Leseeindruck: „Der elektrische Mönch“ von Douglas Adams

Worum geht es?

Laut Inhaltsangabe um ein Geister-Horror-Wer-ist-der-Täter-Zeitmaschinen-Romanzen-Komödien-Musical-Epos“. Und ja, das kommt auch alles vor, mehr oder weniger.

Wie hat es mir gefallen?

Hätte mich jemand gefragt, wer so ein neues Genre schaffen könnte, hätte ich geantwortet, entweder Terry Pratchett, Walter Moers oder eben Douglas Adams.

Doch leider habe ich mich über weite Strecken gelangweilt. Das Buch lag ewig teilgelesen hier herum, ab und zu habe ich mich aufgerafft, um wieder mal ein, zwei Kapitel weiterzukommen, um es dann wieder Wochen beiseitezulegen. Und das bei einem Douglas-Adams-Roman! Zwischendurch nahm die Handlung mal etwas Fahrt auf, aber das vorherrschende Gefühl bei mir war: Plätscherplätscherplätscher. Auch mit den Protagonisten, obwohl skurril, wurde ich nicht richtig warm.

Ich kann dafür nur 3 Caipi-Gläser vergeben, sorry. (Nur, um noch mal darauf hinzuweisen: Meine Eindrücke sind subjektiv, ich habe keine Ahnung von angemessenen Rezensionen und Kriterien der Qualitätseinschätzung, das ist hier alles frei Monsterschnauze, also möge sich kein Fan angegriffen fühlen, übrigens verehre ich Douglas Adams für die Anhalter-Reihe sehr.)

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Bei Amazon sind viele begeistert, vielleicht fehlt mir einfach nur der Zugang zu einem eigentlich großartigen Buch? Will ich nicht ausschließen. Oder hatte ich eine zu hohe Erwartungshaltung aufgrund der Anhalter-Romane?

Lieblingscharakter

Das Pferd. 🙂

Das Cover

Ihr seht es ja selbst. Nicht richtig schlecht, aber in Begeisterungsstürme brechen weder die Dirndl-Zenzi noch ich aus.

Zahlen, Daten, Fakten

  • Taschenbuch: 284 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453199081
  • ISBN-13: 978-3453199088

Erfüllte Aufgabe bei Daggis Buchchallenge

Nr. 49, ein Buch, das Dir geschenkt wurde. Nämlich von der Wunderbaren Welt des Wissens, deren Blog leider zurzeit brachliegt. Es scheint so, als verlieren wir ein weiteres großartiges Blog an Twitter, aber was will man machen.

 

Leseeindruck: „Ein Teufel zu viel“ von Ralf H. Dorweiler

Worum geht es?

Hier haben wir den zweiten Band rund um Rainer Maria Schlaicher. Auch dieses Mal wird er gegen seinen Willen in eine Mordssache hineingezogen, die dieses Mal besonders teuflisch ist, und dann kommt noch sein Vater zu Besuch. Auch sonst geht einiges schief, ein Leben wie ein permanenter Montag … Trotzdem immer treu an seiner Seite: Basset Dr. Watson.

Wie hat es mir gefallen?

Basset-Content! 5 XXL-Caipigläser! Wenn ich überhaupt Haare in der Suppe gefunden habe, dann, dass mir dieses Mal etwas zu viel alemannischer Dialekt vorkommt, das ist etwas anstrengend zu lesen. Wenn auch wenigstens nicht ganz so unverständlich wie die französischen Teile in „Felix Krull“. Ich hasse es, wenn in Büchern eine Sprache, die ich nicht verstehe, verwendet wird, aber wir wollen jetzt nicht großartig abschweifen.

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Lieblingscharakter

Logo wieder Dr. Watson, wer denn sonst?! Basset-Power!

Das Cover

Basset schön im Vordergrund, so muss das!

