Hiermit erkläre ich…

 

… das Experiment, mich vom HSV zu lösen, für gescheitert. Was für eine Schnapsidee war das denn, bitte schön? Wahre Größe zeigt, wer Irrwege rechtzeitig erkennt. 😀 😉

Auswärtssieg! Auswärtssieg! Wer nicht hüpft, ist ’ne leere Red-Bull-Dose!

 

Ich meine, was hätte ich denn mit meinem HSV-Monster und meinem epochalen Wackeldackel machen sollen? Und meine großartige Dosensammlung (nicht Red Bull)! Ganz zu schweigen von meinem HSV-Windlicht, welches mir eine ganz liebe Person in der Stray-Dogs-Bosnien-Überraschungsgruppe gebastelt hat.

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Große Liebe

 

Und irgendwann werde ich Euch vielleicht erzählen, warum ein Fußballverein so wichtig für mich ist, damit Ihr es besser verstehen könnt…

 

Vor kurzem …

 

… hatte ich mich ja etwas über die Tagesthemen mokiert, weil dort das Thema Wetter ganz zu Anfang versendet wurde, als ob Glatteis im Winter DIE Topnachricht wäre.

Heute gucken wir uns mal an, wie die Nachrichten früher waren, denn früher war bekanntlich alles besser. Für diese Zwecke habe ich mir die „Neue Deutsche Wochenschau“ vom 26.10.1962 ausgesucht.

https://www.filmothek.bundesarchiv.de/video/586561?q=&xf%5B0%5D=all_personsinfilm&xo%5B0%5D=EQUALS&xv%5B0%5D=Pele

Einbinden geht entweder nicht oder ich bin zu doof. Vielleicht trifft sogar beides zu, man weiß so wenig. Aber zurück zum Fall.

Die erste Meldung betrifft den 6. Kongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Konrad Adenauer gab sich die Ehre, hielt eine teilweise launige Rede und wies außerdem daraufhin dass „unser Land ein armes Land ist“. Daran können damals weder Merkel noch die ’68er Schuld gewesen sein, aber wer denn sonst? Adenauer weiß es: Wir haben kaum Rohstoffschätze, nur die olle Steinkohle, und schon damals gab es die Erkenntnis, dass die „außerordentlich entwertet“ ist. Zwischendurch wird der junge Willy Brandt in Großaufnahme gezeigt. Der Fleiß, die Klugheit und die Arbeitssamkeit des deutschen Menschen sei unser einziger wirklicher Reichtum, stellte der Alte von Rhöndorf fest. Ich hätte jetzt doch gern lieber die Info, dass es im Winter glatt sein kann.

Nein, so gnädig ist man nicht. Ab 02:19 geht es in die Villa Hammerschmidt zu Bundespräsident Heinrich Lübke, der von Bundespostminister Stücklen Exemplare der neuen Wohlfahrtsmarken übergeben bekam. Motive aus dem Märchen Schneewittchen zieren die kleinen Klebebildchen, und der Erlös kommt ausschließlich gemeinnützigen Zwecken zugute. Das ist prima, das ist weltbewegend. Vielleicht hätte man so die Elphi finanzieren können? (Wobei ich meine Steuergelder trotz allem gern dazu beigetragen habe, ich mag die Elphi nämlich sehr.)

Reuter wird geehrt, Tauben werden fliegen gelassen, keine Angst, es kommt noch spannender. Ab 03:22 endlich internationales Flair! In Bonn fand die 2. Deutsche Afrika-Woche statt. Mit Tanz und Musik und Oben-ohne-Tänzerinnen! Das in einer deutschen Nachrichtensendung Anfang der 1960er. Das ging bestimmt nur, weil das exotische Neger waren, die nichts anzuziehen hatten, weil man im Busch ja eh kaum Klamotten braucht. Weiß man ja, sieht man heute noch im Dschungelcamp.

Wusstet Ihr, dass es im Jahre 1962 einen Ehestau in Deutschland gab? Schaut ab 04:28 und Ihr wisst es. Es ist dramatisch, quasi jeder wollte heiraten, Standesbeamte wurden Tag und Nacht in Blitzkursen ausgebildet:

„Denken Sie aber auch stets daran, dass der Bürger Ihnen in Lebenssituationen gegenübertritt, die stark gefühlsbetont sind. Ich denke da an das Glücksempfinden bei der Eheschließung.“

Aaaaaw, Romantik!!! Aber immer an die scheiß Herzchen denken! Damals wussten das die Standesbeamten und Adenauer noch nicht, aber heute sind wir durch das Internet aufgeklärt und geradezu moralisch verpflichtet, niemals die scheiß Herzchen zu vergessen! ❤ ❤ ❤ ❤ ❤

So, weiter im Text. Der Nachrichtensprecher wundert sich, dass die Menschen zum Heiraten Schlange stehen, obwohl die Generation doch als bindungslos verrufen sei. (Ja, ja, schon die Jugend von damals hatte es nicht so mit Anstand und Sitte, es war und ist empöööörend.)  Im Rathaus Wittenau wurde alle zehn Minuten ein Paar getraut, das musste zack-zack gehen, hätte man nicht so eine Art Massentrauung in einem Fußballstadion vornehmen können? Sehr flexibel und innovativ war man in den 60ern anscheinend nicht.

