Warum…

… tauchen gerade mehr oder wenige alte Beiträge von mir aktuell im Feedly-Reader auf? Keine Ahnung, ich habe nichts geändert, weder an den Tags noch den Kategorien.

Na ja, wenigstens bin ich jetzt wieder da, so halbwegs. Richtig Lust zum Bloggen habe ich noch nicht, obwohl ich einen Artikel angefangen habe. Wer die Beklopptheit vermisst, kann aber ins Archiv steigen (irgendwo in der rechten Leiste zu finden), ich habe Freitag den Februar 2009 aus dem alten Blog importiert.

Hier und da habe ich auch schon wieder einen Kommentar hinterlassen, aber so richtig drin bin ich noch nicht. Zehnstundentage in der Anstalt kommen erschwerend hinzu…  Zum Ablenken sind die aber gut. Trotzdem bin ich erleichtert, dass ich bald Urlaub habe, ich bin ziemlich ausgelaugt, und als ich dann gestern endlich mal einen schönen Tag mit Frühstücken gehen und bummeln verbringen wollte, knallte prompt wieder etwas dazwischen, eigentlich eine Kleinigkeit, die aber durch ein Arschloch nun wohl wieder zehn Nummern größer als nötig wird. Willkommen in meinem Leben… Falls der HSV absteigt, liegt es vermutlich auch an mir. Ich habe da gerade eine mega Idee: Ich werde FC-Bayern-Fan! In spätestens drei Jahren sind die abgestiegen! Guter Plan, oder?

Liebe Grüße, kommt gut in die neue Woche.

 

Zu spät

Einige von Euch erinnern sich bestimmt an Skryptoria. Sie hat hier öfter mal sehr schöne, humorvolle Kommentare geschrieben und war Betreiberin von drei tollen Blogs.

Im November veröffentlichte sie folgenden Artikel mit dem Thema “Perlen/Kugeln/Murmeln”. Bei Murmeln war ich begeistert dabei, da ich eine gar nicht mal so kleine, feine Murmelsammlung besitze, die ich auch eifrig fotografierte und ihr versprach, einige Fotos zu veröffentlichen. Was ich immer im Hinterkopf und in meinem “zu bloggen”-Ordner hatte, aber immer wieder verschob. Und nun ist es zu spät. Ich hatte privat keinen Kontakt zu ihr, aber schon ein mulmiges Gefühl bei ihren letzten Artikeln und man konnte auch früher schon manchmal etwas zwischen den Zeilen lesen.

Liebe Tina, falls es doch irgendwie ein Leben nach dem Tod geben sollte, ist es hoffentlich viel besser als hier! Mit jedem Tag XXL-Caipi, Nougat und vor allem ohne Schmerzen! Ich kann Dir leider nur symbolisch meine beiden Glücksbringermurmeln schicken. Sie sind meine Glücksbringer, weil Rasputin sie im Garten gefunden hat.

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Traurig

Katrin

Mal ‘ne kurze Frage

Ich habe ja diesen Nervinfekt und heute war ich beim HNO-Arzt, weil die Schmerzen beim Schlucken ziemlich heftig sind und auch den Ratschlag “viel trinken” zu einer gewissen Qual machen. Klar gibt es noch viel Schlimmeres, aber es ist schon recht unangenehm, und ich bin an sich nicht so’n großer Jammerlappen, nach meiner Finger-OP hatte ich die Schmerzmittel nach 2 Tagen abgesetzt. Aber nun die Frage, es ist ein bakterieller Infekt und deswegen habe ich nun Antibiotikatabletten für 6 Tage.

Wer von Euch hat Erfahrung, wann werde ich die erste Besserung merken? Nach 4 Tagen quasi Dauerschmerz, nur zwischendurch ein bisschen durch Ibu abgemildert, würde mich das doch brennend interessieren. :-)

Damit es nicht nur ein Jammerbeitrag ist, stelle ich Euch hier schon mal das Frechmonster vor. Es hat mich die letzten Tage gut auf Trab gehalten, Bericht folgt.

Frechmonster

Sieht harmlos aus? Alles TARNUNG!

Da ham wir’s mal wieder

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Gesundheitlich nicht mein Jahr… Und auch sonst nicht. Na ja, 1 Woche Ausfall = 2 Monate Verschiebung Go Live einer bestimmten Software, da ab Montag laaange Transportstopp ist. Und irgendwie berührt mich das nicht mal richtig. Aus Gründen, wie z. B. der Tatsache, dass ich nun innerhalb 1 Woche testen sollte, was monatelang nicht oder nur teilweise funktionierte.

