Ich war mal so frei …

 

… einen Teil des ausführlichen Kommentars von Franhunne4u zu meinem gestrigen Artikel via extra Beitrag hier reinzustellen, weil es sich so besser und übersichtlicher antworten lässt. Und ich diskutiere ja gern 🙂 Vor allem mit Menschen, mit denen man diskutieren kann, ohne dass es gleich persönlich wird. Mit mir gehen zwar ab und zu die Emotionen durch, aber das ist meistens aufs Thema bezogen, nicht auf den Diskussionspartner. In diesem Sinne erst mal danke für den ausführlichen Kommentar. Die Zitate sind immer von Franhunne4u aus dem o. g. Kommentar.

… Und nein, natürlich kann nicht jeder studieren und braucht es auch nicht. Wir haben genügend Stellen im Land, wo ein Studium nicht erforderlich ist, Kassierer im Supermarkt müssen nicht Wirtschaftswissenschaften studiert haben, Gärtner und Floristen brauchen kein Biologie- oder Botanik-Studium, der VW-Mitarbeiter am Band muss nicht Maschinenbau studiert haben.

Noch nicht … Es wird aber immer häufiger für Jobs, in die man sich früher auch noch als Realschüler reinarbeiten konnte, mittlerweile ein Studium gefordert — was nicht immer notwendig wäre. Ich bekomme es bei uns immer wieder mit: Anforderungsprofil hoch wie der Mount Everest, hochqualifizierter Mensch wird eingestellt, oh, plötzlich soll er aber auch Daten in SAP eingeben. Dafür hätte er aber nicht so viel studiert und sich weitergebildet, und die Stellenbeschreibung wäre doch eine ganz andere gewesen — zack, Abflug in der Probezeit (verständlich und konsequent) oder — schlimmer — in der Firma bleibend, weil Gehalt gut, und dort jahrelang schlechte Stimmung verbreitend, weil ja alles so scheiße ist.

ABER (… du wusstest, dass da noch ein Aber kommt, nicht wahr?)

ABERs machen Diskussionen erst richtig interessant. 🙂

Es kann auch nicht jeder, der nur 20 Stunden die Woche arbeitet (arbeiten kann, wegen gesundheitlicher oder familiärer Gründe, z.B.) erwarten, dass er ein Leben führt wie jemand, der 60 Stunden in der eigenen (manchmal recht kleinen) Firma wurschtelt, dabei das volle Risiko trägt und der NICHT aufstocken kann. Das fände ich genauso ungerecht.

Das sehe ich genauso. Ich bin nicht für „gleiches Gehalt für alle“, das ist unrealistisch und ungerecht. In dem von mir verlinkten Artikel ging es mir auch um die Behandlung der Mitarbeiter. Das hat schon Lohnsklaven-Niveau. Während sich vor allem in den großen Konzernen die Manager immer mehr die Taschen füllen.

Ich bin die Erste, die Kollegen, die viel leisten, ein gutes Gehalt gönnen. Ich habe einen Kollegen, der als Controller (einer von den Guten, Controlling ist ja nicht immer überflüssiges Zahlengeschubse, sondern — richtig ausgeführt — für eine Firma durchaus wichtig) unheimlich viel arbeitet, sehr intelligent ist, extrem gute Arbeit leistet, ich gehe davon aus, dass er bald AT-Gehalt bekommen wird, und das ist völlig okay für mich. Ich könnte seinen Job nicht bzw. vielleicht ja, wenn ich mich sehr anstrengen und etliche Controllingseminare besuchen würde. Er wird höchstwahrscheinlich Karriere machen und eine Führungsposition erreichen, er gehört zu den Menschen, bei denen ich 100 %ig sage: verdient!

Gleiches gilt auch für Manager, die gute Arbeit leisten, sollen ruhig ihren Firmenwagen haben und gut bezahlt bekommen. Nur: Wo hört die angemessene, verdiente Bezahlung auf und wo fängt die Unverschämtheit, die Gier, an? Beim 50-fachen Gehalt vom Arbeiter an der Maschine? Keine Ahnung, ich weiß nur, dass einiges aus den Fugen geraten ist, und zwar richtig extrem. Ganz zu schweigen, von den vielen schlechten und mittelmäßigen Managern. Für eine hohe Bezahlung sollte schon eine gewisse Arbeitsqualität abgeliefert werden.

Wo mir wirklich die Limette platzt: Wenn exorbitant hohe Gehälter mit der ach so großen Verantwortung und dem Risiko begründet werden. Wo tragen die Top-Manager, die oft genug eher Flop-Manager sind, denn die Verantwortung und Risiko? Wer von den Bankern, die die Wirtschaftskrise mit zu verantworten hatten, ist denn in den Knast gegangen oder musste zumindest etwas von den Prämien zurückzahlen? (Bei letzterem gab es glaub ich ein Thema bei der Deutschen Bank, hab das aber irgendwann nicht mehr so verfolgt.)

Nee, oft genug landen Manager, die in Firmen mittelmäßige bis schlechte Arbeit abgeliefert haben, sogar so weich, dass sie in anderen Firmen wieder einen Spitzenjob bekommen. Verstehen muss man das nicht, es wird wohl damit zusammenhängen, dass richtig gute Unternehmenslenker nicht auf Bäumen wachsen und nicht an jeder Straßenecke zu finden sind. Dass schlechte Leistung mit teilweise siebenstelligem Jahresgehalt bzw. Prämien entlohnt wird, stört mein Gerechtigkeitsempfinden sehr, zumal an genug anderen Stellen Geld fehlt.