Heinz Max Röstel heiratet seine Heideline Lachmund, und ich bekam so langsam Sehnsucht nach einer Nachrichtenmeldung übers Wetter, und sei es nur die Info, dass es im Winter draußen kälter als drinnen ist, zumindest, wenn man die Heizung aufdreht und es mit dem Lüften nicht übertreibt. Stattdessen werden Pärchen gefragt, warum sie heiraten wollen. „Weil ich sie lieb hab.“ „Weil wir seit drei Millionen Jahren verlobt sind und es nun langsam mal Zeit wird.“ „Der wichtigse Grund ist, dass ich gern heirate und der Tag spielt dabei keine Rolle.“ „Weil ich zu viel Helene Fischer gehört habe und nun ganz schwurbelig vor lauter atemloser Sehnsucht bin.“ (Eine dieser Meldungen ist eine Fake-News, Ihr könnt nun herausarbeiten, welche Nachricht nicht so ganz der Wahrheit entspricht; nur in diesem Blog bekommt Ihr so ganz nebenbei ein kleines Medientraining verpasst!)

Ihr fragt Euch vielleicht, warum die damals alle heiraten wollten. Es liegt nicht daran, dass es damals noch kein Internet und keine Elphi gab und somit nach anderen Beschäftigungen gesucht werden musste. Nein, das Zauberwort hieß

HEIRATSDARLEHEN!

Reporter: „Hätten Sie auch geheiratet, wenn Sie die 3000 Mark nicht bekommen würden?“
Frisch gebackener Ehemann: „Ja… Ich weiß es nicht.“ (kichernd)
(Alter, wie bist du denn drauf? Lass bloß das Hackebeilchen nicht in der Nähe Deines Eheweibs liegen! Vor allem nicht, wenn sie einen Hund hat und barft!)

Das hält man im Kopf nicht aus, das ist mir hier alles zu rosamundepilcherisch! Aber dann! Mehr als ein Lichtblick! Ein ganzer Lichtschwall! Ab 06:53 endlich mal eine Nachricht, die diese Bezeichnung verdient! Wir gucken nach Hamburg, wo der (trotz allem und damals sowieso erst recht) allertollste epochalste Fußballverein der Welt, der HSV, den FC Santos zu einem Freundschaftsspiel empfing. Warum das nicht die Aufmachermeldung war, verstehe ich bis heute nicht. FC Santos brachte den nicht ganz unbegabten Pelé mit, während beim HSV Uwe Seeler auflief!  08:41, Traumtor von Uns Uwe!

Resümee: Kein Wort übers Wetter, dafür Wohlfahrtsmarken und barbusige Tänzerinnen. So ganz bin ich nicht überzeugt, dass früher die Nachrichtensendungen viel besser waren, obwohl die Qualität mit der letzten Meldung unheimlich zunahm.

Für HSV-Nostalgiker hier noch ein wunderbares Video:

Begeisterung und Spielkunst. Ja, das sind Begriffe, die untrennbar mit dem HSV verbunden waren. Das ist schon ein paar Jährchen länger her. 😦 Trotzdem: Einmal HSVer, immer HSVer.

Morgen kommt wieder ein Elphi-Beitrag, ich habe da noch ein hochinteressantes Video für Euch! Außerdem muss Elphi endlich in meiner Tag-Wolke auftauchen.

Ich wünsche Euch einen superguten Sonntag!

Fotosafari

 

Ich gehe ja auch öfter mal mit der Kamera los und knipse schöne, interessante Dinge. Warum also nicht mal Fotoblogger spielen und Euch eine erlesene Auswahl davon zeigen? (Klick macht groß; noch ‘n Klick macht noch größer.)

Alter “Winnie the Pooh”-Ball im Graben. Man beachte rechts oben die hübsche Maserung im Stein, außerdem die Luftbläschen und die Spiegelungen im Wasser. Alles 1A-Fotoblog-Material!

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Uuuh, Krokodile im Graben? Nein, doch nicht. Glück gehabt! Aber Pflanzencontent! Findet man in jedem guten Fotoblog!

