52 Bücher, Woche 34

 

Liebe Bücherwürmer, Bücherratten, Bücherhunde, Bücherkatzen, Büchermonster und alle anderen Bücherkreaturen,

heute beschäftigen wir uns mit einem Thema von Lioman:

Gut behütet.

Ich habe ein Buch über Border Collies von Ursula Birr, und das passt wie die Limetten in den XXL-Caipi, denn Border Collies sind Hütehunde, und ich fühlte mich von Rasputin, seines Zeichens ein Border-Collie-Mix, immer gut behütet. Hat sogar gegen die Zeugen Jehovas geholfen, die mir, als sie ihn, den großen, schwarzen, gefährlichen Hund, die Treppe herunterkommen sahen, ihre Unterlagen in die Hand drückten und sich überstürzt verabschiedeten, noch bevor ich ihnen meine Teufelsfamilie vorstellen konnte. Ja, so ein schwanzwedelnder Höllenhund-Titan mit seinem “oh, Besuch, die knuddeln mich bestimmt, die spielen vielleicht sogar Fußball mit mir, freu-freu!!!”-Gesicht ist einfach unbezahlbar.

Ich vermisse ihn immer noch sehr, meinen Großen.

Stöckchenzeit: Liebster Award ♥♥♥

 

Aufholjagd die 83.: Vor einigen Monaten wurde ich von Joan mit dem liebsten Award beworf… ähm… ausgezeichnet. :-) Wie immer habe ich mich bannig gefreut.

liebsterblogaward

Dafür also erst mal ein richtig fettes

DANKE!

Und nun zu den Pflichten, die damit verbunden sind, es gilt, neben der Danksagung 11 Fragen zu beantworten. Da Joan eine ganz Schlaue ist, hat sie einfach Muriels Fragen übernommen. Los geht das:

1. Wie bist du zum Bloggen gekommen? Ich hatte mal wieder Lust, mehr zu schreiben und außerdem nebenher eine kleine Welteroberung durchzuführen. Was böte sich da mehr an als zu bloggen?

2. Welcher deiner Blogposts ist dein persönlicher Liebling? Ha, total praktisch, dass ich eine ähnliche Frage gerade vor kurzem beantwortet habe! Aber andererseits wäre es ja langweilig, wenn ich schon wieder auf den schönen Raspu-Artikel und das durchgeknallte Määäädchenstöckchen hinweisen würde, oder? Darum nehme ich dieses Mal diesen Artikel, der Nelly in der WEZ und im Elite-Team Willkommen heißt.

3. Hast du durch dein Blog schon besondere Dinge erlebt, die ohne es vermutlich nie passiert wären? Ja, ich habe tolle Menschen kennengelernt. Das ist mir zwar auch ohne Blog schon passiert, aber eben nicht DIESE Menschen. Wer kennt schon einen Krötengeneral, die berühmte Schauspielerin Isi, künftige Bestsellerautoren wie Windsprite und Ralph, Frauchen und Herrchen von tollen Hunden etc. pp…. auf einen Haufen?

4. Für wen bloggst du? Für die Welt! Darunter mache ich es nicht! Groß denken, groß handeln! :twisted:

5. Welches der Blogs, denen du folgst, hasst du am meisten? (Die Softies unter euch dürfen auch gerne schreiben, welches sie am wenigsten mögen.) Hm, Hass ist viel zu viel gesagt, aber “Matz ab — der HSV Blog” ist häufig ziemlich nervig. Warum ich das Ding trotzdem lese? Manchmal erfährt man auch was… Und das Lesen der Kommentare hilft ganz enorm beim Einschlafen, falls man diesbezüglich Probleme hat.

6. Findest du Inselfragen auch so doof wie ich? Zumindest ist die Frage nicht mehr so besonders originell, und ich finde es mühsam, mich auf genau 3 Dinge (oder 10) zu beschränken…

7. Wenn du entscheiden dürftest, welches Buch, Spiel oder anderes Medium verfilmt werden soll, welches würdest du wählen und wer sollte das Drehbuch schreiben? Ich möchte einen Scheibenweltroman mit Rincewind verfilmt sehen, und Bernd das Brot soll die Hauptrolle, also Rincewind, spielen. Außerdem möchte ich, dass Isi in einem möglichst langen Film die Hauptrolle spielt, Thema ist dann eh völlig egal, Drehbuchautor auch, Isi wird den ganzen Film retten.