Ein anderes Beispiel aus meinem Bekanntenkreis: Freundin möchte nach Babypause Teilzeit arbeiten, sie hat vorher als Assistenz der Geschäftsleitung gearbeitet und kann so einiges. Sie interessierte sich für einen Job bei einem kleinen Familienunternehmen. Der Inhaber konnte ihr nur ein niedriges Gehalt anbieten. Nicht, weil er raffigierig ist, sondern weil er sich mehr nicht leisten kann. Freundin hat das abgelehnt, obwohl sie es nachvollziehen konnte. Hier ist der Firmeninhaber für mich nicht unmoralisch, im Gegensatz zu vielen Konzernmanagern oder auch dem Haupteigentümer von H&M, der durchaus finanziell in der Lage wäre, für ein gutes Arbeitsklima zu sorgen.

Das ist einer der Gründe, warum ICH gegen ein Grundeinkommen bin.

Grundeinkommen ist ein Thema, zu dem ich noch keine abschließende Meinung habe. Jobs, die eine mittlere Qualifikation erfordern, also Sachbearbeiter-Ebene, ein Teil der Mittelschicht, werden immer weniger. Die Rationalisierung und Automatisierung frisst da einiges weg. Das ist eine Entwicklung, die nicht gestoppt werden wird, hier müssen neue Lösungen her. Wir werden auch nicht jeden Menschen für die hochqualifizierten Jobs ausbilden können, selbst wenn wir irgendwann mal das superduperste Bildungssystem haben sollten, denn Talente sind nun mal unterschiedlich verteilt.

Und unsere Welt wird auch immer komplexer. Nimm den Beruf in der Kranken- oder Altenpflege (wie der auch immer gerade genannt wird): Heute ist das mehr als Bettpfanne reichen und Verband wechsel. Die Herausforderungen mit den Antibiotika-resistenten Keimen erfordern eben tatsächlich ein größeres Verständnis für Hygiene, für Übertragungswege, für Möglichkeiten der Keim-Bekämpfung … unsere heutigen Krankenpflegenden sind fast selber kleine Mediziner. In anderen Ländern wird Krankenpflege studiert – weil man heute so viel mehr als früher wissen muss, auch, weil man heute mit anderen Herausforderungen zu kämpfen hat (mehr wirklich alte, pflegebedürftige Patienten, die anschließend in eine Pflegeeinrichtung müssen, mehr so früh geborene Kinder, dass sie früher als „nicht überlebensfähig“ angesehen worden wären, mehr so dicke Patienten – wie ich, die ich dankenswerterweise seltenst im Krankenhaus sein musste bisher – dass man noch ganz andere Hindernisse zu bewältigen hat). Da ist noch nicht mal eingerechnet, dass die Leute aus mehr Kulturkreisen als bisher kommen und dass im zwischenmenschlichen Bereich (Sprache, Schamgrenzen) sich auch Hindernisse auftun.

Ein Altenpfleger lernt heute schon drei Jahre, da ist hoffentlich mehr enthalten als nur Bettpfannen hinstellen. 😉 Nee, bin da ja ganz Deiner Meinung, und gerade, wenn man diese steigenden Anforderungen bedenkt, ist die geringe Bezahlung eine Schande.

Wir leben nicht mehr in der Ackerbau- und Viehzucht-Gesellschaft des Frühmittelalters – wir müssen mehr wissen (oder zumindest eine Ahnung haben, wie wir an dieses Wissen kommen können – du willst nicht wissen, welchen Vertipper ich gerade beim Wort Wissen hatte, Tipp: ein dem S benachbarter Buchstabe auf der Computertastatur). Sich einfach darauf zurück ziehen, dass wir im Notfall Straßen kehren und Rüben hacken geht nicht mehr … Wir leben in einer teil-digitalen Welt, diesen Teil sollten wir zumindest navigieren können. Wir leben in einer Welt, in der Effizienz gefragt ist, weil mehr Arbeit von weniger Leuten erledigt werden muss. Wir leben in einer Welt, in der es immer wieder neue Fragen gibt – und wir kommen nicht darum herum, Antworten zu suchen. Und irgendwann zu finden.

Isso… Die Hinweise auf steigende Komplexität und die allgegenwärtige Globalisierung sollte dennoch kein Freibrief für Ausbeutung sein, und ich bleibe dabei, dass der Umgang mit den H&M-Verkäuferinnen, wie in dem Artikel geschildert, genau das ist. Die Politik muss wieder dahinkommen, sich nicht von weltweit agierenden Großkonzernen steuern zu lassen, alles mit dem Totschlagargument der Wettbewerbsfähigkeit. Globalisierung kann auch positive Aspekte haben, das Zusammenwachsen der Welt, vielleicht ermöglicht uns das irgendwann doch mal den Weltfrieden, aber mit zügellosem Profitstreben, das allzu viele Menschen auf der Strecke lässt, wird das nichts. Politik muss hier Grenzen ziehen und Regeln vorgeben, denn von den Unternehmenslenkern wird diesbezüglich wenig zu erwarten sein.

