Beim Blick…

 

… in meinem Spamordner förderte ich eine Mail zutage, die mal wieder zeigt, wie viel Vertrauen mir, der künftigen Weltherrscherin, entgegengebracht wird. Und ich sage Euch: Zu Recht!

von: kalle.rummenigge@cl-sieger.com

an: fellmonster@weltherrscherin.com

Änderung der Regeln in der Champions League

Sehr geehrte Frau Weltherrscherin,

heute trete ich an Sie mit einer Bitte heran, die Sie kraft Ihres Amtes bestimmt sehr leicht erfüllen können und auch sollten, denn Sie lieben Ihr Vaterland bestimmt auch, vor allem den bayrischen Teil davon? Es geht lediglich um eine kleine Modifikation der Regeln. Könnten Sie verbieten, dass der FC Bayern, diese Weltmacht im Fußball, im Halbfinale der Champions League auf spanische Vereine treffen darf?

Ich arbeite bereits an einem Dankesgedicht für Sie! Bestimmt erinnern Sie sich noch an mein beeindruckendes Werk, welches ich damals, ganz in der Tradition der deutschen Dichter und Denker, für den Franzl verfasste?

https://youtu.be/OBlj0x0EvT0

Sie dürfen selbstverständlich mit einem ähnlich brillanten Gedicht rechnen!

Allerherzlichst,

Ihr Kalle Rummenigge

In der Tat erkannte ich die Problematik bereits, bevor Herr Rummenigge diese Mail schrieb, und so konnte ich ihm umgehend antworten.

von: fellmonster@weltherrscherin.com

an: kalle.rummenigge@cl-sieger.com

RE: Änderung der Regeln in der Champions League

Sehr geehrter Herr Rummenigge,

danke für Ihre Mail von neulich, die mein Spamordner aus verständlichen Gründen sofort für sich vereinnahmt hatte, ich fand sie natürlich trotzdem.

Ich sehe das Problem, welches der FC Bayern mit der CL hat, und meine Gedanken gehen in die gleiche Richtung. Ich habe daher bereits eine 100 %ig zuverlässige Lösung gefunden, um den zarten bayrischen Seelen solche dramatischen Halbfinalspiele zu ersparen:

Künftig wird der FC Bayern bereits in der Gruppenphase grundsätzlich gegen folgende Mannschaften spielen:

  • FC Barcelona
  • Real Madrid
  • Atlético Madrid

Ich hoffe, Ihnen hiermit geholfen zu haben und verbleibe mit dirndllosen Grüßen

Felli Fellmonster

(Okay, okay – ich hatte ein klitzekleines bisschen Mitleid mit den Bayernspielern. Sie hätten ein Weiterkommen verdient gehabt, und Atlético ist auch nicht gerade die sympathischste Fußballmannschaft der Welt. Aber andererseits zeigt das alles auch mal wieder, warum mir der FC Bayern unsympathisch ist: Dreimal hintereinander im Halbfinale der CL auszuscheiden, bedeutet immerhin auch, dreimal hintereinander das Halbfinale erreicht zu haben, in Wirklichkeit sogar noch häufiger, davor das Triple und das Jahr davor das Finale dahoam. Trotzdem gilt das, auch wenn die Offiziellen das so nicht äußern, als Versagen. Das Double hat gefälligst Standard zu sein; nur Deutscher Meister oder DFB-Pokalsieger gilt als verkorkste Saison. Als richtiger Erfolg gilt das zusätzliche Erreichen des CL-Finales, alles darunter ist Luschenkram. Nein, das ist nicht mein Verein und wird es auch nie.)

Was ist bloß im Moment los??!!

Grassiert der Schwachsinn zurzeit verstärkt oder ist das nur gefühlt? Damit meine ich nicht Petrus‘ Sperenzchen in Sachen Winterwiedereinführung. Das kann passieren im März und wird Frühlingsbotschafterin Katja nicht aus der Bahn werfen, uns bald das Frühjahr ranzulocken!

Nee, ich meine z. B. so was wie den Mehdorn, der als Chef des Berliner Flughafens auserkoren wurde. Wobei ich zugegebenermaßen daran nicht ganz unschuldig bin. Es begann ganz harmlos mit einer Mail an mich:

von: wowi.web.de
an: fellmonster@weltherrscherin.com

Flughafendilemma, dringend Hilfe erbeten!

Sehr geehrte Frau Weltherrscherin,

Sie sind meine letzte Rettung! Wir haben hier in Berlin doch dieses kleine Problem mit dem neuen Flughafen, Sie kennen das vielleicht von der Elbphilharmonie. Nun ist es zwar ganz prima, Bürgermeister dieser armen, aber sexy Stadt zu sein (ich meine natürlich Berlin, nicht Hamburg!), aber ständig liegt man mir wegen dieses Flughafens in den Ohren. Das nervt total. Haben Sie nicht jemanden über, der Chef werden könnte?

Bärige Grüße aus Berlin

Der Wowi

Oh, nee. Während ich noch überlegte, ob ich ihm lieber den Loddar Matthäus oder den Til Schweiger andienen sollte (Vorteil beim Ersten: Labert alle ins Koma; Vorteil beim Zweiten: Den versteht eh keiner), hatte das Schicksal ein Einsehen mit mir. Ich bekam eine zweite Mail:

von: Mehdorn.rettet.alle@Superretter.de
an: fellmonster@weltherrscherin.com

Es dürstet mich nach einer Aufgabe!

Verehrte Weltherrscherin,

zurzeit befinde ich mich in einer Umbruchphase meines Lebens, welche mir deutlich vor Augen führt, dass ich noch viel zu jung bin, um auf dem Altenteil eine ruhige Kugel zu schieben. Sie wissen, was ich meine, haha. Hiermit bewerbe ich mich um einen führenden Posten in Ihrem Elite-Team. Vielleicht Stabschef? Was das Gehalt betrifft, so werden wir sicher eine gütliche Einigung finden.

Hochachtungsvoll

H. Mehdorn

Oha! Ich habe ja nun schon einen Stabschef, und überhaupt bin ich an einer erfolgreichen Welteroberung interessiert. Ich dachte eine Sekunde lang intensiv nach und kam zu dem Ergebnis, dass es mir nicht gelingen würde, Mehdorn dem Krötengeneral unterzujubeln, dafür ist er zu schlau — der Krötengeneral, nicht Mehdorn. Also erlaubte ich mir einen Jux, was so nach 3 XXL-Caipis schon mal vorkommen kann, und schrieb zwei Antwortmails:

von: fellmonster@weltherrscherin.com
an: wowi.web.de

RE: Flughafendilemma, dringend Hilfe erbeten!

Sehr geehrter Herr Wowereit,

natürlich habe ich die Lösung Ihres Problems: Fragen Sie doch einfach den Herrn Mehdorn. Ich werde dafür sorgen, dass er zusagt. Sie gucken jetzt vielleicht skeptisch und denken an die Heidelberger Druckmaschinen, die Bahn oder auch Air Berlin, aber seien Sie unbesorgt: Das waren ja alles bestehende, laufende Unternehmen, was man vom neuen BER nun wirklich nicht behaupten kann. Und ganz logisch gedacht: Wo nix läuft, kann er nix zum Stillstand bringen, da kann es nicht zu Verspätungen der Flüge kommen. Also alles easy-flauschi-going. Bereiten Sie schon mal den Vertrag vor! Herr Mehdorn wird sich bald bei Ihnen melden. Bitte schmieren Sie ihm ein bisschen Honig um den Bart, Stichworte: Erfahrener Manager, Durchsetzungskraft und so was. Das braucht er für sein Ego.

Beste Grüße aus Hamburg (der Stadt mit einem Erstbundesligaverein, der schon immer dabei war, ich meine ja nur)

Fellmonster

Die Dankesmail kam prompt:

von: wowi.web.de
an: fellmonster@weltherrscherin.com

RE: Flughafendilemma, dringend Hilfe erbeten!

Vielen, vielen Dank! Ich weiß zwar nicht, was Sie mit den Heidelberger Druckmaschinen, der Bahn oder Air Berlin meinten (wobei das letztere entfernt vertraut klingt), aber egal, Hauptsache, jemanden gefunden! Ich hätte ja auch den Lothar Matthäus oder Til Schweiger akzeptiert, aber so ist es auch super!

Herzlichste Grüße

Ihr Wowi

Ich schnell an den Mehdorn gemailt:

von: fellmonster@weltherrscherin.com
an: Mehdorn.rettet.alle@Superretter.de

RE: Es dürstet mich nach einer Aufgabe!

Hallo Herr Mehdorn,

gute Neuigkeiten! Sie können bald wieder jemandes Mehdorn im Auge sein, zum Glück nicht bei mir, denn ich habe schon einen Stabschef, aber der Herr Wowereit wartet auf Sie! Ich sag nur Berliner Flughafen! Eine Aufgabe, wie geschaffen für einen Mann wie Sie! (Sagt auch die Interessenvertretung deutscher Kabarettisten, und die müssen es wissen.) Einfach eine Mail an wowi@web.de schicken, und die Sache läuft. Nehmen Sie den Ramsauer und Platzeck mit in den Verteiler auf, damit sich keiner übergangen fühlt.

Gutes Gelingen und guten Flug (irgendwann mal im nächsten Jahrtausend)

Fellmonster

Die Antwort kam prompt, haben die nix anderes zu tun, als mich mit Mails zu bombardieren?!

von: Mehdorn.rettet.alle@Superretter.de
an: fellmonster@weltherrscherin.com

RE: Es dürstet mich nach einer Aufgabe!