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Bemooster Stein. Strizz wäre völlig aus dem Häuschen. Übrigens hat das Moos die Form eines Häschens und qualifiziert sich damit für jedes Fotoblog. Rechts sieht man die Eier, die es überall versteckt, es ist also sogar der Osterhase.

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Fahl leuchtet die Sonne durch die Zweige… Der künstlerische Aspekt sollte in keinem Fotoblog zu kurz kommen.

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Noch ein Moosstein! Ich bin Fan! Ich erkenne eine Eidechse, eine Spinne und Gehirne von AfD-Politikern in 10.000-facher Vergrößerung.

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Jetzt noch eine Spielerei. Als Kind hatte ich ein Buch, in dem die Bilder zunächst schwarz-weiß waren und nach und nach jeweils eine Farbe hinzukam. Ich mochte das Buch sehr. Ihr könnt Euch das in etwa so vorstellen, auch wenn die Bilder in dem Buch ganz anders aussahen, aber irgendwas ist ja immer.

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Stillleben mit Fahrrad. Man beachte die Schatten auf dem asphaltierten Weg und überhaupt das ganze Grünzeug sowie den türkisfarbenen Himmel!

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Himmel, Wolken, ein Feld: grün-weiß-blaue Farbkombination, die im SAP-ZEN-Puscheligkeits-Buddhismus für höchste Harmonie steht.

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Noch eine Spielerei. Ich freue mich dieses Mal eher nicht so auf die neue Buli-Saison. Die Testspiele des HSV haben mich desillusioniert. So dankbar ich Bruno Labbadia für die Rettung bin, aber ich glaub, langfristig erfolgreiches Arbeiten ist nicht seine Stärke. Ich hätte endlich gern mal einen richtig guten Trainer beim HSV. Das ist mit die wichtigste Funktion! Jede Saison darauf zu hoffen, dass es drei schwächere Mannschaften gibt, bringt mir definitiv keinen Spaß, auch wenn es eine gewisse Spannung verspricht. Vor allem aber ist der Rumpelfußball grausam anzusehen.

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Dieses Foto nenne ich „Der Sommer geht“. Ein paar der leckeren Johannisbeeren sind schon verdorrt…

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Nun fragt Ihr Euch bestimmt, warum ich Euch nicht richtig schöne Bilder zeige, wie man sie gemeinhin in Fotoblogs sieht. Ich glaube, ich lasse das mit dem Fotoblog doch lieber sein. Schuster, bleib bei Deinen Leisten, Fellmonster, bleib bei Deiner Welteroberung. Smile

In der WEZ…

 

… gibt es die zwei schönsten Blumenvasen der Welt. Daran kann es keinen Zweifel geben. Schaut selbst! Klick vergrößert.

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Nun muss nur noch die fußballerische Darstellung vom HSV der Schönheit dieser Vasen angepasst werden, aber wie auch immer, diese Saison ist es uns sogar schon vorm letzten Spieltag gelungen, das Abstiegsgespenst zu verjagen. Und das ganz ohne Opfergaben an den Fußballgott.

Geheimes Verlangen…

… verspürte ich ganz und gar nicht danach, die Shades Of Grey-Trilogie zu lesen, aber da das eine meiner Opfgergaben an den Fußballgott war, damit mein Verein HSV nicht das erste Mal in seiner Geschichte absteigen musste, gab es keinen Ausweg. Dagegen wirkten meine beiden anderen Opfergaben eher schlapp. So habe ich drei Monate lang jeden Tag Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“ fünfmal gehört. Und wenn ich mal einen Tag nicht dazu gekommen bin, wurde die Anzahl selbstverständlich am nächsten Tag verdoppelt. Für die liebe Helene und ihren Tophit legte ich sogar eine extra Playlist an, das sah dann so aus:

AtemlosGrauen

Schon ziemlich furchtbar, oder? Die zweite Opfergabe hieß, einen HSV-Gartenzwerg anzuschaffen und dadurch die gartenzwerglose Epoche in der WEZ zu beenden. Der Gartenzwerg steht allerdings immer noch in der Küche und ist leicht eingestaubt, denn er ist so klein, dass ich noch keinen richtig guten Platz im Garten gefunden habe. Für das Foto habe ich ihn nur schlampig vom Staub befreit.

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Viel, viel härter war in der Tat das Lesen der drei Bände von Fifty Shades of Grey. Ich möchte keinen Fans dieser Trilogie zu nah treten, aber das war wirklich brutaler als die Helene-Fischer-Musik. Jeder der Bände hat über 600 Seiten!

