Planschibild der Woche (Depriversion)

 

2017-01-29-13-58-47

Da isse kurz vorm Absaufen, Kategorie Symbolbild. Letzten Samstag schrieb ich nach der HSV-Niederlage gegen Ingolstadt (Ingolstadt!!!!) folgendes in Facebook:

Mir reicht’s, ich bin durch mit dieser charakterlosen Trümmertruppe. Und wie auch nur ein HSV-Fan, der mehr als 2 Gehirnzellen hat, dem Beiersdorfer vor kurzem noch applaudieren konnte, werde ich nie verstehen. Der gehört geteert und gefedert aus der Stadt gejagt!!!! Und der Aufsichtsrat gleich hinterher. Ab sofort interesssiert mich dieser Verein nicht mehr. Ich guck Fußball nur noch zur Entspannung oder zum Einschlafen, und damit meine ich Fußballspiele, nicht Gebolze, nicht die Sportart, die man z. B. von einem Diekmeier dargeboten bekommt, was immer das sein soll, Fußball jedenfalls nicht.

Seitdem habe ich immerhin meinen Handyhintergrund (die Raute) ausgetauscht, außerdem einen Fansong und zwei HSV-Apps (die offizielle und die „Ewige Uhr“) verbannt.

Es ist ja nicht, dass sie verlieren und gegen den Abstieg kämpfen. Das habe ich nun schon drei Saisons mitgemacht. Es ist, WIE sie verlieren und was das für eine Truppe ist. Eine Ansammlung von Mitläufern und Scheiß-egal-Hauptsache-Geld-ist-immer-pünktlich-auf-dem-Konto-Typen. Zum Kotzen. Wo sind die Typen, deren Namen ich mir aufs Trikot flocken lassen würde, wenn ich für so was Geld ausgeben würde? Drobny, Rudnevs, Skjelbred, Badelj, Rincon, vor allem aber Diaz, ach ja, die hatten wenigstens noch ein Kämpferherz, teilweise konnten sie sogar Fußball spielen. Die hat man weggejagt, aber so jemand wie Diekmeier bleibt. Wer wissen will, warum ich den zum Abgewöhnen finde, hier, bitte schön. Vor alllem, dass er auch ständig seine Kinder zeigt, wovon einem jeder mit ein bisschen Verstand dringend abrät. Schön auch das Angeberfoto mit fetter Uhr und Ferrari. Ich würde ihm das alles gönnen, wenn seine Leistung dem exorbitant hohem Gehalt, das er mit Sicherheit bekommt, entspräche. Aber stattdessen rennt er nur blind die Linie rauf und runter und wenn er mal flankt, kommt der Ball in den seltensten Fällen bei einem Mitspieler an. So was kann man üben!!! Ein Ronaldo (nicht mein Typ, aber definitiv kein schlechter Fußballer) schiebt extra Schichten, um Freistöße zu üben! Aber das haben die HSV-Spieler ja nicht nötig in ihrer Wohlfühloase. Typisch Diekmeier: Verursacht auf dämlichste Art einen Elfmeter, reißt nach dem Spiel aber wieder die Klappe auf.

Dann ist da noch Djourou, wichtigstes Thema: Sind die Haare schön? Und all die anderen, keiner mit Ecken und Kanten, außer vielleicht Adler, aber der ist häufiger verletzt als ich Caipi trinke. Es sind nicht alles schlechte Fußballer, im Gegenteil, aber da fehlen ein, zwei Leader, die die anderen mitziehen, an denen sich auch mal jüngere Spieler ein Beispiel nehmen können.

Natürlich ist an so einer Kaderzusammenstellung das Management schuld, in diesem Fall hauptsächlich Beiersdorfer, der es z. B. schaffte, einen mittelmäßigen Torwart zu verpflichten, obwohl Deutschland DAS Land der Torwarttalente ist… Den übrigen Scheiß, den er verzapft hat, schildere ich hier nicht, ich möchte ja noch heute mit dem Artikel fertig werden.

Nun isser weg, seine Nachfolger heißen bezeichnenderweise Bruchhagen und Todt. Kein Witz. Neulich Überschrift in Matz ab (das ist ein HSV-Blog): „Todt sicher: Die Mannschaft hat verstanden.“ Das einzige, was diese Mannschaft verstanden hat, ist, dass das Geld auch bei unterirdischen Leistungen pünktlich auf dem Konto ist. Armer Gisdol, der ist doch die ärmste Sau in dem Haufen.

Wie gesagt, ich will’s mir abgewöhnen. Leicht ist das nicht; als ich heute auf eine Gruppe HSV-Fans, unterwegs zum Spiel gegen Pillenkusen, getroffen bin, war mir traurig zumute. (Nichtfußballfans müssen das nicht verstehen.) Sich das Rauchen abzugewöhnen, dürfte leichter sein…

Einen neuen Lieblingsverein wird es für mich natürlich nicht geben.