Ein bisschen zurück in eine kleinteilige, regionale Ackerbau- und Viehzucht täte uns aus ökologischen Gründen übrigens nicht so schlecht… Was in der Agrarwirtschaft abläuft, ist teilweise einfach nur noch abartig.

Als ich den H&M-Artikel veröffentlichte, war meine Absicht vor allem, zu zeigen, dass auch in unserem Land, das im Vergleich zu vielen anderen Staaten wirtschaftlich recht gut dasteht, nicht alles Gold ist, was glänzt, und dass es auch hier Methoden gibt, mit Arbeitern und Angestellten umzugehen, die unter aller Würde sind und die Muddi Merkel & Konsorten offensichtlich nicht allzu sehr interessieren. Ich glaube, die hier mitlesen, wissen das eh, zumindest die Kommentare lassen auf Menschen schließen, die weiter als bis zum Gartenzaun denken, aber vielleicht verirren sich ja auch mal Leser hierher, die sich über solche Aspekte noch nicht so den Kopf zerbrochen haben.

Und außerdem muss es einfach manchmal raus, sonst platzt mir der Kopf. 🙂

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Es geht uns ja so gut …

… oder etwa doch nicht?

Und wer jetzt etwas in der Art wie „Hätten die halt was Ordentliches gelernt“ in die Runde werfen möchte, dem sei gesagt: Sollen denn alle studieren und fleißig die Karriereleiter raufkraxeln, um Manager, Controller, Ingenieur, Arzt (oder was sonst noch gut bezahlt wird, wobei das bei den Ärzten nicht immer gilt) werden?

Ich nenne das Ausbeutung. Vor allem, wenn man sich diese Fakten vor Augen hält (aus dem oben verlinkten Artikel, Hervorhebung von mir):

Die weltweite Ausbeutung der Beschäftigten lohnt sich, jedenfalls für die Eigentümer von H&M. Der Gewinn für die Eigentümer im Jahr 2016 war 1,8 Milliarden Euro. Die Gewinnrate betrug damit sagenhafte 12 Prozent.[1]

Vater Stefan Persson ist der Haupteigentümer von H&M. Er steht mit 20 Milliarden an Privateigentum auf Platz 50 der reichsten Unternehmer der Welt. Er ist das Oberhaupt des asozialen Familien-Clans. Seine drei Kinder sind ebenfalls schon Multimilliardäre. Sohn Karl-Johan Persson ist Chef von H&M Deutschland.

Nein, ich bin nicht sozialneidisch, Raffigier auf Kosten anderer Menschen mag ich allerdings nicht. Ein paar Millionen weniger und seine Angestellten fair bezahlen und behandeln, das ist einfach eine Frage des Anstands und der Menschlichkeit. Wir brauchen keinen Manchester-2.0-Kapitalismus!

Trotzdem schönes Wochenende!

Hat die NRA schon den Gesetzesvorschlag eingereicht, dass Waffentragen für alle Konzertbesucher zur Pflicht werden muss?

Es würde mich nicht wundern, denn um Attentate an Schulen zu verhindern bzw. Schlimmeres zu verhüten, sei die Lösung ja auch, dass die Lehrer Waffen tragen sollen. NRA-Logik.

(Möchte nicht die AfD „mündigen Bürgern“ auch den Waffenbesitz erleichtern? Ja, möchte sie, Kapitel 4.7, Seite 25, Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2017.)

Würden nicht immer wieder Menschen sinnlos sterben, könnte man das alles komisch finden, so bleiben nur trauernde Menschen, Zynismus und routinierte Beileidsbekundungen vom US-Präsidenten. Was nicht kommen wird: Eine Verschärfung des Waffengesetzes.

Menschheit.

Auf den letzten Drücker …

Falls Ihr noch Argumente braucht, um Wähler, die überlegen, ihr Kreuz bei der „Weil Hitler gerade nicht kann“-Partei (heute SHOW) zu setzen, hier ein paar sachliche Gegenargumente. Und manchmal auch unsachlich, denn mir fehlt gerade der Langmut und die Geduld für 100 %ig seriöse Ernsthaftigkeit. Achtung, das Ganze hat sich zu einem recht langen Rant entwickelt. Also Zeit mitbringen oder auf den nächsten, bestimmt wieder kürzeren, Artikel warten. Ganz unten kommt endlich mal wieder ZOMBIEAPFEL zu Wort, schnell runterzuscrollen ist also auch eine Alternative (und zwar eine bessere als die blaue Alternative).

Das Kursive sind Originalzitate aus deren Programm, die Hervorhebungen stammen von mir. Ich verlinke nicht, aber auf deren Website könnt Ihr das selbst nachlesen. In Fettdruck rot ganz unverkennbar meine Gegenargumente und zynischen Anmerkungen.

Die unpassenden Seitenumbrüche kommen durchs Kopieren aus dem PDF-Dokument. Ich lass das so stehen, passt zu der Partei.

7.3 Die Anzahl traditioneller Familien in Deutschland ist seit
vielen Jahren rückläufig – die Zahl sogenannter „Alleinerziehender“ hat in den letzten Jahren dagegen stark zugenommen.
Für Alleinerziehende und Kinder bedeutet diese
Lebenssituation ein überdurchschnittliches Risiko, in relativer
Armut zu leben. Trotz alarmierender Erkenntnisse über
die Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung sprechen
sich nahezu alle Parteien für eine bedingungslose Förderung
Alleinerziehender aus. Eine Differenzierung, ob diese
Lebenssituation schicksalhaft, durch Selbstverschulden oder
auf Grund eigener Entscheidungen zustande gekommen ist,
findet nicht statt.

