Epochalitäten

Kinners, das Internet ist ja voll von Großartigkeiten und auch von großartigen Leuten:

DillEmma und Magrat haben den NaNoWriMo erfolgreich abgeschlossen! Und, was ja noch viel epochaler ist, mit ganz hervorragenden Werken! Ich habe zwar von Magrat nur einen kleinen Auszug und von DillEmma noch nichts lesen dürfen, aber wer ihre Blogs kennt, weiß, dass es nicht anders sein kann. Als Anerkennung gibt’s heute mal keine scheiß Herzchen, sondern — allerdings symbolisch, geht ja anders leider noch nicht — einen Riiiesencaipi! Das ist ein Fünfliterglas!

Riesencaipi
Außerdem ist ja heute der 1. Dezember. Das heißt, es kann sich endlich auf die Adventskalender gestürzt werden. Das Internet ist voll von virtuellen Adventskalendern, ich stelle Euch zwei vor:

Susanne (mit Mendigo) und Mella (mit Bennimaus) haben die Aktion „24 Türchen“ ins Leben gerufen. Jeden Tag bloggt mindestens ein Blogger etwas Weihnachtliches, da der Andrang aber so groß war, gibt es an den meisten Tagen sogar zwei Blogs mit Beiträgen! Und als ob das nicht schon epochal genug ist, gibt’s auch noch feine Dinge zu gewinnen. Auch ich werde mich an einem Tag beteiligen, um darauf zu achten, dass das ganze nicht zu besinnlich wird — jemand muss ja auf den Schuss Beklopptheit und Irrsinn achten, nicht wahr? 😉 Ich darf mir ein Türchen mit Sabienes teilen. Den Startschuss gegeben hat heute Julia vom Blog Funkelfaden mit einer Anleitung zum Basteln von knuffigen Lebkuchenmännchen aus Filz.

Außerdem wurde der Welt ein weiterer epochaler Adventskalender von der Kleinen Idee geschenkt. Hier kann man Bücher gewinnen, indem man die Kleine Idee unterstützt, eine große zu werden. Die Monstermeute mag die Kleine Idee und hat mich beauftragt, beim Losekaufen nicht zu zurückhaltend zu sein. Ihre genauen Worte waren: „Vergiss den Sparkurs! Kein normaler Mensch spart in der Vorweihnachtszeit!“ Der Hinweis, dass mir wirklich niemand jemals unterstellt hat, dass ich normal sei, wurde mit fuchtelnden Monsterpranken weggewischt. „Bekloppte sparen erst recht nicht!“ Na, dann… Wenn die Meute das so sagt, wird es wohl stimmen…

Ich werde natürlich auch den HSV-Adventskalender verfolgen, aber das interessiert Euch vermutlich nicht so.

PS: Bevor sich Leute um meine Leber sorgen: Ich trinke natürlich normalerweise keine 5-Liter-Caipis. Mir reichen, bescheiden wie ich bin, die 0,5-Liter-Gläser völlig aus.

Done!

50.071 Wörter. Das Werk „50 Shades of Caipi, 50.000 Shades of Rahm“ ist noch nicht fertig, aber die 50.000-Grenze ist geknackt. Yeah!

Und nun dürfen DillEmma und Magrat, die mir freundlicherweise, wohl als Ehrerbietung an die künftige Weltherrscherin, den Vortritt gelassen haben, auch zuschlagen. Danke fürs Warten!

Dickes DANKE natürlich auch an alle, die mich unterstützt und motiviert haben!

Einen Dank haben außerdem der Krötengeneral und Rahm verdient — für Inspirationen verschiedenster Art. 😉

Erst mal die scheiß Herzchen!

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Und zum Schluss ein Auszug, welcher vom Krötengeneral inspiriert wurde. Ein Kapitel voller Tragik (kurzzeitig verhinderter Sex, HSV-Beschimpfung, Dirndl-Content, übler Krötenauftritt), nichts für schwache Nerven. Ich habe Euch gewarnt! Wie immer nicht Korrektur gelesen.

