Irrtumvermeidungsartikel!

Heute möchte ich mich an die männlichen Leser wenden, vor allem die, die eine Partnerin suchen. Es gilt zu vermeiden, dass es zu einer Verwechslung kommt. Vor kurzem tauchte im “Zeit”-Magazin folgende Annonce auf, die bei flüchtigem Lesen zu dem Glauben führen könnte, ich würde einen Mann suchen, denn die Ähnlichkeiten sind verblüffend.

schickeNorddeutsche

Der wahre Monsterkenner erkennt aber kleine Unterschiede. Für alle anderen werde ich diese hier aufführen, damit sie ihre Energie nicht vergebens an diese Imitation verschwenden.

Das Alter und die Größe: Ich bin 4 Jahre älter, was bedeutet: 4 Jahre mehr Weisheit und Reife, das sieht man ja auch an diesem Blog, in Sachen Seriosität bin ich ganz weit vorne! Auch bin ich etwas kleiner, aber nur körperlich betrachtet!

“Eine hinreißend charmante, stilvolle, attraktive Persönlichkeit…” Ja, eine Persönlichkeit bin ich ohne Frage. Oder war’s Person? Person, Persönlichkeit, ach egal, wen interessiert das schon? Charmant, stilvoll und attraktiv? Bestimmt — nach 50 XXL-Caipis (hochdosiert), natürlich vom Mann zu trinken, werde ich ihm bestimmt derart positiv erscheinen! Falls er das überlebt. 50 XXL-Caipis sind nicht ganz ohne.

“Allerbester Background und Frau des HH-Understatements.” Türlich, ‘türlich. Ist dieses “HH-Understatement” das Gesabbel davon, dass Hamburg die schönste Stadt der Welt sei? Nerv, nerv. Jedenfalls wohne ich in HH, und ich habe einen Background, bestehend aus weichen Wänden, passt also.

“Erfahren auf intern. diplomat. Parkett…” Meine diplomatische Art wird landauf, landab gelobt und gepriesen — zumindest von den Menschen, die meine Wutausbrüche überlebt haben.

“Romantische Seite… bla… Liebe, Glück, Harmonie…bla.” Romantik JETZT! Denn mein Imagemonster meinte, ich solle den künftigen Untertanen auch mal eine weichere Seite von mir präsentieren. Also her mit Liebe, Harmonie und diesen ganzen Schnickschnack, sonst werde ich ungemütlich, aber dabei natürlich total romantisch, indem ich mit brennenden Kerzen bei Mondschein werfe! Ja, ich habe das Romantikding voll verstanden, woll!

“Multilingual… Akademischer Beruf…” Doch, doch. Als ich damals die Arbeit von so einem zu Guttenberg abschrieb, meinte mein Doktorvater zwar, der Inhalt tauge nichts und würde zusammengeklau(b)t wirken, aber da ich multilingual sehr engagiert anderen Menschen ständig ihre Schwächen vorhalte, zweifelt keiner meine zwei Doktortitel an. Besser ist das.

“Reiten, Polo, Bewegungssportarten…” Meine Güte, diese Person hat sich wirklich alle Mühe gegeben, mich 100 %ig zu kopieren, doch ganz ist es ihr nicht gelungen, denn ich fröne vor allem folgender Sportart, die es sogar auf einer App gibt (kein Fake, das ist wirklich so):

AusruhenistSport

Ich spreche natürlich von “Ausruhen”. Die anderen Sportarten sind alle was für Luschies. 7 Minuten Workout, hallo?! Ich kann 7 Stunden Ausruhen am Stück, DAS soll die kontaktsuchende Frutte erst mal schaffen!

“Getragen von traditionellen Werten… anpassungsfähige Trulla… empathisch… weltweit, außer, was nicht Deutschland, Schweiz oder Österreich ist… bereit, sich ganz auf IHN einzustellen… freut sich dolle über Nachricht vom Gentleman…” Okay, vermutlich meint sie hier das traditionelle Getränk Caipirinha, den Rest des Geschwalles kann man eh nur mit mehreren XXL-Caipis intus ertragen.