Aus gutem Grund ist dem Staat so eine Gesinnungsschnüffelei nicht erlaubt. So etwas ist Standard in Diktaturen, in unserem Land hat der Schutz der Privatssphäre einen hohen Stellenwert. (In einigen Fällen leider nicht mehr, Hartz IV als Stichwort…) Und wer soll überhaupt festlegen, ob die alleinerziehende Person schicksalhaft oder durch Selbstverschulden in die Situation gekommen ist? Was ist selbstverschuldet? Die Mutter/der Vater, die/der den süchtigen Partner verlassen hat — eigentlich eine eigene Entscheidung, somit selbstverschuldet, und daraus ergäbe sich in der AfD-Welt folgende Konsequenz:

Der Vorteil einer
besonderen Unterstützung durch die Solidargemeinschaft
sollte nur denjenigen Alleinerziehenden gewährt werden, die
den anderen Elternteil nicht aus der Teilhabe an der Erziehungsverantwortung
und praktischen Erziehungsleistung hinausdrängen.

Da müssen sich die Alleinerziehenden also noch einer vermutlich sehr intimen Prüfung stellen, bevor sie unterstützt werden. Wer das nicht auf sich nehmen will oder kann, bleibt im Regen stehen — mitsamt der an der Situation unschuldigen Kinder. DAS ist die familienfreundliche AfD.

Auch bei Scheidungen soll die Schuldfrage wieder eine große Rolle spielen:

7.3.1 Die Reform des Familienrechts von 1977 führte dazu, dass
selbst Straftaten und schwerwiegendes Fehlverhalten gegen
den Ehepartner bei der Bemessung finanzieller Ansprüche
nach Trennung und Scheidung oft ohne Auswirkung bleiben.
Eine derartige Rechtsprechung ist nicht geeignet, die Partner
zu ehelicher Solidarität anzuhalten und beeinträchtigt die
Stabilität bestehender Ehen.

Schwerwiegendes Fehlverhalten gegen die eheliche Solidarität
muss bei den Scheidungsfolgen wieder berücksichtigt
werden.

Vorhang auf für das Waschen schmutziger Wäsche.

4.3 Die Sicherheitslage verschärft sich vor allem in Ballungsgebieten
dramatisch. Eine besondere Rolle hierbei spielen
gerade junge Täter, denen derzeit ein geradezu zahnloses
Recht gegenübersteht. Erzieherische Erfolge in diesem
Segment lassen sich erfahrungsgemäß nur durch sofortige
Inhaftierung der Täter schwerer Delikte erreichen.
Wir fordern daher eine entsprechende Änderung der einschlägigen
Gesetze, insbesondere des Haftrechts. Wegen der
immer früher einsetzenden kriminellen Entwicklung muss
das Strafmündigkeitsalter auf zwölf Jahre abgesenkt und mit
dem Erreichen der Volljährigkeit auch das Erwachsenenstrafrecht
Anwendung finden.

Ein kleines Stück weit gehe ich mit — Straftaten sollten immer möglichst schnell Konsequenzen haben. Allerdings dürfte ein Wegsperren häufig gegenteiliges bewirken. Ruhig mal z. B. die Zustände in den USA anschauen. Wichtig wären Maßnahmen wie z. B. Sozialarbeit, alles möglichst zeitnah. Aber die AfD ist natürlich ganz Law and Order, einmal Mist gebaut, Lebensperspektive versaut.

7.2 Durch Aufklärung und Hilfen wollen wir junge Menschen
ermutigen und in die Lage versetzen, eine Familie zu
gründen und zu erhalten. Wir wollen unnötige Hemmnisse
beseitigen, damit stabile Ehen und Familien entstehen und
bestehen bleiben. Hiermit wollen wir schon früh beginnen,
indem anerkannte Regeln zu Partnerschaft und Familie,
Haushaltsführung, Lebensschutz und Kindererziehung in
Lehrplänen und Schulbüchern aller allgemeinbildenden
Schulen wieder fester Bestandteil werden.

Hitler hat angerufen, er möchte seine Mutterkreuze wiederhaben.
Ähm, tschuldigung, ich wollte ja sachlich bleiben. Verdammt, die sollen sich lieber darum kümmern, dass in den Schulen alle Schüler nach Bedarf gefördert werden, damit z. B. auch künftige AfD-Wähler künftig die deutsche Sprache besser beherrschen.

7.7 Gender-Ideologie marginalisiert naturgegebene Unterschiede
zwischen den Geschlechtern und stellt geschlechtliche
Identität in Frage. Sie will die klassische Familie als
Lebensmodell und Rollenbild abschaffen. Damit steht sie in
klarem Widerspruch zum Grundgesetz, das die (klassisch
verstandene) Ehe und Familie als staatstragendes Institut
schützt, weil nur dieses das Staatsvolk als Träger der
Souveränität hervorbringen kann. 

Nein, möchte sie nicht. Sie möchte Gleichberechtigung, z. B. auf Gebieten wie der Entlohnung, wo es immer noch Unterschiede in der Bezahlung von Mann und Frau für die gleichen Tätigkeiten gibt.