Die Firma wird auch das überstehen.

Ich ruhe mich dann mal aus und trink literweise Salbeitee. Gnah. Noch nie so heftige Halsschmerzen gehabt…

Das Monster klärt über die Gefahren für die Welt auf

Oft werde ich gefragt, warum es mit der Welteroberung nicht so richtig vorangeht. Nun, ich muss so viele Gefahren von der Menschheit abwenden, dass es dadurch zu kleinen Verzögerungen kommt. Und schafft Ihr mal was weg, wenn Rahm jeden Tag 6 – 8 Stunden Besprechungen ansetzt. Aber das nur am Rande.

Heute unser Thema:

Agakröten!

Eine der großen Gefahren sind definitiv Agakröten. Und sie streben ebenfalls nach der Weltherrschaft! Ihr wisst das, denn Ihr lest dieses Blog und kennt daher auch den Krötengeneral.

Erst mal ein Foto zur Einstimmung:

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Quelle

Das ist nicht der Krötengeneral höchstselbst, sondern nur einer seiner Sympathisanten. Der Krötengeneral ist noch viiiiel größer!

Manche dieser Exemplare werden über 20 cm lang, aber viel schlimmer ist, dass diese Kreaturen sehr giftig sind. Mit ihrem Hautsekret können sie sogar größere Säugetiere wie Hunde töten. Wikipedia rät, sich den Agakröten nur vorsichtig und bedächtig zu nähern. Ich ergänze: Bitte esst diese Tiere nicht! Das kann auch nicht gesund sein!

Agakröten können bis zu 20 Jahre alt werden (in freier Wildbahn meistens nur 10 bis 15 Jahre). Krötengeneräle werden sogar 80 Jahre und älter.

In einigen Ländern gab es vor langer Zeit Intelligenzbolzen, die dachten: “Oh, cool, die sind so giftig, die holen wir uns ins Land, damit sie Schädlinge auffressen können.” So z. B. in Puerto Rico, wo einem Schädling des Zuckerrohrs der Marsch geblasen werden sollte. Der Schutz des Zuckerrohrs liegt mir natürlich sehr am Herzen, aber meine Idee war das nicht! Zuerst schien alles prächtig zu laufen, so dass andere Länder nachzogen, u. a. auch Australien.

Da die Agakröten geborene Welteroberungsbiester sind, breiteten sie sich so stark aus, dass es für einheimische Fauna teilweise sehr ungesund wurde. Das Aussterben einiger Arten wird mit der Kröte in Verbindung gebracht. Ihr könnt das alles z. B. auf Wikipedia nachlesen.

Nun mögen also die Australier die Agakröten überhaupt nicht mehr. Das ist sicher verständlich, aber letztendlich hat der Mensch die Probleme verursacht, denn er meinte mal wieder, der Natur ins Handwerk pfuschen zu können, um Ernteerträge zu steigern und somit mehr Geld scheffeln zu können. Dass nun versucht wird, die Anzahl der Agakröten einzudämmen, ist wohl notwendig; aber widerlich sind viele Methoden, die in Australien angewendet werden und von denen sich einige Politiker wünschen, dass sie legalisiert werden. Typisch: Der Mensch baut die Scheiße, die Tiere haben darunter zu leiden. Einzelheiten gibt es u. a. auch bei Wiki.

Manche benutzen das giftige Hautsekret als Droge. Ganz zu schweigen von Verrückten, die an den Kröten herumlecken, um sich durch das Bufotenin ein paar schöne Halluzinationen zu verschaffen. Überflüssig zu erwähnen, dass das bei einer Kröte mit hochgiftigem Hautsekret nicht ganz ungefährlich ist…

Was lernen wir daraus? Die Agakröten sind gefährlich, aber die Menschheit noch viel gefährlicher.

Nun wisst Ihr also ein bisschen mehr über diese Krötenart, die ebenfalls nach der Weltherrschaft strebt. Dankt meinem Elite-Team und mir, dass sie noch nicht an Euren Tümpeln sitzen.