So, nachdem ich für Klarheit gesorgt habe, gerät hoffentlich kein Mann in die Fänge dieser Billigkopie Eurer geliebten Weltherrscherin. Das war knapp!

Das Monster ist wie eine Muddi zu Euch (2)

Nummer 2 meiner Muddi-Offensive… Was gehört zwingend zu einer guten Muddi? Genau! Ratschläge, Hilfestellungen, wertvolle Hinweise. All das. Lasst mich am Beispiel von einigen Kontaktanzeigen erläutern, wie so etwas funktioniert. Gerade Singles auf der Suche nach ihrem passenden Deckel oder Pott werden mir verdammt dankbar sein! Es ist Euch vielleicht nicht klar, aber bei Kontaktanzeigentexten zählt nur eins: Verkauft Euch! Und zwar gut. Das Leben ist ein Fleischmarkt und Paarungswillige sind die Appetithäppchen. Stellt Euch jetzt eine Dozentin vor, die enthusiastisch vor einem Flipchart mit den Händen herumfuchtelt und energisch folgenden Begriff mit einem Filzstift notiert:

SELF MARKETING!

Wölkchenkringel drum herum nicht vergessen, möglichst in einer anderen Farbe, so geht das bei einer richtigen Präsentation nämlich.

Aber öde ist alle Theorie. Ich habe Euch drei Beispiele mitgebracht, anhand derer ich Euch erklären werde — ganz muddihaft natürlich –, was falsch ist und wie es besser geschrieben wird.

Adelverpflichtet

Was ist hier falsch? Ihr seid vermutlich schon selbst draufgekommen: Viiiiel zu bescheiden! Sorry, liebe Juristin, aber diese Kontaktanzeige ist totaler Mist. Wen wollen Sie sich denn so angeln? Einen künftigen Ex-Minister, der nachts schreiend “Die Drohnen kommen nicht!” brüllt? Ja, wenn DAS Ihre Ansprüche sind, dann können Sie den Text so lassen. Für höhere Ziele ist eine Rundum-Optimierung nötig, aber dafür ist Muddi ja da.

Es fängt schon in der Überschrift an: “Adel verpflichtet usw.” Ach was. Schon da gehört der Begriff “Deutscher Uradel” rein. Und dann “Juristin”. Was soll der Grind? Wissen Sie eigentlich, wie viele Juristinnen es gibt? Eben drum. “Weltbeste Juristin!” Darunter sollten Sie es nicht machen!

Jetzt zum Text. Weiha-weiha-weiha! Nach Walhall kommen Sie so nie! Versuchen Sie es doch mal so: “Attraktiver als Heidi Klum und die Weltherrscherin zusammen!” (Das ist nicht mal gelogen, selbst, falls Sie aussehen sollten wie eine Klobürste auf Caipi-Entzug.) “Weltweit berate ich sämtliche Regierungschefs. Ich stamme aus direkter Linie von Wilhelm II. ab und wäre heute deutsche Kaiserin, wenn ich damals schon gelebt und die Niederlage im WK 1 verhindert hätte!”

Aber das interessiert viele Männer nicht wirklich. Politik, bah. Madame vereint also alle weiblichen Attribute und lässt einsame Männerherzen höher schlagen. Merken Sie selbst, oder? Was ist mit den nicht einsamen Männerherzen? Und alle weiblichen Attribute, was soll das sein, viele denken nun an exzessiven Schuhkauf, weil sie zu lange Mario Barth gelauscht haben und ins Klischeeloch gefallen sind. “Selbst ein Casanova hätte lebenslang all sein Trachten und Begehren nur auf mich gerichtet!” So in etwa. Seien Sie kreativ!