Zahlen, Daten, Fakten

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Emons Verlag; Auflage: 1 (September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 389705518X
  • ISBN-13: 978-3897055186
  • Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 2,2 x 20,6 cm

Erfüllte Aufgabe bei Daggis Buchchallenge

Nr. 53, ein Buch mit weniger als 300 Seiten

Leseeindruck: „Fever Pitch“ von Nick Hornby

Endlich mal wieder ein Beitrag zu Daggis toller Challenge!

Worum geht es?

Dieses tolle Buch schlummerte auf einem meiner ältesten SuBs — bis meine Therapeutin irgendwann sagte, dass es Parallelen zu meiner Situation gäbe. Der Autor kam nämlich über seinen Vater zu seinem Fußballverein, und seine Eltern waren auch geschieden. Daraufhin wühlte ich endlich in den Tiefen meines Bücherregals und zog das vollgestaubte Buch heraus. Es ist eines der Fußballbücher überhaupt und beschreibt die Beziehung des Autors zu Arsenal London. Wer glaubt, dass Fußballfans nicht alle Limetten im Glas haben, den dürfte dieses Buch bestätigen. Beleuchtet werden die Jahre 1968 bis 1992, also eine Zeit, in der der Profifußball noch nicht ganz so durchkapitalisiert wie heute war, wenn auch in den 90ern schon deutliche Anzeichen sichtbar waren. Eine Art Autobiographie im Schatten des Arsenal Stadiums in Highbury (mittlerweile abgerissen).

Wie hat es mir gefallen?

Beruhigend zu wissen, dass der Typ in Sachen Fußball ja noch viel mehr einen an der Marmel hat als ich! Ganz bestimmt. Okay, er wird wohl nicht gerade, so wie ich, Helene Fischer hören, weil er dem Fußballgott ein Opfer bringen muss, auch wird er nicht die „Biss…“-Reihe lesen, weil er ein Opfer… wisst schon. Auf einmal stehst Du da und lachst mich an, in meinem Kopf ist eine Achterbahn … Ja, danke, Helene, hört sich an wie der Song zum HSV-Fan-Dasein (danke, Dad), oder? Jedenfalls war Hornby bei ca. 87 Millionen Auswärtsspielen dabei, Heimspiele sowieso alle, da kann ich nicht mithalten, ich scheue die geballte Ansammlung von Menschen auf engem Raum zu sehr. Das Buch hat mir gut gefallen, klar, ist ja Fußball. Leider konnte ich mit den meisten Namen nichts anfangen, bin halt im englischen Fußball nicht sehr bewandert (klar, Kevin Keegan, der wurde auch ein paar mal genannt, den kenne ich natürlich!), dafür kann der Autor aber nichts.

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Hach ja, Caipi, der dreimonatige Verziche darauf ist ein weiteres Opfer an den Fußballgott, aber sonst bin ich ganz normal!

Lieblingscharakter

Der Autor selbst. Fußballbekloppter im Geiste.

Das Cover

Rot mit einem Jungen im Fußballdress drauf. Passt.

Zahlen, Daten, Fakten

„Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten“ (Sepp Herberger)

  • Taschenbuch
  • Verlag: Köln : Kiepenheuer und Witsch (1999)
  • ASIN: B0043SGW2A
  • 335 Seiten
  • Alte Ausgabe, mittlerweile gibt es eine Neuübersetzung

Erfüllte Aufgabe

Nr. 2: ein Buch mit einem überwiegend rosa oder roten Cover

Es zieht uns dahin, wo das Leben spielt … Der Weg ist unser Ziel … Die Sonne steht so hoch wie nie … Ja, danke, Helene, ist die halbe Stunde bald rum?

Fischige Grüße von Eurer künftigen Weltherrscherin

 

Heute ist der 10. Juli 2017

 

Ist das nicht toll? Wisst Ihr, was heute vor 9 Jahren war?

