Skandal!

Dieser Sessel hat keine Parkscheibe!!!

2015-11-04 08.50.49

Seehofer, auf geheimen Besuch in Hamburg, rief sofort die Polizei. Gesetz, Zucht und Ordnung müssen sein! Den Korbsessel haben bestimmt die Flüchtlinge dorthin gestellt. Auf einen Baumarktparkplatz! Ohne Parkscheibe! Kennt man ja. Damit sie beim Belästigen und Vergewaltigen gemütlich sitzen können. Fakt. Das können die in ihren Herkunftsländern machen, aber doch nicht in Deutschland! Da sei die CSU vor und die ganzen Bürgerwehren, die sich nun gründen, hauptsächlich bestehend aus Männern, die sich bis dato nicht so wirklich für dieses Thema interessierten, aber wenn deutsche Männer im Karneval oder auf dem Oktoberfest oder auf zweitklassigen Firmenfeiern Frauen begrapschen oder schlimmeres mit ihnen anstellen, ist das sowieso was ganz anderes. Deutsche Männer teilen ihre Frauen nicht mit Ausländern, wo kommen wir denn dahin? Bleibt sowieso schon kaum noch was übrig für die Deutschen, währen die Flüchtlinge 3000 Euro pro Monat bekommen und immer die neuesten Smartphone-Modelle besitzen, es steht im Internet, sogar auf Facebook, also True Story (manchmal bin ich so müde…).

Um mal schnell ein paar ernsthafte Sätze zu dem Thema zu sagen: Wenn zweifelsfrei erwiesen ist, wer die Frauen belästigt oder sogar attackiert hat, und es sich um Asylantragsteller halten sollte, kann man diese einzelnen Personen meinetwegen abschieben, es handelt sich hier nicht um Kavaliersdelikte à la Schwarzfahren. Aber was gar nicht geht: Pauschal alle Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen, nach dem Motto, in deren Kultur sei das ja normal! Es gibt genug Beispiele von Flüchtlingen, die sich höflich und respektvoll verhalten! Aber mal wieder werden diese Vorfälle dazu genutzt, lustig Öl ins Feuer zu gießen. Die Gefahr ist groß, durch solches Verhalten sehr viel zu zerstören. Ich lege Euch unbedingt diesen klugen Artikel von Silencer ans Herz. Quasi Lesebefehl. ;-)

Und was sagt Zombieapfel dazu?

CSU-Diät

AfD-Hirne (gibt es solche überhaupt?) rührt er gar nicht an, auch Zombie-Apfel hat seinen Stolz! Er hängt übrigens immer noch wacker als letzter Apfel an seinem Baum…

Und wenn Euch aufgrund der heraufziehenden gesellschaftlichen Kälte oder einfach nur wetterbedingt fröstelig ist, könnt Ihr hier auf einen schicken Schal bieten, es unterstützt einen guten Zweck und der Schal sieht nebenbei noch super aus, das sagt Eure Fashion-QUEEN (also ich).

Paris…

Ich selbst möchte nicht viel dazu schreiben, wir wissen, wie viel Leid diese Anschläge verursacht haben. Nur so viel: So ähnlich geht es in vielen Ländern seit Jahren oder Jahrzehnten zu. In Israel lebt man schon wie lange mit regelmäßigen Selbstmordattentaten? Palästinenser müssen jederzeit Vergeltungsaktionen fürchten. Entsprechende Meldungen aus dem Irak sind in den Zeitungen mittlerweile zu Vierzeilern am Rand geschrumpft. Zu Syrien muss ich nichts weiter sagen.

Ich kann verstehen, dass uns diese Ereignisse ferner sind; abgesehen von der größeren Entfernung, anderem Kulturkreis etc. ist es ein Selbstschutz, denn ansonsten müssten wir jeden Tag so trauern und/oder entsetzt sein, wie die meisten von uns es zurzeit sind, und das hält keine Seele aus.

