Blogparade: Angehörigenpflege

 

Dergl hat eine Blogparade mit einem ernsten Thema ins Leben gerufen: Angehörigenpflege.

Manchmal verirren sich auf dieses Blog auch ernste Themen. Ich finde es sehr gut, dass Dergl diese Parade ins Leben getroffen hat, denn 1. sind viele davon betroffen und 2. sind die Bedingungen, die pflegende Angehörige, aber auch Pflegepersonal ausgesetzt sind, häufig eine Katastrophe.

Noch bin ich nicht wirklich eine pflegende Angehörige, meine Mutter braucht zwar mittlerweile eine gewisse Unterstützung, aber das ist alles noch im schaffbaren Rahmen, es geht eher ums Einkaufen, darauf achten, dass sie die richtigen Tabletten regelmäßig nimmt, genug trinkt, Bürokram erledigen, zusehen, dass sie vernünftiges Essen bekommt…

Nichtsdestotrotz hat sie in den letzten Jahren körperlich abgebaut, sie hat mit Schwindel zu kämpfen, in den letzten 2 Jahren musste sie dreimal mit Brüchen ins Krankenhaus, weil sie ihren Rollator nicht konsequent genug genutzt hat und die Stürze zu Brüchen führten. Auch ist gründliches Waschen für sie nicht mehr so einfach zu bewerkstelligen.

Darum überlegte ich letztes Jahr, auch auf Anraten des Hausarztes, Pflegestufe 1 zu beantragen. Was ich dann auch tat. Und das soll mein Thema sein, quasi die Vorstufe, daher wird mein Beitrag nicht so bedrückend wie die Artikel der anderen Teilnehmer, ich möchte mir aber doch mal Luft verschaffen, denn die Auftritte der Prüfer, die einem der MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) ins Haus schickt, sind gelinde gesagt eine Frechheit.

Vorweg: Ich finde es in Ordnung, dass der Zustand der zu pflegenden Menschen begutachtet wird, um Betrug zumindest einzudämmen. Ich erwarte allerdings Fairness und ein gewisses mitmenschliches Auftreten der Prüfer. Die sind aber im Gegenteil ganz offensichtlich darauf gedrillt, dafür zu sorgen, dass die Gelder in der Pflegekasse verbleiben.

Ich habe mich vorher im Bekannten- und Kollegenkreis umgehört und viele Geschichten gehört. Nicht eine davon berichtete von einer Prüferin (es scheinen fast immer Frauen zu sein), die auch nur annähernd eine realistische, anständige Beurteilung abgegeben hat. So gut wie alle mussten Widerspruch einlegen, und das, obwohl die Mutter oder der Vater teilweise nicht mal mehr allein aufstehen konnten. Da war der Fall einer Mutter, die beinahe nur noch im Bett lag. Pflegestufe 1 (!) abgelehnt.

Anderer Fall, Prüferin betritt die Wohnung, die von der Tochter der Mutter immer gründlich geputzt wurde. Sagt zu der Mutter: „Sie sind nicht berechtigt, Sie können Ihre Wohnung ja noch gründlich alleine reinigen!“ Das hat die einfach mal so unterstellt, ohne zu fragen, ob die Putzaktivitäten vielleicht von einer anderen Person stammen könnten.

Rollstuhlfahrer: Nein, kein Anrecht, die Wohnung sei ja behindertengerecht (barrierefrei) eingerichtet, da käme er schon ganz alleine zurecht.

Könnte seitenweise so weiterschreiben, bevor ich aber vor Wut auf den Schreibtisch haue, nun meine eigenen Erfahrungen.

Das alles fand im Dezember 2016 statt, als es noch 3 Pflegestufen gab. Mittlerweile hat sich da einiges geändert, dafür gibt es im Internet genug Quellen, daher erspare ich mir eine detaillierte Erklärung an dieser Stelle.

Es klingelte und wie sich das gehört, schlugen die Höllenhündchen an. Ich sperrte die beiden ein und öffnete die Tür. Und sah niemanden. Ach, doch, die Dame war die 5 Stufen wieder runtergegangen und hatte sich drei Meter vom Eingang weggestellt. Ich begrüßte sie und fragte sie, ob sie nicht reinkommen wollte. Angst vor Hunden, okay, das gibt es und darauf nehme ich natürlich Rücksicht. Ich hatte aber sofort das Gefühl, verloren zu haben, ihr abwertender Blick sprach Bände. Die Frau war dermaßen kalt, unpersönlich und distanziert, das mir etwas passierte, das ich relativ selten erlebe: Antipathie auf den ersten Blick.