Da wurde dieses Blog geboren! Hier ist der erste Artikel. Entstanden aus der Idee, mal wieder mehr zu schreiben, ohne sich wirklich mit Blogs genauer auszukennen.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Blogspot, doch schon nach relativ kurzer Zeit zog es mich zu WordPress. Dort entstand mein erster Welteroberungsblog, den ich nach einigen Jahren aus Gründen, die hier nichts zur Sache tun, beendete. Ich hielt es aber nicht lange ohne die Bloggerei aus, und so kam es zum Monstermeuten-Blog, der sich eigentlich vom Welteroberungsblog unterscheiden sollte, es aber außer bei der Struktur (Kategorieren, Tags) nicht wirklich tut.

Da ich nach und nach fast alle alten Artikel in dieses Blog übernehme, auch wenn dieses Projekt aus Zeitmangel zurzeit leider ruht, gilt auch für dieses Blog also das Geburtsdatum 10. Juli 2008. Somit wird es heute 9 Jahre alt, das kleine bekloppte Baby, das mir ein so schönes Hobby geworden ist und durch das ich einige interessante, besondere Menschen kennenlernen durfte.

Da ich die Bloggeburtstage meistens vergesse und mir das vermutlich auch nächstes Jahr wieder passieren wird, dachte ich mir also vor ein paar Wochen: Feiere das doch mal ordentlich — ohne Caipi (Opfer an den Fußballgott), dafür aber mit einem Gewinnspiel. Ich erzählte davon Heidi, und sie spendete sofort ein irre tolles Buchpaket:

(Gebraucht, aber in sehr gutem Zustand.)

Horst Evers geht ja sowieso immer. „Die sonderbare Buchhandlung…“ soll auch ein sehr schönes Buch sein, und die anderen Werke hören sich ebenfalls unterhaltsam an. Nelly und Socksi möchten vor allem, dass die „Sachkunde für Hundehalter“ schnellstens die WEZ verlässt, sie haben Angst, dass ich auf merkwürdige Ideen kommen könnte. So abwegig ist das nicht, ich googele ja auch nach Trump-Fanfiction (inspiriert von Dergl, aber sie konnte natürlich niemals ahnen, dass ich SO bekloppt bin). Es gibt übrigens durchaus einige Trump-Storys, gern wird das Pairing Trump/Putin literarisch verarbeitet, wer mehr wissen will, muss selbst googeln, ich habe mich nach der Lektüre zweier kurzer Kapitel von diesem Themenkomplex verabschiedet. Wo war ich? Ach ja:

Danke, liebe Heidi!

Ich habe noch ein neues, ungelesenes Buch dazugepackt:

Ein sehr spannender Krimi mit einigen Ehrerbietungen an alte Detektivschmöker. Hinter Robert Galbraith verbirgt sich übrigens niemand Geringere als Joanne K. Rowling.

Das ist also ein Preis. Ich wollte aber noch etwas ein bisschen Durchgeknallteres, weil das hier ja ein Beklopptiblog ist.

Die meisten von Euch haben schon meine Buchlinge gesehen:

Die sind mit Liebe gehäkelt (nicht von mir!) und gibt es so nirgends zu kaufen. Hier also der nächste Preis: Wer ihn gewinnt, darf sich aus folgenden Farben zwei aussuchen, ein Häkelgenie wird daraus einen Buchling fertigen:

Das ist kein bekloppter, sondern ein epochaler Preis. Wer unbedingt etwas Beklopptes haben möchte, dem biete ich zusätzlich zu diesem Preis zwei, drei meiner berüchtigten selbstgefertigten laminierten Lesezeichen an. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie ein Format haben, das alles, aber nicht lesezeichengerecht, ist, außerdem sind sie krumm und schief ausgeschnitten. Manchmal ist sogar noch ein merkwürdiger Text mit drauf.

Wir fassen also zusammen: Es gibt zwei epochale Preise: Das monstermäßige Bücherpaket und den großartigen Buchling (optional mit pfuschigen Lesezeichen dazu).

