Arrrgh!!!

  
Öffne ich eben arglos LEO und was wird mir angezeigt??? Kreeeiiiiisch! Nicht nur, dass es ein Dirndl ist, es ist auch noch ROSA! Doppelkreeeeiiiiiisch!! Waaah! Das Grauen, das Grauen…

(Ist in der Anstalt – wir haben hier keinen AdBlocker…)

–live aus der Bekloppten-Anstalt

Ich bin ratlos…

 

Neulich auf der Suche nach etwas eigentlich ganz anderem war, stieß ich zufällig auf dieses Produkt:

http://www.amazon.de/dp/B00P54IYV8

Der entscheidende Hinweis wird zum Glück schon in der Überschrift gegeben, wenn auch leider nicht farblich hervorgehoben, wie ich es hier getan habe:

dickes Kissen 45 cm * 28 cm Kuschelkissen Drachen – für Jungen – groß sehr weich Jungs Schmusekissen Drache – Kinderkissen Seeungeheuer / Drachenkissen – ideal auch als Sitzerhöhung

Nun stelle ich mir die Frage, was passiert, wenn ich dieses Kissen einem Mädchen schenken würde. Die Konsequenzen könnten gar fürchterlich sein.

  • Das Mädchen möchte nicht mehr Germanys Next Deppmodel werden
  • Es wird kein Rosa mehr mögen
  • Statt mit Puppen wird es mit Drachen spielen wollen
  • Womöglich fängt es an, sich für Fußball zu interessieren
  • Es wird versuchen, Seeungeheuer im Gartenteich zu züchten
  • Es wird die Weltherrschaft erringen wollen
  • Es wird ganz viele seelische Schäden davontragen
  • Es wird als Erwachsene den Staubsauger hassen
  • Es wird als Erwachsene Fensterputzen verweigern und Bügeln ablehnen

Nee, wie grässlich das alles wäre! Gut, dass so vorbildlich darauf hingewiesen wird, dass das Kissen für Jungen ist. Noch besser wäre ein Hinweis des Gesundheitsministeriums in der Art wie “Für Mädchen verboten! Zuwiderhandlung wird mit Barbiepuppen nicht unter 10 Stück bestraft!”

Umgekehrt geht das natürlich auch, manches ist einfach nur für Mädchen und sollte auf keinen Fall in die Hände eines Jungen geraten, das hier zum Beispiel:

http://www.amazon.de/dp/3897776235

Pink Stories, geheimgefährliche Rätsel nur für Mädchen. Pink ist für Mädchen, weiß man ja. Wehe, ein Junge fände das interessant, weil “geheimgefährlich” so spannend klingt. Nee, nee, Finger weg, das Pink würde langsam aber sicher die Seele des Jungen vergiften.

Arrrgh!!!!

 

Suchbild

Hat jemand Socks gesehen? Eben war er doch noch da…

P1050510Ah, da isser ja wieder. Wo er sich wohl versteckt hatte?

P1050534Nein, nein, das wird kein Hundeblog, aber ich bin heute zu müde für einen richtigen Blogartikel. Nach 3 Wochen der erste Tag in der Anstalt = Müdigkeit XXL.

Bilder vom Spaziergang

 

Erst mal muss ich noch schnell vier wichtige Spitznamen von Socksi nachreichen, die ich gestern total vergessen hatte:

Kleiner Boss (Big Boss bin natürlich ich ist natürlich Nelly, hier auch häufig Königin genannt), Mr. Socks, Küsschenkönig bzw. Küsschenmonster und Graf Koks. Die ersten drei sind glaube ich selbsterklärend. Graf Koks nenne ich ihn immer, wenn er seinen Puschelpompom aufplustert und langsam durch die Gegend geht — dann sieht es so aus, als schreite er durch seine Gemächer bzw. sein Anwesen, sehr grazil. :-)

Jetzt aber zurück zum Fall. Auf den Spaziergängen mit den Hunden habe ich zwar meistens die Kamera mit, knipse aber nicht immer oder nicht allzu viel, und die Fotos kommen auch nur vereinzelt ins Blog. Bei diesem Spaziergang, noch mit Nelly allein, sind mir Pferde vor die Linse gelaufen, da habe ich natürlich an Heidi und Isi, die großen Pferdefans, und an Susanne, die Pferderetterin, gedacht. :-)

Mit Nelly bin ich übrigens mit Schleppleine unterwegs (Socks hat mittlerweile auch eine, dieser Beitrag war schon so laaange in den Entwürfen, da war der kleine Knuddel noch gar nicht bei mir). Ich fand das Prinzip Schleppleine früher für mich nicht so geeignet, weil ich damals mit Rasputin keine so guten Erfahrungen gemacht hatte, das lag zum Einen daran, dass ich damals eine blöde Schleppleine hatte, so ein megaschweres Teil aus Textil, das sich schlecht reinigen ließ. Zum Anderen passte die Methode nicht zum Ziel, bei Rasputin ging es einfacher, ihn mit einer kurzen Leine an das vernünftige Laufen an ebenjener zu gewöhnen.