Immer noch 7.7: Die AfD will, dass sich die Familienpolitik des Bundes
und der Länder am Bild der Familie aus Vater, Mutter und
Kindern orientiert. Wir lehnen alle Versuche ab, den Sinn
des Wortes „Familie“ in Art. 6 Abs. 1 Grundgesetz auf andere
Gemeinschaften auszudehnen und der Familie auf diesem
Wege den besonderen staatlichen Schutz zu entziehen.

Homosexuelle können sich also den Wunsch nach Adoption eines Kindes abschminken. Ich hätte da aber mal eine Frage: Inwiefern wird der Familie (Vater, Mutter, Kinder, Plural beachten wg. Mutterverdienstkreuz) ein besonderer Schutz entzogen, wenn man das Recht auf diesen Schutz auf andere Personengruppen ausweitet? Antwort: Gar nicht. Ein einfaches Beispiel: Bisher stand Nelly als zimtfarbene unter dem Schutz der Brötchenmacht. Dann kam Socksi, der schwarze. Auch er wurde nun unter den Schutz der Brötchenmacht gestellt. Nelly bekommt deswegen keinen Krümel Brötchenmacht weniger.

7.7.1 Eine einseitige Hervorhebung der Homo- und Transsexualität
im Unterricht, wie sie die sogenannte „Sexualpädagogik
der Vielfalt“ praktiziert, stellt einen unzulässigen Eingriff in
die natürliche Entwicklung unserer Kinder und in das vom
Grundgesetz garantierte Elternrecht auf Erziehung dar. Dadurch
werden Kinder und Jugendliche – oft von schulfremden
Personen und meist gegen den Willen ihrer Eltern – in
Bezug auf ihre sexuelle Identität verunsichert, überfordert
und in ihren Schamgefühlen verletzt.

Ganz davon abgesehen, dass keiner vorhat, die lieben Kinder in der Schule „zwangszuverschwulen“ oder „-verlesben“ (mit Dank an Dergl für den Begriff „Zwangsverschwulung“), so hat doch die AfD noch weiter oben gefordert, dass in den Schulen Haushaltsführung, Lebensschutz und Kindererziehung unterrichtet werden soll. Da darf das sein, ohne dass es ein Eingriff in das garantierte Elternrecht auf Erziehung ist? Hier wird aber sehr extrem mit zweierlei Maß gemessen!

5.10 Das Geburtsortsprinzip (Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit
allein durch Geburt in Deutschland, auch wenn
kein Elternteil Deutscher ist) wollen wir wieder aus dem
Gesetz streichen und zum Abstammungsprinzip, wie es bis
zum Jahr 2000 galt, zurückkehren.

Hitler hat schon wieder angerufen, er möchte seinen Ariernachweis zurück.
Ernsthaft, was soll das? Was spricht dagegen, wenn sich jemand, der hier integriert ist, hier seine Heimat hat, dafür entscheidet, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen? Wir müssen doch mal dahinkommen, in einer globalen Welt friedlich zusammenzuleben, anstatt Menschen auszugrenzen, nur weil sie die falsche Abstammung haben.

Mögt Ihr auch nicht mehr? Kann ich verstehen. Ein paar Punkte gibt es aber noch.

7 Die dramatische Zunahme der Ehe- und Kinderlosigkeit
und das Verschwinden normaler mittelgroßer Familien –
von den etablierten Parteien längst als alternativlos hingenommen
– sorgen für eine Schrumpfung unserer angestammten
Bevölkerung um mehr als 250.000 Personen pro
Jahr, mit stark steigender Tendenz. Die AfD stemmt sich
gegen diesen Trend zur Selbstabschaffung und will Deutschlands
Gesellschaft von Grund auf familien- und kinderfreundlicher
gestalten.

Es ist aber schon bekannt, dass die Geburtenrate in den letzten Jahren wieder angestiegen ist? Reicht natürlich noch nicht für Mutterkreuze, darum:

Das „Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen
und Jugend“ ist in ein „Bundesministerium für Familie und
Bevölkerungsentwicklung“ umzuwandeln, das Bevölkerungsentwicklung
nach wissenschaftlichen Kriterien koordiniert
und fördert.

Senioren, Frauen und Jugend als eigenständige Personengruppe sind raus, es zählt nur noch die deutsche Familie! Ich frage mich nur, was Bevölkerungsentwicklung nach wissenschaftlichen Kriterien bedeutet? Moment mal eben, Telefon… Ach, Sie schon wieder, Herr Hitler. Nein, ich habe Ihren Lebensborn-Verein nicht gesehen, fragen Sie doch bitte mal bei Herrn Gauland oder Frau von Storch nach, könnte sein, dass er da irgendwo rumliegt!

8.3 Die Forderung der Vereinten Nationen, behinderten
Kindern Teilhabe am Bildungssystem zu garantieren, ist in
Deutschland bereits erfüllt. Kinder mit besonderem Förderbedarf
erhalten in der Förderschule eine umfassende Unterstützung,
die die Regelschule nicht leisten kann.
Die AfD setzt sich deshalb für den Erhalt der Förder- und
Sonderschulen ein.