Verehrte Weltherrscherin,

ich wusste, dass auf Sie Verlass ist. Ich werde dort das Management revitalisieren und ein kleines Powerhouse aufbauen! Immer geradeaus, niemals nachdenken, man wird mich jetzt aushalten müssen, Sie kennen mich ja!

Hochachtungsvoll

H. Mehdorn, Retter Berlins

Bidde, was? Ein kleines Powerhouse? (Das hat er übrigens wirklich gesagt, so was kann ich mir gar nicht ausdenken!) Rahm hätte gleich ein großes Powerhouse aufgebaut, deshalb ist er auch mein Stabschef und nicht Mehdorn. Und aus diversen anderen Gründen, die hier nichts zur Sache tun.

Okay, so schnell kann’s gehen, da erlaubt man sich zwei kleine Mailscherze, und schon ist es passiert.

Aber das war ja noch nicht alles. Themenwechsel, wir springen zum Parteitag einer künftigen Splitterpartei:

„Sie können uns bekloppen oder bewerfen oder sonst was. Aber sie können uns nicht beugen. Wir überlassen nicht diesen Fuzzis, diesen fehlprogrammierten Typen unser Land!“

Und ich mailte vorher noch: Herr Brüderle, trinken Sie vor Ihrer Rede auf dem Parteitag nicht so viel! Das hat ja wohl ganz offensichtlich nicht geklappt.

Liebe Fuzzis, ja, IHR seid auch gemeint! Nicht nur ich. Wir bekloppen die FDP nicht, und wir bewerfen sie auch nicht, bitte die Hundeschiete wieder weglegen. Schon gar nicht tun wir sonst was mit dieser Partei. Wir wählen sie einfach im September nicht, so dass die FDP endlich aus dem Bundestag fliegt. Dann wollen wir mal sehen, wer hier fehlprogrammiert ist.

Taschentücher raus, Melodramatik im Anmarsch!

„Liebe Freunde, lasst euch nicht beirren, lasst euch nicht einschüchtern von diesen Gegnern der Freiheit.“

Damit sind schon wieder wir fehlprogrammierten Fuzzis gemeint, die wir der FDP angeblich Hass entgegenbrächten. Nee, Herr Brüderle, das ist kein Hass, das ist nur Ablehnung der unsozialen, ungerechten, unfähigen Politik der Bundesregierung, an der Sie maßgeblich beteiligt sind. Ihre Vorstellung von Freiheit ist nah mit Rücksichtslosigkeit verwandt und fördert die immer größer werdenden Extreme und Ungerechtigkeiten in Deutschland.

Liebe Freunde, lasst Euch nicht beirren von der Dummschwätzigkeit des FDP-Spitzenkandidaten, sondern tragt die Auszeichnung „fehlprogrammierter Fuzzi“ mit Stolz!

Auf den Rest des FDP-Geschwafels gehe ich nicht weiter ein, sondern warte darauf, was im Irrenhaus Deutschland als nächstes für Meldungen kommen. Eigentlich kann der Tag nicht mehr fern sein, an dem Til Schweiger „Tatort“-Kommissar spielt und Stefan Raab das TV-Kanzlerkandidatenduell mit moderieren wird… Oh. Halt. Das ist schon real? Neuer Versuch. Grimme-Preis-Nominierung fürs Dschungelcamp? Cindy aus Marzahn als Assistentin bei „Wetten, dass…“? Gibt es auch schon? Ach, menno, einen habe ich aber noch, nimm das, Realität: Loddar als Trainer eines Bundesligisten!

Aus irgendwelchen, mir völlig unerfindlichen Gründen, habe ich nun das Bedürfnis, Nougat zu essen und Caipi zu trinken…

Zwischendurch…

… habe ich mal wieder meine E-Mails bearbeitet, denn meine Office Managerin Trudi Träumlich hat gerade ihren sechsmonatigen Sonderurlaub angetreten, also musste ich selbst ran. Zuerst wollte ich den ganzen Quatsch einfach löschen, aber dann unterstellte mir eine Kollegin, dass ich über „Sozialkompetenz“ verfügen würde, und so ging ich in mich (nachdem ich ergoogelt hatte, was es mit dieser ominösen Sozialkompetenz auf sich hat) und beantwortete zumindest zwei Hilfesuchenden ihre Mails. Aber seht selbst:

von: Superniebel@bmz.de
an: Weltherrscherin@worlddomination.com

Betreff: Teppichaffäre

Sehr geehrte Weltherrscherin,

Sie haben sicher mein kleines Problem mit dem Import des Teppichs mitbekommen. Nun frage ich Sie: Sind die alle verrückt geworden? Wie kann man denn von mir erwarten, dass ich mich mit Importen, Verzollen und so von Waren aus armen Ländern auskenne? Ich bin der … Moment mal eben, ich muss mal kurz bei Wikipedia gucken, wie die genaue Bezeichnung heißt… ah ja. Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das bin ja ich. Könnten Sie evtl. per Dekret verbieten, dass dieses Teppichthema erwähnt werden darf? Ich habe so viele wichtige Arbeit zu erledigen. Unter anderem versuche ich, alle Posten hier in meinem Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und … äh … Moment ich muss noch mal eben bei Wiki gucken, wie die komplette Bezeichnung heißt, ach Sie wissen schon.

Jedenfalls habe ich das Ziel, hier alle wichtigen Posten mit FDP-Mitgliedern zu besetzen. Wissen Sie eigentlich, wie schwierig das ist? Mir gehen langsam die FDP-Mitglieder aus! Sie haben nicht zufällig Lust, in unsere tolle Partei einzutreten? Sie würden sofort einen Job hier bekommen. Als… Wie heißt das noch mal? Irgendwas mit Staatssekretär? Auf jeden Fall wichtig und gut bezahlt. Obwohl man in der freien Wirtschaft mehr bekommt, aber da als FDP-Mitglied einen Posten zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Dabei reißen wir uns den A… ich meine, wir bemühen uns für diese Klientel, dass mir der Schweiß vom mit dem schneidigen Militärkäppi bedeckten Haupt fließt, da könnte man uns doch mal so einen Vorstandsposten bei Daimler anbieten oder etwa nicht?

Gucken Sie mal! Mein Slogan für den nächsten Wahlkampf! Habe ich selbst mit Paint gebastelt! Wie finden Sie es?

Diese tolle Schriftart habe ich auf meinem Computer entdeckt. Heißt … ach wissen Sie was? Das verrate ich Ihnen, wenn Sie mir helfen. Ein kleiner Aufruf von Ihnen, und die Teppichgeschichte ist Geschichte. Kleines Wortspiel, haha!

Herzliche Grüße

Ihr Dirk Niebel
Minister für entwickelnde Zusammenarbeit und … äh. Sie wissen schon.

Arrrgh! Ein Härtefall!

Meine Antwort:

von: Weltherrscherin@worlddomination.com
an: Superniebel@bmz.de

Re: Teppichaffäre

Herr Niebel,

wissen Sie eigentlich, was Pratchett über Leute, die verschwenderisch mit Ausrufezeichen um sich werfen, sagt? Dass sie auf einen kranken Geist schließen lassen. Aber zurück zum Fall. Ihre Idee, Wahlkampfplakate in Paint unter Einsatz von Comic Sans zu gestalten, ist richtig schnuckelig. Vor allem in der Webgemeinde werden Sie damit auf wahnsinnig viel Gegenliebe stoßen. Ihr altes Wahlkampfplakat fand ich aber auch recht nett, ich musste es nur wenig optimieren, schauen Sie mal:

Man beachte die Ergänzungen in rot. Aber wo ist Ihr Militärmützchen?

Wenden wir uns nun Ihrem Problem zu. Ich habe die Lösung. Sie wird Ihnen einen Popularitätsschub ohnegleichen bescheren. Danach können Sie quasi nach der Weltherrschaft greifen. Aber Sie müssen sich exakt an meine Anweisungen halten!

Sie rollen sich nackt in Ihren neuen Teppich ein. (Ja, ja, Ihr Mützchen dürfen Sie aufbehalten, ist ja gut.) Dann lassen Sie sich in die Münchner Allianz Arena schmuggeln, es ist aber unbedingt nötig, dass der FC Bayern München dort gerade spielt. Gegen wen ist egal, aber Schweinsteiger und Robben sollten auf dem Platz stehen. Wenn Sie auf dem Platz sind und das ganze Gejohle und so weiter hören, und Schluchzen von Robben, weil Ribéry ihn wieder „kleiner Dummkopf“ nennt, dann ist Ihre Minute gekommen! Sie rollen sich aus dem Teppich! Vertrauen Sie mir, das läuft! So hatte schon Kleopatra bei Cäsar Erfolg, und Sie werden ja wohl Jahrtausende alte ägyptische Weisheit nicht anzweifeln?  (Kleopatra, nicht Klopapier, Du dämliche Rechtschreibprüfung! Nein, ich meinte nicht Sie, Herr Niebel, obwohl das Adjektiv „dämlich“ auch bei Ihnen durchaus passend ist.)

Den Rest überlassen Sie einfach mir. Vertrauen Sie mir. Alles wird flauschig.