Gutherzig, fröhlich, bla. Meinetwegen. Ich will hier ja nicht alles niedermachen, das wäre so unmuddihaft. Jetzt aber das: “Ihre braunen Haare glänzen im Sonnenlicht.” Ja, was zur Hölle?! Tschuldigung, aber das kann so gut wie jedes braune Haar! Interessanter wäre: “Ihre braunen Haare glänzen auch im Schatten und in der Besenkammer!” Und “die Augen funkeln”, ja wie? Warum geht das da nicht weiter? “Die Augen funkeln stärker als sämtliche Sternenhimmel aller Universen!” Dezente Hinweise sind schön und gut, aber stellen Sie Ihre Stärken doch zumindest ein kleines bisschen mehr heraus, ansonsten wird man Sie einfach nicht wahrnehmen!

Hübsche Figur, extravaganter Kleidungsstil, das schlägt ja jeden Bewerber in die Flucht. “Ich war Siegerin diverser Miss-Wahlen und trage am liebsten gar nichts!” Das ist eine Ansage.

Musik- und sportbegeistert… Vorsicht! Das mit der Musik kann bleiben, aber sportbegeistert, bitte definieren Sie das genauer. Ich hoffe, es ist von Golf, Reiten, Tennis und ähnlichem die Rede. Nicht, dass der künftige Auserwählte denkt, Sie stehen gröhlend in der Westkurve eines Fußballstadions. Mon dieu, das wäre kein Niveau. “Reisen sind ihr Lebenselixier.” Nein, nein, nein! Und nochmals nein! Was soll Ihr Lebenselixier sein? Genau, der Zukünftige! Ganz, ganz, ganz verkehrt ist auch “Erobern Sie dieses besondere Kleinod!” Kleinod, da ist ja das “klein” schon enthalten! Groß denken, also z. B.: “Erobern oder kaufen Sie dieses besondere Riesenod!”

Es ist ein Trauerspiel. Und hier kommt noch ein Mauerblümchen:

MännertraumDie Überschrift enthält schon viel Schönes, ist aber ausbaufähig. “Faszinierender Traum aller Männer” hätte es doch auch sein können? Immerhin kommt gleich im ersten Satz der Hinweis auf umwerfende Attraktivität. Schon wieder eine Juristin, in diesen Kreisen scheint das “Graue-Maus-Syndrom” fröhliche Partys zu feiern…So viel kann Muddi gar nicht helfen, wie da verkehrt läuft. Vielleicht sollte man Self Marketing ins Studium integrieren.

Hoher Lifestyle, Warmherzigkeit, bla. Für Wärme kann man sich auch einen Ofen kaufen. Immerhin: Der Ansatz “First Lady” ist schon recht nett, hier schimmert das Beuteschema durch. Da sagt die Muddi auch mal: Gut gemacht!

Allerdings: “Stilvoll gekleidet mit Charme” — Charme, was soll das für ein Kleidungsstück sein? Die Fashion-QUEEN schüttelt verzweifelt den Kopf. Charme ist so wenig etwas zum Anziehen wie die FDP etwas zum Wählen ist. Warum schreibt sie nicht: “Stilvoll gekleidet in das Goldene Vlies, designed by Glöööööckler!”?

Golf, Tennis, Ski, diese Juristin vermeidet zumindest den Fehler der Dame aus der ersten Kontaktanzeige. Ein Hinweis auf die exklusiven Orte, an denen die sportlichen Aktivitäten stattfinden, hätte nicht schaden können, aber ach, es ist ein Trauerspiel. Immerhin: Sie ist die perfekte Partnerin. Nur was soll der Hinweis auf einen Mann mit Herz, Humor und menschlichem Format? Ach, Mädel, Du möchtest Dir doch einen Staatschef angeln, und dann grenzt Du durch diese geforderten Eigenschaften schon so viele potentielle Bewerber aus. Schade, schade. Das hat den teilweise guten Eindruck dieser Kontaktanzeige letztendlich doch beschädigt. Ach was, beschädigt, in Trümmer gelegt, ich muss es leider so deutlich sagen! Aber lass den Kopf nicht hängen, der Berlusconi meldet sich bestimmt trotzdem bei Dir, Du müsstest nur Dein Alter leicht nach unten korrigieren, ich empfehle 18, und erwähne außerdem, dass Du Bunga-Bunga ganz toll findest.