Nun wollte ich mit der Frau ja auch nicht ein paar XXL-Gläser Caipi zusammen leeren, also egal, ich hoffte natürlich einfach auf eine faire, objektive Einschätzung und Beurteilung. Meine Mutter war unten in der Küche und die Prüferin richtete einige Fragen an sie, so etwas in der Art wie „Welches Datum haben wir heute?“ Etwas, das meine Mutter so gut wie nie weiß, an dem Tag hatten wir aber zufällig kurz vorher darüber gesprochen, so dass sie es wie aus der Pistole geschossen beantworten konnte…

Dann gingen wir nach oben, bzw. meine Mutter fuhr mit dem Treppenlift, und dort guckte sich die Prüferin die Lebensumstände an (meine Mutter wohnt mit bei mir im Haus, geringe Rente, und der Platz ist ja da), ich wurde so gut wie gar nicht mit ins Gespräch einbezogen, also warf ich hin und wieder meine Sicht der Dinge ein, auch die Schwindelanfälle und dass sie unter beginnender Demenz leidet. Zwischendurch tippte Madame Daten in ihr Notebook ein, irgendwann fragte sie mich tatsächlich etwas und als ich ansetzte, die Frage zu beantworten, fiel sie mir sofort barsch mit einem „Moment mal!“ ins Wort, denn sie musste ja erst wieder was tippen. Alles lief eher unfreundlich und sehr kühl ab. Ich wusste schon längst, dass das alles Zeitverschwendung war, meine Mutter war an dem Tag auch körperlich gut drauf, sie konnte beinahe alles, was die Prüferin von ihr sehen wollte, in die Tat umsetzen.

Die Frau wollte dann noch die Daten vom letzten Krankenhaus und die Medikation haben. Die Tage hatte ich nicht sofort im Kopf parat, worauf sie auch gleich genervt reagierte. Zeit in meinem Kalender nachzugucken, gab sie mir nicht, ich guckte im Krankenhausbericht nach, da fehlte ihr dann immer noch irgendeine Information, sie guckte mich kaum je direkt an, der Blick war hauptsächlich auf ihr Notebook gerichtet. Alles in allem keine skandalösen Details, die ich hier zu bieten habe, aber wenn man bedenkt, dass man in solchen Situationen als Angehöriger unter einer stärkeren emotionalen Belastung als normal steht, frage ich mich, ob das nicht auch anders möglich wäre?

Ich erklärte ihr dann unten an der Tür noch mal die medizinische Lage, sie meinte aber nur: „Ihre Mutter hat keine Demenz. Die muss nur immer genug trinken!“ Bitte, was? Ich habe ihr die Diagnose der Ärztin gezeigt. Aber eine Neurologin, die den Medizinkram etliche Semester studiert hat, kann das natürlich nicht beurteilen, da muss schon so eine Spitzenkraft vom MDK kommen!

Dass dann im Bericht noch einige Unwahrheiten standen, zum Beispiel, dass meine Mutter Zeitschriften lesen würde (haben wir nicht drüber gesprochen und es lagen auch keine Zeitschriften herum, nur einige Zeitungen), wunderte mich dann auch nicht mehr.

Dass die Pflegestufe abgelehnt wurde, konnte ich akzeptieren, so wie die Voraussetzungen sind, war und ist meine Mutter dann doch noch zu fit, man kann sich darüber streiten, ob eine Pflegeversicherung „light“ in solchen Fällen eine gute Sache wäre, aber das ist ein anderes Thema.

Was ich aber absolut verabscheuungswürdig finde, ist das Auftreten der Mitarbeiter vom MDK. KEINER von den Leuten, die ich befragt habe und die Erfahrungen diesbezüglich gemacht haben, hat von einer anständigen, freundlichen Person berichtet, die eine objektive, faire Einschätzung abgegeben hat. Bestimmt gibt es solche Fälle, ich möchte hier nicht alle MDK-Mitarbeiter über einen Kamm scheren, für eine aussagekräftige Statistik habe ich dann doch nicht genug Leute befragt. Es ist aber schon bitter, wenn man sich mit ca. 15 Menschen über ihre Erfahrungen unterhält und keiner korrekt behandelt wurde, ganz im Gegenteil, Menschen, die wirklich ganz offensichtlich viel Hilfe brauchten, wurde diese vorenthalten.