(Der Krötengeneral ist trotzdem ein feiner Kerl, aber Ihr seht ein, dass ich ihn nicht gewinnen lassen kann, oder? Man stelle sich das lange, laute und gurgelnde Trillern, mit denen lt. Wikipedia die Männchen Weibchen anlocken, vor, das dann überall ertönen würde… Trotzdem ist es schade, dass der Krötengeneral zurzeit recht ruhig ist — entweder auch nur Stress wie bei mir oder aber er brütet geheimnisvolle Dinge aus…)

PS: Ja, der Bericht über das epochale Riiiiesenpaket ist immer noch offen, aber mein Schwung ist irgendwie abhanden gekommen; immerhin arbeite ich so mal meinen Entwürfeordner ab, auch nicht schlecht, oder?

Geschichtsunterricht

Hefte raus, wir halten jetzt mal eine Geschichtsstunde ab. Unser heutiges Thema:

Das Frauenbild im Wandel der Zeit.

Ganz modern, wie wir hier in diesem Wissenschaftsblog nun mal sind, bedienen wir uns der Videoanalyse.

Eine alte Dr.-Oetker-Werbung aus den Fünfzigern:

Wir fassen zusammen:

“Backen macht Freude!” “Sie hat es viel besser als er, sie darf backen!” (Hm, hm, mir bereitet Backen überhaupt keine Freude, im Gegenteil, ich finde Backen sehr langweilig, und selbst Fertigbackmischungen überfordern mich.)

“Eine Frau hat zwei Lebensfragen: Was soll ich anziehen und was soll ich kochen?” (Meine Lebensfrage ist eigentlich eher: Welchen Cocktail trinke ich heute? Caipi? Cuba Libre? Mojito? Es sind noch Limetten da!)

“Und das Allerwichtigste für ihn ist der Pudding!” (Hat Rahm nie erwähnt! Ich melde daher leise Zweifel an.)

“Kuchen macht Männer sanft und verträglich!” (Ha! Wenn ich zu Rahm sage, dass ich ihm einen Kuchen backen möchte, wird er nicht sanft und verträglich, sondern versucht mich mit allen Mitteln, davon abzuhalten! Irgendwas stimmt doch hier nicht!)

Resümee: Die Frauen in den Fünfzigern waren anders als ich. Bestimmt haben die auch regelmäßig ihre Fenster geputzt, diese Vogelkillerinnen!

Doch es ist nicht alles Friede, Freude, Oetkerkuchen gewesen. Auch nicht in der Wirtschaftswunderzeit. Denn manche Frauen waren durchaus gestresst. Wir blicken auf diesen Werbespot:

Da lehnt sich die Frau doch tatsächlich gegen den Chef auf! Aber: “Frauengold nehmen!” Schon steht Madame demütig vor dem Herrn Direktor und entschuldigt sich kleinlaut.

Ich brauche diesen Stoff! Am besten gleich in der Größe einer Nebukadnezar-Flasche! (Oder bin ich mit 15 Litern noch zu zaghaft rangegangen?) Alles andere reicht für die Anstalt nie und nimmer aus!

Noch einer zum Thema:

“Bist Du etwa nicht mehr so hübsch wie damals?” (Do-hoch, ich halte meine Hässlichkeit auf hohem Niveau!)

“Frauengold schafft Wohlbehagen — wohlgemerkt an allen Tagen!” (“Wohlbehagen”, welch schönes, altes Wort…)

Bevor Ihr nun alle in die Apotheke rennt, vergesst es. Das Zeuchs gibt es nicht mehr. Anfang der 80er wurde der Stoff aus dem Handel genommen, da er krebserregende Stoffe erhielt. Nee, dann doch lieber die Nervenzusammenbrüche in der Anstalt durchstehen…

Wir springen in der Zeit vorwärts in die siebziger Jahre:

Der gute alte 7. Sinn. Nein, es handelte sich hierbei nicht um eine Satiresendung! Es war alles ernstgemeint!

“Frauen fahren meist vorsichtiger, weil ihnen die Übung fehlt. Sie behindern dann den fließenden Verkehr.” (Ja, da ist es mir viel lieber, wenn ein männlicher Autofahrer bei Rot mit mindestens 120 Sachen ohne Rücksicht auf Fußgänger drauflos kachelt und mich beinahe überfährt, wie vor einigen Tagen erst erlebt, denn immerhin: Er hat den fließenden Verkehr nicht aufgehalten! Alleine das zählt! “Alles fließt” wussten schon die alten griechischen Philosophen.)

“Viele Frauen scheuen das Anlegen des Sicherheitsgurtes, weil sie Angst um ihren Busen haben.” (Das wird’s sein… Männer haben sich damals, als es noch kein Bußgeld kostete, bestimmt immer brav angeschnallt.)