Zu schlechter Letzt gucken wir uns auch noch eine Annonce des starken Geschlechts an, nicht dass es heißt, ich kümmere mich nur um die hilfsbedürftigen Damen dieser Welt.

Charmiiiiiebolzen

Da ist ja alles verkehrt! Wo sind die fünf Doktortitel, die man ja wohl vorweisen können sollte? Weltklassemann, okay, gerade noch an der Grenze zu übertriebener Bescheidenheit vorbeigeschrammt… Immerhin ist er lebendig, das schließt Menschen mit einer bestimmten Neigung schon mal aus. Aber warum bloß, junger Mann, sind Sie auf nur zwei Kontinenten aufgewachsen? Das sind doch nicht alle, da wäre mehr drin gewesen! Und was ist mit den Weltmeeren? Hätten Sie da nicht auch noch aufwachsen können? Die Kindheit und Jugend dauert lange genug, das kann man schaffen!

“Wohlsituiert” könnte man in “reichster Mann der Welt” ändern. Bei dem Hinweis auf die Ritterlichkeit vermisse ich den Verweis auf Ihre Heldentaten. “Ich rette jeden Tag hundert Burgfrolleins vor feuerspeienden Drachen und habe einmal komplett das FDP-Wahlprogramm durchgelesen!”

Ein Gourmet mit großem Weinkeller. Das ist schön. Weinkeller auf allen Kontinenten wären besser, einen guten Tropfen möchte man doch überall genießen. Und was ist mit Kaviar? Überhaupt: Weltentdecker, das ist zwar toll, aber wäre es nicht viel glaubwürdiger, hätten Sie einige Planeten mit Lebensformen entdeckt, erobert und dort Wein angebaut? Ein Christoph Columbus des Weltalls, das ist es, was Frauenherzen höher schlagen lässt!

Oder Sie fassen sich ganz kurz und schreiben: “Ich bin fast so sexy wie Rahm Emanuel!” Bitte nicht behaupten, dass Sie es 100 %ig wären, denn das glaubt Ihnen keine Frau. Glaubwürdig bleiben sollte man schon.

Liebe Juristinnen, verehrter Professor Doktor Weltklassetyp: Nun habe ich Euch genug Hinweise gegeben. Hausaufgabe: Bitte setzt diese in Eurer nächsten Kontaktanzeige in die Tat um, denn wie es so schön heißt: “Bescheidenheit ist eine Zier, aber weiter kommt man ohne ihr.” (Verfasser unbekannt, mir zumindest. Von mir ist das nicht, auch wenn es sich so anhört.) Immer dran denken, Muddi kontrolliert Hausaufgaben!

Wie Ihr sehen könnt, wären meine Kinder bestimmt keine Singles. Und nun dürft Ihr noch ein bisschen rätseln:

Knusi_Flusi_Gaga_Zak

Zak, Knusi, Flusi, Gagagaga, ich weiß nur, dass Berlu das Konzept von “länger” nicht so richtig versteht, bzw. eigentlich wohl doch, sonst würde er ja nicht immer nach Penisverlängerungsmitteln suchen. In diesem Sinne: Wäwä und gute Nacht. Hutze & Hursch bestehen übrigens darauf, dass die längsten Knochen bei ihnen abgeliefert werden sollen…

Wie Ihr wisst,

lebe ich ja nach dem Motto: “Und ja nicht die scheiß Herzchen vergessen!”

