Neulich …

 

… auf der AfD-Bayernseite:

AfDistvollwitzigey

Diese Perle deutscher Witzetechnik ist natürlich mittlerweile von deren Website verschwunden, diese Verp***-Taktik der Rechten kennen wir ja mittlerweile, man muss da gar nicht zwingend nach Großbritannien gucken. Schade nur, dass sie nicht ganz verschwinden, diese ganzen Pegidarmleuchter und AfDeppen. Aber beleuchten wir diesen Humor doch mal genauer.

Der bösen Lügenpresse glaubt also keiner mehr, schon gar nicht, wenn ein Flüchtling mal was richtig gemacht hat, denn: Das gibt es nicht! Flüchtlinge verhalten sich niemals korrekt! Das weiß man doch!1!!11!! Es ist auch so was von egal, dass diese Meldung sogar offiziell von der Polizei NRW veröffentlicht wurde. Lügenpolizei!!! Linksversiffter Bullenverein!!!!!

Ein Flüchtling greift zu Putzmitteln und reinigt seine Unterkunft. Meine Güte! Im Vergleich dazu ist Mario Barth der Loriot der Comedyszene. (Entschuldigung an Loriot, dass ich seinen Namen in einem Atemzug mit Mario B. verwende.)

Claudia Fatima Roth… Ach, kommt, der Witz ist nicht im Keller, dafür musstet Ihr viel, viel tiefer graben. Solche tiefen Löcher buddeln nicht mal alle Hunde der Welt zusammen.

Und nun noch mal für AfDlinge: Wie fändet Ihr denn solcherart Witze über Euch?

AfD-Mitglied …

… findet funktionierende Gehirnzelle, macht davon Gebrauch und tritt aus der AfD aus!

AfD-“Ich will zurück in die Adenauer Zeit”-Sympathisant…

… teilt sich die Haushaltsarbeit gerecht mit seiner Frau!

… liest einen Bericht über die Kriegserlebnisse von Flüchtlingen und entwickelt Mitgefühl, anstatt allen pauschal Asylbetrug zu unterstellen.

Beatrix von Storch …

… entdeckt in Argentinien den mittlerweile 127 Jahre alten Gröfaz und verliebt sich unsterblich. Er möchte sie aber erst nach dem Endsieg heiraten.

Tolle Taktik der AfDämlinge: Erst mal schön Öl ins Feuer gießen und dann schnell weg damit von der eigenen Website, um sich seriös zu geben. Wird schon funktionieren, steht ja jeden Tag leider mehr als nur ein Dummer auf.

So, genug von diesem Verein. Die nächste Woche werde ich in diesem Blog mindestens 4 meiner alten Artikel, die seit über einem Jahr in den Entwürfen dümpeln, veröffentlichen. Und nachher kommt noch ein Leseeindruck, da hänge ich auch schon wieder hinterher.

Beim Blick…

 

… in meinem Spamordner förderte ich eine Mail zutage, die mal wieder zeigt, wie viel Vertrauen mir, der künftigen Weltherrscherin, entgegengebracht wird. Und ich sage Euch: Zu Recht!

von: kalle.rummenigge@cl-sieger.com

an: fellmonster@weltherrscherin.com

Änderung der Regeln in der Champions League

Sehr geehrte Frau Weltherrscherin,

heute trete ich an Sie mit einer Bitte heran, die Sie kraft Ihres Amtes bestimmt sehr leicht erfüllen können und auch sollten, denn Sie lieben Ihr Vaterland bestimmt auch, vor allem den bayrischen Teil davon? Es geht lediglich um eine kleine Modifikation der Regeln. Könnten Sie verbieten, dass der FC Bayern, diese Weltmacht im Fußball, im Halbfinale der Champions League auf spanische Vereine treffen darf?

Ich arbeite bereits an einem Dankesgedicht für Sie! Bestimmt erinnern Sie sich noch an mein beeindruckendes Werk, welches ich damals, ganz in der Tradition der deutschen Dichter und Denker, für den Franzl verfasste?

https://youtu.be/OBlj0x0EvT0

Sie dürfen selbstverständlich mit einem ähnlich brillanten Gedicht rechnen!