Ein kleines bisschen was müsst Ihr dafür tun, ist aber nicht schlimm. Ihr kennt ja meine Nelly. Sie liebt es, Dottis in den Garten zu schleppen. Hier sehen wir die beiden plus Dottis und sogar einer Schlange. (Klick vergrößert das Foto, lohnt sich.)

Hin und wieder legt sie die Dottis so hin, dass es einer geheimen Symbolik gleicht. Ich glaube, ich bin da einer großen Sache auf der Spur! (Die hat sie wirklich selbst so hingelegt. Der Graben stammt ebenfalls von Firma Nelly Tiefbau & Co. KG.)

Nun ist es so, dass Nelly die Dottis raus-, aber so gut wie nie  wieder hereinschleppt. Das heißt für mich also, einmal wöchentlich Dottis zusammenzusuchen und ggf. auch in die Waschmaschine zu stopfen.

Und jetzt das Rätsel: Wie viele Dottis befinden sich in diesem Korb? Bedenkt bitte, dass sich unter dieser Schicht noch weitere Dottis befinden könnten, Ihr seht nicht die Tiefe des Korbes, in der die guten Stücke liegen. Es reicht also nicht, nur die sichtbaren zu zählen.

Die Regeln sind einfach: Wer der Wahrheit am nächsten kommt, darf sich einen der Preise aussuchen, der zweite Sieger bekommt den anderen (wenn er möchte — wenn er sagt, das ist nix für ihn, spendiere ich ihm einen 10-EUR-Gutschein eines Onlineshops nach Wahl und spende 20 Euronen an Stray Dogs Bosnien, dafür behalte ich den Buchling oder das Bücherpaket einfach selbst 🙂 ). Bei mehr als zwei Gewinnern entscheidet das Los. Schreibt Euren Tipp einfach in die Kommentare, jeder darf nur einen Tipp abgeben, und Rateschluss ist Freitag, der 14.07.2018.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und andere krumme Wege auch. 🙂

Die Preise sind recht buchlastig, obwohl dieses kein Buchblog ist. Nelly wollte nicht, dass ich einen ihrer Dottis verlose, sonst hätte es noch einen weiteren Preis gegeben. 😉

Viel Spaß beim Raten, und wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr einen Caipi auf das Monsterblögchen trinken. Ich darf ja nicht …

Leseeindruck: „Der mit dem Scheich tanzt“ von Stefan Bauer

Gaaanz toll und konsequent: Als ich mich dieses Jahr für die Challenge anmeldete, war ich wild entschlossen, fertig gelesene Bücher sofort zu verbloggen. Nun liegen hier schon wieder vier Exemplare, die nach einem Leseeindruck schreien… Egal, meine Inkonsequenz ist ja bekannt.

Kommen wir also zum Thema.

Worum geht es?

Der Autor (Stefan Bauer ist ein Pseudonym, keine Ahnung, wie sinnvoll das ist, weil in dem Buch mehrere Fotos von ihm sind) geht für ein Jahr als Paramedic nach Saudi-Arabien.

Wie hat es mir gefallen?

Wer nicht gerade unter einem Stein lebt, weiß zumindest grob über die Verhältnisse in Saudi-Arabien Bescheid, insofern überraschten mich die meisten Schilderungen nicht; einiges war trotzdem hart zu lesen, wenn es auf Einzelschicksale runtergebrochen wird. Aber Saudi-Arabien ist ja unser Best Friend in der Region, viele Waffenbestellungen machen es möglich, da ist es dann auch einfach mal nicht sooooo schlimm, dass dort gefoltert wird, es öffentliche Hinrichtungen gibt und mehrere Bevölkerungsgruppen so gut wie keine Rechte haben (Frauen, Gastarbeiter…). Tja, Syrien, vielleicht hätten große Waffenbestellungen bei US-amerikanischen Firmen geholfen?