Hier erst mal eine Runde scheiß Herzchen:

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Super. Nun zum Fall. Endlich habe ich eine Kontaktanzeige entdeckt, die geradezu extrem laut meinen Namen brüllt:

Herzchen_gesucht

Wer so wie ich die scheiß Herzchen ehrt und sogar mit einem eigenen Tag in ihrem Blog versieht, die ist ja wohl selbst ein Herzchen. Interessant finde ich auch, dass dieser 34-jährige Mann ältere Frauen sucht, und mit 42 — 64 bin ich locker in der Zielgruppe! Dann noch im “Raum HH”! Wenn das kein scheiß herziges Zeichen ist, dann weiß ich auch nicht! ♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥ Ha, da werde ich meine berühmt-berüchtigten subtilen Verführungsmethoden anwenden, hier spielen Gewalt, KO-Tropfen und Erpressung eine nicht unwesentliche Rolle. Keine Details!

Praktisch finde ich auch, dass man im Frühling und im Herbst seine Ruhe hat, denn er sucht ja nur für den Winter und den Sommer.

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So. Nun zu meinen Plänen für diese Blogwoche. Das hat ja letzte Woche auch fast gut geklappt, nur einen Punkt konnte ich nicht erledigen, da er sich als wesentlich zeitintensiver als gedacht herausstellte. Den werde ich dafür diese Woche nachholen, ich brauche Eure Hilfe für eine Entscheidung. Dazu werden wohl mindestens zwei Beiträge nötig werden.

Außerdem werde ich mindestens zwei weitere Artikel aus meinem “Blogstoff”-Ordner verfassen. Ob ich die schon veröffentliche oder in die Entwürfe schiebe, sei dahingestellt, auf jeden Fall oder zumindest vielleicht wird es zusätzlich zu den zwei Entscheidungsartikeln zwei weitere Blogartikel geben.

So, nun habe ich mich wieder selbst in die Pflicht genommen. Manchmal braucht selbst ein Chaot etwas Struktur… Ansonsten renne ich nämlich durch die Gegend, verzweifelt “arrgh, so viel zu erledigen” vor mich hinjammernd, und doch nichts davon richtig anfangend, weil es ja so viel ist.

Wir hatten schon lange …

… nix mehr mit Kontaktanzeigen. Aber ich habe da was auf dem Herzen, das ich unbedingt mal loswerden muss. Lesen wir uns zunächst folgende Annonce durch:

Sternstunde!

Wer solche Freunde hat, braucht keine missgünstigen Kollegen, schikanierenden Vorgesetzten und alkoholfreien Caipis mehr — er ist mit dem Freund gestraft genug. Doch darauf möchte ich gar nicht hinaus. Auch die Sternendeutung ist mir völlig sternschnuppe. Aber aus meiner Sicht muss mal folgendes gesagt werden:

Liebe kontaktsuchende Männer, Ihr könnt tausendmal in Euren Anzeigen auf Euer tolles graumeliertes Haar hinweisen, dadurch werdet Ihr trotzdem kein Rahm E.!

(Aus HB ist der? Hansestadt Bremen. Da sind heute bestimmt noch einige Männer grauhaarig geworden, das bedeutet ganz schön viel Konkurrenz für diesen Sternendeuter…)

So, das wollte ich schon immer mal erklären, denn dieses Blog fühlt sich auch der Aufklärung verpflichtet.

Aber nachdem die Frauen hier die Chance auf Sternstunden haben, fragt sich vielleicht mancher Mann, was denn mit der Ausgewogenheit in diesem Blog los ist. Die ist völlig intakt (jawohl, demnächst werde ich sogar auf ein Foto mit J.Los Po verlinken, aber dieser Tag ist nicht heute!), denn auch für Euch habe ich etwas mitgebracht, liebe maskuline Geschöpfe! Juwelen are a man’s best Kumpel, so sagt man doch?!

