OMG! (Videosammelsurium)

Gerade habe ich im Testblog herumgestöbert und das hier entdeckt:

MEINE Hymne wird das nicht!

Ich reiße mir meine zwei Gehirnzellen raus und werfe sie den Staubmilben zum Fraß vor! (Anmerkung Frechmonster: Das würde höchstens für eine kleine Vorspeise reichen. Ja, mir doch egal, bin ich für die Fütterung der Staubbiester zuständig?) Warum bin ich nicht Channeling-Chanteuse geworden? Damit scheint man gut verdienen zu können. Und Plauschereien mit Erzengel Michael, wer träumt nicht davon? (Und was ist eigentlich dieses “Salz”???)

Channel-Medium — achten Sie bitte das Göttliche in mir! Achten Sie auch auf das Bekloppte in mir! Und wenn Sie eine Gehirnzelle für mich über hätten, wäre das ganz entzückend!

Nun noch mehr Musik! Guck ich doch neulich in der Silvesternacht die Kultnacht auf ARD oder war’s ZDF? Egal. An das Lied kann ich mich noch erinnern. 80er, oh, verrückte 80er!

Ich glaub, das habe ich sogar in meiner Playlist… Meine 80er-Sammlung ist recht umfangreich. (Anmerkung Frechmonster: Im Gegensatz zu meinem IQ. Man, das Monster nervt, wir reden hier doch gar nicht über meinen IQ. Nächstes Jahr schicke ich das Monster ins Dschungelcamp. Z-Promi-Status hat es nun, wurde immerhin einige Male hier im Blog erwähnt, das reicht.)

Alt, aber gut, allerdings für die gezeigten Partei-Hanseln auch beschämend, aber das erwartet man von NPDeppen ja nicht anders:

Das war das Sammelsurium an Videos, das sich in meinem “noch drüber bloggen”-Ordner angesammelt hatte. So ein Rundumschlag schafft Platz. Zum Schluss möchte ich natürlich noch den Klassiker kredenzen, denn den hatten wir hier schon viel zu lange nicht mehr:

Liiiiiebe!!!! Für jede einzelne Körperzelle!!!!! Scheiß Herzchen für alle Körperzellen dieser Welt:

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Wer tut so was???

Und warum????

Erreicht mich doch eben ein Notfall, überwiesen von Dr. Google. Habe ich heute Nacht Notdienst? Nee, eigentlich nicht, aber ich dachte, es wäre der Berlusconi auf der Suche nach dem üblichen Problem

  • penis vergroserung

und da dachte ich, probiere ich mal meine neue automatische Ambosswurfmaschine aus, aber dann war es gar nicht 7-Jahre-3,5-cm-Silvio, sondern so jemand hier:

  • staubwischen

wtf? Alarm, Alarm, Ausnahmezustand! Was soll das denn? Was kommt als nächstes? Womöglich die Diagnose “Fensterputzen”?! Wo soll das hinführen? Ich kann so nicht arbeiten! Ja, Moment mal bitte, noch ein Notfall?

  • sex geschichten mit nackt fensterputzer

Spricht man das böse Wort aus, kommt gleich der volle Graus!

Dann doch lieber das hier:

  • plötzlich krummer finger

Hatte ich ja im Winter kurz vor Weihnachten, Ihr alle erinnert Euch noch an meinen knöchernen Strecksehnenanriss. Bin gestürzt, guckte einige Minuten später meinen linken Ringfinger an und dachte, oh, irgendwie krumm, bin dann aber trotzdem an meinen Arbeitsplatz gegangen, zeigte einer Kollegin den Finger mit den Worten “ganz normal sieht das nicht aus, oder?”, woraufhin sie mich sofort zu unserer Sani-Station schickte. Der Rest ist ausführlich verbloggte Geschichte… Also, lieber Patient, wenn Ihr Finger plötzlich krumm ist, hoffen Sie, dass es ein knöcherner Strecksehnenanriss ist, damit können Sie auf keinen Fall Staub wischen! Lassen Sie sich bloß nichts in der Art wie “aber die andere Hand ist doch noch heil” einreden!!!!