Mit eher nicht so freundlichen Grüßen

Fellmonster

So, das war Step 1. Jetzt noch schnell eine weitere Mail schreiben.

von: Weltherrscherin@worlddomination.com
an: Den_kleinen_Robben_bitte_nicht_ausschimpfen@sepplhosen.de; Schweini_hat_schnelle_Beini@sepplhosen.de

Betreff: Eine kleine Bitte

Hallo Jungs,

ich benötige demnächst Eure traumhafte Treffsicherheit. Irgendwann bei einem Eurer Heimspiele wird sich ein nackter Typ mit Militärkäppi aus einem Teppich rollen. Das ist nicht Kleopatra, sondern ein böser Flitzer, der den Fußball kaputtmachen will! Den müsst Ihr treffen! In Pfostentreffen seid Ihr schließlich geübt, also werdet Ihr diesen Vollpfosten ja wohl erst recht erwischen. Ihr geht wie folgt vor: Ihr tut so, als müsstet Ihr einen Elfer schießen und der Flitzer ist das Tor. Nee, halt, dann geht das daneben. Der Flitzer ist nicht das Tor, sondern das Tor ist ein kleines Stück neben dem Nackten. Nur in Eurer Phantasie natürlich, Ihr müsst Euch das bildlich vorstellen. Alles klar? Volle Konzentration, Jungs! Ich zähle auf Euch! Falls Ihr noch Fragen zu dem Thema habt, mailt mir, ich erkläre es gern in noch einfacheren Worten.

Gut Pfostenschuss und freundliche Grüße

Fellmonster

PS: Robben, leg Dir mal eine kürzere Mailadresse zu. So lange Texte liest der Ribéry nicht! Das will ja schließlich auch geistig verarbeitet werden, nech?

So, das war das. Soll mal keiner sagen, ich sei kein Menschenfreund, hilfsbereit, wie ich nun mal immer bin. Wird Zeit, dass die Bundesliga wieder anfängt!

Aber es kam ja noch viel schlimmer. Wer hat noch größere Sorgen als Niebel? Rrrrichtig! Der Herr Gauck. Der ist nämlich richtig angefressen, aber lest selbst:

von: Bundespräsident@bellevue.de
an: Weltherrscherin@worlddomination.com

Betreff: Glückssüchtige Gesellschaft

Verehrte Weltherrscherin,

wie Ihnen bekannt sein dürfte, bin ich der rhetorisch begabteste Bundespräsident, den dieses freie Land je hatte. Und was schlägt mir, der ich wagte, auf die Glückssüchtigen dieses Landes hinzuweisen, entgegen? Kritik! Anstatt meine brillante Rede, die Sie sicher gehört, gelesen und auswendig gelernt haben, in den höchsten Tönen zu loben, geschieht das Gegenteil.

Ich hoffe doch sehr, dass Sie in Ihrem millionenfach gelesenen Blog ein bis zwei oder auch hunderte Worte der Unterstützung für den brillantesten Präsidenten, den dieses freie Land jemals hatte, erübrigen könnten? Ich möchte mir an dieser Stelle noch den dezenten Hinweis erlauben, dass ich in meinen Reden bisher nicht auf das drängende Problem der Caipisucht in diesem freien Land eingegangen bin. Dieses betrachten Sie bitte als Wertschätzung Ihrer Person.

Hochachtungsvoll

J. Gauck
bester Präsident, den dieses freie Land je hatte

So, jetzt aber! Nun beweise ich Euch, was für ein grandioser Menschenfreund und Sozialkompetenzhaber ich bin, ich, Eure epochalste Weltherrscherin, die diese freie Welt je gehabt haben wird!

von: Weltherrscherin@worlddomination.com
an: Bundespräsident@bellevue.de

Re: Glückssüchtige Gesellschaft

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

mit Entsetzen und dem tiefsten Gefühl der Scham, zu dem ein monströses Wesen fähig ist, registriere ich, dass dieses Volk in unserem freien Land einfach nicht das ist, welches Ihro Brillanz, der größte Bundespräsident aller Zeiten, verdient hat! Schattenbewölkt ist mein Gemüt, gram beuge ich mein Haupt vorm Spiegel, weil wir Ihren Ansprüchen nicht im mindesten gerecht werden.

Doch trotz allem suchte und fand ich eine Lösung. Zunächst eine Bestandsaufnahme: Dieses glückssüchtige Volk hat also Probleme mit Gefallenen. Ja, wie kann das sein? Die Begeisterung anno 1914 und der grenzenniederreißende Optimismus 1939 — wo ist er geblieben? Hätten nicht Spuren davon in unserem genetischen Volksgedächtnis erhalten bleiben müssen? Ich wollte mit Sarrazin eine Runde über das Thema plauschen, der ist ja in Sachen Genetik top drauf, doch redet leider nicht mehr mit mir. Egal, ich habe die Ursache eh schon selbst ermittelt:

DIE VERDAMMTEN ’68er sind an allem schuld!

Das sind die nämlich immer! Fragen Sie mal Eva Herman. Seien Sie so frei. Die ’68er haben nämlich zu viel in unserem guten deutschen Genpool geplantscht und mit LSD und ihrem pazifistischen Gedankengut verseucht. Die mit ihrem „Make love not war“. Da haben wir’s doch. Bei der Liebe kommen entschieden weniger Menschen als im Krieg ums Leben. Da geht der ganze Gewöhnungsprozess zum Teufel und die Eltern fangen an, sich um ihre geliebten Sprösslinge zu sorgen, und wollen, dass es denen gut geht und so.

Was nun? Das zu wissen, ist ja schön und gut, aber wie kommen wir einen Schritt weiter? Ziel soll es sein, diese kleinkarierte Kritik verstummen zu lassen, aber da können Sie mit diesem verwöhnten Volk lange drauf warten. Fähnchen für die Fußballer, das ja, aber Flagge zeigen für Flakhelfer, das dann doch nicht.

Nächtelang zerbrach ich mir den Kopf, und ich meine, einen Lösungsansatz gefunden zu haben. Sie werden begeistert sein:

Sie erwerben ein Grundstück, selbstverständlich groß genug, um Ihren eigenen freiheitlichen Staat zu gründen. In irgendwelchen Kriegsgebieten gibt es genug tellerminenverseuchte Areale, die Sie für ein Butterbrot und ein Ei bekommen werden. Da will nämlich niemand leben, alles glücksverseuchte Schlaffis. Jedenfalls werden Sie dort mit einigen Getreuen einen Musterstaat aufbauen. Bitte nehmen Sie vor allem die FDP-Politiker mit, aber ein paar andere finden sich auch noch. Sarrazin ist auf jeden Fall Ihr Mann für die Finanzen. Uli Hoeneß wird für die Beleuchtung sorgen, einfach immer genug ärgern, dann strahlt die Wutbirne hell wie eine 1000000-Watt-Glühlampe.

Bitte vergessen Sie nicht, mir die Koordinaten des neuen Staates mitzuteilen! Ich werde dafür sorgen, dass mein Kumpel, der Pazifistenpräsident Barry Obama, eine Drohne vorbeischickt. Das muss so, damit sich keine Glückssucht entwickelt.

Vertrauen Sie mir. Alles wird flauschig.

Mit freundlichem Gruß

Fellmonster
Beste Weltherrscherin aller Zeiten und Länder

PS: Ich bin nicht caipisüchtig! (Die Rechtschreibprüfung schlägt als Alternative „machtsüchtig“ vor. Das bin ich auch nicht, ich strebe aus reinem Verantwortungs- und Freiheitsgefühl nach der Weltherrschaft.)

Das war anstrengend. Ich brauche jetzt dringend einen XXL-Caipi.

Ich glaube, die anderen Mails lösche ich doch alle. Da ist noch eine vom Papst, irgendwas über Probleme mit irgendwelchen Banken. Und Preetz von Hertha BSC Berlin will von mir wissen, ob es erfolgversprechend sein könnte, ein Wiederholungsspiel vor dem Europäischen Gerichtshof zu erstreiten. Von den diversen Mails mit dem Betreff „Betreuungsgeld“ von Merkel, Schröder, Seehofer und einem Dutzend anderer Gestalten ganz zu schweigen…

Mails, Mails, Mails

Als künftige Weltherrscherin kommt es immer wieder vor, dass ich Mails von mehr oder weniger berühmten Leuten bekomme. Von Zeit zu Zeit werde ich diese veröffentlichen, damit Ihr seht, womit ich mich täglich herumplagen muss — und das alles neben der Betreuung der Patienten in der Anstalt, SAP und den Überstunden bei Rahm. Wobei letztere natürlich keine Plage sind. (Puh, gerade noch mal die Kurve bekommen!)

an: Fellmonster@Weltregierung.com

von: Silvio.hottie.Berlusconi@ItaliensZar.com

betr.: von Boetticher und mein kleines Problemchen

Frau Fellmonster,

können Sie bitte Kontakt zu von Boetticher herstellen? Der lebt doch auch in Ihrem Land. Ich habe Interesse an seiner Methode, junge Frauen bei Facebook aufzurei… ähm… kennenzulernen.

Sind Sie eigentlich mit meinem Problem weitergekommen? Sie wissen schon, das 3,5 cm-Thema.