Mein Ziel war es ja eigentlich, Euch in mehreren Artikeln über meinen Lesefortschritt auf dem Laufenden zu halten, denn geteiltes Leid ist angeblich halbes Leid, wobei ich das in diesem speziellen Fall nicht glaube. Ich hatte im Juni, nachdem die Rettung des HSV feststand, wirklich Probleme, mich aufzuraffen. Irgendwann kam mir die Idee, damit die Mittagspause in der Anstalt zu verbringen, und da hat dann auch recht gut geklappt. Grauen zu Grauen, passte schon und bereits im November konnte ich Vollzug vermelden, aber zum Bloggen fehlte mir die Zeit und Lust.

Komen wir so langsam mal zur Sache, Schätzchen… Wir starten mit einem Foto von Rahm, denn immerhin sprechen wir gleich über Erotikliteratur, und in Sachen Erotik muss es einfach Rahm-Content geben.

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Die Bände beginnen mit Geheimes Verlangen, das Buch handelt im Großen und Ganzen davon, wie die beiden Hauptakteure sich kennenlernen und zusammenkommen; im Folgeband Gefährliche Liebe gibt es zumindest mal etwas Gefahr, deswegen wohl der Titel; im dritten Band Befreite Lust kommt direkt mal so was wie Spannung auf. So ein bisschen.

ACHTUNG, AB JETZT SPOILERE ICH!!! Falls wirklich noch jemand die Bücher lesen möchte, möge er ab hier nicht mehr weiterlesen!!!!

Worum geht es überhaupt? Irgendwas mit Sex, das haben die meisten schon mitbekommen, stand ja in so gut wie allen Medien. Die beiden wichtigsten und tollsten und superdupersten Personen in dem Buch sind Anastasia Steele, total attraktiv und intelligent, aber auch ein bisschen tolpatschig, und Christian Grey, total junger Multimillionär (27 Jahre alt, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht), suuuuuper attraktiv und gutaussehend und soooooo intelligent und nebenbei Retter der Welt und einfach tolltolltoll, der Typ! Die Bücher bestehen aus vielen Sexschilderungen, sind aber nicht so BDSM-lastig wie sie tun. Eigentlich ist das meiste Blümchensex, okay, manchmal wird auch gefesselt und es gibt Klapse aufs Popöchen, aber die klassische Rollenverteilung Dom/Sub, die Christian, der nach eigenen Angaben total abgefuckt sei und nicht richtig lieben könne, kommt nicht wirklich zustande, denn Anastasia eignet sich einfach nicht als Sub, das eigensinnige Ding, das.

Es gibt auch noch weitere Personen in dem Roman, die sind fast alle super-attraktiv, schlau und erfolgreich. Da ist die Freundin von Ana, die wie sie auch Englische Literatur studiert und nebenbei natürlich für die Studentenzeitung schreibt, Kate, mit der sie eine WG bildet. Hatte ich schon erwähnt, dass Kate mega-intelligent und attraktiv ist? Falls nicht, sie ist super-attraktiv und das gilt auch für Christians Bruder, in den sie sich später verlieben wird und die natürlich ein Paar werden. Elliot ist natürlich auch giga-erfolgreich, aber nicht ganz so doll wie Christian, denn der steht und schwebt sowieso über allen, obwohl er eine wirklich schlimme Kindheit hatte.

Aber wen interessiert das alles überhaupt? Ich bringe mal auf den Punkt, was mich an den Büchern am meisten genervt hat:

Die ständigen Wiederholungen. Ich weiß nicht, wie oft erwähnt wurde, dass Ana so eine gut riechende, weiche Haut hat. Und von Christians Attraktivität und wie es nur sein kann, dass sich ein so toller Mann für Ana interessiert, ganz zu schweigen!

Und dann die ganzen Zufälle, alle zu schön, um wahr zu sein, da verliebt sich wie gesagt Anas beste Freundin Kate in Christians Bruder Elliot. Zwischen Christians Schwester und Kates Bruder knistert es natürlich auch.

Die ganze Handlung hätte man mühelos in ein Buch packen können, und dann wäre es vielleicht sogar einigermaßen nett zu lesen gewesen.

Hier mal ein Auszug:

„Du hast Dir die Zähne geputzt“, stellt er fest.
„Mit deiner Zahnbürste.“Er verzieht den Mund zu einem kleinen Lächeln. „Anastasia Steele, was soll ich bloß mit dir machen?“

Noch einer? Ihr wollt es doch auch!

