Leseeindruck: „Die Asche meiner Mutter“ von Frank McCourt

Worum geht es?

Der Untertitel verrät schon einen kleinen Teil: „Irische Erinnerungen“. Es handelt sich um einen autobiografischen Roman. Die Familie des kleinen Frank verlässt die USA, um in Limerick ein besseres Leben zu beginnen. Wer nun irische Glückseligkeit in bierseliger Pub-Atmosphäre erwartet: Vergesst es. In dem Buch wird viel gehungert, an Krankheiten gelitten, gestorben, und das wird schounungslos geschildert. Das Ganze findet in den 1930er und 40er Jahren statt.

Wie hat es mir gefallen?

Es ist ein großartiges Buch, und doch habe ich mich eine Zeitlang damit etwas abgequält, ich hätte ständig den Vater, der alkoholsüchtig ist und dadurch seine Familie häufig im Stich lässt, schütteln können, hätte ich ins Buch springen können… Ich habe oft gedacht: Ja, genauso ist es mit einem Alkoholiker als Vater. Nein, ich musste als Kind nicht hungern, aber diese Verhaltensweisen, es gut machen zu wollen, was immer wieder vom Drang nach Alkohol zunichtegemacht wird, das habe ich auch so erlebt. Ein Mann, der seine Kinder liebt und ihnen doch so viel Schaden zufügt… Dieser Roman hat noch viel mehr Aspekte, zum Beispiel die frömmelnden Vorgaben der katholischen Kirche, die einen pubertären Jungen durchaus in schwere Gewissenskonflikte bringen können.

Brillantes Buch, das viel zu lange auf einem alten SuB lag. 5 von 5 XXL-Caipigläsern!

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Lieblingscharakter

Frankie, vor allem als er älter wurde und mehr Möglichkeiten hatte, die Familie zu unterstützen, wurde er ein sehr interessanter Charakter.

Das Cover

Kleiner barfüßiger Junge, das passt.

Zahlenzeuchs

  • Taschenbuch: 539 Seiten
  • Verlag: btb; Auflage: 7. (Juli 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442723078
  • ISBN-13: 978-3442723072

Erfüllte Aufgabe

Nr. 38: ein Buch, das in Schottland, (Nord-)Irland, Wales spielt. Spielt überwiegend in Irland, nur zu Anfang und ganz zum Schluss dürfen die USA „mitspielen“.