Planschibild der Woche

 

Das ist schon von vorletzter Woche, ich hänge hinterher, hier nun also wieder eines meiner legendär schlechten Fotos, heute zwei Frösche oder sind es doch eher Kröten?

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Was ist passiert? Die Kröte mit den Pflastern hat nicht an die scheiß Herzchen gedacht, dabei weiß doch mittlerweile jeder, dass man immer an die scheiß Herzchen denken muss!!!!1!drölfzigherzilein!!! Die Herzenskröte hat daraufhin der vergesslichen Kröte mal so richtig die Ladung getrimmt! Hinterher musste sie halt ein bisserl verarztet werden. Kann nun als Apothekenschränkchen zum Karneval gehen. (Tähä-tähä-tähä, Narhallahmarsch!)

Der berühmte Büttenredner aus den USA hat auch wieder einen brillanten Gag rausgehauen:

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Merkwürdige Funkenmariechen, die da um ihn herumstehen. Sind bestimmt FAKE-FUNKENMARIECHEN!!!

Ja, great healthcare in den USA — für einige Leute bestimmt, andere, die kein Geld und keine Versicherungen für Behandlungen haben, müssen halt verrecken; ist das nun ein Lügen-Tweet?

Ich sag gute Nacht und immer an die scheiß Herzchen denken! ❤ ❤ ❤ Außer, Du bist CEO einer U.S. health insurance company. Dann reichen auch Dollarzeichen.

Ich brauche Puscheligkeit

 

Was Herzerwärmendes in diesen kalten Zeiten. Den Stoffhund, den Socksi da bei sich auf dem Kissen liegen hat, hatte er mir zweimal vom Wäscheberg gemopst, der sollte nämlich gewaschen werden. Zweimal schleppte er ihn aus dem Keller mit rauf auf sein Kissen. Also ließ ich mich zwar von meinem Waschvorhaben nicht abbringen, habe ihm das Hündchen aber danach geschenkt. Im Gegensatz zu Kleinschredder-Nellchen lässt er Stofftiere heil. Seht Ihr, wie er mit einem Auge zu seinem Hündchen schaut, dass es ja nicht geklaut wird? 🙂

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Ganz kurz zu Berlin: Ich fühle mit den Angehörigen und bin entsetzt über die Tat. Wirklich überrascht aber leider nicht.

Was mich zutiefst anwidert, ist das Krakeelen bestimmter Menschen, die gleich wieder alle Flüchtlinge oder sämtliche Muslime unter Generalverdacht stellen und davon salbadern, dass unsere Werte verteidigt werden müssen.

Wenn unsere Werte daraus bestehen, dass wir Deutschland abschotten und keine Menschen mehr aufnehmen sollten, die vor Krieg und Terror fliehen, dann behaltet eure Werte, AfD und Konsorten. Meine sind es nicht.

Dieses ganze Getöse verhindert, dass Lösungen gefunden werden und mit Augenmaß agiert wird.

In den nächsten Tagen geht es hier normal, also bekloppt, weiter, denn bekloppt ist mein normal.

Gute Nacht.

Stöckchenzeit: Charismatisches Stöckchen

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So, für ein Stöckchen muss jetzt einfach mal Zeit sein!

Charisma möchte folgendes von mir wissen, sie hat mich nämlich in den Kommentaren nachnominiert, weil ich so stöckchenverrückt bin. 🙂