Allerherzlichst,

Ihr Kalle Rummenigge

In der Tat erkannte ich die Problematik bereits, bevor Herr Rummenigge diese Mail schrieb, und so konnte ich ihm umgehend antworten.

von: fellmonster@weltherrscherin.com

an: kalle.rummenigge@cl-sieger.com

RE: Änderung der Regeln in der Champions League

Sehr geehrter Herr Rummenigge,

danke für Ihre Mail von neulich, die mein Spamordner aus verständlichen Gründen sofort für sich vereinnahmt hatte, ich fand sie natürlich trotzdem.

Ich sehe das Problem, welches der FC Bayern mit der CL hat, und meine Gedanken gehen in die gleiche Richtung. Ich habe daher bereits eine 100 %ig zuverlässige Lösung gefunden, um den zarten bayrischen Seelen solche dramatischen Halbfinalspiele zu ersparen:

Künftig wird der FC Bayern bereits in der Gruppenphase grundsätzlich gegen folgende Mannschaften spielen:

  • FC Barcelona
  • Real Madrid
  • Atlético Madrid

Ich hoffe, Ihnen hiermit geholfen zu haben und verbleibe mit dirndllosen Grüßen

Felli Fellmonster

(Okay, okay – ich hatte ein klitzekleines bisschen Mitleid mit den Bayernspielern. Sie hätten ein Weiterkommen verdient gehabt, und Atlético ist auch nicht gerade die sympathischste Fußballmannschaft der Welt. Aber andererseits zeigt das alles auch mal wieder, warum mir der FC Bayern unsympathisch ist: Dreimal hintereinander im Halbfinale der CL auszuscheiden, bedeutet immerhin auch, dreimal hintereinander das Halbfinale erreicht zu haben, in Wirklichkeit sogar noch häufiger, davor das Triple und das Jahr davor das Finale dahoam. Trotzdem gilt das, auch wenn die Offiziellen das so nicht äußern, als Versagen. Das Double hat gefälligst Standard zu sein; nur Deutscher Meister oder DFB-Pokalsieger gilt als verkorkste Saison. Als richtiger Erfolg gilt das zusätzliche Erreichen des CL-Finales, alles darunter ist Luschenkram. Nein, das ist nicht mein Verein und wird es auch nie.)

Er ist wieder da…

 

… der Typ mit dem Schnauzer. Nein, nicht der. Der andere. Und er hat ein Buch mitgebracht, irgendwas mit Wunschdenken und warum Politik so häufig scheitert.

Wollen wir uns das wirklich vom Thilo erklären lassen?

Aus dem Wörterbuch:

Sarrazinieren: Den immer gleichen dünngeistigen Abfall in Buchdeckel pressen lassen und dadurch das eigene Konto mit vielen ungeliebten Euros füllen. Setzt eine gewisse Bekanntheit und ein großes Maß an Ignoranz seitens des Verfassers voraus.

Gute Kunde: Wir brauchen das Werk nicht zu lesen. Von der Wunderbaren Welt des Wissens wurde mir folgender Link zugespielt:

http://www.taz.de/!5295134/

Nun sollte man ja eigentlich, bevor man über ein Buch und dessen Verfasser urteilt, das Erzeugnis lesen (oder sich vorlesen lassen – gibt es Sarrazins Bücher als Hörbuch, von ihm selbst vorgetragen?). Aber ganz ehrlich: In diesem Fall kann man getrost eine Ausnahme machen. Wer so einen Stuss von sich gibt (Zitat aus o. g. Artikel kopiert):

„Besonders diskreditiert sind bei Gleichheitsideologen alle Unterrichtsformen, bei denen sich eine Selektion nach der Intelligenz der Schüler und nach dem Bildungshintergrund der Eltern ergeben könnte. Die Gleichheitsideologen möchten offenbar nicht, dass sich die Kinder der Gebildeten und Bessergestellten in ihren eigenen Kreisen bewegen“,

der hat nicht den Anflug einer sachlichen Auseinandersetzung verdient. Chancengleichheit? Fürn Sarrarschin. Upps, sorry, auf der Maus ausgerutscht, sollte “fürn Hintern” heißen. Nicht, dass nun Socksi in seiner Eigenschaft als Botschafter der WEZ einberufen wird.