Mit freundlichem Gruß

Silvio Berlusconi
1. und hottester Mann im Staate Italien

Gnah! Hier meine Antwort:

an: Silvio.hottie.Berlusconi@ItaliensZar.com

von: Fellmonster@Weltregierung.com

Re: von Boetticher und mein kleines Problemchen

Ach, Herr Berlusconi,

ich habe hier ganz andere Probleme, wissen Sie zufällig, ob Huub Stevens zur Zeit zu haben ist? Ach, egal, ich recherchiere gleich selbst. Nun zu Ihren Problemen: Nein, ich kann Ihnen keinen Kontakt zu Ihrer Kieler Kopie herstellen. Gehen Sie doch selbst auf Facebook und fragen Sie ihn, ob er Ihr Freund sein will.

Mit Ihren 3,5 cm bin ich weiter. Einfach kräftig ziehen, dadurch sollte sich das Dödelchen auf 3,57 cm verlängern. Und dann dürfen Sie aufrunden, das ist in der Mathematik so. Die Frauen werden gucken, wenn Sie stolz von Ihren 3,6 cm berichten!

Gruß

Fellmonster

OK, der Berlu mailt ja fast jeden Tag, aber er hier ist neu:

an: Fellmonster@Weltregierung.com

von: boetticher@ichbintotalmissverstandenwordenichliebtesiedochheul.com

Betr.: Bitte helfen Sie mir!

Verehrte Frau Fellmonster,

ich wende mich heute an Sie, da Sie als künftige Weltherrscherin sicher die Weisheit und den Weitblick haben, mir zu helfen.

[An dieser Stelle folgten seitenweise Schleimereien Huldigungen. Ich lasse die mal aus, um den Krötengeneral nicht zu demoralisieren.]

Sie wissen ja, ich habe meine große, zugegebenermaßen recht junge, Liebe nur verlassen, weil es sein musste, denn mein hehres Trachten und Streben ist es, dem deutschen Volke zu dienen, und das Stimmvieh hätte mich sicher nicht lieb gehabt, wenn ich mit einer 16-jährigen an meiner Seite aufgetaucht wäre. Sie war meine große Liebe, das müssen Sie mir glauben! Die 54 Frauen, die ich nach ihr hatte, waren nur Betäubung, Trost, Ablenkung… Sie wissen schon. Das bleibt aber unter uns, das mit den 54 Frauen, ja?

Bitte helfen Sie mir. Wie und wo kann ich mein Begehr, dem deutschen Volk möglichst gewinnbringend (für mich, nicht für das Volk… nein, umgekehrt! Sie wissen schon) zu dienen? Haben Sie eventuell einen Posten für mich in Ihrer Weltregierung?

Hochachtungsvoll

Ihr Diener von Boetticher

Waah, der ist mein Diener? Jetzt verstehe ich den Stoßseufzer, dass es kein gutes Personal mehr gibt… Hier nun meine Antwort:

an: boetticher@ichbintotalmissverstandenwordenichliebtesiedochheul.com

von: Fellmonster@Weltregierung.com

Re: Bitte helfen Sie mir!

Hallo Kiel-Berlusconi,

warum gehen Sie nicht einfach nach Italien? Da kann man sogar mehrere Frauen (ziemlich jung) gleichzeitig haben und es ganz nach oben bringen. Die jungen Edel-Prosituierten sind bestimmt auch froh, mal Abwechslung zu bekommen, zumal Berlu ja wirklich alt und hässlich geworden sein soll, wie man so aus Telefonaten dieser Damen heraushören konnte. Und dann diese 3,5 cm… Ich kenne ja Ihre Länge nicht, aber vermute einfach mal, dass es bei Ihnen nicht ganz so trist aussieht, denn ansonsten wären Sie bestimmt schon in meiner Sprechstunde gewesen, richtig?

Also Italien, wissen Sie Bescheid, nech? Auwandern ist ja eh die neueste Tradition gescheiterter deutscher Politikerhoffnungen. Bitte einen großen Bogen um Osteuropa machen, das Revier gehört dem Loddar. Danke. UND KOMMEN SIE JA NICHT AUF DIE IDEE, NACH CHICAGO ZU ZIEHEN! Ich kenne den Bürgermeister dort, und glauben Sie mir, wenn ich ihn darum bitte, prügelt er Sie eigenhändig mit einem verfaulten Fisch aus der Stadt.

MfG

Fellmonster

PS: Wenn Sie einen guten Tipp von mir haben möchten: Löschen Sie Ihren Fratzenbuch-Account. Jemand Böswilliges hat den Berlusconi auf Sie angesetzt!

PPS: Ihre E-Mail-Adresse ist länger als Berlusconis Dödel. Ha!

PPPS: Wie kommen Sie denn darauf, dass ich die Info mit den 54 Frauen nicht vertraulich behandeln würde? Allein diese leise Unterstellung, die ich da zwischen den Zeilen lese… Als ob ich darüber bloggen würde. Herr von Boetticher, noch so ein Anzweifeln meiner Diskretion, und Sie bekommen einen verfaulten Fisch um die Ohren gehauen.

Ich bin so nett, gell? Erst die Warnung und dann noch die Aufmunterung mit der langen E-Mail-Adresse. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich zu gut für diese Welt bin. Aber gibt ja keine andere, außer Knäcke IV und da war dieser kleine Unfall mit … aber egal. Lassen wir das.

Übrigens: Wenn man vom Teufel schreibt, kommt er sogleich angemailt, wie zu beweisen war:

von: Lover_Lothar@theBigOne.com

an: Fellmonster@Weltregierung.com

Betr.: Kontakt zu von Boetticher

Hallo Frau Fellmonster,

Sie kennen doch bestimmt den von Boetticher, weil Sie doch alle kennen. Können Sie mir die Handynr. geben? Er kann mir mal ein paar Tipps wegen seiner Facebook-Anbaggermasche rüberreichen. Was in D geht, klappt bestimmt auch im Ostblock.

Danke sagt der Lothar.

PS: Ist in Deutschland irgendwo ein Trainerposten frei? Vielleicht bald in Hamburg? Halten Sie mich ab to date wie der Engländer und der Ami und auch der Lothar sagen, ich stehe bereit!

Trainer in Hamburg? Ich werde Dich eigenhändig mit einem Gammelfisch aus Hamburg prügeln, sollte das passieren. Und wir haben einen FDP-Präsidenten, da ist alles denkbar.

Mmh, Ostblock? Das erinnert mich an Michele Bachmann. Das ist eine Galionsfigur der Tea Party. Diese Denkabstinenzlerin äußerte neulich, dass sie sehr besorgt wegen des Aufstiegs von China, Indien und der Sowjetunion (!) sei.

Und so kann man sich ein Treffen eingefleischter Teebeutel in den USA vorstellen. Neulich bei den Anonymen Denkern:

Sarah Palin: „Mein Name ist Sarah Palin. Ich habe neulich aus Versehen versucht zu denken!“
George W. Bush: „Oh my god! Aber der Herr, unser Hirte, hat Dich sicher beschützt, vermute ich? So war es immer bei mir, wenn ich in Versuchung geriet zu denken.“
Sarah Palin: „Mr. President, genauso war es! Der Versuch schlug fehl. Lasset uns beten! Ich bin so dankbar!“
Michele Bachmann: „Hilfe, Hilfe, die Russen kommen!!! Lasset uns beten, damit das Reich des Bösen uns nicht besiegen wird, trotz unseres schwarzen Präsidenten aus dem Ausland!“

Usw., das geht die ganze Zeit so, mir liegen sämtliche Protokolle vor. Langweilig. Jedenfalls habe ich dem Lothar einfach nicht geantwortet. Ich musste auf die schreckliche Vorstellung hin (der als HSV-Trainer) erst mal 3 XXL-Caipis trinken, danach hatte ich keine Lust mehr, Mails zu beantworten.

Ah, da ist ja noch eine Mail…

von: Rahm.Emanuel@mayor-chicago.com

an: Fellmonster@Weltregierung.com

Betr.: Überstunden

Ich habe den Überstundenplan geändert, es sind nun für diese Woche 50 Überstunden mehr, das stört Dich sicher nicht.

Rahm

Hachzzz… ähm, ich meinte… Dieser Stress! Aber ich bin ja eine engagierte persönliche Beraterin, also will ich mal nicht so sein.

von: Fellmonster@Weltregierung.com

an: Rahm.Emanuel@mayor-chicago.com

Re: Überstunden

Rahm-bo, nein das stört mich gar nicht, auch wenn man mich vielleicht wieder fragen wird, ob Du wegen unserer Besprechungen so übernächtigt aussiehst, aber das ist natürlich völliger Unsinn, oder? Es ist die Arbeit davor, oder? Ich googel nur noch mal schnell, was Huub Stevens zur Zeit so treibt, danach kann’s losgehen.

Das stets mit Rat und Tat Dir zur Seite stehende Fellmonster

PS: Alte Gammelfische sind noch genug auf Vorrat, hoffe ich? Könnte sein, dass ich demnächst einige davon brauchen werde.

Da seht Ihr, was ich hier zu tun habe! Und viele Mails habt Ihr noch gar nicht gesehen. Da sind z. B. die ellenlangen Berichte meiner Krötenagenten, oder die Jacob Sisters fragen wegen Hundeerziehungstipps bei mir an (ausgerechnet bei mir), ganz zu schweigen von Joschka Fischer, der sich um den Fuhrpark der Weltregierung kümmern möchte, er hätte da Beziehungen… (Der soll bloß einen schnellen Lauf von mir weg und meinetwegen zu sich selbst starten!)

Übrigens, und nun sorgfältig gelesen, liebe HSV-Verantwortlichen: Huub Stevens hat zur Zeit keinen Verein! Ich meine ja nur mal so…

Ihr findet mich in dem Büro mit den Jalousien. Sucht mich nicht.