Juwelen! Strahlend! (PS: Strahlendes AKW umständehalber billig abzugeben, Chiffre: TEPCO)

Diese Frauen sind sogar persönlich unabhängig! Heidewitzka, kann ich da nur ausrufen! Und Kinder haben die auch nicht! So, Ihr erfolgreichen Männer, schnell die Trittleiter geschnappt und ran an die Frau!

Mehr Service als in diesem Blog gibt es ja wohl nirgends, oder?

Kontaktsuchende, aufgepasst!

Ich habe wieder zwei super Leckerbissen für Euch entdeckt. Dieses Mal auch für die Herren Suchenden, denn ich bin ja gar nicht so.

Erst mal aber wieder ein klasse Typ für die Frauen:

Diese Anzeige war schon mindestens dreimal im “Zeit”-Magazin. Frauen, was ist denn los mit Euch? Seid Ihr alle andauernd mit Euren Praktikanten in der Disco? Oder verprasst Ihr Euer 400-Euro-Gehalt sinnlos mit so was Dekadentem wie Mietezahlen, während hier ein engagierter Wissenschaftler auf Euch wartet? Unfassbar!

Der wäre vielleicht was für Eva Herman. “Großes Haus führen”, “zu Hause Erfüllung finden”, das zeigt doch deutlich, dass da einer ein Heimchen am Herd sucht. Die Frau von unserem Bundespräsidenten ist jedenfalls raus, die hat ja ein Tattoo. Aber die ist ja auch schon versorgt, von daher brauchen wir nicht traurig zu sein.

Jetzt aber was für die Männer! Schaut auf diese Stadt Annonce!

Ich mag diesen antiquierten Stil. Ihr auch? “mädchenhaft anmutend”, “Mannequinfigur” (dass heute noch jemand den Begriff “Mannequin” anstatt “Model” verwendet, ist liebreizend, geradezu entzückend, nicht wahr?), und doch hat diese Frau ein “modernes Weltbild” und “kosmopolitischen Weitblick”. Viel wichtiger aber der Hinweis auf die “sensiblen Antennten”: Das verrät nämlich den Kennern unter uns, dass es sich um eine Außerirdische handelt. Oder um eine Fernsehantenne, aber das glaube ich eher weniger, denn Fernsehantennen sind selten Musikerinnen.

Jetzt aber wieder ein Tipp für die Frauen. Wer keine Lust hat, auf Kontaktanzeigen zu antworten oder selbst eine bezaubernde Annonce zu formulieren, kann natürlich sein Glück auf Partys versuchen. Wenn dann ein attraktiver Mann gesichtet wurde, braucht man natürlich die richtige Anbandelungsmethode. Und das geht so:

Was ist eigentlich aus dem guten alten Augen auskratzen und an den Haaren ziehen, gemengt mit hysterischem Gekreische (“Der Mann gehört MIR, Du Schlampe!!!”), geworden? Gibt es keinen gesunden Wettbewerbsgeist mehr unter den Frauen? Sind die deutschen Damen deswegen kein Fußballweltmeister geworden? Ist die Emanzipation schuld? Oder doch, wie eigentlich immer, die ’68er? Und was sagt eigentlich Sarrazin dazu? Fragen über Fragen…

Jedenfalls wisst Ihr nun, wie Ihr es anstellen müsst, wenn Ihr auf einer Party einen tollen Typen seht… Und falls Ihr nicht zu sechst seid, dann… äh, weiß ich auch nicht.

Bin ich froh, dass es damals bei Rahm gereicht hat zu fragen, ob ich seine Praktikantin sein darf. Ganz ohne Rechenrätsel!

Romantikalarm!

Das hier ist Familie Monsterpuschel:

Puscheligkeit pusht! Auch bei Monstern!

Im Hintergrund sehen wir den legendären Bernd das Brot, aber er ist heute leider nicht mein Thema. Rechts ist Vater Puschel zu sehen, daneben seine puschelige Frau und im Vordergrund die drei Gören. Puschel ist ein hoffnungsloser Romantiker und ein Fellmonster von Knäcke XIV. Folgender Dialog trug sich zu.