Noch eine gute Buchkritik: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-04/thilo-sarrazin-wunschdenken

Ja, ja, der Circus ist wieder in der Stadt. (Klick macht etwas größer.)

Zirkusplakat_neu Kopie

PS: Es ist anzunehmen, dass in dem Buch auch wahre Dinge stehen; dass zum Beispiel mit der Bildungspolitik nicht alles zum Besten steht, ist den meisten Menschen eh klar. Auch andere Themen werden von Personen angesprochen, die dankenswerterweise darauf verzichten, irgendwelche qequirlten Herkunftsscheißtheorien unterzumischen, sondern die an einer sachlichen Diskussion und sinnvollen Lösungen interessiert sind.

PPS: Ja, dieser Artikel ist unsachlich. Und? Befinde mich damit in bester Sarrazin-Gesellschaft. Smile with tongue out

PPPS: Dranbleiben! Wochenende kommt ein epochaler Artikel. Ich traf einen wirklichen Superstar!

Skandal!

Dieser Sessel hat keine Parkscheibe!!!

2015-11-04 08.50.49

Seehofer, auf geheimen Besuch in Hamburg, rief sofort die Polizei. Gesetz, Zucht und Ordnung müssen sein! Den Korbsessel haben bestimmt die Flüchtlinge dorthin gestellt. Auf einen Baumarktparkplatz! Ohne Parkscheibe! Kennt man ja. Damit sie beim Belästigen und Vergewaltigen gemütlich sitzen können. Fakt. Das können die in ihren Herkunftsländern machen, aber doch nicht in Deutschland! Da sei die CSU vor und die ganzen Bürgerwehren, die sich nun gründen, hauptsächlich bestehend aus Männern, die sich bis dato nicht so wirklich für dieses Thema interessierten, aber wenn deutsche Männer im Karneval oder auf dem Oktoberfest oder auf zweitklassigen Firmenfeiern Frauen begrapschen oder schlimmeres mit ihnen anstellen, ist das sowieso was ganz anderes. Deutsche Männer teilen ihre Frauen nicht mit Ausländern, wo kommen wir denn dahin? Bleibt sowieso schon kaum noch was übrig für die Deutschen, währen die Flüchtlinge 3000 Euro pro Monat bekommen und immer die neuesten Smartphone-Modelle besitzen, es steht im Internet, sogar auf Facebook, also True Story (manchmal bin ich so müde…).

Um mal schnell ein paar ernsthafte Sätze zu dem Thema zu sagen: Wenn zweifelsfrei erwiesen ist, wer die Frauen belästigt oder sogar attackiert hat, und es sich um Asylantragsteller halten sollte, kann man diese einzelnen Personen meinetwegen abschieben, es handelt sich hier nicht um Kavaliersdelikte à la Schwarzfahren. Aber was gar nicht geht: Pauschal alle Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen, nach dem Motto, in deren Kultur sei das ja normal! Es gibt genug Beispiele von Flüchtlingen, die sich höflich und respektvoll verhalten! Aber mal wieder werden diese Vorfälle dazu genutzt, lustig Öl ins Feuer zu gießen. Die Gefahr ist groß, durch solches Verhalten sehr viel zu zerstören. Ich lege Euch unbedingt diesen klugen Artikel von Silencer ans Herz. Quasi Lesebefehl.😉

Und was sagt Zombieapfel dazu?

CSU-Diät

AfD-Hirne (gibt es solche überhaupt?) rührt er gar nicht an, auch Zombie-Apfel hat seinen Stolz! Er hängt übrigens immer noch wacker als letzter Apfel an seinem Baum…

Und wenn Euch aufgrund der heraufziehenden gesellschaftlichen Kälte oder einfach nur wetterbedingt fröstelig ist, könnt Ihr hier auf einen schicken Schal bieten, es unterstützt einen guten Zweck und der Schal sieht nebenbei noch super aus, das sagt Eure Fashion-QUEEN (also ich).