Mails…

Auch schön: Habe mal wieder eine Mail bekommen, weil so ein Volldonk zum wiederholten Mal zu dösbaddelig war, seine hunderte von Millionen dem Tierschutzverein oder dem Häkelbüdelclub zu vererben, und ich soll mal wieder alles regeln, damit das Geld nicht verschwindet. So weit, so langweilig. (Vermutlich bin ich an der Bankenkrise und den ganzen verschwundenen Milliarden schuld, weil ich solche Mails ignoriere.) Interessant ist der Begriff:

So dass die Fonds auf seinem Konto unnuttig geblieben sind, ohne jeden.

Die armen Fonds! Eins steht fest, zu dieser Bank kann ich mit der Angelegenheit dann wohl nicht gehen.

Ich wurde natürlich auch noch bzgl. anderer Themen angemailt. Vorteil als angehende Weltherrscherin ist ja der Kontakt mit den Reichen & Schönen dieser Welt. Nachteil als angehende Weltherrscherin ist der Kontakt mit den Reichen, Schönen & Volldonks dieser Welt.

From: uli.hoeness@call-me-the-wurst-king.de

AW: Klinsmann-Problematik

Sehr verehrte Frau Fellmonster,

ich möchte mich nochmals für den guten Tipp mit den Würsten bedanken. Das hat wirklich gut geklappt, den Klinsi wären wir ja sonst nicht losgeworden. Ja, there is no Gammelfleisch like Hoeneß-Würste sag ich ja immer. Bin gerade dabei, billig Schweinefleisch in Mexiko aufzukaufen. Geschäftstüchtig wie immer!

Und auch die Idee mit Jupp Heynckes war hilfreich, den kenn ich ja noch von früher. Nur: Ihre Aussage, dass der Mann überall mega erfolgreich war und noch nie irgendwo vorzeitig entlassen wurde, ist glaube ich so doch nicht ganz richtig. Ich habe recherchiert. Der war ja sogar bei uns mal Trainer und ist geflogen! (Mein Gott, man kann ja mal den Überblick verlieren. Unsere Trainer gehen ja alle zu früh.)

Sind Sie übrigens sicher, dass es gut ist, die Spieler jeden Tag alten Fisch essen zu lassen? Die meisten weigern sich, außer Luca Toni. Der isst ganz brav sogar vergammeltes Walfleisch. Ich bin skeptisch…

Mit freundlichen Grüßen

Uli Hoeneß

P. S.: Ihren Vorschlag, für die nächste Saison entweder Lothar Matthäus oder Edmund Stoiber als Trainer zu verpflichten, muss ich genauestens überdenken. Kalle Rummenigge ist von der Idee nicht so begeistert wie Sie.

Der tickt doch nicht ganz klar! Dem werde ich die Ladung trimmen! Gleich mal antworten!

From: fellmonster@weltzarin.com

AW: Klinsmann-Problematik

Herr Hoeneß,

ich habe Ihnen doch schon gesagt, dass Sie nicht jeden Mist glauben sollen, den Sie im Internet oder alten Vereinsunterlagen finden! Das ist eine riesige Verschwörung, angezettelt von Rahm Emanuel! Selbiges gilt bzgl. der Zweifel an der Spielerernährung. Machen Sie Ihrem verwöhnten, hochbezahlten Pack mal Beine!

Trainervorschlag: s. o. Rummenigge wurde von Rahm Emanuel einer Gehirnwäsche unterzogen. Kein Wort glauben! Laber-Loddar ist DER Mann für den FCB! Kann nebenbei noch als Greenkeeper fungieren, vielleicht färbt was von der Intelligenz des Rasens ab.

MfG

Fellmonster

Das wäre das. Und dann der wieder:

From: klinsi@immer-froehlich-laecheln-immer-vergnuegt.de

AW: Jetzt aber! Mitarbeit im Team!

Hallo Frau Fellmonster,

nun habe ich ja endlich die nötigen Kapazitäten freigeräumt, um mich voll im Elite-Team einzubringen. Endlich nicht mehr jeden Tag vergammelten Fisch. Ich meine, das ging ja noch, ich habe mich trotzdem total mit dem FCB und den Fans identifiziert und habe den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt. Aber als dann das mit den Würsten losging, nee, Frau Fellmonster, ich sage Ihnen, das ging nicht. Ich bin ja Bäcker und kein Fleischer und somit nicht vom Fach, aber die Würste sahen nicht gesund aus. Grün ist doch keine normale Würstchenfarbe, oder? Und so komisches graues Zeugs, sieht ein bisschen aus wie das Fell von einem 100-jährigen Hund,  gehört doch auch nicht auf Würstchen… Oh, nix gegen grün, hey, sonst sehr schöne, Energie ausstrahlende Farbe.

Nun zu meinem Plan: Ich werde jedes Mitglied des Elite-Teams jeden Tag ein bisschen besser machen. Dazu werde ich ein Energiefeld aufbauen, das den Kämpfern Spaß bringt. Gern auch in grün. Wo darf ich die Buddhafiguren anliefern lassen?

Beste Grüße

Der Jürgen

Arrrgh!

From: fellmonster@weltzarin.com

Hallo Jürgen,

Du bist ja an sich kein so übler Kerl, aber nun mach Dich mal auf den Weg zurück nach Kalifornien. Bei den Mitgliedern des Elite-Teams gibt es nichts zu verbessern, die sind schon perfekt. Also hau die Hacken in den Teer und ab mit Dir. Ich schick Dir die Air Force One vorbei, das ist cool, das bringt Spaß, da kannst Du grinsen.

Übrigens: Hinter Deiner Entlassung usw. steckt eine Verschwörung, die von Rahm Emanuel angezettelt wurde. Nur damit Du Bescheid weißt! Kannst Dich bei ihm bedanken, dass Du die Wurstsemmel nicht mehr sehen musst.

Viele Grüße

Fellmonster

Hach, eine Mail von ihm…

From: rahm.emanuel@white-house.gov

AW: Verschwörungstheorie läuft prima!

Mit dem Heranlocken der Superhelden, indem Du mir die Urheberschaft sämtlicher Verschwörungstheorien anhängst, lagst Du wie immer richtig! Die ersten beiden standen heute vor der Tür. Natürlich bin ich spielend mit ihnen fertig geworden. Batman trägt nun nicht mehr seinen Teil zur Überbevölkerung der Erde bei. Und Superman habe ich ein Halsband aus grünem Kryptonit angelegt, Bo geht nun mit ihm Gassi.

Wann wohl dieser James Bond kommt? Mal sehen, ob der mehr Tricks als die beiden albern gekleideten Typen drauf hat.

Nicht das versprochene Belohnungstätscheln vergessen!

Rahm

Niemals würde ich das vergessen, ich muss dann mal weg. Gute Nacht, schlaft gut und träumt was Schönes. Von weiteren FCB-Niederlagen zum Beispiel. Oder dass der HSV in Bremen 6:0 gewinnt. 🙂

Ich frage mich…

…wo Trudi steckt. Schon seit Tagen ist sie nicht auffindbar. Aber so kann deGünn sich etwas ausruhen, das ist auch mal nett. Ich weiß ja, wie anstrengend so ein Praktikum ist.

Allerdings bin ich ohne Trudi sekretärinnenlos und werde mich selbst um meine E-Mails kümmern müssen. Mist. Mal sehen, was so in der Mailbox los ist…

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From: gomez@ich-war-mal-deutscher-meister.de

AW: Aufnahme ins Elite-Team / Danke für den Fisch

Werte Welteroberin, vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Sie fragten nach meinen Qualifikationen. Ich habe mich seit kurzem auf Last-Minute-Tore gegen den HSV spezialisiert. Außerdem war ich schon mal Deutscher Meister und Riestermeister.

Haben Sie eigentlich eine Ahnung, wer Rahm Emanuel ist? Ich bekomme seit Montag ständig verrotteten Fisch von ihm geschickt. Und heute stand sogar ein LKW mit einem Wal vor der Tür, auch nicht mehr ganz frisch! Ich kann nicht mehr! Bitte nehmen Sie mich auf.

Ihr Super-Mario

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Na ja, sicher nicht, aber das mit dem Wal ist schon heftig. Wer den Wal hat, hat die Qual. Auf zur nächsten Mail.

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From: luca.toni@wo-steht-das-verdammte-tor.de

AW: Hi Worldleader!

Hi Worldleader,

ich noch mal. Danke für den Tipp neulich mit dem Tor. Ich hab’s voll wiedererkannt und voll getroffen! Yeah to me! Zwar nicht gestern gegen Barcelona, aber gegen diese… Mensch, wie heißt diese Spitzenmannschaft noch mal, gegen die wir Wochenende gespielt haben? Aber weswegen ich maile: Ich verstehe eine Anmerkung aus Ihrer letzten Mail nicht ganz. Ich meine, was soll das heißen, ich werde nackt bei Regen übern Marktplatz gejagt und die Boxer-Shorts werden mir über den Kopf gezogen? Ich sagte doch, nur wenn’s schön ist, und die Shorts gehören doch woanders hin.

Aber ich muss nun erst mal alten Fisch essen. Mir hat da so’n Ami alten Fisch geschickt mit der Maßgabe, den zu essen, soll gut für die Potenz sein! Das rult! Bisher ist mir zwar ziemlich oft übel, aber der Ami meinte, das sei normal. Heute wurde mir sogar ein ganzer Wal geliefert. Wow, Wahnsinn, der ganze Garten ist voll davon. Scheint richtig schön abgehangen zu sein!