Resümee II: Das Frauenbild hat sich entscheidend gewandelt, welch ein Glück, dass heute diese Klischees der Vergangenheit… Ähm, Moment, meine Emanzenmonsterin weist mich da gerade auf etwas hin:

KlischeealarmDiese Werbung ist aktuell auf deren Website zu bestaunen. Im Jahre 2013.

Oder hier:

Arrgh

Arrrgh! Früh übt sich, was perfekt in Schubladendenken werden will (muss).

Allenthalben weiß man voll Bescheid:

Jungsgesöff

Jungs sind also gern mit Freunden unterwegs und treiben gern Sport. So weit, so super.

Und was ist mit Mädchen?

JungeMädchen

Die leben lieber in Märchenwelten. Das hat eine Trend-Tracking-Studie (kotz… ähm, tschuldigung) eindeutig ergeben, dann wird es ja wohl stimmen, denn bekanntlich sind alle Studien und Statistiken immer korrekt, selbst die, die sich widersprechen.

Mich erinnert das an meine Kindheit: Ich bekam immer Puppen geschenkt, obwohl ich mit Puppen überhaupt nichts anfangen konnte. Die staubten schön im Zimmer vor sich hin, während ich neidisch auf die tollen Spielsachen meines Bruders war. Aber, Ihr Werbefritzen und Marketingverantwortliche, das war in den 70ern!!! (Die tollen 70er… 1977 wurde übrigens endlich das Gesetz abgeschafft, dass Frauen ohne Zustimmung des Mannes nicht arbeiten gehen durften!)

Denen hier möchte ich ja zumindest noch einen gewissen Sinn für Ironie zugutehalten. Nicht so ganz gelungen, aber na ja… Die Werbung für die ARD-Sportschau in den letzten Jahren fand ich noch missglückter, da hat man wohl nicht mitbekommen, dass mittlerweile auch viele Frauen Fußballfans sind…

Wer noch mehr Beispiele haben möchte, kann hier bei “Ich kauf das nicht” mal gucken, daher habe ich auch meine Beispiele, die sonst womöglich an mir vorbeigegangen wären, so wenig, wie ich noch von Werbung mitbekomme…

Yippie-yippie-yeah, ich ziehe mich nun zurück in meine rosaplüschige Märchenwelt und träume davon, dass ein Märchenprinz kommt und mich aus der Anstalt befreit! Diamantenschmuck! Shopping! Nie mehr SAP! Und keine autofahrenden Frauen, die mich via Türaufreißen vom Rad holen, denn ich werde natürlich dann immer von einem Chauffeur in die Shopping Malls dieser Welt kutschiert… *trääääummmmm*

saatgut – vielfalt statt einfalt

Fellmonsterchen:

Diese Megamonsterkonzerne sind einfach zu groß und haben zu viel Macht, Monsanto ist da nur ein Beispiel von vielen. Selbst die Freie-Marktwirtschaftsjünger müssten eigentlich aufjaulen, denn ab einem gewissen Punkt ist durch allzu einflussreiche Konzerne der freie Wettbewerb stark eingeschränkt, aber komisch, die meisten von denen sind immer nur da, wenn es darum geht, Arbeitnehmerrechte u. ä. weiter einzuschränken…

Ursprünglich veröffentlicht auf campogeno:

Ein aufwändiges und kostspieliges Zulassungsverfahren soll dafür sorgen, dass altes und seltenes Saatgut ganz von der Bildfläche verschwindet. Die Agrarlobby wünscht sich einheitliches, genormtes Saatgut um noch mehr Profit zu machen.

gemüseSchon bald soll nur noch amtlich zugelassenes Saatgut über den Ladentisch gehen. Das verpflichtende, aufwändige und kostspielige Zulassungsverfahren schreckt vor allem Kleinbauern ab, die die bürokratischen Hürden und hohe finanzielle Belastungen scheuen. Ergebnis wird sein, dass in absehbarer Zeit alte und seltene Gemüse-, Obst- oder Getreidesorten von der Bildfläche verschwunden sein werden – und genau das ist es, was die Agrarlobby gerne sehen würde.

Agrarmultis reiben sich die Hände

Um noch mehr Profit zu machen wünscht sich die Agrarlobby einheitliches, genormtes Saatgut. Über 6.000 alte Sorten gibt es in Österreich, doch ins amtliche Sortenregister haben es nur etwa 10% geschafft. Wer in Zukunft selbstvermehrtes Saatgut ohne Zulassung weitergibt – bezahlt oder unbezahlt – macht sich strafbar und muss mit…

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