Monströse Presseschau (2)

Wir wollten ja über den Herrn Wagner reden.

Okay, Ihr vielleicht nicht, aber ich. Der Krötengeneral befürchtete schon eine neue #Aufschrei-Bewegung, ich denke aber, wir bewegen uns hier eher im Themenfeld #Lachkrampf. Jedenfalls gebe ich zu, dass ich manchmal tatsächlich auf den Onlineauftritt der Bild-„Zeitung“ klicke (ich weiß, dass man das eigentlich nicht tut), meistens dann, wenn der BildBlog mal wieder was über besonders skurrile Artikel des Herrn Wagner schreibt. So auch dieses Mal. Der Link führt zum BildBlog, dort findet Ihr alle weiteren Links. Hah, geschickt vermieden, direkt zum Blut- und Busenblatt zu verlinken!

Es kommt aber noch besser: Der Wagner hat der „Welt“ ein Interview gegeben, welches vor lauter Köstlichkeiten geradezu überläuft. Ich habe mich für Euch geopfert und sowohl die Post von Wagner als auch das Interview durchgearbeitet, um Euch die Höhepunkte darbieten zu können.

Übrigens sagt DoNotLink das hier, und eigentlich wäre damit alles gesagt:

DoNotLinkAber dann entginge uns so viel Komisches, und das wollen wir ja nicht, woll?

Erst mal die Kurzzusammenfassung seiner Post: Wagner bemängelt, dass die Geburtenrate mit der Sterberei in diesem unserem Lande (H. Kohl-Gedächtnisformulierung) nicht Schritt hält. Das ist Mist, weil… ach, das erklärt er gar nicht. Er weiß nichtsdestotrotz, woran es liegt. Die Frauen heutzutage laufen nur noch in Hosenanzügen herum, geben ihre Kinder in Kitas ab, verdienen mehr als ihre Männer und dann gehen die Väter auch noch in Teilzeit. Als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre, trinken die Frauen auch noch Smoothies und sind Chefredakteurinnen, kurzum: Sie seien wie Männer. Sie sind keine Mütter mehr, sie wissen nicht, wie schön es ist, ein Baby, das schläft zuzudecken. (Ob es auch schön ist, ein Baby schon zuzudecken, wenn es noch nicht schläft, darüber schweigt sich Superwagner aus.)

Usw., kurz und gut: Schland ist dem Untergang geweiht, das sagt er zwar nicht, wir erkennen das aber messerscharf dank unserer smoothiegestählten Intelligenz. Die „Welt“ war sich der Brisanz der wagnerschen Erkenntnisse ebenfalls bewusst und bat zum Gespräch. Hier für Euch meine Analyse dieser Perle des Journalismus.

Auf die Frage, ob Wagner Männer mehr als Frauen lieben würde, erfahren wir:

Ich mag mehr Männer als Frauen. Ich kann mich besser unterhalten mit ihnen. Bei Männern bin ich mehr Mann. Frauen sind für mich hexenhafte Wesen. Ich habe mehr Angst vor ihnen als vor Löwen oder Dinosauriern.

Richtig so! Da draußen laufen ja auch noch so viele Dinos herum! Und die Löwen überall in unserem Land, in den Wäldern, Parks und hinter Parkuhren! Selbst ich hätte Angst, wäre ich nicht ein hexenhaftes Wesen, das mit dem Besen schnell davonfliegen könnte, denn Dinosaurier und Löwen können in der Mehrzahl nicht fliegen, Flugsaurier ausgenommen, aber die bewerfe ich mit Bombastik-Buff-Bomben, die ich mir von meiner Freundin Gundel Gaukeley besorge. (Yo, das ist eine Hommage an Carl Barks, einige werden es erkannt haben.) Und doch werden diese Kreaturen, also die Löwen und Dinosaurier, immer trauriger, denn sie sind nicht so furchteinflößend wie wir Frauen!