  • arbeitsunfähig bei knöcherner strecksehnenausriß

Sag ich doch! War ich auch! Und wenn ich nicht in der Anstalt wirken kann, kann ich erst recht nicht Staub wischen oder Fenster putzen. Das leuchtet doch ein?!

  • ich weis das du balabala bist

Wer? Ich? Da beweist man ständig seine Müdderlichkeit, um dann doch nur beleidigt zu werden. Was ich brauche:

  • atombomben der welt

Natürlich, um sie zu verschrotten, ist ja klar. Für den Balabala-Patienten reicht mir auch

  • kugelschreiberhalter waffe

Oooh, das hätte ich gern:

  • t-shirt möge sap_all mit dir sein

Nicht das T-Shirt, sondern SAP_ALL. :-) Ungeahnte Möglichkeiten! Ein Träumchen! Wem, wenn nicht mir, stünde dieses wunderbare Berechtigungsprofil zu?

  • diese musik ist nicht so mein fall

Ja, welch sinnvoller Begriff für eine Googlesuche. Zeit, mal wieder den Körperzellensong einzublenden. Neue Leser kennen ihn vielleicht noch nicht, und das geht ja gar nicht!

Wunderbar! Hervorragend! Fantastisch! Unübertroffen!

Da schocken uns nun auch Patienten mit einer Diagnose wie dieser hier nicht mehr:

  • in den konzertflügel unserer moorleiche

Puh, man merkt, dass Urlaubszeit ist:

  • www. urlaubohneunterwäsche.c om
  • “urlaub ohne unterwäsche”

Gemein, dass die arme Unterwäsche zu Hause bleiben soll. Die braucht doch vielleicht auch mal Urlaub!

Zum Schluss noch einige seltsame Bedürfnisse, die ahnen lassen, dass hier vielleicht Marktlücken existieren. Vielleicht hat ja jemand Lust, die entsprechenden Produkte zu fabrizieren und teuer zu verkaufen?

  • bettwäsche penisdruck
  • blowjob gutscheine
  • piercing schmuck penismotiv
  • schiene für finger strick

So, das war eine spontane Nachtnotsprechstunde. Seltsamerweise ohne Berlusconi, merkwürdig. Wo er wohl abgeblieben ist? Es geschehen noch Zeichen und … ähm, Moment mal bitte. Nein! Das kann nicht wahr sein, wie haben Sie es geschafft, unter dem Schutthaufen hervorzukriechen? Das waren mindestens zwei Tonnen!

  • penismassage zur vergößerung video

Och nö, Herr Berlusconi! Und immer der gleiche Mist! Haben Sie nicht mal eine neue Diagnose? Chronische Gehirnabstinenz müsste bei Ihnen z. B. auch mal dringend behandelt werden.

  • italienische frauen mit extra grossen busen

Weiß ich nicht! Kenne ich nicht! Passen außerdem nicht zu Ihrem Minidödel! Wissen Sie was, suchen Sie bitte im Internet nach folgendem:

  • anleitung für penis häkeln

Dann können Sie sich nämlich endlich einen häkeln, doll, was?

Nun bin ich erschöpft und schließe schnell die Praxistür. (Toll, wie das XXL-Katapult den Berlusconi aus meinen Praxisräumen geschleudert hat, auch wenn sich das “Platsch”-Geräusch nicht so appetitlich anhörte…)

Gute Nacht, gute Nacht, mit Rosen oder Psychos bedacht.

Aus der Monsterplaylist (2)

Damit hier nicht tagelang dieses Finger-Aua-Foto an erster Stelle steht, mal was aus meinen gespeicherten Artikeln, denn ich bin noch nicht dazu gekommen, meine Begeisterung über ein weiteres Ereignis am Dienstag in Worte zu fassen. Also Musik zwischendurch. Ich habe auch ein bisschen Klassik in meiner Musiksammlung, wobei ich nicht allzu viel Ahnung, um nicht zu sagen, gar keine habe, ich gehe einfach danach, ob es mir gefällt.

Ach ja, in die Met würde ich schon gern mal, aber mir liegt dieses Aufgestyle nicht, das man betreiben muss, um in die Oper zu gehen…

Oder sollte ich mir doch lieber den Körperzellensong anhören? Jede Zelle meines Körpers ist glücklich, jede Zelle fühlt sich wohl… Hallo, Zellen im linken Ringfinger?! Bitte mitmachen!