  1. Magst Du Awards? Beantwortest Du gerne Stöckchen? JAAAA, Stöckchen!
  2. Findest Du die angehende WeHe {Weltherrscherin aka Fellmonster} auch so crazy? Ganz normale, total seriöse Person, das Monster…
  3. Was hälst Du von der Trennung von ‚Brangelina‘? Oder ist Dir das schnuppe? Das ist mir sooooo egal. https://youtu.be/0LyAey51CmQ
  4. Arbeit: könntest Du ohne leben, wenn das Geld reicht? Ganz leicht und ohne Probleme! Ich würde mir schon eine sinnvolle Aufgabe suchen, aber ohne meine jetzige Arbeit könnte ich gut klarkommen.
  5. Freizeit: hast Du Hobbies? Welche/s? Was ist dieses „Freizeit“? So was hat eine angehende Weltherrscherin nicht. Hätte ich Freizeit, würde ich diese mit lesen, bloggen, fotografieren Rad fahren, spazierengehen und ähnlichem verbringen, aber das ist wie gesagt rein theoretisch. *bedeutungsschwer seufz*
  6. Lieblingsgetränk: Cocktail, Wein oder Bier? Cocktail, der mit C anfängt und bei dem Cachaca und Limetten eine tragende Rolle spielen.
  7. Lieblingsessen: nur mit Fleisch/Fisch oder lieber vegetarisch? Fisch geht bei mir gar nicht. Fleisch hin und wieder mal, aber auf keinen Fall jeden Tag. Gern auch mal ohne Fleisch.
  8. Zuhause kochen oder eher Essen {Pizza holen} gehen? Ich koche ja nur, wenn ich wieder Waffen brauche. Mit Gekochtem von mir schlage ich die hartnäckigsten Feinde in die Flucht.
  9. Was hälst Du von McDonalds & Co? Liebst Du Burger? Ich mag ab und zu einen GUTEN Burger. Damit ist McDonalds raus. 🙂
  10. Fremdsprachen: beherrschst Du eine? Oder mehrere? Englisch so halbwegs, außerdem spreche ich fließend anstaltisch. Ja, das ist schon eine extra Sprache, was die da verwenden, vor allem Manager und Prozessmenschen.
  11. Deutschland: stinken Dir die politischen Ansichten der AfD auch so? JA! Und überhaupt der Rechtsruck in vielen Ländern. Zorn und Dummheit ergeben ein hässliches Paar. Wenn sich die etablierten Politiker mal wieder mehr auf sozial gerechte Politik konzentrieren würden, anstatt den Riesenkonzernen immer mehr Goodies zukommen zu lassen, könnte vielleicht noch die Trendwende geschafft werden. (Aktuell ja mal wieder die Idee, Autobahnen zu privatisieren, Versicherungskonzernen mal wieder was zuschustern, aber das ist nur ein Beispiel von viel zu vielen.) Ansonsten schön weiter so mit dem Wutdenken und damit, den Zorn auf bestimmte Menschengruppen zu lenken. Leider eskaliert so was. Die Geister wird man irgendwann nicht mehr los…

Oh, schon fertig? Das hat wieder Spaß gebracht. Ich denke mir aber dieses Mal keine neuen Fragen aus, das habe ich schon so oft getan, dass mein Kreativspeicher zurzeit leer ist. Nehmt doch das Stöckchen bitte einfach mit, die Fragen sind charismatisch-epochal.

 

Das kurze Leben des Ernst Lossa

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ernstEr ruft so laut er kann: Nur für ein paar Tage, Mutter – versprochen?“

Als Antwort lächelt sie. Sie küsst ihre Handfläche und bläst ihm ihren Kuss hinterher. Danach fährt sie sich mit der Hand über die Augen. Ernst sieht, wie sich ihre Lippen bewegen, als würden sie sagen: „Versprochen.“

Robert Domes – Nebel im August

Ernst Lossa (1929 – 1944 in der Anstalt Irsee)

Ernst ahnt in diesem Moment wohl nicht, dass er seine Mutter nie wiedersehen wird und nie wieder mit seinen Eltern zusammen sein darf. Seine Familie gehört zu den Jenischen. Im Winter wohnen sie meist in einer billigen Wohnung in Augsburg, im Sommer fahren sie mit dem Planwagen durch’s Land. Ernst` Eltern arbeiten als Restauratoren von Kirchenfiguren.  Ernst hat zwei jüngere Schwestern und einen kleinen Bruder. Ernst‘ Mutter leidet an Tuberkulose, kommt ins Krankenhaus – für die Fürsorgebehörde ein willkommener Anlass, Ernst und seine Schwestern…

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Ein Teil des AfD-Programms sachlich analysiert

 

„Es geht jetzt nicht um Politik. Es geht um Sachthemen.“
(Harald Lesch im nachfolgenden Video.)