Er geht elegant um den Wagen herum … Woher kommt nur die Anmut seiner Bewegungen?
„Was für ein Auto ist das?“
„Ein Audi R8 Spyder …“

Die Autorin scheint fasziniert von Luxus und Geld zu sein. Sie ergötzt sich an ausgiebigen Schilderungen von Charitybällen, Christians Luxus-Penthouse, seiner Ferienvilla und weiß der Geier, was noch alles.

Wir wollen uns natürlich mit dieser Lektüre fortbilden, also gucken wir uns einfach mal einen R8 Spyder an, damit wir auch morgen noch mitreden können.

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Audi R8 Spyder V10 front 20101002“ von S 400 HYBRID – own photo. Lizenziert unter Attribution über Wikimedia Commons.

Oh, es ist ein Auto. Toll!

Irgendwann bin ich dann auf die schlaue Idee gekommen, den Kram nicht mehr abzutippen, sondern einfach zu fotografieren. Ich bin sooooo schlau! Natürlich nicht annäherend so klug wie auch nur ein Haar von Anastasia, aber immerhin. Was haben wir denn hier?

innereGöttin

Ah, ja, richtig! Anastasia hat eine innere Göttin, und die entfaltet ständig irgendwelche Aktivitäten! Meine innere Bekloppte ist da ganz ähnlich, nur, dass die eher mal in die Tischkante beißt, gegen Wände läuft oder sich aus Fenstern stürzt. Aber sonst sind die sich ganz ähnlich, die innere Göttin und die innere Bekloppte.

Das Traumpaar (Ana und Christian, nicht innere Göttin und innere Bekloppte!) geht natürlich so zwischendurch einfach mal zum Segelfliegen. Wir lernen wieder etwas:

Die L-23 taugt mehr als die L-13. Merkt Euch das gefälligst, wenn Ihr Euch ein neues Segelflugzeug anschafft. Die L-23 ist nämlich eine Weiterentwicklung der L-13, und es wäre doch schön blöd, wenn Ihr Euch das veraltete Modell in den Flugzeughangar stellen würdet, oder?

Wollen wir ein Foto sehen? Jaaaa, Foto! Meine innere Bekloppte hüpft begeistert herum und trinkt dazu einen XXL-Caipi.

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Blanik 3 a“. Lizenziert unter CC BY-SA 2.5 über Wikimedia Commons.

Keine Ahnung, warum da nun „Blanik 3 a“ steht, bei Wikipedia direkt steht „L-23 Superblanik“. Alles super. Vor allem, wenn Christian wieder mit postkoital verwuscheltem Haar seine Anastasia anguckt. Postkoital ist auch so ein Lieblingsbegriff der Autorin.

Hier haben wir nun definitiv eine Falschaussage, denn wer ist bitte schön der attraktivste Mann auf dem Planeten??? Liest die Autorin etwa dieses Blog nicht? War sie nie in Chicago? Ach nee, die lebt ja in London. Vielleicht hat sie es noch nicht mitbekommen, so als Insulanerin.

attraktivsterMannWTF

Moment, es ist wieder Zeit für ein Rahmfoto, um hier klarzustellen, wer der attraktivste Mann auf diesem merkwürdigen Planeten ist, im Hintergrund zwei schmachtende Rahmetten:

Schmachtende_Rahmetten

Zurück zum Thema. Bei Christian schmiegen sich übrigens so gut wie alle Hosen sexy um seine Hüften. Ich weiß nicht, wie häufig das in den Romanen erwähnt wird, auf jeden Fall ungefähr genauso oft wie Seehofer Blödsinn von sich gibt. Also quasi ständig.

Körperzelle

Jede einzelne Körperzelle wird zum Leben erweckt? Die Autorin kennt doch den Körperzellensong! Klar, wer kennt ihn nicht? Bitte sehr, einmal Körperzellensong, damit Ihr diesen Artikel durchsteht. Seid froh, dass Ihr nur Auszüge lesen müsst, ich musste ALLE DREI BÄNDE (!!!!) komplett lesen!!!!! Meine Körperzellen waren definitiv nicht glücklich.

So, und darüber müssen wir wirklich mal reden, Mr. zweitsexiester Mann der Welt: Tampons gehören nicht in die Toilette!!!!!! Ich denke, Sie sind so schlau, Mr. Grey????

Tampon

Spem statt Spam. Und natürlich wurde dazu gevögelt. Das ahnten wir schon, ist ja Erotikliteratur.

Vögelei

Immerhin wirft er das benutzte Kondom nicht in die Toilette. Außerdem sehen seine Haare immer irgendwie postkoital aus. Wie praktisch. Meine innere Bekloppte moniert, dass in diesem Absatz nicht darauf hingewiesen wird, dass Christian absolut hinreißend ist und sämtliche Ameisen auf diesem Planeten ihn nicht verdienen. Oder so.