Oha, Zellensong und Aida in einem Beitrag dicht untereinander. Dafür werde ich in der Hölle landen! Gut, dass ich die Teufelsfamilie kenne… Na, kommt, dann geht auch noch ‘ne Runde scheiß Herzchen, nun isses eh egal!

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Halbzeit! Und ich liege verdammt gut im Plan!

Geht schon wieder um den NaNoWriMo. Tapfer sein, ist ja nur einen Monat. :-) Ich habe heute die 25.000 Marke geknackt. Genauer gesagt sogar die 26.000, aber 25.000 ist halt die magische Zahl, da das genau die Hälfte der erforderlichen Wörter ist.

Darauf erst mal den Körperzellensong!

Hachz, zu schön!

Auch meine “Writing Buddies”, wie sie in der NaNoWriMo-Welt genannt werden, liegen voll im Plan! Magrat schreibt etwas sehr Geheimnisvolles, und DillEmma scheut keinen Kampf mit der Wirklichkeit. Die beiden haben erst mal eine fette Anerkennung in Form von scheiß Herzchen verdient:

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Wörteranzahlmäßig bewegen wir uns ziemlich harmonisch beinahe im Gleichklang. In Sachen Qualität sind die beiden mit Sicherheit leicht im Vorteil, so ca. 86792807 Millionen [hier Maßeinheit für literarische Qualität einfügen]. Nichtsdestotrotz gibt es heute einen XXL-Auszug meines Machwerks. Ich bitte zu bedenken, dass dieser Text roh in die Tasten gekloppt wurde, also noch keine Überarbeitung kennengelernt hat, und selbst das Korrekturlesen beschränkt sich auf Wörter, die die nette Rechtschreibprüfung wellig-rot unterstreicht. Außerdem nutze ich natürlich gnadenlos die Möglichkeit, Füllwörter zu verwenden oder abzuschweifen. In einer überarbeiteten Form werden ganz bestimmt einige Sätze rausfliegen oder gekürzt bzw. ganze Absätze gelöscht, aber 50.000 Wörter zu schreiben ist kein Bärchenpärchenhof, da wird erst mal gnadenlos alles mitgenommen, was durch mein beklopptes Hirn wabert!

Dieses Kapitel wurde inspiriert von Guinan (nun mit Blog!), cimddwc und Isabella, vielen Dank Ihr Lieben. (Sie kommentierten meinen “Das ist doch wohl nicht Uns-Uwe”-Artikel und brachten mich auf eine neue, böse, widerwärtige, ganz furchtbare Kreatur, die mir über ein Tal der Einfallslosigkeit hinweghalf…)