Mal ein Lächeln, mal etwas Wärme und Empathie, ist das zu viel verlangt? Nur mal zur Erinnerung, die Pflegeversicherung ist kein Almosen vom Staat, wir zahlen dafür ein!

Ich bin mir sicher, dass die entsprechend auf Ablehnung geschult werden. Im Vergleich zu den skandalösen Zuständen in Pflegeheimen, zu der Belastung, die pflegende Angehörige ertragen müssen, ist dieser Bericht eher harmlos. Aber da fängt es an. Kein Respekt, kein Einfühlungsvermögen gegenüber den Betroffenen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Gesellschaft. Das ist der erste Schritt auf dem Weg in diese deprimierenden Zustände. Und deswegen regt mich dieses Verhalten der Prüfer auf. Überheblich, kühl, distanziert — Checklisten abarbeiten und Menschen trotzdem mit Respekt und Einfühlungsvermögen zu behandeln, scheint eine Kombination zu sein, die viele Damen und Herren des MDK überfordert.

Ja, man kann Einspruch erheben und wird dann in vielen Fällen recht bekommen (zeigt nicht genau das auch den Fehler im System, wenn im ersten Schritt offensichtlich so oft falsch entschieden wird?), aber was ist mit Menschen, die in so was nicht gut sind, die so etwas nicht können? Die vielleicht seelisch sowieso schon aufgrund der schwierigen Situation fertig sind? Mir selbst fällt so was auch nicht leicht, ich bin vor einigen Monaten in den SoVD eingetreten, um mir dort, wenn es bei mir wirklich ein akutes Thema werden wird, Rat holen zu können. Kostet natürlich Geld, Geld, das nicht jeder hat.

Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht? Vielleicht könnt Ihr was zum Thema beitragen und habt Lust, Euch an der Blogparade zu beteiligen. Es ist ein wichtiges Thema, es kann auch uns jederzeit treffen, sei es als Pflegender oder jemand, der Pflege braucht. Einige Sekunden, Schlaganfall, es kann so schnell gehen…

Hier etwas, das auch in die Richtung geht, nicht direkt Pflege, aber dass die Krankenkasse den Blindenhund ablehnt, nach dem Motto, innerhalb von 500 Metern ist ja alles da, was die Antragstellerin braucht, da frage ich mich schon, welche Werte in unserem Land eigentlich die wichtigsten sind. Menschen mit Behinderung ein so weit wir möglich selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, jedenfalls offensichtlich nicht.

 

Oooooch…

 

Liebe Monsterblogfolgende, bitte Tränendrüsen anstellen:

„Ich muss sagen, ich habe heute zum ersten Mal so etwas wie wahnsinnige Wut in mir, Wut, weil wir beschissen worden sind. Wir sind beschissen worden, im wahrsten Sinne des Wortes.“ –Karl-Heinz Rummenigge, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender des FC Bayern.

Ja, Rummenigge und alle anderen Mimimi-Sepplhosen: Nun seht Ihr mal, wie das ist! Wie oft seid Ihr schon ungerechtfertigterweise von Schiris bevorzugt worden? wie oft hätte Ribéry schon vom Platz fliegen müssen? Und dass Vidal runter musste, war mehr als gerechtfertigt, die Karte kam eher zu spät! Dass gerade das in dem Moment mal kein Foul war — geschenkt, aber so was von! Ich habe die gestrigen Fehlentscheidungen gefeiert! Manchmal gibt es doch so was wie ausgleichende Gerechtigkeit!

Was war denn mit den Entscheidungen zu Euren Gunsten damals im CL-Finale gegen BVB? Und ein gewisses Pokalendspiel kommt mir da auch gerade wieder in den Sinn.

Wisst Ihr was, Ihr unsympathischen Sepplhosen? Einfach mal Fresse halten und sich wie ein guter Verlierer zeigen! Aber nein, Ihr seid einfach nur … na ja. Jedenfalls reicht es für die Bundesliga und wohl auch für den DFB-Pokal, aber eben nicht für die Champions League.

Daraufhin ein dreifaches sehr schadenfrohes und gehässiges

HAHAHA! HAHAHA! HAHAHA!!!!