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Autos. Ana hat ein Auto gefahren, ohne es zu beschädigen. Die beiden wurden nämlich verfolgt. Es gab schon ab und zu halbwegs spannende Rahmenhandlungen, nur hat die Autorin die leider nicht so gut hinbekommen. Da ist eine Ex-Sub von Christian, die ob des großen Verlustes total durchtickt und mit einer Waffe rumläuft, aber das ist in den USA nun nicht soooo was besonderes. Christian, der sowieso ein Kontrollfreak ist, stellt seine geliebte Anastasia unter Doppel- und Dreifachbewachung. Viel wichtiger ist aber: Sie haben in diesem Wagen gevögelt. Hier haben wir einen weiteren Punkt, der mich an den Büchern gestört hat. Es wurde kein Klischeeort ausgelassen. Sex im Auto, natürlich auf einem öffentlichen Parkplatz, Sex auf dem Billardtisch, Sex auf dem Schreibtisch, und natürlich — das ist immerhin bitte schön das Oberklischee, die Mutter aller Klischees — Sex im Fahrstuhl!

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Ach Du Scheiße, ein R8. Foto hatten wir ja eben schon. Da wirft man sich gleich mal tänzelnd in Christians Arme. Mir fällt dazu wirklich nichts mehr ein. Meine innere Bekloppte hat bereits die dritte Flasche Cachaca pur getrunken.

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Anastasia, die übrigens von Christian entjungfert wurde (sorry, diese wichtige Info hatte ich Euch vorenthalten. Er hat aber Blümchensex mit ihr gemacht, also alles gut! Zwar hatte er davor einen Wutanfall, weil er dachte, er hätte sich eine Frau mit zumindest etwas Erfahrung als Sub ausgeguckt, aber irgendwas ist ja immer, nech?!), ist, wie oben schon erwähnt, etwas tolpatschig und verplant. So hatte sie vergessen, ihre 3-Monatsspritze erneuern zu lassen, und was passiert manchmal, wenn weder Frau noch Mann verhüten und Sex haben? Aaaaah, Schwangerschaft!!!!

Anastasia nennt ihr zukünftiges Baby Mini-Blase oder auch nur Blase. Und schuld an der ganzen Misere war eh die Assistentin, die einfach die Termine bei der Frauenärztin gelöscht hat. Zwar auf Anweisung von Anastasia, die ständig alle möglichen Termine canceln ließ, aber trotzdem. Ach ja, Anastasia arbeitet in einem Verlag, und nachdem ihr Boss geflogen ist, weil er sie sexuell belästigt hatte — das mag Christian aber mal so gar nicht!!!! — bekam sie natürlich den Bossposten. Der Verlag gehört, das überrascht Euch jetzt sicher genauso kolossal wie mich, Christian. Er kaufte ihn sofort, nachdem er erfuhr, dass Anastasia dort arbeiten würde. Kontrollfreak. Ehrlich. Aber diese Hannah, also wirklich!

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So, liebe Pferdefreunde, Ihr müsst ganz stark sein! Anastasia mag keine Pferde. Im Gegenteil, sie nennt sie vierbeinige Ausgeburt Satans! Mal ehrlich, Anastasia: Ich musste als Kind auch reiten, obwohl ich es nicht wollte, und nach meinem ersten Abwurf weigerte ich mich standhaft, aber deswegen mag ich Pferde trotzdem! Ich glaube eher, dass diese drei Bände Erotik-Literatur eine Ausgeburt des Teufels sind.

AusgeburtdesTeufels

Ja, ja, die innere Göttin schwärmt für rosa. Aber so eine Federboa ist zumindest ein bisschen puschelig. Da können wir auch gern mal ohne Höschen durch die Gegend rennen, aber der Puscheligkeitsfaktor muss gewahrt werden.

innereGöttin

Was verdient der tolle Christian eigentlich? Das wollten wir alle schon mal wissen. Hier die Aufklärung:

Kohle

Ja, ich finde auch, dass das obszön viel Geld ist, aber man nennt es entfesselten Kapitalismus, da gibt es so was. Tja, Ana, klapp Deine Kinnlade wieder hoch und lies auch mal was über Politik und Wirtschaft.

Lesen? Och nö, nur Englische Literatur, aber Autos sind auch cool.

Saab

Das Auto bekam sie übrigens vor dem Spyder, ich habe die Auszüge etwas durcheinandergebracht. Egal, die alte Sub-Schleuder (O-Ton Ana) wurde jedenfalls von der verzweifelten Ex-Sub (die mit der Pistole, Ihr erinnert Euch?) demoliert. Deswegen der neue Wagen.