Aber genug Zynismus. Der Autor beschreibt auch persönliche Aspekte, so dass wir eine gute Mischung zwischen medizinischen Einsätzen und seinem Privatleben haben. Zum Schluss merkte ich dann bei mir aber doch, dass es mit den medizinischen Notfällen so langsam genug war, zumal ziemlich am Ende ein äußerst furchtbarer Vorfall geschildert wurde. Für ganz schwache Nerven ist das Buch nichts… Es gibt aber auch schöne Momente, und es kommt auch nicht die ganze Bevölkerung des Staates schlecht weg. Bin mir trotzdem sicher, dort nie hinzuwollen, das wusste ich aber schon vorher.

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Lieblingscharakter

Der Autor selbst. Er hat einem Welpen das Leben gerettet, wie könnte ich ihn nicht mögen? Auch sonst spürt man, dass er seinen Job mit Herzblut ausübte und ein sehr mitfühlender Mensch ist.

Das Cover

Vielleicht geht es nur mir so, aber so ein bisschen sieht das Cover nach orientalischer Herrlichkeit aus, von der bekommt man aber nicht so viel zu lesen, was auch daran liegt, dass der Autor seine Einsätze hauptsächlich in einer armen Gegend absolvierte. Eigentlich kein schlechtes Cover, für meinen Geschmack aber in Hinsicht auf den Inhalt etwas zu verspielt.

Zahlen, Daten, Fakten

  • Broschiert: 336 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover) (8. Oktober 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785725515
  • ISBN-13: 978-3785725511

Erfüllte Aufgabe

Nr. 60: „Ein Buch das jemand für Dich bestimmt hat – Du wählst drei bis fünf Bücher aus, fotografierst oder stellst sie anderweitig auf Deinem Blog vor und lässt Deine Leser abstimmen, welches Du als nächstes lesen sollst.“ Ja, Ihr erinnert Euch vielleicht noch dunkel an die Abstimmung von vor drölfhundert Tagen. Das Buch war übrigens ein Geschenk meines Lieblings-Krötengenerals.

 

Leseeindruck: „Lunapark“ von Volker Kutscher

Worum geht es?

Das ist der 6. Fall von Gereon Rath, dem Kommissar, den es von Köln nach Berlin verschlagen hat. Wir schreiben das Jahr 1934, SA-Männer werden ermordet, die Mordkommission muss nun mit der Geheimen Staatspolizei zusammenarbeiten… Ehemalige Gangsterbosse spielen ebenfalls eine Rolle.

Wie hat es mir gefallen?

Ich finde die Romane um Gereon Rath sehr spannend, mittlerweile sind sie, was nicht weiter verwunderlich ist, sehr düster geworden. Die, die noch zur Weimarer-Republik-Zeiten spielten, ließen zumindest hier und da mal eine gewisse Leichtigkeit durchschimmern. Man sollte die Romane unbedingt in der Reihenfolge des Erscheinens lesen, der erste Band heißt „Der nasse Fisch“.

Ja, auch dieser Roman war wieder sehr lesenswert, streckenweise sehr brutal, das ist aber, wenn man die Zeit bedenkt, leider sehr realistisch.

Eine bestimmte Szene hätte trotzdem nicht sein müssen, oder vielleicht doch, aber sie hat mich sehr mitgenommen, ich kann da aber nicht näher drauf eingehen, um nicht zu viel zu verraten.

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Lieblingscharakter

Charly, Raths Frau. Politisch hat sie weitaus mehr Durchblick als ihr Mann, der allerdings weit davon entfernt ist, ein Nazi zu sein, die Nationalsozialisten aber sehr unterschätzt. (Was auch realistisch ist, so ging es ja vielen.)

Das Cover

Ich mag die historischen Schwarz-Weiß-Fotos, sie sind sehr passend.