Frauen, habe ich gehört, brechen einem das Herz.

Das habe ich auch schon mal gehört. Es soll ebenso Männer mit dieser Fähigkeit geben. Habe ich gehört. Natürlich habe ich in meinem nun fast 46 Jahren auf dieser Erde noch nie unter Liebeskummer gelitten, ist alles nur Hörensagen, genauso wie bei Herrn Wagner!

Sie [die Frauen] können Männer in den Wahnsinn treiben.

Und die Anstalt kann sogar Frauen in den Wahnsinn treiben! Das tut hier nichts zur Sache, wollte ich aber einfach mal erwähnen, denn ich liebe Abschweifungen. Wobei DIE Anstalt ja auch weiblich ist, das erklärt alles, muahahahaha, dass ich das nicht eher erkannt habe!

Wagner mag studierte kluge Frauen in Führungspositionen, doch:

Aber sie haben diese Gender-Welt längst überschritten. Sie sind das dritte Geschlecht: Das Hosenanzugsgeschlecht.

Oh, ich dachte mir schon länger, dass unsere Kanzlerin nicht von dieser Welt sein kann.

Was mich aufregt ist einfach dieses Management-Baby. Das Management-Baby all dieser durch perfektionierten, Kinder gebärenden Karrierefrauen, die ihre Babys wie Hermès-Handtaschen herumtragen, mit wunderbar trainierten Armen, an denen kein Fett hängt. Die vorgeben, alles zu schaffen. Ob sie arbeiten gehen, Fitness machen, sie tun es nur noch für sich.

Ich mag ja Menschen, die dem Egowahn verfallen und nur auf ihre Karriere fixiert sind, auch nicht so sehr gerne… Egal, ob männlich oder weiblich, wobei Herr Wagner die Väter, die sich ganz gern vor mehr Mitarbeit beim Elternsein drücken (ja, die gibt es nämlich auch) einfach mal elegant außen vor lässt. Außerdem soll es Karrierefrauen geben, die nicht alles nur für sich tun, aber das wird nun wieder viel zu komplex, nicht, dass noch meine dritte Gehirnzelle explodiert vor lauter Kompliziertheit.

Die arme Interwieverin ist kinderlos und ist auch noch Chefreporterin, das sind gleich zwei Minuspunkte auf einmal! Sie fragt Wagner, ob sie deswegen ein schlechter Mensch sei. Wagner, charmant wie immer:

Ja. Zum Teil schon.

Nur zum Teil? HALLO?!?!? Diese Frau ist das personifizierte Böse, der wandelnde Abgrund, der symbolische Caipi mit Zitrone!

Und dann erdreistet sie sich noch, nachzufragen, was so schlimm daran sei, dass auch sie wie der Herr Wagner einfach nur arbeiten und Geld verdienen möchte, anstatt sich umgehend im Kloster anzumelden (das mit dem Kloster habe ich ergänzt, denn das ist meiner Ansicht nach die einzig angemessene Buße).

Wagner möchte sich nicht als Richter über Frauen aufspielen, wie großzügig und verehrungswürdig, jedoch:

Aber was euch Frauen ja unterscheidet vom anderen Geschlecht ist die Gottesgabe, Kinder zu kriegen. Ich kenne mich nicht aus mit Frauenkörpern, ich bin ein völliger Laie in diesen Dingen.

Blöd, wenn man immer in Bio gefehlt hat, woll?

Aber ich weiß, dass ihr ein Geheimnis habt. Du hast das Geheimnis in dir ignoriert. Es ist so, als hättest du den Schlüssel dazu weggeworfen. Du bist ein funktionierendes Jobwesen. Du bist in einen falschen Anzug geschlüpft. Du bist dir nicht treu geblieben als Frau.