Als ich so durch die Straßen der Weltmetropole Bergedorf stromerte, fiel mein Blick auf ein Graffiti, welches wohl Uwe Seeler darstellen sollte, doch der Typ erinnerte eher an Berlusconi. Ich veröffentlichte das Bild sofort per Handy in meinem Blog, wo mein Elite-Team umgehend für Aufklärung sorgte: Es handelte sich also um eine Kreuzung zwischen Berlusconi, einem Monchichi und dem Papst. Die Identität dieser geheimnisvollen Lebensform war also gelüftet: Papst Berluchichi XVI., Oberhaupt der Bunga-Bunga-Kirche. Meine Güte, war das schrecklich! Wer hatte diese Kreatur erschaffen und warum? Ich hatte ja den Krötengeneral in Verdacht: Er hatte in seinem Team nicht nur Krötensoldaten, sondern auch mehrere sehr dubiose Forscher. Die meisten Erfindungen dieser Wissenschaftler explodierten sofort nach der Entwicklung, aber manchmal blieben misslungene Experimente länger existent und drohten, zur Geißel der Menschheit zu werden, wenn mein Team und ich nicht rechtzeitig eingreifen würden. Ob Berluchichi eine Gefahr für die Menschheit oder zumindest mich werden könnte, stand allerdings noch nicht fest. Dem Bild nach zu urteilen, welches ihn debil grinsend zeigt, wirkte er eher irgendwas zwischen dämlich und strunzdoof. Aber hatte man das nicht auch bei George W. Bush gedacht, sobald er den Mund öffnete? Und was hat er der Menschheit gebracht? Zwei Kriege und allerlei anderes Unschönes. Ich traf also den Entschluss, den Berluchichi aufzustöbern und beobachten zu lassen.Ich rief eine Versammlung meiner Geheimagenten zusammen und hielt das Foto hoch. „Kinners! Dieser Typ hier ist ein Papst einer neuen Glaubensrichtung! Zwei von Euch müssen ihn aufstöbern und ausspionieren. Freiwillige? Irgendjemand?“
Und alle so: Jedenfalls nicht yeah, sondern eher so: „Ich habe keine Zeit, ich habe noch Caipi im Glas“ oder auch „Ich habe Rücken, Schulter, Füße, Beine, Knie, Busen, Haare…“
„Also gut! Dann eben auf die harte Tour! Ich hole die Lostrommel!“
Die Monsterspione stöhnten. Sie hassten die Lostrommel. Ich griff mir die Spione und stopfte sie alle, ohne Ausnahme, in die große Tonne und schüttelte ordentlich. Die Technik hätte jedem Cocktailmagier zur Ehre gereicht. Als das Jammern und Schreien der Agenten meine Liveaufnahmen von Bruce Springsteen übertönten, stoppte ich und griff hinein, natürlich nicht, ohne vorher meine monsterbissfesten Handschuhe überzuziehen. Ich erwischte ein kleines Monster mit fünf Augen und mein rosa Erklärmonster mit drei Augen.
„Super“, kommentierte ich. „Mit drei Augen sieht man besser und mit fünf Augen sieht man noch besser! Das passt doch wie die Faust aufs Auge! Ihr habt nun also eine wichtige Mission zu erfüllen! Ich verlasse mich auf Euch! Das Wohlergehen, ja das Schicksal, der Menschheit liegt in Euren Händen!“
„Wo ist denn der Typ, den wir beschatten sollen?“ piepste das kleine fünfäugige Monster.
„Das weiß ich doch nicht! Das müsst Ihr selbst rauskriegen. Seid Ihr Meisterspione oder nicht?“
„Nicht.“ Das Erklärmonster begann einen sehr ausführlichen Vortrag zum Thema „Meisterspione“ inklusive Biographien sämtlicher Topagenten, die der Menschheit bekannt waren. Was ein richtiges Erklärmonster ist, macht auch vor fiktiven Geheimagenten nicht Halt, so dass die gesamte Monstermeute drei Tage später auch über sämtliche Romanfiguren von le Carré und Co. sowie James Bond im Bilde war. Das Problem bei Erklärmonstern war, dass sie so gründlich arbeiteten, dass sie tagelang ohne Pause erklärten und erklärten und erklärten, ohne zwischendurch auch nur einen Schluck Caipi zu trinken! Man konnte sie nicht stoppen, denn man kam einfach nicht zu Wort! Erst wenn ein Erklärmonster kurz Luft holte, wusste man, dass der Vortrag beendet war.