Trotzdem halte ich es für wichtig, dass wir uns diese Tatsache vor Augen halten und vor allem bedenken, dass die große Mehrheit der Flüchtlinge genau vor diesen mordenden Fanatikern auf der Flucht ist. Ja, vielleicht nutzt der IS die Flüchtlingsgruppen, um Attentäter einzuschleusen, vielleicht auch nicht, das wissen wir zurzeit alle nicht 100 %ig, aber eins ist klar: Die Terroristen werden immer einen Weg finden, ins Zielland zu gelangen, ggf. mit mehr Aufwand, aber man kann in den heutigen Zeiten der Globalisierung die Grenzen niemals so weit abschotten, um das “Einsickern” dieser Mörder zu verhindern. Die Schlussfolgerung des reichen Europa (ein Teil dieses Reichtums fußt übrigens auf Waffenexporten, auch in Krisenregionen) kann doch nicht ernsthaft sein, gar keine Flüchtlinge mehr aufzunehmen? Nichts gegen bessere Registrierungsabläufe an den Grenzen, aber das ist es nicht, worum es Pegida, AfD und Konsorten geht…

Ja, es wird weitere Anschläge in Europa geben, höchstwahrscheinlich auch irgendwann in Deutschland, und davor habe ich Angst. Noch größere Angst habe ich aber vor dem Wiedererstarken der Rechten, die die Terroranschläge schon mit Wonne für ihre Zwecke instrumentalisieren. Was wiederum die Strippenzieher der Terroranschläge, deren Ziel es ist, für Instabilität zu sorgen, erfreuen dürfte.

Und nun übergebe ich an Herrn Ackerbau, dessen schräges Blog ich sowieso sehr mag. Er hat einen großartigen Artikel zu dem Thema geschrieben.

Nachher blogge ich noch was Schönes. Das wird mir hier ansonsten langsam zu düster, damit ist auch niemandem geholfen.

Hin und wieder…

… habe ich hier ja auch ernste Themen am Wickel, und heute ist es mal wieder so weit. Mir liegt etwas auf dem Herzen und rumort in meinem Gehirn, das muss jetzt raus. Mein Artikel ist nicht besonders gut strukturiert, eher eine Sammlung von Gedankenfetzen.

Aber erst mal gute Neuigkeiten: Frau Dr. Buchstäblich-Seltsam, Blogurgesteine kennen sie noch, bloggt wieder! Und sie hat in ihren neuesten Artikeln ein Thema beackert, das auch mich umtreibt, wie vermutlich zurzeit jeden, der an Politik interessiert ist: Flüchtlinge.

Ich möchte nicht auf alle Aspekte eingehen, sondern vor allem auf Aussagen wie diese hier:

“Warum bekommen die Flüchtlinge so viel Geld, aber unsere Obdachlosen nicht?”

Dieses Argument wird gern auch mit Hartz-IV-Empfängern, allein erziehenden Müttern und anderen finanziell schlecht gestellten Gruppen verwendet. Und auf dem ersten Blick hört sich das nicht mal so unplausibel an, oder?

Ist es aber! Hier werden arme Menschen gegen noch ärmere ausgespielt! Und das Schlimme daran ist: Diese Aussagen kommen nicht mehr nur von Neo-Nazis oder unverbesserlichen “Montagsspaziergängern”. Nein, ich höre und lese so etwas mittlerweile von Menschen, die mir etwas bedeuten, zum Beispiel von Leuten, die sich im Tierschutz engagieren, einen Hund aus dem Ausland (!) aufgenommen haben, und die ich nicht einfach genervt von meiner Facebook-Freundesliste oder aus meinem Bekanntenkreis streichen möchte, wie ich es leichten Herzens mit Komplettignoranten tun würde.

Woran liegt es, dass Menschen, die in vielerlei Hinsicht nicht herzlos sind, diese Parolen nachplappern, Links zu Artikeln mit nachweislich falschen Aussagen (“was die Flüchtlinge alles bekommen, Handys etc.!”) verlinken und lieber heute als morgen die Grenzen wieder dichtmachen möchten?