Sollte es nicht in der Politik vor allem um Sachthemen gehen? Wie traurig ist es, dass selbst ein sachlicher, ruhiger, bedächtiger Mensch wie Harald Lesch diese beiden Punkte trennt? Ein Armutszeugnis für die etablierten Parteien.

Hier analysiert Harald Lesch den Teil des AfD-Programms, der sich mit dem Klimawandel beschäftigt. Wäre es nicht schön, wenn sich die Politiker der demokratischen Parteien und die politischen Medien mit großer Reichweite den Rest des Programms auch in der Form vornehmen würden, um diese Partei zu demaskieren?

Ist wirklich sehenswert. Die Politik könnte mehr Lesch-Mentalität gebrauchen.

Morgen dann wieder ein bekloppter Beitrag, das reißt sonst ein hier mit der Politik.

Jetzt verstehe ich das erst in Gänze …

 

… nämlich Hermiones Kommentar von neulich mit den Brötchen und der AfD. Bis dato hielt ich es nur für einen guten passenden Spruch, aber wie so oft im Zusammenhang mit der AfD steckt mehr dahinter. Mehr Dämlichkeit:

Natürlich hat die AfD diesen Tweet inzwischen gelöscht. Das tun die Niedrigdenker ja immer mit den Beiträgen, deren Dämlichkeit ins Extreme wuchert. Die normal-dummen Beiträge dürfen bleiben, ist ja klar, sonst wäre auf deren Social-Media-Kanälen kaum noch Content.

Fachfrage: Zwei AfD-Politiker sitzen in einem Raum. Jemand wirft von draußen eine Tüte mit zwei Discounterbrötchen rein. Was passiert?

Der IQ in dem Raum steigt schlagartig um ca. 1000 % an.

Ich sollte wirklich mal wieder mehr bei Twitter lesen. Dann wäre ich auch eher über das hier gestolpert:

warmalInnnenminister

Der Mann war mal Bundesminister des Innern und ist immer noch ein hohles… pardon, ich meinte natürlich hohes Tier in der CSU. Mehr muss ich dazu gar nicht sagen, der Tweet spricht für sich.

Bei Facebook entdeckt man aber auch wunderbare Perlen der Dämlichkeit:

gutDeutschmitderAfD

Jaaaa, klar, hier in Hamburg flogen den AfDämlingen die Plaster-Steine und die farb-Beutel non-stop um die Ohren. Das war aber ein völlig verkehrter Ansatz, typisch dämliche Rote SA, aber was kann man von mit Steuergeldern finanzierten Polizeiautoanzündern erwarten? Lieber U., wir Hamburger werden uns bessern! Beim nächsten Wahlkampf schlagen wir Euch lieber Beutel mit korrektem Deutsch um die Ohren, vielleicht fliegt einer direkt in Eure Gehirnzellenparkhäuser, da ist ja genug Platz (soooo viele freie Parkplätze dort, ein Träumchen!), und statt Plaster-Steinen (was immer das sein soll, Lego aus Plaste?) nehmen wir Duden.

Möge Hamburg niemals AfD-blau werden!

Seriös!



Wer Geldverdienstmöglichkeiten in solch hübscher Farbe verschickt, der kann es doch nur ehrlich meinen, oder? Das ist aber noch gar nicht mal das Wichtigste.