„Jetzt aber schnell los“, trieb ich die beiden Monster an. Ich befürchtete zwar, dass das Erklärmonster für diese Aufgabe nicht die optimale Wahl war, andererseits hatte es schon Feinde allein mit seiner Erklärwut in Gummizellen gebracht. Da ich eine friedfertige Welteroberin bin, habe ich an solchen Techniken, die Siege ohne Blutvergießen ermöglichen, großes Interesse. Als die beiden Monster die WEZ (Welteroberungszentrale) verließen, hörte ich, wie das Erklärmonster dem fünfäugigen Ungeheuer die Geschichte des Bunga-Bunga erklärte. Ich seufzte erleichtert auf. Das war ein Thema, das ich eher mal mit Rahm erörtern sollte, am besten gleich in der nächsten Besprechung. Ich nickte. Wieder habe ich mich darum gekümmert, dass eine große Katastrophe weniger auf die Menschheit einprasseln würde, es sei denn, die beiden Spezialagenten würden versagen, aber Monster versagten nicht! Sie tranken nur manchmal zu viel Caipi und verpassten es, ihre Aufgaben zu erledigen. Aber das ist was anderes als versagen, das gehört eher in die Rubrik „Ablenkung“.
„Kinners“, sprach ich die erschöpften Monster an. „Ich muss jetzt zu einer Besprechung mit Rahm, Ihr seid solange brav und trinkt nicht alles leer, okay?“
Die Monster nickten artig. Das heißt, sie würden einen Tropfen Cachaca übrig lassen, um sagen zu können, dass sie nicht ALLES getrunken hätten. Mir war das mittlerweile nicht mehr wichtig, denn ich hatte in Chicago einige Geheimverstecke mit Caipi und Nougat angelegt, so dass mich die Gier der Monster nicht mehr von den Füßen holen konnte.
Die Besprechung mit Rahm lief sehr gut, doch in der dritten Stunde kam es zu einem Tumult vor dem Besprechungsraum. (Fensterlos. Abschließbar. Zwei wichtige Eigenschaften, die jeden guten Besprechungsraum auszeichneten.) Ich hörte einen der Securityleute brüllen: „Sie können da nicht rein!“ Etwas antwortete mit unverständlichen Lauten. Rahm zog sich schnell… also was ich sagen wollte… Egal. Jedenfalls riss er die Tür auf und stutzte, während ich entsetzt aufschrie. Vor der Tür stand Papst Berluchichi XVI.! Auf seiner Schulter saß das Erklärmonster, während das winzige fünfäugige Wesen ihm wacker in den kleinen Finger der rechten Hand biss. Etwas sagte mir, dass er unter dem Erklärmonster bedeutend mehr litt, denn dieses hatte das Thema „Völlig unfähige Herrscher und Päpste“ am Wickel, und das konnte dauern. Vermutlich mehrere Monate.
„Was zur verdammten Hölle ist das hier?“, brüllte Rahm das seltsame Trio an. Und da geschah es. Eine Sensation. Ach was. Ein Wunder. Etwas, das nur Rahm vollbringen konnte: Das Erklärmonster schwieg, obwohl sein Vortrag noch nicht zu Ende war.
„Rahm“, sagte ich bewundernd. „Du hast ein Erklärmonster zum Schweigen gebracht!“ Dieser Mann hatte sich ein sekundenkurzes Anhimmeln meinerseits redlich verdient.
Er blickte mich irritiert an. „Was zum Teufel ist ein verdammtes Erklärmonster?“
„Das da.“ Ich wies auf die Schulter des Papstes. „Das rosafarbene mit den drei Augen. Süß, oder? Wenn man von der Farbe absieht, aber dafür kann es ja nichts!“
Das rosa Erklärmonster hatte alle drei Augen weit aufgerissen, das kleine Monster seine fünf Augen ebenso. Papst Berluchichi XVI. blickte sich suchend um.
„Gibt es hier irgendwo attraktive Frauen?“, fragte er neugierig. „Dieser Besprechungsraum wäre ideal für eine Bunga-Bunga-Party.“
„Der einzige, der hier Bunga-Bunga-Partys feiert, bin ich“, fauchte Rahm zurück.
„Und ich“, ergänzte ich, diese Ergänzung ging allerdings unter.
„Wer sind Sie überhaupt?“, begann Rahm sein Verhör. „Wo kommen Sie her und vor allem, was verdammt noch mal wollen Sie hier? Sie stören wichtige Besprechungen mit meiner Beraterin!“
Berluchichi plusterte sich auf. Das war eindeutig der Silvio-Berlusconi-Anteil. Eine teuflische Kreatur. Dagegen war Frankenstein ein kuscheliges Teddybärchen. „Ich bin Papst Berluchichi XIV.!“
„Nein“, korrigierte ich. „Der XVI. Sie sollten doch mit diesem italienischen Anteil in Ihrem Körper keine Probleme mit römischen Ziffern haben!“
„Hä? Ich habe jedenfalls keine Probleme mit römischen Frauen!“ Er lachte obszön. Iiiih, wer immer dieses widerliche Wesen erschaffen hatte, er würde dafür bezahlen. Ich fragte mich nur, inwieweit ein päpstlicher und ein Monchichi-Charakter in diesem Körper vorhanden waren. Bisher war davon nichts zu spüren.