Ach ja, noch was, apropos beschissen, Ihr wurdet nicht nur beschissen, sondern Ihr seid beschissen, nämlich ganz beschissene Wettbewerbsverzerrer! Unentschieden gegen Leverkusen, und mal sehen, was Ihr gegen die anderen Teams unten im Tabellenkeller zeigt oder auch nicht, weil Ihr ja jetzt so frustriert seid und die Meisterschaft so gut wie sicher ist.

Mit nicht ganz so freundlichen Grüßen

Fellmonster, das millionenmal lieber Fan eines Vereins ist, der gegen den Abstieg kämpft, als von einem Team, das vor einigen Jahren Klatschpappen ans Publikum verteilen musste, um überhaupt mal Stimmung in die Allianz-Arena zu bekommen

Planschibild der Woche

 

Das ist schon von vorletzter Woche, ich hänge hinterher, hier nun also wieder eines meiner legendär schlechten Fotos, heute zwei Frösche oder sind es doch eher Kröten?

2017-02-19-14-54-29

Was ist passiert? Die Kröte mit den Pflastern hat nicht an die scheiß Herzchen gedacht, dabei weiß doch mittlerweile jeder, dass man immer an die scheiß Herzchen denken muss!!!!1!drölfzigherzilein!!! Die Herzenskröte hat daraufhin der vergesslichen Kröte mal so richtig die Ladung getrimmt! Hinterher musste sie halt ein bisserl verarztet werden. Kann nun als Apothekenschränkchen zum Karneval gehen. (Tähä-tähä-tähä, Narhallahmarsch!)

Der berühmte Büttenredner aus den USA hat auch wieder einen brillanten Gag rausgehauen:

ohneworte

Merkwürdige Funkenmariechen, die da um ihn herumstehen. Sind bestimmt FAKE-FUNKENMARIECHEN!!!

Ja, great healthcare in den USA — für einige Leute bestimmt, andere, die kein Geld und keine Versicherungen für Behandlungen haben, müssen halt verrecken; ist das nun ein Lügen-Tweet?

Ich sag gute Nacht und immer an die scheiß Herzchen denken! ❤ ❤ ❤ Außer, Du bist CEO einer U.S. health insurance company. Dann reichen auch Dollarzeichen.

Seriös!



Wer Geldverdienstmöglichkeiten in solch hübscher Farbe verschickt, der kann es doch nur ehrlich meinen, oder? Das ist aber noch gar nicht mal das Wichtigste.

2015-03-13 22.20.42

Sondern das hier. Das gehört alles noch zu dieser „Arbeit! Arbeit! Arbeit!“-Mail dazu. Es umfasst quasi alle Themen, die uns beschäftigen, nur die Ideen von AfD-Petry fehlen — selbst Spammails haben anscheinend ihren Stolz. Flüchtlinge auf irgendeine Insel „zurückführen“, natürlich hat sie keine Ahnung, welche, das soll gefälligst die Bundesregierung klären; gesetzestreue Bürger sollen sich eine Knarre kaufen können, um sich, ihre Familie und ihre Freunde verteidigen zu können — hurra, US-amerikanische Verhältnisse; von den ganzen anderen Dummschwätz, den sie von sich gibt, ganz zu schweigen. Bei allem verständlichen Frust in Bezug auf die etablierten Parteien frage ich mich, wie man die AfD, in der die Dummheit offensichtlich nicht nur zu Hause ist, sondern sich fröhlich wie die Karnickel fortpflanzt, wählen kann.

(Übrigens: Einen Inselplan gab es in Deutschland schon mal: Den sogenannten Madagaskarplan der Nazis. Wie viele Beweise braucht es eigentlich noch, damit auch der letzte Wähler erkennt, welch Ungeistes Kind diese Partei ist?!)

2015-03-13 22.20.51

Sorry, ich bin wieder abgeschweift. Ist mir nicht gut bekommen, heute das Interview mit dieser Frau zu lesen. Zurück zum Spam.

Sehr schön fand ich die Mails, die ich eine Zeitlang in Sachen „Toilet Paper Coupons“ bekam. Als Verehrerin der geheimnisvollen Toilettenpapierrollenpappkern-Künstlerin in der Anstalt fühlte sich mein Innerstes total angesprochen, zumal die Bilder recht hübsch sind, wobei diese natürlich nicht mit den Werken der Künstlerin konkurrieren können.

