Stöckchenzeit mit Überraschungspaketefaktor

Das gab es lange nicht und gleicht einer Sensation: Isabella und ihre Überraschungspakete haben einen „Liebster Award“ angenommen und sogar neue Fragen kreiert! Und als ob das noch nicht genug wäre, sogar mit Hundebezug. Wenn das nicht Gelegenheit gibt, einige Fotos von den Anarchohündchen hier einzustreuen, weiß ich auch nicht…

Auf geht’s! (Oh, WordPress weigert sich, die Abstände zwischen den Absätzen anzuzeigen. Dann eben nicht, ich gehe jetzt nicht in die HTML-Sicht und frickel die von Hand rein. Ich nicht! Ich bin faul! Vielbeschäftigt, meinte ich, vielbeschäftigt!)

1. Was findest Du an einem „liebsten Award“ gut? Er hilft dabei, dass sich Blogger vernetzen, man lernt dadurch oft tolle neue Blogs kennen und ab und zu erfährt man mehr über den Menschen hinterm Blog. Außerdem ist es eine interessante Abwechslung, sich den Fragen zu stellen, so bekommt man Inhalt in sein Blog, den man so vielleicht sonst nicht erstellt hätte.
2. Wie nennst Du Deinen Hund/Deine Hunde, wenn sie mal etwas angestellt haben? Nelly: NELL!!!! DU LUDER!!!! Socks: BURSCHE!!!! HÖLLENHUND! BOSNISCHES BRUTALOBABY!!!! Ansonsten haben sie -zig Spitznamen, aber beim Schimpfen bin ich nicht sehr originell. Lohnt eh nicht, ich schimpfe wenig mit den beiden.
3. Wenn Du einem Moment noch einmal erleben könntest – welcher wäre es? Alle Momente, in denen ich meine Hunde das erste Mal gesehen habe.
4. Welche Macke Deines Hundes / Deiner Hunde magst du am meisten? Sie sind alle so liebenswert. Bei Socksi z. B., dass er sich zwar Flauschis klaut, sie aber nicht zerstört, sondern nur ein bisschen drauf rumgnabbelt. Bei Nelly ihre Gewitztheit, wenn es darum geht, dass sie reinkommen soll. Morgens, wenn ich wenig Zeit habe, was Madame genau weiß, bleibt sie einfach auf der Türschwelle stehen. Da meine Hunde aufs Wort hören, es muss nur das richtige sein, ist hier das Kommando „Keks“ angebracht. Mit den entsprechenden Gaben, die folgen müssen. 🙂 Nelly ist mittlerweile ein Keks nicht immer genug, manchmal reagiert sie auch erst auf „Dörrfleisch“. Bei Nelly ist auch sehr auffällig, dass sie oft schon kurz nach dem Bürsten wieder zottelig aussieht, weil sie ja durch jedes Gebüsch muss oder sich von Socksi bezupfen lässt… Da sag ich noch stolz zu ihr: „So, Nellchen, nun können wir zur Ausstellung“, und 10 Minuten später hat sich das Thema erledigt.

Zeit für ein erstes Foto der beiden Helden:


5. Warum bist Du ein Hundemensch geworden? Als Kind war ich ein Katzenmensch (nach wie vor mag ich Katzen sehr, sehr gerne), dann ließen sich meine Eltern scheiden und mein Vater konnte Burga, unseren Sheltie, nicht mitnehmen. So kam Burga zu mir, während ich alle meine anderen Tiere hergeben musste (die Katzen und die Hühner). Burga war mir ein großer Trost und wurde meine beste Gefährtin. Leider habe ich nur ein äußerst schlechtes Foto von ihr. Mein Vater hat so viel fotografiert, aber fast immer nur irgendwelche Menschen oder die Pferde. 😦6. Klamotten – trennst Du Hundeklamotten und „normale“ Klamotten? Nö, eigentlich nicht. Das sind keine Hundehaare, das ist Nelly- und Socksiglitzer. (Ja, der Spruch ist geklaut, der kursiert seit einiger Zeit durchs Internet, natürlich ohne die Namen.) Ich ziehe mich teilweise nach der Arbeit um, wenn es Matschewetter ist und ich den Pullover/die Bluse am nächsten Tag noch mal im Büro anziehen will. Es gibt generell Klamotten, die fürs Büro nicht so gehen, dicke Fleece-Pullover z. B.
7. Wo schläft Dein Hund / Deine Hunde am liebsten? Im Bett oder auf ihren runden Kuschelkissen. Jetzt, wo es wärmer ist, auch einfach mal lang hingestreckt auf den Fliesen oder den Holzbohlen. Ab und zu wühlen sie sich das Snooozzzeeekissen zurecht. Hier sehen wir Nelly, die sich auf besagtem Kissen zusammengerollt hat. Zum Kuscheln hat sie sich einen meiner Pullover geklaut, der über dem Schreibtischstuhl hing. Die schnappt sie sich zu gerne. Dann freut sie sich und ist so stolz, dass sie fette Beute gemacht hat. 🙂 Dass ich meine Pullover ab und zu extra dort hinhänge, um ihr eine Freude zu machen, ist …….. natürlich wahr.