Ich muss auf Toilette. Wir bleiben in Connection.

Luca

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Ach Du meine Güte! Rahm ist manchmal so ein Scherzkeks.

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From: silvio.berlusconi@hottest-man-ever.com

AW: Foto

Verehrte Frau Fellmonster,

es freut mich, dass Ihnen mein Nacktfoto gefallen hat. Dass Sie geblendet wurden, kann ich verstehen, das geht allen Frauen so.

Was meinten Sie eigentlich in Ihrer letzten Mail damit, dass es geschmacklos sei zu erwähnen, dass Sex mit mir wie ein Erdbeben ist? Ich wollte damit ausdrücken, dass… ach, mit Worten kann ich das gar nicht beschreiben! Und dann schrieben Sie, ich solle mich um die f*** Wirtschaftskrise kümmern. Habe ich da etwas verpasst? Wirtschaftskrise? Mir geht’s gut, meine Geschäfte laufen, ich sehe also das Problem nicht. Vielleicht könnten Sie das genauer erklären?

Und zu meiner Liste mit den Wissenschaftlern, die sich um gewisse Gliedmaßenverlängerungen kümmern, meinten Sie, ich solle lieber eine Liste mit Architekten, die erdbebensichere Gebäude entwerfen können, schicken. Warum?

Da ist noch was. Kennen Sie sich mit amerikanischen Bräuchen aus? Ich bekomme seit Wochen verfaulten Fisch geliefert. Ist das ein amerikanischer Anbaggertrick? Heute wurde sogar ein ganzer Wal geliefert. Riecht nicht besonders gut, muss ich sagen. Ich kann die Unterschrift leider nicht richtig lesen. Irgendwas mit Em. Vielleicht Emmanuelle? Die aus den tollen Filmen? Das wäre ja nicht auszudenken! Könnten Sie mir einen Graphologen schicken, der die Unterschrift entziffert, und dann noch jemanden, der ihren derzeitigen Wohnort auspendelt? Die muss ich besuchen, um mich für den Fisch zu bedanken.

Herzliche Grüße, Ihr Silvio

P. S.: Guter Witz, meine E-Mail-Adresse in „smallest-penis-ever.com“ umzubenennen. Ich mag Frauen mit Humor! Wann ist wieder Ratgeberrunde? Ich freue mich!

P. P. S.: Anbei noch einige weitere Fotos von mir. Ich hoffe, Ihre Mailbox schluckt 10 Gigabyte. Es sind einige sehr schöne Großaufnahmen dabei!

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Mein Kopf! Ich schrieb, dass ich von seinem Foto vor Entsetzen zeitweise erblindete, das kann man doch nicht so falsch verstehen? Oder doch?

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From: muentefering@spd-ja-wir-koennen-die-fuenf-prozent-huerde-schaffen.com

AW: Neue Verfassung

Sehr geehrte Frau Fellmonster,

ich möchte mich bei Ihnen für die Anregungen bezüglich der neuen Verfassung bedanken. Auch Ihr Angebot, dass ich in der künftigen Weltregierung das Ministerium für Entschleunigung und Langsamdenken übernehmen darf, ehrt mich und die ganze SPD. Zwei wichtige Themen, bei denen es gilt, Schwerpunkte zu setzen, da bin ich ganz bei Ihnen!

Sie fragten in Ihrer letzten Mail, warum ich nach 20 Jahren darauf hinweise, dass das Grundgesetz nicht für die neuen Bundesländer passt. Nun, mir ist bewusst, dass ich damit sehr zeitig und früh reagiert habe, doch sollte Politik nicht genau das leisten? Probleme erkennen, bevor sie entstehen? Haben Sie schon beobachtet, welches Tempo Barack Obama vorgibt? Das ist meine Inspiration, davon lasse ich mich leiten!

Dann möchten Sie noch wissen, was ich an dem Erfolgsmodell Grundgesetz zu ändern gedenke. Das sind schon zwei Fragen auf einmal, verehrte Frau Fellmonster! Ich weiß ja nicht, ob Sie so viele Fragen auf einmal in kurzer Zeit beantworten können. Dann steht Ihnen die Weltherrschaft sicher zu recht zu. Ich für meinen Teil muss darüber erst mal gründlich nachdenken, bin aber optimistisch, dass Sie in den nächsten Jahren von mir zu dem Thema etwas hören werden. Kurz, bündig und schnell, wie man das von mir kennt.

Mit freundlichen Grüßen

Franz Müntefering

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Dazu fällt mir gerade nichts ein, fragt in 20 Jahren noch mal nach… Ich hatte auch einen kurzen Mailkontakt mit Frau Sarkozy. Etwas, auf das man gut verzichten kann.

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From: carla.bruni.sarkozy@und-ich-bin-doch-attraktiver-als-die-doofe-michelle.com

AW: Dringende Bitte

Danke für das Foto von dem Berlusconi. Aber das ist nicht das, was ich brauche. Noch mal meine dringende Bitte, mir Nacktfotos von Ihnen zu senden. Zwar hat sich Nicolas 10 Minuten über Silvio kaputtgelacht, aber ich brauche etwas, das ihn für einige Wochen impotent macht! Ich kann nicht mehr! Ich brauche eine Pause! Es kann doch nicht so schwer sein, einige Nacktfotos von sich zu schicken. Eins reicht schon!

Carla Bruni Sarkozy

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Die hat wohl nicht mehr alle Limetten im Glas! Der schicke ich jetzt erst mal ein paar schöne Michelle-Fotos mit Kommentaren wie „Die wahre Stil-Ikone“ u. ä.

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From: nicolas.sarkozy@sarkozy-ist-der-neue-napoleon.com

AW: Wichtige Nachrichten aus Frankreich!

Werte Frau Fellmonster,

oui, oui, erst mal vielen Dank für Ihre Mail. Ich bedaure, dass Sie meinen Vorschlag, die Weltherrschaft mit mir zu teilen, abgelehnt haben. Ich hätte mich doch mit 90 % zufriedengegeben. Aber zu etwas ganz anderem. Sie haben ja auch gewisse Verbindungen ins Weiße Haus. Könnten Sie Barack bitte von mir grüßen? Ich glaube, meine letzten 50 E-Mails sind wohl im Spam-Ordner gelandet, ich bekomme einfach keine Antwort. Ich bräuchte noch eine Antwort auf meinen Vorschlag, die Hauptstadt der USA von Washington nach Paris zu verlegen. Dann wären wir nah beieinander und könnten die drängendsten Weltprobleme direkt lösen.

Ach so, und könnten Sie mir schicken zehn Flaschen von die Bier, das angeblich so schön prickeln soll im Bauchnabel? Carla wirkt in letzter Zeit etwas gelangweilt, vielleicht ist Französischer Champagner auf Dauer nicht prickelnd genug. Ich glaube übrigens nicht, dass Sie mit Ihrer Vermutung, dass es sich um ein Boris-Becker-Rollenspiel handelt, wenn Carla sich in der Besenkammer einschließt, richtig liegen. Oui, das Problem ist nämlich, sie ist in der Besenkammer, ich nicht, und die Kammer ist von innen abgeschlossen. Ich habe recherchiert, das lief damals anders bei Boris. Was soll ich machen?

Herzliche Grüße aus dem wunderschönen Paris, der Stadt der Liebe und der besten Hauptstadt der Welt!

Nicolas

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Arrrgh!

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From: klinsi@immer-froehlich-laecheln-immer-vergnuegt.de

AW: FC Bayern München

Hallo Frau Fellmonster,

danke für Ihre Antwort. Sie klingt etwas entmutigend, aber ich glaube an meine Strategie und Philosophie. Ich möchte Ihnen daher nochmals ans Herz legen, den FC Bayern München nach erfolgreicher Welteroberung als Mannschaft der Weltregierung anzuerkennen. An guten Tagen können wir jeden schlagen! Sogar Spitzenclubs wie Eintracht Frankfurt! Es gab sogar schon Spiele, in denen wir Regionalligisten knapp aber immerhin besiegt haben (DFB-Pokal). Auch haben Sie doch diese SAP-Zen-Buddhismus-Religion gegründet, darf ich auf unsere Buddha-Figuren auf dem Werksgelände hinweisen? Das würde doch vortrefflich harmonieren. Gern stellen wir auch unser EDV-System auf SAP um. Der FCB ist also wie geschaffen, um Lieblingsclub der Weltherrscherin zu werden. Zwar sind mir Ihre kritischen Untertöne in Ihrem Blog nicht entgangen, aber ich glaube, dass Sie diesbezüglich etwas an sich arbeiten sollten. Positives Denken ist das Stichwort.

Was ich nicht ganz verstehe: Seit einigen Tagen werden meine Spieler mit Lieferungen von altem Fisch und neuerdings sogar mit Walen überhäuft. Die Meerestiere sind nicht mehr allzu frisch, an eine Fanaktion mag ich also nicht glauben. Wenn Sie sich beizeiten mal darum kümmern könnten? Der Luca Toni isst das Zeug sogar! So werden wir nie Deutscher Meister!

Herzliche Grüße aus dem schönen München

Jürgen Klinsmann

P. S.: Die Angelegenheit mit den Fischen liegt mir wirklich am Herzen! Wenn Sie das auf Ihrer Prioritätenliste ganz nach oben setzen könnten? Vielen Dank!