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Sondern das hier. Das gehört alles noch zu dieser „Arbeit! Arbeit! Arbeit!“-Mail dazu. Es umfasst quasi alle Themen, die uns beschäftigen, nur die Ideen von AfD-Petry fehlen — selbst Spammails haben anscheinend ihren Stolz. Flüchtlinge auf irgendeine Insel „zurückführen“, natürlich hat sie keine Ahnung, welche, das soll gefälligst die Bundesregierung klären; gesetzestreue Bürger sollen sich eine Knarre kaufen können, um sich, ihre Familie und ihre Freunde verteidigen zu können — hurra, US-amerikanische Verhältnisse; von den ganzen anderen Dummschwätz, den sie von sich gibt, ganz zu schweigen. Bei allem verständlichen Frust in Bezug auf die etablierten Parteien frage ich mich, wie man die AfD, in der die Dummheit offensichtlich nicht nur zu Hause ist, sondern sich fröhlich wie die Karnickel fortpflanzt, wählen kann.

(Übrigens: Einen Inselplan gab es in Deutschland schon mal: Den sogenannten Madagaskarplan der Nazis. Wie viele Beweise braucht es eigentlich noch, damit auch der letzte Wähler erkennt, welch Ungeistes Kind diese Partei ist?!)

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Sorry, ich bin wieder abgeschweift. Ist mir nicht gut bekommen, heute das Interview mit dieser Frau zu lesen. Zurück zum Spam.

Sehr schön fand ich die Mails, die ich eine Zeitlang in Sachen „Toilet Paper Coupons“ bekam. Als Verehrerin der geheimnisvollen Toilettenpapierrollenpappkern-Künstlerin in der Anstalt fühlte sich mein Innerstes total angesprochen, zumal die Bilder recht hübsch sind, wobei diese natürlich nicht mit den Werken der Künstlerin konkurrieren können.

2015-03-24 18.26.13 2015-03-26 20.25.41 2015-03-29 16.01.50 Toilettenspam

Wer hier nun Gedankengänge in der Art von Toilettenpapier –> Scheiße  –> AfD hat, dem möchte ich nicht widersprechen. Ich gehe nun ins Bett, bevor ich mich wieder reinsteigere. Gute Nacht.

Hund sein …

… im Hier und Jetzt leben, das gute Wetter genießen, den Augenblick zelebrieren, ich wünschte, ich wäre ein Hund. Ab und zu mal zoffen und sich eine Minute später wieder ein Schlabberküsschen auf die Schnauze geben. Kein Hass, kein Nachtragen, statt dessen viel Miteinander und Zuneigung. Ach, Menschheit, nimm Dir doch ein Beispiel an Nelly und Socks.

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Mit traurigen Gedanken an die Opfer von Terrorakten, Amokäufen und Kriegen.

  • Paris
  • Nizza
  • Kabul
  • Israel
  • Palästina
  • Würzburg
  • Bagdad
  • Istanbul
  • München
  • Manbidsch
  • und zu vielen anderen Orten

Nur noch zwei, drei unsortierte Gedanken.

Es verdichten sich die Hinweise, dass es sich bei dem Mörder in München um einen Amokäufer handelt. Was ich aber gestern, als man noch kaum etwas wusste, wieder in den sog. sozialen Netzwerken lesen musste, war erschreckend.

Glauben wir denn wirklich, dass

  • geschlossene Grenzen
  • Verurteilung einer ganzen Glaubensgemeinschaft
  • Hass, Hass, Hass

uns irgendeiner Lösung näherbringen werden?

Langfristig sollte es erfolgversprechender sein, eine Gesellschaft zu schaffen, in der

  • Mitmenschlichkeit
  • Hilfsbereitschaft (nicht nur Deutschen gegenüber)
  • Rücksicht
  • soziale Gerechtigkeit
  • Toleranz
  • Chancen für alle
  • Bildung, Bildung, Bildung, auch und gerade in Sachen Geschichte, Ursachen von Konflikten, Analyse von Zusammenhängen

die tragenden Werte sind, um den Hass zu reduzieren. (Ganz werden wir ihn nie beseitigen können, da braucht man sich nichts vorzumachen.)