8. Was war Dein letzter toller Ausflug mit Deinem Hund / Deinen Hunden? An der Elbe ist es immer schön, und auf den Wanderwegen hier in der Gegend. Soooo viel zum Schnüffeln. Natürlich passe ich auf, dass JAGD-Nelly nichts erbeutet. Diese Ausflüge sind immer toll, aber nicht so herausragend spannend, dass ich nun wunder was davon erzählen könnte. 🙂 So schön wie die Dänemarkurlaube wird’s eh nicht, auch nicht gelegentliche Trips an die Ostseee.
9. Was machst Du, wenn Du einen sehr unpassenden Kommentar zu einem Beitrag bekommst? Habe ich zum Glück ganz selten, ich hoffe, ich wäre souverän genug, den einfach zu löschen. Alles andere ist eigentlich Zeitverschwendung. Neulich hatte ich auf der Facebookseite eines Restaurants ganz nett geschrieben, dass das Essen dort sehr lecker ist, aber bei den Brötchen Verbesserungspotential bestünde, z. B. mit einem Dip. (Es sind Pizzabrötchen, die ohne was meistens ziemlich trocken schmecken.) Mit Smiley, es war also wirklich höflich und nur als Anregung geschrieben. Dafür sind solche Facebookauftritte ja im besten Falle auch gedacht. Wochen später kam ein Klugschnackerkommentar, dass ich mir Dip ja auch von der Karte bestellen könne und einfach das Personal direkt hätte ansprechen sollen, bla-bla-bla. Ich habe einfach nur „Ach was“ geantwortet. Zuerst wollte ich es ihm noch genauer erklären, habe ich mir aber geschenkt, soll doch jemand anderes den Erklärbär für Klugscheißer geben.
10. Auf welches Teil Deiner Hundeausstattung möchtest Du nicht mehr verzichten? Wenn man mal von den Sachen absieht, die man eh braucht (Leine, Geschirr, Kissen etc.): Auf keinen Fall dürfen wir auf unsere Dottis verzichten, die sind so wichtig für Nelly. Wie stolz sie immer guckt, wenn sie wieder einen in den Garten gebracht hat. 🙂 Und bei Socksi ist es seine geliebte Knisterschlange. Witzig ist auch unser Stoffwürfel, mit dem Nelly wirklich verhältnismäßig oft Sechsen würfelt. Molly konnte das auch sehr gut.

Außerdem liebt Socksi seinen Jammerlappen. Hier einer in Neuzustand (Handyfoto ohne Blitz, darum total verrauscht):


11. Welcher Deiner Blogbeiträge ist Dir am besten in Erinnerung geblieben und warum? Bei meinem Siebgedächtnis immer der letzte. 😉 Gut in Erinnerung geblieben sind mir die beiden Artikel, in denen ich verkündete, dass Nelly und Socksi dem Elite-Team beigetreten sind. Und die irre Fotoweihnachtsgeschichte von vor ein paar Jahren.

Danke für die tollen Fragen, liebe Isabella. Ich denke mir keine neuen Fragen aus, weil diese schon so gut sind, und werfe das Stöckchen an alle Hundebesitzer weiter, die Lust darauf haben und uns bei der Gelegenheit hoffentlich auch ein paar Fotos von ihren Lieblingen zeigen.

Leseeindruck: „Der Mann im Strom“ von Siegfried Lenz

Worum geht es?