Ich vermute, es ist Angst, und gar nicht mal hauptsächlich vor einer Islamisierung, dies Argument wirkt auf mich häufig nur vorgeschoben, sondern Angst vor dem Verlust des eigenen (und sei es nur bescheidenen) Wohlstandes und der Sicherheit. Der Hinweis auf Bevölkerungsgruppen wie Obdachlose lässt mich das vermuten.

Wie kann es angehen, dass ein Diplom-Finanzwirt, der bei bei der Hamburger Finanzbehörde arbeitet, ein Haus anzündet, in das 8 – 12 Flüchtlinge einziehen sollten? (Quelle.) Furcht, dass böse, fanatische Männer aus islamischen Ländern den hier jahrzehntelang in ihren Häusern ruhig lebenden Familen etwas antun? Die Tatsache ignorierend, dass gerade die mordenden Islamisten häufig ein Fluchtgrund sind und ganz, ohne die Asylbewerber überhaupt zu kennen.

Ja, sicher gibt es auch unter den Flüchtlingen gewalttätige Menschen (wie unter Deutschen auch), und sicher sind viele traumatisiert, was sich unter Umständen in Gewalt äußern kann. Aber was ist das für ein Denken, das so einen Hass auslöst, ohne die Menschen, die aus dem Elend zu uns kommen, überhaupt zu kennen? Und das wohlgemerkt von jemandem, der studiert und wohl einen anspruchsvollen Job hat. Mir macht das Angst. Früher fürchtete man ein paar fanatisierte Glatzen in Springerstiefeln, die schon Unheil genug anrichteten, aber nun breitet sich das Gift immer weiter aus, bis in die Mittelschicht und darüber hinaus, denn von unseren regierenden Politikern vermisse ich deutliche Worte, muss nicht gleich so ein Ausraster à la Til Schweiger sein, aber vieles aus der Richtung klingt doch eher windelweich — Angst vor Wählerverschreckung?

Und ja, die Schere, nicht nur in diesem Land, zwischen Arm und Reich geht immer mehr auseinander, die Statistiken dürfen wir jedes Jahr wieder “bewundern”. Das soziale Klima wird härter. An der Bildungspolitik wird rumreformiert und gespart, dass es ein Grauen ist. Das Gesundheitswesen bekommt immer wieder Spar-Operationen verpasst. Aber:

Das liegt doch nicht an den Flüchtlingen! Wer hat denn Einfluss auf unsere Politik? Die Menschen, die nach einer oft lebensgefährlichen Flucht hier ankommen, um Ruhe und Frieden zu finden, am allerwenigsten. Ja, die Sozialpolitik verändert sich immer mehr zum Negativen, das fing bei der Regierung Kohl an und wurde unter einer rot-grünen Regierung leider nicht besser. SPD, die Arbeiterpartei? Leider schon lange nicht mehr. Bei unseren Regierenden und deren Politik muss eine Kritik ansetzen und nicht bei den armen Menschen, die zu hunderten auf engstem Raum in einem ihnen unbekannten Land leben müssen und deren Betreuung die staatlichen Stellen teilweise hoffnungslos überfordert. (Großen Respekt an alle, die sich privat engagieren!)

Was kann man gegen diese negative Stimmung tun? Ich glaube, ein Anfang wäre gemacht, wenn sich jeder vor Augen hält, aus welchen Verhältnissen die Flüchtlinge zu uns kommen. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, das ganze Leben, seine Freunde und Verwandten hinter sich zu lassen, um in ein fremdes Land, in eine fremde Kultur zu flüchten? Ja, flüchten, das ist kein Urlaubstrip. Wie verzweifelt muss man sein, das eigene Leben den Seelenverkäufern anzuvertrauen, um über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen? Die Menschen sind ja nicht von allen Informationen abgeschnitten, sondern wissen genau, auf welche Gefahren sie sich einlassen.