Geschätzte Leserschaft, Sie glauben nicht, mit welch arglistiger Konkurrenz ich zu kämpfen habe. Das ist auch der einzige Grund, warum die Angelegenheit mit der Welteroberung und –Beherrschung noch nicht ganz abgeschlossen ist. Lassen Sie mich ein Beispiel schildern. Ich hoffe, Sie sitzen, denn folgende Begebenheit wird Sie schockieren.
Es war einer dieser Tage, an denen Rahm Überstunden anordnete. Das passierte ca. jeden Tag, überraschte mich also nicht. Wir zogen uns um 20 Uhr Ortszeit in das fensterlose Büro mit dem stabilen Konferenztisch zurück, um eine Besprechung abzuhalten. In der Regel dauerten diese Meetings drei bis vier Stunden. Rahm ging an die Bar, um einen XXL-Caipi für seine persönliche Beraterin, also für mich, zuzubereiten. Die Idee mit der Bar im Besprechungszimmer, natürlich immer gut gefüllt mit den nötigen Zutaten für Caipirinha, stammte übrigens auch von mir. Rahm reichte mir lächelnd den leckeren Cocktail und fragte nach der Agenda des Tages. Ich war – wie immer – gut vorbereitet und antwortete: „Ähm… nun ja… Schlag Du was vor!“ Rahm meinte, es sei eine sehr gute Idee und unheimlich wichtig für Chicago, die Auswirkungen eines XXL-Caipis auf die körperliche Reaktionsfähigkeit eines Monsters zu untersuchen. Das sah ich genauso.
Da passierte es! Ein grausames Geräusch ertönte! Es lässt sich kaum niederschreiben, stellen Sie sich einfach vor, wie Dieter Bohlen versucht, ein Lied auf Krötisch zu quaken und von einem Riesen plattgetreten wird, während seine Finger in eine Kartoffelquetsche geraten. Also ungefähr so: QUOAAAAARK. Rahm und ich drehten uns um, und da sahen wir es! Es saß direkt auf dem Besprechungstisch und blickte uns an.
„Was zur Hölle ist das?“ fragte Rahm.
„Bufo marinus. Auch Agakröte genannt. Zu gut Deutsch, ein Spion des Krötengenerals.“
„Ich werfe das verdammte Mistvieh aus dem Fenster!“, knurrte Rahm.
„Nee, geht nicht, dieser Raum hat doch kein Fenster. Total praktisch, denn was es nicht gibt, muss man auch nicht putzen.“ Ich wusste schon, warum ich die Idee mit dem fensterlosen Raum hatte. „Außerdem würde ich die Kröte nicht anfassen, diese Tiere sind hochgiftig!“
„Dann lassen wir die da sitzen, soll sie doch zugucken! Von mir kann die noch was lernen“, entschied Rahm. „Sind Kröteriche nicht diese faulen Viecher, die sich beim Sex durch die Gegend tragen lassen?“ Er betrachtete das Wesen interessiert.
„Ja. Außerdem sind die Männchen kleiner als die Weibchen. Kröteriche sind sozusagen die Berlusconidödel der Tierwelt.“
„Hm, gut. Ich setze hiermit auf die Agenda unserer heutigen Besprechung als TOP eins: Fortbildungsmaßnahmen für Kröten, Stellungen jenseits des Amplexus, heute Lektion eins bis zehn.“
„QUOOOAAARRRRK!“, sagte der Krötenspion. Bestimmt war er beeindruckt von Rahms Fähigkeiten, Fremdwörter zu verwenden.
„Ruhe, verdammt noch mal“, schimpfte Rahm.
„Nougat ist alle“, quakte die Kröte. Ich erschrak. Jedenfalls ein kleines bisschen, aber natürlich erlangte ich sofort meine vielgerühmte Souveränität wieder. Eine Kröte, die Menschensprache beherrschte, war überraschend, aber kein Grund, die Nerven zu verlieren. Es musste sich um einen Elitekrieger aus der riesigen Krötenarmee, die immerhin aus drei Soldaten bestand, handeln!
„Lass sie reden“, beharrte Rahm. „Konzentration auf das Wesentliche!“
„Caipi sollte nur in XXXXS-Gläsern zubereitet werden! Quooaaark!“
Anscheinend hatte sich diese Ausgeburt der Hölle auf psychologische Kriegsführung spezialisiert. „Nicht hinhören“, flüsterte Rahm und brachte mich mit einem Kuss auf andere Gedanken.
„HSV ist doof!“
Ich ignorierte die Kröte tapfer, dank diverser Ablenkungsmanöver von Rahm.
„Werder Bremen! Werder Bremen! Bayern München, Bayern München!“ Die Kröte hatte ihre Lautstärke mittlerweile in ungeahnte und vor allem unmenschliche Höhen geschraubt. In so einer Atmosphäre war es mir unmöglich, eine … Besprechung abzuhalten. Rahm schien das Gequake allerdings nichts auszumachen. „Schlimmer als das Gerede im City Council ist das auch nicht“, kommentierte er ungerührt.
Die Kröte quakte unverdrossen weiter und legte sogar noch eine Schippe des Grauens drauf: „Rosa ist toll! Rosa ist schön! Alles in rosa anmalen! Auch den Mond! Quoarrk!“
„Das reicht jetzt! Künftig werden alle Konferenzräume mit einem Baseballschläger ausgestattet, das ist mein heutiger Ratschlag in meiner Eigenschaft als persönliche Beraterin!“
Rahm nickte. „Gute Idee, ich hätte hier so was ähnliches für Dich…“
Die Kröte steigerte die Grausamkeiten währenddessen immer mehr: „Quoooarrrrk! Krachlederne! Vor allem aber Dirndl, Dirndl, Dirndl!!! Ganz viele! Und Achtung, jetzt kommt’s: ROSA DIRNDL! JUBELQUOARRRRK!“
„Vergiss das mit dem Baseballschläger! Da gab es doch mal die Idee, Mini-Nukes zu entwickeln…“
„Quoaark! Geriffelte Kondome in XXXXL werden verboten!“
„Wie bitte?“ Jetzt waren tatsächlich auch bei Rahm Anzeichen von Unentspanntheit zu entdecken. „Verdammte Krümelkröte! Das hat Konsequenzen!“
„Genau“, unterstützte ich den erotischsten Mann der Welt (sorry, Eric, George und wie Ihr noch alle heißt, aber das ist nun mal Fakt). „Jetzt werden wir der Kröte ordentlich die Ladung trimmen.“
Liebe Leser, was danach geschah, möchte ich zart beseelten Naturen nicht zumuten, lassen Sie mich nur so viel andeuten: Man kann renitente kleine, knuddelige Krümelkrötchen ganz hervorragend in geriffelte XXXXL-Kondome verpacken und per Express nach München schicken. In solchen speziellen Fällen ist es ausnahmsweise auch angebracht, Löcher in Kondome zu pieksen.