Ich bin nicht blauäugig. Wir kommen nicht daran vorbei, Terrororganisationen auszuspionieren, um zumindest einige Anschläge zu verhindern (wie weit das gehen darf, ohne Grundrechte und notwendigen Datenschutz zu verletzen, ist ein weites Feld, um das es hier nicht gehen soll), auch habe ich kein Problem damit, dass Flüchtlinge registriert werden, wobei ich letzteres nicht für ein wirksames Mittel gegen Terroranschläge halte.

Grenzen schließen? Gar keine politisch Verfolgten mehr aufnehmen, keine Kriegsopfer? Nicht das, was ich mir wünsche, ich möchte eine Gesellschaft, in der Humanität eine wichtige Rolle spielt. Es ist tragisch, dass sich nicht alle EU-Länder einig waren. Hätte jeder EU-Staat eine Anzahl Flüchtlinge aufgenommen und für menschenwürdige Umstände gesorgt, wäre einiges besser gelaufen. Hier hat die EU als Gesamtgebilde definitiv versagt. Ich bin ein Anhänger des Prinzips EU als Solidaritätsgemeinschaft und bestimmter Werte. Wenn es nur noch darum gehen soll, Konzernmolochs freie Grenzen und Profitmaximierung zu ermöglichen, bräuchten wir sie in der Tat nicht mehr… Der Verlust wäre größer, als manch einer heute denkt.

Zum Schluss: Es ist ja jedes Mal wieder das gleiche, Menschen machen sich Gedanken, was jemanden so weit bringen kann, ihm völlig unbekannte Personen umzubringen. Sofort kommen andere Menschen mit dem Argument: „Um den Täter machen sich nun wieder alle Gedanken, während die Opfer nicht interessieren.“

Falsch. Es geht darum, die Lebensumstände des Täters zu analysieren, um vielleicht solche Taten und somit großes Leid zukünftig zu verhindern bzw. zu reduzieren. Das wird nie zu 100 % erfolgreich sein, aber es könnte, um mal Amokäufe als Beispiel zu nennen, helfen, in der Schule einige Gefährdete rechtzeitig zu erkennen und ihnen zu helfen, bevor es zum Äußersten kommt. Was fanatisch-radikalisierte Täter betrifft, dürfte das ungleich schwieriger werden, aber auch hier sind gewisse Ursachen bekannt. Wir dürfen davon ausgehen, dass mit jedem westlichen Bombenangriff, dem Zivilisten zum Opfer fallen, neue künftige Attentäter geschaffen werden.

Auge um Auge, Zahn um Zahn wird uns nicht weiterhelfen, so sehr der Wunsch nach schnellen, einfachen Lösungen in Anbetracht dieses sinnlosen Sterbens verständlich ist. Es wird nicht funktionieren. Gewalt zeugt Gewalt, Hass zeugt Hass.

Wer mich jetzt als Gutmensch beschimpfen will, soll sich die Zeit sparen und seine Tastatur auf ein Pokémon werfen. Ist sinnvoller. Mit Leuten, die solche „Argumente“ bringen, diskutiere ich grundsätzlich nicht mehr.

Und heute Abend wird es noch einen der üblichen bekloppten Artikel geben, Nelly wird sich mal wieder zu Wort melden.

Neulich …

 

… auf der AfD-Bayernseite:

AfDistvollwitzigey

Diese Perle deutscher Witzetechnik ist natürlich mittlerweile von deren Website verschwunden, diese Verp***-Taktik der Rechten kennen wir ja mittlerweile, man muss da gar nicht zwingend nach Großbritannien gucken. Schade nur, dass sie nicht ganz verschwinden, diese ganzen Pegidarmleuchter und AfDeppen. Aber beleuchten wir diesen Humor doch mal genauer.

Der bösen Lügenpresse glaubt also keiner mehr, schon gar nicht, wenn ein Flüchtling mal was richtig gemacht hat, denn: Das gibt es nicht! Flüchtlinge verhalten sich niemals korrekt! Das weiß man doch!1!!11!! Es ist auch so was von egal, dass diese Meldung sogar offiziell von der Polizei NRW veröffentlicht wurde. Lügenpolizei!!! Linksversiffter Bullenverein!!!!!