2015-03-24 18.26.13 2015-03-26 20.25.41 2015-03-29 16.01.50 Toilettenspam

Wer hier nun Gedankengänge in der Art von Toilettenpapier –> Scheiße  –> AfD hat, dem möchte ich nicht widersprechen. Ich gehe nun ins Bett, bevor ich mich wieder reinsteigere. Gute Nacht.

Neulich …

 

… auf der AfD-Bayernseite:

AfDistvollwitzigey

Diese Perle deutscher Witzetechnik ist natürlich mittlerweile von deren Website verschwunden, diese Verp***-Taktik der Rechten kennen wir ja mittlerweile, man muss da gar nicht zwingend nach Großbritannien gucken. Schade nur, dass sie nicht ganz verschwinden, diese ganzen Pegidarmleuchter und AfDeppen. Aber beleuchten wir diesen Humor doch mal genauer.

Der bösen Lügenpresse glaubt also keiner mehr, schon gar nicht, wenn ein Flüchtling mal was richtig gemacht hat, denn: Das gibt es nicht! Flüchtlinge verhalten sich niemals korrekt! Das weiß man doch!1!!11!! Es ist auch so was von egal, dass diese Meldung sogar offiziell von der Polizei NRW veröffentlicht wurde. Lügenpolizei!!! Linksversiffter Bullenverein!!!!!

Ein Flüchtling greift zu Putzmitteln und reinigt seine Unterkunft. Meine Güte! Im Vergleich dazu ist Mario Barth der Loriot der Comedyszene. (Entschuldigung an Loriot, dass ich seinen Namen in einem Atemzug mit Mario B. verwende.)

Claudia Fatima Roth… Ach, kommt, der Witz ist nicht im Keller, dafür musstet Ihr viel, viel tiefer graben. Solche tiefen Löcher buddeln nicht mal alle Hunde der Welt zusammen.

Und nun noch mal für AfDlinge: Wie fändet Ihr denn solcherart Witze über Euch?

AfD-Mitglied …

… findet funktionierende Gehirnzelle, macht davon Gebrauch und tritt aus der AfD aus!

AfD-“Ich will zurück in die Adenauer Zeit”-Sympathisant…

… teilt sich die Haushaltsarbeit gerecht mit seiner Frau!

… liest einen Bericht über die Kriegserlebnisse von Flüchtlingen und entwickelt Mitgefühl, anstatt allen pauschal Asylbetrug zu unterstellen.

Beatrix von Storch …

… entdeckt in Argentinien den mittlerweile 127 Jahre alten Gröfaz und verliebt sich unsterblich. Er möchte sie aber erst nach dem Endsieg heiraten.

Tolle Taktik der AfDämlinge: Erst mal schön Öl ins Feuer gießen und dann schnell weg damit von der eigenen Website, um sich seriös zu geben. Wird schon funktionieren, steht ja jeden Tag leider mehr als nur ein Dummer auf.

So, genug von diesem Verein. Die nächste Woche werde ich in diesem Blog mindestens 4 meiner alten Artikel, die seit über einem Jahr in den Entwürfen dümpeln, veröffentlichen. Und nachher kommt noch ein Leseeindruck, da hänge ich auch schon wieder hinterher.

Oooooch…

Skandal! Schlimmste Beleidigung seit neulich!

http://www.sueddeutsche.de/sport/bundesliga-schatzschneider-muss-wegen-beleidigung-des-fc-bayern-buessen-1.2937579

Das geht doch auch nicht, so was sagt man nicht. Der arme FC Bayern München! Bussi aufs Bauchi! So eine sch…………… öne Mannschaft. Hat sich Angela Merkel schon öffentlich geäußert? Oder ist sie noch damit beschäftigt, wg. Jan Böhmermann gut Wetter bei Recep zu machen? Während hier unsere allersympathischste Fußballmannschaft, die es gibt (von ein paar millionen anderen Mannschaften abgesehen), verbal in den Urin gezogen wird? HALLO?!?!?!?! Gauck könnte auch mal seine Solidarität erklären.

Rummenigge hat einen kleinen Schwa……………………………………………rzfarbanteil in seiner Brille. Sieht wirklich gut aus! Doch, doch! Die Fashion-QUEEN ist absolut begeistert!

Erschütterte Grüße

Euer Fellmonster

Ich hab mich so gefreut!