Daten, Fakten, Zahlen

  • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch (10. November 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462049232
  • ISBN-13: 978-3462049237
  • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 4,5 x 22,2 cm

Erfüllte Aufgabe

Nr. 35: „Ein Buch das 2016 erschienen ist.“

 

Leseeindruck: „Toller Dampf voraus“ von Terry Pratchett

Ähm, ja, toll, Ihr Buchlinge, man sieht ja kaum was vom Cover! Geht mal einen Caipi trinken! Ach so, Ihr trinkt ja nur Wasser…

Ja, schon besser. Keine Angst, der schräge Vogel hat die Buchlinge nicht gefressen. Natürlich heißt einer meiner Buchlinge Terry Pratchett, das ist ja wohl klar! Wer nicht weiß, was Buchlinge sind, darf das gern hier nachlesen. Noch besser wäre es, sich schnell das Buch „Die Stadt der Träumenden Bücher“ zu besorgen. Jetzt aber zur Sache.

Worum geht es?

Der vorletzte Scheibenweltroman… Ein junger Ingenieur erfindet eine Dampflokomotive. Das ist eigentlich total praktisch, weil es schnellere Verbindungen zwischen den Regionen ermöglicht. Einige traditionelle Zwerge finden das alles aber weniger schön, da es ihrem Gott nicht gefällt, das glauben sie zumindest, also gehen sie den Weg vieler Fanatiker und wenden Gewalt an…

Wie hat es mir gefallen?

Ich gebe es zu: Ich vermisse ein bisschen den schrägen durchgeknallten Humor, der die früheren Scheibenweltromane auszeichnete. Auch fehlen diesem Roman etwas die überraschenden Wendungen. Ansonsten aber ein typischer Pratchett, der zeigt, wie wichtig Toleranz, Frieden und das Aufeinanderzugehen sind. Gut auch die Schilderungen, wie ein fanatischer Zwerg es schafft, Hass zu säen und das Gift auch in Hirne von Zwergen träufelt, die andererseits wohl skeptisch, aber friedlich geblieben wären. Man braucht nur die Nachrichten einzuschalten, um zu sehen, wie aktuell das alles auch in unserer Welt ist.

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Lieblingscharakter

Als künftige Weltherrscherin schaue ich mir natürlich genau an, wie Lord Vetinari es so gut wie immer schafft, die richtigen Entscheidungen zu treffen…

Das Cover

Dampflok, passt und sieht recht schick aus.

Zahlen, Daten, Gedöns

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (19. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442484537
  • ISBN-13: 978-3442484539
  • Originaltitel: Raising Steam

Erfüllte Aufgabe

Nr. 54: ein Buch mit mindestens 400 Seiten

 

Leseeindruck: „Die kluge Katze baut vor“ von Rita Mae Brown

 

Foto vergessen und jetzt auch keine Lust, eins zu knipsen. Hier könnt Ihr sehen, wie das Cover aussieht.

Worum geht es?

Das ist schon der 14. Band der Krimireihe mit der schlauen Tigerkatze Mrs. Murphy und ihren Freunden. Ohne die Tiere wäre ihr Frauchen Mary Minor Haristeen, genannt Harry, völlig aufgeschmissen.

In Crozet, Virginia, wird unter anderem Wein angebaut. Die Ritter der Reben sind sehr ehrgeizig, und wie es sich für einen Krimi gehört, geschieht ein Mord. Es bleibt nicht der einzige… Die ewig neugierige Harry mischt sich ein, gut, dass sie Mrs. Murphy, Pewter (eine pummelige Katze) und Tucker (eine Corgihündin) hat. Die Ereignisse werden mal aus Sicht der Menschen (hauptsächlich Harry) und mal aus der der Tiere geschildert.

Wie hat es mir gefallen?

Tja… Die ersten Romane aus der Reihe mochte ich sehr gern. Sie waren humorvoll und haben den Charakter der Kleinstadt gut eingefangen. In den letzten Bänden ist der skurrile Charme etwas verlorengegangen. In diesem Roman wird auch vieles, was eigentlich total nebensächlich ist, sehr detailverliebt geschildert, einiges dreht sich logischerweise um den Weinanbau. Wer das interessant findet, wird mit dem Roman vielleicht glücklicher. Mich interessiert das Thema leider nullkommanullgarnicht…

Bis mal Spannung aufkommt, ist der Roman schon fast zur Hälfte vorbei. Die Entwicklung von Harry gefällt mir auch nicht so richtig. War sie in den ersten Romanen noch ein bisschen anders und nicht so sehr in den „Dorfklüngel“ integriert, so ist sie mittlerweile bei jeder Party dabei und allseits anerkannt. Mir fehlen mittlerweile die Ecken und Kanten.