Rahm mischte sich wieder ein. „Warum verschwinden Sie dann nicht zu Ihren verdammten römischen Weibern und lassen uns hier in Ruhe unsere Besprechungen abhalten?“
Berluchichi blickte den Bürgermeister der Windy City interessiert an. „Möchten Sie vielleicht eine Beichte ablegen? So viel wie Sie fluchen, dürfte da einiges zusammenkommen!“
Aha.
„Mich interessieren vor allem die Sünden auf erotischem Gebiet“, ergänzte die grauenvolle, entfernt menschenähnliche Schöpfung.
„Die Geschichte der Erotik ist eine Geschichte voller Irrungen und Wirrungen“, quakte das Erklärmonster. „Das begann schon, als sich die ersten Einzeller tief in ihre nicht vorhandenen Augen…“
„Ich kann Sie auch alle erschießen lassen, verdammt noch mal!“, brüllte Rahm.
Berluchichi setzte eine Art Monchichiblick auf. „Das würden Sie mir wirklich antun? Ich bin doch so ein knuffiges Kerlchen!“
War das ein Tumult, ich merkte, wie Kopfschmerzen bei mir anklopften und fing an, entsprechend unentspannt zu werden. Ich schnappte mir das Erklärmonster und drückte es Rahm in die Hand. (Diese Monster sind recht klein und handlich, das ist sehr praktisch.) „Sag ihm bitte mal, es soll fünf Minuten das Maul halten. Ich will mich mit dieser Gruselgestalt unterhalten, damit wir hier mal weiterkommen.“
Rahm blickte das Erklärmonster finster an, was tatsächlich reichte. Das war interessant und musste ich mir merken, denn auch ich kann ziemlich böse gucken. Jetzt wandte ich mich aber erst mal diesem widerlichen Zellklumpen zu. „Sie kommen vom Krötengeneral, richtig? Los, spucken Sie’s aus!“
Die Gestalt lachte höhnisch. „Der Krötengeneral? Ach was, das ist doch keine Konkurrenz für mich. Ich wurde von Dr. Niemals-Nichts geschickt, um die Welt zu erobern!“ Wie in einem schlechten Splatter-Movie brach er in eine dämonische Lache aus.
„Wer ist bitte schön Dr. Niemals-Nichts? Und wieso hat das arme Schwein nur einen Doktortitel? Eigentlich begebe ich mich gar nicht auf so niedriges Niveau, aber wenn es unbedingt sein muss…“
Berluchichis amüsierte Stimmung verflog. „Niemand beleidigt Dr. Niemals-Nichts! Ansonsten wirft er mit Haargel um sich, und das tut ganz schön weh! Ergeben Sie sich und Ihnen wird nichts passieren. Außer vielleicht der Tod!“
„Ein Bösewicht, der mit Haargel wirft? Ist es wenigstens atomar verseucht? Ansonsten ist das doch keine Herausforderung für mein Elite-Team und ich überlasse Sie einfach getrost dem Krötengeneral. Der frisst so was wie Sie als kleinen Nachtimbiss zwischendurch!“ Meine Taktik ging auf, denn Berluchichi wurde immer zorniger und würde somit immer mehr ins Plaudern kommen. Das sind so die kleinen Tricks aus dem Welterobererbuch „Erfolgreich die Welt erobern“, welches es allerdings nur in der Auflage von 1 Stück gibt und sich in meinem Besitz befindet, was logisch ist, da ich es selbst geschrieben habe. Wo war ich? Ach ja, dieser Schurke, der so harmlos war, dass Menschen, die Angst im Dunkeln haben, die Bekämpfung als  unter ihrer Würde liegend ablehnen würden.
„Mein Boss gibt Ihnen solange Haargel zu trinken, bis Sie daran eingehen!“, drohte er uns inzwischen an.
„Gibt es eigentlich Haargel mit Caipigeschmack?“, fragte ich ganz lieb, denn das wäre in diesem Zusammenhang nun nicht ganz uninteressant. Anscheinend dachte Berluchichi, dem mittlerweile jede flauschige Monchichi-Verhaltensweisen vergangen waren, dass ich ihn veräppeln wollte.
„Wir haben ein Bärchenpärchen in unserer Gewalt! Wenn Sie nicht wollen, dass wir das Bärchenpärchen trennen, dann … ähm, Moment, ich habe es mir aufgeschrieben, wo ist denn der Zettel?“
Ein Bärchenpärchen! Vielleicht war dieses Duo doch nicht ganz so harmlos!
„Mist“, jammerte der Berlulappen. Dass das alles so kompliziert ist, ist mir nicht gesungen worden, als Gutti-Frutti mich in seiner Haarshampoosuppe zum Leben erweckte!“