Deutschland hängt in vielen Belangen bezüglich Inklusion sowieso stark hinterher. Die AfD möchte nun selbst die kleinen Schritte, die in den letzten Jahren Richtung Inklusion an Schulen durchgeführt wurden, zurückdrehen. Und was kommt als übernächstes? Alle kostengünstig wegsperren in Heime? Warum können denn die Schulen die Unterstützung nicht leisten? Ja, es bedarf sicher oft einer zusätzlichen Betreuung. Zu teuer, oder was, AfD? Menschenwürde — hier sieht man mal wieder, was die für diese Partei zählt! Nämlich nichts.

9.1 Die Ideologie des „Multikulturalismus“ gefährdet alle
diese kulturellen Errungenschaften. Kultur ist nur als etwas
wechselbezügliches Ganzes von Gesellschaften zu verstehen.
„Multi-Kultur“ ist Nicht-Kultur oder Parallelität von Kulturen
und damit Ausdruck von Parallelgesellschaften, die stets
zu innenpolitischen Konflikten und zur Funktionsunfähigkeit von Staaten führen.

Wehe, ich sehe einen von Euch „beim Jugoslawen“ essen, dann setzt es aber was! Wir leben in einer globalen Welt, in der alleine schon aus technischen Gründen die Distanzen schnell zu überwinden sind (natürlich nicht für alle, und die Globalisierung hat viele Schattenseiten, ich weiß das). Wir bleiben aber bitte schön gemütlich Deutsch und bekämpfen die Probleme der Globalisierung mit „zurück in die 50er“? Das ist wenig erfolgsversprechend. Wird der „Röhrende Hirsch“ an der Wand Pflicht?

9.2 Die Nationalsprache ist das Herz einer Kulturnation. Als
zentrales Element deutscher Identität will die AfD die deutsche
Sprache als Staatssprache im Grundgesetz festschreiben.
An deutschen Schulen darf es kein Zurückweichen des
Deutschen vor Einwanderersprachen geben.

Könnten Sie bei der Gelegenheit auch dafür sorgen, dass das Herz unserer Kulturnation auf AfD-Facebookseiten nicht ständig brutal misshandelt wird? Danke schön.

9.3 Die aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur
auf die Zeit des Nationalsozialismus ist zugunsten einer
erweiterten Geschichtsbetrachtung aufzubrechen, die auch die
positiv identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte mit
umfasst.

Ein Blick auf die Unterrichtspläne in Geschiche beweist: Da steht wesentlich mehr als die Zeit des Nationalsozialismus drauf. Es scheint aber bei einigen Menschen leider immer noch zu wenig Unterricht gewesen zu sein.

9.4 Die AfD bekennt sich zur Kulturhoheit der Bundesländer.
Kulturelle Förderprogramme des Bundes und der EU, die an
ideologische Zielvorgaben gekoppelt sind, wollen wir durch
Förderlinien ersetzen, die der Bewahrung des kulturellen
Erbes oder dessen würdiger Fortschreibung dienen.
Für „politisch korrekte“ Kunst und Kultur darf es keine
staatlichen Anreize geben.

Heißt das bald wieder „entartete Kunst“? Und zahlen tun wir nur für deutsche Kultur, jawoll! Bilder von der Ackerscholle oder vom heldenhaften deutschen Soldatentum. Röhrender Hirsch geht auch.

10.1 Die AfD ist für eine Abschaffung der Erbschaftsteuer als
Substanzsteuer und gegen die Reaktivierung der Vermögensteuer.

Ey, die Partei für die Besserverdienenden ist doch schon die FDP! Raus aus deren Revier! Sonst erschlägt Euch der Lindner mit einem 10 qm großen Starschnitt von sich!

13.1 Das Pariser Klimaabkommen vom 12.12.2015 ist zu kündigen.
Deutschland soll aus allen staatlichen und privaten
„Klimaschutz“-Organisationen austreten und ihnen jede
Unterstützung entziehen.

Donald Trump gefällt das. Die AfD behauptet, dass wissenschaftlich nicht gesichert sei, dass der Klimawandel menschengemacht wäre. Dass eine große Mehrheit von Wissenschaftlern, durchaus mit vielen Fakten gestützt, durchaus einen großen menschlichen Einfluss sieht, ignoriert die AfD.

13.2 Die bestehenden Kernkraftwerke wollen wir deshalb nicht
vor Ende ihrer Nutzungsdauer außer Betrieb nehmen.
Auch auf die Nutzung moderner Gas- und Kohlekraftwerke
wird Deutschland auf absehbare Zeit nicht verzichten
können.

Die AfD möchte das EEG ersatzlos streichen. An einen Atomausstieg braucht man mit dieser Partei gar nicht mal zu denken. Sie betont etwas später extra noch mal:

Die Laufzeit sicherer Kernkraftwerke muss sich nach
der technischen Nutzungsdauer richten.

Wer kann bloß nach Fukushima immer noch glauben, dass diese Technik immer 100 %ig beherrschbar sei? Von dem Problem mit dem radioaktiven Abfall ganz zu schweigen. Hinterlassen wir doch unseren Nachkommen noch sehr, sehr lange diese strahlenden Überbleibsel. Bzw. glaubt die AfD, dass das Zeugs irgendwann zukünftig eh recycelbar sei, deswegen soll es jederzeit rückholbar eingelagert werden. Oh, Hitler hat gemailt (weil ich nicht mehr ans Telefon gehe), irgendwas mit Material für Atomraketen. Genau, wenn schon dieser undeutsche Kim Jong-un so was Tolles hat, warum eigentlich das deutsche Volk nicht? 