8. Welches Videospiel hat dich am meisten beeindruckt? Videospiel? Gehen da auch Computerspiele, also so was wie “Bernd und die Unmöglichen”, was ich jetzt gern genannt hätte, das aber neulich, als ich es installieren wollte, einen Installationsfehler auf den Monitor zauberte, und mich damit erst mal mangels Zeit und Nerv, mich damit zu beschäftigen, dazu brachte, einen neuen Versuch auf später zu verschieben. Also auf den Urlaub. Erwähnte ich schon, dass ich nur noch 4 Arbeitstage habe und dann endlich

URLAUB!!!!!!!!

9. Wenn du mit einer fiktiven oder realen, lebenden oder toten Person ein Bier/Kaffee/Tee/sonstwas trinken und gemütlich quatschen könntest, wen würdest du wählen? Jemanden, der viel erzählt, damit ich nicht so viel reden muss. Bernd das Brot wäre also wohl eher nicht so geeignet. Dann eben Briegel oder Chili… Nach ein paar Minuten ist das Geplauder dann eh vorbei, weil irgendwas explodieren wird…

10. Was hältst du eigentlich von Terry Pratchett? Ich habe ihm ein eigenes Motto in meinem Bücherprojekt gewidmet. Also ist die Antwort: Sehr viel.

11. Welchen deiner eigenen Blogposts magst du am wenigsten? Wie, sind die nicht alle toll, herausragend, fantastisch? Dann muss ich mal eben ins Archiv gehen… So, der hier ist irgendwie nicht dolle. Ob es nun der ist, den ich am wenigsten mag, weiß ich nicht, da ich ja eh mittlerweile das meiste, was ich hier verzapft habe, vergessen habe. :-)

So, weil ich ja auch voll fett schlau bin, übernehme ich ebenfalls einfach die Fragen von Muriel. So kommen die Fragen mal ein bisschen in der Welt rum, ist doch nett von mir, woll?

Ich nominiere dieses Mal ganz andere Leute als sonst. Keine Ahnung, ob sie Stöckchen und Awards mögen, ansonsten einfach liegen lassen:

Eigentlich sollte man mindestens 5 nominieren, aber ich bin ein alter Rule Breaker!

 

Der Beweis!

Neulich beteiligte ich mich an einem dieser hochseriösen Tests im Internet. Man muss immerhin 10 bis 11 Fragen beantworten, dann weiß man, in welcher Stadt man am liebsten leben würde (bei mir kam New York heraus, ganz klar, deswegen lebe ich ja auch im ländlichen Randgebiet von Hamburg und habe extra ein Domizil mit Garten erstanden, weil ich Hochhäuser und viel Krach und möglichst wenig Grün so gerne habe… NY eben. Bedarf es noch mehrerer Beweise, dass diese Tests hochzuverlässig sind?), welcher Beruf am besten zu einem passt (Künstler — war ja klar, meine künstlerischen Begabungen können gar nicht hoch genug gepriesen werden, seien es Gesang, Malerei oder Schauspielkunst, ich sag doch, diese Tests sind 1000 ‰ korrekt), und Tiere. Seht her, Ihr ahnt schon, welches Resultat vom Test ermittelt wurde:

IchbineinDelfin_wtf

Ich bin also:

  • intelligent
  • mit der Welt im Einklang
  • sehnsüchtig nach Liebe von allen
  • offen für Neues
  • erfolgreich in vielen Bereichen

Ja, stimmt alles totaaaaaal! Außer das mit der Intelligenz, dem Einklang, der Sehnsucht, von allen geliebt zu werden (wer möchte denn bitte schön z. B. von Berlusconi geliebt werden, örgs, hat jemand einen großen Kübel da, mir ist gerade übel), der Offenheit und dem Erfolg. Aber sonst ist ALLES richtig!

Außerdem schreibe ich nach wie vor “Delphin”! So! Das musste noch raus.