Moment mal eben, muss kurz auf den Kalender schauen. Doch, wir schreiben das 21. Jahrhundert. War mir da eben nicht mehr so sicher… Hätte ja sein können, dass der Doktor mit seiner TARDIS gelandet wäre, mich betäubt und im 19. Jahrhundert ausgesetzt hätte.

Ich weiß nicht, wie viele Frauen noch kochen können, wo es noch das Abendbrot gibt …

Keine Ahnung. Ich kann jedenfalls nicht kochen. Hilfe, ich bin ein funktionierendes Jobwesen! Hilft es, dass ich XXL-Caipi kann?

Ich frage mich, was das größere Glück ist: Doktor der Betriebswirtschaft zu sein oder Dr. Baby? Welche Frauen sind glücklicher: Die Generation meiner Mutter oder die Smoothie-Zicken heute?

Dr. Baby? Hä? Egal. Die Generation Deiner Mutter war bestimmt glücklicher. Es ist super, abhängig von einem Mann zu sein und aufgrund fehlender Ausbildung nur schwer weggehen zu können, falls die Ehe nicht funktioniert. Hat meine Mutter alles hinter sich, die war als alleinerziehende Frau mit Aushilfsjobs, um uns zwei durchzukriegen, aber soooo was von glücklich. Und sie kann kochen!! Einself! Besser wäre natürlich gewesen, sie wäre bei meinem Vater geblieben und hätte sich ihr Leben lang in einer unglücklichen Ehe gequält (und meinen Vater gleich mit). Von diesen Beispielen kenne ich leider auch einige.

Übrigens bin ich besorgt: Meine Mutter trank neulich einen Smoothie! Herr Dr. Wagner, was soll ich tun? Wird sie nun eine Smoothie-Zicken-Rentnerin?

Die Interviewerin fragt, welche Zicke das Herz von Herrn Wagner gebrochen hat. Aber bitte, so eine billige Unterstellung!

Es geht doch hier nicht um mich. Wo sind die Babys? Es geht mir halt nur um die Babys!

Die Babys sind in der Kita zwischengelagert, haste doch selbst in Deiner „Post von Wagner“ erwähnt.

Die WELT-Zicke behauptet nun, dass viele Frauen Kinder haben möchten, die Männer sich aber drücken würden. Wagner weiß, warum, denn er weiß alles.

Die Männer haben heute Angst vor Frauen. Sie sind ihnen fremd geworden und die Männer vielen Frauen zu dumm.

Ein Mann redet dem Vorurteil, dass Männer dumm seien, das Wort. Hey, das ärgert sogar mich als Frau. Oder würde es, wenn ich Wagner ernst nehmen würde. Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass es da draußen immer noch auch dumme Frauen gibt? Ich erwähne das gern, um den armen Männern etwas die Angst zu nehmen.

Danach kommt jede Menge Geschwalle, teilweise immerhin selbstkritisch, dass er sich nicht genug um seine Tochter gekümmert hätte. Ich musste erst mal den Schreck, dass dieser Mann sein Erbgut weitergegeben hat, verarbeiten, und das alles ohne Caipi! Aber weiter im Text. Heute würde er Teilzeit nehmen etc. bla-bla-sülz… Wenden wir uns nun dem Idealbild der Frau nach wagnerschen Maßstäben zu.

Ich mag natürlich keine mit einer Hexennase. Ich mag schon die schöne Frau … Ich will eine moderne, berufstätige, selbstbestimmte Frau, aber in einem veilchenblauen Kleid. Eine Hybrid-Frau sozusagen.

Veilchenblau… Wenigstens nicht rosa.

Meine Güte, ist das ein langes Interview. Ich springe mal zu den Frauen, die er bewundert.

Greta Garbo, die Frau des Widerstandskämpfers Stauffenberg, alle Astronautinnen. Frau Merkel ist toll.

Merkt Ihr was? Eure geliebte Weltherrscherin fehlt in der Aufzählung, aber davon mal ab: Frau Merkel??? Frau Merkel mit ihren Hosenanzügen? Die kinderlose Frau Merkel??? Oh-oh!

Frau Merkel arbeitet wie hundert Männer. Eigentlich ist sie eine Königs-Kobra.