Übrigens, die Ente da oben kann wirklich nicht aufrecht im Wasser schwimmen, sondern kippt immer um. Nicht mal vernünftige Quietscheentchen kann der Verein in seinem Shop anbieten…

So, nun bin ich wieder auf dem laufenden mit den Planschibildern. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. Habe den Artikel übrigens nicht Korrektur gelesen, das Thema verursacht mir immer noch zu viel schlechte Laune… Gehäuftes Aufkommen von Tippfehlern oder seltsamen Formulierungen sollte Euch also nicht wundern.

Und nein, ich guck nicht zwischendurch, wie es im Spiel gegen Leverkusen steht! Interessiert mich nicht. *beschwör*

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14 Kommentare zu “Planschibild der Woche (Depriversion)

  1. siehste, und genau deshalb haben sie gegen leverkusen gewonnen ❤
    hab ein schönes wochenende.
    liebes wuffi isi mit schlabberbussis im gepäck

    • So ein Sieg gegen krisengeschüttelte Leverkusener ändert nicht viel… Ja, sie haben wohl dieses Mal durch Kampfgeist überzeugt (habe ich gehört), aber dann soll Holtby wieder Sprüche wie „wenn wir immer so spielen, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen“ oder ähnlich gebracht. Sie spielen aber nicht immer so, sondern meistens drei, vier Spiele danach wieder richtig lahm. Wenn ich das richtig im Kopf habe, stehen als nächste Spiele die Brausedosen und die Sepplhosen an. Sehe nicht, dass sie da überhaupt was holen können.
      Der Papadopoulos scheint ein Typ zu sein, den ich in mein Fanherz hätte schließen können. Der ist aber nach der Saison ja auch wieder weg. Aber solche Charaktere braucht man im Abstiegskampf, nicht solche Lappen wie Diekmeier…
      LG und viele Schlabberküsschen von Nellchen und Socksi

  2. Ich kann da leider nicht mitreden, Fußball geht mir generell am Rücken vorbei.
    Aber herzliches Beileid an die Ente für ihre „Einfärbung“, sie kommt ja aus der Nummer nicht raus. Naja, du ja auch nicht 😉 aber du kannst Pause machen 🙂
    Gute Besserung! 😉
    LG Miki

  3. Ich nehme an, das Ergebnis von gestern hast du inzwischen doch mitbekommen. Und jetzt 😉 Ich befinde mich ja so ein bisschen im Werder-Winterschlaf, in der Hoffnung auf bessere Zeiten mit mehr Erfolg und ohne Wiesenhof ignoriere ich Fußbal einfach mal (ein bisschen). Funktioniert so einigermaßen 😉

    • Das Ergebnis habe ich tatsächlich erst nach 23 Uhr gelesen, in einem HSV-Blog. (To Do: HSV-Blogs aus dem Reader werfen noch nicht erledigt.) Ich habe aber die ganze Zeit ab 20.30 Uhr daran gedacht, dass der HSV spielt! Das war ein scheiß Gefühl. Na ja, niemand sagt, dass ein Entzug einfach ist.
      Wann ist denn der Vertrag mit Wiesenhof endlich vorbei? Der geht gefühlt ja schon vier oder dreißig Jahre…

        • Habe vor kurzem gelesen, dass Werder seine Fühler auch nach China ausstreckt. Vielleicht können sie Wiesenhof dann ja bald mal rauswerfen.
          Wobei mir das mit dem ganzen Kommerz im Fußball schon lange zu viel ist, und nun kommen auch noch Chinesen, die mit Mio um sich werfen. Aber als Verein kannste dich dem kaum verschließen, wenn du noch einigermaßen mithalten möchtest.