Als Tier wäre ich ein Werwolf, DAS gefällt mir! Ich reiße meine Opfer. :-D

Werwolfmuahahahahaha

Völlig unpassend:

Knutschiwutschi

Wer Interesse an abgetrennten Gliedmaßen hat, kann mich gerne so nennen. Verdammt, ich hatte so gehofft, dass ich Puschelwuschel oder ähnliches bekommen hätte. So langsam beschleichen mich doch leise Zweifel, was diese Tests betrifft. ;-)

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Ein Vampir bin ich im Nebenberuf also auch noch. Nachts am produktivsten und absolut kein Morgenmensch, das kann ich gelten lassen. Dafür bekommt der Test 10 virtuelle Limetten von mir. Aber was ist dieses attraktiv und Charme, von dem da gesprochen wird? Dass ich durch mein Aussehen (meistens) bekomme, was ich will, streite ich nicht ab. Die Menschen tun gemeinhin viel, um möglichst schnell meinem Anblick entkommen zu können.

Hm, hm, hm… Dabei hatte ich auf die Frage, wann ich am produktivsten bin, mit “nachts” geantwortet:

WTF

Meine produktivste Zeit soll also der frühe Morgen sein — na ja, im Urlaub bin ich schon mal bis halb vier, vier wach, da dämmert es im Sommer schon so langsam, insofern lasse ich das mal gelten. Und erste im Büro — ja, die erste, die müde wird, das kann gut sein.

Das hier passt wenigstens ein bisschen zu einer Weltherrscherin:

Kleopatra

Möchtet Ihr auch diese wissenschaftlich fundierten Tests durchführen? Dann hier entlang, bitte.

Und da war doch noch ein …

… STÖCKCHEN in den Entwürfen! Genau. Von Leonie nämlich, und da mir die Fragen gut gefallen, habe ich es mir seinerzeit gegriffen, ich werde es aber dieses Mal nicht weiterschmeißen und mir auch keine neuen Fragen ausdenken, ich bin faul. :-)

1. Weißt Du bereits jetzt, über welche Themen Du in diesem Jahr bloggen wirst oder überlässt Du das eher dem Zufall/der Situation? Ich denke, ich werde dieses Jahr mal was ganz anderes bloggen, nämlich total bekloppte Sachen! Nicht wie sonst immer total seriös.

2. Blogst Du regelmäßig oder nach Lust und Laune? Eher nach Lust und Laune, wobei ich schon versuche, so ca. alle 2 Tage zu bloggen, aber es gab auch schon Wochen, da gab es nur 2 Artikel, und davon war dann einer noch das Bücherprojekt… Manchmal passt es zeitlich einfach nicht, und ich will ja auch nicht, dass mein Blog zum Stressfaktor wird.

3. Wieviel Zeit verbringst Du mit dem Lesen anderer Blogs? Je nachdem ein bis zwei Stunden täglich, denke ich. Es gibt aber auch Tage, da überfliege ich nur, dann geht’s schneller…

4. Wieviel Zeit verbringst Du mit der Herstellung Deiner Artikel? Das ist ganz unterschiedlich. Für die Fotostorys geht richtig viel Zeit drauf, das kann schon mal im zweistelligen Stundenbereich liegen, Fotos schießen etc. gehört dann ja auch dazu. Manche Artikel brauchen auch nur ein paar Minuten, das sind die, wo ich nur mal ein Filmchen einbinde und irgendwohin verlinke…

5. Welches war Dein Lieblingsartikel auf Deinem eigenen Blog? Oha, darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Mal gucken gehen… Den hier mag ich gern, da kommt viel Rasputin und dann auch noch ein puscheliges Eichhörnchen drin vor. (Als ich das schrieb, lebte mein lieber Raspu noch.) Ich mag auch einige der Fotostorys und dann die Artikel, in denen ich von epochalen Geschenken berichte, da freue ich mich immer gleich noch mal, wenn ich so einen Artikel mal wieder lese. (Ja, ich lese tatsächlich hin und wieder ältere Beiträge, sei es über den Zufallsgenerator oder einfach so über bestimmte Tags.) Und das Määäädchenstöckchen wurde von einigen Lesern als sehr lustig empfunden.

6. Welches ist Dein Lieblingsartikel auf einem anderen Blog? Da gibt es nicht den EINEN Artikel, dafür gibt es zu viele epochale Artikel.

