Derzeitiger Gemütszustand

Ich reiße mir jetzt jedes Haar einzeln aus, das ist entschieden weniger schmerzhaft als der Wahnsinn, der hier abgeht.

–live aus der Anstalt

Advertisements

29 Kommentare zu “Derzeitiger Gemütszustand

    • Das ist sehr lieb! Eigentlich gibt es da nicht so viel zu erzählen, es ist mal wieder das Zusammentreffen einer dunklen Phase mit (zu) viel Arbeit, was zu massivem Überforderungsgefühl führt. Scheiß depressive Erschöpfung. Ich vermisse meine alte Leistungsfähigkeit. Ich hatte solche Phasen zwar auch früher, aber seltener.
      Na ja, hab ich wieder was zu erzählen, wenn übernächste Woche meine Therapeutin wieder da ist. Dieses Thema hatten wir glaub ich auch erst drölfhundertmal. Ein Wunder, dass sie noch nie in den Sitzungen eingeschlafen ist.

    • Wenn ich während der Arbeit, wenn es mir gerade schlecht geht, an die beiden denke, wird es noch schlimmer, weil sie nicht bei mir sind.
      Noch 6 Tage, dann Urlaub. Ist ja auch kein Zustand, immer nur aufs Wochenende und den nächsten Urlaub hinzuleben, aber so ist es irgendwie geworden. Eigentlich müsste ich mir einen anderen Job suchen,der mich zufriedener macht. Leichter gesagt als getan. Außerdem ist nicht alles schlecht, ich habe z. B. super Kollegen, ein wichtiger Faktor. Trotzdem geht es so auf Dauer nicht weiter.

      • Das klingt ja ganz so,als ob ein neuer Job wirklich das Beste wäre,nette Kollegen hin oder her.Zu einigen von denen könntest Du ja auch im neuen Job private Kontakte unterhalten.Hast Du Dich schon mal umgesehen,wer etwas Passendes zu bieten hätte?Klar ist solch ein Schnitt wirklich schwer aber wenn Du ihn auf die lange Bank schiebst,wird er immer schwerer.Sagt sich so leicht daher…
        Liebe und mitfühlende Grüße zum Wochenende
        Uwe
        P&B schicken trübe und verregnete Schlabberküsschen an die hanseatischen Puschelwölfe!

        • Ja, ich suche, aber das ist sehr schwierig.

          1. Ich werde demnächst 48 Jahre alt.
          2. Ich bin irgendwie nur so halb qualifiziert, weil ich einen Job mache, der aus Sammelsurium besteht. Ich weiß nicht mal, wie ich den nennen soll.
          3. Ich würde auf keinen Fall wieder in einem Konzern anfangen. Wenn, dann mache ich etwas ganz anderes. Neulich hätte ich beinahe meinen Traumjob entdeckt, nicht von den Aufgaben her, die wären eher so lullimäßig durchmischt, aber es wäre in der KZ-Gedenkstätte hier in der Nähe gewesen, also was absolut Sinnvolles. Aber es wären nur 20 Wochenstunden gewesen und die noch sehr schlecht bezahlt (s. Punkt 5, das geht bei mir nicht).
          4. Ich schrecke vor Vorstellungsgesprächen zurück, weil ich eine totale Niete im „Selbstverkaufen“ bin. Mir wird außerdem blümerant bei dem Gedanken, komplett bei null anzufangen, was das Aufbauen einer Reputation betrifft (in der Anstalt hart erkämpft).
          5. Die Anstalt zahlt ziemlich gut, und ich brauche das Geld. Haus abbezahlen, meine Mutter unterstützen, und die Höllenhündchen kosten ja auch ein bisschen. Und dann soll auch noch mal ein Caipi für mich drin sein. 🙂
          6. Die Anstalt ist in der Nähe, wir haben Gleitzeit, ich kann immerhin einen Tag Home Office machen. Auch für die Höllenhündchen gut. Wenn ich daran denke, was Pendler für eine Zeit opfern müssen…

          Es spricht also auch einiges für die Anstalt. Optimal wäre es, innerhalb der Anstalt einen anderen Job zu machen, vielleicht ergibt sich da mal was.