Ein Flüchtling greift zu Putzmitteln und reinigt seine Unterkunft. Meine Güte! Im Vergleich dazu ist Mario Barth der Loriot der Comedyszene. (Entschuldigung an Loriot, dass ich seinen Namen in einem Atemzug mit Mario B. verwende.)

Claudia Fatima Roth… Ach, kommt, der Witz ist nicht im Keller, dafür musstet Ihr viel, viel tiefer graben. Solche tiefen Löcher buddeln nicht mal alle Hunde der Welt zusammen.

Und nun noch mal für AfDlinge: Wie fändet Ihr denn solcherart Witze über Euch?

AfD-Mitglied …

… findet funktionierende Gehirnzelle, macht davon Gebrauch und tritt aus der AfD aus!

AfD-“Ich will zurück in die Adenauer Zeit”-Sympathisant…

… teilt sich die Haushaltsarbeit gerecht mit seiner Frau!

… liest einen Bericht über die Kriegserlebnisse von Flüchtlingen und entwickelt Mitgefühl, anstatt allen pauschal Asylbetrug zu unterstellen.

Beatrix von Storch …

… entdeckt in Argentinien den mittlerweile 127 Jahre alten Gröfaz und verliebt sich unsterblich. Er möchte sie aber erst nach dem Endsieg heiraten.

Tolle Taktik der AfDämlinge: Erst mal schön Öl ins Feuer gießen und dann schnell weg damit von der eigenen Website, um sich seriös zu geben. Wird schon funktionieren, steht ja jeden Tag leider mehr als nur ein Dummer auf.

So, genug von diesem Verein. Die nächste Woche werde ich in diesem Blog mindestens 4 meiner alten Artikel, die seit über einem Jahr in den Entwürfen dümpeln, veröffentlichen. Und nachher kommt noch ein Leseeindruck, da hänge ich auch schon wieder hinterher.

Leseeindruck: “Hammelsprünge – Sex und Macht in der deutschen Politik” von Ursula Kosser

 

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Worum geht es?

Treffen sich vier Politik-Journalistinnen, um in Erinnerungen zu wühlen – so in der Art kann man sich dieses Sachbuch vorstellen. Vor allem die 80er in Bonn werden ins Visier genommen.

Das Buch ist nicht halb so boulevardesk, wie der Untertitel befürchten lassen könnte. Mit Namen wird diskret umgegangen und nur wenige genannt. Bei einigen könnte man vielleicht anhand der Umschreibungen erahnen, um welche Politiker es ging, dazu bräuchte man aber wohl ein gutes Gedächtnis. Ich konnte damals zwar die Namen aller Minister runterbeten, aber heute würde ich nicht mal mehr die Hälfte der Namen auf die Reihe bekommen. Der Hammelsprung, so viel weiß ich aber noch, ist ein Abstimmverfahren, bei denen die Abgeordneten je nach “dafür”, “dagegen”, “ist mir doch schietegal” durch die entsprechende Tür latschen. Also ein hochpolitischer Titel.

Was der Leser erfährt, war zumindest für mich nicht allzu überraschend, aber ich bin ja auch schon älter und Mitte der 80er ebenfalls ins Berufsleben eingestiegen.