Hinrichs ist Taucher, aber zu alt, um seinen Job auszuüben, obwohl es in der Nachkriegszeit mehr als genug für Taucher zu tun gibt. Also fälscht er das Alter in seinen Arbeitspapieren… Nebenbei taucht noch ein zwielichtiger Typ auf, der seine Tochter auf Abwege bringt. Auch heute noch ein aktuelles Thema in einer Zeit, in der Menschen ab einem bestimmten Alter auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr viel zählen. Nur, dass man heute seine Papiere nicht mal so eben fälschen kann… Die gute alte Rasierklinge, sie hilft hier nicht mehr.

Wie hat es mir gefallen?

Das ist Siegfried Lenz, unverkennbar, wie er in einer beinahe kargen Sprache präzise die beklemmenden Stimmungen einfängt. Nicht umsonst gehört „Deutschstunde“ zu meinen Lieblingsbüchern. Und auch dieses hat mir sehr gut gefallen.

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Lieblingscharakter

Kuddl

Das Cover

Ganz schlicht, auch mal schön.

Zahlen, Daten, Fakten

  • Gebundene Ausgabe: 228 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe (1. Januar 1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455042600
  • ISBN-13: 978-3455042603

Erfüllte Aufgabe

Nr. 48: „Ein Buch aus einem Deiner Lieblingsverlage.“ Wer Siegfried Lenz verlegt, muss ja mit zu meinen Lieblingsverlagen gehören. 🙂

Achtung, weiterer Angriff aus München

 

Ihr alle wisst, dass der Krötengeneral mein hartnäckigster Konkurrent im Kampf um die Weltherrschaft ist. Erinnert Ihr Euch noch an die Bayern-Artikel aus der letzten Sendung?

Nun kam noch mehr! Mein Foltermonster Manager für alternative Verhör- und Überzeugungsmethoden ist vor Begeisterung in Ohnmacht gefallen, was eine erhebliche Schwächung des Elite-Teams bedeutete:

Es gelang meiner Hexe Helene aber, ihn ins Hier und Jetzt zurückzuholen. Dafür reichte ein einmaliges Abspielen des neuen Helene-Fischer-Albums. Ich muss mir diese Musik jetzt sowieso jeden Tag eine halbe Stunde anhören, Stichwort Opfer an den Fußballgott.

Außerdem kamen neue Spione an:

Ich habe die erst mal angekettet, wie man das halt so macht mit Spionen:

Sie sind trotzdem ganz vergnügt, vielleicht weil mein Manager für alternative Verhörmethoden usw. ihnen den Bayernfusel zum Trinken gegeben hat? Man weiß so wenig…

Des Weiteren wurde ich abgelenkt, hier kam ein sehr schweres Rätsel:

Ich habe alle 6 neuen Sorten natürlich erraten: Sie schmecken alle nach … haltet Euch fest, das erratet Ihr nie: Gummibärchen! Tähääää! Gewonnen!

Backzubehör? Aber es ist was mit Einhörnern, das kann ja nur gut sein! Die Monster sahen das anders und bekamen das große Zittern, weil sie tatsächlich dachten, ich würde versuchen, etwas zu backen. Und das mir, die ich sogar Fertigbackmischungen ruiniere! Zum Glück kam mein Solutionmanagermonster auf DIE Idee: Man kann diese leckeren Streusel auch auf z. B. Eis streuen, am besten natürlich mit Sahne.

Ja, mit Schokolade schmeckt alles besser! Das stimmt! Wichtiges Grundnahrungsmittel für Monster!

Achtung, jetzt wird es megaknuffig!!!! Da spendiere ich schon mal eine Runde scheiß Herzchen: ❤ ❤ ❤ ❤ ❤

Ein Schokolandenfrosch, der es süß braucht! Er ist hier so was von verdammt richtig! Ist der nicht toll?

Was für das Gärtnermonster war auch noch dabei, Ihr wisst ja, dass die Krötengeneralpakete es immer in sich haben:

Wunderblumen, ob die mir die Weltherrschaft streitig machen? Aber ich hatte ja vor Jahren schon Audrey II. hier im Garten, ich kann also mit widerspenstigen Pflanzen umgehen. Mittlerweile keimt auch etwas, ich bin sehr gespannt. Solltet Ihr in den nächsten 3 Jahren nichts von mir hören, handelt es sich um eine monsterfressende Pflanze. Dann hätte die Welt halt Pech gehabt. Und ich auch…

Wie immer waren auch epochale Postkarten in dem Paket:

DANKE, Lieblingskröterich für die wieder mal sehr epochalen Sachen!