Ein Satz, zu dem mir nichts mehr einfällt, außer: Die Königskobra ist die größte Giftschlange der Welt! Ich lasse das gern so stehen.

Über die Mutter seines Kindes:

… Und ihr Zauber war nicht, dass sie Fremdsprachenstudentin war und Lufthansa-Stewardess wurde, obwohl sie schon eine Star-Frau war. Als Mann willst du einen Edelstein, du willst ein Goldstück erobern. Sie hatte eine dicke Freundin dabei, die habe ich angesprochen. Und dann ist die Dicke mit mir einen Kaffee trinken gegangen. So habe ich mich über die Dicke zu der schönen Dünnen vorgearbeitet.

Zauber, Hexereien, alles irgendwie dubios. Ich bin übrigens froh, dick zu sein. Wie viele Hohlfrutteriche mir allein dadurch erspart geblieben sind, weiß ich nicht, aber es sind bestimmt einige! Darauf erst mal eine Nougatschokolade.

Herr Wagner glaubt nicht mehr an die Liebe. Die ganze Tragik in einem Satz:

Die Entzauberung kommt, wenn das geheimnisvolle Wesen plötzlich sagt: „Die Butter ist alle.“

Tja, ja, was mag erst passieren, wenn der Schicksalssatz schlechthin ausgesprochen wird: „Die Limetten sind alle!“ Oder „Die Cachacaflasche ist leer!“

Oha, auf die beiden letzten Fragen antwortet er beinahe philosophisch… Und er nennt die Fragestellerin „Taube“. Die kennen sich schon 25 Jahre und duzen sich. Wie auch immer, hier der Schluss des Interviews:

Unser ganzes Leben ist eine Illusion. Es ist die Frau, die wegsegelt. Es ist der Traum, der bleibt.

Da segelt sie hin und weg, die Smoothiezicke. Das ist doch eigentlich ganz gut, oder?

Einige Zitate habe ich gnadenlos aus dem Zusammenhang gerissen, ich war so frei. Wer das komplette Interview lesen möchte, möge sich über den oben verlinkten BildBlog-Artikel zum Gespräch durchklicken. Ich wünsche viel Spaß. Wir wissen nun jedenfalls dank Wagner, warum es mit der Gesellschaft bergab geht und warum die Deutschen aussterben werden — früher oder noch früher. Verdammnis und Verderbnis möge über die Hosenanzüge kommen, denn sie sind das Symbol des bösen Zeitgeistes, der die süüüüßen Babys verhindert!

Herr Wagner, nehmen Sie DAS, muahahahaha!

Och nöööö…

 

… ich habe den ersten Tag vom Promi-Big-Brother verpasst. Und den zweiten auch. Dabei ist doch Ronald Schill dabei!

Für Nicht-Hamburger: Who the fuck ist Ronald Schill?

Ronald Schill war einer der peinlichsten Politiker, die Hamburg je hervorgebracht hat. Von 2001 bis 2003 war er Innensenator und zu allem Überfluss auch noch Zweiter Bürgermeister. Vorher erlangte er zweifelhaften Ruhm als „Richter Gnadenlos“. Die Bild-„Zeitung“ liebte ihn.

Ole von Beust, unser damaliger Bürgermeister, schmiss ihn 2003 raus, weil Ronaldchen ihn angeblich gedroht hatte, zu veröffentlichen, dass Ole Roger Kusch nur zum Innensenator ernannt hätte, weil er sein Lebensgefährte gewesen wäre. (Ich kenne einige Leute, die mit der CDU nichts im Sinn haben, aber Ole von Beust mögen. Das fällt mir schon aus dem Grunde schwer, weil er damals dem unsäglichen Schill überhaupt erst die Regierungsbeteiligung ermöglicht hatte.)

So, nun wisst Ihr in groben Zügen Bescheid. Warum ich Euch das alles erzähle? Weil ich muss. Mein Enthüllungsjournalistenmonster hat damit gedroht, alle Limetten auszupressen und daraus Limettenpudding ohne Alkohol zu machen.