Oha, das war wirklich viel … Zur Erholung solltet Ihr schnell noch mal den Körperzellensong hören.

Dialoge (8)

Heute Morgen beim Bäcker.

Mann betritt das Geschäft. “Gibt es hier einen Blumenladen in der Nähe?”

Während ich noch in Gedanken sortiere, welcher Blumenhändler am nächsten dran ist, antwortete eine der zwei Bäckereifachverkäuferinnen schon. Solche Geschwindigkeit darf man von mir vorm Frühstück nicht erwarten. Mann verlässt genauso grußlos wie er gekommen war die Bäckerei.

Verkäuferin 1: “Guten Morgen hätte er ja mal sagen können!”

Ich: “Neeeiiiiin! Auf keinen Fall! Das hätte doch zu viel Zeit gekostet! Eine Sekunde eingespart! Das ist Effizienz!”

Verkäuferin 1: “Stimmt, so viel Zeit hat man heutzutage einfach nicht mehr.”

Ich: “Ganz genau! Schnell muss alles gehen!”

Verkäuferin 2: “Guten Morgen. Können Sie mir sagen, ob hier ein Blumenladen in der Nähe ist? Das wär doch gegangen?!”

Echt mal jetzt, alles muss man den Leuten erklären. Einsparungen, Effizienz, tralalala…

Einige Minuten später, ich passiere die Pförtnerei der Anstalt. Es war wohlgemerkt immer noch vorm Frühstück. Das ist wichtig.

Zwei Männer stehen kurz hinter der Pförtnerei. Sie haben Zettel in den Händen.

Mann 1 zu mir: “Oh, wie schön, Dich zu sehen!” (Drückt mir einen Zettel in die Hand.) “Ich hatte extra für Dich eine Rose reserviert, aber nun habe ich doch eine zu wenig, ich hoffe, Du bist nicht traurig!!!”

Mann 2: Guckt irritiert.

Ich: Denkt langsam, weil es noch vorm Frühstück ist. Rose? Rose? Ach so, Rose, März, es muss wieder dieser Frauentag sein.

Ich: “Das macht gar nichts, dann freuen sich die anderen Frauen, kein Problem!”

Ich: Freut sich insgeheim, dass sie um das Problem Vasensuche für die Rose herumgekommen ist.

Mann 2: Guckt immer noch irritiert.

Mann 1: “Ich wünsche Dir einen schönen Frauentag!”

Ich: “Danke gleichfalls!”

Ich: Denkt 10 Meter weiter: Gleichfalls? Einem Mann einen schönen Frauentag wünschen, geht das, darf das, ist das legitim?

Aber ehrlich, lieber Mann: Wer sich traut, mich vorm Frühstück (VORM FRÜHSTÜCK!) mit mehr als einem kurzen Satz anzusprechen, der ist selbst schuld, wenn er verwirrte Antworten bekommt.

Wann wird das Thema “Menschen und Monster vorm Frühstück niemals mit mehr als einem Satz, und auch dieser sollte maximal aus 5 Worten bestehen, ansprechen” endlich ins Grundgesetz aufgenommen? Menschenwürde! Monsterwürde!

Darauf einmal den Zellensong! Brauche ich heute!

JEDE ZELLE MEINES KÖRPERS IST GLÜCKLICH…

Wie ich immer sage:

Bungert, Bungert statt Bunga-Bunga!

So viel zu dem Thema “Kämpfen, siegen, Platz 1 verteidigen: FCB in Mainz gefordert”, wie auf der Homepage des FCB zu lesen war. Aber grämt Euch nicht, liebe Sepplhosen: Es war ja nur ganz knapp!

Grund genug, endlich mal wieder den epochalen Körperzellensong einzubinden!

Mitsingen und -tanzen, Ulichen! Das hilft!

(Ein Beitrag ohne Rahm und ohne Schlümpfe — geht doch! Danke, FCB!)

Romantikalarm!

Das hier ist Familie Monsterpuschel:

Puscheligkeit pusht! Auch bei Monstern!