Heute ist endlich mal ein Revanche-Paket auf die Reise gegangen, allerdings ist es nicht halb so originell wie dieses hier geworden. Ich schwächel zurzeit etwas mit meinen Paketen…

So…

 

… heute erfolgreich alles gegeben!

Glücks-HSV-T-Shirt angezogen:

Kleinen, aber wirksamen HSV-Altar aufgebaut, mit HSV-Monster, HSV-Buchling, HSV-Wackeldackel, HSV-Windlicht (natürlich mit angezündetem Licht während der 90 + 5 Minuten), HSV-Würfel und einem Glückswichtel (nicht in den HSV-Farben, aber mit limettenfarbenem Hut):

Während des Spiels, als es nicht so lief, Xynthilia, meine Elite-Dämonin, gefragt, ob sie nicht was tun kann. Dass Wollscheid wenig später ein dicker Patzer unterlief, der zum Ausgleich führte, war vermutlich kein Zufall …

Da habe ich mir einen Erleichterungs-Cocktail wohl redlich verdient, oder? Weil ich nun 3 Monate lang keinen Caipi mehr trinken darf, wurde ein XXL-Cuba-Libre zubereitet, jetzt muss der HSV nur noch endlich mal XXL-Cocktailgläser in seinem Shop anbieten.

Diese Stärkung brauche ich auch, denn nun stehen die Opfer an den Fußballgott an:

  • Vier Monate lang jeden Tag eine halbe Stunde Helene Fischer hören und dann noch mal in der Adventszeit ihre Weihnachtslieder
  • Die ganze „Biss…“-Reihe lesen, wisst schon, die Glitzervampir-Teenie-Love-Schmonzetten, es sind ganze 5 Bände, ich habe Angst!
  • Drei Monate lang keinen Caipi trinken

Das wird hart. Zum Glück stehen solche Opfer nur alle zwei Jahre an … Danke, Merkel … ähm … HSV!

Und Hermann sieht auch in der nächsten Saison von Wolke 7 seinen Verein in der Ersten Bundesliga:

Tests

 

Ich habe mal wieder ein bisschen rumgetestet, man muss ja wissen, wer man ist.

http://www.hochsensibel-test.de/

Hier habe ich 87 Punkte erreicht, das könnte folgendes bedeuten:

War ja klar. Das passt zu mir. Es würde einiges erklären. Das habe ich bestimmt auch von meinem Vater geerbt. Grenzen setzen, das sagt meine Psychotherapeutin auch häufig. Ich scheine da ein kleines Problem zu haben, hmpf…

Gucken wir mal, wie meine Schülerakte in Hogwarts ausgesehen hätte. Das war ein Facebooktest, Link habe ich nicht mehr.

Mein Irrwicht soll ein Hund sein? Bitte, was? Mein Irrwicht ist ein LEERES Caipiglas oder vielleicht auch Helene Fischer, das weiß ich genau. (Wer nicht weiß, was es mit Irrwichten auf sich hat, kann es schnell hier nachlesen.) Alles andere geht klar, Zaubereiminister, Weltherrscherin, alles so in etwa die gleiche Richtung, die Tendenz stimmt.

Schönes Wochenende!

 

Freuden eines Hundebesitzers

 

Vorgestern dachte sich Socksi, dass es sehr schlau wäre, seinen Knochen (schöner Kalbsbrustknochen mit ordentlich Fleisch) für schlechte Zeiten zu vergraben.

Heute beschloss er, dass diese schlechten Zeiten angebrochen sind und buddelte das Teil wieder aus. Fleisch schon etwas angegammelt, ordentlich Erde dran, ein Genuss!