          Es wird übrigens immer schwieriger, so als mittel qualifizierter Mensch was zu finden. Die Gesellschaft wird da noch was zu bewältigen haben, wenn es irgendwann zwischen hochqualiziert und Dienstleistern nicht mehr so viele Jobs geben wird. Das dauert nicht mehr lange. Aber die Politiker denken ja nur von Wahl zu Wahl. Vielleicht pusten Donni und Kimmi uns aber eh vorher weg.

          Das mit den Kollegen würde übrigens erfahrungsgemäß nicht klappen, nur, wenn sich richtige Freundschaften gebildet haben. Alles andere schläft erfahrungsgemäß nach einer Zeit ein. Mag auch an mir liegen, ich bin nicht der beste Kontaktpfleger. Es ist auch gar nicht so, dass ich die Leute alle in der Freizeit sehen müsste, aber mir ist wichtig, dass der Umgang untereinander gut ist. Mir würde der beste Job nichts nützen, wenn ich in einer Gruppe mit Weibsen arbeiten müsste, die nur über Kosmetik, Klamotten und Kerle reden würden. (In der Ausbildung hatte ich mal so etwas erlebt. Es waren sehr lange 2 Wochen.)

          LG und von den beiden Anarchohündchen viele Küsschen für die Langohrigen

          • Danke für diese erschöpfende und ehrliche Antwort.Einiges hatte ich ja schon so oder ähnlich vermutet.Da die Anstalt ja doch auch so einige Vorteile bietet,wäre es vielleicht wirklich das Optimalste,wenn sich innerhalb mal was anderes ergeben würde.(Daumen drück !)).Vielleicht kannst Du da etwas dezent Nachforschungen anstellen,vielleicht Spionage-Monster in die Chefetage und ins Personalbüro einschleusen?
            Das mit den Kollegen sehen wir übrigens ganz genauso.

            LG Uwe
            P & B bedanken sich für die Küsschen,sind aber zu müde um etwas zu erwidern.Wir haben für 10 Tage einen befreundeten vier Jahre jüngeren Mischlings-Rüden in Vollpension bei uns aufgenommen,weil seine Leute in Spanien sind.Falls Ryan Air nicht auch noch pleite macht,wird er am Dienstag wieder abgeholt

  1. Oh je, da können wir uns die Vorderpfoten reichen. Bei mir läuft die letzte Zeit alles so was von quer. Weiß nicht, was ich verbrochen habe. Ohne meine beiden Wuffis wär das nicht zu ertragen. Du kriegst ja zum Glück auch Hilfe von Deinen Puschels.
    Da müssen wir durch.
    Tierische Grüße und extra viele Knuddels
    Edith mit Nera + Lila

    • Ja, unsere Puschels sind mehr wert als alles Gold der Welt!
      Frag mich nicht, was wir verbrochen haben, vielleicht haben wir einfach einen gehässigen Schicksalssachbearbeiter. Wobei ich schon schlechtere Phasen hatte, eigentlich ging 2017 so im Großen und Ganzen, nur halt die scheiß Depression und die Überforderungsgefühle bei der Arbeit zehren an meinen Nerven.
      Aber Hauptsache, den Puscheln geht es gut.
      LG und viele Knuddels für Nera und Lila

    • Warum eigentlich nicht? Ach so, die Gesetze… Habe diesen Spruch auf einem kleinen Schnapsglas stehen, vielleicht sollte ich das mal als Warnung mit in die Anstalt nehmen. Denn nicht ALLE heißt ja nicht, dass ich nicht gar KEINEN … lassen wir das lieber. 🙂 Muss unbedingt mein Grinsen wiederfinden. 2 Tage noch, dann URLAUB!!!!1!

Ehrerbietungen hier rein, bitte ;-)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s