Im Hintergrund sehen wir den legendären Bernd das Brot, aber er ist heute leider nicht mein Thema. Rechts ist Vater Puschel zu sehen, daneben seine puschelige Frau und im Vordergrund die drei Gören. Puschel ist ein hoffnungsloser Romantiker und ein Fellmonster von Knäcke XIV. Folgender Dialog trug sich zu.

Vater Puschel: “Hier im Monsterdomizil fehlt etwas!”
Ich: “Was denn?”
Puschel: “Ein Mann für Dich!”
Ich: “Was soll ich denn mit einem Mann? Geh fort.”
Puschel: “Ich wohne hier, ich gehe hier nicht weg!”
Ich: “Das werden wir ja noch sehen…”
Puschel: “Zurück zum Fall. Ein Mann könnte Dir Sachen zusammenbauen, zum Beispiel den neuen Barhocker.”
Ich: “Habe ich selbst geschraubt, hat nicht mal 10 Minuten gedauert.”
Puschel: “Aber die Romantik! Und was ist mit Nachwuchs? Sieh Dir meine drei Prachtexemplare an!”
Ich: “Das bekommt Dir nicht, bist ja schon ganz blau im Gesicht.”
Puschel: “Mit Dir kann man nicht vernünftig diskutieren, gut, dass ich da schon mal jemanden rausgesucht habe. Du musst nur noch antworten!”

An dieser Stelle beschloss ich so zu tun, als ob ich resignieren würde. Vater Puschel ist eines der hartnäckigsten Monster, das ich kenne. Von den anderen 452 mal abgesehen… Puschel legte mir folgende Kontaktanzeige vor:

Offenbarung! Endlich!

Puschel: “Ist der nicht prima? Da steht auch was von ‘romantischer Träumer’. Und ‘amour fou’, wie großartig, da bereue ich ja beinahe, keine Frau zu sein!”
Ich: “Hm, ja, ganz passend gewählt. Musik läuft bei mir ja eh ständig. Aber ich habe doch keine Zeit, mich um so einen Supertypen entsprechend repräsentativ-amour-fou-mäßig im Sinne von Bloch zu kümmern. Und mein Feinfühligkeitsmodus ist kaputt.”
Puschel: “Aber Du erfüllst quasi alle Voraussetzungen. Jedenfalls beinahe alle. Also fast… Einige… Man weiß ja, wie das ist, man muss dann auch mal von den Maximalforderungen abgehen… Immerhin bist Du in der Tat jünger als er.”
Ich: “Ein Punkt von 100 oder so. Super. Gib’s auf.”

Natürlich hat Puschel nicht aufgegeben, sondern diesem Mann in meinem Namen romantische Briefe geschrieben. Ich spare mir die Wiedergabe, es würde Euch nur das kalte Grausen packen. Jedenfalls kam es dann irgendwann zu einer telefonischen Kontaktaufnahme, und das war meine Chance. Nicht umsonst könnte ich locker ein Seminar im Männervergraulen geben (aus dem Stegreif, ganz ohne Vorbereitung!), doch leider ist der Markt dafür sehr klein. Aber egal. Diese Künstlerseele wollte natürlich wissen, welche Musik ich höre. Daraufhin ließ ich es mir nicht nehmen, ihm zu erklären, dass bei mir nur ein Lied in Endlosschleife laufe, das aber das epochalste Werk der Musikgeschichte sei.

Hört selbst!

Danach hörte ich nie wieder vom Traummann mit dem silberglänzenden Kopfhaar. Verstehe ich gar nicht…

Da machste was mit mit dieser Monstermeute hier… Aber Puschel hat verkündet, nicht aufzugeben, statt dessen durchforstet er die entsprechenden Rubriken nach einem Mann, der bereit ist, sich mit einer “Katastrophe in Frauengestalt mit extrem schlechtem Musikgeschmack” (O-Ton Puschel) zu beschäftigen. Tja, ich habe die Forderung aufgestellt, dass ich nur Männer mit goldglänzendem Kopf- und Brusthaar akzeptieren werde. Nun dürfte erst mal Ruhe sein…

Yippie-yippie-yeah, der Zellensong nun endlich auch in diesem Blog! Hurra!