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Tsss… Was glaubt der eigentlich, was ich hier zu tun habe?

Oh, eine Mail von Rahm, ein Lichtblick!

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From: rahm.emanuel@white-house.gov

AW: Analysen der westeuropäischen Länder

Danke für die prompte Erledigung meiner Bitte, Analysen der westeuropäischen Länder zu erstellen. Allerdings erscheint mir das Profil Italiens etwas dürftig. Dass Italiens größtes Problem ein Ministerpräsident mit zu großer Klappe und zu kleinem Hirn ist, mag sein, aber was ist mit Bruttosozialprodukt, Bevölkerungsdichte, Staatshaushalt und dem ganzen Zeugs? Ach, und erstelle bitte aussagekräftige Profile aller südamerikanischen Länder. Ich weiß, dass ich Dir 2 Tage Urlaub gegeben habe, damit Du Deine Bücher neu ordnen kannst, aber das wirst Du sicher nebenbei erledigen können.

Also das Foto von Berlusconi, ja, sehr interessant, aber dieser höhnische Kommentar, war das nötig? Es können doch nicht alle Männer so gut wie ich ausgestattet sein! Hier ist auch mal ein bisschen Mitgefühl angebracht. Zumindest für seine Praktikantinnen.

Wegen der Zerrungen: Das kommt davon, wenn man sich nicht fit hält. Ich kann noch heute den gesamten „Schwanensee“ tanzen. Allein. Aber wem erzähle ich es? Ich habe ein Trainingsprogramm aufgestellt. Morgen Treffen um 4.30 Uhr vorm Weißen Haus. Und ich meine 4.30 Uhr morgens, Frau Langschläferin! Dann laufen wir  zunächst 30 km. Danach schwimmen wir 50 oder 60 Bahnen. Zum Abschluss noch 1 Stunde Fitnessstudio, danach kann man energiegeladen in den Tag starten! Ich mach das jeden Morgen, so hält man dann auch locker bis 23 Uhr im Büro durch.

Bo war schon wieder in meinem Büro und hat meinen Vorrat an fauligen Fischen aufgefressen. Daraufhin habe ich Hundekekse in Peter Orszags Büro versteckt. Und wer hatte eben in unserem Meeting beim Präsidenten keinen Budgetbericht dabei und hat behauptet, der Hund hätte die Unterlagen gefressen? Ha-ha!

Danke auch für die Karte mit dem Hundewelpen und dem Spruch „Du bist zum Knuddeln“. Aber wir sollten dann doch zu Umgangsformen wie vor der Bo-Ära zurückkehren. Dieses Knuddelwuddel-Getue passt nicht zu einer Weltherrscherin!

Ach ja, zu Carla Bruni, sicher kann ich ihr einige Fische bzw. zur Zeit nur Wale schicken. Gut, dass ich mir vor kurzem einen Vorrat an gestrandeten Walen angelegt habe. Bin ich ein cleverer Stabschef? Huldigungen bitte persönlich erbringen!

Rahm

P. S.: Ja, ich habe französischen Champagner besorgt, weise aber darauf hin, dass das kein geeignetes Getränk für einen Sportler ist! Es sei denn, nach einem siegreichen Wettkampf.

P. P. S.: Ach ja, und nenn mich nicht mehr Rahmi. Bitte!

P. P. P. S.: Erinnerst Du Dich daran, dass Du mir vorgestern das Lied mit dem Text „Man könnte das alles auch ein bisschen buddhistisch sehen“ vorgespielt hast, um mich zu beruhigen, weil Bo mein Büro verwüstet hatte? Nun ja, heute haben die Obama-Sisters die Limetten entdeckt und Bo damit Apportieren beigebracht. Sie sind alle weg. Sieh es buddhistisch! Und grüß Frau WeltdesWissens von mir, sobald Du dich beruhigt hast. Das Lied ist sehr schön.

P. P. P. P. S.: Als Du vorgestern zu mir sagtest, Du hättest die Lewinsky in der Nähe des Oval Office gesehen — das stimmte gar nicht, oder?! Das war nur ein Trick, um heimlich mit Bo gassi zu gehen, während ich das Weiße Haus durchsucht habe, um Gefahr vom Präsidenten abzuwenden, stimmt’s??? Darüber müssen wir reden! Mit Entsetzen treibt man keine Scherze!

P. P. P. P. P. S.: Bitte bring Fisch mit.

P. P. P. P. P. P. S.: Lasso rausholen? Cowboy und Indianer spielen??? Sind wir dafür nicht etwas zu alt? Egal. Ich möchte aber der Cowboy sein!

Ganz viele Ps und ein S.: Der Präsident rennt hier im Flur mit Bo um die Wette. Immer und immer wieder. Wer soll sich dabei konzentrieren können??? Und der Präsident lässt das Zottelviech immer gewinnen. Es ist nicht so, dass er die verdammten Staaten von Amerika zu regieren hätte, nicht wahr??? Okay, bevor Du fragst, hier ein Foto. Und ein Aufriss war das gestern, als Bo offiziell vorgestellt wurde! Wirtschaftskrise? Völlig uninteressant! Ach, guck’s Dir selbst hier an, natürlich gibt es ein Video davon. Meine Mitarbeiter sind ja auch alle völlig im Bo-Taumel, unglaublich! Aber wem sag ich’s, wenn selbst meine Praktikantin von diesem Virus befallen ist?

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Neeeeiiiiin, meine Limetten!!! Eine Katastrophe!!!!!! Mein Leben ist die Hölle! Da muss ich mal eben schnell antworten, sorry. Ich weiß übrigens gar nicht, was er hat, die Karte ist doch süß?!

dubistzumknuddeln_kl

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From: fellmonster@welteroberungszentrale.de

AW: Analysen der westeuropäischen Länder

Oh, allererotischster Stabschef, hottest man ever, mein heißblütiger Chef,

ist diese Anrede so genehm? Okay, dann kann ich ja zum Thema kommen.

RAHMI, WARUM HAST DU NICHT AUF DIE LIMETTEN AUFGEPASST??? Das kann ich nicht ein Fitzelchen buddhistisch sehen! Im Gegenteil, meine Religion, der SAP-Zen-Buddhismus, fordert das Bewachen von Limetten bis zur Selbstaufgabe! Ich wollte Mojito zubereiten (ist ja nicht so, dass ich nur Caipi kann) und mit Dir einen gemütlichen kubanischen Abend verbringen, also Mojito trinken und Hemingway lesen. Na schön, ich besorge neue Limetten und einen Haufen Hundespielzeug, damit so etwas nicht wieder passiert. Und Du kannst vom Glück reden, dass die SAP-Zen-Buddhismus-Religion einige Möglichkeiten zur Sühne bietet. Mehr dazu morgen persönlich!

Natürlich bist Du der Cowboy. Das ist doch gar keine Frage. Es sind immer die Cowboys, die nackt an den Marterpfahl gefesselt werden. *muahahaha*

Meine Büchersortieraktion ist erfolgreich beendet, ich werde also morgen pünktlich bei Dir aufschlagen. Mit „pünktlich“ meine ich allerdings nicht 4.30 Uhr morgens. Das ist übrigens nicht „morgens“, das ist „mitten in der Nacht“! Dein Sportprogramm geht gar nicht! Ich will nicht an einem Triathlon teilnehmen, das überlasse ich Dir. (Ich habe übrigens einen Triathleten im Elite-Team, ganz großer Elitekämpfer, hat schon viele Aufträge erfolgreich abgeschlossen! Bastelst Du eigentlich auch manchmal Teddybären?)

Wir könnten uns auf 30 m Laufen einigen, beim Schwimmen gucke ich Dir gern zu (Nacktschwimmen würde meine Motivation, früher aufzustehen, entscheidend steigern) und was das Fitnessstudio betrifft: Ich dachte, Ihr foltert nicht mehr???

Anbei die Analysen für die südamerikanischen Staaten. Wo ich schon mal dabei war, habe ich auch gleich die afrikanischen Länder näher beschrieben. Ist das eigentlich typische Praktikantinnenarbeit? Ich frage nur, weil in dem Lowseller „Erfolgreich Praktikantin im Weißen Haus — Und wie man in Notfällen schnell unterm Schreibtisch verschwindet“ (1. und einzige handgeschriebene Auflage 2 Stück, viele Abbildungen) von Monica Lewinsky von solchen Sachen nicht die Rede ist. Uppsi, ich vergaß, dass Du auf Monica nicht so gut zu sprechen bist. Ich kann das gut verstehen. Sie sollte mir doch Taschen für das Elite-Team entwerfen, neulich stellte sie mir eine rosa Katastrophe vor, die ich ablehnen musste, gestern kam nun ihr zweiter Versuch rein, sie hat sich angeblich von meiner Hasenarmee inspirieren lassen, aber wtf?! Meine Hasenarmee ist doch nicht plüschig-rosa. Sieh selbst!

hasentaschchen_das_grauen

Grauenvoll, oder? Wie viele Barbiepuppen dafür wohl sterben mussten?

Das Foto von Barack und Bo ist ja total niedlich! Hast Du noch mehr davon??? Ist Dir aufgefallen, wie Barack fürsorglich zu Bo guckt? Ist das süß! Er kann bestimmt ganz toll mit Hunden umgehen! Das Video ist auch schön, aber ob das für die Obama-Sisters angenehm ist, von so vielen Journalisten angestarrt zu werden? Gibt es noch mehr Fotos oder Videos von Bo? Wollen wir morgen in der Mittagspause zusammen mit ihm spazierengehen? Ach ja, ich vergaß, es gibt ja keine Mittagspausen bei Dir.