Vater Puschel: “Hier im Monsterdomizil fehlt etwas!”
Ich: “Was denn?”
Puschel: “Ein Mann für Dich!”
Ich: “Was soll ich denn mit einem Mann? Geh fort.”
Puschel: “Ich wohne hier, ich gehe hier nicht weg!”
Ich: “Das werden wir ja noch sehen…”
Puschel: “Zurück zum Fall. Ein Mann könnte Dir Sachen zusammenbauen, zum Beispiel den neuen Barhocker.”
Ich: “Habe ich selbst geschraubt, hat nicht mal 10 Minuten gedauert.”
Puschel: “Aber die Romantik! Und was ist mit Nachwuchs? Sieh Dir meine drei Prachtexemplare an!”
Ich: “Das bekommt Dir nicht, bist ja schon ganz blau im Gesicht.”
Puschel: “Mit Dir kann man nicht vernünftig diskutieren, gut, dass ich da schon mal jemanden rausgesucht habe. Du musst nur noch antworten!”

An dieser Stelle beschloss ich so zu tun, als ob ich resignieren würde. Vater Puschel ist eines der hartnäckigsten Monster, das ich kenne. Von den anderen 452 mal abgesehen… Puschel legte mir folgende Kontaktanzeige vor:

Offenbarung! Endlich!

Puschel: “Ist der nicht prima? Da steht auch was von ‘romantischer Träumer’. Und ‘amour fou’, wie großartig, da bereue ich ja beinahe, keine Frau zu sein!”
Ich: “Hm, ja, ganz passend gewählt. Musik läuft bei mir ja eh ständig. Aber ich habe doch keine Zeit, mich um so einen Supertypen entsprechend repräsentativ-amour-fou-mäßig im Sinne von Bloch zu kümmern. Und mein Feinfühligkeitsmodus ist kaputt.”
Puschel: “Aber Du erfüllst quasi alle Voraussetzungen. Jedenfalls beinahe alle. Also fast… Einige… Man weiß ja, wie das ist, man muss dann auch mal von den Maximalforderungen abgehen… Immerhin bist Du in der Tat jünger als er.”
Ich: “Ein Punkt von 100 oder so. Super. Gib’s auf.”

Natürlich hat Puschel nicht aufgegeben, sondern diesem Mann in meinem Namen romantische Briefe geschrieben. Ich spare mir die Wiedergabe, es würde Euch nur das kalte Grausen packen. Jedenfalls kam es dann irgendwann zu einer telefonischen Kontaktaufnahme, und das war meine Chance. Nicht umsonst könnte ich locker ein Seminar im Männervergraulen geben (aus dem Stegreif, ganz ohne Vorbereitung!), doch leider ist der Markt dafür sehr klein. Aber egal. Diese Künstlerseele wollte natürlich wissen, welche Musik ich höre. Daraufhin ließ ich es mir nicht nehmen, ihm zu erklären, dass bei mir nur ein Lied in Endlosschleife laufe, das aber das epochalste Werk der Musikgeschichte sei.

Hört selbst!

Danach hörte ich nie wieder vom Traummann mit dem silberglänzenden Kopfhaar. Verstehe ich gar nicht…

Da machste was mit mit dieser Monstermeute hier… Aber Puschel hat verkündet, nicht aufzugeben, statt dessen durchforstet er die entsprechenden Rubriken nach einem Mann, der bereit ist, sich mit einer “Katastrophe in Frauengestalt mit extrem schlechtem Musikgeschmack” (O-Ton Puschel) zu beschäftigen. Tja, ich habe die Forderung aufgestellt, dass ich nur Männer mit goldglänzendem Kopf- und Brusthaar akzeptieren werde. Nun dürfte erst mal Ruhe sein…

Yippie-yippie-yeah, der Zellensong nun endlich auch in diesem Blog! Hurra!