Nelly hat nun aber diesen irre ausgeprägten Jagdtrieb, und außerdem entdeckte ich vor einiger Zeit Leinen aus Biothane. Die gibt es nicht nur in schön knalligen Farben (auch in orange, Liiiebe ♥), sie sind auch noch zusätzlich schön leicht und gut zu reinigen. Tatsächlich bin ich mittlerweile von dem Prinzip Schleppleine recht angetan. Nelly hat einen großen Bewegungsradius und ich kann gut mit ihr üben, wobei es noch ein bisschen dauern wird, bis sie wirklich in “freier Wildbahn” ohne Leine laufen können wird, da das Training durch Krankheit etc. eine Zeitlang ausgefallen ist.

Die Bilder sind wie immer qualitativ eher nicht so dolle, aber das kennt Ihr ja schon. Nelly hatte auf dem Hinweg noch Angst vor den Pferden, ich weiß nicht, ob sie vorher überhaupt schon jemals Pferde gesehen hat (sie musste ja vier Jahre an der Kette leben), wir haben uns dann ein bisschen in der Nähe aufgehalten, sind dann erst mal weitergegangen, dann noch mal vorbei, und auf den Fotos sieht man, dass sie mit der Zeit doch recht neugierig wurde. Toll, wie schnell sie ihre Angst aufgegeben hat, sie ist eine kleine Draufgängerin. :-)

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Socks’ Geschirr…

 

… hat nun auch eigenkreierte Beschriftungen:

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Schön knallig in neonfarben. :-)

Bei Nelly steht “Höllenhündchen” und “Pattex-Nelly” (wobei letzteres zwar im Haus absolut zutrifft, draußen aber leider nicht. Ich sag nur Jagdtrieb, stärker als meine bisherigen 5 Hunde zusammen…)

Socks hat aber natürlich noch einige andere Spitznamen, z. B. Plüschbombe, Puschel-Pompom (auf seine Rute bezogen) oder auch, wenn er Nelly anknurrt, Zinshahn. Wie ich darauf komme? Den Begriff lernte ich dank eines Carl-Barks-Comic kennen:

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Am Zeichenstil erkennt der geneigte Donaldist, dass es sich um ein frühes Werk seines Schaffens handelt. Was aber ist eigentlich ein Zinshahn? In finsteren Zeiten, als die Bauern noch Leibeigene waren, mussten sie Hühner an ihre Herren abgeben, die sogenannten Zinshühner. Natürlich wollten die Herren die besten Hühner, wenn schon, denn schon, und damit die Hähne schön gesund aussahen, wurden sie von den Bauern gereizt und getriezt, so dass der Kamm dank Durchblutung schön rot leuchtete.

Ich weiß nicht, ob Carl Barks im Original auch den Begriff benutzte (ich glaube eher nicht), oder ob das wieder einer dieser genialen Einfälle von Erika Fuchs, der großartigen Übersetzerin, war. Eigentlich müsste ich die Barks-Comics mal im Original lesen, um Erika Fuchs’ Übersetzungen noch mehr würdigen zu können. Sie hat einen großen Anteil daran, dass ich die Barks-Geschichten sehr mag.

Einen habe ich noch, speziell für Chris:

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Die sehen zwar überhaupt nicht nach Foxterrier aus, aber auch hier mag im Originaltext was ganz anderes gestanden haben…

Ein weiterer Spitzname von Socks ist “Tischdeko”. Der Herr springt nämlich gern auf meinen Gartentisch:

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Elegant lässt er seinen Puschelschwanz über den Tischrand schwingen.

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Die erste Tischdeko, die sich allein umdekoriert! Weltklasse, oder?

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Natüüüüürlich darf Socks das eigentlich nicht, im Sinne einer konsequenten Erziehung ist ihm das Besteigen von Tischen strengens verboten… Ähm, Moment mal, Nelly, warum lachst Du?