Und dann die vielzitierten sog. Wirtschaftsflüchtlinge. Nach den Buchstaben des Gesetzes haben diese Menschen keinen Anspruch auf Asyl, da sie nicht politisch verfolgt werden. Daraus den Schluss zu ziehen, dass wir es hier mit “Schmarotzern” zu tun haben, ist menschenverachtend, denn auch diese Menschen kommen aus Verhältnissen, die bei uns keiner in der Form ertragen muss — damit möchte ich die schwierige Situation von Obdachlosen, Hartz-IV-Empfängern, Niedriglohnverdienern nicht herabwürdigen, auch das sind Zustände, die ich für schlimm und Folgen einer verfehlten Politik halte, aber das ist nicht Thema dieses Artikels.

Nehmen wir als Beispiel Sinti und Roma, die in ihren Heimatländern häufig in unvorstellbarer Armut leben und Angriffen ausgesetzt sind. Auch das fällt nicht unter “politische Verfolgung”. Sind sie damit Wirtschaftsflüchtlinge, die nur nach unserem Wohlstand gieren? (Mehr dazu hier.)

Worauf ich hinaus möchte: Können wir alle nicht versuchen, diesen Menschen erst mal offen und freundlich zu begegnen? Wenn ein neuer Kollege in unserer Firma anfängt, sind wir doch auch erst mal unvoreingenommen (hoffe ich), warum nicht gegenüber den Flüchtlingen? Mir sind die Erfahrungen mit einzelnen Asylbewerbern, die Frauen belästigen, bekannt, auch leugne ich nicht, dass es kulturell verursachte Probleme gibt, aber auf der anderen Seite haben wir viele Flüchtlinge, die sich so sehr um Integration bemühen, dass sie nach einigen Jahren besser Deutsch als so mancher hier Geborener sprechen (als die meisten Nazideppen sowieso, aber die sind eh kein Maßstab).

Im Übrigen glaube ich, je willkommener die Menschen hier sind, desto weniger Probleme dieser Art wird es geben. Es wäre sinnvoller, die Menschen eben nicht zu hunderten oder tausenden in Unterkünfte zu stopfen, wobei mir schon klar ist, dass es für die Kommunen eine große Herausforderung ist. Bekomme ich hier vor Ort ja auch mit. Einerseits heißt es, wenn man über Wohnungslösungen nachdenkt, wie kann es sein, dass man Flüchtlingen eine Wohnung gibt, andererseits möchte auch keiner ein 500-Personen-Flüchtlingsheim in der Nachbarschaft haben… Es liegen keine einfachen Lösungen in der Schublade, aber die Menschlichkeit sollte über allen stehen, oder?

Es mag, befeuert durch bestimmte Medien, so wirken, als kommt da eine Flut auf uns zu, aber wir haben nocht nicht den Stand Anfang der 90er Jahre erreicht und in Verhältnis gesetzt ist Deutschland bei weitem nicht das Land, das die meisten Flüchtlinge aufnimmt. Hier und hier Statistikfutter zu diesem Aspekt.

Und was ist die Alternative? Wollen wir weiter Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen? Kriegsopfern die Tür weisen? Ich bin mir sicher, dass auch viele Menschen, die leichtfertig dem Prinzip “erst mal den armen Deutschen helfen” huldigen, das nicht möchten, sondern das Thema nicht komplett durchdacht haben, denn es ist immer einfacher, geistig erst mal auf Abwehr zu schalten. Deutschland ist immer noch eines der reichsten Länder der Erde und ich möchte nicht in einem Land leben, das Kriegs- und Armutsflüchtlingen nicht hilft.

Liebe Menschen, die Ihr Euch um die finanziell benachteiligten Deutschen sorgt: Glaubt Ihr, dass, würden wir die Kosten für die Flüchtlinge einsparen, das Geld wirklich so eingesetzt wird, dass die soziale Gerechtigkeit ausgebaut wird? Das Gesundheitswesen finanziell nicht weiter ausblutet? Die Schulen vernünftig ausgestattet werden? Was gibt uns bei dieser und den letzten Regierungen Anlass zu dieser Hoffnung? Das Geld für eine sinnvolle Verteilung wäre da, auch ohne Flüchtlingen die Tür vor der Nase zuzuknallen! Vielleicht sollten wir lieber bei der nächsten Bundestagswahl anders abstimmen.