Was immer noch ganz schön ist, sind die Kabbeleien zwischen den Tieren, das ist nach wie vor amüsant zu lesen.

Das Ende kam dafür mit Knalleffekt und riss es spannungsmäßig noch mal etwas raus.

Ich kann mich trotzdem leider nur zu 3 1/2 XXL-Caipigläsern durchringen. (Meine Leseeindrücke sind gnadenlos subjektiv und erheben nicht den Anspruch einer ausgewogenen Rezension, so was kann ich nämlich eh nicht.)

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Lieblingscharakter

Mrs. Murphy, Pewter und Tucker. Also die Tiere. 🙂 In den ersten Romanen hätte ich auch noch Harry mit aufgezählt, aber s. o.

Das Cover

Passt zwar, mir gefällt der Stil allerdings nicht so.

Zahlen, Daten, Fakten

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (13. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548268994
  • ISBN-13: 978-3548268996

Erfüllte Aufgabe

29: „Ein Buch eines Autors, von dem Du bereits mindestens drei Bücher gelesen hast.“ Und ich werde wohl auch noch die weiteren Bücher der Reihe lesen, in der Hoffnung, dass die wieder etwas spannender sein werden.

 

 

Leseeindruck: „Der Mann im Strom“ von Siegfried Lenz

Worum geht es?

Hinrichs ist Taucher, aber zu alt, um seinen Job auszuüben, obwohl es in der Nachkriegszeit mehr als genug für Taucher zu tun gibt. Also fälscht er das Alter in seinen Arbeitspapieren… Nebenbei taucht noch ein zwielichtiger Typ auf, der seine Tochter auf Abwege bringt. Auch heute noch ein aktuelles Thema in einer Zeit, in der Menschen ab einem bestimmten Alter auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr viel zählen. Nur, dass man heute seine Papiere nicht mal so eben fälschen kann… Die gute alte Rasierklinge, sie hilft hier nicht mehr.

Wie hat es mir gefallen?

Das ist Siegfried Lenz, unverkennbar, wie er in einer beinahe kargen Sprache präzise die beklemmenden Stimmungen einfängt. Nicht umsonst gehört „Deutschstunde“ zu meinen Lieblingsbüchern. Und auch dieses hat mir sehr gut gefallen.

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Lieblingscharakter

Kuddl

Das Cover

Ganz schlicht, auch mal schön.

Zahlen, Daten, Fakten

  • Gebundene Ausgabe: 228 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe (1. Januar 1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455042600
  • ISBN-13: 978-3455042603

Erfüllte Aufgabe

Nr. 48: „Ein Buch aus einem Deiner Lieblingsverlage.“ Wer Siegfried Lenz verlegt, muss ja mit zu meinen Lieblingsverlagen gehören. 🙂

Umfrage für Daggis Buchchallenge

 

So, jetzt noch die Umfrage, dann war’s das erst mal wieder mit dem Lesezeuchs. Bald ist auch der Urlaub vorbei, dann wird es eh wieder weniger mit den gelesenen Büchern.

Eine Aufgabe bei Daggis Buchchallege ist es, ein Buch zu lesen, das jemand für mich bestimmt hat. Also auf gut Deutsch: Ihr.

Das hier steht alles zur Auswahl:

Das sind alles Bücher, die ich von tollen Bloggern bekommen habe.

Hier nun die Umfrage:

Ich habe dieses Mal auch „Mehrfachauswahl“ zugelassen. Die Umfrage läuft eine Woche. Bitte beteiligt Euch zahlreich. 🙂