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Leseeindruck: „Schattenstill“ von Tana French

Worum geht es?

Der vierte Roman aus der Dublin-Murder-Squad-Reihe. Der erfolgreiche Ermittler Mike Kennedy wird in eine Neubausiedlung gerufen, in der eine Familie niedergestochen wurde, nur die Mutter überlebt schwerverletzt.

Wie hat es mir gefallen?

Von allen Büchern, die ich bisher aus der Reihe gelesen habe, hat mich dieses am meisten mitgenommen. Es lag wohl daran, dass zwei kleine Kinder zu Tode gekommen sind. Das geht mir auch in fiktiven Werken sehr nah. Wie immer hat es Tana French geschafft, eine Geschichte zu schreiben, in die man als Leser immer mehr reingezogen wird, es sei denn, man ist mehr auf Action oder überraschende Wendungen aus als auf das tiefe Eintauchen in die Beweggründe von Menschen. Dieses Buch spielt zu Zeiten der Wirtschaftskrise, die Neubausiedlung ist ein trister Ort, da die meisten Häuser nicht fertiggebaut wurden. Was Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit nach und nach mit Menschen anrichten kann, erfährt man in diesem Roman hautnah. Trotzdem hat es mich zwischendurch nicht ganz so gefesselt wie ihre anderen Romane, hin und wieder fand ich die Handlung etwas zähflüssig.

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Das Cover

Düster, wie alle Cover aus der Reihe. Passt sehr gut.

Zahlen und so

  • Taschenbuch: 768 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596188822
  • ISBN-13: 978-3596188826

Erfüllte Aufgabe bei Daggis Challenge

Nr. 58, ein Buch, das schon mindestens ein Jahr auf Deinem SuB liegt

Ihr wisst …

 

… dass der Sommer endgültig vorbei ist, wenn Eure geliebte Weltherrscherin ihre Zimmerpflanzen, 38 Stück, zum Überwintern in den Keller schleppt.

Deswegen gab es auch gestern keinen Leseeindruck. Rücken, Schulter, jammer, klitschnass, hurra. Aber nachher kommt noch einer. Hier erst mal gute Musik:

Leseeindruck: „Altes Land“ von Dörte Hansen

Da sind wir wieder mit Lesezeuchs …

Worum geht es?

Nach dem Zweiten Weltkrieg landet die kleine Vera mit ihrer Mutter im Alten Land bei der Bäuerin Ida Eckhoff. Willkommen waren sie nicht. Veras Mutter heiratet den Sohn der Bäuerin, der ein posttraumatisches Trauma aus dem Krieg mitgebracht hat. Einige Jahre später macht sich die stolze Preußin vom Acker, um einen wohlhabenden Hamburger zu heiraten. Vera bleibt mit ihrem Stiefvater zurück und führt ein eigenwilliges Leben im Dorf. Einige Jahrzehnte später nimmt sie ihre Nichte Anne samt Sohn Leon auf, die Ottensen nicht mehr ertragen kann, seitdem ihr Lebensgefährte und Vater von Leon sich in eine andere verliebt hat.

Wie hat es mir gefallen?

Sehr gut. In einer lakonischen, beinahe kargen Sprache, passend zu Norddeutschland, schildert die Autorin das Leben diverser Dorfbewohner — alteingesessene Obstbauernfamilien, aber auch Aussteiger. Fast alle bekommen mit teilweise unterschwelliger Ironie ihr Fett weg. Wer viel Action und Handlung mag, könnte sich mit dem Buch vielleicht langweilen, wer sich für das Leben von unterschiedlichen Menschen interessiert, hoffentlich nicht. Und AfDeppen sollte man vor allem die Schilderungen der Flucht aus Ostpreußen solange um die Ohren hauen, bis sie was begreifen, aber so viel Zeit hat eh kein Mensch.

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Lieblingscharakter

Vera Eckhoff. Eigensinnig bis hin zur Sturheit zieht sie ihren eigenwilligen Lebensstil durch. Glück und Zufriedenheit bringt ihr das allerdings nicht oft.

Das Cover

Gut, dass da unter anderem Äpfel Kirschen (was halt so passiert, wenn man das Alte Land vor allem mit Äpfeln in Verbindung bringt) drauf sind, so konnte ich noch ein Motto finden, das wird nämlich so langsam schwierig.

Zahlen, Daten, Gedöns

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Penguin Verlag (13. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3328100121
  • ISBN-13: 978-3328100126

Erfüllte Aufgabe bei Daggis Challenge

Nr. 11, ein Buch mit etwas Essbarem oder einem Getränk auf dem Cover

2017 Rolling Stone’s 500 Greatest Hits # 488

 

Ich schwänze heute den Leseeindruck-Artikel, da ich einen ätzenden und viel zu langen Tag in der Anstalt hatte und kaputt wie Hölle bin. Mal sehen, was die Greatest Hits-Aktion heute zu bieten hat.