———————— monstermäßige Abschweifung ————————

Oja, lass mal wieder abschweifen! Damals in der Anstalt, es war Ende der 80er, arbeitete ich als Springerin. Nein, nicht als Walking Act in einem lebensgroßen Schachspiel, sondern an verschiedenen Arbeitsplätzen, wo Not an der Arbeitskraft war, sei es aus urlaubs- krankheits- oder Berge-von-Arbeit-Gründen. Eine der Gruppen, der ich damals schwerpunktmäßig angehörte, bestand aus 3 Frauen und vier Männern. Der Gruppenleiter war so richtig vom alten Schlag, zwei weitere waren auch schon so um die 60, einer war ca. Mitte 40. Damals war es Usus, dass die Frauen den Kaffee kochten und – ja, wirklich, ich veräppele Euch nicht! – auch in die Tassen gossen und an die jeweiligen Schreibtische brachten. Eine der Frauen war so sehr mit dieser Aufgabe verwachsen, dass sie die Zeiten selten vergaß (es gab vormittags und nachmittags Käffchen). Sollte sie doch mal 5 Sekunden über der Zeit gelegen haben, genügte ein “Ich habe Kaffeedurst” ihres Gegenübers, um sie wie von 1000 Taranteln gestochen aufspringen zu lassen, laut “Kaffeekochen!!!” zu rufen, und mit Höchstgeschwindigkeit, die einen Usain Bolt erblassen lassen würde, mit der Kaffeekanne zum Wasserhahn zu rennen.

War diese Frau nicht da, waren da ja noch die beiden anderen Frauen oder zumindest eine. Doch eines Tages passierte, was irgendwann geschehen musste: Keine von den dreien war anwesend. Aber ich. Also bekam ich von dem Gruppenleiter, einem widerlichen Ekel, die Aufgabe übertragen.

Und Ihr kennt mich, ich bin immer, wirklich immer, vor allem, wenn es um widerliche Ekel oder sexistische Kotzbrocken (der andere ältere, nur der Mitte 40er war ein sympathischer Mann), bestrebt, das Wohlergehen solcher Persönlichkeiten aufrechtzuerhalten, weil ich nämlich eine ganz Liebe bin! Was tue ich also? Ihr kennt das alle, der Büroalltag ist ermüdend, diese trockene Luft in den Räumen, das Starren auf Monitore oder Karteikarten (hey, es waren die 80er und die Anstalt war schon damals nicht die modernste ihrer Art!) führt zu überlasteten Äuglein, was hilft da besser als so’n schöner Kaffee? Ein starker Kaffee? Ein verdammt noch mal richtig starker Kaffee!!!! Also nicht nur einen normalen Löffel Pulver pro Tasse (die Anstaltstassen waren übrigens recht klein), sondern ordentlich gut gehäuft. Und dann noch einen extra für den deutschen Kaiser, den die beiden älteren zwar knapp verpasst haben dürften, aber das Gedankengut waberte noch genug durch ihre Köpfe.

Abführmittel hatte ich nicht zur Hand, schlechte Vorbereitung, würde mir heute nicht mehr passieren, dabei weiß man ja um die träge Verdauung von Büromenschen durch das viele Herumsitzen. Ich hätte sonst mein medizinisch wertvolles Getränk noch weiter zum Wohle der Kollegen optimieren können. Aber so war es auch schon gut.

Warum ich danach nie wieder Kaffee zu kochen brauchte, weiß ich bis heute nicht.

Ich erinnere mich auch gern daran, wie der sexistische Kotzbrocken mich mal fragte, ob ich kochen könne, ich mit “nein” antwortete und er meinte: “Was machst Du denn, wenn Du mal einen Freund hast?” Was soll so eine Frage, hatte er Angst, ich würde meinen Freund aufessen? Roh? Ich barfe doch nur meine Hunde, nicht mich. Ich habe aber ganz lieb geantwortet, dass ich ihm empfehlen würde, selbst zu kochen.

An manchen Menschen sind die ‘68er (sind an allem Schuld, außer an den Sachen, an denen die Flüchtlinge schuld sind) echt spurlos vorübergegangen. Und komme mir bitte keiner mit “Respekt vor dem Alter”. Bis zu einem gewissen Grad, ja, natürlich, aber das ist keine Entschuldigung für ekelhaftes Verhalten. Und damit meine ich gar nicht mal diese Kaffeekocherei, sondern z. B. das Mobben, das von dem sexistischen Kotzbrocken gegenüber einer Kollegin betrieben wurde. Oder das menschlich häufig sehr fragwürdige Verhalten des Gruppenleiters gegenüber seinen Mitarbeitern.