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Tiefbau-Nelly arbeitete mal wieder an einem Tunnelbau und trägt stolz die Zeichen ihres Fleißes im Gesicht. Das Lachen von Frau Sandschnute gilt wohl der Bemerkung “konsequente Erziehung”. Okay, zugegeben, auf den einen Tisch darf Socks. Es sieht so niedlich aus, wenn er sich hinsetzt, um sich knuddeln zu lassen. Gegessen wird an dem Tisch eh kaum. Auf andere geht er zum Glück nicht, er hat noch nie Anstalten gemacht, z. B. auf den Küchentisch zu springen. Bin mal gespannt, ob das so bleibt. Das gäbe dann aber wirklich Schimpfe.

Und welche Spitznamen haben Eure Tiere so (falls Ihr welche habt)?

Es ist wieder daaaaaaaaaaaaaa!

Das einzig wahre Ping-Pong-Stöckchen, das langlebigste Stöckchen der Blogosphäre!

Und es war schon sehr lange wieder da, es ist peinlich, wie sehr ich zurückhänge. Um meine Stöckchenrückstände aufzuholen, wird es hier in nächster Zeit etwas holzlastiger zugehen… Nun aber los!

1. Was machen die Rahmetten eigentlich so?

Die drehen völlig durch! Schauen Sie sich mal folgendes Foto an:

Rahmetten

Und das in der Öffentlichkeit! Ich bin schockiert! Das geht doch nicht! Es geht aber noch durchgeknallter, schauen Sie sich das hier an:

Herzig

Mehr Bildmaterial zu dem Thema:

Ich würde sagen, meine “Scheiß-Herzchen-Kampagne” ist etwas aus dem Ruder gelaufen…

2. Was empfehlen Sie mir als Balkonbepflanzung?

Vielleicht mal mit Limettenpflanzen versuchen? Oder was Blühendes oder Kräuter und Gemüse, so wie auf dem Schlemmerbalkon, kleine Gürkchen und so. Es gibt auch viele Tomatenpflanzen, die balkongeeignet sind. Tomaten haben ganz viele scheiß Herzchen verdient: ♥♥♥♥♥♥♥♥ (Ich weiß, dass sich die Frage inzwischen erledigt hat, ich hänge halt zeitlich leider seeehr hinterher, aber der nächste Frühling kommt bestimmt, und mit ihm die Frage nach der Balkonbepflanzung.)

3. Pure Vernunft….?

… sucht man hier in diesem Blog vergebens.

4. Wenn meine Welt voll Limetten ist, was tu’ ich mit den Schalen?

Man könnte sie einige Tage so liegen lassen, sie verbreiten herrlichen Limettenduft und sind schuld daran, dass der Caipidurst nicht verschwinden wird… Aber ich habe irgendwo mal Basteltipps für Orangenschalen gesehen, so was könnte man auch mit Limettenschalen in klein bauen? Mal googeln gehen. Aaaah, gleich das erste Foto ein Treffer! Man kann scheiß Herzchen draus schneiden! ♥♥♥ Wie epochal!

5. Wieviele Uhren haben Sie heute zur Zeitumstellung vorwärts stellen müssen?

Nur eine, die von meinem mp3-Lautsprecherdisplay im Büro. Der Wecker und die Küchenuhr stellen sich automatisch um. Die Uhr vom Festplattenrecorder interessiert mich nicht und die anderen gehen eh irgendwie nach dem Mond, da hat vermutlich der sprechende Mondkalender seine kreative Phase gehabt…

6. Wie geht es Ihrem Sparmonster?

Nicht so gut, gar nicht gut, es hat meine Kontoauszüge in die Griffel bekommen. Das kommt dabei raus, wenn man das Briefgeheimnis nicht wahrt!

7. Machen Sie bitte eine typische Handbewegung?

Rahm, zeige mal eben meine typische Handbewegung, wenn ich in der Anstalt bin:

Verzweiflung

Danke schön! (Man beachte den limettenfarbenen Hintergrund…)

8. Was ist das aussergewöhnlichste Hobby, das jemand in Ihrem Umfeld pflegt?

Ich kenne eine Sportschützin, sie schießt in verschiedenen Disziplinen, unter anderem Großkaliber, und sie ist gut, hat es schon bis zu den Landesmeisterschaften gebracht. Das finde ich ziemlich außergewöhnlich.

