Ich weiß nicht…

 

… was ich zu solchen Menschen sagen soll:

Außer, dass ich dem und seinen Lobbyistenkollegen und deren Konzernchefs gern noch was ganz anderes zu trinken geben würde… Und damit meine ich ganz bestimmt keinen Caipi.

Willkommen in der bunten Welt des Konzern-Kapitalismus. Meiner Ansicht nach müsste man diese ganzen Molochfirmen zerschlagen, es kann doch nicht sein, dass die Politik immer mehr von den Großkotzkonzernen bestimmt wird… TTIP und ähnliche Pläne kommen doch auch aus der Ecke. Aber wir sind in Deutschland ja nur reich und hysterisch. Sagt der Siggi, und der wird es ja wohl wissen als Chef der Arbeitnehmerpartei SPD. Uppsi, nun ist mir aus Versehen ein bisschen Ironie in den letzten Satz gerutscht…

(Nein, ich bin kein Sozialist und auch kein Kommunist, aber dagegen, dass Geldscheffeln das Maß aller Dinge ist. Und da muss eigentlich die Politik gegensteuern, denn die meisten Konzernmanager werden immer das Wohl ihrer Aktionäre und ihres eigenen Bankkontos, welches nach Boni hungert, im Auge haben. Außerdem hat es nicht mehr allzu viel mit freier Marktwirtschaft zu tun, wenn sich ein, zwei Konzerne die Märkte aufteilen und kleinere Firmen schlucken oder in den Konkurs treiben. Freie Marktwirtschaft hat nämlich auch was mit Wettbewerb zu tun.)

So, ich musste mir mal kurz Luft verschaffen. Dafür wird es voraussichtlich morgen einen Artikel mit großem Epochalitätsfaktor geben, er ist beinahe fertig geschrieben, aber nun bin ich müde und muss noch Wäsche aufhängen, klickt Euch also morgen wieder rein. :-)

Wie lange noch…

… wollen die Entscheider der EU (ihres Zeichens Friedensnobelpreisträgerin 2012) noch zugucken, wie Menschen elendig ertrinken?

Die Anstalt hat den Zynismus schon letztes Jahr aufgezeigt, kurze Version:

Länger:

Zwei Petitionen:

https://www.change.org/p/seenotrettung-für-flüchtlinge-jetzt

https://www.amnesty.at/de/sos-europa/

Es ist sicher kein einfaches Thema, und die Idee, die Lebensbedingungen in den Herkunftsländern zu verbessern, ist ja nicht verkehrt (wobei man hier jetzt noch lang und breit diskutieren könnte, inwieweit das wirklich gewollt ist und wie weit man dafür bereit wäre zu gehen), aber es muss doch als allererstes mal darum gehen, die Menschenleben zu retten! Die Abschreckungspolitik funktioniert ja ganz offensichtlich nicht…

Frau Tonaris Rost-Parade (12)

 

Jetzt bin ich endlich mal wieder dabei bei dieser tollen Parade! Dieses Mal mit Politik, da kann ich als Weltherrscherin einfach nicht so ganz aus meinem Fell.

Wie einige mitbekommen haben, musste ich hier ja mehrere Gebäude entrümpeln. Dabei entdeckte ich eine Sichel, die schon gut Rost angesetzt hatte. Ein Hammer lag auch noch in der Gegend rum, also musste ich an das hier denken:

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Flag of the Soviet Union“ von see below – http://pravo.levonevsky.org/. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

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(Stern hatte ich nicht greifbar, eine hübsche Symbolik wäre es gewesen, dort die Zeitschrift gleichen Namens hinzulegen, aber die lese ich schon lange nicht mehr…)

Ich bin ein Kind der 70er und vor allem 80er. Erinnerungen an den Kalten Krieg, Ostermärsche, Wettrüsten, Nato-Doppelbeschluss, greise Herren im Zentralkomitee der KPdSU (bis “Gorbi” kam), Reagan mit seinem Spruch vom “Reich des Bösen”, Lieder wie diese:

Das hat sich tief in mein Gehirn eingegraben, vor allem die diffuse Angst vor einem Atomkrieg. Das alles noch ergänzt um das wachsende Bewusstsein der Umweltzerstörung (Waldsterben), ergab eine düstere Stimmung, die sich schlecht beschreiben lässt.

Dass ich den Fall der Berliner Mauer erleben würde, hätte ich nie für möglich gehalten. Ich saß mit großen Augen vorm Fernseher. Eine Zeitlang pure Freude und grenzenloser Optimismus bei vielen Menschen (außer den knallharten Realisten, die wussten, dass sich die Menschheit schon bald selbst wieder Dämpfer verpassen würde…).