 

Achtung, der folgende Beitrag enthält Spuren von Sarkasmus. Bei Ironie-Intoleranz bitte nicht weiterlesen. Bitte aber ganz unten meinen Linktipp unter „Wichtig“ beachten. DANKE!

Die Panama-Papers sind ja nun in aller Munde. Keine Angst, ich blogge jetzt nicht seitenlang über Steueroasen, Briefkastenfirmen und was sonst noch so von sehr reichen Menschen genutzt wird, um Steuern zu sparen.

Ich freute mich aber sehr darauf, dass in den Blogs/Webseiten/Facebook-Seiten, die sich immer sehr kritisch mit dem Flüchtlingsthema auseinandersetzen, vor allem mit den hohen Kosten, die diese unserer überragenden westlichen Kultur doch so fernstehenden Asylantragsteller, die so tun, als seien sie Kriegsflüchtlinge, in Wirklichkeit aber doch nur in unser Schlaraffenland wollen und hier sämtliche Betrugsmaschen ausschöpfen (so ist es mehr oder weniger subtil zwischen den Zeilen herauszulesen), für uns Steuerzahler verursachen.

Gefreut habe ich mich auch auf neue „Spaziergänge“ zum Thema unsolidarische Superreiche. Frische Luft ist ja so gesund. Montage sind schon von den -gidas belegt, Freitag und Sonnabend ist Buli, Sonntag „Tatort“, aber Dienstag bis Donnerstag wären noch frei.

ABER:

Was lese ich zu dem Thema auf den Seiten?

Nichts! Rein überhaupt gar nichts! Es scheint diesen Bloggern/Website-Schreibern/Facebookern völlig egal zu sein, dass reiche Menschen durch Steuerhinterziehung einen Schaden für unser Staatswesen anrichten, der um einiges höher ausfallen dürfte als die Kosten für die Flüchtlinge. Es gibt leider keine richtig belastbaren Zahlen. Flüchtlingskosten: Irgendwas zwischen 20 – 50 Milliarden Euro in 2015. Steuerhinterziehung: Der Focus, eher nicht im Verdacht, zur linksversifften Gutmenschenpresse zu gehören, spricht von 100 Milliarden jährlich.

Und wohlgemerkt: Nicht alle diese Briefkastenfirmen sind illegal. Überhaupt nicht illegal ist das Verhalten großer Konzerne, die ihre Gewinne in Staaten versteuern, die mit niedrigen Sätzen locken. Deswegen muss so etwas wohl auch nicht weiter kritisch beäugt werden, zumal man offensichtlich genug damit zu tun hat, mehr oder weniger subtil Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen.

Ich rede hier übrigens nicht von Personen, die in der Lage sind, das Gesamtbild zu betrachten, sondern von Schreibern, die immer und immer und immer wieder nur die Negativbeispiele hervorzerren und sich weigern zu akzeptieren, was es heißt, Kriegsflüchtling zu sein. Während ich von den meisten “Gutmenschen” durchaus zu hören bekomme, dass ihnen bewusst ist, dass nicht alle Flüchtlinge ganz lieb seien und sich mit Feuereifer integrieren wollen – so viel zum Thema Realitätssinn. Natürlich gibt es betrügende Flüchtlinge, gewalttätige Flüchtlinge, wie es übrigens auch betrügende und gewalttätige Deutsche geben soll, aber das ist dann ja wenigstens unsere Kultur, nech?

Was schließen wir daraus? Gar keinen mehr aufnehmen, auch nicht die vielen Kriegsflüchtlinge, die einfach nur dankbar sind, ihr Leben retten zu können? Soll das wirklich die Konsequenz sein? Die Schreiber, an die ich denken muss, äußern sich hierzu interessanterweise nicht. Sie überlassen ihren Lesern die Schlussfolgerungen, lieb, oder?

Immerhin habe ich einige interessante Facebook-Kommentare gelesen. Einer wies darauf hin, dass ja nicht wirklich Kosten entstünden, es würden ja nur weniger oder keine Steuern bezahlt, das seien aber ja keine Kosten.

Aha. Mehr Steuereinnahmen = mehr Geld für z. B. die Infrastruktur oder zum Abbau der Schulden, das habe ich vor diesem weisen Kommentar gedacht, aber das würde vermutlich eh nur alles an die Flüchtlingshorden gehen, die betrügend durch deutsche Lande ziehen. Dann doch besser so!