So, es reicht mir. Ich möchte fairerweise sagen, dass es in dem Programm auch einiges gibt, das fast jeder unterschreiben würde. Das findet man aber in jedem Wahlprogramm, und da sind für mich andere Parteien glaubwürdiger als die AfD. Ich messe die AfD nicht nur an ihrem Programm (was zur Nichtwählbarkeit schon reichen sollte), sondern auch an ihren Politikern, ihren Aushängeschildern. Wer denen gut zugehört hat, weiß, wes Geistes Kind man dort wählt. Bei einigen ist die Bezeichnung „Nazi“ durchaus angebracht. Aber auch die moderateren AfDlinge arbeiten viel mit Angst und Abschottungsphantasien sowie Sündenbockstrategien. Allerdings kann diese ungesunde Mischung aus „zurück in die 50er“ und „die Flüchtlinge sind an allem schuld“ nicht funktionieren, ob einem das nun gefällt oder nicht. Die einzige, die sich die Welt machen kann, wie sie ihr gefällt, ist Pippi Langstrumpf.

Die ganze soziale Schieflage, die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich, das alles fing schon lange vor 2015 an. Das ist eine Tatsache, da kann die AfD noch so oft eine Gruppe gegen die andere ausspielen (z. B. Obdachlose vs. Flüchtlinge). Sind Flüchtlinge schuld daran, dass Altenpfleger, die ihren Job drei Jahre gelernt haben, mit 1.800 EUR brutto in ihren Job starten? Sind Flüchtlinge schuld an der Kinderarmut in diesem Land? Natürlich gab und gibt es Probleme, die im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsthema stehen. Deswegen alle Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen und jegliche Form von Empathie vermissen zu lassen, das ist trozdem einfach mal unmenschlich. („Oma, warum haben denn damals die anderen Länder nicht die Juden aufgenommen? Wie konnte das alles überhaupt passieren?“ Tjaaaa… Die Fragen hat meine Generation ihren Großeltern gestellt. Bekommen wir nun die Antworten am lebenden „Objekt“?)

Stellt sich die Frage: Wen wählen? Sollte ich als künftige Weltherrscherin eine Wahlempfehlung geben? 😉 Nein, dazu war ich selbst zu unentschlossen. Eins ist aber so klar wie der Cachaca im Caipi: Etwas Mittelmäßiges oder Schlechtes durch etwas noch Schlimmeres zu ersetzen, ist nicht lösungsorientiert. Es wäre also eher sinnvoll, wenn man z. B. für mehr soziale Gerechtigkeit ist, die SPD oder Die Linke zu wählen. Wenn man so, wie es jetzt ist, ganz zufrieden ist, dann halt CDU, und wenn man … ähm … für was auch immer … ist, dann die FDP (sorry, mir fällt nix ein, wofür wir diese Partei unbedingt wieder bräuchten). Umweltschutzbewegte haben auch ihre Partei. Und wenn man mit den Etablierten gar nichts anfangen kann, bleiben noch genug Splitterparteien, Tierschutzpartei, DIE PARTEI …

Und ja, mir ist bewusst, dass die Versprechungen der etablierten Parteien natürlich auch längst nicht alle gehalten werden und dass Parteiprogramme teilweise eher Omas Märchenstunde als ernsthafte Handlungsgrundlage darstellen. Die Demokratie hat auch ihre Schattenseiten, oft müssen dicke Bretter gebohrt werden, die ganzen Wahlkampflügen … Dass mit den etablierten Parteien, egal, wen man wählt, alles sowieso immer die gleiche Soße bleibt, ist aber nicht wahr. Nehmen wir mal an, wir hätten in den letzten vier Jahren Schwarz-Gelb an der Macht gehabt: Gäbe es dann einen Mindestlohn? Ganz sicher nicht. Usw. usf., darum ist Wählen gehen nämlich doch wichtig!

ZOMBIEAPFEL will auch mal wieder was sagen:

 

Danke fürs Schlusswort, ZOMBIEAPFEL.

 

Verlassene Flaschen # 4

Ihr kennt diese Blogaktion? Jeden Freitag poste ich verlassene Flaschen — außer an den Freitagen, an denen ich keine Lust … ähm … an denen der Mond ungünstig steht (in Absprache mit meinem sprechenden Mondkalender).

Wer Lust hat, kann ganz einfach mitmachen: Blogartikel mit verlassenen Flaschen posten und hierunter verlinken. Die verlassenen Flaschen brauchen mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung!

Heute Morgen irgendwo in Bergedorf:

Ich: „Hey, Mate-Mate, was geht? Seid Ihr Zwillinge?“

Flasche links: „Ja. Sogar einflaschige!“

Ich: „Das ist ja cool. Aber die ganzen Kippen! Habt Ihr die alle geraucht?“

Flasche rechts: „Ja, die Hälfte ich, die Hälfte meine Schwester.“

Ich: „Das Bundesgesundheitsministerium warnt: Rauchen …“

Flasche links: „Schnauze! Von Politik haben wir so was von den Flaschenhals voll …“

Flasche rechts: „Ich hab sooooo einen Flaschenhals!“

Ich: „Warum das denn?“

Flasche links: „Dieser Wahlkampf, überall die nervigen Plakate, wir stürzen uns nun in den Müll!“