488. The Cure, ‚Just Like Heaven‘

The Cure, ja, das können wir gelten lassen, oder?

Leseeindruck: „Der Ruf des Kuckucks“ von Robert Galbraith

Worum geht es?

Endlich mal wieder ein Krimi, das hatten wir ja ganz lange nicht bei den Leseeindrücken! (Liebe neue Mitleser, dieses hier ist übrigens kein Buchblog, auch wenn es diese Woche danach aussieht. Bald regiert hier wieder die gut abgemischte Beklopptheit.)

Hier haben wir einen Privatdetektiv, der vorher im Afghanistankrieg im Einsatz war und dort einen Unterschenkel verloren hat. Obwohl er der Sohn eines berühmten Rockstars ist, muss er sich seinen Lebensunterhalt als „Privatschnüffler“ mühsam erarbeiten, denn er ist zu stolz, sich von Papi aushalten zu lassen, und der würde das wohl sowieso nicht tun. An seiner Seite ist seine neue Sekretärin Robin Ellacott, die sich als sehr große Hilfe erweisen wird.

Einige Monate nach dem Selbstmord eines berühmten Models bekommt der Detektiv den Auftrag, den Fall zu untersuchen. War es womöglich doch kein Selbstmord?

Nur für den Fall, dass Ihr es noch nicht wusstet: Robert Galbraith ist in Wirklichkeit J. K. Rowling.

Wie hat es mir gefallen?

Seeeehr gut. Der Roman erinnert so ein bisschen an alte Detektivgeschichten. Etwas runtergekommenes Büro, der Schnüffler als (beinahe) Einzelkämpfer, seelisch und körperlich angeschlagen. Der Fall an sich ist auch spannend. Rowling kann es einfach, auch wenn ich die Schilderungen der London-Gegend manchmal etwas arg ausführlich fand.

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Lieblingscharakter

Cormoran (so heißt der Detektiv) und Robin sind ein gutes Gespann.

Das Cover

Finde ich sehr gelungen.

Zahlen, Daten, Gedöns

  • Taschenbuch: 656 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442383218
  • ISBN-13: 978-3442383214

Erfüllte Aufgabe bei Daggis Challenge

Nr. 9, ein Buch mit mindestens einer Person auf dem Cover

 

Leseeindruck: „Leben oder gelebt werden“ von Walter Kohl

Worum geht es?

Zur Abwechslung mal kein Krimi! Wahnsinn! Dieses ist die Autobiographie von Walter Kohl, dem älteren Sohn von Hannelore und Helmut Kohl. Ich war vor allem neugierig, wie es sich so als Sohn eines Politikers wie Kohl lebt. Einiges war bedrückend zu lesen, zum Beispiel, dass er in der Schule verkloppt wurde, nur weil er der Sohn von Kohl war … Oder wie die Söhne in den Zeiten des RAF-Terrors mit Personenschutz zur Schule mussten.

Er schildert aber auch, wie es ihm gelang, sich von der Opferrolle des „Sohn vom Kohl“ und der damit verbundenen Nachteile nach und nach freizukämpfen.

Das Buch stammt übrigens schon aus 2011, Interna der neuen Ereignisse wird man also vergebens suchen.

Wie hat es mir gefallen?

Ist nicht nur Stoff für kleine Neugiermonster, sondern auch der Aspekt, sich vom seelischen Gepäck aus der Kindheit zu lösen, ist sehr interessant. Helmut Kohl war übrigens auch privat der bestimmende Mensch, den wir aus der Politik kannten — wenn er sich nicht eh aus den Familienangelegenheiten rausgehalten hatte und seine Frau machen ließ.

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Das Cover

Ja, Ihr seht es ja selbst. Schlicht, ein bisschen Auflockerung durch unterschiedliche Schriftarten- und Farben…

Zahlen, Daten, Gedöns

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. April 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 345370228X
  • ISBN-13: 978-3453702288

Erfüllte Aufgabe bei Daggis Buchchallenge

Nr. 15, ein Sachbuch oder eine Biografie

 

Leseeindruck: „Schwarzwälder Schinken“ von Ralf H. Dorweiler

Worum geht es?

Hier haben wir den 3. Band rund um Schlaicher, seinen Basset,  seine gewitzte Mitarbeiterin Martina, Kommissar Schlageter, den geschäftstüchtigen Nachbarn und wie sie alle heißen. Dieses Mal geht es um ein verschwundenes Mädchen.

Wie hat es mir gefallen?

Wieder sehr gut, man muss die Bagage einfach gern haben. Selbst Schlageter so ein kleines bisschen. Lange bleibt offen, ob das Mädchen lebendig wiedergefunden wird, nebenbei gibt es wieder unterhaltsame Handlungsstränge wie die Putzagentur „Perlenkette — Eine Perle auch für Sie“ (was für ein bescheuerter Name und Slogan, oder?)