  4. Ich hab wenig Ahnung davon, wie es wirklich ist Fan zu sein. Mein Vater ist jetzt grade beim FC Heidenheim Spiel und bei denen geht die Kurve eher aufwärts als abwärts (da sind noch alle super euphorisch und motiviert drüber dass unser Provinzverein es zuerst in die dritte, dann die zweite Liga geschafft hat. Jede kleine Bäckerei in der Gegend ist Kleinsponsor bei denen. Ich hätte auch wetten können dass die in absehbarer Zukunft gegen den HSV spielen, was sich nicht erfüllt hat, weil sie zwar aufgestiegen sind, der HSV aber nicht ab) aber dank dir und meinem Vater krieg ich dann doch ein bisschen von Fußball mit (auch wenn ich wegen der schwäbischen ‚le Endung in Schürrle neulich dachte, dass André Schürrle in Heidenheim spielt. Peinlicher Trugschluss.)
    Mein Gefühl bei allen Dingen, unabhängig vom Fußball ist, dass man lieber aufgeben und einen sauberen Abgang hinlegen sollte als sich ewig an einen verflossenen ranzuklammern, wenn Besserung nicht in Sicht ist. Bei Kleinstädten und Dörfern, die immer so besessen davon sind, die Einwohnerzahl zu heben, auch wenn sie genau wissen, dass sie keine Chance haben und sich besser darauf konzentrieren sollten, die Ortschaft so wie sie ist zu gestalten. Bei aussterbenden Landvereinen, die nicht einsehen, dass kein Jugendlicher sich mehr für sie interessiert und dass ihre Vereinsgruppe eben nicht für die Ewigkeit wachsend existieren könnte.
    Also, manchmal ist es besser einen sauberen Schnitt zu haben 🙂
    Die Mutter eine Freundin von mir ist Künstlerin und Leiterin des Kunstmuseums in Heidenheim und sie ist auf jeden Fall skeptisch gegenüber Fußball, weil durch den FC Heidenheim für sie weniger Geld zur Verfügung steht. Das habe ich mal einem Jungen aus Hamburg erzählt, der dann meinte, er sage ja schon immer, dass Fußball alles zerstöre. Ich hoffe, dass das nicht passiert, aber dass es erstmal eine Zeit lang was Schönes ist und dass man in Heidenheim schlichtweg merkt, wann der richtige Zeitpunkt ist, um aufzuhören.

    • Oh, gegen Heidenheim hat mein 2. Lieblingsclub (aber nicht zu vergleichen mit dem HSV) heute gewonnen… Habe ich zufällig gesehen, als ich die Sportschau an hatte, wollte mal schauen, was die Bayern so gegen Schalke angestellt haben… Dass ich zufällig auch beim HSV-Spiel hängengeblieben bin, passiert dann halt mal…

      Das alles ist nicht so einfach, Fußball war das, was mich mit meinem Vater am stärksten verbunden hat. Ihm habe ich auch die HSV-Liebe zu verdanken und Fußball ist wirklich der einzige Sport, der mich richtig interessiert. Klar kann und werde ich mir auch so noch Spiele angucken, aber Fußball ohne einen Herzensverein — ich weiß ja nicht… Eine Freundin ist zu American Football gewechselt, aber damit kann ich nix anfangen. Da sind die Unterbrechungen ja länger als der kurze Wurf, das Gerangel und Gerenne mit dem Ei. Für Taktikfans sicher eine Delikatesse, aber ich guck mir maximal den Superbowl an, allerdings mehr wegen des Spektakels drumherum.

      Generell hat der Profifußball einen sehr fragwürdigen Weg eingeschlagen, aber mich darüber detailliert auszulassen, fehlt mir gerade die Lust.

      • Siehst du, das beweist, dass ich in Wirklichkeit gar keine Ahnung von Fußball habe, sonst hätte ich das mitgekriegt. Mein Vater geht immer hin, aber ich weiß eigentlich nicht einmal, gegen wen 😛

        Ich hab noch die den Superbowl gesehen. Kenn ich nicht. Aber ich gucke Sport generell immer nur, wenn es mit der Familie oder auf irgendeiner Feier ist. Dann kann man sich noch mit anderen Leuten unterhalten. Meine engsten Freunde sind alle auch eher keine Sportgucker und ich kann gar keine so richtige Begeisterung dafür aufbringen. Als meiner Mutter mal in einer Anstalt gearbeitet hat, die Sponsor war, wurden dort immer Karten verlost, für die VIP-Lounge im Business Club des FC Heidenheim, da bin ich dann hingegangen, weil es Essen gab 😛 ich kann mich dann auch auf das Spiel einlassen, aber die Begeisterung so nachvollziehen, nee… ich kann höchstens noch die Melancholie, wenn man mit irgendwas aufhört und nicht mehr Teil von etwas ist, weil man selbst entschieden hat nicht mehr dazuzugehören.

        • Super Bowl habe ich mir angeguckt und fand ich überraschend spannend. Ist vielleicht doch was dran. 🙂
          Irgendwann verblogge ich vielleicht mal die Geschichte, wie ich zum HSV gekommen bin und warum mir das wichtig ist… Vielleicht.

  5. Aber Monsterchen,
    Du kannst doch nicht aus Fußballfrrust einfach dieses arme Quitsche-Entchen ersäufen!Das Tierchen muss dringend wiederbelebt werden,die ist ja schon total blau angelaufen!
    LG Uwe,
    dem Fußball zum Glück auch am Rücken vorbei geht

    • Doch, ich kann, ich bin ein brutales Monster! *muahahahaha* Aber das Entchen hat überlebt, möchte aber seine blau-weiß-schwarze Farbe behalten. Und nun? Ich bin ratlos, aber wenigstens will sie nicht rot-weiß lackiert werden…
      LG und Knuddels für die Schlappöhrchen

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

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