7. Wie findest Du neue Blogs (Zufall, dadurch, dass Du gefunden wirst, anders)? Häufig dadurch, dass jemand interessant in einem anderen Blog kommentiert. Dann klicke ich gern mal hin. Und natürlich, wenn neue Leser bei mir kommentieren, da gucke ich natürlich, was derjenige so schreibt… Manchmal gucke ich auch in Blogrolls, wobei das eigentlich eher selten. Was mich zu der Frage bringt, ob ich mit meiner Blogroll nicht eigentlich zu viel Aufwand treibe… Werde vielleicht künftig zumindest die Kurzbeschreibung weglassen. Ganz ohne Blogroll möchte ich nicht, denn Verlinken ist ja generell eine schöne Sache.

8. Wie gehst Du mit dem Like Button um – benutzt Du ihn häufig oder nur vereinzelt? Ich finde das Teil total klasse und ich benutze ihn auch gern, natürlich nur, wenn mir der Beitrag gefällt, aber in den Blogs, in denen ich mitlese, gibt es halt viele schöne Artikel, sonst würde ich da ja nicht mitlesen. :-) Da ich etwas kommentierfaul bin, bin ich froh, über diesen Weg meine Anerkennung zeigen zu können. Schade wäre es, wenn durch den Button die Kommentierfreude nachlassen würde. Das ist bei mir nicht der Fall, denn ich habe halt leider schon immer wenig kommentiert, weil ich oft einfach nur “tolle Fotos” oder “super Artikel” denke, aber das ist als Kommentar etwas dürftig… In dem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass ich Artikel öfter übers Smartphone lese, und um mein Volumen nicht zu verbraten, klicke ich nicht immer direkt in den Artikel, so dass es auch Beiträge gibt, die mir sehr gefallen, aber trotzdem keinen Like-Button von mir bekommen…

9. Kommentierst Du bei anderen Blogs? Die Antwort habe ich ja beinahe schon vorweggenommen. :-) Ja, aber eigentlich zu wenig. Wobei ich in meinem Blog versuche, alle Kommentare zu beantworten und sich häufig auch Dialoge ergeben, das finde ich alles klasse, aber auch das mag ein bisschen eine Ursache dafür sein, dass ich auf anderen Blogs nicht so viel kommentiere, das sind dann teilweise einfach auch mal Zeitprobleme.

10. Hast Du Spam auf dem Blog erhalten und wie gehst Du damit um? Ja, es kommt fast jeden Tag was rein, zum Glück nicht so viel, denn manchmal klatscht Akismet auch richtige Kommentare in den Spam, so dass ich den Mist immer durchgucken muss. Spammer gehen mir auf die Nerven, meinetwegen könnten denen die Finger einfrieren. Sorry, aber wenn man bedenkt, was das für Zeit kostet… Bei E-Mails ist es ja quasi das gleiche Problem, und dann in der Firma hat man den Spaß auch noch mal. Und das nur wegen dieser ganzen Betrugsscheiße. Manchmal sind aber unfreiwillig komische Spams dabei, die verbrate ich dann als Blogartikel. Habe ja sogar einen eigenen Tag dafür: “Spinnerter Spam”. Und unvergesslich war natürlich Roulettchen. Hachz, seufz… (Für Insider. Irgendwann mal wird das auf meiner Inside-Monsterblog-Seite erklärt…)

11. Was ist für Dich das Schönste am Bloggen? Tolle Menschen kennengelernt zu haben. Hier kommt eine Runde scheiß Herzchen für Euch: ♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥

So, wer will, kann das Stöckchen ja einfach mitnehmen, ich finde die Fragen sehr gut, also greift einfach zu, wenn Euch nach Stöckchen ist.

Nelly hat eben eine Winkelspinne erlegt und gefressen. Ürrgs. Die Kleinwildjägerin…

52 Bücher, Woche 33

 

Liebe Lesenden,

eigentlich hatte ich ja diese Woche ein einfaches Motto versprochen, aber als ich so durch meine Liste mit Euren Vorschlägen gescrollt habe, konnte ich mich nicht entscheiden, denn so ganz einfach fand ich die fast alle nicht. Ich blieb dann bei diesem hier vom Krötengeneral hängen:

Neulich

Das lässt ja recht viel Interpretationsspielraum. Da könnte man über etwas berichten, was man neulich gelesen hat oder über ein Buch, das in der Vergangenheit “neulich” gespielt hat.

