Nähe der Bücher immer so puschelige Monster auf den Fotos mit rumtreiben.
    Und meistens ist im Hintergrund sogar noch ein weiteres Buch versteckt.
    Übrigens haben wir Dir am Samstag zwei Mails geschickt und wüssten gerne,ob sie Dich erreicht haben oder ob Dein Spam-Monster sie gefressen hat
    Liebe Restfeiertagsgrüße und viele Knuddler an die Fell-Chaoten
    von Paula und ihrem kleinen Rudel

    • Die Mails sind angekommen und werden heute noch beantwortet, das habe ich mir fest vorgenommen. Gestern habe ich irgendwie nur vor mich hingedröhmelt und nix weggeschafft.
      Ja, die Monster oder Hunde im Bild sind ein Muss, ich wollte den Fotos das gewisse Extra verpassen, wobei dieses hier als Schnellschuss mit dem Handy geknipst wurde. Normalerweise fotografiere ich die Bücher mit der guten Kamera, bevor ich mit dem Lesen anfange, das hatte ich hier vergessen und so ein Handyfoto geht am schnellsten, auch, was die Übertragung auf den Rechner betrifft. Dass die Qualität etwas leidet, nun ja, irgendwas ist ja immer.
      LG und viele Knuddler und Bussis von den WEZ-Wölfchen an die Langohrigen

  2. 4,5 Limetten heißt, dass ich mir das Buch dann auch mal besorge.
    (Eigentlich wollte ich hier noch eine Pfau-Anekdote aus meiner Zivizeit schreiben, das lasse ich dann aber doch besser….)

    • Schade, die Anekdote scheint sehr interessant zu sein…
      Meine Bewertungen sind aber sehr subjektiv und ich habe wenig Ahnung von guter Literatur, also sind meine Tipps immer ohne Gute-Geschmack-Garantie. (Schnell noch absichern. :-))

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

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