Manchmal, wenn auch selten, blitzen in den Büchern humorige Anwandlungen auf. Nur deswegen entschied ich mich, der Reihe 2 XXL-Caipigläser in meiner Bewertung zu geben. Und weil ich es nicht übers Herz bringe, eine Einglas-Bewertung zu vergeben, denn fleißig war die Autorin ja.

Sarkasmus

Was war sonst noch so? Ein Highligt des ersten Bandes war der komplett abgedruckte Vertrag, den Ana unterschreiben sollte, und der quasi alles regelte: 1000 x die Woche Sport, damit sie Christians Anforderungen erfüllen kann, genaue Essenspläne, Verbot, sich selbst zu befriedigen, und -zig Dinge mehr, die ich mittlerweile verdrängt habe.

Anas Ex-Chef im Verlag war so sauer, dass er Christian umbringen wollte, aber gar nicht mal nur wg. der Entlassung, sondern weil er ganz zufällig (ich sag’s ja, so viele Zufälle wie in diesen Büchern hat nicht mal der schlimmste Til-Schweiger-Tatort) in derselben Pflegefamilie wie Christian lebte, aber wer wurde von den Greys adoptiert? Der Christian. Eben.

Eigentlich müsste hier jetzt noch einiges zu Elena („Mrs. Robinson“) erzählt werden, aber ich habe keine Lust mehr.

Und wie endete alles? Alles super, Anastasia gelang es innerhalb weniger Monate, den seelisch so sehr verletzten Christian zu heilen, und im letzten Kapitel erfahren wir, dass sie mittlerweile zwei Kinder in die Welt gesetzt haben. Alles ist schön, alles ist gut.

Mittlerweile gibt es ein weiteres Buch, das den ganzen Sermon noch mal aus Christians Sicht erzählt. DAS war zum Glück nicht im Opfer an den Fußballgott enthalten. Keine Ahnung, ob das auch noch mal drei Bände werden sollen, aber vorsichtshalber möchte ich auf etwas hinweisen:

Lieber HSV, das tust Du mir bitte nicht noch mal an!!!!! Du bist mein Verein, aber alles hat seine Grenzen!

 

2015 im Rückblick

Das kennt Ihr schon, die berühmte WordPress-Statistik. Ich habe wieder ein paar Mal das Opernhaus in Sydney gefüllt. Bald könnte WordPress als Messgröße die Elbphilharmonie in Hamburg verwenden. Also so ca. in 2037.

Cool ist: Die Besucherzahlen sind im Vergleich zu 2014 gestiegen.
Doof ist: Meine beliebtesten Artikel sind wieder so olle Schinken. Okay, die Venezuelische Pudelmotte ist und bleibt der Puschelkracher schlechthin. Und die Ümpfe dürfen auch immer eine große Rolle spielen. Aber ein Artikel aus 2015 dabei wäre trotzdem nett gewesen. Ist das nun ein Anzeichen von Qualitätsverfall in diesem Blog? Moment mal bitte, ein Monster hat eine Frage. Welche Qualität? Ja, eine interessante Frage. Und sonst so?

Aga80, auch bekannt als Krötengeneral und Lieblingskröterich, führt die Kommentatorenliste an und belegt außerdem Platz 3. (Wer ist er und wie viele?) Platz 2 wird von der berühmten Schauspielerin Isi eingenommen, Ihr kennt sie alle. Auf 4 und 5 haben wir Minibares, eine bekannte Größe in der Blogosphäre, und Chris, den besten aller Foxterrier. Helene Fischer meldete sich nicht zu Wort, sondern ist wohl nur stille Leserin.

WordPress meint, ich könne vielleicht Euren Blogs folgen oder Euch eine Danke-Schön-Nachricht senden. Das mit den Blogs tue ich doch sowieso schon lange, WordPress! Danke schön sage ich gern, nicht nur an die fleißigsten aller Kommentierer, sondern an alle Mitleser, egal, ob aktiv kommentierend oder schweigend mitlesend. Ohne Euch wäre Bloggen doof, und ich freue mich, dass auch so ein Beklopptiblog außerhalb der üblichen Erfolgssparten (Testblogs, Fashion, Tierblogs, Foto, Technik, Bücher…) eine Leserschaft hat, und gar nicht mal so wenig für ein Nischenblog. 🙂

Eine kleine Vorschau, wie es in 2016 weitergehen soll: Eigentlich wie gehabt, wobei ich gern mal wieder mehr Fotostorys basteln würde, dafür brauche ich Zeit und Muße, außerdem einen neuen Platz, nachdem das alte Gebäude, wo das meiste entstanden ist, abgerissen wurde. Da muss ich mir was einfallen lassen.