Und nicht ganz sieben Jahre später holte ich Rasputin aus Mecklenburg-Vorpommern zu mir.

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“Das Foto ist schief.” Ja, ich weiß. ;-)

52 Bücher, Woche 27

 

Vor 70 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde der Lagerkomplex Auschwitz von der Roten Armee befreit. Auschwitz ist wohl der schlimmste Beweis für menschliche Grausamkeit. 70 Jahre, so lange ist das noch nicht her.

Es wird immer wichtig sein, daran zu erinnern, um daraus zu lernen. Gerade in der heutigen Zeit, in der sich wieder ein Trend abzeichnet, eine bestimmte Gruppe zu stigmatisieren, nicht nur auf sog. Spaziergängen.

Deswegen ist das Thema dieser Woche

Nationalsozialismus

Mein Beitrag zum Thema ist

Das Lager im Dorf lassen — Das KZ Neuengamme in der lokalen Erinnerung” von Gesa Anne Trojan.

Das ehemalige KZ Neuengamme befindet sich in der Nähe meines Wohnortes, insofern gab es für mich schon früh Berührungspunkte. Jahrzehntelang befand sich auf dem Gelände eine Justizvollzugsanstalt. Gesa Anne Trojan beschäftigt sich vor allem mit den Erinnerungen von Dorfbewohnern, die zu der Zeit Kinder waren, und mit den Erfahrungen der später Geborenen — was haben sie von der älteren Generation über das KZ erfahren, welche Bedeutung hat die Gedenkstätte und ähnliches. Stichwort “Oral History”.

Bei dem Thema lässt sich denken, dass das keine leichte Lektüre ist. Als Einstiegsbuch, falls man sich vorher noch nicht mit dem Thema beschäftigt hat, würde ich es nicht empfehlen, ansonsten aber auf jeden Fall.

Damit habe ich nach langer Zeit auch mal wieder etwas zum Projekt der Momos “Zeichen setzen” beigetragen.

Jetzt wundert mich nichts mehr…

 

“Bis heute beeinflusst ihr [Ayn Rands] Denken die US-amerikanischen Neoliberalen und Konservativen, insbesondere die Republikanische Partei. Bei einer Umfrage der US-Kongressbibliothek, welches Buch den größten Einfluss auf das Leben der Befragten hatte, lag Ayn Rands “Atlas Shrugged” auf Platz 2 – nach der Bibel.”

Erschreckend. Quelle.

Könnte ich zeichnen…

 

… würde ich einen Cartoon in der Art zeichnen:

1. Panel:
Terrorist mit noch rauchendem Maschinengewehr o. ä. landet in der Hölle und sieht sich dem Teufel gegenüber. Denkblase beim Terroristen: “Hm, Allah habe ich mir ganz anders vorgestellt.” Sprechblase Terrorist: “Wo sind denn nun die 72 Jungfrauen, dafür habe ich hart gearbeitet?” Teufel: “Ja, natürlich, bitte folgen Sie mir.”

2. Panel:
Teufel führt den Terroristen in einen Raum mit 72 Teufelsfrauen, die entsprechend aussehen, also auch mit Hörnern auf dem Kopf, vor Vorfreude grinsenden Fratzen etc. pp.

Leider kann ich nicht zeichnen, ich finde es aber gut, dass sich viele Karikaturisten und Cartoonisten mit den Toten von Charlie Hebdo solidarisch zeigen, in dem sie satirische Cartoons zeichnen.

Viel mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, das können andere besser (ich beneide ein bisschen Herrn Silencer, der präzise und ins Schwarze treffend mit relativ wenigen Worten viel erklärt, während ich meinen konfusen und langatmigen Artikel über Pegida wieder gelöscht habe).

Nur ein paar Punkte, auch Pegida betreffend, denn dort herrscht nun so eine Art “ätsch, wir hatten doch Recht”-Party. Nach außen hin wirken deren Forderungen scheinbar ja recht moderat, aber man braucht sich nur viele Kommentare auf deren Facebookseite durchzulesen, um eine unappetitliche Melange aus braunem Matschhirn, Gutgläubigkeit, Vereinfachungen, Pauschalisierungen etc. vorzufinden. Nein, das sind nicht alles Nazis, und ich bin durchaus dafür, die Bewegung ernstzunehmen, das muss man, wenn es wirklich stimmt, dass jeder dritte Deutsche sich vorstellen kann, bei Pegida mit “spazierenzugehen”, wie sie es nennen. Aber ernst nehmen darf nicht heißen, dass man ihnen nach dem Mund redet, wie einige CDU-/CSU-Politiker aus Angst um die Wählerstimmen das gern möchten und teilweise schon praktizieren, unter anderem auch der Bundesentwicklungsminister (und ich dachte schon, Niebel war der schlechteste … aber egal, ich schweife schon wieder ab).