Auch schön: Generell müssten Firmen niedriger besteuert werden, denn sie schaffen so viele Arbeitsplätze, und das täten sie sonst nicht.

Ach so. Nee, darauf einzugehen, ist mir zu doof, das wird sonst wieder so ein ellenlanger Artikel.

Wir fassen zusammen: Steuerflüchtlinge (übrigens ein scheiß Begriff, das sind nun wirklich keine Flüchtlinge, sondern Betrüger!) und Konzerne, die ihre Gewinne sonstwo versteuern, aber nicht in den Ländern, wo sie anfallen, sind anscheinend nicht so kritisch zu betrachten wie Flüchtlinge. Letztere schaffen nämlich keine Arbeitsplätze und sehen irgendwie auch noch so anders als wir aus, außerdem distanzieren sie sich nicht jeden Tag mindestens 20 x vom Islamismus, also raus damit oder gar nicht erst reinlassen.

Jetzt mal ganz ohne Sarkasmus: Lest bitte diesen Artikel bei DeutscheMuslima. Die Schreiber, die ich mit meinem Artikel meine, schmeißen sicher keine Brandsätze in Flüchtlingswohnungen oder üben sonstwie körperliche Gewalt aus. Aber diese Vorgehensweise, immer nur die negativen Aspekte zu beleuchten, teilweise auch noch mit falschen Fakten, ist Gift, das in die Hirne von Menschen, die nach Sündenböcken suchen, geträufelt wird und zu solchen Aktionen führen kann.

Zum Schluss möchte ich Euch noch dieses Video ans Herz legen. Ich weiß, dass ich bei meinen Stammlesern eh offene Türen einrenne (darüber bin ich sehr froh!), aber bei zweifelnden Menschen kann es vielleicht zu Nachdenklichkeit anregen. (Ich gebe die Hoffnung nicht so schnell auf.) Es ist berührend und hoffentlich auch aufrüttelnd.

(Habe ich bei Scrooge/Grenzwanderer entdeckt, danke dafür!)

Sorry fürs schon wieder Rumpolitisieren.

Klarstellung — einen Tag später

Ich habe eine Nacht über den Artikel geschlafen und möchte vorsichtshalber noch präzisieren, um welche Schreiber es mir vor allem geht. Definitiv nicht um die, die plumpe Parolen auf Facebook & Co. von sich geben, oftmals in einer Sprache, die nur noch entfernt an die ihres geliebten deutschen Vaterlandes erinnert…

Nein, es geht mir um die, die in relativ eloquenter Manier über das Thema Flüchtlinge schreiben und denen es damit gelingt, Menschen zu beeinflussen, denn es ist nicht alles falsch, was sie schreiben (meistens aber auch nicht alles richtig). Soweit ich es beurteilen kann, handelt es sich um Menschen, die einen guten Job haben, einen gewissen Wohlstand genießen dürfen, also gutsituierte Mittelschicht (Tendenz eher nach oben als nach unten). Was mich daran stört? Folgende Erfahrungen:

  • Es werden immer nur negative Erlebnisse/Erfahrungen mit Flüchtlingen geschildert
  • Kosten, Kosten, oh, was das alles kostet, unsere Steuergelder!
  • Der Versuch, in Diskussionen zu gehen (und glaubt mir, ich bin bei solchen Diskussionen — im Gegensatz zu diesem Artikel — sachlich, weil ich mir davon den größeren Gewinn erhoffe) endet i. d. R. ganz schnell, aber leider nicht durch überzeugende Argumente, sondern durch Wischiwaschi-Klatschen, indem einem sofort unterstellt wird, dass man ja fern jeglicher Realität sei (Kurzfassung: Gutmensch, aber sie formulieren es in der Regel geschickter)
  • Die Autoren sagen es nicht so direkt, aber eine ihrer größeren Sorgen scheint zu sein, dass ihr Wohlstand, ihr mehr oder weniger gemütliches Dasein, gefährdet ist, die größten Probleme in deren Leben scheinen eher zu sein, dass das geliebte Autochen sich im Schlagloch einen Achsenbruch holt
  • Was fehlt: Mitgefühl mit der Situation der Flüchlinge, selbst Wirtschaftsflüchtlinge kommen aus Zuständen, gegen die Hartz IV noch ein Traum ist (ich bin übrigens gegen Hartz IV, anderes Thema, nur um das klarzustellen). Bei aller Kritik an der Politik in Deutschland, aber ich bin trotzdem dankbar, dass ich hier geboren wurde. Und dazu habe ich nichts beigetragen. Wie auch die besagten Autoren nicht. Nur einmal in sich gehen, was wäre, wenn sie in z. B. Syrien geboren worden wären? Oder Nigeria? Schade, dass man es nicht einrichten kann, bestimmten Menschen so eine Erfahrung mal für einige Wochen am eigenen Leib erfahren zu lassen, ich gebe zu, dass ich es so manchem gönnen würde (ja, ich bin böse, hat sich das mit dem Gutmensch nun erledigt?). Einfühlungsvermögen ist kein fucking Gutmenschentum.
  • Häufiger findet man in diesen Artikeln Lob an Orban & Co. DAS ist für mich das Üble: Die Schlussfolgerung, einfach die Grenzen dichtzumachen (wird nicht immer explizit genannt, kann man aber, wenn man zwischen den Zeilen liest, entsprechend ableiten). Das ist unmenschlich. Das ist nicht mein Europa.
  • Vielleicht einfach mal selbst mit Flüchtlingen reden? Oder mit Soldaten, die aus dem Krieg kommen und traumatisiert sind? Oder überhaupt mit Menschen, denen es nicht so gut geht? Kann ich nur empfehlen. Hilft vielleicht gegen dumme Sprüche wie „die wollen nur in unser Schlaraffenland“.