9. Sind Sie für Olympia in Hamburg?

Eher nicht so, wenn ich an die Kosten denke, das Geld könnte man auch direkt in viele sinnvolle Projekte investieren. Und wenn wir das so gut hinbekommen wie die Elbphilharmonie, dann bitte erst die olympischen Spiele im Jahre 2128. Wobei ich olympische Spiele an sich mag, man sieht, dass es für die Sportler etwas Besonderes ist. Der Gigantismus ist allerdings ein Wahnsinn, und dann die Vergabe-Entscheidungen, das ist doch alles sehr aus dem Ruder gelaufen…

10. Und sonst so?

Muss ja, muss ja…

Und hier meine 10 Fragen für die Wunderbare Welt des Wissens:

  1. Muss man Til Schweiger nun sympathisch finden?
  2. Haben Sie schon mal Steine am Strand gesammelt?
  3. Welches ist Ihre Lieblingskekssorte?
  4. Ein Leben ohne Minions ist möglich, aber … ?
  5. Der Weltbärchenpärchentag rückt näher, freuen Sie sich schon?
  6. Wie kann ich mich darüber wegtrösten, dass mein Urlaub bald zu Ende ist und XXL-Caipi keine Option ist?
  7. Ich habe mittlerweile die ersten fünf Kapitel von Shades Of Grey gelesen. Was glauben Sie, wie es mir gefallen hat? (Hinweis für alle, die es vielleicht nicht mehr im Kopf haben: Ich lese das nicht freiwillig! Es war mein Opfer an den Fußballgott! Alle drei Bände!!!! Mein Leben ist die Hölle.)
  8. Haben Sie ein schönes Street-Art-Foto für uns?
  9. Der Sommer geht langsam zu Ende, Herbst-Melancholie steht vor der Tür, welches Lied passt dazu?
  10. Ist die Lage eher flauschig oder unpuschelig?

 

Epochalitäten + Epochalitäten = viele Epochalitäten

Liebe Freunde der Krötenartigen und der Grün-Weißen,

schon von vor ein bisschen länger trafen hier Dinge ein. Großartige Dinge. Wie immer komme ich meiner Chronistenpflicht nach, wenn auch sehr spät, und berichte in Wort und vor allem Bild.

Das erste Paket kommt aus dem Freistaat Bayern, hier residiert bekanntermaßen der Krötengeneral.

Es gilt ja das Gesetz “Hundebesitzer schicken niemals Pakete ohne Hundeleckerlies an andere Hundebesitzer”. Offensichtlich gibt es eine Tendenz, dass sich auch Nichthundebesitzer diesem Gesetz verpflichtet fühlen. Nelly und Socks gefällt das sehr. Diese Würstchen müssen übrigens teuflisch lecker schmecken, Socks führt immer einen Freudentanz auf, wenn ich zu der Verpackung greife.

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Für die Chefin des Rudels (hallo, wer lacht da?!) war aber auch was im Paket:

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Eine Voodoo Doll für den Weltfrieden! Geniale Erfindung! Hier noch mal in voller … ähm … Schönheit:

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Man beachte auch den Schutzengel und den Limettentee. *gnampf* Und jetzt kommen noch Bärchenpärchen! In grün und in bunt! Wahnsinn! (Das orange Monster rechts im Bild lebt schon einige Wochen hier und pirschte sich vorsichtig ran, es sieht sehr hungrig aus, oder?)

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Außerdem waren wieder VIELE Karten für meine Kartensammlung im Paket, und dieses Mal habe ich dran gedacht, sie zu knipsen.

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Noch mehr Karten! Die Röntgenkarte passte ja ganz gut zu meinem Handgelenksbruch. :-)

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“Mit den Waffen einer Frau”! Mit so einer kleinen Schere kann man durchaus großen Schaden anrichten. *hinterhältig kicher*

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Ein Frühstücksbrett mit epochalem Spruch! Zum Champagner passt natürlich auch immer gut ein XXL-Caipi. ;-)

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Hallo SuB, zwei interessante Bücher, und man beachte das Magnetschild. Das ist mein Leben auf den Punkt gebracht.