Europa konnte mit großem finanziellen Aufwand Banken retten, wie viele Milliarden waren dafür auf einmal verfügbar? Aber es soll uns nicht gelingen, die Kosten für die Flüchtlinge zu schultern? Davon ab, dass die reichen Staaten an dem Elend nicht unschuldig sind, aber dieser Artikel ist jetzt schon zu lang, so möchte ich nur noch auf einige weitere lesenswerte Fakten verweisen, um den Argumenten von Pegida & Co. etwas entgegenzusetzen und zu versuchen, Menschen, die für das Ausspielen von Armut gegen Armut empfänglich sind, davon zu überzeugen, dass sie dabei sind, den Pfad der Unmenschlichkeit einzuschlagen. Ich glaube immer noch daran, dass nicht alle Sympathisanten schon an die Simpeldenker von Pegida & Co. verloren sind, denn das wäre eine Katastrophe für unser Land, in dem schon heute Blogger vor rechter Gewalt kapitulieren.

Das sind nur einige, etwas ungeordnete, Gedanken von mir zu dem Thema, vielleicht geben sie den ein oder anderen Denkansatz, so in etwa argumentiere ich auch, wenn ich mit o. g. Aussage konfrontiert werde. Mehr oder weniger erfolgreich, natürlich gibt es Menschen, die nicht aus ihrer Gedankenwelt ausbrechen möchten, aber jeder, der ins Zweifeln kommt, macht mir Hoffnung.

Übrigens gibt es in einigen Städten die Gelegenheit, sich Flüchtlingsunterkünfte vor Ort anzugucken. Möchte ich jedem ans Herz legen, der glaubt, die Menschen bekommen eine Luxusunterkunft…

Morgen geht es dann wahrscheinlich mit der üblichen Beklopptheit hier weiter. :-)

Für die Seele 102

Hilfe für Miranda

Die vermeintliche Rechtlosigkeit der Tiere,
der Wahn, dass unser Handeln gegen sie
ohne moralische Bedeutung sei,
ist geradezu eine empörende Roheit
und Barberei des Okzidents.

Arthur Schoppenhauer

SCHWEINEKUSS_75

Auf dem Foto seht ihr ein Bio-Schwein in Freilandhaltung. Das ist die absolute Ausnahme in der Schweinehaltung! Die meisten der rund 27,4 Millionen Schweine in Deutschland (Bestandszahl von 2011), werden in tierquälerischer Enge ohne Licht, Luft und Bewegung gehalten.

Hier könnt ihr etwas zum Wohle der Schweine tun:

Die Schweinefleisch-Industrie ist kurz davor, ihre tierquälerischen Vollspaltenböden EU-weit als »beste verfügbare Technik« anerkannt zu bekommen. Das würde die katatstrophalen Zustände in der Schweinezucht und -mast zementieren. Fordern Sie Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und Bundesumweltministerin Hendricks auf, das zu verhindern!

https://albert-schweitzer-stiftung.de/helfen/petitionen/vollspaltenboeden

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Ich weiß nicht…

 

… was ich zu solchen Menschen sagen soll:

Außer, dass ich dem und seinen Lobbyistenkollegen und deren Konzernchefs gern noch was ganz anderes zu trinken geben würde… Und damit meine ich ganz bestimmt keinen Caipi.

Willkommen in der bunten Welt des Konzern-Kapitalismus. Meiner Ansicht nach müsste man diese ganzen Molochfirmen zerschlagen, es kann doch nicht sein, dass die Politik immer mehr von den Großkotzkonzernen bestimmt wird… TTIP und ähnliche Pläne kommen doch auch aus der Ecke. Aber wir sind in Deutschland ja nur reich und hysterisch. Sagt der Siggi, und der wird es ja wohl wissen als Chef der Arbeitnehmerpartei SPD. Uppsi, nun ist mir aus Versehen ein bisschen Ironie in den letzten Satz gerutscht…