Schade, dass ich nicht rechtzeitig mitbekam, dass er mein Bett für den Ort des Verspeisens erwählt hatte … Tja, da war mal außerplanmäßiges Bettenbeziehen angesagt. 😀

Socksi, mein kleiner Kerl mit dem großen Charakter, vor genau 2 Jahren kamst Du, hast Dich auf den langen Weg von Bosnien nach Berlin gemacht, wo wir Dich abholten und mit nach Hamburg in die WEZ nahmen. Nur kurz währten meine Zweifel vor etwas über 2 Jahren, als ich dachte, dass Du vielleicht zu klein wärst, ich wollte doch eigentlich unbedingt wieder einen Collie-Mix. Aber mein Gefühl wusste schon längst, dass DU es sein musstest.

Alles richtig gemacht.

Blogparade: Angehörigenpflege

 

Dergl hat eine Blogparade mit einem ernsten Thema ins Leben gerufen: Angehörigenpflege.

Manchmal verirren sich auf dieses Blog auch ernste Themen. Ich finde es sehr gut, dass Dergl diese Parade ins Leben getroffen hat, denn 1. sind viele davon betroffen und 2. sind die Bedingungen, die pflegende Angehörige, aber auch Pflegepersonal ausgesetzt sind, häufig eine Katastrophe.

Noch bin ich nicht wirklich eine pflegende Angehörige, meine Mutter braucht zwar mittlerweile eine gewisse Unterstützung, aber das ist alles noch im schaffbaren Rahmen, es geht eher ums Einkaufen, darauf achten, dass sie die richtigen Tabletten regelmäßig nimmt, genug trinkt, Bürokram erledigen, zusehen, dass sie vernünftiges Essen bekommt…

Nichtsdestotrotz hat sie in den letzten Jahren körperlich abgebaut, sie hat mit Schwindel zu kämpfen, in den letzten 2 Jahren musste sie dreimal mit Brüchen ins Krankenhaus, weil sie ihren Rollator nicht konsequent genug genutzt hat und die Stürze zu Brüchen führten. Auch ist gründliches Waschen für sie nicht mehr so einfach zu bewerkstelligen.

Darum überlegte ich letztes Jahr, auch auf Anraten des Hausarztes, Pflegestufe 1 zu beantragen. Was ich dann auch tat. Und das soll mein Thema sein, quasi die Vorstufe, daher wird mein Beitrag nicht so bedrückend wie die Artikel der anderen Teilnehmer, ich möchte mir aber doch mal Luft verschaffen, denn die Auftritte der Prüfer, die einem der MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) ins Haus schickt, sind gelinde gesagt eine Frechheit.

Vorweg: Ich finde es in Ordnung, dass der Zustand der zu pflegenden Menschen begutachtet wird, um Betrug zumindest einzudämmen. Ich erwarte allerdings Fairness und ein gewisses mitmenschliches Auftreten der Prüfer. Die sind aber im Gegenteil ganz offensichtlich darauf gedrillt, dafür zu sorgen, dass die Gelder in der Pflegekasse verbleiben.

Ich habe mich vorher im Bekannten- und Kollegenkreis umgehört und viele Geschichten gehört. Nicht eine davon berichtete von einer Prüferin (es scheinen fast immer Frauen zu sein), die auch nur annähernd eine realistische, anständige Beurteilung abgegeben hat. So gut wie alle mussten Widerspruch einlegen, und das, obwohl die Mutter oder der Vater teilweise nicht mal mehr allein aufstehen konnten. Da war der Fall einer Mutter, die beinahe nur noch im Bett lag. Pflegestufe 1 (!) abgelehnt.

Anderer Fall, Prüferin betritt die Wohnung, die von der Tochter der Mutter immer gründlich geputzt wurde. Sagt zu der Mutter: „Sie sind nicht berechtigt, Sie können Ihre Wohnung ja noch gründlich alleine reinigen!“ Das hat die einfach mal so unterstellt, ohne zu fragen, ob die Putzaktivitäten vielleicht von einer anderen Person stammen könnten.

Rollstuhlfahrer: Nein, kein Anrecht, die Wohnung sei ja behindertengerecht (barrierefrei) eingerichtet, da käme er schon ganz alleine zurecht.

Könnte seitenweise so weiterschreiben, bevor ich aber vor Wut auf den Schreibtisch haue, nun meine eigenen Erfahrungen.

Das alles fand im Dezember 2016 statt, als es noch 3 Pflegestufen gab. Mittlerweile hat sich da einiges geändert, dafür gibt es im Internet genug Quellen, daher erspare ich mir eine detaillierte Erklärung an dieser Stelle.