Übrigens: Rahm hat heute Geburtstag.

 

NaNoWriMo — es läuft recht gut

Heute habe ich die 36.000-Grenze überschritten, so wie weiland die Bild-„Zeitung“ den Wulffschen Rubikon — oder wie war das? Egal, sprecht mir bloß nicht auf die Mailbox, sondern lest das hier, um zu sehen, was für eine hartgesottene Weltherrscherin Ihr haben werdet:

„Bist Du gar nicht verwundert, dass ich wieder hier bin?“
Die Kugel bewegte ihre Antennen langsam. „Nein, eigentlich nicht, obwohl Du das erste Monster bist, das fliehen konnte. Statistisch gesehen musste dieser Tag wohl irgendwann kommen. Wie ist es Dir gelungen?“
„Ich bin einfach durch die Tür gegangen. Ich bin eine ganz hartgesottene.“ Mir ging ein Licht auf! Ich hatte die Strategie dieser so harmlos wirkenden Wollkügelchen erkannt! Diese kleinen Verbrecher! Dafür würden sie bezahlen!
„Es macht mir nichts aus, dass Ihr Limetten und Cachacaflaschen auf übelste sinnlose Weise zerstört! Damit könnt Ihr bei mir keinen Eindruck schinden! Und übrigens: Fisch esse ich sehr gerne!“ Hoffentlich waren im Krieg so dermaßen große Lügen erlaubt. Jetzt war mir völlig klar, warum die anderen Fellmonster es vermieden, den Raum zu verlassen. Dieser Umgang mit Caipizutaten wirkte auf die Fellmonsterseele mindestens so zerstörerisch wie das Essen von Fisch auf den Verstand.
„Wie heißt eigentlich Deine Art?“ keifte ich die Oberkugel an. „Damit ich Euch angemessen beschimpfen kann!“
„Wir nennen uns Kugeln“, antwortete die Oberkugel höflich.

Schlimm, oder? Viel besser ist die Tatsache, dass meine schreibenden Mitstreiterinnen DillEmma und Magrat mir dicht auf den Fersen sind. Vielleicht haben sie mich sogar überholt, wenn Ihr das hier lest. Wir sind halt ganz harmonisch immer ganz nah beieinander, was die Anzahl der Wörter betrifft. Total puschelig! Auf den Körperzellensong verzichte ich dieses Mal, den hatten wir ja erst. Was aber immer geht, das sind scheiß Herzchen:

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Die Süßen sind für alle, die mich unterstützen, und außerdem natürlich als moralische Unterstützung für DillEmma und Magrat gedacht. Nehmt Euch, es sind genug für alle da!

Halbzeit! Und ich liege verdammt gut im Plan!

Geht schon wieder um den NaNoWriMo. Tapfer sein, ist ja nur einen Monat. 🙂 Ich habe heute die 25.000 Marke geknackt. Genauer gesagt sogar die 26.000, aber 25.000 ist halt die magische Zahl, da das genau die Hälfte der erforderlichen Wörter ist.

Darauf erst mal den Körperzellensong!

Hachz, zu schön!

Auch meine „Writing Buddies“, wie sie in der NaNoWriMo-Welt genannt werden, liegen voll im Plan! Magrat schreibt etwas sehr Geheimnisvolles, und DillEmma scheut keinen Kampf mit der Wirklichkeit. Die beiden haben erst mal eine fette Anerkennung in Form von scheiß Herzchen verdient:

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Wörteranzahlmäßig bewegen wir uns ziemlich harmonisch beinahe im Gleichklang. In Sachen Qualität sind die beiden mit Sicherheit leicht im Vorteil, so ca. 86792807 Millionen [hier Maßeinheit für literarische Qualität einfügen]. Nichtsdestotrotz gibt es heute einen XXL-Auszug meines Machwerks. Ich bitte zu bedenken, dass dieser Text roh in die Tasten gekloppt wurde, also noch keine Überarbeitung kennengelernt hat, und selbst das Korrekturlesen beschränkt sich auf Wörter, die die nette Rechtschreibprüfung wellig-rot unterstreicht. Außerdem nutze ich natürlich gnadenlos die Möglichkeit, Füllwörter zu verwenden oder abzuschweifen. In einer überarbeiteten Form werden ganz bestimmt einige Sätze rausfliegen oder gekürzt bzw. ganze Absätze gelöscht, aber 50.000 Wörter zu schreiben ist kein Bärchenpärchenhof, da wird erst mal gnadenlos alles mitgenommen, was durch mein beklopptes Hirn wabert!