(Nein, ich bin kein Sozialist und auch kein Kommunist, aber dagegen, dass Geldscheffeln das Maß aller Dinge ist. Und da muss eigentlich die Politik gegensteuern, denn die meisten Konzernmanager werden immer das Wohl ihrer Aktionäre und ihres eigenen Bankkontos, welches nach Boni hungert, im Auge haben. Außerdem hat es nicht mehr allzu viel mit freier Marktwirtschaft zu tun, wenn sich ein, zwei Konzerne die Märkte aufteilen und kleinere Firmen schlucken oder in den Konkurs treiben. Freie Marktwirtschaft hat nämlich auch was mit Wettbewerb zu tun.)

So, ich musste mir mal kurz Luft verschaffen. Dafür wird es voraussichtlich morgen einen Artikel mit großem Epochalitätsfaktor geben, er ist beinahe fertig geschrieben, aber nun bin ich müde und muss noch Wäsche aufhängen, klickt Euch also morgen wieder rein. :-)

Wie lange noch…

… wollen die Entscheider der EU (ihres Zeichens Friedensnobelpreisträgerin 2012) noch zugucken, wie Menschen elendig ertrinken?

Die Anstalt hat den Zynismus schon letztes Jahr aufgezeigt, kurze Version:

Länger:

Zwei Petitionen:

https://www.change.org/p/seenotrettung-für-flüchtlinge-jetzt

https://www.amnesty.at/de/sos-europa/

Es ist sicher kein einfaches Thema, und die Idee, die Lebensbedingungen in den Herkunftsländern zu verbessern, ist ja nicht verkehrt (wobei man hier jetzt noch lang und breit diskutieren könnte, inwieweit das wirklich gewollt ist und wie weit man dafür bereit wäre zu gehen), aber es muss doch als allererstes mal darum gehen, die Menschenleben zu retten! Die Abschreckungspolitik funktioniert ja ganz offensichtlich nicht…

Frau Tonaris Rost-Parade (12)

 

Jetzt bin ich endlich mal wieder dabei bei dieser tollen Parade! Dieses Mal mit Politik, da kann ich als Weltherrscherin einfach nicht so ganz aus meinem Fell.

Wie einige mitbekommen haben, musste ich hier ja mehrere Gebäude entrümpeln. Dabei entdeckte ich eine Sichel, die schon gut Rost angesetzt hatte. Ein Hammer lag auch noch in der Gegend rum, also musste ich an das hier denken:

Flag_of_the_Soviet_Union.svg

Flag of the Soviet Union“ von see below – http://pravo.levonevsky.org/. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

2014-12-07 13.34.24

(Stern hatte ich nicht greifbar, eine hübsche Symbolik wäre es gewesen, dort die Zeitschrift gleichen Namens hinzulegen, aber die lese ich schon lange nicht mehr…)

Ich bin ein Kind der 70er und vor allem 80er. Erinnerungen an den Kalten Krieg, Ostermärsche, Wettrüsten, Nato-Doppelbeschluss, greise Herren im Zentralkomitee der KPdSU (bis “Gorbi” kam), Reagan mit seinem Spruch vom “Reich des Bösen”, Lieder wie diese:

Das hat sich tief in mein Gehirn eingegraben, vor allem die diffuse Angst vor einem Atomkrieg. Das alles noch ergänzt um das wachsende Bewusstsein der Umweltzerstörung (Waldsterben), ergab eine düstere Stimmung, die sich schlecht beschreiben lässt.

Dass ich den Fall der Berliner Mauer erleben würde, hätte ich nie für möglich gehalten. Ich saß mit großen Augen vorm Fernseher. Eine Zeitlang pure Freude und grenzenloser Optimismus bei vielen Menschen (außer den knallharten Realisten, die wussten, dass sich die Menschheit schon bald selbst wieder Dämpfer verpassen würde…).

Und nicht ganz sieben Jahre später holte ich Rasputin aus Mecklenburg-Vorpommern zu mir.

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“Das Foto ist schief.” Ja, ich weiß. ;-)