(Eigentlich wollte ich ja “Schnapszahl” nehmen, immerhin ist das die 33. Projektwoche und die findet auch noch am 22. März statt. Aber so fies wollte ich dann doch nicht sein…)

Was ich “neulich” gelesen habe, kann man hier nachlesen. :-) Da bin ich ja dieses Mal schnell fertig mit der Bearbeitung des Mottos. Dem faulen Monster gefällt das.

Bin gespannt, wie Ihr das Thema angeht.

Liebe Grüße

Eure Projektmuddi

Was war hier eigentlich…

… am 6. März los???

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666 Aufrufe, das klingt ziemlich teuflisch, ist aber vor allem ein ungewohnt hoher Besucheransturm. Ich habe daraufhin mal in die Suchbegriffe geschaut:

 

Suchbegr_060315

Aha, Blobfische, das scheint eine Verschwörung von DENEN zu sein, also von den Blobfischen! Oder hat Miras Haustier nun eine eigene TV-Show? Irgendwas ist da jedenfalls im Busch oder im Gewässer.

Gelandet sind sie hauptsächlich in diesem Artikel, und der ist eher nicht so blobfischfreundlich…

 

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Das Rätsel wäre noch zu lösen, genauso wie die Frage, warum ich in letzter Zeit häufig mehr Besucher aus den USA als aus Deutschland habe. Sind das alles Rahmetten? Okay, liebe Rahmetten, weil wir hier schon lange keinen Rahm-Sahne-Content mehr hatten, bitte schön, nur für Euch!

Rahm_mit_scheiss_Herzchen

Wie man im Hintergrund sieht, setzt auch Rahm nun auf die Kraft der scheiß Herzchen! Das hätte er viel eher tun sollen, dann hätte er gar nicht erst in die Stichwahl müssen. Wollte ja nicht auf seine persönliche Beraterin hören und es statt dessen mit politischen Argumenten versuchen. Wen interessiert denn so was? Liebes bisschen! Heiliges Blobfischteichle, so geht’s nun nicht!

52 Bücher, Woche 32

 

So, mit diesem Artikel melde ich mich zurück. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mit mir gefühlt haben, sei es still oder indem sie mir Nachrichten geschickt haben. Anscheinend verschwinden übrigens manchmal Mails, ich weiß von einem Fall, wo eine Mail nicht ankam. Sollte ich jemandem keine Antwort geschickt haben, heißt das, dass die Mail nicht bei mir angekommen ist, denn ich habe alle Mails beantwortet, also mich in so einem Fall bitte nicht für unhöflich halten…

Kommen wir aber nun zum Bücherprojekt. In diesem Monat gab es leider viele Verluste, so ist auch viel zu jung einer meiner Lieblingsschriftsteller gestorben: Terry Pratchett. Für mich als Scheibenwelt-Fan kann es daher nur ein Thema geben:

Terry Pratchett

Für Leute, die noch nie was von ihm gelesen haben, ist das Thema nicht so toll, aber Ihr könntet natürlich schnell einen Scheibenweltroman lesen. :-) (Oder eines seiner anderen Bücher.)

Für mich ist er aber vor allem untrennbar mit der Scheibenwelt verbunden. Ich habe vor etlichen Jahren brav den ersten Band der Reihe gelesen, “Die Farben der Magie”. Ich weiß gar nicht mehr, wer mich drauf gebracht hat, das ist eigentlich schade, denn ich schulde diesem Menschen viel Dankbarkeit. In “Die Farben der Magie” geht es um Rincewind, den verplantesten Zauberer der Scheibenwelt, der auf Zweiblum, den ersten Touristen dieser Welt trifft… In den ersten Romanen verballhornt Pratchett das Fantasygenre nach Strich und Faden und sehr kreativ, auch hin und wieder etwas albern, aber er entwickelte die Welt weiter und nach und nach nahm er aktuelle Themen auf, dadurch bekamen die Scheibenweltromane mehr Tiefe, selbst philosophische Anwandlungen kamen hin und wieder vor. Bei manchen ernsten Themen passte für mich der typische Scheibenwelthumor nicht so ganz, aber selbst etwas schwächere Scheibenweltromane sind lesenswert.