Ich muss jetzt zum Schluss kommen. Ich könnte Dir zwar noch stundenlang schreiben, aber Du hast ja auch genug anderes um die Ohren, und ich muss mit Flachlandhutze und Hursch raus. Die Flachlandhutze bringe ich morgen mit, Raspu würde bestimmt gerne mal mit Bo spielen. Den Hursch lasse ich zu Hause, Molly ist nicht sehr abenteuerlustig.

Sei schön fleißig und halt den Laden am Laufen!

Felli

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So, den anderen Personen antworte ich später oder auch gar nicht. Und das Elite-Team möge sich langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass es mit speziellen Taschen in naher Zukunft nichts wird. Mal sehen, ob Monica meinen dezenten Hinweis „KEIN ROSA!!!!“ versteht und der nächste Entwurf besser wird.

Das Elite-Team wächst

Liebe Mitstreiter,

in der letzten Zeit war die Mitgliedschaft des Elite-Teams gefragt wie nie. Haufenweise Bewerbungen trudelten bei mir ein. Vielen Menschen musste ich leider absagen, da ich nur die Besten akzeptieren kann. So schrieb zum Beispiel ein gewisser Michael G.:

„Sehr geehrte Frau Fellmonster,

vor kurzem habe ich meinen Job verloren, glaube aber, dass ich mit meinen Fähigkeiten eine Bereicherung Ihres Teams darstelle. Ich war von 2005 bis 2009 Bundesminister für Wirtschaft und Technologie. Allerdings kenne ich mich weder mit Wirtschaft noch mit Technologie aus. Ich war davor Vorsitzender der CSU-Landesgruppe. Vorsitzender kann ich allerdings auch nicht so richtig gut.

Haben Sie einen Posten für mich frei? Mir fällt die Decke auf den Kopf und meine Ehefrau möchte auch, dass ich wieder 16 Stunden täglich außer Haus bin. Vielen Dank.

Ihr Michael G.“

Ich antwortete, dass ich seine Ehefrau gut verstehen kann und er sich bei dem Organisationskomitee für das Oktoberfest bewerben möge.

Mittlerweile bewerben sich hier sogar Castingopfer:

„Sehr geehrte Frau Fellmonster,

ich bin die Chantal, 16 Jahre alt, und möchte unbedingt bei Ihnen dabei sein! Und dann möchte ich, dass dem Bohlen was abgeschnitten wird! Der war so fies zu mir beim Casting! Der hat zu mir gesagt, dass meine Stimme wie verrostete Fahrradketten, die man über verrostete Bleche schleift, klingt. Das war so gemein!

Ich möchte gern die Sängerin in Ihrem Team werden. Ich habe Ihnen auch was mitgeschickt, ich habe nämlich Ihre Ode gesungen! Außerdem möchte ich Model, Schauspielerin und Hairstylistin werden.

Liebe Grüße

Die Chantal“

Die Chantal hat sich tatsächlich an unserer Ode vergriffen. Ich habe die mp3-Datei hier bereitgestellt, aber kann nur warnen!!! Am Besten schaltet man vorm Hören den Ton aus, schmeißt vorsichtshalber die Lautsprecher weg und guckt sich nur den Fortschritt der Abspieldauer an, um anschließend dem Schicksal zu danken, dass man es überlebt hat. Es ist gruselig. Ich glaube, das Fahrradkettenkonzert klingt dagegen geradezu lieblich.

Das Grauen

Trotzdem habe ich einigermaßen freundlich geantwortet. Die musste Bohlen gegenübertreten, das ist Strafe genug.

„Liebe Chantal,

danke für Deine Bewerbung und das Einsingen unserer Ode.

Um den Bohlen brauchst Du Dich nicht zu kümmern, für den habe ich schon die passende Strafe, die er antreten wird, sobald die Weltherrschaft unser ist: Klofrau in einer Truckerkneipe.

Im Übrigen möchte ich Dich in Deinem Weg bestärken, den Beruf der Hairstylistin einzuschlagen. Hat ja auch was mit Abschneiden zu tun. Bitte kümmere Dich erst um Deinen beruflichen Werdegang, bevor Du bei uns einsteigst. Etwas Ordentliches gelernt zu haben, ist immer gut, das sagte schon meine Oma, die übrigens auch die Platte „Hoch auf dem gelben Wagen“ besessen hat.

Herzliche Grüße

Dein Fellmonster“

Das alles wäre wahnsinnig traurig, hätten wir nicht wieder einige neue Mitglieder, auf die wir alle stolz sein können, und die ich hier nun näher vorstelle:

Zunächst dürfen wir Learsander begrüßen. Schwerpunktthemen: Alles rund um Kultur. Ist außerdem eine gesunde Mischung aus Organisationstalent und Chaosfanatiker sowie etwas durchgeknallt. Alles hervorragende Voraussetzungen!

Und nun wird’s international! Dieser Ansatz ist mir wichtig, weil die Welteroberung als solches nicht ohne globale Komponente auskommen wird. DeGünn wird uns also in Luxemburg vertreten. Und ein weiterer herausragender Aspekt: Seine Freundin ist Brasilianerin! Mir liegen natürlich alle Länder am Herzen, aber Brasilien ist schon etwas besonderes — immerhin Herkunftsland eines sehr köstlichen Getränkes! Schwerpunkt: Kriegsführung per Sprachverwirrung. Ein ganz neues Feld, auf dem wir es zur Meisterschaft bringen werden. Unsere Gegner haben keine Chance. Und man denke an den original zubereiteten Caipirinha. Der ist natürlich nicht für unsere Gegner, sondern nur für uns.

Als letztes für heute heißen wir Mirjam Willkommen, besser bekannt unter „dieTauschlade“. Es wird uns vermutlich nicht gelingen, die Weltherrschaft durch Tauschhandel zu erlangen, aber Mirjam wird sich um Kunst und Kultur kümmern, Themen, für die man nie genug engagierte Mitstreiter haben kann.

Herzlich Willkommen, Ihr Lieben!

Korrespondenz

Ich habe immer noch keinen fähigen Sekretär gefunden, also muss ich meine Korrespondenz selbst erledigen. Dann wollen wir mal.

Lieber Barack,

Gratulation zur gewonnenen Wahl! Ich habe mich sehr über Deinen Erfolg gefreut. Bitte vergiss unsere Absprachen nicht. Lu hat immer noch Tränen in den Augen, wenn er an die Wahlkampfspenden denkt. Und die Wahlautomaten dieses Mal zugunsten der Demokraten manipulieren zu lassen, war auch nicht ganz einfach…

Übrigens warst Du heute sogar fünfmal in meinen Suchbegriffen, und jedes Mal ging es um Deine Körpergröße. Ich werde rastlos weiter diese wichtige Information unters deutsche Volk bringen, bis es auch der letzte weiß. 1,85 m.

Beste Grüße vom Fellmonster, Deiner heimlichen Verbündeten

So, das war schon mal der wichtigste Brief. Außerdem sind wieder Bewerbungen eingetroffen. Leider nichts Brauchbares dabei.

Sehr geehrte Frau Meyer-Wölden,

selbstverständlich bedaure ich Ihre Trennung vom Bobbele, aber trotzdem kann ich Ihnen keinen Posten in meinem Elite-Team anbieten. Wissen Sie, es hat einen Grund, warum das Team Elite-Team heißt.

Und nein, die Telefonnummer von dem Loddar Matthäus habe ich nicht zur Hand. Was wollen Sie von dem, Sie sind doch viel zu alt für Laber-Loddar. Mit 25 brauchen Sie bei dem gar nicht mehr durchklingeln oder vor der Tür rumlungern.

MfG

Fellmonster

Die schon wieder…

Palin,

bitte höre auf, Dich hier zu bewerben. Jetzt schon zum 43. Mal. Es nervt! Ich brauche keine Vizezarin. Gehe doch mal wieder Deiner Lieblingsbeschäftigung nach, aber in geeigneter Gesellschaft, ich empfehle den Cheney, der als versierter Jäger bekannt ist.

Fellmonster

Oh Mann, nun auch noch der Boris…

Hallo Bobbele,

ja, ich habe von der Trennung gehört. Tut mir leid, dass Du Dich nun furchtbar langweilst, aber eher gewinne ich Wimbledon, als dass Du in mein Elite-Team kommst. (Bedenke, dass ich einen Tennisschläger nicht von einer Fliegenklatsche unterscheiden kann.) Die Welteroberung ist doch kein Zeitvertreib für angeödete Besenkammer-Casanovas.

Und was willst Du mit der Telefonnummer von Loddar? Seine Verflossenen abgreifen? Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist, aber ich hindere Dich nicht dran. Hauptsache, Du bist so beschäftigt, dass Du nicht wieder auf die Idee kommst, Dich als Geschäftsmann oder Talkmaster zu versuchen.

MfG

Fellmonster

Da machste was mit. Seht Ihr, wie kompliziert und stressig die Welteroberung ist? Aus diesen Gründen rufe ich allen Konkurrenten zu: Lasst es sein, ich möchte nicht, dass Ihr schlechte Laune bekommt, weil alles so furchtbar anstrengend ist. Überlasst die Angelegenheit dem Elite-Team.

Yes, we can.