Enthüllungsjournalistenmonster

Das ist Enthüllungsjournalistenmonsti mit seinem Haustier, einer Zeitungsente

Der Schill, der zwischendurch mal Deutschland verließ, ist nun leider wieder aufgetaucht, und das nicht nur, um in den Deppencontainer von Sat.1 zu ziehen. Zu allem Überfluss hat er ein Buch geschrieben, so eine Art Autobiographie, die aber anscheinend hauptsächlich aus seinen Sexabenteuern besteht. (Ich hoffe aber, dass er nach dem Container wieder nach Brasilien zurückkehrt. Sorry, Brasilien.)

Die Bild-„Zeitung“ veröffentlichte Auszüge. Daraus wiederum schnappte sich „Stern.de“ einen Teil, der von einem HSV-Fan in einem Forum verlinkt wurde, weswegen ich drauf klickte. Manchmal sollte man Links links liegen lassen, doch nun war es zu spät!

Ich zitiere einen kleinen Teil:

„Sie kam viermal zum Orgasmus und ihre Schreie tosten durch den Wald. (…) Später trieben wir es zur Perfektion, und sie kam zwanzig Mal innerhalb einer Stunde. Bis sie einen Hörsturz erlitt.“

(Anmerkung Rahm: „Nur zwanzig Mal? Arme Frau! Manche Männer lernen es nie!“)

Enthüllungsjournalistenmonsti las diesen Artikel ebenfalls, und nun wird es sämtliche Romantik dieses Berichts gnadenlos zerstören, denn in Wirklichkeit war es anders! Enthüllungsjournalistenmonsti war nämlich dabei! Sagt es zumindest. Und so sah die gnadenlose Wahrheit aus:

Professionelle: „Okay, 20.000 Euro für eine Stunde inkl. Anfahrtszeit, aber wir gehen in den Wald! Ich will nicht mit Ihnen gesehen werden!“
Ronald McSchillig: „Ja, aber dann musst Du ganz laut schreien, um das ganze Getier im Wald zu vertreiben. Ich habe Angst vor den Marienkäfern und was es da sonst noch so gibt!“ (Vermutlich fürchtete er, dass eine Ameise sein bestes Stück abbeißt — ein Biss und es ist weg. Anm. der Red.)
Professionelle: „In Ordnung.“

20 Sekunden später nach viel Gebrüll und vollzogener Dienstleistung (SchilliMcSilly verwechselte wohl Sekunden mit Orgasmen, kann ja mal passieren! Das ist wie mit den ominösen 20 Zentimetern.):

Professionelle: „Oh, was ist denn da runtergefallen? Sieht aus wie ein winzig kleines… Gehirn?“

Da haben wir es, es war kein Hörsturz bei der Prostituierten, sondern ein Hirnsturz bei SchilliMcMerktnix.

Ich bedanke mich bei meinem Enthüllungsjournalisten für Infos, die wir niemals haben wollten, und wünsche mir, dass jemand bestimmtes nächstes Jahr ins Dschungelcamp geht…

(Jetzt habe ich mir eben noch zwei kleine Filmchen, sog. „Highlights“ (müssten eigentlich korrekterweise „Lowlights“ heißen), aus der Sat.1-Mediathek angetan. Der Wendler ist ja auch dabei! Nee, das gebe ich mir nicht, so viel Selbstverliebtheit auf einem Haufen ertrage ich nicht.)

Gnihihihi…

Siehe § 4.

😈

(Irgendwie fies für HSV-Fans, die es in die Bremer Gegend verschlagen hat … Und ich bin ja gar nicht so fanatisch, sympathischen Werderfans gönne ich durchaus leckere Getränke, ich empfehle aber lieber einen XXL-Caipi als einen Doppelkorn.)

Jetzt noch was Schlaaandiges, damit der Artikel wenigstens ein bisschen zum heutigen Tag passt.🙂 (Mit Dank an Isis Managerin, die auf fb auf diese musikalische Perle aufmerksam machte.)