Außerdem wird es etwas bücherlastiger werden, denn ich nehme nun endlich mal an Daggis Buchchallenge teil, die mich schon seit Jahren reizt. Bisher hat mich abgehalten, dass Rezensionen oder zumindest Leseeindrücke verfasst werden müssen. Rezensionen kann ich bekanntlich nicht schreiben, aber ich werde mich an Leseeindrücken versuchen.

Und was war außerhalb von WordPress in 2015 prägend? Da war der Abschied von Rasputin, beinahe wie aus heiterem Himmel. Am 16. Mai kam dann Socks in unser Rudel, er musste in große Pfotenstapfen treten, hat das aber trotz seiner „Erdnuckel“-Größe geschafft. Wir sind alle sehr froh, diesen Schatz bei uns zu haben. Hier eines meiner berühmt schlechten Düsefotos.

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Fußball war dieses Jahr auch sehr nervenzerfetzend, zumindest, wenn man HSV-Fan ist, und das bin ich ja bekanntermaßen.

Danke, Marcelo!

Um mal „etwas“ weiter in die Vergangenheit zu blicken, das war der HSV, mit dem ich aufgewachsen bin. Ob solche Zeiten noch mal zurückkommen oder ob der ganze Kommerz nur den Vereinen in die Hände spielt, die wie festzementiert oben stehen? Aber über Fußballpolitik will ich jetzt nicht nachdenken.

Wie auch immer, einmal HSV, immer HSV.

So, Nelly, bevor die WordPress-Elfen das Wort haben, pack das Jahr 2015, das ansonsten nur so mittelprächtig bis mistig war, ein und schick es weg:

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Im Karton! Wie eine Katze! Nelly ist ja auch eigensinnig wie eine Katze. 🙂

Schaut mal, wie konzentriert sie mir dabei hilft, den Karton für die blaue Papiertonne kleinzurupfen:

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Das Zusammenleben mit diesen beiden Knuddelwölfen war und ist jeden Tag ein Highlight.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein epochales 2016! Jetzt könnt Ihr noch die ganze WordPress-Statistik lesen, wenn Ihr mögt.

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2015 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 41.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 15 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Wann, wenn nicht heute…

… darf es mal wieder einen limettenhaltigen Cocktail geben? 🙂

Limetten

Im Übrigen habe ich Donnerstag endlich den dritten Band der „Shades Of Grey“-Reihe fertiggelesen! Damit habe ich meine Opfer an den Fußballgott komplett dargebracht! Kleiner Bericht folgt noch. Eigentlich wollte ich ja eine ganze Serie darüber schreiben, Ihr könnt Euch glücklich schätzen, dass mir dafür die Zeit fehlte.

Andere Frage: Arbeitet jemand von Euch mit dem neuen Editor bei WordPress, um die Artikel zu schreiben? Ich habe den ab und zu benutzt, finde ihn zwar nicht so wirklich dolle, aber bei kurzen Artikeln war es mir egal. Nun kann ich seit einigen Tagen nicht mehr damit arbeiten, weil das dämliche Teil nicht komplett lädt. Hat das jemand von Euch auch? Hoffentlich liegt es nicht an diesem veralteten Theme… So lange WordPress den alten Editor noch anbietet, isses ja nicht so wild, aber erfahrungsgemäß schmeißen Matts Mannen den alten Kram, auch wenn er besser war, irgendwann weg…

Tag 1 der Opfergaben


Ja, ich habe heute bereits 2 x Helene Fischer gehört und dazu zumbagehüpft. Hier ein kleiner Ausschnitt, mehr möchte ich Euch nicht zumuten:

https://app.box.com/s/brzie5g0wbh16jkcwyoo2qu3nfvst23h

Heute noch 3 x …

Bald werde ich diesen Text auswendig können.

Mein E-Reader muss erst mal geladen werden, danach werde ich die wundervolle Welt der 50 Grautöne draufladen. Hier habe ich mir kein Zeitlimit gesetzt, habe aber vor, die Aktion auf jeden Fall dieses Jahr abzuschließen, sprich: ALLE DREI BÄNDE (!!!!) zu lesen und hier im Blog vorzustellen.

Auch heute wurde kein Caipi getrunken, obwohl ich dringend einen hätte gebrauchen können.

Ein Gartenzwerg wurde heute bestellt.

Jetzt noch schnell ein Gegengift zu dem Helene-Fischer-Song:

Gut, dass ich mich nicht verpflichtet habe, auf den Körperzellensong zu verzichten. Das müsste ich wohl tun, damit der HSV mal wieder Deutscher Meister wird.