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Die Beschriftung der Voodoo Doll und das Schild noch mal in größer:

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Hier die Rückseite der Dose: Das Teil ist wirklich epochal. <3 <3 <3

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Einige Zeit später kam ein weiteres Paket an, es handelt sich hier um eine Fanfreundschaft zwischen Grün-Weiß und Schwarz-Weiß-Blau. ;-) Etwas, das es eher nicht so oft gibt. Nelly war sofort da, um zu gucken, was Anette geschickt hat. Sie erschnupperte Leckereien! Und sie hat natürlich recht behalten, Nellys Nase weiß Bescheid! “Pack schnell aus”, drängelte sie. Dass ich gerade keine Kamera, sondern nur das Handy zur Verfügung hatte, interessierte sie nicht.

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Eine sehr schöne Karte, dessen Inhalt wie immer top secret ist.

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Nelly war mehr hieran interessiert:

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Und dann noch Kekse! Die beiden können sich wirklich nicht beklagen, beides wurde mittlerweile auch ausgiebig getestet und für sehr lecker befunden.

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Nougat für die Nougatsüchtige! Keine Ahnung, wer das hier sein könnte. :-) (Ich hätte die Fotos nicht mit dem Handy knipsen sollen. *seufz*)

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Noch mehr Nougat für geheimnisvolle Suchtis! Dieses Zeugs ist ja sehr lecker, ich wusste das vorher gar nicht, also dieses Nougat ist schon recht gefährlich…

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Geheimnisvoll! Netzshirts sind wieder in, die 80er sind nicht wirklich totzukriegen:

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Nach der Entkleidung: Rum für z. B. Cuba Libre! Epochalst! Und er hat eine weite Reise hinter sich, der leckere Tropfen kommt nämlich aus der Dominikanischen Republik, die Elite-Team-Mitglied Anette vor kurzem für uns erobert hat. (Sag noch mal einer, es ginge nicht voran…)

Das habe ich dann endlich mit der richtigen Kamera geknipst, nachdem der Akku aufgeladen war.

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Ist Euch übrigens aufgefallen, dass die Geschenke farblich gut harmonieren? Noch mal die ganze Ladung mit der Kamera fotografiert:

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1000 Dank an den Krötengeneral und an Anette! Ihr seid richtig knuffig! <3 <3 <3 <3 <3

PS: Es wird natürlich irgendwann, wenn Ihr nicht mehr damit rechnet, eine Revanche geben. :mrgreen: Kann sich noch ein bisschen hinziehen, zum Einen dient das dem Überraschungseffekt und hat natürlich üüüüberhaupt nichts mit dem speziellen Fellmonstertempo zu tun, zum Anderen gab es in letzter Zeit mal wieder einige ungeplante Ausgaben, und mit dem Lottogewinn hat es leider immer noch nicht geklappt…

52 Bücher, Woche 52

Tadaaa, es ist geschafft!

52 Wochen habt Ihr durchgehalten (einige nicht komplett, aber egal, es war ja kein Ausdauerwettbewerb).

Traditionell nehme ich in der 52. Woche das Thema, welches ich schon in den vorherigen beiden Runden wählte:

Schreibt, was Ihr wollt.

Das kann ein Projektfazit sein, ein Buch, das Ihr immer schon mal vorstellen wolltet oder was auch immer Euch sonst so einfällt.

Ich möchte mich bei allen Teilnehmern bedanken! Ihr wart wieder toll!

Mein persönliches Projektfazit: Ich hatte dieses Mal so gut wie keine Werbung betrieben, daher waren die Anmeldungen dieses Mal sehr überschaubar. Dafür war zumindest in den ersten Wochen viel Konstanz bei der Teilnahme vorhanden, während es in den Runden davor einige Anmeldungen von Leuten gab, die dann doch keinen einzigen Beitrag geschrieben hatten.

Der Einbruch kam so nach und nach trotzdem, das ist normal und geht glaube ich fast allen langlaufenden Projekten so.

Im Gegensatz zu den Jahren davor war bei mir die Luft dieses Mal ziemlich raus, das lag nicht am Projekt, sondern an einigen Ereignissen in meinem Privatleben, die mir viel Energie raubten (und immer noch rauben). Deswegen wird es auch in dieser Form eine 4. Runde wohl nicht geben, ich weiß momentan nicht, ob ich überhaupt noch mal ein Bücherprojekt starte. Vielleicht nehme ich selbst einfach mal an einem teil. Kann aber auch sein, dass es mich doch wieder reizt, zumal ich noch einige tolle Mottos auf Lager habe und außerdem das Würfelmotto des Krötengenerals noch mal verwendet werden müsste. :-D (Altgediente Mitstreiter wissen, was ich meine.) Mal sehen, was passiert, wenn die dunkle Jahreszeit kommt und ich gemütlich im warmen Büro sitze, ohne dass mir die drei Gehirnzellen zerfließen…

Nochmals vielen Dank an alle Teilnehmer! Schön, dass Ihr dabei wart!