Meine Lieblinge sind unter anderem die Bücher mit der Stadtwache und den Hexen, hier vor allem die trinkfeste Nanny Ogg, die niemals einen XXL-Caipi verschmähen würde (auch, wenn sie in den Romanen was anderes trinkt, das liegt aber nur daran, dass sie mich nicht kennt, sie weiß ja nicht, was sie verpasst — also jetzt nicht meine Bekanntschaft, aber XXL-Caipi!) und natürlich Oma Wetterwachs, die einfach die Größte ist. Aber auch viele andere Romane sind großartig, u. a. die mit dem Tod, der grundsätzlich in Großbuchstaben spricht. Für mich als künftige Weltherrscherin ist natürlich Lord Vetinari ein interessanter Typ. Der Mann kann anscheinend an 1000 Strippen ziehen, ohne sich zu verheddern.

Noch habe ich einige Romane nicht gelesen, ich habe sie mir extra aufgespart, weil schon abzusehen war, dass Terry Pratchett nicht mehr viele schreiben würde, denn er war an Alzheimer erkrankt. Ich sehe es vor mir, wie der Tod ihn abholte und zu ihm etwas in der Art sagte wie: DEINE ZEIT IST GEKOMMEN, DIE GÖTTER MÖCHTEN GUTE GESCHICHTEN LESEN. (Auf der Scheibenwelt gibt es zahlreiche Götter.)

Zum Glück bleiben uns seine wunderbaren Bücher.

Rasputin 14.03.2006 — 05.03.2015

 

Ich kann nicht schlafen, weil ich so traurig bin. Nie wieder wirst Du mir einen Deiner Lieblingsbälle vor die Füße legen, damit ich mit Dir Fußball spiele, und vor Begeisterung und Ungeduld herumhüpfen, wenn ich nicht schnell genug bin. Und nie wieder werde ich Deine strahlenden Augen sehen, wenn ich Dir einen neuen Ball schenke, was 3 – 4 x pro Jahr vorkam, obwohl Du genug Bälle hattest. Aber Du hast Dich trotzdem immer so sehr gefreut. Und sie nach bestimmten Mustern sortiert. Vor kurzem z. B. noch so:

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Eine Dreiecksform, vielleicht wolltest Du mir den Satz des Pythagoras beibringen? Du warst so klug, dass es mich kaum gewundert hätte, wenn Du auch Mathematik gekonnt hättest. Wie oft hast Du etwas verstanden, was ich gesagt habe, Dir aber nie die Bedeutung explizit beigebracht hatte. Vernünftig an der Leine zu gehen (in der etwas großzügigeren Fellmonstervariante), hast Du in unserem ersten Dänemarkurlaub innerhalb einer halben Stunde gelernt.

Überhaupt, Du und Deine Bälle. Einmal hatte ich aus Versehen einen zu weit in die Elbe geschossen. Du konntest schwimmen, mochtest Dich aber nicht gern zu weit vom Ufer entfernen. Hattest lieber alle Tatzen auf festem Grund. Du warst so traurig, als der Ball immer weiter abgetrieben wurde. Zu Hause gab es dann schnell einen neuen, zum Glück hatte ich meistens eine Reserve, und dann warst Du wieder glücklich.

Wenn das Wetter schön war und wir viel getobt hatten und ich anschließend dachte, ich kann 10 Minuten am Stück lesen, hast Du das meistens anders gesehen, maximal 5 Minuten Ausruhen reichten Dir. Manchmal habe ich versucht, mich durchzusetzen, aber Deine “Drohung” mit einem schmutzigen Ball, den ich nicht so gern auf meinem Buch wiederfinden wollte, hat meistens geholfen. Außerdem — wer kann so einem Blick widerstehen (außer ich, wenn ich das unbedingt fotografisch festhalten wollte)?

Phase 1: Hinlegen, abwarten:

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Phase 2: Noch mal in die Schnauze nehmen, falls Frauchen das Bällchen übersehen hat:

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Phase 3: Niedlich gucken.