Fazit: Ich bin nicht blauäugig, ich sehe auch die Probleme, die es gibt. Auf der einen Seite überfüllte Flüchlingsheime, während in anderen Bundesländern die Hälfte der Unterkünfte leersteht. Polizei, die häufig zu Streitigkeiten ausrücken muss (ob das so erstaunlich ist, wenn man 600 Leute in einen Baumarkt stopft, ohne Möglichkeit, sich mal zurückzuziehen, lasse ich dahingestellt, ich glaube, dass es auch bei deutschen Bewohnern unter den Umständen genügend Schlägereien geben würde…). Das Abkommen mit Erdogan ist eine Schande für die EU! Auch Köln (Silvester) habe ich nicht vergessen. Es gibt hier Diskussionsbedarf, wie man mit solchen Themen und Vorkommnissen umgeht. Aber wer meint, dass Grenzschließungen und Abkommen mit Diktatoren der richtige Weg sind, anstatt verfolgten Kriegsflüchtlingen zu helfen, und wir bleiben wie die Maden in unserem Wohlstandsspeck sitzen, dem sach ich dann mal: Fröhliches AfD-Wählen. Aber nicht wundern, was dabei rauskommt…

Und, ach ja, noch an die Leute, die sich Sorgen um die Menschen machen, die in diesem unserem Land (H. Kohl) nicht im Wohlstand sausen und brausen: Glaubt Ihr, dass es Obdachlosen, alleinerziehenden Geringverdienern etc. pp…. besser gehen wird, wenn die Grenzen dichtgemacht werden? Was hat die Politik in den letzten Jahrzehnten an Sozialpolitik auf die Beine gestellt, um den Wohlstand gerechter zu verteilen und für Chancengleichheit (Bildung! Bildung! Bildung!) zu sorgen? DAS wäre auch mal den ein oder anderen Spaziergang wert! Aber das Sündenbockverfahren funktioniert bei diesem Thema nicht so gut…

Wichtig!

Vorhin entdeckt, die Blogparade „Schreiben gegen Rechts“ ist nun vorbei und Anna hat noch mal richtig was auf die Beine gestellt: Die ganzen Beiträge als E-Book und PDF-Dokument gibt es nun bei ihr zum Download! Es sind sehr viele großartige Beiträge dabei. (Und ein überlanger schwafeliger, aber den kennt Ihr ja schon… 😉 ) Danke, Anna, für diese wichtige Blogparade!

Ab morgen dann wieder der übliche Bekloppti-Wahnsinn hier im Blog, u. a. mit

  • Socksi, der sich jetzt doch mal persönlich zu Wort bellmelden will, denn er hat da eine dreiste Frechheit ohnegleichen zu veröffentlichen
  • schlechtem Einfluss der Helene Fischer auf bestimmte WEZ-Bewohner
  • einem epochalen Gewinn

PS: @Sie-weiß-schon-wer-gemeint-ist: Sorry, doch wieder etwas länger geworden! Ich arbeite dran…