Eure Projektmuddi

Aufräumen und ausmisten in der Anstalt

 

Neulich musste meine Kollegin Zeugs für eine Inventurliste zusammensuchen, einige Teile konnten wir dummerweise nicht wiederfinden. Bei der Gelegenheit ergaben sich aber andere tolle Entdeckungen. In einem Schrank stand tatsächlich noch eine Schreibmaschine, leider sehr hoch, so dass ich kleiner Erdnuckel Verrenkungen anstellen musste, was das qualitativ noch schlechtere Foto als hier eh schon gewohnt erklärt:

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Aaah, was jetzt kommt, hat mich total aus dem Häuschen gebracht. Das sind Mikrofiche. Wer kennt die noch, Hand aufs Herz?

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Hier der Inhalt:

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Moderner wird’s nicht mehr: Eine Datenkassette!

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Ich kann Euch aber beruhigen, so etwas ist in der Anstalt nicht mehr im Einsatz. :-)

Hin und wieder…

… habe ich hier ja auch ernste Themen am Wickel, und heute ist es mal wieder so weit. Mir liegt etwas auf dem Herzen und rumort in meinem Gehirn, das muss jetzt raus. Mein Artikel ist nicht besonders gut strukturiert, eher eine Sammlung von Gedankenfetzen.

Aber erst mal gute Neuigkeiten: Frau Dr. Buchstäblich-Seltsam, Blogurgesteine kennen sie noch, bloggt wieder! Und sie hat in ihren neuesten Artikeln ein Thema beackert, das auch mich umtreibt, wie vermutlich zurzeit jeden, der an Politik interessiert ist: Flüchtlinge.

Ich möchte nicht auf alle Aspekte eingehen, sondern vor allem auf Aussagen wie diese hier:

“Warum bekommen die Flüchtlinge so viel Geld, aber unsere Obdachlosen nicht?”

Dieses Argument wird gern auch mit Hartz-IV-Empfängern, allein erziehenden Müttern und anderen finanziell schlecht gestellten Gruppen verwendet. Und auf dem ersten Blick hört sich das nicht mal so unplausibel an, oder?

Ist es aber! Hier werden arme Menschen gegen noch ärmere ausgespielt! Und das Schlimme daran ist: Diese Aussagen kommen nicht mehr nur von Neo-Nazis oder unverbesserlichen “Montagsspaziergängern”. Nein, ich höre und lese so etwas mittlerweile von Menschen, die mir etwas bedeuten, zum Beispiel von Leuten, die sich im Tierschutz engagieren, einen Hund aus dem Ausland (!) aufgenommen haben, und die ich nicht einfach genervt von meiner Facebook-Freundesliste oder aus meinem Bekanntenkreis streichen möchte, wie ich es leichten Herzens mit Komplettignoranten tun würde.

Woran liegt es, dass Menschen, die in vielerlei Hinsicht nicht herzlos sind, diese Parolen nachplappern, Links zu Artikeln mit nachweislich falschen Aussagen (“was die Flüchtlinge alles bekommen, Handys etc.!”) verlinken und lieber heute als morgen die Grenzen wieder dichtmachen möchten?

Ich vermute, es ist Angst, und gar nicht mal hauptsächlich vor einer Islamisierung, dies Argument wirkt auf mich häufig nur vorgeschoben, sondern Angst vor dem Verlust des eigenen (und sei es nur bescheidenen) Wohlstandes und der Sicherheit. Der Hinweis auf Bevölkerungsgruppen wie Obdachlose lässt mich das vermuten.

Wie kann es angehen, dass ein Diplom-Finanzwirt, der bei bei der Hamburger Finanzbehörde arbeitet, ein Haus anzündet, in das 8 – 12 Flüchtlinge einziehen sollten? (Quelle.) Furcht, dass böse, fanatische Männer aus islamischen Ländern den hier jahrzehntelang in ihren Häusern ruhig lebenden Familen etwas antun? Die Tatsache ignorierend, dass gerade die mordenden Islamisten häufig ein Fluchtgrund sind und ganz, ohne die Asylbewerber überhaupt zu kennen.