Dieses Kapitel wurde inspiriert von Guinan (nun mit Blog!), cimddwc und Isabella, vielen Dank Ihr Lieben. (Sie kommentierten meinen „Das ist doch wohl nicht Uns-Uwe“-Artikel und brachten mich auf eine neue, böse, widerwärtige, ganz furchtbare Kreatur, die mir über ein Tal der Einfallslosigkeit hinweghalf…)

Als ich so durch die Straßen der Weltmetropole Bergedorf stromerte, fiel mein Blick auf ein Graffiti, welches wohl Uwe Seeler darstellen sollte, doch der Typ erinnerte eher an Berlusconi. Ich veröffentlichte das Bild sofort per Handy in meinem Blog, wo mein Elite-Team umgehend für Aufklärung sorgte: Es handelte sich also um eine Kreuzung zwischen Berlusconi, einem Monchichi und dem Papst. Die Identität dieser geheimnisvollen Lebensform war also gelüftet: Papst Berluchichi XVI., Oberhaupt der Bunga-Bunga-Kirche. Meine Güte, war das schrecklich! Wer hatte diese Kreatur erschaffen und warum? Ich hatte ja den Krötengeneral in Verdacht: Er hatte in seinem Team nicht nur Krötensoldaten, sondern auch mehrere sehr dubiose Forscher. Die meisten Erfindungen dieser Wissenschaftler explodierten sofort nach der Entwicklung, aber manchmal blieben misslungene Experimente länger existent und drohten, zur Geißel der Menschheit zu werden, wenn mein Team und ich nicht rechtzeitig eingreifen würden. Ob Berluchichi eine Gefahr für die Menschheit oder zumindest mich werden könnte, stand allerdings noch nicht fest. Dem Bild nach zu urteilen, welches ihn debil grinsend zeigt, wirkte er eher irgendwas zwischen dämlich und strunzdoof. Aber hatte man das nicht auch bei George W. Bush gedacht, sobald er den Mund öffnete? Und was hat er der Menschheit gebracht? Zwei Kriege und allerlei anderes Unschönes. Ich traf also den Entschluss, den Berluchichi aufzustöbern und beobachten zu lassen.Ich rief eine Versammlung meiner Geheimagenten zusammen und hielt das Foto hoch. „Kinners! Dieser Typ hier ist ein Papst einer neuen Glaubensrichtung! Zwei von Euch müssen ihn aufstöbern und ausspionieren. Freiwillige? Irgendjemand?“
Und alle so: Jedenfalls nicht yeah, sondern eher so: „Ich habe keine Zeit, ich habe noch Caipi im Glas“ oder auch „Ich habe Rücken, Schulter, Füße, Beine, Knie, Busen, Haare…“
„Also gut! Dann eben auf die harte Tour! Ich hole die Lostrommel!“
Die Monsterspione stöhnten. Sie hassten die Lostrommel. Ich griff mir die Spione und stopfte sie alle, ohne Ausnahme, in die große Tonne und schüttelte ordentlich. Die Technik hätte jedem Cocktailmagier zur Ehre gereicht. Als das Jammern und Schreien der Agenten meine Liveaufnahmen von Bruce Springsteen übertönten, stoppte ich und griff hinein, natürlich nicht, ohne vorher meine monsterbissfesten Handschuhe überzuziehen. Ich erwischte ein kleines Monster mit fünf Augen und mein rosa Erklärmonster mit drei Augen.
„Super“, kommentierte ich. „Mit drei Augen sieht man besser und mit fünf Augen sieht man noch besser! Das passt doch wie die Faust aufs Auge! Ihr habt nun also eine wichtige Mission zu erfüllen! Ich verlasse mich auf Euch! Das Wohlergehen, ja das Schicksal, der Menschheit liegt in Euren Händen!“
„Wo ist denn der Typ, den wir beschatten sollen?“ piepste das kleine fünfäugige Monster.
„Das weiß ich doch nicht! Das müsst Ihr selbst rauskriegen. Seid Ihr Meisterspione oder nicht?“
„Nicht.“ Das Erklärmonster begann einen sehr ausführlichen Vortrag zum Thema „Meisterspione“ inklusive Biographien sämtlicher Topagenten, die der Menschheit bekannt waren. Was ein richtiges Erklärmonster ist, macht auch vor fiktiven Geheimagenten nicht Halt, so dass die gesamte Monstermeute drei Tage später auch über sämtliche Romanfiguren von le Carré und Co. sowie James Bond im Bilde war. Das Problem bei Erklärmonstern war, dass sie so gründlich arbeiteten, dass sie tagelang ohne Pause erklärten und erklärten und erklärten, ohne zwischendurch auch nur einen Schluck Caipi zu trinken! Man konnte sie nicht stoppen, denn man kam einfach nicht zu Wort! Erst wenn ein Erklärmonster kurz Luft holte, wusste man, dass der Vortrag beendet war.