Es klingelte und wie sich das gehört, schlugen die Höllenhündchen an. Ich sperrte die beiden ein und öffnete die Tür. Und sah niemanden. Ach, doch, die Dame war die 5 Stufen wieder runtergegangen und hatte sich drei Meter vom Eingang weggestellt. Ich begrüßte sie und fragte sie, ob sie nicht reinkommen wollte. Angst vor Hunden, okay, das gibt es und darauf nehme ich natürlich Rücksicht. Ich hatte aber sofort das Gefühl, verloren zu haben, ihr abwertender Blick sprach Bände. Die Frau war dermaßen kalt, unpersönlich und distanziert, das mir etwas passierte, das ich relativ selten erlebe: Antipathie auf den ersten Blick.

Nun wollte ich mit der Frau ja auch nicht ein paar XXL-Gläser Caipi zusammen leeren, also egal, ich hoffte natürlich einfach auf eine faire, objektive Einschätzung und Beurteilung. Meine Mutter war unten in der Küche und die Prüferin richtete einige Fragen an sie, so etwas in der Art wie „Welches Datum haben wir heute?“ Etwas, das meine Mutter so gut wie nie weiß, an dem Tag hatten wir aber zufällig kurz vorher darüber gesprochen, so dass sie es wie aus der Pistole geschossen beantworten konnte…

Dann gingen wir nach oben, bzw. meine Mutter fuhr mit dem Treppenlift, und dort guckte sich die Prüferin die Lebensumstände an (meine Mutter wohnt mit bei mir im Haus, geringe Rente, und der Platz ist ja da), ich wurde so gut wie gar nicht mit ins Gespräch einbezogen, also warf ich hin und wieder meine Sicht der Dinge ein, auch die Schwindelanfälle und dass sie unter beginnender Demenz leidet. Zwischendurch tippte Madame Daten in ihr Notebook ein, irgendwann fragte sie mich tatsächlich etwas und als ich ansetzte, die Frage zu beantworten, fiel sie mir sofort barsch mit einem „Moment mal!“ ins Wort, denn sie musste ja erst wieder was tippen. Alles lief eher unfreundlich und sehr kühl ab. Ich wusste schon längst, dass das alles Zeitverschwendung war, meine Mutter war an dem Tag auch körperlich gut drauf, sie konnte beinahe alles, was die Prüferin von ihr sehen wollte, in die Tat umsetzen.

Die Frau wollte dann noch die Daten vom letzten Krankenhaus und die Medikation haben. Die Tage hatte ich nicht sofort im Kopf parat, worauf sie auch gleich genervt reagierte. Zeit in meinem Kalender nachzugucken, gab sie mir nicht, ich guckte im Krankenhausbericht nach, da fehlte ihr dann immer noch irgendeine Information, sie guckte mich kaum je direkt an, der Blick war hauptsächlich auf ihr Notebook gerichtet. Alles in allem keine skandalösen Details, die ich hier zu bieten habe, aber wenn man bedenkt, dass man in solchen Situationen als Angehöriger unter einer stärkeren emotionalen Belastung als normal steht, frage ich mich, ob das nicht auch anders möglich wäre?

Ich erklärte ihr dann unten an der Tür noch mal die medizinische Lage, sie meinte aber nur: „Ihre Mutter hat keine Demenz. Die muss nur immer genug trinken!“ Bitte, was? Ich habe ihr die Diagnose der Ärztin gezeigt. Aber eine Neurologin, die den Medizinkram etliche Semester studiert hat, kann das natürlich nicht beurteilen, da muss schon so eine Spitzenkraft vom MDK kommen!

Dass dann im Bericht noch einige Unwahrheiten standen, zum Beispiel, dass meine Mutter Zeitschriften lesen würde (haben wir nicht drüber gesprochen und es lagen auch keine Zeitschriften herum, nur einige Zeitungen), wunderte mich dann auch nicht mehr.

Dass die Pflegestufe abgelehnt wurde, konnte ich akzeptieren, so wie die Voraussetzungen sind, war und ist meine Mutter dann doch noch zu fit, man kann sich darüber streiten, ob eine Pflegeversicherung „light“ in solchen Fällen eine gute Sache wäre, aber das ist ein anderes Thema.