Nein, nicht alle Flüchtlinge aus islamisch geprägten Ländern sind verkappte Terroristen. Im Gegenteil, viele fliehen vor dem Terror in ihren Heimatländern (Islamisten bringen immer noch bevorzugt Muslime um). Reiche Staaten sollten Asylsuchende nicht einfach zu Hunderten in Container pferchen (dass das zu Spannungen und Gewalt führen kann, ist nicht wirklich überraschend), sondern sich um gute Betreuung und Integration bemühen. Dem Teil der Pegidaanhänger, der meint, das ganze Geld, das für die Flüchtlinge ausgegeben wird, fehle dann bei wichtigen Investitionen in Infrastruktur, Bildung (wo doch gerade Bildung wichtig ist, um zu lernen, nicht auf Rattenfänger hereinzufallen, nicht wahr?), Gesundheitssystem etc. pp., möge sich mal damit beschäftigen, wie in den letzten Jahrzehnten die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wurde und die Politik nicht nur in Sachen sozialer Gerechtigkeit eklatante Fehler begangen hat. Damit ist die Zeit sinnvoller verbracht, anstatt pauschal alle Asylsuchenden über einen Kamm zu scheren oder bei diesem schiet Wetter spazierenzugehen, sich womöglich zu erkälten oder — noch schlimmer — mit braunen Bazillen zu infizieren, denn solcherlei Menschen mit vor sich hinköchelnder brauner Suppe und sonst nix im Kopf befinden sich nicht ganz zufällig unter den Pegidaspaziergängern…

Ich leugne nicht, dass es Probleme gibt wie fanatische Salafisten, die junge Leute in ihr Terrornetz locken, Stadtteile, in denen es auch Probleme durch zu hohen Anteil von nicht integrierten Ausländern gibt etc., aber die Sündenbockphilosophie à la Pegida schürt nur Hass, wird aber kein einziges Problem lösen, und es wird auch nichts helfen, neben jedem Laternenpfahl einen Polizisten zu stellen.

Ganze Gruppen pauschal als Sündenböcke hinzustellen — verdammt, gerade wir Deutschen sollten doch wissen, dass das der falsche Weg ist!

Ach ja,  noch was, werte Pegidarier, wenn man Euch ernst nehmen soll, hört auf, Euch über die “Lügenpresse” zu echauffieren; und “das wird man ja noch mal sagen dürfen”-Gejammer könnt Ihr bei der Gelegenheit ebenfalls sein lassen, denn das dürft Ihr doch! Nur dürfen andere halt auch sagen, dass Ihr dummes Zeug redet.

Schon wieder viel zu lang geworden. Sorry. Ab morgen dann wieder unpolitisch und mit der üblichen Beklopptheit.

Ganz am Rande: Frankreich hat seit Anfang 2006 die Vorratsdatenspeicherung. Ich meine ja nur…

Es ist soooooo lieb…

… von den USA, dass sie eine Reisewarnung für Sotschi herausgegeben haben. Es geht nicht nur um die Terrorgefahr, sondern:

Das US-Außenamt warnte US-Bürger zudem vor der Gefahr von Kleinkriminalität und schlechter medizinischer Versorgung in Sotschi. Auch müsse beachtet werden, dass es nach russischen Gesetzen als Delikt gelten könne, öffentlich homosexuelles oder lesbisches Verhalten erkennen zu geben.

Das ist soweit sicher auch alles richtig und berechtigt. Wie hieß eigentlich noch mal der Staat, in dem die Zahl der Tötungsdelikte mit Waffen, häufig im legalen Besitz, sehr hoch ist? Der sich ein Gefangenenlager in kubanischen Gefilden hält, welches nicht so ganz rechtsstaatlichen Gepflogenheiten entspricht? In dem Ärzte, die Abtreibungen vornehmen, auch schon mal von fanatischen Christen erschossen werden? In dem die Todesstrafe noch immer nicht geächtet ist? Der sich seit Jahrzehnten mehr oder eher weniger müht, ein funktionierendes Gesundheitssystem auf die Beine zu stellen, und wenn es dann tatsächlich mal Gesetze in dieser Richtung gibt, diese von hirnleeren Teebeuteln bekämpft werden?