Ja, sicher gibt es auch unter den Flüchtlingen gewalttätige Menschen (wie unter Deutschen auch), und sicher sind viele traumatisiert, was sich unter Umständen in Gewalt äußern kann. Aber was ist das für ein Denken, das so einen Hass auslöst, ohne die Menschen, die aus dem Elend zu uns kommen, überhaupt zu kennen? Und das wohlgemerkt von jemandem, der studiert und wohl einen anspruchsvollen Job hat. Mir macht das Angst. Früher fürchtete man ein paar fanatisierte Glatzen in Springerstiefeln, die schon Unheil genug anrichteten, aber nun breitet sich das Gift immer weiter aus, bis in die Mittelschicht und darüber hinaus, denn von unseren regierenden Politikern vermisse ich deutliche Worte, muss nicht gleich so ein Ausraster à la Til Schweiger sein, aber vieles aus der Richtung klingt doch eher windelweich — Angst vor Wählerverschreckung?

Und ja, die Schere, nicht nur in diesem Land, zwischen Arm und Reich geht immer mehr auseinander, die Statistiken dürfen wir jedes Jahr wieder “bewundern”. Das soziale Klima wird härter. An der Bildungspolitik wird rumreformiert und gespart, dass es ein Grauen ist. Das Gesundheitswesen bekommt immer wieder Spar-Operationen verpasst. Aber:

Das liegt doch nicht an den Flüchtlingen! Wer hat denn Einfluss auf unsere Politik? Die Menschen, die nach einer oft lebensgefährlichen Flucht hier ankommen, um Ruhe und Frieden zu finden, am allerwenigsten. Ja, die Sozialpolitik verändert sich immer mehr zum Negativen, das fing bei der Regierung Kohl an und wurde unter einer rot-grünen Regierung leider nicht besser. SPD, die Arbeiterpartei? Leider schon lange nicht mehr. Bei unseren Regierenden und deren Politik muss eine Kritik ansetzen und nicht bei den armen Menschen, die zu hunderten auf engstem Raum in einem ihnen unbekannten Land leben müssen und deren Betreuung die staatlichen Stellen teilweise hoffnungslos überfordert. (Großen Respekt an alle, die sich privat engagieren!)

Was kann man gegen diese negative Stimmung tun? Ich glaube, ein Anfang wäre gemacht, wenn sich jeder vor Augen hält, aus welchen Verhältnissen die Flüchtlinge zu uns kommen. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, das ganze Leben, seine Freunde und Verwandten hinter sich zu lassen, um in ein fremdes Land, in eine fremde Kultur zu flüchten? Ja, flüchten, das ist kein Urlaubstrip. Wie verzweifelt muss man sein, das eigene Leben den Seelenverkäufern anzuvertrauen, um über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen? Die Menschen sind ja nicht von allen Informationen abgeschnitten, sondern wissen genau, auf welche Gefahren sie sich einlassen.

Und dann die vielzitierten sog. Wirtschaftsflüchtlinge. Nach den Buchstaben des Gesetzes haben diese Menschen keinen Anspruch auf Asyl, da sie nicht politisch verfolgt werden. Daraus den Schluss zu ziehen, dass wir es hier mit “Schmarotzern” zu tun haben, ist menschenverachtend, denn auch diese Menschen kommen aus Verhältnissen, die bei uns keiner in der Form ertragen muss — damit möchte ich die schwierige Situation von Obdachlosen, Hartz-IV-Empfängern, Niedriglohnverdienern nicht herabwürdigen, auch das sind Zustände, die ich für schlimm und Folgen einer verfehlten Politik halte, aber das ist nicht Thema dieses Artikels.

Nehmen wir als Beispiel Sinti und Roma, die in ihren Heimatländern häufig in unvorstellbarer Armut leben und Angriffen ausgesetzt sind. Auch das fällt nicht unter “politische Verfolgung”. Sind sie damit Wirtschaftsflüchtlinge, die nur nach unserem Wohlstand gieren? (Mehr dazu hier.)

Worauf ich hinaus möchte: Können wir alle nicht versuchen, diesen Menschen erst mal offen und freundlich zu begegnen? Wenn ein neuer Kollege in unserer Firma anfängt, sind wir doch auch erst mal unvoreingenommen (hoffe ich), warum nicht gegenüber den Flüchtlingen? Mir sind die Erfahrungen mit einzelnen Asylbewerbern, die Frauen belästigen, bekannt, auch leugne ich nicht, dass es kulturell verursachte Probleme gibt, aber auf der anderen Seite haben wir viele Flüchtlinge, die sich so sehr um Integration bemühen, dass sie nach einigen Jahren besser Deutsch als so mancher hier Geborener sprechen (als die meisten Nazideppen sowieso, aber die sind eh kein Maßstab).