Basset-Bonus, obwohl Dr. Watson keine allzu große Rolle spielt, es ist nicht zu vergleichen mit Tierkrimis, wo die Tiere wirklich die Hauptrolle spielen und die Fälle lösen. Auch wird die Handlung nicht aus der Perspektive des Hundes geschildert. Aber er ist oft mit dabei und so ein Basset bietet ja von Natur aus viel Charakter und Bereicherung.

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Lieblingscharakter

Dr. Watson, aber Herrchen und Martina sind auch sehr sympathisch. Manchmal finde ich Martina eine ganz kleine Spur zickig, allerdings ist Schlaicher verbal ihr gegenüber teilweise auch arg ungeschickt.

Das Cover

Ist ein Basset drauf, alles ist gut.

Zahlen, Daten, Fakten

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Emons Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3897056089
  • ISBN-13: 978-3897056084

Erfüllte Aufgabe bei Daggis Buchchallenge

Nr. 5, ein Buch, das Dich zum Schmunzeln, Grinsen, Lachen gebracht hat

Blogaktion, Ihr erinnert Euch?

Nämlich an diese feine Blogaktion?

Meine tollen Überraschungen von Sylvia, Tibis Frauchen, habe ich mittlerweile erhalten. Ist natürlich schon ein bisschen her, Ihr kennt ja mein spezielles Fellmonstertempo …

So schön in eine bunte Tasche eingepackt kamen meine Geschenke:

Ich mag ja bunt. Meinen Geschmack voll getroffen:

Diese beiden tollen Teile kamen zum Vorschein: Ein Buch mit ganz tollen Bildern und Sprüchen und ein Postkartenbuch.

Auch hier meinen Geschmack total getroffen. Es sind schöne Fotos, überwiegend aus der Natur, Meerbilder, Wolkenbilder, einfach wunderschön. Vielen Dank, liebe Sylvia!

Bei mir haben sich ja zwei Freiwillige gemeldet, Frau Tonari hat ihr Päckchen mittlerweile bekommen, da zeige ich einfach schon mal, was ich ihr geschickt habe. Sie hat es ja mit Kanaldeckeln, da habe ich mir einfach ein paar schöne Fotos aus ihrem Blog gemopst und Glasuntersetzer draus fertigen lassen. Leider sind sie nicht ganz perfekt geworden (s. Ränder), aber irgendwas ist ja immer. 🙂 Sie hat sich zum Glück trotzdem gefreut.

Das Paket für Herrn Ackerbau geht morgen auf die Reise. Hier ist leider einmal eine Bestellung verlorengegangen, da musste ich erst auf den Ersatz warten, aber nun geht das los. Da verrate ich natürlich nicht, was im Päckchen ist, soll ja eine Überraschung sein.

Eigentlich lautet die Regel ja, drei Blogger zu überraschen. Windsprite hatte sich auch gemeldet, das verzögert sich aber auf nächstes Jahr, weil die Verschickerei nach und aus China doch arg teuer werden würde.

Wenn also noch jemand möchte, ein Platz ist quasi noch frei. 🙂 Einfach in die Kommentare schreiben, dass man Interesse hat. Ich nehme dieses Mal nicht den ersten Kommentierenden, sondern den, der explizit sagt, dass er mitmachen möchte. Die Regeln stehen im o. g. verlinkten Beitrag.

Ich sag noch mal vielen Dank an Sylvias Frauchen und schicke außerdem viele Knuddeleinheiten für die liebe Tibi!

So, für nächste Woche nehme ich mir mal vor, jeden Tag einen Leseeindruck zu bloggen. Das ist zwar für viele vermutlich recht langweilig, aber zum Glück kann man die Artikel ja am Titel erkennen und somit schnell weiterscrollen, wenn das Lesezeuchs nicht so interessiert. Hier liegen mittlerweile sieben gelesene Bücher herum, die noch verbloggt werden wollen, da möchte ich jetzt mal ein bisschen aufholen.

Verlassene Flaschen # 6

Fläschchen, Du sprichst mir aus der Seele. So kaputt wie Du fühle ich mich heute auch.

Aber diese viele Raucherei, nee, nee, das ist dann doch nicht meine Schwäche, bei mir ist es Schokolade. Auch nicht soooo viel besser.

Ich bin gar nicht großartig ins Gespräch mit der Flasche gegangen. Manchmal will man einfach nur seine Ruhe haben. Ich verstehe das sehr gut. Nach einem beschissenen Tag in der Anstalt sowieso.

Schönes Wochenende.

(Ab und zu freitags posten wir Fotos von verlassenen Flaschen. Zumindest ich. Eine muss es ja tun.)