Ich: „Aber Sonntag ist die Wahl und dann ist der Wahlkampf erst mal vorbei.“

Flasche links: „Wir haben es so dicke! Neulich mitbekommen, wie jemand die AfDeppen als Flaschen bezeichnet hat?“

Ich: „Das ist ja eine Beleidigung …“

Flasche rechts: „Allerdings. So hat uns Flaschen noch nicht mal der Trapattoni damals beleidigt!“

Ich: „Ja, schon …“

Flasche links: „Leider dürfen wir Flaschen nicht wählen! Wir wissen nämlich, dass es dumm ist, wenn man mit einem Misthaufen unzufrieden ist, einen noch viel größeren Misthaufen zu wählen!“

Flasche rechts: „Was ist der Unterschied zwischen einem AfD-Spitzenpolitiker und einer leeren Flasche?“

Ich: „Dass es keine AfD-Spitzenpolitiker gibt?“

Flasche rechts: „Eine leere Flasche hat mehr im Kopf!“

Ich: „Alles klar. Ich muss dann jetzt mal zur Arbeit.“

Und immer dran denken: Wer die schlechte Angie-Politik durch noch viel schlechtere Politik ersetzen möchte, wählt die AfD. Alle anderen wissen:

Und Scheiße riecht man, wählt man aber nicht.

Nachti, nachti, schönes Wochenende.

Und wenn jetzt irgendjemand auf die Idee kommt, mir vorzuwerfen, dass das doch keine seriöse Auseinandersetzung mit der AfD ist: Glückwunsch, sehr gut erkannt! Hab ich auch keinen Bock mehr drauf, ganz ehrlich. Ich habe in den letzten Wochen einige sachliche Diskussionen geführt (ja, das kann ich durchaus!), besser gesagt, versucht zu führen, die ausnahmslos so abliefen: Entweder schon nach meinen ersten Argumenten Schweigen/Diskussionsabbruch oder „Du Gutmensch-Blabla“ oder wilde Verschwörungstheorien. Schönen Dank, wenn die Führer dieser Simpeldenker in den Bundestag einziehen. Ich hoffe zumindest, dass sie nicht die drittstärkste Kraft werden. Also, bitte geht wählen! Die AfD-Anhänger tun es auch.

Planschibild der Woche

 

Das ist schon von vorletzter Woche, ich hänge hinterher, hier nun also wieder eines meiner legendär schlechten Fotos, heute zwei Frösche oder sind es doch eher Kröten?

2017-02-19-14-54-29

Was ist passiert? Die Kröte mit den Pflastern hat nicht an die scheiß Herzchen gedacht, dabei weiß doch mittlerweile jeder, dass man immer an die scheiß Herzchen denken muss!!!!1!drölfzigherzilein!!! Die Herzenskröte hat daraufhin der vergesslichen Kröte mal so richtig die Ladung getrimmt! Hinterher musste sie halt ein bisserl verarztet werden. Kann nun als Apothekenschränkchen zum Karneval gehen. (Tähä-tähä-tähä, Narhallahmarsch!)

Der berühmte Büttenredner aus den USA hat auch wieder einen brillanten Gag rausgehauen:

ohneworte

Merkwürdige Funkenmariechen, die da um ihn herumstehen. Sind bestimmt FAKE-FUNKENMARIECHEN!!!

Ja, great healthcare in den USA — für einige Leute bestimmt, andere, die kein Geld und keine Versicherungen für Behandlungen haben, müssen halt verrecken; ist das nun ein Lügen-Tweet?

Ich sag gute Nacht und immer an die scheiß Herzchen denken! ❤ ❤ ❤ Außer, Du bist CEO einer U.S. health insurance company. Dann reichen auch Dollarzeichen.

Ich brauche Puscheligkeit

 

Was Herzerwärmendes in diesen kalten Zeiten. Den Stoffhund, den Socksi da bei sich auf dem Kissen liegen hat, hatte er mir zweimal vom Wäscheberg gemopst, der sollte nämlich gewaschen werden. Zweimal schleppte er ihn aus dem Keller mit rauf auf sein Kissen. Also ließ ich mich zwar von meinem Waschvorhaben nicht abbringen, habe ihm das Hündchen aber danach geschenkt. Im Gegensatz zu Kleinschredder-Nellchen lässt er Stofftiere heil. Seht Ihr, wie er mit einem Auge zu seinem Hündchen schaut, dass es ja nicht geklaut wird? 🙂

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Ganz kurz zu Berlin: Ich fühle mit den Angehörigen und bin entsetzt über die Tat. Wirklich überrascht aber leider nicht.

Was mich zutiefst anwidert, ist das Krakeelen bestimmter Menschen, die gleich wieder alle Flüchtlinge oder sämtliche Muslime unter Generalverdacht stellen und davon salbadern, dass unsere Werte verteidigt werden müssen.

Wenn unsere Werte daraus bestehen, dass wir Deutschland abschotten und keine Menschen mehr aufnehmen sollten, die vor Krieg und Terror fliehen, dann behaltet eure Werte, AfD und Konsorten. Meine sind es nicht.

Dieses ganze Getöse verhindert, dass Lösungen gefunden werden und mit Augenmaß agiert wird.

In den nächsten Tagen geht es hier normal, also bekloppt, weiter, denn bekloppt ist mein normal.

Gute Nacht.