Was ich aber absolut verabscheuungswürdig finde, ist das Auftreten der Mitarbeiter vom MDK. KEINER von den Leuten, die ich befragt habe und die Erfahrungen diesbezüglich gemacht haben, hat von einer anständigen, freundlichen Person berichtet, die eine objektive, faire Einschätzung abgegeben hat. Bestimmt gibt es solche Fälle, ich möchte hier nicht alle MDK-Mitarbeiter über einen Kamm scheren, für eine aussagekräftige Statistik habe ich dann doch nicht genug Leute befragt. Es ist aber schon bitter, wenn man sich mit ca. 15 Menschen über ihre Erfahrungen unterhält und keiner korrekt behandelt wurde, ganz im Gegenteil, Menschen, die wirklich ganz offensichtlich viel Hilfe brauchten, wurde diese vorenthalten.

Mal ein Lächeln, mal etwas Wärme und Empathie, ist das zu viel verlangt? Nur mal zur Erinnerung, die Pflegeversicherung ist kein Almosen vom Staat, wir zahlen dafür ein!

Ich bin mir sicher, dass die entsprechend auf Ablehnung geschult werden. Im Vergleich zu den skandalösen Zuständen in Pflegeheimen, zu der Belastung, die pflegende Angehörige ertragen müssen, ist dieser Bericht eher harmlos. Aber da fängt es an. Kein Respekt, kein Einfühlungsvermögen gegenüber den Betroffenen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Gesellschaft. Das ist der erste Schritt auf dem Weg in diese deprimierenden Zustände. Und deswegen regt mich dieses Verhalten der Prüfer auf. Überheblich, kühl, distanziert — Checklisten abarbeiten und Menschen trotzdem mit Respekt und Einfühlungsvermögen zu behandeln, scheint eine Kombination zu sein, die viele Damen und Herren des MDK überfordert.

Ja, man kann Einspruch erheben und wird dann in vielen Fällen recht bekommen (zeigt nicht genau das auch den Fehler im System, wenn im ersten Schritt offensichtlich so oft falsch entschieden wird?), aber was ist mit Menschen, die in so was nicht gut sind, die so etwas nicht können? Die vielleicht seelisch sowieso schon aufgrund der schwierigen Situation fertig sind? Mir selbst fällt so was auch nicht leicht, ich bin vor einigen Monaten in den SoVD eingetreten, um mir dort, wenn es bei mir wirklich ein akutes Thema werden wird, Rat holen zu können. Kostet natürlich Geld, Geld, das nicht jeder hat.

Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht? Vielleicht könnt Ihr was zum Thema beitragen und habt Lust, Euch an der Blogparade zu beteiligen. Es ist ein wichtiges Thema, es kann auch uns jederzeit treffen, sei es als Pflegender oder jemand, der Pflege braucht. Einige Sekunden, Schlaganfall, es kann so schnell gehen…

Hier etwas, das auch in die Richtung geht, nicht direkt Pflege, aber dass die Krankenkasse den Blindenhund ablehnt, nach dem Motto, innerhalb von 500 Metern ist ja alles da, was die Antragstellerin braucht, da frage ich mich schon, welche Werte in unserem Land eigentlich die wichtigsten sind. Menschen mit Behinderung ein so weit wir möglich selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, jedenfalls offensichtlich nicht.

 

Also gut …

… Fußballgott! Hier ist der Deal!

HSV bleibt erstklassig, egal wie, hier meine Opfer, Du kennst das ja schon:

  • 3 Monate keinen Caipi
  • 3 Monate Helene Fischer, täglich mindestens eine halbe Stunde (bei Verpassen am nächsten Tag entsprechend mehr)
  • Alle Bände der „Biss…“-Reihe, Ihr wisst schon, das Zeugs mit den glitzernden Vampiren, Teenie-Liebe und all so was — davon gibt es insgesamt 5 Bände!!! FÜNF!
  • 1 Tag ohne Schokolade!

Wenn das nicht reicht, weiß ich auch nicht … Also mach hinne! Bitte…

(Übrigens wären wir gemäß der Wahren Tabelle nicht mal auf einem Abstiegsplatz. Nur mal so… Ich möchte nur Gerechtigkeit. ;-))