Ich komme gerade nicht drauf. Egal.

Apropos Gesundheitspolitik: Heute Morgen ( na ja, eher Mittag, ich bin ja bekennende Langschläferin) habe ich in den Nachrichten gehört, dass jeden Tag (!!!) ca. drei Menschen sterben, weil kein Spenderorgan zur Verfügung steht. Die Bereitschaft zur Organspende ist seit den Skandalen offensichtlich weiter zurückgegangen.

Ich finde das sehr schade. Natürlich sind diese Skandale grässlich, aber deswegen auf die Organspende zu verzichten? Nicht alle Organe werden nach betrügerischen Regeln vergeben. Ganz ausschließen lässt sich das wohl leider nie; wo Geld im Spiel ist, wird es immer gierige Menschen geben, die alle Moralvorstellungen über Bord werfen. Nach diesen Skandalen kann man zumindest davon ausgehen, dass etwas genauer hingeguckt wird.

Irgendwann ein Spenderorgan zu benötigen, könnte jeden treffen, Dich, mich, Menschen, die Ihr liebt… Darum die Bitte an diejenigen, die noch keinen Organspendeausweis haben, zumindest mal drüber nachzudenken. Es war noch nie so einfach, sich einen Ausweis zuzulegen, den kann man sogar online ausdrucken.

9. November – damit es nicht in Vergessenheit gerät

Fellmonsterchen:

Ein sehr guter Artikel von Herrn Momo. Hier außerdem eine Sendung von NDR Info über die Pogrome: http://www.ndr.de/info/audio181373.html

Ursprünglich veröffentlicht auf Gar nicht so einfach.... 2.0:

Seit fast drei Jahren prangt auf der rechten Seite unserer Blogs an prominenter Stelle ein Logo, das an eine Zeit in Deutschland erinnern soll, die man wohl als die schwärzeste überhaupt bezeichnen kann:

Damals galt es als fein, eine komplette Bevölkerungsschicht, die Juden, auszugrenzen und zu diffamieren, weil eine Regierung von Verbrechern dies so propagierte und grosse Teile der Bevölkerung dies völlig kritiklos übernahm. Das fing ganz klein an mit solchen Sätzen wie “man kauft nicht bei Juden” und nahm seinen ersten Höhepunkt heute vor 75 Jahren, als die ersten Synagogen brannten in unserm Land. Auch die Hamburger Synagoge im Grindelviertel fiel diesem Wahn zum Opfer:

newsimage

Was darauf folgte, wissen wir alle: Die Ausgrenzung schritt fort, Menschen jüdischen Glaubens wurden jedes Schutzes des Staates beraubt, in dem sie lebten, wurden ausgeplündert, schlussendlich wie Vieh zusammen getrieben und in unmenschlicher Weise in Lager gepfercht und ermordet…

So etwas darf sich nicht…

Original ansehen noch 595 Wörter

Danke, FDP-Fritzen,

war scheußlich mit Euch. Ich freue mich aber, dass Eure Wahlkampagne so gut funktioniert hat. Wäre zwar beinahe noch mal schiefgegangen, Ihr habt ja doch noch an den 5 Prozent geschnuppert, aber wer kann bei solchen Wahlplakaten schon JA ZUR FDP sagen? Eben. Dankesschreiben nicht nötig, habe ich gern für Euch getan! Endlich Freizeit für Euch! Neue Aufgaben! Vielleicht bekommt Ihr ja Jobs als Hotelpagen — so viel Dankbarkeit schuldet Euch die Hotelbranche einfach, finde ich.

(2 Klicks vergrößern das Elend…)

Rösler Kopie

Und über wen soll ich jetzt lästern? Was wird aus meiner tollen Niebelungensaga, die dem tollen Dirk Ehre erwies? Alles vorbei, aber manche Preise zahle ich einfach verdammt gern!

Ansonsten fand ich das Wahlergebnis nicht so prickelnd. Beinahe die absolute Mehrheit für die Union? Das muss doch nun wirklich nicht sein. Beinahe die AfD in den Bundestag? Gerade noch mal so eben gutgegangen. Dann warten wir mal auf die Große Koalition…

Ab morgen hier im Blog wieder wirklich wichtige Themen, dann startet hier die Monster-Fashion-Week! Überall oder zumindest in einigen Städten fanden in den letzten Wochen Fashion Weeks statt, da kann ich als Fashion-QUEEN natürlich nicht abseits stehen, sondern werde Euch in den nächsten Tagen das Wichtigste aus der Welt der Mode präsentieren! Mit weniger solltet Ihr Euch nicht zufriedengeben!