„Jetzt aber schnell los“, trieb ich die beiden Monster an. Ich befürchtete zwar, dass das Erklärmonster für diese Aufgabe nicht die optimale Wahl war, andererseits hatte es schon Feinde allein mit seiner Erklärwut in Gummizellen gebracht. Da ich eine friedfertige Welteroberin bin, habe ich an solchen Techniken, die Siege ohne Blutvergießen ermöglichen, großes Interesse. Als die beiden Monster die WEZ (Welteroberungszentrale) verließen, hörte ich, wie das Erklärmonster dem fünfäugigen Ungeheuer die Geschichte des Bunga-Bunga erklärte. Ich seufzte erleichtert auf. Das war ein Thema, das ich eher mal mit Rahm erörtern sollte, am besten gleich in der nächsten Besprechung. Ich nickte. Wieder habe ich mich darum gekümmert, dass eine große Katastrophe weniger auf die Menschheit einprasseln würde, es sei denn, die beiden Spezialagenten würden versagen, aber Monster versagten nicht! Sie tranken nur manchmal zu viel Caipi und verpassten es, ihre Aufgaben zu erledigen. Aber das ist was anderes als versagen, das gehört eher in die Rubrik „Ablenkung“.
„Kinners“, sprach ich die erschöpften Monster an. „Ich muss jetzt zu einer Besprechung mit Rahm, Ihr seid solange brav und trinkt nicht alles leer, okay?“
Die Monster nickten artig. Das heißt, sie würden einen Tropfen Cachaca übrig lassen, um sagen zu können, dass sie nicht ALLES getrunken hätten. Mir war das mittlerweile nicht mehr wichtig, denn ich hatte in Chicago einige Geheimverstecke mit Caipi und Nougat angelegt, so dass mich die Gier der Monster nicht mehr von den Füßen holen konnte.
Die Besprechung mit Rahm lief sehr gut, doch in der dritten Stunde kam es zu einem Tumult vor dem Besprechungsraum. (Fensterlos. Abschließbar. Zwei wichtige Eigenschaften, die jeden guten Besprechungsraum auszeichneten.) Ich hörte einen der Securityleute brüllen: „Sie können da nicht rein!“ Etwas antwortete mit unverständlichen Lauten. Rahm zog sich schnell… also was ich sagen wollte… Egal. Jedenfalls riss er die Tür auf und stutzte, während ich entsetzt aufschrie. Vor der Tür stand Papst Berluchichi XVI.! Auf seiner Schulter saß das Erklärmonster, während das winzige fünfäugige Wesen ihm wacker in den kleinen Finger der rechten Hand biss. Etwas sagte mir, dass er unter dem Erklärmonster bedeutend mehr litt, denn dieses hatte das Thema „Völlig unfähige Herrscher und Päpste“ am Wickel, und das konnte dauern. Vermutlich mehrere Monate.
„Was zur verdammten Hölle ist das hier?“, brüllte Rahm das seltsame Trio an. Und da geschah es. Eine Sensation. Ach was. Ein Wunder. Etwas, das nur Rahm vollbringen konnte: Das Erklärmonster schwieg, obwohl sein Vortrag noch nicht zu Ende war.
„Rahm“, sagte ich bewundernd. „Du hast ein Erklärmonster zum Schweigen gebracht!“ Dieser Mann hatte sich ein sekundenkurzes Anhimmeln meinerseits redlich verdient.
Er blickte mich irritiert an. „Was zum Teufel ist ein verdammtes Erklärmonster?“
„Das da.“ Ich wies auf die Schulter des Papstes. „Das rosafarbene mit den drei Augen. Süß, oder? Wenn man von der Farbe absieht, aber dafür kann es ja nichts!“
Das rosa Erklärmonster hatte alle drei Augen weit aufgerissen, das kleine Monster seine fünf Augen ebenso. Papst Berluchichi XVI. blickte sich suchend um.
„Gibt es hier irgendwo attraktive Frauen?“, fragte er neugierig. „Dieser Besprechungsraum wäre ideal für eine Bunga-Bunga-Party.“
„Der einzige, der hier Bunga-Bunga-Partys feiert, bin ich“, fauchte Rahm zurück.
„Und ich“, ergänzte ich, diese Ergänzung ging allerdings unter.
„Wer sind Sie überhaupt?“, begann Rahm sein Verhör. „Wo kommen Sie her und vor allem, was verdammt noch mal wollen Sie hier? Sie stören wichtige Besprechungen mit meiner Beraterin!“
Berluchichi plusterte sich auf. Das war eindeutig der Silvio-Berlusconi-Anteil. Eine teuflische Kreatur. Dagegen war Frankenstein ein kuscheliges Teddybärchen. „Ich bin Papst Berluchichi XIV.!“
„Nein“, korrigierte ich. „Der XVI. Sie sollten doch mit diesem italienischen Anteil in Ihrem Körper keine Probleme mit römischen Ziffern haben!“