Im Übrigen glaube ich, je willkommener die Menschen hier sind, desto weniger Probleme dieser Art wird es geben. Es wäre sinnvoller, die Menschen eben nicht zu hunderten oder tausenden in Unterkünfte zu stopfen, wobei mir schon klar ist, dass es für die Kommunen eine große Herausforderung ist. Bekomme ich hier vor Ort ja auch mit. Einerseits heißt es, wenn man über Wohnungslösungen nachdenkt, wie kann es sein, dass man Flüchtlingen eine Wohnung gibt, andererseits möchte auch keiner ein 500-Personen-Flüchtlingsheim in der Nachbarschaft haben… Es liegen keine einfachen Lösungen in der Schublade, aber die Menschlichkeit sollte über allen stehen, oder?

Es mag, befeuert durch bestimmte Medien, so wirken, als kommt da eine Flut auf uns zu, aber wir haben nocht nicht den Stand Anfang der 90er Jahre erreicht und in Verhältnis gesetzt ist Deutschland bei weitem nicht das Land, das die meisten Flüchtlinge aufnimmt. Hier und hier Statistikfutter zu diesem Aspekt.

Und was ist die Alternative? Wollen wir weiter Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen? Kriegsopfern die Tür weisen? Ich bin mir sicher, dass auch viele Menschen, die leichtfertig dem Prinzip “erst mal den armen Deutschen helfen” huldigen, das nicht möchten, sondern das Thema nicht komplett durchdacht haben, denn es ist immer einfacher, geistig erst mal auf Abwehr zu schalten. Deutschland ist immer noch eines der reichsten Länder der Erde und ich möchte nicht in einem Land leben, das Kriegs- und Armutsflüchtlingen nicht hilft.

Liebe Menschen, die Ihr Euch um die finanziell benachteiligten Deutschen sorgt: Glaubt Ihr, dass, würden wir die Kosten für die Flüchtlinge einsparen, das Geld wirklich so eingesetzt wird, dass die soziale Gerechtigkeit ausgebaut wird? Das Gesundheitswesen finanziell nicht weiter ausblutet? Die Schulen vernünftig ausgestattet werden? Was gibt uns bei dieser und den letzten Regierungen Anlass zu dieser Hoffnung? Das Geld für eine sinnvolle Verteilung wäre da, auch ohne Flüchtlingen die Tür vor der Nase zuzuknallen! Vielleicht sollten wir lieber bei der nächsten Bundestagswahl anders abstimmen.

Europa konnte mit großem finanziellen Aufwand Banken retten, wie viele Milliarden waren dafür auf einmal verfügbar? Aber es soll uns nicht gelingen, die Kosten für die Flüchtlinge zu schultern? Davon ab, dass die reichen Staaten an dem Elend nicht unschuldig sind, aber dieser Artikel ist jetzt schon zu lang, so möchte ich nur noch auf einige weitere lesenswerte Fakten verweisen, um den Argumenten von Pegida & Co. etwas entgegenzusetzen und zu versuchen, Menschen, die für das Ausspielen von Armut gegen Armut empfänglich sind, davon zu überzeugen, dass sie dabei sind, den Pfad der Unmenschlichkeit einzuschlagen. Ich glaube immer noch daran, dass nicht alle Sympathisanten schon an die Simpeldenker von Pegida & Co. verloren sind, denn das wäre eine Katastrophe für unser Land, in dem schon heute Blogger vor rechter Gewalt kapitulieren.

Das sind nur einige, etwas ungeordnete, Gedanken von mir zu dem Thema, vielleicht geben sie den ein oder anderen Denkansatz, so in etwa argumentiere ich auch, wenn ich mit o. g. Aussage konfrontiert werde. Mehr oder weniger erfolgreich, natürlich gibt es Menschen, die nicht aus ihrer Gedankenwelt ausbrechen möchten, aber jeder, der ins Zweifeln kommt, macht mir Hoffnung.

Übrigens gibt es in einigen Städten die Gelegenheit, sich Flüchtlingsunterkünfte vor Ort anzugucken. Möchte ich jedem ans Herz legen, der glaubt, die Menschen bekommen eine Luxusunterkunft…

Morgen geht es dann wahrscheinlich mit der üblichen Beklopptheit hier weiter. :-)