———————— monstermäßige Abschweifung ENDE ————————

Kommen wir zurück zum Buch. Wir erfahren also nicht nur von untreuen Politikern, sondern auch von der herablassenden Art der Bonner Elite (sog.) gegenüber Frauen, vor allem, wenn sie noch jung sind. Wir lernen, falls wir es noch nicht wussten, dass da noch eine Menge Staub von den Gehirnen vieler Menschen gepustet werden musste. Und auch heute ist das Thema noch aktuell, wie #Aufschrei vor kurzem deutlich zeigte. Heute kommen Diskriminierung und Belästigungen in anderem Gewand daher, nicht mehr so altherrenhaft wie noch in den 80ern (außer von Relikten wie Brüderle), aber es gibt sie noch. (Und natürlich kann diese auch von Frauen ausgehen, da es aber häufig eine Konstellation von Macht und Abhängigen ist, und es noch nicht soooo sehr viele Frauen in Führungspositionen gibt, liegt der Fokus halt immer noch auf dem männlichen Geschlecht…)

Eingestreut in das Buch sind übrigens auch Erlebnisse von ehemaligen Politikern und Journalisten, es kommen also auch Männer zu Wort. Der Grundtenor des Buches ist nicht, dass alle Männer Schweine sind. Das ist auch richtig so, ich hasse Verallgemeinerungen. Das Buch bietet auch viele Informationen über die damalige Gesetzeslage und Frauenpolitik, es ist also kein Tratschbuch (na ja, manchmal schon ein bisschen Winking smile). Auch die beginnenden 90er kommen noch vor und Begegnungen mit einer gewissen Angela Merkel, damals häufig spöttisch als “Kohls Mädchen” bezeichnet, werden geschildert.

Wie hat es mir gefallen?

Es war wie gesagt für mich nichts wirklich Überraschendes dabei. Ehebruch, Alkoholismus, herablassendes Verhalten, das alles sind nun auch keine Attribute, die nur auf Politiker zutreffen, mag das Klima in Bonn, weitab von deren Familien, dafür auch günstig gewesen sein. Interessant wäre es mal, ein Buch von Journalistinnen zu lesen, die die heutigen Erfahrungen schildern. So ein “Sie füllen ein Dirndl gut aus”-Brüderle ist ja doch eher von gestern oder sogar vorgestern. Aber die Gleichberechtigung ist immer noch nicht erreicht. An den Themen Ehebruch und Drogensucht wird sich nicht sooo viel geändert haben.

Nichtsdestotrotz wird die Atmosphäre in dem Buch gut geschildert. Vermutlich gibt es zurzeit wichtigere Sachbücher, die man lesen könnte, aber wer sich für die Entwicklung der Frauen im Berufsleben interessiert, kann damit nichts verkehrt machen. Ich gebe 4 XXL-Caipigläser.

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Zitat

Heute mal kein Zitat, sondern ein Video, die Szene wird auch im Buch erwähnt.

Einerseits traurig, andererseits gerade von eingeschränkter Aufnahmefähigkeit zu reden, wenn man selbst eindeutig mindestens ein Glas zu viel intus hat, ist schon irgendwie ironisch…

Das Cover

Das Cover ist eigentlich farbig, ich habe es von meinem E-Reader abfotografiert, daher die Grautöne. Es ist passend.

Zahlen, Daten, Fakten

Erschienen bei DuMont, 256 Seiten in der gebundenen Ausgabe, die ich ja nicht besitze, aber ich möchte Euch ja nicht ganz ohne Seitenzahlen sitzen lassen.

Erfüllte Aufgabe

Nr. 15, ein Sachbuch oder eine Biografie.

So, aktuell nur noch ein Buch im Rückstand, und bald steht die EM vor der Tür, da werde ich auch nicht so viel Zeit zum Lesen haben. Das Monsterblog ist also vor zu viel Buchbloglastigkeit bestens geschützt.