„Hä? Ich habe jedenfalls keine Probleme mit römischen Frauen!“ Er lachte obszön. Iiiih, wer immer dieses widerliche Wesen erschaffen hatte, er würde dafür bezahlen. Ich fragte mich nur, inwieweit ein päpstlicher und ein Monchichi-Charakter in diesem Körper vorhanden waren. Bisher war davon nichts zu spüren.
Rahm mischte sich wieder ein. „Warum verschwinden Sie dann nicht zu Ihren verdammten römischen Weibern und lassen uns hier in Ruhe unsere Besprechungen abhalten?“
Berluchichi blickte den Bürgermeister der Windy City interessiert an. „Möchten Sie vielleicht eine Beichte ablegen? So viel wie Sie fluchen, dürfte da einiges zusammenkommen!“
Aha.
„Mich interessieren vor allem die Sünden auf erotischem Gebiet“, ergänzte die grauenvolle, entfernt menschenähnliche Schöpfung.
„Die Geschichte der Erotik ist eine Geschichte voller Irrungen und Wirrungen“, quakte das Erklärmonster. „Das begann schon, als sich die ersten Einzeller tief in ihre nicht vorhandenen Augen…“
„Ich kann Sie auch alle erschießen lassen, verdammt noch mal!“, brüllte Rahm.
Berluchichi setzte eine Art Monchichiblick auf. „Das würden Sie mir wirklich antun? Ich bin doch so ein knuffiges Kerlchen!“
War das ein Tumult, ich merkte, wie Kopfschmerzen bei mir anklopften und fing an, entsprechend unentspannt zu werden. Ich schnappte mir das Erklärmonster und drückte es Rahm in die Hand. (Diese Monster sind recht klein und handlich, das ist sehr praktisch.) „Sag ihm bitte mal, es soll fünf Minuten das Maul halten. Ich will mich mit dieser Gruselgestalt unterhalten, damit wir hier mal weiterkommen.“
Rahm blickte das Erklärmonster finster an, was tatsächlich reichte. Das war interessant und musste ich mir merken, denn auch ich kann ziemlich böse gucken. Jetzt wandte ich mich aber erst mal diesem widerlichen Zellklumpen zu. „Sie kommen vom Krötengeneral, richtig? Los, spucken Sie’s aus!“
Die Gestalt lachte höhnisch. „Der Krötengeneral? Ach was, das ist doch keine Konkurrenz für mich. Ich wurde von Dr. Niemals-Nichts geschickt, um die Welt zu erobern!“ Wie in einem schlechten Splatter-Movie brach er in eine dämonische Lache aus.
„Wer ist bitte schön Dr. Niemals-Nichts? Und wieso hat das arme Schwein nur einen Doktortitel? Eigentlich begebe ich mich gar nicht auf so niedriges Niveau, aber wenn es unbedingt sein muss…“
Berluchichis amüsierte Stimmung verflog. „Niemand beleidigt Dr. Niemals-Nichts! Ansonsten wirft er mit Haargel um sich, und das tut ganz schön weh! Ergeben Sie sich und Ihnen wird nichts passieren. Außer vielleicht der Tod!“
„Ein Bösewicht, der mit Haargel wirft? Ist es wenigstens atomar verseucht? Ansonsten ist das doch keine Herausforderung für mein Elite-Team und ich überlasse Sie einfach getrost dem Krötengeneral. Der frisst so was wie Sie als kleinen Nachtimbiss zwischendurch!“ Meine Taktik ging auf, denn Berluchichi wurde immer zorniger und würde somit immer mehr ins Plaudern kommen. Das sind so die kleinen Tricks aus dem Welterobererbuch „Erfolgreich die Welt erobern“, welches es allerdings nur in der Auflage von 1 Stück gibt und sich in meinem Besitz befindet, was logisch ist, da ich es selbst geschrieben habe. Wo war ich? Ach ja, dieser Schurke, der so harmlos war, dass Menschen, die Angst im Dunkeln haben, die Bekämpfung als  unter ihrer Würde liegend ablehnen würden.
„Mein Boss gibt Ihnen solange Haargel zu trinken, bis Sie daran eingehen!“, drohte er uns inzwischen an.
„Gibt es eigentlich Haargel mit Caipigeschmack?“, fragte ich ganz lieb, denn das wäre in diesem Zusammenhang nun nicht ganz uninteressant. Anscheinend dachte Berluchichi, dem mittlerweile jede flauschige Monchichi-Verhaltensweisen vergangen waren, dass ich ihn veräppeln wollte.
„Wir haben ein Bärchenpärchen in unserer Gewalt! Wenn Sie nicht wollen, dass wir das Bärchenpärchen trennen, dann … ähm, Moment, ich habe es mir aufgeschrieben, wo ist denn der Zettel?“
Ein Bärchenpärchen! Vielleicht war dieses Duo doch nicht ganz so harmlos!
„Mist“, jammerte der Berlulappen. Dass das alles so kompliziert ist, ist mir nicht gesungen worden, als Gutti-Frutti mich in seiner Haarshampoosuppe zum Leben erweckte!“