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Phase 4: Noch niedlicher gucken, mit einem Schuss Dringlichkeit dabei:

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Phase 5: Den Ball auffordern, sich selbst zu werfen:

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Phase 6: Noch ein Versuch mit dem niedlichen Blick:

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Phase 7: Anrufen höherer Mächte:

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Aber meistens habe ich natürlich schneller reagiert und mit Dir gespielt.

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Du warst auch mein kleines Knuddelchen. (Ja, 45 kg, aber ich habe Dich oft “mein Kleiner” oder “Zwerg” genannt.) Ich finde Selfies doof, aber hier hattest Du Dich so lieb rangekuschelt:

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Überhaupt warst Du immer sofort da, wenn ich traurig war und hast Dich rangekuschelt oder bist halb, mit den Vorderbeinen, auf meinen Schoß gesprungen.

Abends, wenn es Deiner Meinung nach Zeit war, ins Bett zu gehen, hast Du mich gerufen, denn Du wolltest, dass ich mitkomme, um Dich zu knuddeln. Du hattest so einen bestimmten Ton, eine Mischung aus Jaulen und Bellen, mit dem Du mich gerufen hast. Und wenn draußen Martinshorn ertönte, hast Du nicht einfach gebellt, sondern geheult wie ein richtiger Wolf. Das hattest Du damals, als Du noch neu bei uns warst, auch Molly beigebracht. Erst bellte sie nur, aber nach einigen Wochen heulte sie ebenfalls wie ein Wolf.

Du hast auch Deine Kausachen oft eingebuddelt wie ein richtiger Wolf, und nach einigen Wochen hast Du dann das Schweineohr schön aufgeweicht wieder ausgegraben, gründlich die Erde abgeschüttelt und genüsslich vertilgt.

Zu Molly und Nelly warst Du immer so lieb und vorsichtig. Das war wichtig, immerhin warst Du 4 x so schwer wie Nelly, und sie hat Dir beim Toben ganz schön zugesetzt, aber Du hast meistens geguckt, als wolltest Du sagen: “Oh, war da ein Windhauch?”

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Gebettelt am Tisch hast Du nie, Du lagst brav unter dem Tisch, aber wenn es Kartoffeln oder vor allem Nudeln oder Spaghetti gab, hast Du mich im Liegen durch Stupsen (die Grenzen zu energischen Tritten waren manchmal fließend, ich sage nur blaue Flecke, aber Du musstest ja auch ab und zu Deinem Spitznamen “Höllenhund-Titan” gerecht werden) daran erinnert, dass Du diese Sachen auch gern magst.

Du fehlst mir so, kein schwarz-weißer Blitz mehr mit Ball im Maul, der an mir vorbeizischt, sobald ich nach Hause komme. Begrüßung ist später, erst mal flitzen. Das war Dein Motto. Und besonders leid tut es mir, dass Nelly nicht viel Zeit mit Dir hatte, sie hat so gern mit Dir gespielt und gerade jetzt, wo der Frühling kommt, wäre dafür noch mehr Zeit gewesen, denn bei diesem Matschwetter hast Du nicht gern getobt.

Ich hoffe, dass Du gern bei mir gelebt hast, auch wenn ich nicht das perfekte Frauchen für Dich war, aber ich habe Dich sehr geliebt. Danke für beinahe 9 wunderschöne Jahre.

Dein Frauchen

Hier ist erst mal Pause, auch das Bücherprojekt fällt diesen Sonntag aus.

Kommentarfunktion habe ich ausgeschaltet, bitte auch unter andere Beiträge keine Kommentare, ich werde nun versuchen, zur Ruhe zu kommen. Es kam alles so plötzlich und viel zu früh, aber wenigstens musste er nicht lange leiden.

Ab sofort… 

Caipi nur noch in großen Schüsseln! Vergesst die läppischen Halblitergläser! Hier Spezialanstaltscaipi:

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Am besten schon vorm Frühstück, damit in der Anstalt alles im limettengrünen Bereich ist… Ich dreh hier nämlich bald durch! Hier muss irgendwo ein Gehirnfressermonster aktiv sein, das kann ansonsten nicht real sein!

–live aus der Anstalt 

PS: Bloggen aus der Anstalt ist von der Blogpause ausgenommen.