Oha, das war wirklich viel … Zur Erholung solltet Ihr schnell noch mal den Körperzellensong hören.

JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Zum ersten Mal in diesem November trifft der Balken die Ziellinie:

Die Rede ist natürlich vom NaNoWriMo. Endlich habe ich die beiden ersten Tage, an denen ich nichts geschrieben hatte, aufgeholt und liege gut im Zeitplan.

„He, Ihr Rumkugeln! Wo ist denn Eure Oberkugel hin?“ Ich versuchte standhaft zu ignorieren, dass die Kugeln gerade damit beschäftigt waren, ein Gesicht in eine Limette zu schnitzen. Das Grauen! Ihre Glubschaugen waren so vergnügt dabei! Kleine Ungeheuer!
„Die Oberkugel ist in ihrem Oberkugelraum“, erklärte mir eine andere Kugel, die gerade eine Pflanze mit Cachaca goss. Ich musste mich zusammenreißen, um mich nicht zu übergeben. Gut, dass meine letzte Mahlzeit schon lange her war.
„Und wo ist dieser großartige Raum?“ Es kostete mich enorme Willenskraft, der Kugel die Flasche nicht zu entreißen.
Die garstige Kreatur warf die nur halb geleerte Flasche mit Schwung aus einem Fenster. Das grausame Geräusch der Zerstörung, dieses klirrende Geräusch, wenn Glas auf Stein fällt, sollte noch lange in meinen Ohren nachhallen.
„Komm, ich bring Dich hin. Weißt Du übrigens, dass Du das erste Fellmonster bist, das den Raum oben verlassen hat? Kann es sein, dass die anderen Fellmonster ein bisschen doof sind?“

Da seht Ihr mal, mit was für abscheulichen Subjekten ich es in meinem Leben schon zu tun hatte, bevor ich hier auf der Erde gelandet bin. Einfach habe ich es hier aber auch nicht immer. Morgen muss ich um 9.30 Uhr aufstehen (im Urlaub!!!!!), weil ich mich mit einer Freundin treffen will. Unglaublich, was für Opfer unsereiner bringen muss…

NaNoWriMo-Zwischenstand

Immer noch hinke ich hinterher, habe aber zumindest die 10.000-Grenze geknackt. Leises Yeah. Die tolle Statistik auf der NaNoWriMo-Seite erzählt mir, dass ich, wenn ich in diesem Schneckentempo weiterarbeite, am 12. Dezember 2012 fertig werde. Na, schönen Dank auch! 1.792 Wörter muss ich durchschnittlich täglich aus meinem Kopf prügeln, wenn ich das Ziel pünktlich erreichen möchte. Frau Magrat ist bereits bei über 15.000 Wörtern, und wie sieht es bei DillEmma aus? 14.850! Wow! Super Leistung von den beiden! Ich tröste mich solange mit Rahms Worten: „Es kommt nicht auf Schnelligkeit, sondern auf die Ausdauer an!“ Er meinte das zwar auf ein anderes Gebiet bezogen, ist aber egal. Was Rahm sagt, klingt immer gut.

Wer will, darf sich jetzt folgenden Auszug antun. Auf Korrekturlesen oder den Stil nehme ich noch weniger Rücksicht als in meinen Blogtexten, denn dazu fehlt mir die Zeit. Erst mal die Masse schaffen, danach kann ein gewisser Feinschliff erfolgen.

Als ich wieder aufwachte, hatte sich meine Umgebung komplett verändert, aber leider nicht zu ihrem Vorteil. Das wäre auch schwierig gewesen, denn welche Gegend hätte schöner sein können als ein Garten voller Limetten und Cachacaflaschen sowie XXL-Caipigläsern? Ich hatte starke Kopfschmerzen. Dort, wo ich mich befand, war es ziemlich dunkel und ungemütlich kalt, außerdem tropfte es auf meinen Kopf. Kein gutes Omen. Wenn sich so ein Fellmonsterfell vollsaugt, geht das auch zu Lasten der Beweglichkeit, was es erschwert, Feinde im heroischen Kampf zu besiegen (oder meinetwegen auch mit linken, hinterlistigen Tricks, denn wie wir Fellmonster zu sagen pflegen: „Im Krieg, in der Liebe und beim Caipiwetttrinken ist alles erlaubt!“) Dass ich mich in einer feindlichen Umgebung befand, war mir sofort klar, das sagte mir schon mein Urinstinkt. Und außerdem mein iSchlau100, welches in meinem Fell auf Alarmvibration umgeschaltet hatte. Es war eine gute Entscheidung, das kleine Multifunktionsgerät tief in meinem Fell zu verstecken, denn auf eine Leibesvisitation hatte mein Gegner, oder waren es womöglich mehrere, zum Glück verzichtet. Mein Rucksack mit den Überlebensutensilien hatten sie sich allerdings gnadenlos gekrallt. Mein schöner Eiscrusher. Der XXL-Stößel zum Limettenzerstampfen. Mein kleines Schnapsglas, um den Cachaca abzumessen. Der kleine Notvorrat an Zutaten, der zwar nur für ca. 10 XXL-Caipis gereicht hätte, „aber besser zehn XXL-Caipis als neun, auch wenn elf besser wären“, wie wir Fellmonster zu sagen pflegen. Alles weg! Verdammt!

Hmpf…

Da liegt lange Zeit bei der Umfrage zum NaNoWriMo-Roman meine Autobiographie vorn, also fange ich heute an, das Kapitel meiner Geburt und Kindheit auf Knäcke IV zu schreiben, und dann das:

Naa, ganz toll, so kann ich nicht arbeiten. Wann hat denn das Sexthema nicht nur auf-, sondern sogar überholt? Egal, ich werde jetzt meine Autobiographie schreiben und ein XXL-Kapitel „50.000 Shades of Rahm“ hinzufügen, so ist beiden Wünsch-Dir-Was-Gruppen gedient. 🙂

Auszug aus dem ersten Kapitel:

Im Alter von fünf Monaten konnte ich perfekt sprechen, laufen und XXL-Caipis zubereiten, ich gehörte also zu den begabteren Fellmonstern, wenn ich das in aller Bescheidenheit anmerken darf.

Zum Schluss noch was ganz anderes: Interessanter Artikel mit Fotos von Kinderzeichnungen, anhand derer beinahe genauso aussehende Stofftiere genäht wurden. Sind auch einige niedliche Monster und andere Kreaturen dabei. Tolle Idee, kreative Kinderideen so umzusetzen. Wirklich ein Glück, dass ich nicht nähen kann, ansonsten würde ich hier wohl in Monstern ertrinken. 😉

NaNoWriMo ja oder nein?

Der November steht vor der Tür und er hat den NaNoWriMo mitgebracht, der olle Schlingel. Wer nicht weiß, worum es geht: Im Laufe des Monats November stellt man sich der Herausforderung, einen Roman mit mindestens 50.000 Wörtern zu schreiben. Es geht nicht um Perfektionismus, sondern darum, seinen inneren Schweinehund in den Zwinger zu sperren und ein Grundgerüst in die Tasten zu kloppen.

Ich hatte bereits einmal erfolgreich teilgenommen. Das Jahr darauf scheiterte ich knapp, und letztes Jahr entschied ich, eine Pause einzulegen. Nun stelle ich mir immer noch die Frage: Soll ich dieses Jahr oder soll ich nicht?

Zwei Ideen schwirren in meinem Kopf herum:

Charlotta meinte, ich könne doch endlich mal DEN Erotikroman des 21. Jahrhunderts schreiben, in der Hauptrolle Rahm Emanuel (wer sonst), von ihr auch mit dem Kosenamen „Schnitzel ohne Pommes“ (Insidergag, Bernd-das-Brot-mäßig angehaucht) bedacht. Gestern spontan in den Kommentaren folgenden Plot entwickelt:

USA 2016: Präsident Romney hat die Vereinigten Staaten endgültig heruntergewirtschaftet. Kurz vor der Nominierung der Kandidaten, die für die Republikaner nur Formsache gewesen wäre, wird er erschossen und Sarah “totes Hirn” Palin als Präsidentschaftskandidatin gewählt.
Irgendwo in Chicago: Mittels teilweise nicht ganz jugendfreier Methoden gelingt es einer persönlichen Beraterin, den erotischsten Mann der Welt und außerdem Bürgermeister Schnitzel ohne Pommes (Copyright Charlotta) zur Kandidatur zu überreden, um die USA zu retten. Ein Roman voller Sex, Lügen und Intrigen!

Eine andere Möglichkeit wäre, meine Autobiographie zu schreiben, hierfür gibt es immerhin schon EINE Vorbestellung:

Wie ich auf Knäcke IV aufwuchs, auf die Weltherrschaft vorbereitet wurde und mit vielen Umwegen endlich auf diesem Planeten landete. Titel: “Auf anderen Planeten gibt’s auch Caipi!” Ein Roman voller Wahnsinn, Irrsinn und Alkohol!

Einerseits scheue ich etwas den Stress, weil ich mir vorgenommen habe, im Urlaub ganz viel zu lesen. Andererseits hatte ich beide Male Spaß beim Schreiben, wie das halt so ist, wenn ich mich erst mal aufgerafft habe.

Beteiligt sich von Euch auch jemand? Dann könnten wir uns gegenseitig Motivationskommentare schreiben.

Falls ich teilnehmen sollte, könnte ich mir EVENTUELL vorstellen, falls das Ergebnis bekloppt genug wird, den Roman hier häppchenweise zu veröffentlichen. Sollte es überhaupt so weit kommen, was würdet Ihr eher lesen wollen?

(Der dritte Punkt ist übrigens kein Buchthema, sondern einfach nur ein Schmankerl für den Krötengeneral.)

Lasst mich zum Schluss noch auf etwas ganz anderes hinweisen: Sema hat sich zwei interessante Challenges ausgedacht. Vielleicht habt Ihr ja Lust teilzunehmen, sowohl für Bücher- als auch Filmfans ist was dabei. Ich selbst bin zwar raus, weil mir mein eigenes Projekt als langlaufende Aktion ausreicht, aber das muss Euch ja nicht von einer Teilnahme abhalten. 🙂